Das Fazit von Rimpars Interimstrainer Dr. Rolf Brack brachte den Spielverlauf auf den Punkt: „Du kannst nur so gut spielen, wie der Gegner es zulässt. Und Dormagen hat heute eine bärenstarke Leistung gezeigt.“ Beim Comeback der Fans präsentierten die Gastgeber sich von Beginn an in bestechender Form und feierten ihren ersten zweistelligen Erfolg der Saison – die passende Antwort auf die erste zweistellige Niederlage vor einer Woche in Gummersbach. Nach dem 34:24 (15:11) kletterten die Wiesel zumindest vorübergehend wieder auf den fünften Tabellenplatz der 2. Handball-Bundesliga. Das Restprogramm sieht noch drei Spiele in Eisenach (19. Juni), in Ferndorf (23. Juni) und gegen Elbflorenz Dresden im TSV Bayer Sportcenter am 26. Juni vor.

„Wir haben die ganze Zeit geführt, konnten uns aber lange Zeit nicht sicher fühlen“, fasste TSV-Coach Dusko Bilanovic die 60 Minuten zusammen. Das lag vor allem am flinken Linksaußen Dominik Schömig und am sicheren Siebenmeter-Vollstrecker Patrick Schmidt, die zusammen die Hälfte aller Rimparer Treffer erzielten. Sie konnten freilich immer nur verkürzen, da der TSV auch aufgrund des gelungenen Kombinationsspiels regelmäßig vorlegte. Nach ihrer verletzungsbedingten Pause „kommen Alex Senden und Andre Meuser langsam wieder in Form“, freute sich Bilanovic. Konstant stark ist Ian Hüter, der entweder durch die gegnerische Abwehr geht oder den freistehenden Mitspieler bedient. Gesucht und gefunden wurden oft die Kreisläufer Patrick Hüter und später Aron Seesing, die kompromisslos trafen. Die Außen wurden ebenfalls gut eingebunden und bedankten sich mit platzierten Abschlüssen.

Ein weiterer Vorteil gegenüber den Gästen: Die Bilanz der technischen Fehler fällt eindeutig zuungunsten von Rimpar aus. Dormagens 15:11-Vorsprung zur Pause ließ aber auch in der zweiten Hälfte ein weiterhin spannendes und gutes Spiel erwarten. Der TSV dominierte und nutzte die Überzahl nach der Roten Karte gegen Valentin Neagu zur ersten Sechs-Tore-Führung. Doch trotz der eh schon personellen Schwächung aufgrund von Verletzungen kamen die Unterfranken noch einmal auf: Nach einer Dreiviertelstunde war die TSV-Führung auf 24:21 geschrumpft. Das war das Signal für Benni Richter, der den Ball erst in den rechten oberen Winkel donnerte und dann zweimal von der Siebenmeterlinie vollstreckte. Rimpar war geschlagen und hatte dem Dormagener Sturmlauf in den Schlussminuten nichts mehr entgegenzusetzen.

TSV Bayer Dormagen – DJK Rimpar Wölfe 34:24 (15:11)
Dormagen: Juzbasic (5 Paraden), Bartmann (ab 55. und bei einem 7m, 1 P.); Skroblien, Seesing (4), Senden (5), Meuser (4), Richter (4/3), Iliopoulos, I. Hüter (4), Reimer (5/2), Görgen (n.e.), P. Hüter (3), Rehfus (1/1), Sterba, Grbavac (n.e.), Mast (4).
Rimpar: Mallwitz (5 Paraden), Wieser (31.-43., 1 P.); Schömig (7/1), Karle (1), Neagu (2), Schmidt (5/4), Kaufmann, Siegler (1), Wirtz, Schulz (3), Dayan (4), Brielmeier, Sauer (1).
Schiedsrichter: Hillebrand / Umbescheidt.
Zuschauer: 210.
Zeitstrafen: 10:8 Minuten (Rote Karte gegen Neagu nach dritter Zeitstrafe, 34.).
Siebenmeter: 6/9:5/5 (Mallwitz hält gegen Richter und zweimal gegen Reimer, der einmal den Nachwurf verwandelt).
Spielfilm: 3:1, 3:3, 6:3 (12.), 6:5, 9:8, 12:9 (25.), 15:10, 15:11 – 19:13, 22:17, 24:21 (46.), 28:21 (51.), 28:23 (53.), 31:23, 34:24.

