Die nächsten Hiobsbotschaften trafen den TSV Bayer Dormagen bereits am Sonntag bei der Ankunft in Rostock: Ante Grbavac klagte über eine Magen-Darm-Verstimmung - wie auch Sören Steinhaus nach dem Spiel der A-Jugend in Bittenfeld. Der Youngster sollte eigentlich zusammen mit Co-Trainer Peer Pütz und Florian Träger (beide hatten sich mit insgesamt elf Treffern am 40:25-Erfolg der Dormagener Oberliga- Mannschaft gegen Derschlag beteiligt) am Montagmorgen nach Hamburg fliegen und von dort mit einem Wagen nach Rostock fahren. Doch der Einsatz von Grbavac und Steinhaus war ausgeschlossen, der TSV konnte das Gastspiel in der Rostocker OSPA-Arena lediglich mit neun Feldspielern bestreiten. „Diese Fülle von Ausfällen habe ich in 30 Jahren Leistungssport noch nicht erlebt“, schüttelt TSV-Coach Dusko Bilanovic verständnislos den Kopf. Sein Rumpfteam verkaufte sich lange Zeit sehr gut in Mecklenburg-Vorpommern, konnte aber die 27:32-Niederlage nicht verhindern.

Vor allem in den ersten 20 Minuten zeigten die Wiesel eine couragierte Leistung, standen hinten ordentlich und trafen vorne platziert. „Da haben sie alles umgesetzt, was wir uns vorgenommen hatten“, unterstreicht Bilanovic. Zu diesem Zeitpunkt konnte man aber bereits erkennen, dass ein ehemaliger Dormagener sich besonders viel vorgenommen hatte: Christian Wilhelm bot sich immer wieder am Kreis an und ließ Martin Juzbasic kaum eine Chance. Wilhelm hielt die Gastgeber vor coronabedingt 150 Zuschauern im Spiel, der 7:8-Anschluss war sein dritter Treffer. Doch auch er konnte die dreimalige Drei-Tore-Führung der Gäste nicht verhindern. Andre Meuser verbuchte nach acht Minuten bereits seinen dritten Treffer. Und der starke Ballverteiler Tim Mast stellte auch seine Wurfqualitäten aus dem Rückraum unter Beweis. Sein Tor, ein sehenswerter Treffer von Patrick Hüter nach Meusers Klasseanspiel und der Konter von Jakub Sterba führten zum 10:7. Das 11:8 erzielte Jaka Zurga.

Rostocks Coach Till Wiechers stellte die Abwehr mit zwei vorgezogenen Störern um und brachte nun vorne konsequent den siebten Feldspieler. Die Überzahl spielt der Aufsteiger zumeist mit drei Kreisläufern, was letztlich den Außen mehr Raum bringt. Dafür bedankten sich Nick Witte mit insgesamt sieben Toren von der linken Seite und Richard Lößner von rechts mit fünf Treffern. Rostock kam auf, Wilhelm sorgte für den 13:13-Gleichstand in der 24. Minute. Der TSV hielt aber weiter dagegen, Tim Mast und Jakub Sterba verschaffte den Rheinländern noch zweimal einen Vorsprung. Pech dann für Rechtsaußen Jan Reimer, der seine Sicherheit von der Siebenmeterlinie aus wieder gefunden hat und mit acht Treffern der erfolgreichste Dormagener Werfer war: Der Pfosten verhinderte die erneute TSV-Führung. Wilhelm und Lößner stellten anschließend.den 17:15-Halbzeitstand her.

In der 36. Minute lag Rostocks erstmals mit vier Toren vorne (21:17). Der Kampf der Wiesel endete aber zu keinem Zeitpunkt. Jan Reimer und Patryk Biernacki lösten sich mit erfolgreichen Würfen ab, nach einer Dreiviertelstunde hieß es nur noch 24:21 für die Gastgeber. Zweimal besaß der TSV in dieser Phase die Chance, weiter zu verkürzen. Aber zwei Richtung leeres HCE-Tor geworfene Bälle verfehlten leider den Kasten. Zu dem Zeitpunkt musste Tim Mast schon auf der Bank sitzen bleiben. Untersuchungen werden heute Aufschluss über die Schwere seiner Verletzung geben und ob er am Freitag im Heimspiel gegen TuSEM Essen dabei sein kann. Apropos Hiobsbotschaften: Auch der Einsatz von Patryk Biernacki ist aufgrund von Knieproblemen gefährdet.

