Bei der DJK Rimpar konnte der TSV Bayer Dormagen nie gewinnen. Jetzt trägt das unterfränkische Team den Namen Wölfe Würzburg - und prompt punkteten die Wiesel doppelt: Am Freitagabend setzte sich das Team von Matthias Flohr mit 30:28 (18:14) verdient in der tectake Arena durch. „Ich bin sehr stolz auf die Mannschaft, die eine tolle Geschlossenheit gezeigt hat und auch leichte Schwächephasen gut überwunden hat“, freute sich der TSV-Coach über den dritten Erfolg der Saison 2022/23. Nächster Gegner in der 2. Handball-Bundesliga ist Aufsteiger VfL Potsdam am kommenden Freitag, 30. September, 19.30 Uhr im TSV Bayer Sportcenter. Zum Online Ticket-Shop

Der Beginn des Spiels gefiel den Zuschauern und Würzburger Fans, die Wölfe lagen in der 6. Minute 3:1 in Führung. Doch ein Vorsprung der Gastgeber mit mindestens zwei Toren wiederholte sich nicht, weil die Gäste intensiv an der Zeitenwende arbeiteten und Abschied von der bisherigen Null-Bilanz nehmen wollten. Dreimal drehte der TSV das Spiel, 5:4 hieß es nach 12 und 10:8 nach 18 Minuten. Einmal noch legte Würzburg zum 12:11 vor, musste aber kurz danach wieder einem Rückstand hinterherlaufen. In der Schlussphase der ersten Hälfte präsentierten die Wiesel sich in Bestform: Innerhalb einer Minute erhöhten Mislav Grgic, Jan Reimer und Ian Hüter von 15:14 auf den Pausenstand 18:14. Das gelang auch, weil Christian Simonsen immer wieder mit tollen Paraden aufwartete und sein Meisterstück fast noch im Liegen mit dem blitzsauberen Anspiel auf Reimer machte.

Es war zu erwarten, dass die Wölfe sich nicht mit dem Spielstand abfinden würden. Sie kamen näher und konnten sich bei der Aufholjagd auf ihre Routiniers Patrick Schmidt und Steffen Kaufmann verlassen. Dreimal glichen sie aus, konnten aber keine eigene Führung mehr herauswerfen. Erneut war es Simonsen, der die Gastgeber zur Verzweiflung brachte und das Duell mit Würzburgs ebenfalls starken Schlussmann Jonas Maier knapp für sich entschied. Und vorne verdiente sich der jüngste Spieler auf dem Spielfeld ein Sonderkompliment seines Trainers: „Sören Steinhaus kommt von der Bank und ist sofort präsent“, sah Matthias Flohr in der spannenden Schlussphase immer wieder gute Lösungen des treffsicheren 18-Jährigen. Steinhaus stellte auch den Endstand her. Zwar waren noch zwei Minuten zu spielen, doch nach dem letzten Treffer des Spiels hatten die Wölfe sich offenbar mit der Niederlage abgefunden. Flohr: „Wir hatten uns ein geradliniges Tempospiel vorgenommen und wollten die Würzburger Fehler bestrafen. Das hat heute gut geklappt.“

Wölfe Würzburg - TSV Bayer Dormagen 28:30 (14:18)
Würzburg:
Maier (14 Paraden), Wieser; Schömig (7/4), Böhm (2), Neagu (1), Schmidt (4), Kaufmann (4), Dürr, Hack, Geis, Brielmeier, Rose (5), Seidler (5), Merk.
Dormagen: Simonsen (17 Paraden), Juzbasic (bei 2 7m); Reuland (2), Meuser (3), Senden, Karvatski (1), Zurga, Rehfus, I. Hüter (4), Reimer (6/2), Grgic (5), P. Hüter (1), Sterba, Seesing (3), Steinhaus (5).
Schiedsrichter: Hofmann / Hörath.
Zuschauer: 753.
Zeitstrafen: 2:6 Minuten.
Siebenmeter: 4/5:2/2 (Schömig wirft neben das Tor).
Spielfilm: 3:1, 3:3, 4:5 (12.), 8:7, 8:10 (18.), 12:11, 13:15, 14:15, 14:18 - 17:21, 20:21, 22:22 (41.), 23:25, 25:25, 26:27, 26:29 (54.), 28:29, 28:30.


