Linksaußen Luis Pauli (20) vom TSV Bayer Dormagen wird zur kommenden Saison mit Zweitspielrecht an den Drittligisten TuS 82 Opladen ausgeliehen.

„Wir erhoffen uns von diesem Schritt, dass Luis in Opladen viele Spielanteile erhält, um sich dort perspektivisch weiterzuentwickeln. Zudem wird das bestehende Zweitspielrecht von Maximilian Schmidt beim TSV Bayer auch auf die kommende Saison verlängert. Beide Spieler werden punktuell auch in Dormagen mittrainieren“, erklärt TSV-Handball-Geschäftsführer Björn Barthel.

Rückrumspieler Schmidt, Zwillingsbruder des TSV-Kreisläufers Jan Schmidt, hatte im Februar zunächst ein Zweitspielrecht für den TSV Bayer bis zum Saisonende 2023/24 erhalten.


Der TSV Bayer Dormagen leiht Linkshänder Robin Kremp zur kommenden Saison an den Longericher SC mit Zweitspielrecht aus.

„Robin soll vor allem nach seiner langwierigen Verletzung viele Spielanteile erhalten, um sich perspektivisch zu entwickeln“, begründet TSV-Handball-Geschäftsführer Björn Barthel die Leihe des 19-Jährigen an den benachbarten Drittligisten. Der Halbrechte hatte fast die gesamte Rückrunde wegen einer Schulterverletzung verpasst.

Torhüter Lennard Kull (20) verlässt den Dormagener Höhenberg ebenfalls in Richtung Köln. „Wir haben ein Zweitspielrecht und können im Bedarfsfall auf ihn zurückgreifen. Beide Spieler werden punktuell bei uns auch mittrainieren“, erklärt Barthel die Wechselmodalitäten mit dem Longericher SC.


Der TSV Bayer Dormagen hat sich in der 2. Handball-Bundesliga mit einem 32:32 (12:17) gegen den HC Elbflorenz Dresden von seinen Fans verabschiedet. Mit diesem ersten Remis vor eigenem Publikum in dieser Saison schraubten die Wiesel ihre Punktebilanz auf 22:46 und landeten damit am Ende fünf Punkte vor den Abstiegsrängen auf dem 15. Tabellenplatz.

Bevor es zur großen Verabschiedung der scheidenden Spieler mit anschließender Party und Public Viewing zum Champions League-Finale kam, bekamen die 1.701 Zuschauer im TSV Bayer Sportcenter noch einmal ein dramatisches Zweitligaspiel geboten.

Es war ein Spiel mit zwei unterschiedlichen Halbzeiten. Vor der Pause bekamen die Hausherren kaum Zugriff. Es fehlte an der Aggressivität in der Abwehr und zu viele Zweikämpfe gingen verloren. So nahm TSV-Trainer Matthias Flohr nach 15 Minuten beim Stande von 5:9 eine Auszeit, um sein Team neu auf die variablen Dresdner einzustellen und brachte mit Sören Steinhaus, Frederik Sondermann und Finn Schroven frische Kräfte.

Doch der ganz große Umschwung sollte auch mit neuem Personal ausbleiben und so ging es mit einem deutlichen Rückstand in die Kabinen. Florian Boehnert gelang zumindest kurz vor der Halbzeitsirene noch der Treffer zum 12:17.

Nach dem Wechsel zeigten die Wiesel dann ein anderes Gesicht. Bis zur 44. Minute robbte sich der TSV bis auf 23:24 heran, doch die gut aufgelegten Oliver Seidler und Vincent Klepp antworteten postwendend und der TSV lag erneut mit drei Toren im Hintertreffen.

Doch angetrieben von Spielmacher Ian Hüter, der seinen letzten Einsatz im TSV-Trikot offenbar auf keinen Fall mit einer Niederlage beenden wollte, gelang den Hausherren durch Sören Steinhaus nach 52 Minuten der ersehnte Ausgleich zum 28:28.