HC Empor Rostock - TSV Bayer Dormagen 32:27 (17:15)
Rostock: Wetzel (8 Paraden), Ewers; Wilhelm (7), Ottsen, Schutze (1), D. Mehler (1), Witte (7), Asmussen (1), Schmidt, Zboril, Breitenfeldt (6/3), Kohnagel (1), Thümmler (3), Pechstein, Lößner (5).
Dormagen: Juzbasic (6 Paraden), Klama (25.-30.); Meuser (4), Biernacki (3), Reimer (8/6), Zurga (2), P. Hüter (2), Sterba (3), Seesing (1), Mast (4), Träger.
Schiedsrichter: Matthias und Sebastian Klinke.
Zuschauer: 150.
Zeitstrafen: 4:4 Minuten.
Siebenmeter: 3/3:6/6.
Spielfilm: 2:4 (7.), 6:5, 6:8 (14.), 7:10 (16.), 9:12, 11:13 (23.), 14:15, 17:15 – 19:17, 21:17, 24:21 (45.), 28:25 (53.), 32:27.


Die Anpassung der Corona-Schutzverordnung durch das Land Nordrhein-Westfalen hat auch Konsequenzen für die kommenden Heimspiele des TSV Bayer Dormagen in der 2. Handball-Bundesliga. Der TSV hatte den Vorverkauf für den West-Schlager gegen TuSEM Essen am Freitag, 10. Dezember, um 19.30 Uhr bereits letzte Woche vorsorglich geschlossen - und nun wieder geöffnet. Das TSV Bayer Sportcenter darf nämlich in den kommenden Wochen bis zur Hälfte der möglichen Zuschauerkapazität ausgelastet werden.

Somit können bei den nächsten Heimspielen bis zu 1600 Zuschauer im Sportcenter begrüßt werden. Für das Spiel gegen Essen sind bereits über 1100 Karten verkauft. Wer das Spiel in der Halle verfolgen will, sollte also möglichst schnell Tickets für das Spiel am Freitag über den Online-Shop kaufen. Sollten bis Freitag alle 1600 Karten verkauft sein, wird es dementsprechend auch keine Abendkasse am TSV Bayer Sportcenter mehr geben. Für das letzte Heimspiel des Jahres gegen die HSG Nordhorn-Lingen am 23. Dezember gilt vorerst die gleiche Auslastung, im Online-Vorverkauf ist die Hälfte der Tickets blockiert.

Darüber hinaus gilt für die Begegnung am Freitag, wie auch schon beim Heimspiel gegen Hüttenberg, die 2G-Regelung im Sportcenter. Des Weiteren wird das Tragen eines Mund-Nase-Schutzes auch auf dem Sitzplatz verpflichtend. Ergänzend empfiehlt der TSV einen tagesaktueller Corona-Schnelltest. Dies ermöglicht ein sicheres und gutes Hallenerlebnis gegen den Bundesliga-Absteiger aus Essen. Bereits zum 3. Mal findet am Freitag direkt vor Anpfiff auch der Dormagener Teddy Bear Toss statt. Dabei sammeln die Spieler die von den Fans mitgebrachten Kuscheltiere und aufs Spielfeld geworfen werden. Die Tiere werden anschließend zu gleichen Teilen an Kinder im von der Flutkatastrophe betroffenen Ahrtal und an die Dormagener Tafel verteilt.


Der Montag ist kein üblicher Spieltag in der 2. Handball-Bundesliga. Mitunter geht es aber nicht anders. Aufgrund einer Hallenproblematik hatten sich die Vereine darauf verständigt, die Partie des offiziell 15. Spieltags am Nikolaustag auszutragen. Deshalb treffen heute Abend der HC Empor Rostock und der TSV Bayer Dormagen in der OSPA-Arena aufeinander. Die Schiedsrichter Matthias und Sebastian Klinke (Bordesholm) pfeifen das Spiel um 19 Uhr an. Auf Unterstützung der Fans müssen die Wiesel heute verzichten - zu unsicher waren Fragen der Übernachtung und des Einlasses, da aufgrund der aktuellen Corona-Landesverordnung in Mecklenburg-Vorpommern bei Indoor-Veranstaltungen aktuell nur noch 200 Personen zugelassen sind. Vor dem Monitor können die Daumen bei der Live-Übertragung auf Sportdeutschland.tv gedrückt werden.

