26:27, 25:27, 25:26 - drei äußerst knappe Niederlagen in der englischen Woche erfreuen weder Fans noch Mannschaft und Umfeld des TSV Bayer Dormagen. In Ferndorf hatte wohl kaum noch jemand damit gerechnet, dass der TuS seine weiße Heimweste behalten würde. Immerhin lag der TSV in der 54. Minute mit 24:21 vorne - völlig verdient. Doch die Führung gaben die Dormagener aus der Hand und konnten nicht einmal einen Punkt mit nach Hause nehmen. Nach Ferndorfs 5:1-Lauf in den Schlussminuten zeigte die Ergebnistafel 26:25 an. Von Gerechtigkeit wollte anschließend niemand mehr reden, "aber auch Mitleid ist jetzt nicht angebracht", betonte TSV-Coach Ulli Kriebel. "Wir müssen uns das Glück erarbeiten."

55 Minuten lang "haben wir fast alles richtig gemacht", sagte Kriebel. Doch für die starke Leistung und vor allem die spielerische Überlegenheit belohnte sich die Mannschaft wieder nicht. Überflüssige Abspielfehler verschafften Ferndorf neue Chancen, die eiskalt genutzt wurden. TuS-Trainer Michael Lerscht brachte den angeschlagenen Jonas Faulenbach, der in den letzten Minuten zur entscheidenden Verstärkung der gegnerischen Offensive wurde. So behielt er die Nerven, als die schon länger den Arm zum Zeichen des Zeitspiels hoch haltenden Schiedsrichter deutlich machten, dass nur noch ein Pass zulässig sei. Faulenbach zog nach rechts und schloss erfolgreich zum 22:24 ab.

Es folgten zwei clevere Aktionen von Rechtsaußen Lukas Zerbe, der zum 24:24 ausglich. Mit einem sehenswerten Durchbruch brachte Julius Andersson die Gastgeber dann sogar wieder in Führung. Doch Eloy Morante Maldonado krönte seine hervorragende Leistung mit seinem achten Treffer - Gleichstand. Als dann Mattis Michel mit einer akrobatischen Einlage das 26:25 erzielt, läuft die Uhr gegen den TSV. Entgegen der angezeigten letzten Spielsekunde billigen die Schiedsrichter den Dormagenern drei Sekunden für die Ausführung des letzten Freiwurfes zu. Doch der Wurf von Lukas Stutzke wird von den Gastgebern geblockt, der Ball fliegt neben das Tor, das Spiel ist aus.

Ulli Kriebel beklagte nach dem Spiel die unzureichende Chancenverwertung und die einfachen Fehler. Letztlich funktioniere seine Mannschaft noch nicht ausreichend in Streßsituationen. "Dormagen hat uns vor Riesenaufgaben gestellt", sah Michael Lerscht das Glück am Ende auf Seiten seiner Mannschaft. Tim Wieling hatte das Glück völlig verlassen, vier Bälle landeten am Gehäuse, einmal tanzte das Leder auf der Torlinie ohne sie zu überqueren. Joshua Reuland ging es auf der linken Außenposition kaum anders, wobei Torwart Kai Rottschaefer gut auf beide Außen eingestellt war. Nach längerer verletzungsbedingter Pause feierte Janis Boieck ein gelungenes Comeback. Er löste noch vor der Pause Sven Bartmann ab und wartete mit einigen spektakulären Paraden auf.

Nach der sechsten Niederlage in Folge geht es nun für den TSV als aktuell 18. der Tabelle darum, den Abstand zu den Nichtabstiegsplätzen nicht zu groß werden zu lassen. Mit dem ASV Hamm-Westfalen kommt freilich am kommenden Sonntag, 18. November,  erneut eine ambitionierte Mannschaft ins TSV Bayer Sportcenter (Anpfiff 17 Uhr). Am Spieltag von Sponsor VM - Vermögensmanufaktur können die Besucher aktiv an einer Sportstation teilnehmen und dabei Preise gewinnen, unter anderem einen signierten Select-Handball.
 