Der TSV Bayer Dormagen beteiligt sich dieses Jahr an den Deutschen Aktionstagen zur Nachhaltigkeit und veranstaltet dazu am 30.09. zum Spiel gegen den 1. VfL Potsdam einen Nachhaltigkeitsspieltag, um diesem wichtigen Thema einen großen Rahmen zu bieten.

Daran wirken auch viele Partner des TSV mit, die sich mit Aktionsständen, Gewinnspielen und Give-Aways am Spieltag auf dem Hallenvorplatz und im Umlauf vorstellen. So bringt das Autohaus Heinen zwei neue Elektro-Autos mit, mit Aktionsständen und einer Torwand machen unter anderem die Energieversorgung Dormagen (evd), die Firma Yncoris, die EGN und die Initiative Pure Water auf Ihre Nachhaltigkeitsthemen aufmerksam. Auf dem Vorplatz bietet zudem die Radstation Dormagen Luft- und Lichtchecks an allen Fahrrädern an. Alle Wiesel-Fans, denen es möglich ist, fordert der Verein auf, das Spiel am Freitagabend mit dem Fahrrad zu besuchen. Los geht der Aktionstag ab 18:30 Uhr zur Hallenöffnung mit buntem Programm, ab 19:30 Uhr kämpfen die Wiesel gegen den starken Aufsteiger aus Potsdam um Punkte in der 2. Handball-Bundesliga. Tickets für die Partie können hier erworben werden.

"Gerade in der aktuellen Situation rund um die Energiekrise, ist das Thema Nachhaltigkeit größer denn je. Zusätzlich haben wir als Sportverein auch in Hinblick auf die soziale Dimension der Nachhaltigkeit eine hohe Verantwortung“, meint Handball-Geschäftsführer Björn Barthel und freut sich, dass so viele TSV-Partner und Sponsoren am Nachhaltigkeitsspieltag beteiligen. In den vergangenen Jahren hat sich der Verein in diesem Bereich stark weiterentwickelt, im letzten größeren Projekt wurde die komplette Hallenbeleuchtung im TSV Bayer Sportcenter auf LED-Beleuchtung umgestellt, um damit Energie einzusparen. Aber auch kleinere Projekte, wie der Verkauf nachhaltige Fächer statt der Einweg-Klatschpappen, versucht der TSV immer wieder zu initiieren. „Auch wenn es nur kleinere Beiträge sind, hilft jede ergriffene Maßnahme unserer Umwelt und uns auf dem Weg in eine nachhaltigere Zukunft.“, findet Marketingleiterin Jil Falkenstein.
Für sein Engagement im Sinne der sozialen Nachhaltigkeit wurde der TSV zuletzt für den Deutschen Engagementpreis nominiert. Noch bis zum 16.10. kann unter: https://www.deutscher-engagementpreis.de/nc/wettbewerb/publikumspreis-2022/jetzt-abstimmen/ für den TSV im Rahmen des Publikumspreises abgestimmt werden.


Die Rückfahrten nach Spielen in Würzburg waren bislang aus Dormagener Sicht wenig erfreulich: sechs Auswärtsspiele, sechs Niederlagen. Das soll sich morgen ändern: Wenn die Wiesel am Freitagabend gegen 22 Uhr die Heimreise antreten, wollen sie die beiden Punkte mit im Bus haben. TSV-Coach Matthias Flohr: „Die Bilanz stellt uns vor die schöne Aufgabe, diese Negativserie zu durchbrechen.“ Immerhin geht es ja auch nicht mehr gegen die DJK Rimpar Wölfe, sondern nach der Namensänderung gegen die Wölfe Würzburg. Die Partie des 4. Spieltages pfeifen die Schiedsrichter Thomas Hörath und Timo Hofmann (Zirndorf / Bamberg) um 19.30 Uhr in der Würzburger tectake ARENA an. Das Spiel kann live auf sportdeutschland.tv verfolgt werden.

