Viel Zeit bleibt nicht, um die Niederlage bei der DJK Rimpar aus den Köpfen der Dormagener Spieler zu löschen. Ob es Trainer Jörg Bohrmann gelungen ist seine Mannschaft wieder aufzubauen und auf den nächsten und letzten Gegner des Jahres einzustellen, können die Fans an diesem Sonntag ab 17 Uhr verfolgen. Zu Gast im TSV Sportcenter ist der TV Neuhausen, der zwar nicht gerade als Auswärtsschreck gilt - allerdings insgesamt bereits acht Punkte mehr geholt hat als der TSV und auf Tabellenplatz 11 liegt.

Das Hinspiel gewannen die Schwaben mit 26:22. Damals hatte Rechtsaußen Philipp Keinath mit seinen elf Treffern, darunter acht von neun verwandelten Siebenmetern, den größten Anteil am Erfolg. Die Rückraumspieler Cornelius Maas und Nicolai Theilinger, die mit 90 bzw. 83 Treffern zu den besten Feldtorschützen der 2. Handball-Bundesliga gehören, steuerten jeweils vier Treffer bei. Das Aushängeschild der Auswahl von Coach Aleksandar Stevic ist freilich die Defensive. "Die stehen hinten sehr dicht", kennt Jörg Bohrmann die Stärken des TV Neuhausen, der nach drei Niederlagen in Folge durch die beiden Heimerfolge über Emsdetten (32:26) und Bad Schwartau (25:22) in der Tabelle weiter nach oben kletterte. Die Dormagener Mannschaft hofft darauf, dass möglichst viele Fans zum letzten Spiel vor der WM-Pause ins Sportcenter kommen. 

Tickets für die Partie gibt es noch ONLINE, die Kassen am Sportcenter öffnen um 15.30 Uhr. Vor dem Anpfiff des Gespanns Dedens/Geckert wird das Olympia-Perspektivteam des Rhein-Kreises Neuss vorgestellt. Bei der Aktion "KNACKT DIE 2000!" besteht zum ersten Mal die Chance, ein Auto zu gewinnen. Erneut gibt es eine Kooperation mit dem TSV und der Dormagener Tafel: Es können wieder haltbare Lebensmittel vor dem Spiel am Fahrzeug der Tafel vor dem Sportcenter abgegeben werden. Als kleines Dankeschön erhalten die Spender von den Handballern ein Getränk.


Das erste Spiel der Rückrunde endete mit der höchsten Saisonniederlage für den TSV Bayer Dormagen. „Dies habe ich in dieser Form in meiner Trainerlaufbahn noch nicht erlebt“, war Jörg Bohrmann sichtlich enttäuscht nach der 16:33-Pleite bei der DJK Rimpar Wölfe in der Würzburger s-Oliver Arena. Der Trainer stellte sich nach der schwächsten Leistung der Saison vor sein Team: „Natürlich muss ich mir ankreiden lassen, dass ich die Mannschaft heute nicht stabilisieren konnte.“ Jetzt gilt die ganze Vorbereitung dem letzten Heimspiel des Jahres an diesem Sonntag, 28. Dezember, ab 17 Uhr gegen den TV Neuhausen im TSV Sportcenter.

Die Torhüter Max Brustmann und Max Jäger verhinderten zunächst Torerfolge auf beiden Seiten. Sebastian Kraus erzielte per Strafwurf erst in der 5. Minute den ersten Treffer des Spiels. Die durchaus ordentlich beginnenden Gäste glichen bis zum 3:3 aus und hatten sogar mehrfach die Möglichkeit, in Führung zu gehen. Rimpar konnte sich in dieser Phase bei Brustmann bedanken, der mit mehreren herausragenden Paraden einen Rückstand verhinderte. Doch plötzlich riss der Faden bei den Rheinländern, die sich eine Reihe von vermeidbaren und auch unglücklichen Fehlern leisteten. Erst in der 24. Minute nach einer Viertelstunde Torpause erzielte Jonny Eisenkrätzer den vierten Treffer für den TSV. Da hatten die 2400 Fans der DJK bereits 12 Mal einen Treffel ihres Teams bejubelt. Sicher war der Ausfall von Dennis Marquardt auch ein Grund für die schwache Gesamtleistung: Der Kapitän bekam auf seine im Training lädierte Schulter einen Schlag und wird sich kurzfristig einer Untersuchung unterziehen.