TuS Ferndorf - TSV Bayer Dormagen 26:25 (13:13)
Ferndorf: Rottschaefer (8 Paraden), Puhl (n.e.); Faulenbach (1), Basic (1), L. Schneider (5), M. Michel (3), Neitsch (n.e.), Wörner, Zerbe (7/2), L. Michel (n.e.), J. Schneider (n.e.), Barwitzki (4/1), Andersson (2), Koloper, Müller (2), Rink (1).
Dormagen: Bartmann (1.-23., 3 Paraden), Boieck (ab 23., 6 Paraden), Rózsavölgyi (n.e.); Reuland, Eggert (1), Löfström (4), I. Hüter, Rebelo (2), Richter (4/2), P. Hüter (1), Jagieniak, Morante Maldonado (8), Stutzke (1), Wieling (4).
Schiedsrichter: Heine / Standke.
Zuschauer: 1047.
Zeitstrafen: 2:6 Minuten.
Siebenmeter: 3/4:2/4 (Bartmann hält gegen Barwitzki - Rottschaefer gegen Wieling und Richter).
Spielfilm: 3:2, 3:5 (9.), 4:7 (13.), 8:8, 8:10, 11:10, 12:13, 13:13 - 17:15 (37.), 17:18 (41.), 20:19, 20:22, 21:24 (54.), 25:24 (59.), 25:25, 26:25.


Die nach dem krankheitsbedingten Ausfall von Lukas Stutzke erneut geschrumpfte Dormagener Mannschaft zeigte am Freitagabend gegen den Favoriten aus Balingen eine starke Leistung - doch wie schon am letzten Sonntag beim HSV Hamburg wurde der TSV nach der spielerischen Überlegenheit und der kämpferischen Einstellung nicht belohnt. Am Ende jubelten die Gäste, die den 27:25 (12:10)-Erfolg nach dem 24:25-Rückstand ihrer Routine zu verdanken hatten. "Wir sind mit einem blauen Auge davon gekommen", atmete HBW-Coach Jens Bürkle auf. Wenig Zeit hat nun die Auswahl von Ulli Kriebel, um sich auf das Gastspiel beim TuS Ferndorf an diesem Sonntag, 11. November, um 16 Uhr vorzubereiten.

Der TSV begann vor 1080 Zuschauern furios und führte in der 6. Minute mit 3:1 nach Treffern durch Eloy Morante Maldonado, Nuno Rebelo und Tim Wieling. Doch die Reaktion der Gäste folgte auf dem Fuß mit drei Toren in Folge, die der erneut starke Sven Bartmann nicht verhindern konnte. Weiterhin kämpften zwei Mannschaften auf Augenhöhe. In der 24. Minute hieß es 8:8 durch den Wurf von Eloy Morante Maldonado ins leere Tor. Doch kurz vor dem Pausenpfiff nutzten die auch körperlich überlegenen Balinger ihre Chancen und verschafften sich den ersten und einzigen Drei-Tore-Vorsprung (12:9) der Partie. Nach einer sehenswerten Kombination mit Daniel Eggert stellte Eloy Morante den 10:12-Halbzeitstand her.

Den Schwung nahm der TSV nach dem Wiederanpfiff mit. Benni Richter avancierte zum besten Schützen der Begegnung und glich mit einem Doppelschlag zum 12:12 aus - auch weil Sven Bartmann einen fulminanten Sprint von der Bank in seinen Kasten hinlegte und Niemeyers Wurf aufs leere Tor abfing. Der beeindruckende Einsatz auf dem Feld führte zur Begeisterung auf den Rängen, der clever abschließende Nuno Rebelo sorgte für die erneute Führung zum 16:15 nach 39 Minuten und zwang Balingen zur Auszeit. Das Kopf-an-Kopf-Spiel dauerte an, der TSV lag drei Minuten vor Schluss mit 25:24 vorne. Doch Morantes sechster Treffer war auch der letzte der Dormagener Auswahl. Jona Schoch und Nationalspieler Martin Strobel drehten das Spiel einmal mehr. Dem TSV lief jetzt die Zeit davon, nachdem Richters Wurf von Mrkva abgewehrt wurde und anschließend ein Pass nicht ankam. Jannik Hausmann nutzte die Chance und stellte den 27:25-Endstand her.