 


Die 30er-Toremarke hatte Rimpar in eigener Halle in der ganzen Saison nicht erreicht. Gegen Wilhelmshaven erzielten die Wölfe am Dienstag aber sogar mehr als 40 Treffer: Die Unterfranken gewannen mit 43:25 und verbuchten damit den höchsten Erfolg in ihrer Zweitligageschichte. Passend dazu waren auch wieder Fans in der Halle, so wie heute im TSV Bayer Sportcenter. Dort erwarten die Wiesel die Wölfe zum vorletzten Heimspiel der Saison. Die Schiedsrichter Christopher Hillebrand und Stefan Umbescheidt aus Magdeburg pfeifen die Partie um 19.30 Uhr an. Die Gastronomie ist geöffnet, Getränke können mit zum Sitzplatz genommen werden. Kalli's Family Grill & More hat schmackhafte Speisen vor dem Eingang im Angebot.

Wer weiß, ob der aktuell Tabellenelfte der 2. Handball-Bundesliga einen Sieg mit 18 Toren Vorsprung unter Trainer Ceven Klatt eingefahren hätte. Der aber ist seit ein paar Wochen nicht mehr dabei, wurde nach der Heimniederlage gegen Bietigheim freigestellt und kann zumindest aus der Ferne den Abstiegskampf seines künftigen Klubs beobachten: Die Eulen Ludwigshafen haben weiterhin Chancen, auch in der Spielzeit 2021/22 der Liqui Moly-Bundesliga anzugehören. Klatts Nachfolger bei Rimpar ist mit Dr. Rolf Brack (67) ein Handball-Urgestein. Der wird nach dem letzten Spiel gegen Konstanz aber wieder die Koffer packen. Denn dann übernimmt Julian Thomann, der langjährige Kapitän bei HBW Balingen-Weilstetten, die Position des Cheftrainers.

Rimpar ist nach dem Kantersieg der Auffassung, dass „das neue Spielsystem von Trainer Rolf Brack endlich fruchtete.“ Ob das auch auswärts funktioniert, können alle heute Abend im Sportcenter oder aber auf Sportdeutschland.tv feststellen. TSV-Coach Dusko Bilanovic, der am Dienstag den Gegner vor dem Monitor studierte, war indes enttäuscht vom WHV: „Gegen uns haben die sich richtig reingehangen, davon war jetzt nicht mehr viel zu sehen.“ Wie dem auch sei, der TSV will nach drei verlorenen Spielen wieder in die Erfolgsspur kommen und zudem Revanche nehmen für die 19:25-Niederlage im Hinspiel. Bilanovic: „Wir haben herausragende Spiele in dieser Saison gezeigt und daran wollen wir auch in den ausstehenden vier Spielen anknüpfen.“ Interessant: In Großwallstadt und in Gummersbach kassierte der TSV jeweils 35 Tore, so viele, wie sonst nie in dieser Spielzeit. Bei beiden Begegnungen konnte Aron Seesing nicht mitmachen. Deshalb ist Bilanovic froh darüber, dass der 18-Jährige heute in der Abwehr wieder ein Mitglied des Innenblocks ist.

Trotz der zurückgehenden Inzidenzwerte sind bestimmt Corona-Regeln zu beachten: Es wird keine Abendkasse geben. Tickets können wegen der nach wie vor notwendigen Rückverfolgung ausschließlich über das Online-Portal Ticketmaster geordert werden. Beim Einlass muss eine negative Coronatest-Bescheinigung vorgelegt werden (48 Stunden Gültigkeit). Dies gilt auch für Personen, die bereits genesen oder geimpft sind. Die übliche Maske ist auch während des Spiels auf dem Sitzplatz zu tragen. Stehplätze sind nicht vorgesehen.