Es war der Startschuss für eine aufregende Schlussphase im Sportcenter. Die Gäste aus Sachsen legten dann jeweils vor, die Dormagener zogen nach. Zweieinhalb Minuten vor dem Ende bot sich dann dem TSV Bayer dann die große Chance zur Führung.

Nach einem schwachen Abschluss der Gäste tankte sich Ian Hüter im Gegenangriff durch und wurde regelwidrig gefoult. Konsequenz: Zwei Minuten-Strafe gegen Oliver Seidler und Siebenmeter. Doch Joshua Reuland ließ die Chance zum 32:21 ungenutzt und scheiterte am stark parierenden Marino Mallwitz.

Im Gegenangriff kassierte TSV-Kapitän Patrick Hüter nach hartem Einsteigen eine Rote Karte und der Vorteil lag nun wieder auf Seiten des HC Elbflorenz, der in Überzahl durch Doruk Pehlivan zum 31:32 traf.

Nach der anschließenden Auszeit von Matthias Flohr gelang es Ian Hüter, den Ball zu Sören Steinhaus zu spielen, der sich durchtankte und zum 32:32-Ausgleich traf. HCE-Trainer André Haber nahm nun ebenfalls eine Auszeit, doch im letzten Angriff in Überzahl sollte der Siegtreffer für den Tabellenvierten aus Sachsen nicht mehr gelingen.

So blieb unter dem Strich nach zwei unterschiedlichen Halbzeiten ein gerechtes Remis, ehe dann nach der Verabschiedung von Trainer Matthias Flohr sowie Ian Hüter, Jan Reimer, Florian Träger und Lucas Rehfus eine lange Klassenerhaltsparty im Sportcenter folgte…

Die Spielstatistik:

TSV Bayer Dormagen – HC Elbflorenz Dresden 32:32 (12:17)
TSV:
Oberosler (4 Paraden), Simonsen (4 P), Krull (bei drei 7m); Reuland (3/2), Senden (6), Boehnert (3), I. Hüter (3), Reimer (1), Schroven (3), Strosack, P. Hüter, Träger (4), Schmidt (2), Pauli (1), Steinhaus (2), Sondermann (3); Trainer: Matthias Flohr.
Elbflorenz: Mallwitz (6 Paraden), Mohs (0 P); Wucherpfennig (3/3), Niestroj, Greilich (4), Pehlivan (6), Dumcius, Greß (5), Klepp (7), Döbler (1), Wujcak, Thümmler (1), Possehl, Seidler (5); Trainer: André Haber.
SR: Hellbusch/Jansen (Trebur). – Z: 1.701. – Zeitstrafen: 10:8 Minuten (I. Hüter, Träger, Schmidt, P. Hüter und Disqualifikation P. Hüter/59. wegen Foulspiels – Seidler/zweimal, Pehlivan, Dumcius). – Siebenmeter: 4/2:3/3 (Mallwitz hält gegen Reimer/12. und Reuland/58.) – Spielverlauf: 5:5 (10.), 5:9 (15.), 8:13 (23.), 11:17 (30.), 12:17 – 15:20 (34.), 18:22 (39.), 20:24 (41.), 23:24 (44.), 23:26 (45.), 25:28 (49.), 28:28 (52.), 31:32 (59.), 32:32 (60.(EN).


Die Handballer des TSV Bayer Dormagen beschließen am Samstag ihre 20. Saison in der 2. Handball-Bundesliga mit einem großen von der Rheinland Versicherung präsentierten Fan-Spieltag. Die Versicherungsgesellschaft aus Neuss wird dann zugleich nach 20 Jahren als Hauptsponsor der TSV-Handballer verabschiedet.

Neben den üblichen Aktivitäten steht diesmal ein weiteres Schmankerl im TSV Bayer Sportcenter an. Denn im Anschluss an das Handball-Spiel wird ein Public Viewing vom Champions League-Finale zwischen Borussia Dortmund und Real Madrid auf einer Großleinwand auf dem Spielfeld angeboten. Nicht nur für TSV-Handball-Geschäftsführer Björn Barthel, bekennender Fan der schwarz-gelben Borussia, dürfte dies eine gute Nachricht sein.