Nach dem 16:7 zur Pause ging es in der zweiten Hälfte eigentlich nur noch darum, den Misserfolg nicht ausufern zu lassen. Nach vier Toren in Unterzahl sah es auch so aus, als könne die Mannschaft mit einer einstelligen Niederlage nach Hause fahren. Doch das 19:12 in der 38. Minute war nur ein kleiner Lichtblick am 2. Weihnachtsabend. Rimpar zog wieder an und kam zum locker eingefahrenen Sieg. Coach Jens Bürkle war froh, dass „es heute etwas entspannter war als zuletzt“, und dass er seinen jüngeren Spielern längere Einsatzzeiten geben konnte als gewohnt.
 
DJK Rimpar Wölfe - TSV Bayer Dormagen 33:16 (16:7)
Rimpar: Madert, Brustmann (1. HZ); L. Spieß (3), Kraus (6/3), Schmitt (1), Schömig (7/2), Heinrich, Bötsch, Schäffer (1), Kaufmann (4), Drude (1), Keidel (4), Büttner (4), Brielmeier (2).
Dormagen: Jäger, Bartmann (ab 24.); Bettin (2/1), Plaz, Eisenkrätzer (5), Doetsch, Kübler, Damm (2), Strosack, Hüter (1), Marquardt (1), Arnaud, Genz (3), Noll (2).
Schiedsrichter: Linker/Schmidt.
Zuschauer: 2413.
Zeitstrafen: 8:12 Minuten.
Siebenmeter: 5/6:1/4 (Jäger hält gegen Schömig, der den Nachwurf verwandelt – Bettin/zweimal und Genz scheitern).
Spielfilm: 3:3 (9.), 12:4 (24.), 16:6, 16:7 – 19:8, 19:12 (38.), 23:12, 24:14, 28:14 (50.), 33:16.


Die Strecke kennt die Mannschaft - diesmal muss der Bus allerdings rund 80 Kilometer mehr zurücklegen. Nach dem letzten Spiel der Hinrunde beim TV Großwallstadt vor einer Woche in Aschaffenburg bestreitet der TSV Bayer Dormagen am 2. Weihnachtsfeiertag das erste Spiel der Rückrunde gegen die DJK Rimpar in der sOliver Arena Würzburg. Die Partie gegen die "Wölfe", die nur aufgrund des schlechteren Torverhältnisses hinter den punktgleichen Teams aus Bittenfeld und Nordhorn auf Tabellenplatz 4 der 2. Handball-Bundesliga stehen, wird um 17 Uhr angepfiffen.

"Wir fahren keineswegs nach Bayern, um dort Geschenke abzuliefern", sagt TSV-Coach Jörg Bohrmann. Auch wenn Rimpar in der heimischen Arena nur die Partie gegen Spitzenreiter Leipzig verloren hat, so tat sich die Mannschaft von Jens Bürkle gegen Teams aus dem Tabellenkeller mehrfach schwer. So wurde TUSEM Essen mit 23:21 bezwungen, Hüttenberg "nur" mit 26:25. Das Hinspiel im Sportcenter gewann die DJK relativ deutlich mit 32:25, bis zur Pause allerdings hielt der TSV mit und kam erst durch die schwache Chancenverwertung auf die Verliererstraße. Ein Phänomen, das sich im Laufe der Saison wiederholen sollte. Nicht aber an diesem Freitag. Bohrmann: "Die Jungs haben gegen Großwallstadt im Angriff ordentlich gespielt. Wenn sie die Leistung bestätigen, haben wir auch eine Chance in Würzburg."

