Der Kader des TSV Bayer Dormagen für die kommende Saison 2024/2025 nimmt weiter Konturen an.

Nach Moritz Köster vom VfL Gummersbach schließt sich mit Luca Krist ein weiterer, hoffnungsvoller Rückraumspieler den Wieseln an.

Krist, der am 16. März seinen 19. Geburtstag feiern wird, kommt vom SC Magdeburg an den Höhenberg. Der in Herzberg am Harz geborene und in Thüringen aufgewachsene Spielmacher hat seit der C-Jugend beim SC Magdeburg alle Jahrgänge durchlaufen und kommt derzeit in der Bundesliga-A-Jugend sowie bei den SCM-YoungsterS in der 3. Liga Staffel Nordost zum Einsatz.

„Nach der langen Zeit in Magdeburg möchte ich etwas Neues erleben und mich in Dormagen weiterentwickeln und den nächsten Schritt auf dem Weg zum Profi machen“, so der 1,92 Meter große Krist.

Dass er in Dormagen ab Sommer auf seinen derzeitigen A-Jugendtrainer Julian Bauer trifft, war für Krist ein weiteres Kriterium für den Wechsel: „Er war bisher mein wichtigster Trainer und hat mich individuell, taktisch und mental extrem gefördert. Er ist ein super Trainer und ich freue mich, dass wir weiterhin zusammenarbeiten.“

„Dass wir mit Luca eines der größten Talente aus dem Jahrgang 2005 für uns begeistern konnten, freut uns sehr“, sagt Björn Barthel, TSV-Handball-Geschäftsführer.

Nicht mehr im TSV-Trikot wird ab der kommenden Saison Lucas Rehfus zu sehen sein. Der Rückraumlinke wird die Wiesel verlassen und eine Herausforderung im Ausland annehmen.

„Das Angebot kam kurzfristig auf mich zu und da es eine große Möglichkeit ist, mich sportlich und menschlich weiterzuentwickeln, habe ich nicht lange gezögert und mich zu diesem Wechsel entschlossen“, freut sich der 21-Jährige auf seine neue Umgebung ab dem Sommer.

„Wir danken Lucas von Herzen für seinen langjährigen Einsatz und können nachvollziehen, dass er diese Chance ergreift, und wünschen ihm nur das Allerbeste bei seinem neuen Club“, sagt Björn Barthel.


Es ist geglückt: Wie schon in der Hinrunde hat der TSV Bayer Dormagen nach einem Sieg gegen den EHV Aue einen weiteren Erfolg gegen den Dessau-Rosslauer HV folgen lassen.

Mit dem zweiten Sieg in Folge verbesserten die Wiesel ihre Rückrunden-Bilanz auf 6:6-Punkte und rangieren in der Tabelle mit nunmehr 17:29-Punkten auf Rang 14 und bauten so ihren Vorsprung auf den ersten Abstiegsrang auf fünf Punkte aus.

Im Duell gegen die bis dato punktegleichen Biber aus Dessau erwischten die Dormagener einen Start nach Maß. Als Yannick Danneberg nach neun Minuten und zwölf Sekunden der erste Treffer der Gäste glückte, lag der TSV Bayer bereits mit 5:0 in Führung.

Bei diesem Blitzstart war die Stimmung bei den 1.634 Zuschauern, der zweitbesten Kulisse der laufenden Saison, von Beginn an prächtig. Und auch in der Folge lief es weiterhin wie am Schnürchen bei den Hausherren.

Beim 10:3 (18. Minute) führte der TSV sogar einmal mit sieben Treffern, ehe die Dessauer, die nach langer Busfahrt mit etwas Verspätung in Dormagen eingetroffen waren, so langsam auf Betriebstemperatur kamen.

Beim 12:8 hatten sich die Gäste bis auf vier Tore herangearbeitet, aber Felix Böckenholt, der gemeinsam mit Luis Pauli den verletzten Joshua Reuland auf Linksaußen bestens vertrat, und Torhüter Christian Simonsen mit einem Treffer in den verwaisten Dessauer Kasten sorgten schließlich für eine deutliche 14:8-Halbzeitführung des TSV.

