In den ersten beiden Heimspielen hatte es der TSV Bayer Dormagen mit den Teams aus Aue und Eisenach zu tun. Beide haben eher nicht vor, am Ende der Saison in der 2. Handball-Bundesliga auf einem der beiden Aufstiegsplätze zu stehen. Das sieht mit den Gästen aus Lübbecke schon etwas anders aus. Der Traditionsklub würde gerne wieder erstklassig spielen, doch nach dem Scheitern der Aufstiegspläne in der letzten Spielzeit wurden die konkreten Ziele etwas tiefer gehangen: "Oben mitspielen" will der Klub, der im letzten Jahr beide Spiele gegen den TSV gewann. Das soll sich nach dem Willen von TSV-Coach Dusko Bilanovic am kommenden Samstag, 21. September, allerdings nicht wiederholen: "Ich bleibe dabei: Wir sind in unserer Festung TSV Bayer Sportcenter in der Lage, jedes Spiel zu gewinnen." Dabei hofft das Dormagener Team auf noch mehr Zuschauer als in den ersten beiden Spielen. Bilanovic: "Das haben die Jungs auch verdient." Tickets gibt es im Tabakshop an der Kölner Straße 64 und online. Die Abendkassen werden am Samstag um 18.30 Uhr geöffnet.

Damit die Zuschauer keine Harzreste mit nach Hause nehmen, gab es am Mittwoch eine konzertierte Aktion aller Klebernutzer der Sporthalle. Dank der intensiven Reinigung strahlt das Sportcenter wieder. Strahlen würden nach der Partie gegen Nettelstedt gerne auch die Spieler, die sich aufgrund der vielen ausgelassenen Chancen selber um das erste Auswärts-Erfolgserlebnis in Würzburg gebracht hatten. Doch sie wissen auch, dass sie gegen diesen Gegner aus Ostwestfalen schon früher Vollgas geben müssen als erst im letzten Drittel der Partie. "Das Wurftraining haben wir in dieser Woche natürlich intensiviert", schmunzelt Bilanovic. "Schließlich verfügt Nettelstedt mit Peter Tatai auch über einen sehr starken Torwart."

Ansonsten beklagt der TuS den wahrscheinlichen Ausfall von Aufbauspieler Roman Becvar. Der aus Dresden gekommene Tscheche, soeben zum zweiten Mal Vater geworden, hat sich beim Training den Daumen der rechten Wurfhand ausgekugelt und musste im Krankenhaus behandelt werden. "In Abhängigkeit des Heilungsverlaufs kann eine Prognose über die definitive Ausfallzeit noch nicht abgegeben werden", heißt es in einer Erklärung des Vereins. Auch Positionskollege Lukasz Gierak (Rippenprellung) sowie Torwart Johannes Jepsen (Bänderriss) können vermutlich am Samstag noch nicht spielen. "Wir werden am Samstag sehen, wer auf dem Feld steht", weiß Dusko Bilanovic, dass der TuS N-Lübbecke über genügend spielstarke Alternativen verfügt. Der beste Schütze in den bisherigen vier Spielen ist der Rückraumlinke Valentin Spohn. In guter Verfassung präsentierten sich zuletzt die beiden Ex-Dormagener Linkshänder Jo Gerrit Genz und Peter Strosack.

Beim TSV sind bis auf Torwart Janis Boieck alle Spieler einsatzfähig. Sven Bartmann zeigte freilich auch gegen Rimpar wieder eine starke Leistung und ist mit 45 abgewehrten Bällen in der Torhüterbilanz Zweiter hinter Coburgs Jan Kulhanek (52). Eloy Morante Maldonado spürte nach seinem gelungenen Comeback keine Schmerzen mehr im Arm und ist am Samstag dabei.


Ähnlich gut wie schon in Hamburg hielt der TSV Bayer Dormagen auch im zweiten Auswärtsspiel der 2. Handball-Bundesliga bei der DJK Rimpar mit. Doch einer stand immer wieder im Weg: Torwart Max Brustmann, mit 36 Jahren ältester Spieler auf dem Feld, vernagelte seinen Kasten und wehrte allein bis zur Pause 12 Bälle ab. Klar, dass TSV-Coach Dusko Bilanovic mit der Chancenverwertung nicht zufrieden sein konnte: "Wir waren bei vielen Abschlüssen einfach nicht schlau genug." Obwohl der TSV den 2:5-Rückstand innerhalb von vier Minuten in die 6:5-Führung drehte, konnten die Gastgeber in der Würzburger s.Oliver Arena vor 1810 Zuschauern mit dem 12:9-Vorsprung in die Kabine gehen. Dafür sorgten in der Schlussphase der ersten Hälfte die Außen Dominik Schömig und Julian Sauer - der seinem am Morgen gestorbenen Großvater insgesamt sechs Tore widmete.