Ein Erfolgserlaubnis vor dem letzten Spiel des Jahres am Sonntag (17 Uhr) im TSV Sportcenter gegen den TV Neuhausen könnten die Dormagener gut gebrauchen. Tickets hierfür gibt es noch am Samstag im Vorverkauf in der City-Buchhandlung, Kölner Straße 58 oder ONLINE. Die Abendkassen öffnen am 28. Dezember um 15.30 Uhr. Für den Besuch der Partie sprechen etliche Gründe: Die Mannschaft braucht die volle Unterstützung, anschließend gibt es die WM-Pause bis zum 8. Februar, vor dem Anpfiff wird das Olympia-Perspektivteam des Rhein-Kreises Neuss vorgestellt und: Bei der Aktion "KNACKT DIE 2000!" besteht zum ersten Mal die Chance, ein Auto zu gewinnen.


Das letzte Spiel der Hinrunde ließ die Erinnerungen an weitere Partien der bisherigen Spielzeit in der 2. Handball-Bundesliga wach werden: Der TSV hätte auch aus der Aschaffenburger frankenstolz arena was Zählbares mit nach Hause bringen können. Doch am Ende bejubelte der TV Großwallstadt den 33:29 (17:14)-Erfolg. Herausragend auf Dormagener Seite waren Max Bettin und Alexander Kübler, die zusammen 22 Tore erzielten. Noch mal nach Bayern reist der TSV am 2. Weihnachtsfeiertag zur DJK Rimpar. Das letzte Spiel des Jahres steigt am Sonntag, 28. Dezember, ab 17 Uhr im TSV Sportcenter gegen den TV Neuhausen.

Der TSV überraschte die Gastgeber vor 1236 Zuschauern mehrfach mit der schnellen Mitte und übernahm in der Anfangsphase immer wieder die Führung, nachdem Max Bettin nach 49 Sekunden erstmals seine Treffsicherheit von der Siebenmeterlinie unter Beweis stellte. In der 10. Minute führten die Dormagener beim 6:4 durch Robin Doetsch mit zwei Toren - vergaben aber die Chance auf den weiteren Ausbau des Vorsprungs. So scheiterten Doetsch und Bastien Arnaud in aussichtsreichen Positionen an TVG-Torwart Mathias Lenz. Als Linksaußen Kris Jost in der 22. Minute das 12:11 für den Altmeister vom Kreis aus erzielte, konnte Patrick Hüter noch einmal ausgleichen - gleichzeitig zum letzten Mal.

Kaum zu stoppen war anschließend der wuchtige Kreisläufer Jannik Kohlbacher. Michael Spatz zeichnete sich durch seine schnellen Gegenstöße aus und Chen Pomeranz durch seine platzierten Würfe. Er und auch der Isländer Fannar Fridgeirsson nutzten ihre Beweglichkeit angesichts der in der zweiten Hälfte offensiver werdenden TSV-Deckung. Trainer Jörg Bohrmann wollte eine Veränderung vornehmen, um den bis auf fünf Tore angewachsenen Rückstand einzudämmen. Doch "wir wussten, dass Dormagen uns beim 1:1 nicht aufhalten kann", war TVG-Coach Maik Handschke auch mit der 63-prozentigen Wurfeffektivität zufrieden. "Beim 1:1 haben wir nicht ausreichend nachgeschoben", kritisierte Bohrmann, der gleichzeitig lobte, dass "der Angriff seine Aufgaben ganz gut gelöst hat." Und damit meinte er vor allem Max Bettin und Alex Kübler.