„Es war eine tollte Stimmung heute. Es war ein Feuerwerk, welches wir in der ersten Halbzeit abgebrannt haben. Dass das dann nicht bis zum Ende so weiter gehen kann, ist normal. Dazu ist Dessau zu gut“, meinte TSV-Trainer Matthias Flohr.

Die legte zunächst auch nach dem Wechsel mit zwei schnellen Treffern zum 16:8 nach und lag auch nach 44. Minuten beim 18:12 scheinbar ungefährdet auf der Siegerstraße.

„Wir haben es geschafft Vincent Sohmann und Timo Löser, zwei der Topspieler dieser Liga zu kontrollieren. Dessau war dann gezwungen auf eine andere Formation zu setzen, die uns dann deutlich mehr Probleme bereit hat. Dessau war dann eine Viertelstunde der zweiten Halbzeit die bessere Mannschaft“, sagte Flohr.

Und in der Tat, die Gäste aus Sachsen-Anhalt bewiesen Moral und kämpften sich mit der Unterstützung ihrer lautstarken mitgereisten Fans bis auf zwei Tore heran. So stand es aus Sicht der Dormagener nur noch 23:21 (56.), als das Spiel auf die Zielgerade einbog.

Doch Luis Pauli mit seinem zweiten Treffer zum 24:21 sowie Christian Simonsen mit einer weiteren tollen Parade nach einem Wurf von Alexander Mitrovic beruhigten zunächst die Nerven der Dormagener Fans. Als dann Sören Steinhaus mit seinem sechsten Treffer zum 25:21 traf, war die Vorentscheidung gefallen.

„Ich bin etwas enttäuscht. Nicht über die Niederlage, das kann bei einem Mitkonkurrenten auswärts immer passieren. Aber die Art und Weise, wie wir die erste Halbzeit bestritten haben, hat mir nicht gefallen. Da haben wir den nötigen Biss vermissen lassen und auch vorne haben wir eine schlechte Wurfauswahl getroffen. Nach dem Wechsel ab der 40. Minute haben wir vieles besser gemacht, aber Dormagen macht es dann clever und hat uns nicht näher herangelassen“, analysierte DRHV-Trainer Uwe Jungandreas.

Sein Pendant Flohr freute sich nicht nur über den ersten Heimsieg des Jahres 2024, sondern auch über die Gesamtleistung seiner Mannschaft: „Am Ende haben wir es dann clever gemacht und verdient gewonnen. Da haben wir noch einmal einen Schritt nach vorne gemacht.“

Die Spielstatistik:

TSV Bayer Dormagen – Dessau-Rosslauer HV 26:23 (14:8)
TSV:
Oberosler (bei einem 7m, 0 Paraden), Simonsen (13 Paraden, 1 Tor); Senden (3), Boehnert, Rehfus, I. Hüter (2), Reimer (4/1), Böckenholt (3), Schroven (2), Strosack, P. Hüter (1), Träger, J. Schmidt (2), Pauli (2), Steinhaus (6), Sondermann; Trainer: Matthias Flohr.
DRHV: Patzwaldt (9 Paraden), Ambrosius (2 P); Bones, Löser (2), Hrstka, C. Haake (4), Sohmann (4/2), Mitrovic (2), Baumgart, Misovych, F. Haake (4), O. Emanuel, Danneberg (3), Hertzfeld (2), Pust (1), Leu (1); Trainer: Uwe Jungandreas.
SR: Janz/Sug (Köln). – Z: 1.634. – Zeitstrafen: 4:8 Minuten (P. Hüter, Sondermann – Hrstka, C. Haake, Danneberg, Leu). – Siebenmeter: 2/1:3/2 (Reimer scheitert an Patzwaldt/41. – Simonsen hält gegen Sohmann/48.). – Spielverlauf: 5:0 (9.), 5:1 (10.), 7:3 (11.), 10:3 18.), 12:8 (28.), 14:8 (30.) – 16:8 (32.), 18:12 (44.), 18:15 (46.), 20:16 (51.), 23:21 (56.l), 25:21 (58.), 26:23 (60./EN).


