Soeben hat die unabhängige Lizenzierungskommission der Handball-Bundesliga GmbH nach Prüfung der eingereichten Lizenzunterlagen ihre Entscheidung über die Lizenzanträge der Drittligisten zur Teilnahme am Spielbetrieb der 2. Handball-Bundesliga bekanntgegeben. Alle vier Klubs haben sowohl die sportliche als auch die wirtschaftliche Leistungsfähigkeit erbracht. Demnach steigen neben dem TSV Bayer Dormagen auch die Meister der drei Staffeln TuS Ferndorf (West), TV Großwallstadt (Ost) und der Handball Sport Verein Hamburg (Nord) in die 2. Liga auf. Aus der Süd-Staffel lag kein Antrag abschließend vor. Die Entscheidungen hat die Lizenzierungskommission der Handball-Bundesliga getroffen. Sie setzt sich zusammen aus: Rolf Nottmeier (Richter am Arbeitsgericht Minden), Olaf Rittmeier (Steuerberater) und Frank Bohmann (Geschäftsführer DKB Handball-Bundesliga).

Offizieller Saisonstart der Spielzeit 2018/19 ist der Pixum Super Cup am Mittwoch, 22. August. Das Spiel des Meisters gegen den Pokalsieger wird erstmals im ISS Dome Düsseldorf ausgetragen. Am Vorturnier nimmt auch die A-Jugend des TSV Bayer Dormagen teil. Der 1. Spieltag der 2. Handball-Bundesliga ist auf den 25./26. August datiert.


Die Botschaft gefiel den 1238 Zuschauern im TSV Bayer Sportcenter am Samstagabend ganz besonders: Christoph Buchbender und Tim Schmiel erklärten vor dem Anpfiff des letzten Drittligaspiels im Namen der langjährigen Förderer RheinLand Versicherungsgruppe und VM Vermögensmanagement, dass sie ihr Sponsoring in der nächsten Spielzeit deutlich erhöhen werden. Und Jürgen Steinmetz hatte gleich einen Scheck in Höhe von 15.000 Euro von den Partnern für Sport und Bildung dabei. Nach den Erklärungen und der Verabschiedung der drei Spieler Nuno Carvalhais, Jan Hüfken und Alexander Kübler sorgte der muntere Sommerhandball mit dem zweithöchsten Saisonsieg (37:19) gegen die Bundesliga-Reserve des VfL Gummersbach für die ideale Voraussetzung der anschließenden Aufstiegsparty. Wer die Sonnenbrillen tragenden Spieler am Sonntag gesehen hat, der kann durchaus davon ausgehen, dass die Nacht reichlich kurz für sie war...

Im Mittelrhein-Derby hatten die dezimierten Gäste keine Chance. Über 8:3 und 13:5 lag das Team von Ulli Kriebel zur Pause mit 18:9 vorne und baute den Vorsprung nach dem Seitenwechsel ständig aus. Dabei machte Nuno Carvalhais in seinem letzten und besten Meisterschaftsspiel auf sich aufmerksam. Er erzielte sechs Treffer und wartete mit klugen Anspielen auf - so dem Pass zum Kempa-Tor von Daniel Eggert (34:18). Der Portugiese war zusammen mit Kevin-Christopher Brüren der erfolgreichste Werfer der Partie. Linkshänder Nico Pyszora stellte seine Fähigkeiten ebenso unter Beweis wie Tyron Hartmann, der in der 2. Liga neben Neuzugang Joshua Reuland auf der linken Außenbahn spielen wird.

Der Sieg gegen den VfL Gummersbach war Dormagens 23. Erfolg in der Spielzeit 2017/18, fünf Spiele wurden verloren, zwei endeten remis - so auch die Partie beim OHV Aurich, der trotz des 32:24 gegen Menden zusammen mit Korschenbroich und Habenhausen absteigen muss. Denn die punktgleichen Klubs aus Volmetal und Menden liegen im direkten Vergleich vor Aurich. Die meisten Treffer für den TSV erzielte laut offizieller Statistik Rechtsaußen Tim Wieling (169/27), der vor den Rückraumwerfern Lukas Stutzke (163) und KC Brüren (162/69) liegt. Die Drei liegen in der Gesamtstatistik der 3. Liga West auf den Plätzen 4, 5 und 7. Bester Feldtorschütze der gesamten Liga ist Lukas Stutzke.