TV Großwallstadt - TSV Bayer Dormagen 33:29 (17:14)
Großwallstadt: Lenz (12 Paraden), Putera (bei einem 7m); Spatz (8/4), Fridgeirsson (4), Lopez (n.e.), Weißbach, Metzner (1), Prokopec (5/2), Jost (4), C. Pomeranz (8/1), Kohlbacher (3), G. Pomeranz (n.e.).
Dormagen: Bartmann (13 Paraden), Jäger (bei einem 7m); Bettin (12/6), Genz (1), Plaz (1), Eisenkrätzer, Doetsch (1), Kübler (10), Damm (1), Noll, Strosack (1), Hüter (1), Marquardt (1), Arnaud.
Schiedsrichter: Köppl/Regner.
Zuschauer: 1236.
Zeitstrafen: 2:10 Minuten.
Siebenmeter: 7/9:6/6 (Bartmann hält gegen Spatz, Prokopec wirft an die Latte).
Spielfilm: 4:6 (10.), 7:7 (13.), 10:11 (21.), 12:11 (22.), 14:12, 15:14, 17:14 - 20:15 (36.), 22:19, 26:21 (45.), 30:25 (51.), 30:27, 32:27, 33:29.


Drei Spiele warten in diesem Jahr noch auf den TSV Bayer Dormagen. Zweimal innerhalb von sieben Tagen muss die Mannschaft von Jörg Bohrmann in die gleiche Richtung reisen: An diesem Samstag zum TV Großwallstadt, der in Aschaffenburg spielt. Am 2. Weihnachtsfeiertag zum ersten Rückrundenspiel nach Würzburg, wo die DJK Rimpar ihre Heimspiele austrägt. Das Finale 2014 steigt am Sonntag, 28. Dezember, ab 17 Uhr im TSV Sportcenter gegen den TV Neuhausen. Echte Weihnachtsstimmung kommt da angesichts der Spiele und des notwendigen Trainings nur bedingt auf - gewonnene Punkte würden allerdings eine spezielle Freude auslösen. 

Der TV Großwallstadt belegt nach 18 Spielen den siebten Tabellenrang in der 2. Handball-Bundesliga. Zwei der bisherigen zehn Heimspiele hat der Traditionsklub verloren: 24:31 gegen Nordhorn und 25:26 gegen den TV Bittenfeld. Vor einer Woche waren die auswärtsschwachen Schützlinge des Ex-Dormageners Maik Handschke bei der 26:31-Niederlage in Bad Schwartau chancenlos. Erfolgreichster Werfer der Gastgeber ist nach wie vor Michael Spatz, der vor allem aufgrund seiner Stärke von der Siebenmeterlinie mit 119/51 Treffern den zweiten Platz in der Torschützenliste der Liga einnimmt. Zwei Dormagener Spieler kennen den Klub näher: Jonathan Eisenkrätzer trug ehemals das TVG-Trikot - wie auch Bastien Arnaud, der Großwallstadt vor wenigen Wochen verließ.

Jörg Bohrmann wird mit der Mannschaft nach Bayern reisen können, die zuletzt Hildesheim bezwang. "Da haben sich die Jungs endlich mal für den Aufwand, den sie betreiben, belohnt", stellt der Trainer in der Neuß-Grevenbroicher Zeitung fest. Einer erfreut sich dabei immer besonderer Nähe: Max Bettin zählt inzwischen trotz ständiger Intensivbewachung dank seiner 102 Treffer zum Kreis der zehn "Hunderter" in der Liga. Veränderungen bei den Mainfranken: Nach Bastien Arnaud hat auch Großwallstadts Rückraumakteur Nils Kretschmer den Verein verlassen und spielte letztmals gegen Bad Schwartau. Er wird wohl schon heute im Team des TV Bittenfeld gegen TUSEM Essen auflaufen. Sein Vertrag lief eigentlich noch bis Ende der Saison.

Die letzte Partie der Hinrunde wird um 19.30 Uhr in der Aschaffenburger f.a.n. frankenstolz arena angepfiffen.