Pech für Carl Löfström direkt nach dem Wiederanpfiff: Der Kreisläufer scheiterte am Pfosten, anschließend erhöhte Rimpar auf 14:9. Den Vorsprung verwaltete die Mannschaft des früheren Neusser Trainers Ceven Klatt ordentlich, profitierte aber auch von mehreren technischen Fehlern der Gäste. In der 51. Minute erzielte der wuchtige Kreisläufer Michael Schulz das 21:17 und es schien, als sei die Partie entschieden. Doch der TSV kam erneut auf, weil Sven Bartmann mit mehreren herausragenden Paraden aufwartete und der nach seiner verletzungsbedingten Pause erstmals eingesetzte Eloy Morante Maldonado immer besser ins Spiel kam. Als Hendrik Halfmann in seiner ersten Aktion für den TSV den Strafwurf von Dominik Schömig abwehrte, kam weitere Hoffnung auch bei den mitgereisten Fans auf. Doch prompt scheiterte Ante Grbavac ebenfalls von der Siebenmeterlinie zum zweiten Mal an Brustmann.

Dramatik in der Schlussphase: Rimpar zieht durch zwei Treffer von Linksaußen Fin Backs auf 24:21 davon, doch Morante und Benni Richter machen es mit ihren Toren zum 24:23 noch einmal richtig spannend. Als Halfmann den Wurf von Patrick Schmidt abwehrt, nimmt Dusko Bilanovic die letzte Auszeit des Spiels. In den ausstehenden sechs Sekunden soll der letzte Angriff über Julian Köster laufen. Doch Rimpar fängt den Ball ab und feiert den letztlich glücklichen Erfolg. "Die Mannschaft hat nie aufgegeben, gekämpft und Charakter gezeigt", sagte Bilanovic nach den 60 Minuten.

Nach dem 4. Spieltag gibt es keine Mannschaft mehr ohne Punktverlust. Die führenden Teams aus Hamm und Essen haben allerdings noch nicht verloren. Der TSV führt dank des besten Torverhältnisses die Liste der Mannschaften an, die 4:4-Punkte aufweisen, und steht auf Platz 8. Das dritte Heimspiel der Saison findet am kommenden Samstag, 21. September, ab 19.30 Uhr im TSV Bayer Sportcenter gegen den Tabellensechsten TuS N-Lübbecke statt. Tickets gibt es im Tabakshop, Kölner Straße 64 und online.

DJK Rimpar Wölfe - TSV Bayer Dormagen 24:23 (12:9)
Rimpar: Brustmann (18 Paraden), Wieser (bei einem 7m); Schömig (3/1), Böhm, Karle, Gempp, Schmidt (4), Kaufmann, Siegler (2), Meyer, Schulz (4), Backs (2), Brielmeier (2), Herth (1), Sauer (6).
Dormagen: Bartmann (13 Paraden), Halfmann (bei einem 7m und ab 57., 2 P.); Reuland (5), Köster (1), Meuser, Richter (1/1), Löfström (2), I. Hüter (2), Thomas, Rebelo (1), Noll, P. Hüter, Morante Maldonado (3), Sterba (2), Grbavac (6/4).
Schiedsrichter: Linker / Schmidt.
Zuschauer: 1810.
Zeitstrafen: 8:8 Minuten.
Siebenmeter: 2/3:5/8 (Brustmann hält zweimal gegen Grbavac und gegen Richter - Schömig scheitert an Halfmann).
Spielfilm: 2:2, 5:2 (11.), 5:6 (15.), 8:7 (21.), 9:8, 12:9 - 14:9, 18:13, 19:16 (45.), 21:17, 22:20, 24:21, 24:23.