Darüber hinaus kommen die Fans nach dem offiziellen Teil des Abends in den Genuss von 150 Litern Freigetränken, gesponsort von der Brauerei zur Malzmühle aus Köln.

Doch zuvor steht natürlich der Handball im Mittelpunkt des Geschehens, wenn um 18 Uhr die Schiedsrichter Lucas Hellbusch und Darnel Jansen (Trebur) die Partie des 34. Spieltages zwischen dem TSV und den Gästen des HC Elbflorenz Dresden anpfeifen.

Nach einer langen und kräftezehrenden Saison wollen sich dann die Mannschaft, die Trainer und Betreuer von ihren Fans am liebsten mit einem Heimsieg verabschieden. Besonders für die scheidenden Akteure wie Ian Hüter, Jan Reimer, Florian Träger, Janis Beckers, Lucas Rehfus sowie Trainer Matthias Flohr wäre ein doppelter Punktgewinn zum Ende ihrer Dormagener Zeit ein Abschluss nach Maß.

„Ich hoffe, wir können die Saison mit einem Sieg abschließen und dann eine schöne Feier machen“, gibt Spielmacher Ian Hüter die klare Richtung vor.

Im Anschluss an das Spiel werden dann zunächst die genannten Spieler und Trainer gebührend verabschiedet sowie die B-Jugend für das Erreichen des Halbfinals um die Deutsche Meisterschaft geehrt, ehe dann die „Party nach der Partie“ startet.

Denn dann wird das Zweitligateam seine „Klassenerhalts-Party“ zusammen mit den Fans an der „längsten Theke von Dormagen“ feiern und dabei auch Cocktails anbieten, um die Kasse für die Mannschaftsfahrt aufzubessern.

Die Zweitligabilanz TSV – HC ELBFLORENZ:

Heim: 5 Spiele – 3 Siege, 0 Unentschieden, 2 Niederlagen.
Auswärts 5 Spiele – 2 Siege, 0 Unentschieden, 3 Niederlagen.
Gesamt: 10 Spiele – 5 Siege, 0 Unentschieden, 5 Niederlagen.
Letzte Saison: 33:29 (H) – 26:25 (A).
Das Hinspiel: 26:30.

Anwurf: Sa., 01.06.2024, 18.00 Uhr, TSV Bayer Sportcenter.
SR: Lucas Hellbusch/Darnel Jansen (Trebur/Trebur).

TV: Der Streamingdienst Dyn überträgt per livestream:
Dyn - TSV Bayer Dormagen - HC Elbflorenz 2006


Der TSV Bayer Dormagen hat sein letztes Auswärtsspiel der Saison in der 2. Handball-Bundesliga verloren. Die Wiesel unterlagen aufgrund eines kapitalen Fehlstarts in die Partie bei GWD Minden letztlich verdient mit 29:32 (12:19).

Als nach einer Minute und zwanzig Sekunden Carles Asensio Cambra den Torreigen eröffnete, war das für die meisten unter den 1.803 Zuschauern in der Kreissporthalle Lübbecke zunächst einmal ein normaler Beginn eines Handballspiels.

Als Asensio dann seine zweiten Treffer markierte, war das schon eher außergewöhnlich, denn es war der Treffer zum 8:0 für GWD. Da waren 10:13 Minuten gespielt und die Dormagener warteten nach wie vor auf ihren ersten Treffer.

Der gelang dann zwar Jan Schmidt in der 12. Minute zum 1:8, doch folgten zwei Treffer von Danilo Radoncic und die Anzeigetafel zeigte 10:1 für die Grün-Weißen aus Minden.

Einen derartigen Fehlstart hatten die Wiesel in dieser Saison noch nicht hingelegt, sodass die Hoffnung auf ein weiteres Erfolgserlebnis in der Fremde schnell abgekühlt war.