Nach dem ersten Sieg im Jahr 2024 am vergangenen Sonntag beim EHV Aue möchte der TSV Bayer Dormagen in der 2. Handball-Bundesliga am liebsten direkt nachlegen. Direkt zum Auftakt des Monats März ergibt sich für die Wiesel dazu in eigener Halle (Anwurf: 19 Uhr) gegen den Dessau-Rosslauer HV die Gelegenheit.

Doch ein ähnlich klarer Erfolg wie in der Woche beim 33:24 in Aue ist am Freitag nicht nur mit Blick auf das Hinspiel wenig realistisch. Da holten sich die Wiesel bei den Bibern mit einem nach der Schlusssirene verwandelten Siebenmeter von Jan Reimer mit 35:34 hauchdünn den ersten Auswärtssieg der Saison.

Der zweite Blick gilt dann der Tabelle, in der beiden Teams punktgleich auf den Rängen 14 und 15 rangieren. Der TSV Bayer hat derzeit aufgrund eines sechs Tore besseren Torverhältnisses die Nase leicht vorn.

Somit stehen die Vorzeichen auf ein enges Match, bei dem sich im Vorfeld kein Favorit ausmachen lässt. Nach eher durchwachsener Hinrunde mit einigen knappen und unglücklichen Niederlagen hat sich der Vorjahrsdritte aus Sachsen-Anhalt zuletzt offenbar wieder stabilisiert und beide Heimspiele nach der EM-Pause klar für sich entschieden.

„Dessau kommt immer besser ins Rollen. Das Tempospiel ist zwar noch nicht wieder auf dem hohen Niveau des Vorjahres, aber es geht wieder in die richtige Richtung“, lobt TSV-Trainer Matthias Flohr den Gegner.

Mitverantwortlich für den Aufschwung des Teams von Trainer Uwe Jungandreas, der nach der Vorsaison verdientermaßen zum „Trainer des Jahres in der 2. Bundesliga“ gewählt wurde, sind laut Flohr unter anderem die Formsteigerungen der Leistungsträger Timo Löser und Vincent Sohmann auf Halblinks bzw. in der Mitte.

„Wir müssen zur Attacke blasen, Wenn wir zu verhalten spielen, nehmen wir uns unsere eigene Stärke weg“, hat auch Jungandreas, dessen Team erst zweimal in der Fremde gewinnen konnte, die eigene Offensive im Blick

Besonders gefordert ist da dann die Abwehr der Wiesel, die sich in Aue in guter Form präsentierte und sich dort auf auch auf einen in aufsteigender Form befindlichen Christian Simonsen im Tor verlassen konnte.

Doch auch in der Offensive zeigte die Formkurve nach oben. Neben der Rückkehr von Lucas Rehfus und Florian Boehnert war das Comeback von Spielmacher Ian Hüter einer der entscheidenden Faktoren für ein verbessertes Angriffsspiel. Hinzu kam in Aue die Treffsicherheit von Sören Steinhaus und Jan Reimer.

In der bisherigen Spielzeit konnte der TSV Bayer lediglich einmal nach einem Sieg einen weiteren folgen lassen. Das waren in der Hinserie die Spiele gegen Aue und Dessau. „Matti“ Flohr & Co. hätten sicher nichts dagegen, wenn man diese „Serie“ wiederholen könnte…

Die Zweitligabilanz TSV – DRHV:

Heim: 4 Spiele – 1 Sieg, 0 Unentschieden, 3 Niederlagen.
Auswärts: 5 Spiele – 3 Siege, 0 Unentschieden, 2 Niederlagen.
Gesamt: 9 Spiele – 4 Siege, 0 Unentschieden, 5 Niederlagen.
Letzte Saison: 25:28 (H) - 30:35 (A).
Hinspiel: 35:34.

Anwurf: Fr., 01.03.2023, 19.00 Uhr, TSV Bayer Sportcenter, Dormagen.
SR: Sophie Janz/Rosana Sug (Köln).