Der Grund für das vorgezogene Training war ein schmackhafter: Die Dormagener Zweitliga-Handballer nahmen gerne die Einladung anlässlich der Eröffnung der neuen L´Osteria in Dormagen an und erhielten dort angesichts des guten Saisonstarts großen Zuspruch nach den beiden klaren Siegen gegen Aue und Eisenach. Blieb in Hamburg das Erfolgserlebnis aus, so hat die Mannschaft von Dusko Bilanovic sich nun einiges für das Gastspiel in Würzburg vorgenommen. In der s.Oliver Arena kommt es am Sonntag, 15. September, zum Aufeinandertreffen zwischen Wölfen und Wieseln: Die Schiedsrichter Sascha Schmidt und Frederic Linker aus Herne pfeifen die Partie zwischen der DJK Rimpar und dem TSV Bayer Dormagen um 17 Uhr an.

Die Bilanz aus den bisherigen sechs Vergleichen spricht eher nicht für die Gäste: Alle drei Heimspiele gewannen die Unterfranken, im letzten Jahr hieß es 31:24 für Rimpar. Doch die Revanche hatte es in sich, der TSV setzte sich souverän mit 28:16. Deshalb zeigt Trainer Dusko Bilanovic auch gesunden Optimismus: "Wir haben Rimpar erst im Mai im Sportcenter geschlagen. Warum soll das mit unserem Tempospiel gegen die kaum veränderte Mannschaft nicht auch auswärts klappen?" Tatsächlich ist die DJK nahezu komplett geblieben, besitzt aber einen neuen Übungsleiter: Der ehemalige Neusser Ceven Klatt (36) hat Matthias Obinger abgelöst.

Am 4. Spieltag laufen die Wölfe erstmals in "ihrer" Arena auf. Sie holten drei Punkte aus den drei Begegnungen in fremden Hallen: Auf das 23:23 in Nettelstedt-Lübbecke folgten der glückliche 20:19-Sieg in Krefeld und die 22:25-Niederlage in Gummersbach. Die Ergebnisse machen deutlich, dass Rimpar weiterhin vor allem auf das Abwehrspiel setzt. Zur bewährten 6:0-Defensive hat Klatt auch eine offensivere Variante eingeführt, die je nach Bedarf gespielt werden soll. Und hinten steht mit Max Brustmann trotz seiner bald 37 Jahre ein starker Rückhalt im Kasten.

Der TSV fährt mit der Mannschaft nach Bayern, die sich gegen Eisenach mit 34:24 behauptete. Rechtsaußen Jakub Sterba spürt zwar noch gewisse Schmerzen nach seiner durch einen Ellenbogencheck erlittenen Kopfverletzung, wird aber wohl zur Verfügung stehen. Ob Eloy Morante Maldonado endlich wieder eingesetzt werden kann wird sich erst am Spieltag entscheiden. Wer das Spiel live verfolgen will, hat dazu wieder bei Sportdeutschland Gelegenheit.

 


Die Gäste aus Thüringen hatten sich einiges beim Gastspiel am Rhein ausgerechnet. Doch nach 60 Minuten Tempohandball saßen die Spieler des ThSV Eisenach ähnlich enttäuscht wie die des EHV Aue vor zwei Wochen auf der Bank: Der TSV Bayer Dormagen wiederholte bis auf wenige Details den Ablauf des ersten Heimspiels und gewann nach wiederum 21 Toren in der zweiten Halbzeit souverän mit 34:24 (13:13). 1046 Zuschauer erlebten ein begeisterndes Spiel und feierten den TSV, der vor den übrigen Begegnungen des 3. Spieltages in der Tabelle der 2. Handball-Bundesliga auf Rang 5 kletterte. Am Sonntag, 15. September, muss die Mannschaft von Trainer Dusko Bilanovic nach Würzburg zum zweiten Auswärtsspiel bei der DJK Rimpar reisen. Im TSV Bayer Sportcenter erwartet der TSV am Samstag, 21. September, den TuS N-Lübbecke.

Der Beginn des Spiels sorgte bei den heimischen Fans für Sorgenfalten: Der Aufsteiger erzielte nicht nur die beiden ersten Treffer sondern zog nach acht Minuten bis auf 6:2 davon. Bilanovic griff zur grünen Karte und nahm die Auszeit. Die Besprechung funktionierte, auch dank der Einwechslung von Julian Köster, der zweimal hintereinander platziert traf. Mit den folgenden Toren von Ian Hüter (hatte clever gesehen, dass Torwart Blaz Voncina nicht auf seinem Posten war) und Carl Löfström glich der TSV innerhalb von knapp dreieinhalb Minuten aus. Bedanken konnte sich die Dormagener nun insbesondere bei Sven Bartmann, der mehrfach gegen frei vor ihm auftauchende Eisenacher rettete und vor allem Linksaußen Ivan Snajder trotz seiner insgesamt fünf Treffer schier zur Verzweiflung brachte.