"Wir haben uns sehr schwer getan", gestand Jens Bürkle ein und war froh, dank der zwei Punkte auf den dritten Platz der 2. Handball-Bundesliga zu klettern - was auch an der 25:26-Niederlage von Ferndorf in Hüttenberg liegt. Am Sonntag gibt es einen Gegnertausch: Während Balingen Hüttenberg erwartet, reist der TSV zur Sporthalle Stählerwiese in Kreuztal. "Ich hoffe, dass sich gegen Ferndorf endlich mal unsere Arbeit auszahlt und wir zudem etwas mehr Glück haben als in den letzten Spielen", sagt TSV-Coach Ulli Kriebel.
 
TSV Bayer Dormagen - HBW Balingen-Weilstetten 25:27 (10:12)
Dormagen: Bartmann (12 Paraden), Rózsavölgyi (ab 54., 1 Parade); Reuland, Eggert (1), Löfström (1), I. Hüter, Köster (n.e.), Rebelo (5), Richter (7/1), P. Hüter (1), Jagieniak (n.e.), Morante Maldonado (6), Wieling (4/1).
Balingen: Mrkva (11 Paraden), Baumeister (n.e.); Zobel (2), Niemeyer (2), Kirveliavicius, Flohr (1), Hausmann (3), Thomann (3), Friedrich (1), Nothdurft (2), Gretarsson (1/1), Strobel (5), Heinzelmann (n.e.), Schoch (6), Oliveira (1), Saueressig.
Schiedsrichter: Fedtke / Wienrich (Berlin).
Zuschauer: 1024.
Zeitstrafen: 4:6 Minuten.


Drei Spiele innerhalb von sieben Tagen, die 2. Handball-Bundesliga verlangt den Spielern einiges ab. Nach dem Gastspiel in Hamburg und dem unglücklichen Punktverlust an der Alster würde der TSV natürlich gerne wieder in die Erfolgsspur zurückkehren. Doch die beiden Gegner an diesem Wochenende haben es in sich: Am geschichtsträchtigen 9. November kommt mit Balingen-Weilstetten ein schwerer Brocken an den Rhein. Zwei Tage später, am Sonntag, 11. November, reist der TSV zum Mitaufsteiger TuS Ferndorf, der aktuell auf Tabellenplatz 3 steht - also sogar einen Rang vor den Gästen aus dem Zollernalbkreis. Die Partie gegen Balingen wird um 19.30 Uhr von den Schiedsrichtern Niels Wienrich und Julian Fedtke aus Berlin angepfiffen. Tickets gibt es weiterhin im Tabakshop an der Kölner Straße 64 und online. Die Abendkassen öffnen um 18.30 Uhr. Wer nicht dabei sein kann, kann das Spiel im Live-Stream verfolgen.

Im letzten Jahr wollten die Gäste den Wiederaufstieg in die DKB-Bundesliga schaffen, doch mit Rang 5 wurde das Ziel verpasst. Nun nimmt die Mannschaft von Jens Bürkle einen neuen Anlauf, spricht aber lediglich von der Absicht, am Ende der Saison der "Spitzengruppe" anzugehören. Gegenüber dem Vorjahr hat sich einiges getan: Acht Spieler haben den Verein verlassen, sieben sind entweder Neuzugänge oder kommen aus dem eigenen Nachwuchs. Dreh- und Angelpunkt ist Martin Strobel, der jüngst wieder sein Comeback in der Nationalmannschaft feierte. Der aus Leipzig gekommene, bundesligaerfahrene Kreisläufer Benjamin Meschke fällt auf jeden Fall aus, nachdem er sich vor zwei Monaten das linke Wadenbein gebrochen hat. HBW-Trainer Jens Bürkle kann ansonsten aus dem Vollen schöpfen. Diogo Oliveira, der portugiesische Landsmann von Dormagens Nuno Rebelo, ist ebenso wie der zuletzt angeschlagene Jona Schoch wieder vollständig fit.