Bei den Gastgebern hat sich personell einiges getan: Sieben Abgängen stehen sechs Neuzugänge gegenüber. Doch im Spielaufbau herrscht Kontinuität. „Mit Steffen Kaufmann, Patrick Schmidt und Benedikt Brielmeier verfügt die Mannschaft über einen eingespielten Rückraum“, betont Flohr. Dazu gesellt hat sich mit dem aus Dansenberg gekommenen Julius Rose ein Mittelmann, der auch torgefährlich ist: Der 22-Jährige hat in den bisherigen drei Ligaspielen bereits 14 Treffer erzielt - genau wie Kaufmann, der flinke Linksaußen Dominik Schömig und auch Kreisläufer Oliver Seidler, der zu Beginn der Saison 2022/23 aus Dessau in die unterfränkische Hauptstadt wechselte. Rechtsaußen Felix Karle, der im letzten Vergleich der beiden Mannschaften Ende Februar fünf Treffer zum 31:22-Erfolg der Wölfe beisteuerte, wird nicht mitspielen können. Das Eigengewächs hat sich am Sprunggelenk verletzt und fällt aus.

Die Wölfe Würzburg gewannen das Heimspiel gegen TuSEM Essen mit 29:23. Beide Auswärtsspiele wurden in Dresden (32:34) und am letzten Samstag in Lübeck sehr deutlich mit 29:40 verloren. „Das Spiel war sehr fahrig für uns, auch weil wir vier oder fünf angeschlagene Spieler hatten und häufig wechseln mussten. Das waren für uns Brüche im Spiel“, lautete das Fazit von Coach Julian Thomann nach der unerwartet hohen Niederlage in Lübeck.

Dormagens Torwart Martin Juzbasic, der gegen Konstanz bereits auf der Bank saß, ist wieder einsatzfähig. Alexander Senden befindet sich noch im Aufbautraining. Matthias Flohr: „Mal sehen, vielleicht reicht es schon für kurze Einsätze.“


Der TSV Bayer Dormagen gewann am Samstagabend das zweite Heimspiel der Saison 2022/23 gegen Aufsteiger HSG Konstanz mit 25:22 (11:10). „Das waren heute ein paar Fehlwürfe zu viel. Wir haben die Ruhe bewahrt und sind am Ende zufrieden mit den zwei Punkten“, erklärte TSV-Coach Matthias Flohr. Gleichzeitig machte er erneut deutlich, dass es in der 2. Handball-Bundesliga keinen Gegner gibt, den man auf die leichte Schulter nehmen kann. Im nächsten Auswärtsspiel am kommenden Freitag, 23. September, geht es zu einem Klub, der seinen Namen geändert hat: Aus der DJK Rimpar Wölfe wurden die Wölfe Würzburg. Den September beendet das Heimspiel gegen den zweiten Aufsteiger: Gast im TSV Bayer Sportcenter ist am Freitag, 30. September, der 1. VfL Potsdam. Zum Online-Ticketshop

Nach den Videostudien der Konstanzer Spielweise war klar, dass die Wiesel ein ungewöhnliches Defensivsystem knacken mussten: Das „Kompliment für eure unglaublich variable Abwehr“ richtete Matthias Flohr an Gäste-Trainer Jörg Lützelberger und setzte damit auch ein Zeichen kurz vor dem Tag des Respekts an diesem Sonntag. „Gegen eine offensive Abwehr sehen wir nie sonderlich gut aus“, begründete der starke TSV-Schlussmann Christian Simonsen, warum im Spiel nicht sehr viele Schönheitspunkte verteilt wurden. Flohr: „Wir wussten, dass uns gerade das Konstanzer 3:3 das Leben schwermachen würde.“

Mit den erarbeiteten Lösungen konnte er durchaus zufrieden sein: „Immer wieder kamen wir zu Durchbrüchen.“ Doch es mangelte zu oft an der konsequenten Vollstreckung - allerdings auch gegen einen Torwart, der sich wie Simonsen 60 Minuten lang gute Noten verdiente. „Dank der verbesserten Verteidigung haben wir Leon Grabenstein besser ins Spiel gebracht“, lobte Lützelberger und betonte nach den zuvor hohen Niederlagen gegen Coburg und Potsdam: „Trotz der dritten Niederlage geht es in die richtige Richtung. Heute hat es nicht gereicht, weil wir uns einige Fehler zu viel im Abschluss erlaubt haben.“ Damit meinte er nicht den griechischen Neuzugang Christos Erifopoulos, der mit fünf Treffern erfolgreichster Werfer seines Teams war.