Nach zuletzt drei Auswärtsspielen warten jetzt drei Heimspiele auf den Aufsteiger, der mit 13:13-Punkten nach jeweils sechs Siegen und Niederlagen sowie einem Unentschieden Tabellenachter ist. Vier Jahre nach dem Abstieg überraschte Rostock mit den Heimsiegen gegen die Spitzenklubs Nordhorn, Coburg und Gummersbach. Zuletzt verlor die Mannschaft von Till Wiechers zu Hause mit 28:29 gegen Hamm - und kassierte am 1. Dezember ihre bislang höchste Niederlage (19:28) beim TV Emsdetten.

Eine „unangenehme“ Taktik hat TSV-Coach Dusko Bilanovic bei den Gastgebern beobachtet: „Mit dem siebten Feldspieler haben sie oft drei Kreisläufer im Einsatz.“ Einer davon ist Christian Wilhelm, der in der letzten Saison für die Dormagener A-Jugend spielte und auch Einsatzzeiten in der 2. Bundesliga bekam. Die klare Nummer 1 am Kreis ist freilich der aus Dresden gekommene Jonas Thümmler, der mit 64 Treffern zu den besten Feldtorschützen gehört. Rostocks erfolgreichster Werfer ist der Rückraumlinke Robin Breitenfeldt (78/23).

Für Andre Meuser gibt es derweil ein Wiedersehen mit vielen Akteuren aus seiner Heimatstadt. „Natürlich freue ich mich auf das Spiel“, betont Andre Meuser, der mit seinem Team bei heftigem Schneetreiben gestern Abend in Rostock ankam. Auf dem langen Linkshänder lastet noch mehr Verantwortung, da mit dem Einsatz von Janis Beckers nicht zu rechnen ist. „Das ist sehr schade. Er hat gerade angefangen, uns zu helfen“, sagt Dusko Bilanovic. Er weiß, dass seine Spieler heute Abend wieder ihr Bestes geben: „Wir werden kämpfen und alles versuchen, um etwas Zählbares aus Rostock mitzunehmen.“


28 Tore hatte der TSV in dieser Saison noch nicht geworfen. Aber auch die reichten am Mittwochabend nicht, um den TV Hüttenberg zu besiegen. Die Hessen erzielten 30 Treffer und mussten lediglich bei Dormagens 1:0-Führung durch Patryk Biernacki einem Rückstand hinterherlaufen. Gleichwohl: Die Wiesel blieben immer dran und zeigten erneut eine starke kämpferische Einstellung. „Das war ein Spiel auf Augenhöhe“, urteilte Hüttenbergs Trainer Johannes Wohlrab. Allerdings auch ein Spiel mit ungewöhnlich viel Platz auf dem Feld nach drei Roten Karten und insgesamt 32 Strafminuten.

Der Beginn stimmte optimistisch. Martin Juzbasic schloss direkt an seine starke Form in der Partie gegen Emsdetten an und wehrte die Würfe von Christian Rompf und Moritz Zörb ab. Doch nach einer Doppelbestrafung gegen Jakub Sterba und Andre Meuser musste es der TSV zunächst ruhiger angehen lassen. Die Phase nutzten die Gäste zur ersten Führung, Ian Weber erhöhte auf 3:1 und profitierte dabei von Patrick Hüters Ausrutscher. Erstmals lag anschließend Hüttenberg mit drei Treffern vorne, einen höheren Abstand zwischen beiden Klubs gab es in der gesamten Partie nicht. Dormagen kam immer wieder heran, auch weil der Rückraum mit Patryk Biernacki, Janis Beckers und Andre Meuser sehr platziert abschloss. „Die Rote Karte gegen Patrick Hüter war natürlich ärgerlich, aber wir haben alle zusammengehalten“, stellte Meuser später fest. Der TSV-Kapitän hatte bei einer Abwehraktion in der 14. Minute Hendrik Schreiber unglücklich am Kopf getroffen und durfte hinter der Bank Platz nehmen.