Was erklärt ein Trainer, der mit seiner Mannschaft als klarer Favorit ins TSV Bayer Sportcenter kommt? "Das ist eine Mannschaft, die zu vielen Sachen fähig ist und deshalb werden wir sehr konzentriert da hochfahren", sagt Bürkle. In den ersten Spielen hatte sein Team einige Schwierigkeiten und kehrte etwa aus Dresden mit nur einem Punkt zurück (24:24). Nach zuletzt sechs Siegen aus sieben Spielen hat Balingen sich aber nach oben gearbeitet. Zu welchen Sachen der TSV in der Lage ist, wird man am Freitag sehen. "Nach der Papierform sind wir natürlich krasser Außenseiter", macht TSV-Coach Ulli Kriebel deutlich. "Das heißt aber auch, dass wir völlig befreit aufspielen können." Überwinden müssen die Dormagener Spieler dann auch den längsten Balinger: Torwart Tomas Mrkva (2,03m) wurde in einem Online-Voting zum Spieler des Monats Oktober der 2. Handball-Bundesliga gewählt.

Der TSV macht sich an diesem Freitag für soziale Zwecke stark: Gesammelt wird im Sportcenter für die Aktion Movember und damit für die Männergesundheit. Die Mannschaft beteiligt sich einmal mehr an der Initiative der Stiftung und hat ein eigenes Spendenkonto ins Leben gerufen. Hier kommt man direkt zur Aktionsseite des TSV Bayer Dormagen: https://de.movember.com/team/2328472. Die pronova bkk ist mit einem Stand vertreten und führt ein Gewinnspiel durch, bei dem unter anderen ein signiertes Trikot zu gewinnen ist.

Mitglieder des Tierschutzvereins sammeln darüber hinaus aus einem besonderen Anlass: Bei einem schweren Unwetter im August drang Wasser ins Dormagener Tierheim - zahlreiche Räume waren dadurch unbrauchbar geworden und müssen saniert werden.

 


TSV-Handballer Nico Pyszora arbeitet als Tierpfleger im Kölner Zoo, absolvierte dort auch seine Ausbildung. Sein Vater Klaus ist ebenfalls seit über 30 Jahren im Zoo beruflich verankert. Zu Beginn dieser Saison lösten einige Spieler des TSV Bayer Dormagen ihren Wunsch ein, ihren Rechtsaußen bei der Arbeit zu besuchen. Diese Verbindung wird von nun an intensiviert. Der Kölner Zoo bietet den Handballfans des TSV Bayer Dormagen bis zum Ende der Spielzeit 2018/19 an, die Tiere zu einem vergünstigten Eintrittspreis zu besuchen: Alle Dauerkarten-Inhaber des TSV bekommen bei Vorlage der Dauerkarte an der Kasse im Zoo 15 Prozent Rabatt auf den Tageskartenpreis für den Zoo und das Aquarium gutgeschrieben.

„Ich freue mich, dass der Kölner Zoo uns diese Kooperation ermöglicht. Besonders freut es mich für Nico, der an beiden Standorten sehr fleißig arbeitet“, sagt Björn Barthel, Geschäftsführer der TSV Bayer Dormagen Handball GmbH. Und auch Thorsten Hoenen vom Kölner Zoo freut sich auf die Zusammenarbeit: „Wir gehen diese Kooperation sehr gern ein, weil zwei sehr verdiente Mitarbeiter involviert sind. Dem Team der Bayer Dormagen-Handballer wünschen wir für die laufende Saison viel Glück und bestmöglichen sportlichen Erfolg.“


27 Tore wie in den letzten beiden Spielen hätten am Sonntag zum Dormagener Punktgewinn in Hamburg gereicht. Doch nach einem dramatischen Spielverlauf konnte letztlich nur der HSV Handball jubeln. Der 18-jährige Leif Tissier erzielte unmittelbar vor dem Schlusspfiff den Siegtreffer zum 27:26. Zur Pause lag der TSV Bayer vor 3142 Zuschauern mit 15:13 vorne. Beide Trainer waren sich einig: "Das war ein Spiel auf Augenhöhe, eine Punkteteilung wäre gerecht gewesen", sagten Torsten Jansen und Ulli Kriebel nach den 60 Minuten in der Sporthalle Hamburg.