Weitere Informationen auch zum Gegner DJK Rimpar Wölfe im Wiesel Inside (Download)


Die Vorfreude ist riesig, das Saisonfinale der besten deutschen Nachwuchsmannschaften kann beginnen. Gegenüber den bisherigen Planungen sogar mit einer verdoppelten Zuschauerzahl: Aufgrund der zurückgegangenen Coronawerte gilt im Rhein-Kreis Neuss ab diesem Freitag die Inzidenzstufe 1. „Damit können bis zu 1000 Zuschauer das Final Four der B-Jugend und das DM-Rückspiel der A-Jugend zwischen den Dormagener Jungwieseln und den Füchsen Berlin im TSV Bayer Sportcenter miterleben“, erklärt Dormagens Nachwuchskoordinator Dennis Horn, bei dem alle Fäden der Organisation zusammenlaufen.

Nachdem die teilnehmenden Vereine Ticketkontingente erhalten haben, startet der TSV als DM-Ausrichter an diesem Donnerstag um 11 Uhr den freien Vorverkauf über die Online-Plattform Ticketmaster. Eine Tageskasse ist nicht vorgesehen.

Ein Buchungshinweis für die Fans der verschiedenen Vereine:
Block B/C: TSV Bayer Dormagen
Block G/F: Füchse Berlin
Block E/F: mJSG Melsungen / Körle / Guxhagen
Block J/A: Rhein-Neckar Löwen

Da Corona noch nicht beendet ist, gelten an beiden Tagen bestimmte Regeln: Wer bei den Turnierspielen an diesem Wochenende dabei sein will, muss den Nachweis über einen negativen Schnelltest (48 Stunden Gültigkeit) am Eingang vorweisen, Selbsttests können nicht akzeptiert werden. Darüber hinaus müssen Masken auch während des Spiels getragen werden. Wegen der weiterhin notwendigen Nachverfolgung sind Stehplätze nicht zulässig.

Der Spielplan im TSV Bayer Sportcenter - An der Römerziegelei 1, 41539 Dormagen
Samstag, 12. Juni, 15.00 Uhr: Halbfinale 1 (Füchse Berlin - TSV Bayer Dormagen)
Samstag, 12. Juni, 17.30 Uhr: Halbfinale 2 (Rhein-Neckar Löwen - mJSG Melsungen/Kö./Gu.)
Sonntag, 13. Juni, 10.00 Uhr: Spiel um Platz 3
Sonntag, 13. Juni, 12.30 Uhr: Finale der B-Jugend mit offiziellem Teil
Im Anschluss an das Finalspiel der B-Jugend und der Siegerehrung findet ein neuer Einlass statt.

A-Jugend: Sonntag, 13. Juni, 16.00 Uhr: TSV Bayer Dormagen - Füchse Berlin

Alle Spiele des Wochenendes werden live auf Sportdeutschland.tv zu sehen sein


Die Hoffnung wird zur Realität: An diesem Freitag, 11. Juni (Anwurf 19.30 Uhr), kann der TSV Bayer Dormagen beim vorletzten Heimspiel der Saison 2020/21 gegen die DJK Rimpar Wölfe nicht nur 500, sondern sogar 1000 Fans ins TSV Bayer Sportcenter einlassen. Dies ist möglich aufgrund der zurückgegangenen Inzidenzwerte in Nordrhein-Westfalen. Der 7-Tage-Inzidenz-Wert des Robert Koch Instituts (RKI) hat sich inzwischen stabilisiert und liegt für den Rhein-Kreis Neuss heute bei 22,8. Damit greift ab Freitag die Inzidenzstufe 1 mit weitgehenden Lockerungen.