Es dauerte nicht sehr lange, bis die Gastgeber sich in der Abwehr neu geordnet hatten. Sie kamen wieder heran, auch weil nun Hüttenberg von der Verteilung der Zeitstrafen doppelt getroffen wurde. Janis Beckers gelang in der 20. Minute die Vollendung der kleinen Aufholjagd von 6:9 auf 9:9. Die Gäste legten danach regelmäßig vor, der TSV glich aus. An diesem Ablauf änderte sich auch nichts durch die Rote Karte gegen Johannes Klein nach einem Foul gegen Jakub Sterba. TVH-Regisseur Dominik Mappes, den die Dormagener in der ersten Hälfte gut im Griff hatten, sorgte für die 14:13-Führung seines Teams.

Nach dem Seitenwechsel ein ähnliches Bild mit einem kleinen Unterschied: Die Hessen büßten ihren Vorsprung in der gesamten zweiten Hälfte nicht mehr ein. Das lag auch an Keeper Dominik Plaue, der nach einer Verschnaufpause wieder in sein Tor zurückkehrte und mit mehreren starken Reaktionen aufwartete. Zudem ließ nun der junge Rechtsaußen Tristan Kirschner TSV-Schlussmann Martin Juzbasic keine Abwehrchance mehr. Am Ende war es mit Philipp Schwarz ebenfalls ein Youngster, der mit dem 27:30 den Deckel auf eine gute Handballpartie machte. Das letzte Tor der Partie erzielte Ante Grbavac – nach Andre Meuser (8) mit sieben Treffern der erfolgreichste Dormagener.

„Ich hatte mit einer engen Kiste gerechnet“, sagte Johannes Wohlrab, „letztlich waren wir vielleicht um ein „My“ besser.“ Und wenn es denn schon mal gut läuft, dann „können wir mit ein bisschen mehr Leichtigkeit aufspielen und auch das Glück spielte mit.“ So gab Vit Reichl im Fallen dem Ball noch einen leichten Dreh mit, der so an Martin Juzbasic vorbei kullerte. Kurz danach half Mappes der zweifache Innenpfosten zu seinem siebten Treffer. „Im letzten Jahr hatten wir auch mehr Glück“, erinnerte sich Dusko Bilanovic, der niemandem einen Vorwurf machte: „Jeder hat sein Maximum gegeben und gekämpft bis zum Umfallen. Hervorragend, was dieses Team angesichts der vielen Verletzten geleistet hat.“

Am kommenden Montag, 6. Dezember, 19 Uhr, beginnt die nächste Auswärtspartie bei Aufsteiger HC Empor Rostock: Das Derby gegen TuSEM Essen steigt am 10. Dezember im TSV Bayer Sportcenter.

TSV Bayer Dormagen – TV Hüttenberg 28:30 (13:14)
Dormagen: Juzbasic (11 Paraden), Klama (n.e.); Meuser (8), Träger (n.e.), Biernacki (3), Reimer (1), Beckers (5), Zurga, P. Hüter, Sterba (1), Grbavac (7/4), Seesing, Steinhaus (n.e.), Mast (3).
Hüttenberg: Plaue (10 Paraden), Rüspeler (42.-54., 1 P.); Schwarz (2), Kneer, Kirschner (5), Opitz, Theiß (3), Fujita, Weber (4/1), Rompf (3), Zörb (2), Reichl (2), Mappes (7/2), Klein (1), Jockel (n.e.), Schreiber (1).
Schiedsrichter: Cesnik / Konrad.
Zuschauer: 432.
Zeitstrafen: 16:16 Minuten (Rote Karte gegen Hüter, 14:01 – sowie Klein, 25:38, und Weber, 59:37).
Siebenmeter: 4/5:3/4 (Juzbasic hält gegen Mappes – Grbavac scheitert an Plaue).
Spielfilm: 1:0, 1:3, 2:5 (9.), 5:6 (13.), 6:7, 6:9, 9:9 (20.), 13:14 – 13:15 (33.), 16:19 (39.), 19:20, 24:26 (53.), 27:28, 27:30, 28:30.