Ein kluger Schachzug von Flohr: Jakub Sterba konnte seine individuelle Stärke aus dem rechten Rückraum unter Beweis stellen und sorgte häufig für Gefahr in der Hälfte des Gegners. Auch wenn er gute Gelegenheiten ausließ, so war der Trainer mit Sterbas drei Treffern und der Umsetzung des Spielplans zufrieden. Ein Ausrufezeichen innerhalb von zwei Minuten: Erst scheitert der Tscheche an Grabenstein, dann am Pfosten, anschließend holt er sich den Ball, stürmt über das komplette Spielfeld und ist trotz Bedrängnis erfolgreich. Positive Reaktionen zeigte zudem Linksaußen Joshua Reuland, der einen vollständig versemmelten Konter vergessen ließ und danach kompromisslos viermal traf. Cool blieb auch Lucas Rehfus, der kurz nach seiner Einwechslung eine unglückliche Zeitstrafe kassierte. Nach seiner Rückkehr aufs Spielfeld nahm er genau Maß und machte das wichtige 21:18 in der 49. Minute. Eine wichtige Erkenntnis für Mislav Grgic: Er weiß jetzt, dass gegnerische Torhüter sich besonders auf seine Würfe vorbereiten. Denn natürlich konnte er mit seiner 1/7-Quote nicht zufrieden sein. Sie war das komplette Gegenteil von Jan Reimers Erfolgskurve: Der Rechtsaußen setzte sieben seiner acht Würfe in die Maschen, darunter drei sicher verwandelte Siebenmeter.

Schnuppern am ersten Zweitliga-Einsatz konnte Youngster Jan-Christian Schmidt (17), der auf die Bank rückte, weil der erkrankte Alexander Senden und der nach seiner Mittelfuß-Operation bis Jahresende ausfallende Ole Klimpke nicht zum Kader gehörten. Offen ist, wann Senden wieder spielen kann. Flohr: „Er muss wohl mal komplett auf den Kopf gestellt werden.“

TSV Bayer Dormagen - HSG Konstanz 25:22 (11:10)
Dormagen:
Simonsen (11 Paraden), Juzbasic (n.e.), Broy (n.e.); Reuland (3), Meuser (4), Karvatski (n.e.), Zurga, Rehfus (1), I. Hüter (4), Reimer (7/3), Grgic (1), P. Hüter, Sterba (3), J. Schmidt (n.e.), Seesing, Steinhaus (2).
Konstanz: Grabenstein (13 Paraden), Ebert (bei einem 7m); Stotz (1), Czako (3), Foege, Michelberger (n.e.), Thomann (4/2), Erifopoulos (5), Mauch (1), Beckmann (2), Wendel, Schramm, Ingenpaß (1), Köder (3/1), Knezevic, Hutecek (2).
Schiedsrichter: Hillebrand / Umbescheidt.
Zuschauer: 768.
Zeitstrafen: 6:10 Minuten.
Siebenmeter: 3/3:3/4 (Simonsen hält gegen Köder).
Spielfilm: 1:0, 2.3, 5:3 (13.), 9:6 (20.), 11:8 (27.), 11:10 - 13:11, 13:14 (37.), 14:15, 18:15 (43.), 21:18 (49.), 22:20, 24:22 (58.), 25:22.