"Wir haben uns im Training stark mit einer offensiven Dormagener Deckung beschäftigt", war Jansen eher überrascht von der 6:0-Defensive der Gäste. Diese Alternative machte den Hamburgern vor allem in der ersten Hälfte schwer zu schaffen. "Das war ganz okay", stellte Kriebel mit Einschränkungen fest. Denn zu Beginn stand Kreisläufer Niklas Weller dreimal hintereinander völlig frei und erzielte die ersten drei Tore für Hamburg. Dann schloss die Abwehrreihe die Lücke und konnte sich auf eine hervorragende Zusammenarbeit mit Sven Bartmann verlassen. Der Keeper war nach seiner langen Pause zuletzt noch auf der Suche nach seiner Form, in Hamburg hat er sie gefunden. Sein Comeback feierte Nuno Rebelo, der natürlich weitere Spielpraxis benötigt, um an die Leistung in seinen ersten Einsätzen anzuschließen.

In der hart umkämpften Partie konnte sich keine Mannschaft absetzen. Mehrfach wechselte die Führung, gerade auch in der Schlussphase der ersten Hälfte. Zunächst holte sich Hamburg den Vorsprung zurück, um dann drei TSV-Tore in Folge zum Halbzeitstand von 13:15 zu kassieren. Doch nach dem Wiederanpfiff kopierte der HSV die Rheinländer, die es jetzt mit einer deutlich aggressiveren Hamburger Verteidigung zu tun hatten. Wenig beeindruckt vom neuerlichen Rückstand sorgte der ansatzlos werfende Lukas Stutzke für den Ausgleich und Eloy Morante Maldonado verwandelte den von ihm selbst "geklauten" Ball zum 16:17. Nachdem Gergö Rózsavölgyi den Strafwurf von Lukas Ossenkopp abwehrte hätte Morante die zweite Dormagener Zwei-Tore-Führung machen können. Doch der an Stelle von Stammtorwart Aron Edvardsson (Blinddarm-OP) eingesetzte Marcel Kokoszka kam jetzt immer besser ins Spiel und wehrte klare Chancen ab.

Die letzten Minuten waren für Menschen mit Herzbeschwerden kaum geeignet. Nachdem Benni Richter zum 24:24 ausgeglichen hatte parierte Sven Bartmann und traf mit seinem Weitwurf ins leere Hamburger Tor. Der HSV drehte die Partie erneut, musste aber direkt im Anschluss den nächsten Ausgleich zum 26:26 durch Stutzke hinnehmen. Danach wehrt Bartmann gegen Kevin Herbst ab, doch die Schiedsrichter entscheiden auf Freiwurf. Das Zuspiel bekommt Leif Tissier, der durchgeht und genau wie vor drei Wochen gegen Rimpar drei Sekunden vor Schluss das 27:26 erzielt. Während die einen jubeln, ist der TSV niedergeschlagen. "Das ist total brutal, nachdem die Mannschaft unheimlich gekämpft hat", betonte Ulli Kriebel. Er hatte sich seine Rückkehr auch anders vorgestellt: Vor 36 Jahren spielte er in der damaligen Alsterdorfer Sporthalle als Bambini erstmals mit dem Handball.

Der TSV hat jetzt zwei schwere Herausforderungen vor sich: Erst geht es am Freitag, 9. November, um 19.30 Uhr im TSV Bayer Sportcenter gegen den Tabellenvierten HBW Balingen-Weilstetten. Zwei Tage später fährt die Mannschaft zum TuS Ferndorf, der den 3. Platz in der Tabelle der 2. Handball-Bundesliga einnimmt. Das Spiel dort wird am Sonntag, 11. November, um 16 Uhr angepfiffen.