Die Partie blieb offen, da Eisenachs kompakte Deckung nicht so einfach zu knacken war. Die intensive aber überwiegend faire Begegnung hatte kurz vor der Pause einen großen Aufreger: Luka Kikanovic konnte nach einem Foul an TSV-Kapitän Patrick Hüter froh sein, dass die Schiedsrichter lediglich eine Zeitstrafe aussprachen. Der Slowene war es dann auch, der kurz vor und nach dem Seitenwechsel mit drei Treffern seine Mannschaft (letztmals) in Führung brachte (15:14). Die immer besser stehende TSV-Abwehr, zu der nach seiner Rückkehr aus Kanada auch wieder Heider Thomas gehörte, erleichterte nun Sven Bartmann die Arbeit. Dusko Bilanovic schwärmte später über die zupackende Art von Patrick Hüter und Carl Löfström: "Oft redet man nur über Torschützen, aber die Beiden haben in der Abwehr hervorragend gearbeitet."

Ab dem letzten Drittel ging die Post ab
Das Spiel auf Augenhöhe endete mit den beiden Toren des erneut starken Linksaußen Joshua Reuland - der auch seinen Gegenspieler Ante Tokic an die Kette legte - und dem verwandelten Siebenmeter von Benni Richter zum 22:18. Eisenachs Coach rief seine Spieler zusammen, konnte damit aber den Dormagener Lauf nicht stoppen. Als Sead Hasanefendic sieben Minuten später erneut eine Auszeit nahm, lag der TSV bereits mit 26:20 vorne und steuerte danach auf die Zweistelligkeit zu. Weil auch Nuno Rebelo erfolgreich war und André Meuser genau Maß nahm, lagen sich die TSV-Spieler nach dem erneuten Sieg mit zehn Toren Vorsprung in den Armen. Und auch Jakub Sterba konnte schon wieder jubeln: Der Rechtsaußen hatte sich bei einem Kontakt eine schmerzhafte Platzwunde am Kopf zugezogen, die genäht werden musste. "So wird man ein richtiger Mann", schmunzelte Coach Dusko Bilanovic. Komplimente gab es indes für einen Eisenacher: Maskottchen Schorsch (Andeas Zettl) ließ sich bei seinen sportlichen Einlagen auch vom Spielstand nicht irritieren.

Während Hasanefendic beim Trainertalk darüber klagte, dass sein Team in der ersten Hälfte zu viele Chancen ausgelassen habe, strahlte Bilanovic: "Wenn wir in unseren Rhythmus kommen ist die Mannschaft brandgefährlich und jeder Gegner muss sich warm anziehen." Der Lohn für seine Jungs: "Sie haben einen Tag länger frei. Ab Dienstag legen wir den vollen Fokus auf das Spiel gegen Rimpar."

TSV Bayer Dormagen - ThSV Eisenach 34:24 (13:13)
Dormagen: Bartmann (15 Paraden), Halfmann (n.e.), Dahmen (n.e.); Reuland (6), Köster (7), Meuser (3), Richter (5/2), Löfström (7), I. Hüter (2), Thomas, Rebelo (2), Noll (n.e.), P. Hüter, Braun (n.e.), Sterba (2), Grbavac.
Eisenach: Voncina (8 Paraden), Karic (ab 42., 0 P.), Noack (ab 50., 3 P.); Iffert (1), Kikanovic (5), Wöhler (1), Potisk, Ulshöfer (1), Miljak (1), Tokic (3), Richardt, Mürköster (2), Obranovic (2), Lumbroso, Snajder (5), Weyhrauch (3/2).
Schiedsrichter: Dinges / Schmack.
Zuschauer: 1046.
Zeitstrafen: 2:4 Minuten.
Siebenmeter: 2/3:2/3 (Richter wirft über das Tor - Bartmann hält gegen Snajder).
Spielfilm: 0:2, 2:6 (8.), 6:6 (11.), 6:7, 9:7 (15.), 12:12 (22.), 13:13 - 14:13, 14:15, 17:17, 19:18 (40.), 24:18 (45.), 32:22, 34:24.