Kurz nach dem Punktgewinn im November gegen Emsdetten hofft der TSV auf die ersten Zähler im Dezember: An diesem Mittwoch, 1. Dezember, geht es gegen den TV Hüttenberg, den aktuellen Tabellenvierten der 2. Handball-Bundesliga. Marvin Cesnik und Jonas Konrad (Gummersbach) pfeifen die Partie des 14. Spieltages um 19.30 Uhr im TSV Bayer Sportcenter an. Für den Einlass gilt aufgrund der aktuellen Corona-Schutzverordnung die 2G-Regel (siehe auch TSV-Info vom 24. November). Tickets können online oder an der Abendkasse ab 18.30 Uhr erworben werden. Das Spiel wird auf Sportdeutschland.tv live übertragen.

14 Tage nach der Heimniederlage gegen den TSV Bayer Dormagen vor einem Jahr im November trennte der TV Hüttenberg sich vom damaligen Coach Frederick Griesbach. Nachfolger wurde der bisherige Co-Trainer Johannes Wohlrab, der einen Vertrag bis 2022 mit der Option um ein weiteres Jahr unterschrieb. „Ich freue mich riesig auf die Aufgabe“, sagte der heute 35-jährige Wohlrab. Die Freude dürfte aktuell noch größer sein, denn die Hessen gehören seit Saisonbeginn der Spitzengruppe der 2. HBL an. Der TVH ist nach acht Siegen, einem Unentschieden und drei Niederlagen Vierter der Gesamttabelle. Noch besser sieht es beim Blick auf die Heimtabelle aus: In der heimischen Halle trägt die Mannschaft eine weiße Weste und weist mit sechs Erfolgen eine makellose Bilanz auf. Das am Wochenende vorgesehene Heimspiel gegen Dessau fiel wegen Coronafällen bei den Gästen aus.

Auswärts hielt Hüttenberg oft gut mit, konnte aber die Niederlagen in Nordhorn (30:34), Gummersbach (34:40) und Bietigheim (28:35) nicht vermeiden. Zuletzt gab es beim Gastspiel in Hagen die etwas glückliche 33:33-Punkteteilung aus Sicht der Eintracht, denn Hüttenberg lag kurz vor Schluss mit 33:31 vorne. Jeweils zwei Punkte entführte der TVH bei den Eulen Ludwigshafen (26:21) und in Coburg (30:27).

Ein wesentlicher Grund für den Aufwärtstrend beim TVH heißt Dominik Mappes. Der Spielmacher verabschiedete sich im Sommer bei den Eulen Ludwigshafen und schloss sich nach drei Jahren wieder dem TV Hüttenberg an, der den Transfercoup mit der Aussage feierte: „Der verlorene Sohn kehrt zurück.“ Der inzwischen 26-jährige Familienvater entschied sich auch aus familiären Gründen für eine Rückkehr in die Heimat - und zwar langfristig. Vereinbart wurde eine Vertragslaufzeit von vier Jahren. „Ich habe schon den Anspruch, eine Identifikationsfigur zu sein“, erklärte Mappes. Bis jetzt läuft es sehr gut: Mit zuletzt 12 Treffern beim Top-Spiel in Hagen setzte er sich an die Spitze der Torschützenliste der 2. Liga mit 87 Treffern und bringt es damit auf einen Schnitt von acht Toren pro Spiel.

„Er ist aber nicht nur ein erfolgreicher Torschütze sondern besitzt auch ein gutes Auge“, beschreibt Dusko Bilanovic die Anspielqualitäten von Mappes. Was man gegen ihn unternimmt? „Wir werden alles versuchen, um ihn so wenig wie möglich ins Spiel kommen zu lassen“, sagt der TSV-Trainer. Dazu sollen die Spieler beitragen, die zuletzt gegen Emsdetten im Einsatz waren - bis auf Max Eugler, der sonst zum Leidwesen der 2. Mannschaft festgespielt wäre. Anders sieht es bei Janis Beckers aus, der jetzt zur Ersten hochgezogen wurde. Für Hüttenbergs Coach Johannes Wohlrab steht fest: „Mit Dormagen wartet eine Mannschaft auf uns, die letztes Jahr richtig starken Handball gespielt hat und dieses Jahr vom großen Verletzungspech geplagt ist. Wir wissen nicht, wer zurückkommt und wer dabei ist. Daher ist der Tabellenstand nicht aussagekräftig. Jeder kann jeden in dieser Liga schlagen und das sieht man jedes Wochenende. In Dormagen ist es verdammt schwer, etwas mitzunehmen, da sie in eigener Halle immer noch eine ´Mentalitäts-Schippe` drauflegen können.“