Zwar wechselte Trainer Matthias Flohr nach seiner Auszeit beim Stande von 0:7 den gesamten Rückraum und brachte für Alexander Senden, Florian Boehnert und Finn Schroven dann Sören Steinhaus, Ian Hüter und Florian Träger, doch viel besser wurde es erstmal nicht. Zumal auch die Defensive große Lücken offenbarte und die Torhüter Louis Oberosler und später Christian Simonsen kaum einen Ball zu fassen bekamen.

„Wenn man mit 0:8 startet, wird es naturgemäß schwer, noch etwas Zählbares zu holen. Wir haben den Start völlig verschlafen, hatten keine Dynamik nach vorne und keine Aggressivität hinten, das hatte zunächst nicht mal Drittliga-Niveau“, ärgerte sich Flohr über den Fehlstart seiner Wiesel, die mit der Hypothek eines deutlichen 12:19-Rückstandes in die zweite Hälfte starteten.

In der bewiesen die Dormagener dann Moral und kamen mit fortlaufender Spielzeit immer besser in die Partie, auch weil ihre extrem offensive 3:2:1-Deckung nun den Mindenern überhaupt nicht behagte.

Fünf Minuten vor dem Ende zeigte die Uhr nur noch ein 29:25 für GWD an und Trainer Aaron Ziercke sah sich gezwungen, eine weitere Auszeit zu nehmen. Dann unterlief Max Staar ein Schrittfehler und die Gäste hatten den Ball und die Möglichkeit weiter zu verkürzen.

Doch der zwischenzeitlich eingewechselte Yahav Shamir im GWD-Tor löschte das aufkommende Feuer der Wiesel mit zwei wichtigen Paraden gegen die frei werfenden Alexander Senden und Frederik Sondermann und brachte sein Team so zurück in ruhigeres Fahrwasser und ebnete damit den Weg für den letztlich verdienten Sieg, den passenderweise wieder Asensio mit dem letzten Treffer zum 32:29 endgültig sicherte.

„Wenn wir die großen Chancen zum Ende hin nutzen, können wir sogar noch einen unverhofften Punkt mitnehmen. Aber am Ende ist der Mindener Sieg verdient, aber wir haben Mentalität und Moral bewiesen, das muss man dann loben“, meinte Flohr abschließend.

Die Spielstatistik:

GWD Minden – TSV Bayer Dormagen 32:29 (19:12)
GWD:
Semisch (8 Paraden), Shamir (3 P); Kranzmann (1/1), Korte (5), Johannsson (2), Schliedermann, Radovic (8), Teuteberg, Stoyke, Staar, Asensio (6), Kühn (3), Diekmann (2), Hermeling (5); Trainer: Aaron Ziercke.
TSV: Oberosler (5 Paraden), Simonsen (2 P); Reuland (1), Kaysen, Senden (3), Boehnert (1), I. Hüter, Reimer (5/3), Böckenholt (2), Schroven (1), Strosack (2), P. Hüter, Träger (2), Schmidt (7), Steinhaus (3), Sondermann (2); Trainer: Matthias Flohr.
SR: Frank/Bona (Remscheid/Radevormwald).– Z: 1.803. – Zeitstrafen: 10:6 Minuten (Hermeling/zweimal, Radovic, Staar und Disqualifikation Staar wegen Foulspiels/58. P. Hüter/zweimal, Boehnert). – Siebenmeter: 1/1:4/3 (Reimer scheitert an Semisch/44.) – Spielverlauf: 1:0 (2.), 8:0 (11.), 8:1 (12.), 10:1 (14.), 13:5 (19.), 16:8 (25.), 19:12 (30.) – 21:16 (37.), 28:20 (48.), 28:23 (51.), 29:26 (58.), 31:29 (60.), 32:29 (EN).


Die letzte Auswärtsfahrt führt die Wiesel des TSV Bayer Dormagen zum zweiten Mal in dieser Saison in die Kreissporthalle Lübbecke. Denn neben dem dort fest beheimateten TuS N-Lübbecke spielt bzw. spielte auch GWD Minden, der Lokalrivale aus dem Mühlenkreis, aufgrund von Problemen mit der eigenen Kampa-Halle, in dieser Spielzeit in der Merkur Arena, wie sie bei Heimspielen der Lübbecker heißt.