Der TSV Bayer Dormagen hat kurzfristig auf die Verletzung von Janis Boieck reagiert und mit Hendrik Halfmann einen Schlussmann für zwei Monate verpflichtet. Der 26-Jährige hat bereits die Spielberechtigung erhalten und wird heute Abend beim Heimspiel gegen den ThSV Eisenach zum Dormagener Kader gehören (Anpfiff um 19.30 Uhr im TSV Bayer Sportcenter). "Wir sind froh, dass damit der Einsatz von zwei in der 2. Handball-Bundesliga erfahrenen Torhütern gewährleistet ist", betont Handball-Geschäftsführer Björn Barthel.

Hendrik Halfmann stammt aus der Region, spielte zu Jugendzeiten bei der HSG Düsseldorf, später dann in Remscheid und Hagen. Sein Vertrag bei Elbflorenz Dresden endete im Juni. "Ich bin unwahrscheinlich froh, mich auf diese Weise zeigen zu können und meine Zweitliga-Tauglichkeit unter Beweis zu stellen", sagt der gelernte Groß- und Außenhandelskaufmann. "Ich habe auf eine solche Chance gewartet und bin bewusst nicht zu einem unterklassigen Verein gegangen. Ich freue mich, Dormagen bis Ende Oktober helfen zu können."

Daten zu Hendrik Halfmann
Geboren am 27. Februar 1993 in Remscheid
Größe: 1,98 m
Gewicht: 95 kg
Beruf: Groß- und Außenhandelskaufmann
Letzter Verein: HC Elbflorenz Dresden


Nach Sieg und Niederlage steht der TSV Bayer Dormagen auf dem siebten Rang der 2. Handball-Bundesliga und trifft an diesem Freitag, 6. September, auf einen alten Bekannten: Aus Thüringen reist Tabellennachbar ThSV Eisenach an, der ebenfalls 2:2-Punkte aufweist. Da TSV-Coach Dusko Bilanovic im TSV Bayer Sportcenter mit seinem Team grundsätzlich jedes Heimspiel gewinnen will, ist das Ziel klar: "Es wird natürlich nicht einfach. Aber wir wollen beide Punkte gegen einen starken Aufsteiger behalten", sagt Bilanovic, der nun auf die regelmäßigen Wochenendfahrten nach Aurich zu seinem bisherigen Wohnort verzichten kann, da er jetzt ein "Zonser" ist. Die Schiedsrichter Philipp Dinges und Tobias Schmack (Stutensee / Linkenheim-Hochstetten) pfeifen das zweite Heimspiel der Saison 2019/20 um 19.30 Uhr im TSV Bayer Sportcenter an. Tickets gibt es weiterhin im Tabakshop an der Kölner Straße 64 und online. Die Abendkassen öffnen um 18.30 Uhr.

Den Abstieg in die 3. Liga werten die Thüringer als "Betriebsunfall". Mit einer gehörigen Kraftanstrengung gelang die sofortige Rückkehr in Liga 2 mit einem erfahrenen Trainer, der auch der älteste der Spielklasse ist: Der ehemalige Gummersbacher Coach Sead Hasanefendic feierte Anfang August seinen 71. Geburtstag. "Wir haben Respekt vor Dormagen", kündigt der frühere Afrikameister mit Tunesien an, ist aber gleichzeitig zuversichtlich: "Wir haben eine gute Chance."

Gegenüber der letzten Spielzeit hat Eisenach eine deutlich veränderte Mannschaft mit neun Neuverpflichtungen. Mit Ante Tokic macht der aus Skopje gekommene Rechtsaußen besonders auf sich aufmerksam und ist mit 13 in den bisherigen zwei Spielen erzielten Treffern erfolgreichster Schütze. Der Rückraumlinke Luka Kikanovic steuerte jeweils fünf Tore bei der 26:28-Niederlage in Dresden und beim 30:25-Erfolg gegen Hüttenberg bei. Regie führt der kleinste Spieler: Trotz seiner nur 1,72 Meter ist der Israeli Yoav Lumbroso äußerst torgefährlich. Nicht verwunderlich, dass er Lubomir Vranjes zu seinen Vorbildern zählt - aber auch den langjährigen Dormagener Kentin Mahé. Eisenach ist nahezu komplett, ob der angeschlagene Linkshänder Alexander Saul gegen den TSV spielen kann, ist allerdings noch fraglich.