TV: Der Streamingdienst Dyn überträgt per livestream:
Dyn - TSV Bayer Dormagen - Dessau-Rosslauer HV 06


Das südwestliche Sachsen war an diesem Wochenende aus Sicht der Bayer-Handballvereine ein gutes Pflaster.

Nach dem die Leverkusenerinnen ihr Bundesligaspiel in Zwickau am Samstag beim 35:26 deutlich mit neun Toren für sich entscheiden konnten, hat das Dormagener Zweitligateam am Sonntag im Erzgebirge erfolgreich nachgezogen.

Die Wiesel, die in Zwickau zwischenübernachtet hatten, setzten sich mit 33:24 (18:15) in Aue beim Tabellenschlusslicht EHV ebenfalls mit neun Toren durch und feierten so ihren dritten und bisher höchsten Auswärtssieg der Saison.

„Das war ein unglaublich wichtiger Auswärtssieg im Kampf gegen den Abstieg. Wir haben heute eine große Moral bewiesen, denn im Hexenkessel von Aue ist es immer unheimlich schwer. Ich bin stolz auf die Mannschaft. So nehmen wir heute zwei Punkte mit nach Hause, auf die wir aufbauen können“, freute sich TSV-Kapitän Patrick Hüter über die geschlossene Mannschaftsleistung.

Zu Beginn der Partie konnte sich keine der beiden Mannschaften entscheidend absetzen. Nachdem Jan Reimer sein Team nach neun Minuten per Gegenstoß zum 4:5 erstmals in Führung gebracht hatte, waren es plötzlich die Gastgeber, die mit drei Toren in Folge plötzlich mit zwei Treffern vorne lagen.

Doch das war nur eine Momentaufnahme. Bis zum 15:15 rund anderthalb Minuten vor dem Halbzeitpfiff blieb die Partie eng, ehe den Gästen noch drei schnelle Treffer gelangen und sie so eine 18:15-Führung mit in die Kabine nahmen.

Nach dem Wechsel gelang es den Dormagenern, gestützt auf einen immer besser ins Spiel kommenden Christian Simonsen, sich einen immer größer werdenden Abstand zu erspielen.

Wie schon im Hinspiel war der TSV-Torhüter einer der Garanten für den souveränen Auswärtssieg und kam am Ende auf zwölf Paraden, was einer Quote von 40 Prozent gehaltener Bälle entsprach. Das I-Tüpfelchen auf Simonsens Leistung war sicherlich nach einer Parade gegen Aues Izumuto sein anschließender Treffer ins verwaiste EHV-Tor zum 16:22 (39. Minute).

Als es in der Folge noch einmal ein kurzes Aufbäumen des EHV gab und die Gastgeber bis auf 19:23 (42.) verkürzten, nahm TSV-Trainer Matthias Flohr eine Auszeit, beruhigte sein Team und drehte offensichtlich an den richtigen Stellschrauben. Schnell fanden die Wiesel, bei denen Jan Reimer nicht nur wegen seiner acht Treffer überzeugte, wieder in die Spur und bauten ihren Vorsprung Stück für Stück aus und brachten am Ende souverän die zwei Punkte unter Dach und Fach.

„Ich bin sehr stolz auf die Truppe, die mit einer geschlossenen Mannschaftsleistung die Auer Festung geknackt hat. Das Team hat immer Ruhe ausgestrahlt und ist jederzeit positiv geblieben. Ein Sonderlob möchte ich Jan Reimer aussprechen, der lange nicht mehr von Beginn an gespielt hat und sofort voll da war“, sagte ein zufriedener „Matti“ Flohr: „Die Mannschaft hat weiterhin jede Unterstützung verdient. Wir müssen weiterkämpfen, Handball spielen und weiter punkten.“