Der erste Auftritt in Lübbecke zum Rückrundenauftakt kurz vor Weihnachten brachte für die Wiesel keine Punkte, unterlag man doch denkbar knapp und unglücklich den „Nettelstedtern“ mit 22:23. Nun folgt Auftritt Nummer zwei bei den Mindenern bzw. den Altmeistern aus Dankersen, die in diesem Jahr ihren 100. Geburtstag feiern.

Doch ganz so klar wie beim 24:18 Mitte Dezember dürfte es diesmal nicht werden. Zwar lag der mit Ambitionen in die Saison gestartete Bundesliga-Absteiger GWD mitunter in der Tabelle überraschend hinter dem TSV Bayer, doch seit Aaron Ziercke im Januar das Traineramt übernommen hat, geht es für Grün-Weißen wieder sukzessive nach oben.

Da der TSV Bayer Dormagen wie GWD nun auch den Klassenerhalt endgültig unter Dach und Fach gebracht hat, dürfte einem munteren Handballspiel nichts mehr im Wege stehen. Ein Spiel, bei dem TSV-Trainer Matthias Flohr „das jüngste Team der Liga“ noch einmal durchmischen möchte, um auch den Spielern aus der zweiten Reihe mehr Spielzeit zu ermöglichen.

„In den nächsten Spielen werden alle ihre Anteile bekommen. Wir werden weiter Gas geben und wollen die Saison mit Erfolgserlebnissen beenden. Ich bin sehr optimistisch, dass die Jungs Bock auf Handball und auf Erfolg haben“, gibt der frischgebackene A-Lizenzinhaber Flohr die Richtung vor – und die heißt Angriff auf weitere Punkte.

„Auch wenn wir den Klassenerhalt sicher haben und somit ein Stück die ganz große Anspannung abgefallen ist, wollen die Jungs natürlich auch die letzten beiden Spiele gewinnen. Das Hinspiel gegen Dormagen war kein gutes von unserer Seite aus. Wir müssen uns auf eine unangenehme Deckung einstellen und brauchen eine gute Bewegung ohne den Ball. Der TSV hat eine junge Truppe, welche rennt, kratzt und beißt. Wir müssen bereit sein diesen Kampf anzunehmen“, zollt Ziercke den Gästen aus Dormagen Respekt.

Die Zweitligabilanz TSV – GWD:

Heim: 4 Spiele – 1 Sieg, 1 Unentschieden, 2 Niederlagen.
Auswärts: 3 Spiele – 1 Sieg, 0 Unentschieden, 2 Niederlagen.
Gesamt: 7 Spiele – 2 Siege, 1 Unentschieden, 4 Niederlagen.
Letzte Saison: keine Begegnung.
Das Hinspiel: 24:18.

Anwurf: Fr., 24.05.2024, 19.00 Uhr, Kreissporthalle Lübbecke.
SR: Leonard Bona/Malte Frank (Remscheid/Radevormwald).

TV: Der Streamingdienst Dyn überträgt per livestream:
Dyn - GWD Minden - TSV Bayer Dormagen


Der TSV Bayer Dormagen hat in der 2. Handball-Bundesliga die Überraschung verpasst. Gegen den schon als Aufsteiger feststehenden 1. VfL Potsdam unterlagen die Wiesel am 32. Spieltag mit 27:32 (11:15).

Vor der stimmungsvollen Kulisse von 1.771 Zuschauern im TSV Bayer Sportcenter zeigte der Tabellenführer, warum ihm der erstmalige Aufstieg in die 1. Bundesliga geglückt ist. Lediglich beim 1:0 durch den starken Lucas Rehfus, mit sieben Toren erfolgreichster Dormagener Werfer, lagen die Hausherren in dieser Partie vorne.