Janis Boieck wird dem TSV noch mindestens drei Wochen fehlen. Der Torwart, der nach seiner Schulterverletzung gerade wieder fit wurde, zog sich im Training einen Innenbandriss zu und gehörte deshalb schon in Hamburg nicht zum Aufgebot. Neben Pascal Noll hatten sich Julian Köster und Ante Grbavac Blessuren in der Hansestadt zugezogen. "Sie können aber alle spielen", betont Bilanovic vor dem Abschlusstraining am Donnerstag.


Dass der TSV Bayer Dormagen auch einen deutlichen Rückstand wegstecken kann, bewies die Mannschaft von Dusko Bilanovic am Sonntag in der Sporthalle Hamburg. Der HSV Hamburg führte nach 20 Minuten bereits mit 12:7, doch die Rheinländer machten es wieder spannend, holten Tor um Tor auf und lagen zur Pause nur mit 12:14 zurück. Auch nach dem Seitenwechsel blieb der TSV dran, doch die ständige Aufholjagd kostete Kraft. So fehlte es in wichtigen Phasen an der Präzision bei Abschlüssen und Pässen. Unterstützt von 2673 Zuschauern brachte Hamburg die Partie nach Hause und gewann mit 26:22.

Doch der Beifall in der Halle galt auch dem TSV, der sich über weite Strecken hervorragend in Hamburg verkaufte. In starker Verfassung präsentierte sich Schlussmann Sven Bartmann mit 15 gehaltenen Bällen. Erfolgreichste Dormagener Werfer waren Julian Köster (5) und Ante Grbavac (5/2). Am kommenden Freitag, 6. September, erwartet der TSV den alten Bekannten und Aufsteiger aus der 3. Liga ThSV Eisenach. Spielbeginn im TSV Bayer Sportcenter ist 19.30 Uhr. Tickets gibt es im Vorverkauf im Tabakshop an der Kölner Straße 64 und online.

Nach dem deutlichen 35:25-Erfolg gegen Aue in der Vorwoche wurde mit Spannung auf das erste Auswärtsspiel geblickt. Der Start des TSV in Hamburg war verheißungsvoll, denn dreimal ging die schon am Vortag angereiste Mannschaft in Führung. Doch dann wollte Hamburgs neuer Shooter Jens Schöngarth seine Qualitäten unter Beweis stellen und trug mit seinen drei Gewaltwürfen wesentlich zum ersten Zwei-Tore-Vorsprung des HSV bei. Mehrfach ließ der TSV jetzt gute Chancen liegen oder scheiterte am isländischen Geburtstagskind Aron Edvardsson, der am Sonntag 30 Jahre alt wurde. Er lenkte auch einen Strafwurf an den Pfosten und hatte Anteil daran, dass der zuletzt von der Linie so treffsichere Benni Richter seinen zweiten Siebenmeter beim Stande von 12:7 auf statt ins Tor legte.

Wer zu diesem Zeitpunkt dachte, das Spiel sei gelaufen, der hatte die Rechnung ohne den TSV gemacht. Julian Köster übernahm nun vorne die Verantwortung. Und hinten entschärfte Sven Bartmann immer wieder Hamburger Würfe. Nach drei Toren von Köster, einem verwandelten Siebenmeter von Ante Grbavac und dem Tor von Pascal Noll hieß es plötzlich nur noch 13:12 in der deutlich ruhiger werdenden Halle. Zur Pause hätte es sogar 13:13 heißen können, wenn "Pasi" Noll den nächsten Gegenstoß völlig freistehend eingenetzt hätte. Doch Edvardsson blieb Sieger im direkten Duell - und Tobias Schimmelbauer sorgte anschließend mit dem letzten Treffer der ersten Hälfte für das 14:12.