Die Spielstatistik

EHV Aue – TSV Bayer Dormagen 24:33 (15:18)
EHV:
Bochmann (1 Parade), Petursson (5 P); Hoffmann, Izumoto (1), Pereira (2), Sajenev (5), Slachta, Mubenzem (1), Jerebie, Levak, Paraschiv (8/2), Lange, Lopp, Gansau, Blecha (2), Vignjevic (5); Trainer: Stephan Just.
TSV: Oberosler (1 Parade), Simonsen (12 Paraden, 1 Tor); Senden (1), Boehnert, Rehfus (3), I. Hüter (3), Reimer (8), Böckenholt (2), Schroven (4), Strosack, P. Hüter, Träger, Schmidt (2), Pauli, Steinhaus (6), Sondermann (4); Trainer: Matthias Flohr.
SR: Hellbusch/Jansen (Trebur). – Z: 1.697. – Zeitstrafen: 10:12 Minuten (Vignjevic/zweimal, Sajenev, Jerebie, Paraschiv – P. Hüter/zweimal, Steinhaus/zweimal, Senden, Böckenholt). – Siebenmeter: 4/2:1/0 (Simonsen hält gegen Pereira/4., Pereira an den Pfosten/31. – Reimer an die Latte/22.). – Spielverlauf: 2:2 (5.), 5:5 (9.), 7:5 (13.), 7:7 (14.), 8:9 (16.), 11:11 (19.), 11:13 (24.), 13:13 826.), 15:15 (29.), 15:18 (30.) – 16:19 (35.), 16:22 (39.), 19:23 (42.), 19:26 (47.), 20:28 (49.), 22:31 (54.), 24:33 (60./EN).


Für den TSV Bayer Dormagen steht am 22. Spieltag mit dem Auswärtsspiel beim EHV Aue die zweitweiteste Reise der Saison auf dem Programm. Bereits am Samstag machen sich die Wiesel deshalb auf den Weg ins rund 530 Kilometer entfernte Erzgebirge und legen in Zwickau eine Zwischenübernachtung ein, ehe dann am Sonntag um 17 Uhr die Partie vom Schiedsrichtergespann Lucas Hellbusch und Darnel Jansen in der Erzgebirgshalle von Lößnitz angepfiffen wird.

Vor der Reise gen Osten stand auf Dormagener Seite noch ein Fragezeichen hinter Ian Hüter. Der TSV-Spielmacher hat zwar seine muskulären Probleme, die zuletzt einen Einsatz in Vinnhorst und gegen Coburg verhindert hatten, überwunden, doch krankheitsbedingt war in den letzten Tagen kein Training möglich.

Sicher nicht mit an Bord ist Joshua Reuland, der sich im Heimspiel gegen Coburg bei einem unglücklichen Zusammenprall einen Innenbandriss im rechten Knie zugezogen hatte und den Wieseln in den kommenden acht Wochen nicht zur Verfügung stehen wird.

Reuland, der im Hinspiel beim 26:17-Heimsieg mit neun Treffern der überragende Torschütze war, auf Linksaußen zu ersetzen, obliegt nun den Youngstern Luis Pauli (19) und Felix Böckenholt (18). Beide haben in dieser Saison schon beweisen, dass sie dazu in der Lage sind. Wieder mit von der Partie beim Tabellenletzten sind im Gegensatz zum Coburg-Spiel Lucas Rehfus und Florian Boehnert.

Mit Aue wartet nach dem Jahresauftakt in Vinnhorst der andere Aufsteiger auf den TSV Bayer. Der Zweitliga-Dino, kein Verein hat mit Ausnahme des TV Emsdetten und des TV Hüttenberg mehr Zweitligajahre vorzuweisen als der EHV, hat nur schwer in die Saison gefunden.

Nach nur einem Sieg aus den ersten zehn Partien trennte man sich von Aufstiegstrainer Stephan Just und ersetzte ihn durch den Isländer Olafur Stefansson. Unter dem ehemaligen Weltklassespieler holte der EHV bisher drei Siege, darunter in den vergangenen beiden Heimspielen gegen Nordhorn (34:31) und Ludwigshafen (37:33). Zuletzt zeigte man sich allerdings in Lübeck bei der 22:32-Niederlage wieder etwas von der Rolle.