Die Mannschaft wird vor der ersten Urlaubsphase in den nächsten beiden Wochen trainieren. Eine Begegnung steht noch an: Am Samstag, 9. Juni, trifft die Aufstiegsmannschaft von 2008 im TSV Bayer Sportcenter auf die des Jahres 2018. 

TSV Bayer Dormagen - Vfl Gummersbach II 37:19 (18:9)
Dormagen:
Boieck (7 Paraden), Broy (ab 31., 7 Paraden); Carvalhais (6), Eggert (2), I. Hüter (4), Kübler (3), P. Hüter (1), Pyszora (3), Brüren (6/4), Jagieniak (1), Stutzke (3), Hüfken (1), Hartmann (2), Wieling (5).
Gummersbach: Krouß (ab 31., 7 Paraden), Hasenforther (4 Paraden); Steinhagen (3), Schöneseiffen (n.e.), Starcevic (2), Weiler (1), Jaeger (4), Barten (4/1), Klama (1), Xhafolli (3), Lenz (1), Villgrattner (n.e.).
Schiedsrichter: Günay / Krebs.
Zuschauer: 1238.
Zeitstrafen 2:6 Minuten.
Siebenmeter: 4/5:1/1 (Wieling wirft über das Tor).
Spielfilm: 4:1 (8.), 8:3 (13.), 8:5, 13:5 (21.), 18:8 - 21:10 (35.), 26:12 (43.), 30:14 (52.), 37:19.


Das Mittelrhein-Derby an diesem Samstag, 5. Mai, beendet die Aufstiegssaison 2017/18. Und auch wenn es am 30. Spieltag der 3. Liga West "nur" noch um die Statistik geht, so steht für Ulli Kriebel fest: "Wir wollen uns mit einem Sieg gegen die Reserve des VfL Gummersbach ordentlich verabschieden und dann gemeinsam mit den Fans feiern", sagt der Trainer des TSV Bayer Dormagen. Los geht die Partie um 19 Uhr, wenn die Schiedsrichter Erkan Günay und Simon Krebs (Bochum) die Partie anpfeifen. Gummersbach hat den Klassenerhalt schon vor mehreren Wochen gesichert und wird die Saison mit Platz 10 beenden - es sei denn, die Mannschaft von Maik Thiele gewinnt im TSV Bayer Sportcenter. Dann nämlich könnte sie sich noch an Ahlen vorbeischieben - wenn die SG ihr Heimspiel gegen Leichlingen verliert.

Nachdem Sebastian Linnemannstoens bereits verabschiedet worden war - und zum Glück in Habenhausen noch mal zur Verfügung stand - wird Handball-Geschäftsführer Björn Barthel drei weiteren Spielern ade sagen. Der langjährige Kapitän Alexander Kübler konzentriert sich auf seine berufliche Entwicklung und wird weiter Handball beim Leichlinger TV spielen: "Kübi hat Tolles für den TSV geleistet. Wenn wir hier eine Hall of Fame haben, dann wird sein Trikot natürlich dort hängen", betont Kriebel. Jan Hüfken legt den Schwerpunkt auf seine Polizeiausbildung. "Nachdem er im letzten Jahr nicht sehr oft spielte, hat er in dieser Saison zusammen mit Linne eine hervorragendes Flügelpaar gebildet und viele wichtige Tore beigesteuert", lobt der Coach den Linksaußen und nimmt auch nur ungerne Abschied von Nuno Carvalhais: "Mit ihm wollten wir eigentlich länger planen. Er hat sein Potenzial immer wieder gezeigt, aber hinter dem überragenden Lukas Stutzke hatte er es natürlich sehr schwer."