Aufgrund der Entwicklung hat der TSV seine Planungen noch einmal verändert und eröffnet den freien Vorverkauf für das Zweitligaspiel am Donnerstagabend um 19 Uhr. Trotz der zurückgehenden Werte ist die Corona-Pandemie allerdings nicht vorbei. Deshalb gelten weiterhin spezielle Regeln: Es wird keine Abendkasse geben. Tickets können wegen der nach wie vor notwendigen Rückverfolgung ausschließlich über das Online-Portal Ticketmaster geordert werden. Beim Einlass muss eine negative Coronatest-Bescheinigung vorgelegt werden (48 Stunden Gültigkeit). Dies gilt auch für Personen, die bereits genesen oder geimpft sind. Die übliche Maske ist auch während des Spiels auf dem Sitzplatz zu tragen. Stehplätze sind nicht vorgesehen.

Das TSV-Team streift sich am Freitag das Unterstützer-Trikot über. "Wir haben unseren Fans versprochen, dass wir mit diesen Shirts auflaufen. Und das machen wir natürlich auch", sagt Kapitän Patrick Hüter. Es wäre sicher schön, wenn auch die Fans, die entsprechende Trikots haben, diese wieder am Freitag anziehen.

Wichtig: Die Geschäftsstelle des TSV Bayer Dormagen bittet darum, von Anrufen abzusehen.


In Großwallstadt konnte der TSV Bayer Dormagen die zweistellige Niederlage noch dank einer Schlussoffensive verhindern. Die aber blieb am Freitagabend beim anderen Altmeister aus: Der VfL Gummersbach gewann ungefährdet mit 35:25 (18:13) das Mittelrhein-Duell, dem TSV-Coach Dusko Bilanovic den Zusatztitel absprach: „Das war gefühlt kein Derby sondern ein Freundschaftsspiel meiner Mannschaft. So darf man hier nicht auftreten.“

Die Gäste begannen stark mit platzierten Würfen und cleveren Anspiele von Alex Senden und Andre Meuser sowie gelungenen Paraden von Martin Juzbasic. Die Führung gaben die Dormagener aber ab, als sich Matthias Puhle besser auf die Würfe eingestellt hatte, die jetzt nicht mehr so genau kamen. Die Partie verlief weiter auf Augenhöhe, auch wenn der VfL zweimal mit vier Treffern in Führung ging. Doch der TSV kämpfte sich wieder heran, drei Minuten vor dem Ende der ersten Hälfte lag der VfL lediglich mit 15:13 vorne. Dann aber „haben wir plötzlich aufgehört Druck aufzubauen und haben in der Abwehr keine Aggressivität mehr gezeigt“, bilanzierte Bilanovic. Zudem schaltete jetzt die Gummersbacher Defensive und hatte mit Julian Köster einen effektiven Störer. Die Folge waren drei Tore von Alexander Hermann, dem durch die Deckung wandernden Janko Bozovic und vom erfolgreichsten Schützen Lukas Blohme, der seinen Konter unmittelbar vor dem Pausenpfiff mit dem 18:13 abschloss. „Unser 5:1 funktionierte gut“, war VfL-Trainer Gudjon Valur Sigurdsson zufrieden.

Nach dem Seitenwechsel konnten die Wiesel einen höheren Rückstand zunächst verhindern. Das gelang dreimal hintereinander mit der gleichen Variante: Rechtsaußen Jakub Sterba lief sich am Kreis frei, wurde gefunden und traf. Der VfL stopfte das Leck und ließ den TSV nur noch zweimal bis auf fünf Tore herankommen. In der letzten Viertelstunde lief bei den Gästen nicht mehr viel zusammen. Sigurdsson gab jetzt allen Spielern eine Chance, die von den Youngstern Gabriel Da Rocha und Julius Fanger geschickt genutzt wurden.

Für den TSV geht es mit dem Heimspiel gegen die DJK Rimpar am kommenden Freitag weiter.