So ist der EHV ein wenig schwer einzuschätzen, doch in Erzgebirgshalle hängen die Trauben für die Gäste traditionell hoch. „Die letzten beiden Partien zeigen ein wenig die zwei Gesichter des EHV. Doch die Auer haben gute explosive 1:1-Spieler mit individuellen Stärken und stellen ihre Gegner sowohl mit einer 6:0- als auch mit einer 5:1-Abwehr vor schwere Aufgaben, die wir lösen wollen“, blickt TSV-Trainer Matthias Flohr voraus auf den Sonntag.

Die Zweitligabilanz TSV – EHV:

Heim: 14 Spiele – 11 Siege, 1 Unentschieden, 1 Niederlage.
Auswärts: 13 Spiele – 5 Siege, 2 Unentschieden, 6 Niederlagen.
Gesamt: 27 Spiele – 17 Siege, 3 Unentschieden, 7 Niederlagen.
Hinspiel: 26:17.

Anwurf: So., 25.02.2024, 17.00 Uhr, Erzgebirgshalle Lößnitz.
SR: Lucas Hellbusch/Darnel Jansen (Trebur/Trebur).

TV: Der Streamingdienst Dyn überträgt per livestream:
Dyn - EHV Aue - TSV Bayer Dormagen


Die RWE Power AG wird Partnerin des Handball-Zweitligisten TSV Bayer Dormagen. Die Kooperation kommt insbesondere der Nachwuchsabteilung mit ihrem Leistungssportzentrum zu Gute. Der TSV und das Energieunternehmen haben eine Zusammenarbeit bis zum 30. Juni 2026 vereinbart.

„Wir sind sehr stolz, dass sich RWE Power für den Handballstandort Dormagen engagiert und uns in den nächsten drei Spielzeiten auf unserem Weg begleitet. Diese Partnerschaft hat für uns einen hohen Stellenwert und gibt uns Sicherheit und zusätzliche Chancen für die Zukunft“, freut sich Björn Barthel, Geschäftsführer der TSV Bayer Dormagen Handball GmbH.

„Als langjähriger Partner der Region und des Sports ist es uns ein Anliegen, soziales Engagement und die Weiterentwicklung junger Talente zu fördern. Mit dem TSV Bayer Dormagen haben wir einen kompetenten und traditionsreichen Partner gefunden, der diese Werte pflegt und lebt und seit Jahrzehnten eine hervorragende Nachwuchsarbeit betreibt“, sagt Frank Arens, Leiter Öffentlichkeitsarbeit der RWE Power AG. Derzeit spielen mehr als 200 Kinder und Jugendliche beim TSV Bayer Dormagen Handball.

RWE fördert bereits seit vielen Jahren den Jugend- und Breitensport im Umfeld ihrer Betriebsstandorte. Zu den geförderten Vereinen gehören u.a. die powervolleys Düren, der Handballverein TuSEM Essen sowie die Jugend des Fußball-Drittligisten Rot-Weiss Essen. Mit dem Projekt „RWE erfüllt Trikotträume“ unterstützt das Unternehmen weiterhin viele Vereine aus seinen Kernregionen bei der Anschaffung von Trikots für ihre Jugendmannschaften.


Der TSV Bayer Dormagen hat mit Julian Bauer einen neuen Trainer ab der Saison 2024/25 gefunden. Der 29-Jährige kommt vom SC Magdeburg und hat am Höhenberg einen Vertrag bis zum 30. Juni 2026 unterzeichnet.

Der in Schönebeck unweit von Magdeburg geborene Bauer trainiert derzeit die A-Jugend des SC Magdeburg, mit der er aktuell in der Jugendbundesliga die Tabelle in der Gruppe I der Meisterrunde anführt.

Bauer wurde am Ende der Spielzeit 2022/23 von der Handball-Bundesliga GmbH als „Nachwuchstrainer der Saison“ ausgezeichnet. Die hochkarätig besetzte Jury um Alfred Gislason, Dominik Klein, Anna Loerper und Frank Bohmann entschied sich unter mehr als 120 Einsendungen für Bauer. „Er ist nicht nur im Besitz einer Trainer-A-Lizenz, sondern hat auch einen Masterabschluss in Wirtschaft und Sport. Er legt einen großen Fokus auf die individuelle Entwicklung seiner Schützlinge und hat damit bereits in jungen Jahren zahlreiche Jugendnationalspieler geformt“, hob die Jury in ihrer Begründung hervor.