100 Liter Freibier
Gefeiert wird der Aufstieg in die 2. Bundesliga nach dem Spiel im und vor dem Sportcenter. Die Sünner Brauerei und die RheinLand-Generalagentur von Andreas Wirtz spendieren 100 Liter Freibier. Für die musikalische Untermalung sorgt DJ Arno, der dann auch den ein oder anderen Spieler ans Mikrofon holen wird. Vorgestellt wird am Samstag auch die neue Wiesel Card mit interessanten Angeboten. Es besteht die Gelegenheit, an einem Gewinnspiel teilzunehmen und sich bereits die Dauerkarte für die neue Saison zu sichern. Björn Barthel wartet dabei mit einer positiven Nachricht auf: "Die Ticketpreise bleiben auf dem gleichen Stand wie in dieser Spielzeit." Da in der 2. Liga 19 Heimspiele statt bisher 15 in der 3. Liga ausgetragen werden, ist die Dauerkarte natürlich entsprechend angepasst.

Zum Empfang des Dormagener Bürgerschützenvereins ist die Mannschaft ebenfalls eingeladen. Im Schützenhaus wird sie am Sonntag um 11 Uhr begrüßt. Weiter geht es zum Frühlingsfest vor dem Rathaus, wo die Mannschaft zwischen 12.30 und 13 Uhr im Mittelpunkt steht und geehrt wird. Die Spieler unterstützen am Nachmittag den Nachwuchs: Die C-Jugend trägt das Hinspiel um die Westdeutsche Meisterschaft ab 14 Uhr gegen die Neuss/Düsseldorfer Spielgemeinschaft aus. Um 17 Uhr erwartet die Dormagener B-Jugend die Auswahl von Frisch Auf Göppingen im Viertelfinale um die deutsche Meisterschaft.


Als Tim Wieling zehn Minuten vor dem Ende seine Treffer Nummer 10 und 11 zur 29:21-Führung des TSV Bayer Dormagen erzielte, machte sich Handball-Geschäftsführer Björn Barthel auf den Weg und holte die "Aufstiegs-Shirts" aus dem Bus. Das Spiel beim eine Halbzeit lang munter mitspielenden ATSV Habenhausen war entschieden, die Dormagener Rückkehr in die 2. Bundesliga konnte am Samstag in der Bremer Hinni-Schwenker-Halle gefeiert werden. Trainer Ulli Kriebel klatschte seine Spieler ab, verdrückte ein paar Tränen und mit dem Schlusspfiff brachen alle Dämme. "Jetzt haben wir erst einmal riesigen Grund zur Freude und dann beginnt die konkrete Vorbereitung auf die 2. Liga", sagte Barthel. Ein Spiel steht natürlich auch noch auf dem Programm: Das Mittelrhein-Derby gegen den VfL Gummersbach II am kommenden Samstag, 5. Mai, ab 19 Uhr im TSV Bayer Sportcenter. Dann steigt die große Aufstiegsparty: TSV-Partner Sünner Kölsch spendiert zusammen mit den Handballern 100 Liter Freibier, DJ ArNo sorgt für die musikalische Untermalung. Und drei Spieler werden verabschiedet: Nuno Carvalhais, Jan Hüfken und der langjährige Kapitän Alexander Kübler.

Schon nach einer Viertelstunde sah es im Bremer Ortsteil Habenhausen so aus, als könnten die mitgereisten Fans den vorzeitigen Aufstieg bejubeln. Da führten die Gäste vor allem dank der Treffer der starken Außen Wieling und Peer Pütz mit 9:4. Doch die schon als Absteiger feststehenden Habenhauser kamen nach einer Auszeit zurück ins Spiel, stellten nur drei Minuten später nach vier Toren in Folge den Anschluss zum 8:9 her und glichen dann auch zum 13:13 und 14:14 aus. Das 15:15 zur Pause verhinderte die Latte nach einem Knaller von Mirco Wähmann. Dass die Dormagener mit dem knappen Vorsprung in die Kabine gehen konnten, verdankten sie auch Torwart Janis Boieck, der immer wieder seine Klasse unter Beweis stellte.