VfL Gummersbach – TSV Bayer Dormagen 35:25 (18:13)
Gummersbach: Puhle (11 Paraden), Valerio (ab 54., 1 P.); Schröter, Fanger (2), Vidarsson (4), Da Rocha Viana (1), Köster (2), Blohme (9), Kontrec, Herrmann (4), Herzig, Meinhardt (3), Kiesler, Haller, Stüber (3), Bozovic (7/2).
Dormagen: Juzbasic (12 Paraden), Bartmann (n.e.); Wilhelm (n.e.), Senden (2), Meuser (4), Richter (2/2), Iliopoulos (n.e.), I. Hüter (4), Reimer (1/1), Skroblien, Görgen (n.e.), P. Hüter (5), Rehfus (n.e.), Sterba (3), Grbavac (3), Mast (1).
Schiedsrichter: Linker / Schmidt.
Zuschauer: - in der Schwalbe Arena
Zeitstrafen: 4:2 Minuten.
Siebenmeter: 2/2:3/6 (Puhle hält zweimal gegen Richter, Reimer wirft an den Pfosten).
Spielfilm: 1:3, 4:5 (7.), 7:5, 9:8, 12:8 (19.), 15:13 (27.), 18:13 – 19:13, 24:17 (38.), 25:20 (44.), 28:20 (48.), 34:24 (58.), 35:25.


Gerne hätten die Gummersbacher heute vor Zuschauern gespielt, doch die Voraussetzungen sind aufgrund zwischenzeitlich erhöhter Inzidenzwerte noch nicht gegeben. So wird das Mittelrheinderby zwischen dem VfL und dem TSV Bayer Dormagen in der weitgehend leeren Schwalbe Arena ausgetragen. Dabei könnte die zumindest für die Gastgeber richtungsweisende Partie auch interessante Hinweise zur neuen Saison 2021/22 geben. Denn sollte der TSV die Punkte mit nach Hause nehmen, dann müsste der Altmeister den Aufstieg in Liga 1 wohl endgültig abhaken. Die Schiedsrichter Frederic Linker und Sascha Schmidt (Recklinghausen / Bochum) pfeifen die Partie um 19 Uhr an. Und die Fans sind live dabei auf Sportdeutschland.tv.

Auch wenn Gummersbach nach der 27:35-Niederlage in Lübbecke aus eigener Kraft nicht mehr aufsteigen kann, so ist längst noch nichts entschieden. Hamburg ist mit 50:12-Punkten Spitzenreiter der 2. Handball-Bundesliga vor dem TuS N-Lübbecke (50:14) und Gummersbach (47:15). Insofern will der VfL in den restlichen fünf Spielen punkten und gleichzeitig auf Ausrutscher der Konkurrenz warten, um dann vielleicht doch noch einen der beiden Aufstiegsplätze belegen zu können. „Gummersbach steht natürlich stärker unter Druck als wir“, sagt Dusko Bilanovic. „Das Derby ist immer ein Highlight“, lässt der TSV-Coach keine Zweifel daran aufkommen, dass seine Auswahl heute alles geben wird. Nach den jüngsten Ergebnissen rutschten die Wiesel in der Tabelle auf Rang 7 ab und wurden von Aue und Bietigheim überholt.

Weitere Gefahr von hinten droht an diesem offiziell 35. Spieltag nicht, da das Spiel der direkten Verfolger Großwallstadt und Lübeck wegen Coronafällen beim TVG abgesagt werden musste. Gerne will das TSV-Team wieder auf den fünften Tabellenplatz vorzurücken. Das wäre mit einem heutige Sieg, aber auch mit einem Remis wie im Hinspiel (24:24) der Fall. Aron Seesing wird dabei nicht helfen können. Der 18-Jährige kam mit leichten Blessuren vom DHB-Lehrgang in Warendorf zurück und soll auch mit Blick auf das erste DM-Finalspiel der A-Jugend am Montag bei den Füchsen Berlin in Potsdam geschont werden. Bilanovic rechnete bereits mit der Rückkehr von Carlos Iliopoulos. Doch hinter dem Comeback des griechischen Nationalspielers steht ein Fragezeichen aufgrund einer plötzlich aufgetretenen allergischen Reaktion.