„Ich habe sehr große Lust auf die Aufgabe in Dormagen. Die DNA des Vereins, junge Spieler aktiv in den Bundesligakader zu integrieren, sie weiter auszubilden und mit ihnen den nächsten Schritt zu gehen, hat mich sehr gereizt. Nach zehn Jahren beim SC Magdeburg war es Zeit für mich, den nächsten Schritt zu gehen. Beim TSV Bayer Dormagen finde ich optimale Rahmenbedingungen für ein erfolgreiches Arbeiten vor“, sagte der A-Lizenzinhaber.

„Nach einer zeitintensiven und langen Trainerfindung mit vielen Gesprächen bin ich überzeugt, mit Julian Bauer den richtigen Trainer für unseren Verein gefunden zu haben. Die Gespräche der letzten zwei Wochen mit ihm haben mich vollends überzeugt. Mit Julian konnten wir einen der begehrtesten und talentiertesten Trainer für uns gewinnen. Seine Idee von Handball, Führung und Kommunikation deckt sich mit dem Trainerprofil, welches wir gesucht haben. Ich freue mich auf die gemeinsame Zukunft“, sagte TSV-Handball-Geschäftsführer Björn Barthel.

 

Steckbrief Julian Bauer

Geburtstag:                           06.12.1994

Geburtsort:                           Schönebeck (Sachsen-Anhalt)

Position:                                Cheftrainer

Beim TSV Bayer ab:            1. Juli 2024

Sportliche Erfolge:               Deutscher Meister B-Jugend 2018
                                               DHB-Pokalsieger A-Jugend 2021

                                               Trainer des Jahres LSB Sachsen-Anhalt 2022

                                               Nachwuchstrainer des Jahres Liquimoly-HBL 2023

Bisherige Vereine:                2010-14: SG Eintracht Glinde
                                              seit 2014: SC Magdeburg (derzeit A-Jugend)

Beruf:                                    Master Ed. Gymnasiallehramt Sport/Wirtschaft,
                                               Handballtrainer (LSB Sachsen-Anhalt, SC Magdeburg)

Qualifikationen:                    2019: Erwerb A-Lizenz DHB
                                                2021: Dozent EHF-Mastercoach Fortbildung
                                               2022: Dozent A-Lizenz Fortbildung DHB


Es war ein gebrauchter Abend für die Handballer des TSV Bayer Dormagen gegen den HSC 2000 Coburg. Denn neben der 25:33 (12:16)-Niederlage schmerzte besonders die Verletzung von Linksaußen Joshua Reuland, für den nach 43 Minuten mit einer Knieverletzung das Spiel beendet war.

Die personellen Vorzeichen auf Seiten der Wiesel standen schon vor dem Spiel nicht gut, da mit Ian Hüter, Lucas Rehfus, Florian Boehnert, Luis Pauli und Robin Kremp fünf Akteure nicht zur Verfügung standen. So lastete von Beginn an viel Verantwortung auf Alexander Senden und Sören Steinhaus.

Den besseren Start erwischten mit zwei Toren die Gäste aus dem Frankenland, ehe Steinhaus der erste Dormagener Treffer gelang. Als Patrick Hüter nach jeweiligem Anspiel von Senden zweimal vom Kreis traf, war beim 4:4 (8. Minute) noch alles in der Reihe aus Sicht der Hausherren.

Doch dann kam ein erster Knick ins Dormagener Angriffsspiel und Coburg zog mit vier Toren davon. Nach dem 5:9 (15.) durch den starken Maximilian Jäger ersetzte TSV-Trainer Matthias Flohr im Tor den glücklosen Christian Simonsen durch Louis Oberosler.