In der Folge drehte sich der Wind schnell in Richtung der Adler, auch weil der TSV einige hochkarätige Chancen vom Siebenmeterpunkt oder im Gegenstoß verstreichen ließ.

Das Team von Bob Hanning führte zwischenzeitlich mit fünf Treffern und zeigte deutlich, dass neben dem Aufstieg auch noch das Erringen der Meisterschaft ein großes Ziel ist und nahm schließlich eine 15:11-Führung mit in die Halbzeitpause.

„In der ersten Halbzeit waren wir die deutlich bessere Mannschaft, hätten aber aus dem Ergebnis her noch mehr machen können. In der zweiten Hälfte war dann Dormagen die bessere Mannschaft. Aber wir hatten das Quäntchen Glück, dass sie nicht näher rangekommen sind und deswegen das Spiel nicht kippen konnten. Aber wir wussten, dass das hier ein schweres Spiel wird und Matti seine Mannschaft gut einstellen würde“, meinte VfL-Coach Bob Hanning.

In der Tat gaben sich die Dormagener kämpferisch nie auf und waren in der 44. Minute beim 20:22 sogar wieder in Schlagdistanz. Doch ernsthaft gefährden konnte der TSV die Gäste nicht mehr, sodass der Spitzenreiter am Ende verdient seinen 25. Saisonsieg einfahren und einen weiteren Schritt auf dem Weg zum Meistertitel gehen konnte.

„Wir haben ein tolles, temporeiches Handballspiel gesehen. Wir sind in der ersten Halbzeit von Potsdam ab und an überrollt worden. In der zweiten Hälfte waren sie dann abgezockt genug und haben uns nicht näherkommen lassen“, resümierte TSV-Trainer Matthias Flohr, der im Kampf um den Klassenerhalt die ausstehenden zwei Partien in Minden und gegen Dresden gewinnen will: „Wir sind immer noch nicht durch und benötigen noch einen Punkt. Ich möchte mit einem Erfolg den Klassenerhalt finalisieren. Dafür werden wir kommende Woche wieder hart arbeiten.“

Die Spielstatistik:

TSV Bayer Dormagen – 1. VfL Potsdam 27:32 (11:15)
TSV:
Oberosler (6 Paraden), Simonsen (3 P); Reuland (1/1), Senden (2), Boehnert, Rehfus (7), I. Hüter, Reimer, Böckenholt (2), Schroven (4), Strosack (1), P. Hüter, Träger, Schmidt (1), Steinhaus (6), Sondermann (3); Trainer: Matthias Flohr.
VfL: Höler (0 Paraden), Ferjan (11 P); Hansson, Schramm, Simic (8), Siemer, Beneke (5/3), Kofler (1), Nowak (3), Orlov (5), Gorpishin, Roosna (2), Fuhrmann (6), Sauter (2); Trainer: Bob Hanning.
SR: Thiyagarajah/Thiyagarajah (Köln/München). – Z: 1.771. – Zeitstrafen: 6:4 Minuten (Senden/zweimal, P. Hüter – Simic, Kofler). – Siebenmeter: 2/1:4/3 (Ferjan hält gegen Reimer/7. – Simonsen hält gegen Beneke/17.) – Spielverlauf: 1:0 (2.), 1:3 (8.), 6:7 (16.), 6:11 (22.), 10:13 (25.), 11:15 (29.) – 16:21 (38.), 19:21 (42.), 21:26 (50.), 26:29 (58.), 27:31 (60./EN).


Wenn am Pfingstsamstag (18 Uhr) in der 2. Handball-Bundesliga der TSV Bayer Dormagen auf den 1. VfL Potsdam trifft, dann kommen Freunde des deutschen Handballnachwuchses auf ihre Kosten.

Denn nicht weniger als elf Spieler beider Mannschaften stehen derzeit in der Auswahl zum „besten Nachwuchsspielers der Liga“, den die Cheftrainer und Geschäftsführerinnen und Geschäftsführer der Vereine wählen dürfen.