Nach dem Seitenwechsel kehrte die zwischendurch schwächelnde TSV-Abwehr zur alten Stärke zurück. Da vorne die Rückraumspieler mit platzierten Würfen den guten ATSV-Schlussmännern nur noch selten eine Abwehrchance ließen und zudem der vor einigen Wochen bereits verabschiedete Sebastian Linnemannstoens mit sechs Toren in der zweiten Hälfte zum erfolgreichsten TSV-Werfer avancierte, näherte sich die Mission Aufstieg der Erfüllung. Nach dem 32:24-Sieg winkten die Spieler die Fans zu sich und feierten mit ihnen gemeinsam. Viele von ihnen waren im kostenlosen Fanbus angereist, den Vorstand Christoph Buchbender von Hauptsponsor RheinLand Versicherung finanziert hatte. Er war mit seiner Frau vor Ort, gratulierte der Mannschaft, Trainer Ulli Kriebel und Geschäftsführer Björn Barthel zum Aufstieg, für den Buchbender sich immer wieder stark gemacht hat. Barthel dankte allen Beteiligten und bezog dabei ausdrücklich das Team um das Team mit ein: "Da haben alle gemeinsam an einem Strang gezogen."

Die Gestaltung der Aufstiegsshirts passt sich übrigens in die aktuelle Marken-Kampagne der Stadt Dormagen ein. Hier wird das neue Dormagen-Logo mit dem Aufstieg in Verbindung gebracht und Björn Barthel griff in einem Post direkt nach dem Abpfiff die Aussage auf: "Natürlich Dormagen in der 2. Liga."  

ATSV Habenhausen - TSV Bayer Dormagen 24:32 (14:15)
Habenhausen:
Sommerfeld (8 Paraden), Abshagen (ab 44. und bei zwei 7m, 5 Paraden),  Wessels (n.e.); Marien (2), Fischer (n.e.), B. Wähmann (3/2), Meier (2), Stüven (1), J. Schluroff (n.e.), M. Schluroff (4), M. Wähmann (3/1), Ostermann (3), L. Schluroff (1), Müller (5).
Dormagen: Boieck (10 Paraden), Broy (bei einem 7m); Linnemannstoens (6/2), Carvalhais (1), Eggert (2), Köster, I. Hüter (2), Kübler, P. Hüter (1), Brüren (2/1), Pütz (2), Jagieniak (n.e.), Stutzke (5), Wieling (11/3).
Schiedsrichter: Bunselmeyer / Roux.
Zuschauer: 110.
Zeitstrafen: 6:2 Minuten.
Siebenmeter: 3/3:6/9 (Sommerfeld hält gegen Brüren, Abshagen gegen Wieling und Linnemannstoens).
Spielfilm: 3:2, 3:6, 4:9 (13.), 8:9, 11:13, 13:13 (29.), 14:15 - 14:17, 15:21 (40.), 17:24, 22:31, 24:32.


In Longerich kann man verlieren, immerhin waren die Kölner in 10 ihrer bisherigen 14 Heimspiele erfolgreich. In Habenhausen allerdings zählt für den TSV Bayer Dormagen am kommenden Samstag, 28. April, nur der Sieg. Schließlich haben die Bremer kein einziges ihrer 14 Heimpartien gewonnen, lediglich drei Zähler stehen nach Unentschieden gegen Korschenbroich, Aurich und Volmetal auf der Habenhausener Habenseite. Es kommt hinzu: Der ATSV ist nach der 27:38-Niederlage in der Vorwoche beim TuS Volmetal aus der 3. Liga West abgestiegen. Schon vor dem letzten Saisonspiel am 5. Mai gegen den VfL Gummersbach II geht es also für die Dormagener um das Comeback in Liga 2: In der 250 Zuschauer fassenden Hinni-Schwenker-Halle am Bunnsackerweg 4 im Bremer Ortsteil Habenhausen sollen die beiden noch fehlenden Punkte geholt werden. Die Partie wird vom Schiedsrichtergespann Tobias Bunselmeyer und Jacques Roux (Oldenburg / Osnabrück) um 16.30 Uhr angepfiffen.