Der Neuzugang führte sich mit drei Paraden bis zur Pause ordentlich ein, doch der Vier-Tore-Rückstand bis zum Wechsel blieb bestehen. Aus der Kabine kamen die Wiesel dann ohne Patrick Hüter, Der TSV-Kapitän hatte sich gegen Ende der ersten Hälfte eine Platzwunde am Kopf zugezogen und konnte die Partie nicht mehr fortführen.

Aber auch ohne ihren Kapitän starteten die Wiesel gut in die 2. Hälfte. Nach drei schnellen Toren war bis zur 35. Minute der Anschluss hergestellt, auch weil Oberosler den einen oder anderen Coburger Ball entschärfen konnte.

Bis zum 20:21 (42.) blieben die Dormagener auf Tuchfühlung, ehe sie die nächste Hiobsbotschaft ereilte. Beim Coburger Angriff fiel Tumi Stein Runarsson so unglücklich auf das Knie von Joshua Reuland, sodass dieser mit großen Schmerzen und Verdacht auf eine Bänderverletzung das Spielfeld verlassen musste.

Ehe die Dormagener den ersten Schock verdaut hatten, zogen die Coburger bereits wieder auf 21:26 davon. Zwar kam der TSV noch einmal bis auf 24:26 heran, doch auch eine offene Deckung am Ende brachte keine Wende mehr. Die sich nun bietenden Freiräume nutzte der HSC eiskalt aus und gewann am Ende dann noch deutlich.

„Das war ein ganz bitterer Tag. Es ist einfach brutal, was da alles zusammengekommen ist, das macht mich sprachlos. Aber auch an diesem schwarzen Tag bin ich stolz, dass wir als Mannschaft zusammengestanden haben. Wir haben versucht mit einer extrem jungen Mannschaft heute jeden Ausfall mit allem, was wir hatten, auszumerzen. Das Team hat größten Respekt verdient“, bilanzierte „Matti“ Flohr nach der Partie.

„Es wurde Anfang der zweiten Halbzeit noch einmal knapp, da Dormagen es gut gemacht hat. Deshalb trügt das Ergebnis ein wenig. Aber die Mannschaft hat gelernt über die 60 Minuten und hat in der zweiten Halbzeit ein verlässliches Fundament gestellt und das System eiskalt weitergespielt“, freute sich HSC-Trainer Jan Gorr über den verdienten Sieg seiner Mannschaft.

Für die Dormagener steht nun am kommenden Sonntag das schwere Auswärtsspiel in Aue auf dem Programm. „Ich hoffe, dass dann einige Spieler wieder zur Verfügung stehe“, so Flohr abschließend.

Die Spielstatistik

TSV Bayer Dormagen – HSC 2000 Coburg 25:33 (12:16)
TSV:
Oberosler (6 Paraden), Simonsen (0 P); Reuland (2), Kaysen, Senden (2), Leis (n.e.), M. Schmidt, Reimer (3/3), Böckenholt (1), Schroven (3), Strosack (1), P. Hüter (3), Träger, J. Schmidt, Steinhaus (6), Sondermann (4); Trainer: Matthias Flohr..
HSC: van der Merwe (12 Paraden), Apfel (0 P); Runarsson (2), M. Jaeger (6), Dettenthaler, Bis (3), Glatthard, Fuss (4), Obranovis, Billek (4/3), Krone, Helmersson (3), Valkovskis, Schäffer (4), F. Jaeger (7); Trainer: Jan Gorr.
SR: Cesnik/Konrad (Gummersbach). – Z: 1.113. – Zeitstrafen: 4:4 Minuten (J. Schmidt, Sondermann – Glatthard, Schäffer). – Siebenmeter: 4/3:3/3 (van der Merwe hält Reimer/20.). – Spielverlauf: 0:2 (3.), 1:3 (5.), 3:3 (7.), 4:4 (8.), 4:8 (13.), 5:8 (14.), 6:10 17.), 10:12 (24,), 10:14 (27.), 12:16 (30.) – 15:16 35.), 15:18 (37.), 18:19 (39.), 20:21 (42.), 20:23 (45.), 21:26 (51.), 24:26 (55.), 24:29 (56.), 25:33 (60./EN).


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