Die Inzidenzwerte sinken - damit besteht auch die Chance, dass das Team des TSV Bayer Dormagen die beiden letzten Spiele der Handball-Saison 2020/21 vor Zuschauern austragen können. „Unsere treuen Fans und Partner haben uns in den letzten Monaten online begleitet. Jetzt freuen wir uns, wenn wir viele bei den Partien gegen Rimpar und Elbflorenz Dresden wieder im TSV Bayer Sportcenter begrüßen können“, sagt Handball-Geschäftsführer Björn Barthel. Eine Begrenzung aufgrund der Corona-Regeln ist allerdings weiterhin einzuhalten: Gegen Rimpar am Freitag, 11. Juni, plant der TSV Bayer Dormagen mit bis zu 500 Zuschauern. Im besten Fall können sogar 1000 Frauen und Männer das Saisonfinale gegen Dresden am Samstag, 26. Juni, in der Halle erleben.

Angesichts der eingeschränkten Plätze haben Sponsoren und Dauerkarteninhaber ein Einlass-Vorrecht, von dem sie bis Donnerstagabend, 10. Juni, 18 Uhr, Gebrauch machen können. Zuvor erhalten sie in der Regel per E-Mail bis spätestens Montag vom TSV die notwendigen Informationen für die beiden Heimspiele. Sollten noch Karten übrig sein, gehen diese am Freitag, 11. Juni, ab 10 Uhr in den freien Online-Verkauf für das Spiel gegen Rimpar am gleichen Abend. Die Regelung für das Spiel gegen Dresden wird noch bekannt gegeben.

Der Sitzplan muss aufgrund der geltenden Vorschriften mit dem Ordnungsamt der Stadt Dormagen abgestimmt werden. Deshalb besteht keine Garantie auf den bisherigen Stammplatz. Alle Besucher/innen müssen einen negativen Coronatest (48 Stunden) vorweisen. Aufgrund des organisatorischen Aufwandes bei der Kontrolle können die Kriterien „genesen“ oder „geimpft“ nicht berücksichtigt werden. Weiterhin gelten die gängigen Hygienevorschriften wie insbesondere die medizinische Maskenpflicht. Wegen der nach wie vor notwendigen Kontaktnachverfolgung sind die Tickets personalisiert. Die ausgewiesenen Sitzplätze müssen auch eingenommen werden.

Der TSV bittet darum, von Anfragen und Vorreservierungen abzusehen, da eine entsprechende Bearbeitung nicht möglich ist.


Trotz der 25:27-Niederlage bleibt der TSV Bayer Dormagen auf Platz 5 in der Tabelle der 2. Handball-Bundesliga, die Konkurrenten kommen allerdings näher. „Wir werden aber den Kopf nicht in den Sand stecken. Was wir in dieser Saison erreicht haben werden wir nicht einfach wegschmeißen“, kündigte TSV-Coach Dusko Bilanovic nach dem Spiel am Vorabend seines 50. Geburtstages im TSV Bayer Sportcenter an. Den Ehrentag hätte er auch lieber mit zwei Punkten gefeiert, „doch Wilhelmshaven war heute einen Tick cleverer.“ Der WHV nahm Revanche für den 24:27-Misserfolg im Hinspiel und feierte den vierten Auswärtssieg, der die Hoffnung auf den Klassenverbleib steigert. „Super, dass die Jungs sich wieder belohnen und wir den Trend fortsetzen konnten“, sagte Trainer Christian Köhrmann.

Die Gäste machten ihren Siegeswillen von Beginn an deutlich. Das konsequente Rückzugsverhalten und die Beweglichkeit in der Abwehr bremsten den TSV aus, der auch zu oft unplatziert abschloss. Ivan Eres im WHV-Kasten hatte einen Sahnetag erwischt und verhinderte die mögliche Dormagener Führung in der ersten Viertelstunde. Mit dem Comeback des länger verletzten Andre Meuser erhöhte der TSV den Druck, der Linkshänder war dann auch in der 18. Minute für die erste Führung zum 7:6 und anschließend auch für das 8:7 verantwortlich. Der WHV war davon wiederum wenig beeindruckt und hielt die Partie weiter offen. Dass es beim 12:12 zur Pause blieb, lag nicht zuletzt an der Leistung des TSV-Duos Martin Juzbasic und Sven Bartmann: Juzbasic verhinderte einen Kempatreffer und stand goldrichtig beim Wurf von Kuno Schauer, Bartmann wehrte den Strafwurf des besten Wilhelmshavener Schützen Rutger Ten Velde ab. Hinzu kamen die entschlossenen Würfe von Alexander Senden.