Mit dem Fan-Bus nach Bremen reisen
Etliche Fans werden den TSV begleiten: Sponsor RheinLand Versicherungsgruppe hat einen Bus zur Verfügung gestellt, der am Samstag um 11 Uhr ab Höhenberg Richtung Weser abfährt. Wer noch mitfahren möchte sollte sich schnellstmöglich an den TSV wenden: Tel.: 02133-515082, Mail: info@handball-dormagen.de. Die Eintrittskarten in Bremen kosten 8,50 Euro, 6 Euro (ermäßigt) und 2 Euro für Kinder, die Tickets sind vor Ort hinterlegt.

Aufgrund der aktuellen Verletzungssorgen bekamen die Gastgeber in dieser Woche vom scheidenden Trainerduo Lars Müller-Dormann und Marc Winter trainingsfrei. Die Beiden werden am Samstag vor dem Spiel verabschiedet. Die Mannschaft von TSV-Coach Ulli Kriebel motivierte sich bei einem federführend von Daniel Eggert organisierten und erlebnisreichen Teamtag für die Aufgabe beim ATSV Habenhausen. Die gegen Longerich fehlenden Spieler Eloy Morante Maldonado, Jan Hüfken und Nuno Carvalhais fallen weiterhin aus. Auch Sven Bartmann muss im letzten Auswärtsspiel pausieren: Der erst vor kurzem nach langer Verletzung zurückgekehrte Torwart klagt über eine Schleimbeutelentzündung am linken Knie und kann sich aufgrund der Schmerzen kaum bewegen. "Doch zur Unterstützung der Mannschaft fahre ich auf jeden Fall mit nach Bremen", sagt der 30-Jährige.


Am Ende fehlten dem TSV Bayer Dormagen zwei Tore am vorzeitigen Aufstieg in die 2. Handball-Bundesliga. Nach 60 aufregenden Minuten jubelten die Anhänger des Longericher SC am Freitagabend in Köln-Chorweiler über den 28:27-Erfolg im Lokalderby. Der aufmunternde Applaus der vielen Dormagener Fans war sicher auch mit der Hoffnung verbunden, dass die zwei noch für das Zweitliga-Comeback benötigten Punkte beim ATSV Habenhausen am nächsten Samstag oder im letzten Heimspiel am 5. Mai gegen die Reserve des VfL Gummersbach geholt werden. Theoretisch kann es freilich an diesem Wochenende doch schon nach oben gehen: Sollte an diesem Samstag Leichlingen bei der SG Schalksmühle-Halver verlieren und Krefeld morgen in Aurich nur einen Punkt mitnehmen, dann wäre der TSV vom zweiten Platz in der 3. Liga West nicht mehr zu verdrängen.

Die Rechnung der Gastgeber ging auf: Benjamin Richter und mitunter auch Matthias Peters nahmen Lukas Stutzke in Sonderbewachung. So litt nicht nur der Dormagener Spielfluss, vom abgeschirmten Junioren-Nationalspieler ging letztlich nicht die gewohnte Torgefahr aus. Da mit Eloy Morante Maldonado ein weiterer Kreativkopf verletzungsbedingt pausieren musste und Ian Hüter nicht an seine in den letzten Spielen gezeigte Topform anschließen konnte, lagen die Gäste lediglich in der Anfangsphase zweimal vorne - weil auch Nils Thorben Schmidt mit einer tollen Leistung das Torwartduell mit 15 Paraden klar für sich verbuchte. Auch bei Würfen von der Siebenmeterlinie zeichnete sich Schmidt aus: Lediglich die Hälfte der zehn erhaltenen Strafwürfe konnten die TSV-Schützen verwerten. Ein glückliches Händchen hatte der LSC zudem beim Wechsel des Schlussmannes: Christopher Beutner wehrte den Wurf von KC Brüren ab.