Der TSV Bayer Dormagen gewann am Samstag Abend im TSV Bayer Sportcenter das zweite Heimspiel der Saison 2022/23 gegen die HSG Konstanz mit 25:22 (11:10). Gegen die variable Abwehr des Aufsteigers taten die Wiesel sich lange schwer, auch wenn die Mannschaft von Matthias Flohr überwiegend vorne lag. „Wir kamen immer wieder zu Durchbrüchen, haben aber zu oft das Tor nicht gemacht“, erklärte der TSV-Coach nach den 60 Minuten. „Das waren ein paar Fehlwürfe zu viel. Wir haben aber die Ruhe bewahrt und sind am Ende zufrieden mit den zwei Punkten.“

Die Chancenverwertung gefiel auch Gäste-Trainer Jörg Lützelberger nicht: „Trotz der dritten Niederlage geht es in die richtige Richtung. Heute hat es nicht gereicht, weil wir uns einige Fehler zu viel erlaubt haben.“

TSV Bayer Dormagen - HSG Konstanz 25:22 (11:10)
Dormagen: Simonsen (11 Paraden), Juzbasic (n.e.), Broy (n.e.); Reuland (3), Meuser (4), Karvatski (n.e.), Zurga, Rehfus (1), I. Hüter (4), Reimer (7/3), Grgic (1), P. Hüter, Sterba (3), J. Schmidt (n.e.), Seesing, Steinhaus (2).
Konstanz: Grabenstein (13 Paraden), Ebert (bei einem 7m); Stotz (1), Czako (3), Foege, Michelberger (n.e.), Thomann (4/2), Erifopoulos (5), Mauch (1), Beckmann (2), Wendel, Schramm, Ingenpaß (1), Köder (3/1), Knezecic, Hutecek (2).
Schiedsrichter: Hillebrand / Umbescheidt.
Zuschauer: 768.
Zeitstrafen: 6:10 Minuten.
Siebenmeter: 3/3:3/4 (Simonsen hält gegen Köder).
Spielfilm: 1:0, 2.3, 5:3 (13.), 9:6 (20.), 11:8 (27.), 11:10 - 13:11, 13:14 (37.), 14:15, 18:15 (43.), 21:18 (49.), 22:20, 24:22 (58.), 25:22.


Im zweiten Heimspiel der noch jungen Saison trifft Handball-Zweitligist TSV Bayer Dormagen an diesem Samstag, 17. September, auf die HSG Konstanz. Die Schiedsrichter Christopher Hillebrand und Stefan Umbescheidt (Bönen / Bergkamen) pfeifen die Partie um 19.30 Uhr an. Die Wiesel können Unterstützung von den Rängen gebrauchen und hoffen auf viele Fans. Tickets gibt es weiterhin im Online-Ticketshop und an der Abendkasse, die um 18.30 Uhr öffnet.

Die HSG Konstanz geht sicher wieder als Außenseiter in die Saison. Aber das Team vom Bodensee will nach dem erneuten Aufstieg keinesfalls als Fahrstuhl-Mannschaft gelten und hat vor, sich dauerhaft in Liga 2 zu etablieren. Als wesentlich für eine erfolgreiche Spielzeit wird die schnelle Integration der Neuzugänge Janis Boieck, Luis Foege, Gregor Thomann und Sebastian Hutecek angesehen. Da passte die Verletzung des Ex-Dormagener Torwarts Boieck natürlich nicht ins Konzept. Trainer des Klubs ist Jörg Lützelberger, der in der Bundesliga für etliche Vereine am Kreis spielte. Er löste im letzten Jahr Daniel Eblen ab, der von Anfang 2004 bis Juni 2021 Chefcoach der HSG Konstanz war. Eblen unterstützt nach seinem Rücktritt Lützelberger als Assistent im Hintergrund und bei der täglichen Arbeit im Training, bei der Videoanalyse und vielem mehr.