Die Dormagener Wiesel sind mit viel Engagement in die aktuelle Saison gestartet. Sie haben in jedem Spiel alles gegeben und ihr Publikum begeistert. Ein „volles Haus“ ist dabei die beste Voraussetzung, um den Heimvorteil in Erfolge umzumünzen. Die Gewinnaktion „Knackt die 2.000!“ schafft dafür – neben dem Erlebnis Handball – einen zusätzlichen Anreiz: Sobald die magische Marke von 2.000 Zuschauern bei einem Heimspiel erreicht wird, verlost der TSV unter allen Besuchern einen Toyota Aygo sowie weitere attraktive Preise. Start ist das erste Spiel der Rückrunde am Sonntag, 28. Dezember, gegen den TV 1893 Neuhausen. Ob neues Auto, Einkaufs- oder Reisegutschein, ob Dauerkarten für die nächste Saison oder Heimtrikot – auf jeden der 20 Gewinner wartet ein hochwertiger Preis.

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ZUR AKTION


Selten erlebt man einen solchen Spielverlauf mit ständig wechselnden Mehrheiten. Die 1495 Zuschauer mussten im TSV Sportcenter am packenden "Spieltag des Ehrenamtes" nach dem Schlusspfiff erst einmal tief durchatmen. Dann gab es die Humba mit einer jubelnden Dormagener Mannschaft. Sie hatte aus dem 21:22 in der 51. Minute das 27:22 gemacht und schließlich mit 28:24 gewonnen. Beide Punkte benötigte der TSV dringend, um den Anschluss an das untere Mittelfeld nicht zu verlieren. In der Tabelle bleibt das Team von Jörg Bohrmann auf Abstiegsrang 17, ist jetzt aber wieder punktgleich mit TUSEM Essen.

"Nach dem Sieg gegen Bad Schwartau hatten wir uns schon etwas in Dormagen ausgerechnet", sagte Hildesheims Trainer Gerald Oberbeck. Zwei soeben verpflichtete Spieler sollten mithelfen den ersten Auswärtserfolg in dieser Saison zu holen: Der 2,09 Meter lange und platziert werfende kroatische Linkshänder Goran Gorenac sowie der polnische Halblinke Mateusz Przybylski konnten erst ein Mal mit den neuen Eintracht-Kollegen trainieren. Die Neuzugänge hatte der TSV nicht auf dem Plan. Gegen die Offensive der Gäste tat sich die 6:0-Abwehr schwer, Bohrmann variierte später und war froh, dass "wir im Laufe des Spiels einen besseren Zugriff bekamen."

Es schien so, als sei der TSV nach einer Dreiviertelstunde auf der Siegerstraße. Zunächst erzielte Pascal Noll das 19:18 nach einem Konter, anschließend konnte der Ausgleich durch Lungela nicht gelten, weil Oberbeck unmittelbar vor dem Wurf eine Auszeit verlangt hatte. Mit dem wohl schönsten Tor des Spiels erhöhte Alexander Kübler und Peter Strosack machte das 21:18. Doch die Eintracht kam wieder auf, zunächst verhinderte Sven Bartmann mit zwei Glanzparaden den erneuten Ausgleich. Gorenac und der sichere Siebenmeter-Vollstrecker Lungela sorgten aber doch noch für die Führung der Hildesheimer. Die sollte aber die letzte sein - auch weil der bis Donnerstag krank geschriebene Robin Doetsch von der Bank kommend zwei Mal Dormagens Probleme von der Siebenmeterlinie vergessen ließ. "Wir haben an uns geglaubt", lobte Bohrmann die kämpferische Einstellung seines Teams und dankte der medizinischen Abteilung für die tolle Arbeit, nachdem bei fünf Spielern Fragezeichen hinter dem Einsatz gestanden hatten. So auch bei Sven Bartmann nach einem schmerzenden Hexenschuss. Doch der Torwart war rechtzeitig fit und hatte mit 15 Paraden großen Anteil am fünften Saisonsieg.