HSV Hamburg - TSV Bayer Dormagen 27:26 (13:15)
Hamburg: Kokoszka (11 Paraden), Rundt (bei einem 7m); Tissier (4), Weller (3), Ossenkopp (7/4), Axmann (1/1), Fuchs, Bauer (5), Forstbauer (n.e.), Rix (2), Wullenweber, Bergemann (1), Kleineidam (n.e.), Vogt (1), Herbst (3).
Dormagen: Bartmann (1 Tor, 15 Paraden), Rózsavölgyi (bei zwei 7m, 1 Parade); Reuland (1), Eggert (2), Löfström (3), I. Hüter, Rebelo, Richter (1), P. Hüter, Jagieniak (n.e.), Morante Maldonado (3), Stutzke (8), Wieling (7/4).
Schiedsrichter: Fratczak / Ribeiro.
Zuschauer: 3142 in der Sporthalle Hamburg.
Zeitstrafen: 4:6 Minuten.
Siebenmeter: 5/6:4/5 (Rózsavölgyi hält gegen Ossenkopp - Wieling scheitert an Kokoszka).
Spielfilm: 2:3, 8:7, 9:10 (19.), 13:12 (26.), 13:15 - 16:15 (33.), 16:17, 20:20 (45.), 22:20, 24:23, 24:25, 26:25, 26:26, 27:26.


Die Partie beim Mitaufsteiger HSV Hamburg ist eins von sechs Zweitliga-Spielen, zu denen der TSV Bayer Dormagen aufgrund der Entfernung am Vortag anreist. Die Schiedsrichter Pawel Fratczak und Paulo Ribeiro pfeifen das elfte Saisonspiel an diesem Sonntag, 4. November, um 15 Uhr in der Sporthalle Hamburg an der Krochmannstraße 55 an.

Erfreulich aus Dormagener Sicht: Mit Nuno Rebelo steht nach längerer Verletzungspause ein weiterer Linkshänder zur Verfügung, der bei seinen ersten Einsätzen sein Können unter Beweis stellte. "Damit haben wir im Rückraum wieder eine Alternative mehr", hofft Trainer Ulli Kriebel auf wichtige Impulse. Auch Torwart Janis Boieck zählt wieder zum Kader. Er stieß am Sonntag zum Kader nachdem er am Samstag mit der 2. Mannschaft in der Oberliga spielte, die 24:25-Niederlage gegen den HC Weiden aber nicht verhindern konnte.

Der HSV Hamburg muss auf seinen starken Schlussmann Aron Edvardsson verzichten. Der isländische Nationaltorhüter wurde vor wenigen Tagen am Blinddarm operiert und fällt mindestens vier Wochen aus. Da sein Kollege Justin Rundt wegen Knieproblemen auch nur bedingt zur Verfügung steht, wird vor allem der 19-jährige Marcel Kokoszka im Kasten stehen. Für Lukas Stutzke und Eloy Morante Maldonado kein Unbekannter: Sie kennen sich aus der U21-Nationalmannschaft und waren zuletzt gemeinsam beim Lehrgang in Warendorf.


An die Bank muss er sich wohl in Zukunft gewöhnen. Ob er will oder nicht. Doch eins ist sicher ­- er macht es freiwillig. Tim Roman Wieling ist seit Anfang des Monats Student an der Deutschen Sporthochschule Köln und studiert Sportmanagement und -Kommunikation im Bachelor. Gemeint ist natürlich die Schulbank, die an der Hochschule in Form von Stuhlreihen existiert. Wieling freut sich auf die neue Herausforderung, der bisherige Eindruck ist durchweg positiv.

 

Die andere Bank, und zwar die der Auswechselspieler, ist ihm aktuell eher fremd. Tim spielt auf Rechtsaußen beim TSV Bayer Dormagen in der 2. Handball-Bundesliga und ist bester Torschütze seines Teams. Mit 75/34 Treffern aus den bisherigen zehn Spielen liegt er aktuell hinter Eric Meinhardt (Aue, 76/41) auf Rang 2 in Liga 2. Der Linkshänder übernimmt Verantwortung auf dem Feld und wirft in der Regel auch die Strafwürfe. „Es läuft aktuell für mich, das nehme ich gerne mit. Doch als Außen bist du auch immer auf deine Mitspieler angewiesen, die dich frei spielen und mit Pässen versorgen müssen“, lobt der geborene Ostwestfale das Mannschaftsgefüge.