In der torärmsten Begegnung der bisherigen Zweitliga-Saison hätte der TSV beinahe noch den dritten Sieg feiern können. Doch der von Ante Grbavac geworfene Ball landete im Emsdettener Block, das Spiel endete 18:18 (10:11). Nach einer kämpferischen Top-Leistung war der TSV letztlich mit dem einen Punkt einverstanden. Das nächste Heimspiel steht bereits am Mittwoch, 1. Dezember, an. Gegner ist dann der TV Hüttenberg. Zu den Online-Tickets

Die Partie begann vor 560 Zuschauern mit einem klassischen Fehlstart, bei dem auch das Glück fehlte: Während der von Jakub Sterba geworfene Ball an die Latte knallte, ging Dirk Holzners Siebenmeter vom Gebälk in den Dormagener Kasten. Der Strafwurf von Ante Grbavac wiederum landete am Pfosten. So lag der TV Emsdetten bereits nach sieben Minuten mit 5:1 vorne. Ein Zwischenstand, der TSV-Trainer Dusko Bilanovic zur Auszeit zwang. Es folgte eine starke Phase der Gastgeber, begünstigt durch unsaubere Abwehraktionen der Münsterländer, die kurz hintereinander gleich drei Zeitstrafen kassierten. Zudem war der wieder genesene Martin Juzbasic nun voll im Spiel und erhielt immer wieder Szenenapplaus für gelungene Aktionen bis hin zum Schlusspfiff.

Nach der ersten Aufholjagd bis zum 4:5 und 5:6 setzte der TV Emsdetten sich aber wieder ab und lag nach einer Dormagener Torflaute in der 21. Minute sogar mit 10:5 vorne. Doch es ging ein Ruck durchs Team, an dem Jakub Sterba dank seiner überragenden Leistung wesentlichen Anteil hatte. Der Rechtsaußen passte auch in der Abwehr genau auf, fing zwei Bälle ab und setzte die Spielgeräte nach den folgenden Sprints auch ins gegnerische Tor. Und bei seiner Heimpremiere überzeugte der Belgier Janis Beckers, der aus dem Rückraum platziert abschloss. Aron Seesing schloss die erste Hälfte mit dem Treffer zum 10:11 ab, die Partie war wieder völlig offen. Dabei überraschte der TSV mit etlichen Rotationen. So überzeugte Tim Mast als Ballverteiler. Jakub Sterba stellte unter Beweis, dass er auch im rechten Rückraum gut aufgehoben ist.

Nach dem Seitenwechsel dauerte es elf Minuten bis zur ersten Dormagener Führung: Beckers machte die Wende perfekt und erzielte das 14:13. Kurz drauf führte der TSV sogar mit 16:14 nach Ante Grbavacs zwei erfolgreichen Würfen von der Siebenmeterlinie. Nun bewährte sich allerdings der Torwarttausch, den Emsdettens Trainer Sascha Bertow nach einer Dreiviertelstunde vorgenommen hatte: Maurice Paske wurde zum entscheidenden Faktor und rettete dem TVE zusammen mit Yannick Terhaer den einen Punkt. Der Rechtsaußen war verantwortlich für die letzten vier Treffer seiner Mannschaft. Nach dem 18:18 in der 57. Minute bemühten sich beide Angriffsreihen um das Siegtor, doch es gab kein Durchkommen mehr.