TSV Bayer Dormagen - Eintracht Hildesheim 28:24 (16:15)
Dormagen: Jäger, Bartmann; Bettin (4/1), Genz (6), Plaz, Eisenkrätzer, Doetsch (2/2), Kübler (4), Damm (3), Noll (2), Strosack (4), Hüter, Marquardt (3), Arnaud.
Hildesheim: Wetzel, Kinzel; Struck (2), Nikolov (3), Stüber (1), Przybylski (4), Zechel, Lungela (7/5), Zufelde (1), Tzoufras (1), Herbold, Gülzow, von Hermanni, Gorenac (5).
Schiedsrichter: Jan Lier / Manuel Lier.
Zuschauer: 1495.
Zeitstrafen: 6:10 Minuten.
Siebenmeter: 3/5:5/5 (Bettin wirft an die Latte und scheitert an Wetzel).
Spielfilm: 2:3 (5.), 4:3 (6.), 5:6 (11.), 6:8 (13.), 8:10 (17.), 10:10 (19.), 12:13 (23.), 14:13, 16:15 - 17:15, 17:18 (34.), 21:18 (44.), 21:22 (51.), 27:22 (57.), 28:24.


Am Spieltag des Ehrenamtes trifft der TSV Bayer Dormagen an diesem Samstag, 13. Dezember, auf Eintracht Hildesheim. Eine Partie, die aus Sicht der Gastgeber bestens mit dem Höhner-Hit "Wenn nicht jetzt, wann dann?" überschrieben ist. Denn nach drei Niederlagen in Folge benötigt der TSV die beiden Punkte gegen den Tabellenvorletzten der 2. Bundesliga, um nicht weiter den Anschluss an das untere Mittelfeld zu verlieren. Die Zwillinge Jan und Manuel Lier (TSV Schmiden) pfeifen die Partie um 19 Uhr im TSV Sportcenter an. Die Abendkassen öffnen um 17.30 Uhr.

Wohl erst kurz vor Spielbeginn wird TSV-Coach Jörg Bohrmann die Mannschaft benennen, die gegen Hildesheim aufläuft. Denn die medizinische Abteilung ist nach dem Mittwochspiel in Eisenach besonders gefordert: Mehrere Spieler klagen über Verletzungen, die schlimmstenfalls zum Ausfall führen. "Da müssen wir den Heilungsprozess abwarten", sagt Bohrmann. So bleibt offen, ob Neuzugang Bastien Arnaud mit gebrochener Nase spielen kann. Rechtsaußen Peter Strosack klagte über Schmerzen im Knie, Kapitän Dennis Marquardt erlitt eine Fußprellung. Auch beide Torhüter sind angeschlagen: Ein Hexenschuss setzt Sven Bartmann zu, eine Schulterverletzung Max Jäger. Linkshänder Robin Doetsch stand schon in Eisenach nicht zur Verfügung. Jörg Bohrmann: "Ich hoffe, dass wir weitestgehend komplett spielen können. Wir werden voll konzentriert zur Sache gehen und wieder bis zum Umfallen kämpfen. Das sind wir schon unseren Fans und den vielen Ehrenamtlern, die teilweise zum ersten Mal Handball in Dormagen erleben, schuldig." 

Eintracht Hildesheim hat in dieser Saison auswärts noch keinen Punkt geholt. Heimsiege gab es gegen die unmittelbaren Konkurrenten der Kellerregion Essen und Hüttenberg und durchaus überraschend am Mittwoch gegen den VfL Bad Schwartau (20:19). Der Ex-Dormagener Andreas Simon, der in der Vorwoche zur Eintracht gewechselt war, konnte dabei nur bedingt helfen: Er zog sich in der ersten Hälfte des Spiels einen Muskelfaserriss zu und wird nach Lage der Dinge im Sportcenter nicht dabei sein. 



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