Auf Seiten der Dormagener Wiesel sind dies Junioren-Weltmeister Sören Steinhaus sowie die beiden Linksaußen Felix Böckenholt und Luis Pauli sowie das Kreisläuferduo Jan Schmidt und Frederik Sondermann. Die Potsdamer Adler sind in der Wahlliste mit Top-Scorer Max Beneke, Torwart-Ass Lasse Ludwig, Moritz Sauter und Nils Fuhrmann vertreten.  

Während das Dormagener Quintett am Samstag beim vorletzten Heimspiel komplett vertreten ist, wird auf Potsdamer Seite Keeper Ludwig nicht mit an Bord sein. Der Junioren-Weltmeister, der in der kommenden Saison komplett zu den Füchsen Berlin wechselt, ist derzeit schon in Diensten des Erstligisten unterwegs.

Die Favoritenrolle zugunsten der Adler ist nicht nur wegen des 27:22-Erfolgs im Hinspiel klar verteilt, denn schließlich feierten die Potsdamer am vergangenen Spieltag ihren erstmaligen Aufstieg in die Liqui Moly Handball-Bundesliga.

Es wird interessant zu sehen sein, wie das Team von Trainer Bob Hanning auf die vier trainingsfreien Tage reagiert. „Das geht meist nach hinten los. Die Trainingswoche und die Intensität war aber gut“, so der Erfolgscoach des VfL, der durchaus Respekt vor dem 15. der Tabelle aus Dormagen hat.

„Das ist eine Mannschaft, die immer Bock hat, Handball zu spielen. Das sind junge Leute, die von Woche zur Woche besser geworden sind und sie haben ein Heimspiel. Da wird es darauf ankommen, wie der Fokus der mir zu Verfügung stehenden Spieler ist“, so der 55-Jährige, der neben dem bereits geschafften Aufstieg auch gerne den Meistertitel mitnehmen würde. Dafür müssten die Adler zwei ihrer letzten beiden Partien gewinnen.

Der Titel der jüngsten Mannschaft, den die Potsdamer gerne für sich reklamieren, dürfte allerdings dann doch eher auf die der Dormagener zutreffen. Die jungen Wiesel, die zuletzt in Hüttenberg eine Enttäuschung erlebten, wollen vor eigenem Publikum Wiedergutmachung betreiben und den so gut wie sicheren Klassenverbleib nun endgültig klar machen.

„Nach dem verpatzten Spiel in Hüttenberg wollen wir zeigen was in uns steckt und den Klassenerhalt sichern. Auch wenn uns mit Potsdam eine starke Mannschaft erwartet, können wir das mit den Fans zu Hause schaffen“, zeigt sich Mittelmann Florian Boehnert, der einen Tag vor dem Spiel seinen 20. Geburtstag feiert, kämpferisch.

Für seinen Trainer Matthias Flohr, der laut Hanning auch ein Kandidat für den Trainerposten in Potsdam war, ist in der Liga „immer alles gegen jeden Gegner drin“. Ein erstes Erfolgserlebnis hatte der Dormagener Coach in dieser Woche mit dem Erwerb der A-Lizenz schon, gegen ein zweites hätte sicher nicht nur Flohr nichts einzuwenden…

Die Zweitligabilanz TSV – 1. VfL:

Heim: 2 Spiele – 0 Siege, 0 Unentschieden, 2 Niederlagen.
Auswärts: 3 Spiele – 0 Siege, 0 Unentschieden, 3 Niederlagen.
Gesamt: 5 Spiele – 0 Siege, 0 Unentschieden, 5 Niederlagen.
Letzte Saison: 23:24 (H) - 33:38 (A).
Das Hinspiel: 22:27.

Anwurf: Sa., 18.05.2024, 18.00 Uhr, TSV Bayer Sportcenter, Dormagen.
SR: Ramesh Thiyagarajah/Suresh Thiyagarajah (München/Köln).

TV: Der Streamingdienst Dyn überträgt per livestream:
Dyn - TSV Bayer Dormagen - 1. VfL Potsdam


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