Im Grunde waren alle zufrieden nach den 60 Minuten, auch wenn „wir es nicht geschafft haben, in der zweiten Halbzeit den Deckel drauf zu machen“, sagte Aron Seesing später. „Der Schwerpunkt Abwehrtraining in der Vorbereitung hat uns viel Sicherheit gegeben.“ Dusko Bilanovic lobte seine komplette Auswahl: „Alle haben ihr Herz auf die Platte gebracht.“ Und er war vor allem angetan von der Disziplin: „Das waren heute lediglich sechs technische Fehler.“ Auch Sascha Bertow fand nur einen Grund zur Klage: „Wenn wir etwas nicht gut gemacht haben, dann waren es die vielen klaren Chancen, die wir nicht genutzt haben.“

TSV Bayer Dormagen – TV Emsdetten 18:18 (10:11)
Dormagen: Juzbasic (16 Paraden), Klama (n.e.); Träger (n.e.), Eugler, Biernacki (1), Reimer, Beckers (3), Zurga, P. Hüter (1), Sterba (4), Grbavac (7/5), Seesing (2), Steinhaus (n.e.), Mast.
Emsdetten: Krechel (5 Paraden), Paske (ab 44., 7 Paraden); Terhaer (8/1), Dimitrievski (1), Schwabe (2), Kolk (1), Schliedermann (1), Thomas, Holzner (4/1), Jansen, Stüber, Mihaljevic, Runarsson, Nowatzki (1).
Schiedsrichter: Hillebrand / Umbescheidt.
Zuschauer: 560.
Zeitstrafen: 4:10 Minuten.
Siebenmeter: 5/7:2/5 (Juzbasic hält gegen Runarsson und Holzner, der zudem einmal an die Latte wirft – Grbavac wirft an den Pfosten, Reimer scheitert an Krechel).
Spielfilm: 1:1, 1:5 (7.), 4:5 (13.), 5:10 (21.), 10:11 – 11:11, 12:13, 14:13 (41.), 16:14 (45.), 17:15, 17:17 (54.), 18:17 (56.), 18:18 (57.).


Noch keine fünf Monate ist es her, seit eine Jahrhundertflut unter anderem das Ahrtal schwer getroffen hat und nicht nur Häuser, sondern auch Existenzen zerstört wurden. Der Wiederaufbau läuft, doch auch weiterhin sind dort viele Menschen auf Hilfe und Unterstützung angewiesen. Die Bemühungen vor Ort möchte der TSV nach wie vor unterstützen und mit einer Charity-Aktion finanziell helfen. Dafür werden ab dem heutigen Heimspiel (26. November) gegen Emsdetten bis zum Spiel gegen Nordhorn-Lingen am 23. Dezember bei jedem Spiel der 1. Mannschaft Lose zu je 1 Euro für eine große Tombola verkauft. Sämtliche Erlöse gehen dann direkt an ein Spendenkonto für die Menschen im Ahrtal.

Lose kaufen, Gutes tun und mit etwas Glück auch tolle Preise gewinnen! Mit jedem Los steigt die Chance auf einen der drei Hauptpreise:
- Das von der ganzen Mannschaft signierte Banner „Wir für euch, ich für uns!“ direkt aus dem TSV Bayer Sportcenter
- Ein signiertes Matchworm-Trikot aus der Saison 21/22
- 1x 2 VIP-Tickets für ein Rückrunden-Spiel eurer Wahl
Alle Lose, die bis zum Abpfiff des Spiels am 23. Dezember gekauft werden, landen in einem Topf. Aus diesem wird eine Losfee im Anschluss an das Spiel beim „Talk Danach“ präsentiert von der Rheinland Versicherung die Gewinner ziehen.

3. Dormagener Teddy Toss am 10. Dezember
Das Ahrtal steht auch beim 3. Dormagener Teddy Toss im Fokus: Der TSV sammelt beim Spiel gegen TuSEM Essen am 10. Dezember um 19.30 Uhr vor dem Spiel mitgebrachte Kuscheltiere. Diese gehen dann zum Teil an Kinder im Ahrtal, der andere Teil wird wie in den Vorjahren an die Dormagener Tafel gespendet. Eine tolle Aktion, die möglichst vielen Kindern in schwierigen Situationen etwas Trost und ein Lächeln schenken soll.