Vor allem die beiden künftigen Dormagener Benjamin Richter und Joshua Reuland beteiligten sich in der ersten Hälfte am kontinuierlichen Ausbau des Longericher Vorsprungs, der beim Pausengang fünf Tore (15:10) betrug. Damit nicht genug: Kurz nach dem Seitenwechsel sorgte Matthias Peters für das 19:12 und damit die höchste Führung im Spiel. Entschieden war die Partie damit noch nicht, denn mit zunehmender Spielzeit schwanden die Kräfte beim LSC. Der TSV kam auf und konnte sich dafür auch bei zwei Spielern bedanken, die ansonsten nicht zum Stammpersonal gehören: Der vor einem Monat 18 Jahre alt gewordene A-Jugendliche Julian Köster übernahm Verantwortung. Und Co-Trainer Peer Pütz stellte seine Fähigkeiten als Linksaußen unter Beweis. Doch auch die Treffer der Beiden reichten nicht, um etwas Zählbares mit nach Hause zu nehmen: Nach der Aufholjagd bis hin zum 21:21 verpasste der TSV nämlich die mögliche Führung. Tim Wieling schaffte zwar zwei weitere Male den Ausgleich, Longerich aber kämpfte sich ins Spiel zurück und brachte den Vorsprung über die Zeit.

Benni Richter und Joshua Reuland freuten sich natürlich mit ihrer Mannschaft über den Erfolg, sind aber gleichzeitig zuversichtlich, dass die künftigen Mitspieler den Aufstieg schaffen. Doch auch Spiele in Habenhausen und gegen Gummersbach II sind keine Selbstläufer, warnt Ulli Kriebel: "Die größte Gefahr liegt darin, dass wir uns jetzt zu sicher fühlen und schon zum Aufstieg gratulieren." Dass es nicht so lief wie erhofft hatte für den Trainer des TSV Bayer Dormagen einen nachvollziehbaren Grund: "Das war sicher auch eine Sache des Kopfes. Schließlich hatten wir alle erst wenige Stunden vor dem Spiel die Nachricht bekommen, dass wir heute aufsteigen können. Jedenfalls haben wir selten zuvor so viele Chancen liegen gelassen wie heute. Da profitierte Longerich von unserem in der ersten Halbzeit nicht guten Rückzugsverhalten."  

Longericher SC - TSV Bayer Dormagen 28:27 (15:10)
Longerich:
Schmidt (15 Paraden), Beutner (bei einem 7m, 1 P.); Peters (3), Thöne (1), Wilhelm (2), Reuland (5), Richter (7/3), Mestrum (4), Schlösser (4), Wolf (2), Böing (n.e.), Dahlke.
Dormagen: Bartmann (4 Paraden), Boieck (ab 35., 3 P.); Pütz (2), Eggert (1), Köster (2), I. Hüter (2), Kübler (2), Pyszora (n.e.), P. Hüter (1), Brüren (4/2), Jagieniak (1), Stutzke (3), Hartmann (n.e.), Wieling (9/3).
Schiedsrichter: Hellbusch / Jansen.
Zuschauer: 500.
Zeitstrafen: 10:6 Minuten.
Siebenmeter: 3/3:5/10 (Brüren wirft an den Pfosten und scheitert an Schmidt und Beutner, Schmidt hält zweimal gegen Wieling).
Spielfilm: 4:5 (13.), 8:5 (17.), 10:6 (22.), 10:8, 12:8, 15:10 - 17:11, 19:12,  21:15 (41.), 21:21 (48.), 23:23, 26:25, 28:26, 28:27.


Überraschende Wende: Der TSV Bayer Dormagen kann heute bereits in die 2. Bundesliga aufsteigen! Dies geht aus einer Mitteilung hervor, die soeben von der DKB Handball-Bundesliga herausgegeben wurde: "Aus den 3. Ligen haben TuS Ferndorf, TV Großwallstadt, HSV Hamburg und TSV Bayer Dormagen einen Lizenzantrag für die 2. Bundesliga gestellt, so dass die Durchführung einer Qualifikation nicht erforderlich ist", heißt es in der Erklärung. Der TSV Altenholz und die SG Nussloch haben demnach ihre Anträge zurückgezogen. Die Chance von Nussloch auf den zweiten Platz im Süden war eh nur noch theoretischer Natur. Altenholz hingegen steht als Tabellenzweiter im Norden fest. "Die HBL hat uns in Kenntnis gesetzt, dass eine Lizenz nicht erteilt werden wird. Wir akzeptieren das", teilen die Norddeutschen auf ihrer Homepage mit. Und: "Wir werden 2018/19 wieder in der 3. Liga angreifen und unsere Hausaufgaben machen, so dass bei einem sportlichen Erfolg die wirtschaftlichen Grundlagen für eine Lizenz reichen. Die Relegationsspiele machen von daher keinen Sinn."