 

Von nun an heißt es, Studium und Leistungssport unter einen Hut zu bekommen. Die Kurse an der Sporthochschule müssen zwischen den Trainingszeiten liegen, das ist für den Neu-Studenten wichtig. „Handball hat für mich oberste Priorität, das habe ich irgendwann einmal für mich entschieden. Ich habe vieles dem Sport hintenangestellt, natürlich will ich in Zukunft professionell spielen.“ Am liebsten mit Dormagen in der 2. Handball-Bundesliga und parallel das Studium in Köln absolvieren. Ihm ist anzusehen, wie sehr er seinen Sport liebt. Mit breitem Grinsen erzählt der junge Blondschopf vom Teamgeist und der Rolle des Underdogs, die sie in Dormagen gerne einnehmen. Als Aufsteiger, weiß Tim, ist man in jedem Match der Außenseiter. Das Positive: „Uns kennt kaum einer in der Liga. Wir können befreit aufspielen und Woche für Woche Vollgas geben.“

 

Bisher funktionierte das sehr gut. Sieben Punkte holte der TSV nach rund einem Viertel der insgesamt 38 Spiele. Auch im letzten Spiel war Wieling mit sieben Treffern der erfolgreichste Dormagener - doch die deutliche 27:36-Heimniederlage gegen Hagen ließ den TSV auf Abstiegsrang 17 abrutschen. Die Pleite wollen der Uni-Starter und seine Teamkameraden vergessen lassen: „Jetzt erst recht. Ganz klar ist es unser Ziel, die Klasse zu halten. Und wenn wir weiter gemeinsam an diesem Projekt arbeiten, bin ich mir sicher, dass wir das schaffen.“ Vor dem Spiel in Hamburg blickt er deshalb gerne auf die Auswärtstabelle der 2. Liga: Da steht der TSV nämlich nach zwei Siegen in fremden Hallen auf dem 11. Platz.


Axel Kromer (Vorstand Sport des Deutschen Handball-Bundes), Jochen Beppler (Chef-Bundestrainer Nachwuchs) und Wolfgang Sommerfeld als Mentor der Eliteförderung haben jetzt den neuen DHB-Elitekader vorgestellt. Der umfasst in der Saison 2018/19 sechs männliche und zehn weibliche Top-Talente der Jahrgänge 1998 bis 2002. Darunter auch Lukas Stutzke vom TSV Bayer Dormagen, der in dieser Woche zusammen mit Eloy Morante Maldonado am Lehrgang der Junioren in Warendorf teilnahm.

„Die Spielerinnen und Spieler des Elitekaders sollen in den kommenden Jahren zu Säulen in unseren Nationalmannschaften aufgebaut werden. Das Talent dazu haben sie“, sagt Axel Kromer. „Um aber eine optimale Entwicklung zu gewährleisten, ist es elementar, dass wir ihnen ein auf ihre individuellen Bedürfnisse abgestimmtes ideales Umfeld schaffen, damit sie absolutes Topniveau auch erreichen können.“ Seit dem Jahr 2012 setzt der DHB in seiner Nachwuchsarbeit auf die Eliteförderung seiner besten Talente. Diese besondere Betreuung wirkt über die Zeit in den Nachwuchs-Nationalmannschaften hinaus und vereint die sportliche, schulische, berufliche und universitäre Ausbildung.

Der DHB-Elitekader männlich:
Sebastian Heymann (FA Göppingen), Johannes Jepsen (SG Flensburg-Handewitt), Juri Knorr (FC Barcelona), Nils Lichtlein (Füchse Berlin), Gregor Remke (SC DHfK Leipzig), Lukas Stutzke (TSV Bayer Dormagen)



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