Zwei Heimspiele in Folge für den TSV Bayer Dormagen: Erst trifft das Team von Dusko Bilanovic an diesem Freitag, 26. November, auf den TV Emsdetten. Am kommenden Mittwoch, 1. Dezember, geht es im TSV Bayer Sportcenter gegen den TV Hüttenberg. Die Spiele beginnen wie immer in der Woche um 19.30 Uhr. Die Schiedsrichter Christopher Hillebrand und Stefan Umbescheidt (Kaiserau) leiten das Spiel gegen Zweitliga-Dino Emsdetten. Über die Coronaschutzverordnung und den 2G-Einlass hat der TSV in einer Pressemitteilung informiert. Tickets gibt es online und an der Abendkasse, die um 18.30 Uhr öffnet. Wer nicht vor Ort sein kann: Sportdeutschland.tv übertragt live.

Nach den jüngsten Ergebnissen will der TSV zurück in die Erfolgsspur: „Wir jammern nicht, wir werden versuchen, das bestmögliche herauszuholen”, kündigt TSV-Coach Dusko Bilanovic an. Insofern wurde zur Kenntnis genommen, dass mit Ian Hüter (starke Prellung) und Andre Meuser (leichte Gehirnerschütterung) zwei Spieler zusätzlich zu den Langzeitverletzten ausfallen. Auch Ante Grbavac, der sich in dieser Saison immer besser eingeschossen hat und mit 36 Treffern aktuell bester TSV-Schütze ist, macht deutlich: „Eine schwierige Zeit liegt hinter uns. Wir müssen unsere Fehler erkennen, daraus lernen und am Freitag unser bestes Spiel abliefern.”

Letzten Samstag verlor der TV Emsdetten das Auswärtsspiel beim Dessau-Roßlauer HV 06 mit 22:31 und konnte nicht an die Leistung aus dem Spiel gegen Großwallstadt (31:27) anknüpfen. Nach vier Siegen, einem Unentschieden und sechs Niederlagen stehen die Münsterländer auf Tabellenplatz 12 mit 9:13-Punkten. Damit hat der TV nur einen Minuspunkt weniger als der TSV, allerdings fünf Pluspunkte mehr auf der Habenseite. Das liegt nicht zuletzt daran, dass die Dormagener bisher erst neun Spiele ausgetragen haben.

Emsdetten wurde gegenüber der letzten Saison auf zahlreichen Positionen verändert, die größte Gefahr geht aber weiterhin von Dirk Holzner aus, der bereits seit 2017 dem TVE angehört. Mit 67 Treffern ist der Linksaußen der erfolgreichste Werfer und gehört zu den zehn besten Schützen der 2. Liga. Zugutekommen ihm vor allem seine Vollstreckerqualitäten von der Linie: Mit 33 verwandelten Siebenmetern führt Holzner die Strafwurftabelle an. Neuzugang Jakob Schwabe (aus Hamm) soll vor allem den Innenblock verstärken. Nach drei Jahren in Israel kehrte Linkshänder Gabor Langhans nach Deutschland zurück und löste den nach Nordhorn gewechselten Johannes Wasiliewski ab. Seine Wurfstärke stellte Langhans längst unter Beweis: Mit 46 Treffern ist er nach elf Spielen Emsdettens bester Feldtorschütze - vor ebenfalls einem Neuzugang auf der halblinken Seite: Der Niederländer Robin Jansen trug sich 35 Mal in die Torschützenliste ein. Er ist damit der Nachfolger von Shooter Sven Weßeling, der zur SG BBM Bietigheim wechselte. Interessant: Der Isländer Anton Runarsson (33) feierte nach fünf Jahren bei Valur Reykjavik noch einmal ein Comeback beim TVE und geht dort in seine dritte Spielzeit.

Um noch einmal Ante Grbavac zu zitieren: „Ich glaube an unser Spiel und an meine Teamkollegen. Wir geben alles für den Sieg!” Dabei kann kann auch wieder Martin Juzbasic mithelfen, der zusammen mit Joonas Klama das Torwartgespann bildet. Und zum Einsatz kommt erneut Janis Beckers aus der 2. Mannschaft, der in Großwallstadt einen gelungenen Einstand feierte. Der Belgier sollte schon früher im Zweitligateam spielen, doch bei dem ersten Anlauf hatte ihn eine Verletzung gestoppt.

Auf Steaks und andere Angebote von Kalli & Family müssen Spieler und Fans leider verzichten: Der Grillwagen kann am Freitag nicht vor Ort sein.


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