Nach dem Seitenwechsel blieben die Dormagener dran und hätten bei besserer Chancenverwertung tatsächlich etwas mitnehmen können. Die weiterhin gut organisierte Abwehr ließ den HSV nur selten zur Entfaltung kommen und Sven Bartmann stellte sich immer besser auf die Würfe von Schöngarth ein. So hatten nicht zuletzt die mitgereisten Fans weiterhin Hoffnung als Julian Köster nach einer Dreiviertelstunde den 20:18-Anschluss erzielte. Doch weil bei Hamburg jetzt auch das Spiel über den Kreis klappte und Niklas Weller kompromisslos verwandelte, bauten die Hanseaten den Vorsprung bis auf 24:19 aus. Da der TSV zu wenig aus der 6:4-Überzahl machte, war die Niederlage nicht mehr zu verhindern. "In entscheidenden Situationen habe ich den richtigen Zug zum Tor und auch den Killerinstinkt vermisst", gratulierte Dusko Bilanovic zum "verdienten Sieg". Seinem Team sei es zumeist gelungen, eine kompakte Abwehr zu stellen, "im Angriff konnten wir aber nicht an die Leistung des Spiels gegen Aue anschließen." Sein Gegenüber Torsten Jansen sprach vom "großen Respekt vor dem TSV" und war damit zufrieden, dass "wir diese schnell spielende Mannschaft bei 22 Toren halten konnten."

HSV Hamburg - TSV Bayer Dormagen 26:22 (14:12)
Hamburg: van den Beucken (n.e.), Kokoszka (n.e.), Edvardsson (10 Paraden); Schimmelbauer (2), Fick, Lackovic, Tissier (2), Weller (7/4), Ossenkopp (1/1), Fuchs, Bauer (5), Forstbauer (1), Bergemann (4), Schöngarth (4), Gertges.
Dormagen, Bartmann (15 Paraden), Dahmen (n.e.); Reuland (1), Köster (5), Meuser, Richter (1), Löfström (4), I. Hüter, Reimer, Rebelo (n.e.), Noll (4), P. Hüter (2), Braun (n.e.), Sterba, Grbavac (5/2).
Schiedsrichter: Fratczak/Ribeiro.
Zuschauer: 2673.
Zeitstrafen: 10:8 Minuten.
Siebenmeter: 5/5:2/4 (Edvardsson hält gegen Richter, der zudem einmal über das Tor wirft).
Spielfilm: 3:4 (7.), 6:4 (9.), 9:5, 12:7 (20.), 13:12, 14:12 - 16:13, 16:15, 20:18 (45.), 24:19 (52.), 25:22, 26:22.


Dass der TSV Bayer Dormagen auch einen deutlichen Rückstand wegstecken kann, bewies die Mannschaft von Dusko Bilanovic heute am Spätnachmittag in der Sporthalle Hamburg. Die Gastgeber führten nach 20 Minuten bereits mit 12:7, doch die Rheinländer machten es wieder spannend und holten Tor um Tor auf. Zur Pause führten die Hamburger mit 14:12. Die Dormagener blieben dran, doch die ständige Aufholjagd kostete Kraft. So fehlte es in wichtigen Phasen an Präzision bei Abschlüssen und Pässen. Unterstützt von 2673 Zuschauern brachte Hamburg die Partie nach Hause und gewann mit 26:22. Doch der Beifall in der Halle galt auch dem TSV, der sich über weite Strecken hervorragend in Hamburg verkaufte. In starker Verfassung präsentierte sich Schlussmann Sven Bartmann mit 15 gehaltenen Bällen. Erfolgreichste Werfer waren Julian Köster (5) und Ante Grbavac (5/2).

Weitere Informationen folgen.

HSV Hamburg - TSV Bayer Dormagen 26:22 (14:12)
Hamburg: van den Beucken (n.e.), Kokoszka (n.e.), Edvardsson (10 Paraden); Schimmelbauer (2), Fick, Lackovic, Tissier (2), Weller (7/4), Ossenkopp (1/1), Fuchs, Bauer (5), Forstbauer (1), Bergemann (4), Schöngarth (4).
Dormagen, Bartmann (15 Paraden), Dahmen (n.e.); Reuland (1), Köster (5), Meuser, Richter (1), Löfström (4), I. Hüter, Reimer, Rebelo (n.e.), Noll (4), P. Hüter (2), Braun (n.e.), Sterba, Grbavac (5/2).
Schiedsrichter: Fratczak/Ribeiro.
Zuschauer: 2673.
Zeitstrafen: 10:8 Minuten.
Siebenmeter: 5/5:2/4 (Edvardsson hält gegen Richter, der zudem einmal über das Tor wirft).



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