Im ersten Pflichtspiel leistete die HSG Kostanz großen Widerstand, schied nach dem 29:35 gegen den VfL Gummersbach aber aus dem DHB-Pokal aus. Danach wurden beide Meisterschaftsspiele deutlich verloren: In Coburg mit 22:34 und auch im Heimduell gegen Mitaufsteiger Potsdam fiel die Niederlage mit 23:31 deftig aus. „Wer Zweikämpfe gewinnt, gewinnt auch Handballspiele. Wenn man Zweikämpfe so deutlich verliert, kann man das auch nicht mehr über Helferketten lösen,“ sagte Lützelberger nach der Enttäuschung. Aber für den 37-Jährigen steht auch fest: „Es ist ein riesiger Unterschied von der 3. zur 2. Liga. Wir wollen dieses Level ganz schnell adaptieren und sind heiß darauf, die ersten Punkte zu holen.“

Das will der TSV am Samstag verhindern. Coach Matthias Flohr warnt freilich davor, die bisherigen Konstanzer Ergebnisse falsch einzuordnen: „Die zeigen nicht die wahre Stärke der HSG. Sie gehen ein hohes Risiko mit ihrem variablen Deckungssystem ein“, erwartet Flohr einen „unangenehmen Gegner, den wir nicht unterschätzen werden.“ Dabei ist die Verletzung des beim Heimauftakt gegen Dessau gut agierenden Ole Klimpke nicht gerade förderlich. Der Rückraumspieler hat sich im Training verletzt, bei der Untersuchung wurde ein Bruch des linken Mittelfußes festgestellt. Die erfolgreiche Operation führte Mannschaftsarzt Dr. Guido Laps am Mittwoch in Köln durch. Flohr: „Ich hoffe, dass er gut durch die Reha kommt. Das ist für uns natürlich eine Schwächung, nachdem sich Ole bereits gut integriert hatte. Da müssen jetzt andere in die Bresche springen.“ Und in den nächsten Spielen auch, denn Klimpke wird wohl erst wieder Anfang des nächsten Jahres spielen können. Nach jetzigem Stand muss Torwart Martin Juzbasic weiterhin pausieren. Und ein Fragezeichen steht auch hinter dem Einsatz von Alexander Senden.

 

 

 


Nicht nur in Zeiten der Energiekrise ist Nachhaltigkeit ein wichtiges Thema. Auch der TSV engagiert sich seit Jahren in diesem Bereich und ist ständig auf der Suche nach neuen Aspekten, um die Arbeit und die Rahmenbedingungen nachhaltiger zu gestalten. Zum Heimspiel gegen Konstanz startet der TSV nun eine weitere kleine Aktion: Am Fanshop direkt am Haupteingang werden nun bei jedem Heimspiel die neuen nachhaltigen TSV-Fächer zu einem kleinen Preis von 3€ pro Fächer verkauft.

Diese Fächer bestehen aus nachhaltigem Material und sollen die Einweg-Klatschpappen ersetzen, damit reduziert der TSV seine Müllproduktion und spart auch Energie und Wasser, das bei der Produktion der Einweg-Produkte entsteht. Zusammengeklappt erzeugen die Fächer eine ähnliche Wirkung, wie die Klatschpappen, zusätzlich können sie auseinandergefaltet in der oft warmen Halle für etwas Abkühlung und Luftzufuhr sorgen. „Wir freuen uns, dass wir damit einen weiteren Beitrag zur Nachhaltigkeit leisten können“, sagt Marketing-Leiterin Jil Falkenstein über die Aufnahme der Fächer in den Fanshop und fügt hinzu: „Auch wenn es nur ein kleiner Beitrag ist, hilft jede ergriffene Maßnahme unserer Umwelt und uns auf dem Weg in eine nachhaltigere Zukunft.“


Unpräzise Abspiele und fahrlässiges Umgehen mit Torchancen prägten die ersten fünf Minuten auf beiden Seiten. Dann erzielte TSV-Kapitän Patrick Hüter das erste Tor im TSV Bayer Sportcenter in der Saison 2022/23. Enttäuschend aus Dormagener Sicht: Das 1:0 war gleichzeitig die einzige Führung der gesamten Partie. Der Dessau-Roßlauer HV hatte in der warmen Halle den kühleren Kopf und setzte sich wie vor zwei Jahren bei der Saison-Premiere mit drei Toren Vorsprung durch. Nach 60 Minuten hieß es diesmal 28:25 für die Auswahl aus Sachsen-Anhalt. Da das Spiel vom 2. Spieltag gegen Zaporoshye in Düsseldorf vorgezogen war, wartet nun ein weiteres Heimspiel auf die Wiesel. Gegner am Samstag, 17. September, ist Aufsteiger HSG Konstanz.