Patrick Hüter brachte sein Team nach dem Seitenwechsel erneut in Führung. Doch in der bereits vorentscheidenden Spielphase setzte plötzlich beim TSV eine Torflaute ein, die Senden erst acht Minuten später beendete. Da hatte Wilhelmshaven mit seinem 5:0-Lauf bereits die Weichen auf Sieg gestellt. „Dormagen musste für jedes Tor hart arbeiten“, betonte Köhrmann, dessen Auswahl auf leichte Dormagener Hoffnungsschimmer mehrfach mit einfachen Toren reagierte. Dabei tat sich besonders Routinier Rene Drechsler hervor. Gleichwohl hatten die Gastgeber trotz des 22:26-Rückstandes in der 57. Minute zumindest einen Punkt noch nicht abgeschrieben. Denn Senden und Benni Richter, der seinen dritten Strafwurf diesmal gegen den eingewechselten Schlussmann Levin Stasch verwandelte, brachten die Wiesel bis auf 24:26 heran. Wer weiß, was nach dem möglichen Anschlusstreffer von Ian Hüter noch passiert wäre. Aber sein Wurf in den WHV-Kasten wurde nicht anerkannt. Die Schiedsrichter entschieden auf Stürmerfoul - ein umstrittener Pfiff, denn Hüter hatte schon abgezogen, als sein Gegenspieler von der Seite kam…

„Euch fehlen die Punkte nicht unbedingt“, stellte Christian Köhrmann nach dem Schlusspfiff fest und tröstete damit auch seinen früheren Mitspieler Dusko Bilanovic: „Hut ab vor dem, was er hier in Dormagen aufgebaut hat.“ Dormagens Coach war weit davon entfernt, Vorwürfe zu erteilen: „Ich bin froh, dass die Jungs sich alle so gut weiterentwickeln. Da gehören Niederlagen eben dazu. Die Saison ist lang, manche Leistungsträger sind an ihrer Grenze und die länger Verletzten brauchen einfach etwas Zeit. Ich bin aber zuversichtlich, dass wir schon bald wieder punkten.“ Die nächste Gelegenheit dazu besteht beim Mittelrhein-Derby am kommenden Freitag, 4. Juni, in Gummersbach.

TSV Bayer Dormagen - Wilhelmshavener HV 25:27 (12:12)
Dormagen: Juzbasic (8 Paraden), Bartmann (bei zwei 7m, 2 Paraden), Simonsen (n.e.); Seesing (1), Senden (6), Meuser (2), Richter (3/3), Wilhelm (n.e.), I. Hüter (4), Reimer, Skroblien (n.e.), Görgen, P. Hüter (4), Sterba (2), Grbavac, Mast (3).
Wilhelmshaven: Eres (15 Paraden), Stasch (bei einem 7m); Ten Velde (9/4), Maas (n.e.), Sabljic, Hein (n.e.), Postel (2), Schauer (1), Maretic (1), Jurisic (n.e.), Konitz (1), Kozul (1), Schwolow (3), Drechsler (7), Pust (2).
Schiedsrichter: Cesnik / Konrad.
Zuschauer: -
Zeitstrafen: 4:4 Minuten.
Siebenmeter: 3/3:4/6 (Bartmann hält zweimal gegen Ten Velde).
Spielfilm: 5:6, 8:7 (20.), 8:9, 12:11, 12:12 - 13:12, 13:17 (37.), 14:19, 18:21, 20:22 (51.), 22:26 (57.), 24:26 (59.), 24:27, 25:27.


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