Konkret sieht es also so aus: Mit einem Sieg heute Abend gegen den Longericher SC in der Sporthalle an der Merianstraße in Köln-Chorweiler würde der TSV sich sportlich an dem Ort für die 2. Bundesliga qualifizieren, wo er 1987 erstmals in die 1. Bundesliga aufgestiegen ist. Die Lizenzanträge der vier Aufsteiger aus den 3. Ligen müssen freilich noch geprüft werden. Handball-Geschäftsführer Björn Barthel geht davon aus, dass der TSV wie alle Clubs der 1. und 2. Handball-Bundesliga die beantragte Lizenz zur Teilnahme am Spielbetrieb erhalten wird.

TSV-Coach Ulli Kriebel teilte allen Spielern per What´s app-Gruppe die aktuelle Situation mit und sieht darin eine "zusätzliche Motivation für das Spiel heute Abend." Grundsätzlich benötigt der TSV zwei Punkte aus den drei noch anstehenden Spielen beim Longericher SC, in Habenhausen und Gummersbach II am letzten Spieltag der Meisterschaftsrunde.


„Liga 2 war und ist das erklärte Ziel in Dormagen und auch der eigene Anspruch, von daher wäre ein Aufstieg folgerichtig und wünschenswert für die Neuzugänge aus unserem Club,“ sagt Longerichs Teammanager Jens Warncke vor dem Derby an diesem Freitag, 20. April, in der Köln-Chorweiler Halle an der Merianstraße. Damit spricht er die beiden LSC-Akteure Benjamin Richter und Joshua Reuland an, die künftig das Trikot des TSV Bayer Dormagen tragen werden. Und er ist zuversichtlich: „Gegen den neuen Verein werden die Beiden sicher besonders motiviert sein.“ Was auch Dormagens Trainer Ulli Kriebel vermutet: „Natürlich wollen die Spieler sich auch in diesem Derby beweisen.“ Mit sieben Treffern war Richter schon der erfolgreichste LSC-Werfer im Hinspiel, das der TSV 29:20 gewann. Das Schiedsrichtergespann Lucas Hellbusch und Darnel Jansen aus Darmstadt wird die Partie um 20 Uhr anpfeifen. Gespielt wird in einer vollen Hütte. Es gibt nur noch ein kleines Kontingent an verbliebenen Restkarten, teilt der Verein mit.

Drei Spieler werden dem TSV auf jeden Fall fehlen: Eloy Morante Maldonado muss in den drei ausstehenden Spielen wegen seiner gegen Volmetal erlittenen Muskelverletzung im Oberschenkel pausieren. Ob er im wahrscheinlichen Relegationsspiel am Samstag, 12. Mai, eingesetzt werden kann, wird der Heilungsprozess zeigen. Nuno Carvalhais (Rücken) und Jan Hüfken (Knie und Fuß) müssen auch auf der Tribüne Platz nehmen. „Solche Duelle haben für alle immer eine spezielle Bedeutung. Wir freuen uns auf das Spiel“, betont Kriebel. „Natürlich wären wir lieber komplett, aber das können wir uns ja nicht aussuchen.“

Der LSC hat schon lange nicht mehr daheim verloren. Die letzte Niederlage kassierte die Mannschaft Anfang Februar beim 21:26 gegen Aufsteiger Ferndorf. Die zwei Punkte will der TSV mitnehmen, um damit Klarheit zu haben. Als Tabellenzweiter wäre die Mannschaft für die Aufstiegsrelegation qualifiziert. Der Gegner kann am Wochenende ebenfalls feststehen: Sollte Nußloch verlieren oder lediglich einen Punkt gegen die Rhein-Neckar Löwen II holen, würde aus dem Süden keine Mannschaft aufsteigen. Als West-Zweiter würde der TSV dann am 12. Mai um 19 Uhr im TSV Bayer Sportcenter auf den Nord-Zweiten TSV Altenholz treffen.



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