Der TSV konnte komplett auflaufen, auch der zuletzt mehrere Wochen wegen Fersenproblemen pausierende Ian Hüter gehörte zum Aufgebot. „Zum Sieg hat es doch nicht gereicht“, stellte TSV-Coach Matthias Flohr enttäuscht fest. Er hatte sich den Verlauf der Partie auch deutlich anders vorgestellt: „Die Stärken von Dessau hingen in der Kabine und waren oft genug besprochen.“ Die Konsequenzen für das eigene Spiel sollten deshalb eigentlich bekannt sein: „Tempo, Tempo und wir brauchen ein gutes Rückzugsverhalten.“ Theorie und Praxis stimmten beim TSV am späten Sonntagnachmittag aber nicht überein. „Wenn du den Ball in der Vorwärtsbewegung dem Gegner in die Hände wirfst, dann kriegst du das auch mit dem Rückzug nicht mehr hin“, vermisste Flohr die Einstellung, die seiner Mannschaft noch am Mittwoch beim 33:28 gegen Zaporoshye viele Komplimente eingebracht hatte.

Nach einem offenen Schlagabtausch mit zwei guten Abwehrreihen und ordentlich parierenden Torhütern stand es 6:6 in der 17. Minute. Drei Minuten später profitierten die Gäste von der konsequenten Umsetzung ihres Spielplans - und es hieß 6:9. „Wir wollten die Fehler des Gegners bestrafen“, war Trainer Uwe Jungandreas zufrieden. „Denn nach sieben Stunden Busfahrt wussten wir, dass wir heute keine Bäume ausreißen würden.“ Mit der Konzentration auf das Wesentliche holte der HV den ersten Drei-Tore-Vorsprung heraus. Noch aber reagierte der TSV angemessen und verkürzte bis zur Pause auf 10:11.

Nach dem Wiederanpfiff gelang Aron Seesing das 13:13 in der 36. Minute. Die erhoffte Wende blieb aber aus. „Da waren wir einfach abgezockter“, stellte Jungandreas nicht ohne Stolz fest. Dessau setzte sich bis zur 43. Minute auf 15:20 ab. Zweimal noch kamen die Gastgeber auf und bis auf zwei Treffer heran. Die Gäste gaben die Partie freilich nicht mehr aus der Hand und feierten den Auswärtssieg. Der übereinstimmende Kommentar der Dormagener Spieler: „Wir waren heute nicht gut.“ Dass es deutlich besser geht, wollen die Wiesel gegen Konstanz am 17. September unter Beweis stellen.

TSV Bayer Dormagen - Dessau-Roßlauer HV 25:28 (10:11)
Dormagen:
Simonsen 1 Tor, 12 Paraden, Broy (n.e.); Reuland (2/2), Meuser (1), Senden (1), Karvatski (1), Klimpke (2), Zurga (n.e.), Rehfus (n.e.), I. Hüter (2), Reimer (2/2), Grgic (5), P. Hüter (1), Sterba (3), Seesing (3), Steinhaus (1/1).
Dessau: Patzwaldt (bei 2 7m und ab 53., 3 Paraden), Ambrosius (8 P.); Löser (5), Hrstka (6/2), Haake (n.e.), Gempp (3), Sohmann (2), Misovych (2), Schmidt, Haeske (n.e.), Gliese, Emanuel (3), Pust (5), Leu (2).
Schiedsrichter: Bona / Frank.
Zuschauer: 638.
Zeitstrafen: 4:10 Minuten.
Siebenmeter: 5/6:2/2 (Patzwaldt hält gegen Reuland).
Spielfilm: 1:0 (6.), 2:4 (11.), 6:6 (17.), 6:9 (20.), 8:11, 10:11 - 11:13, 13:13, 14:19 (43.), 17:22, 20:22 (49.), 21:23, 22:27 (55.), 24:27, 25:28.


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