Der TSV Bayer Dormagen hat das erste Testspiel unter Neu-Trainer Dusko Bilanovic gewonnen. Am Dienstagabend hieß es nach 60 Minuten 26:23 (10:12) für die Gäste, die bei Drittliga-Spitzenreiter HSG Krefeld in der Glockenspitzhalle vor rund 100 Zuschauern spielten. "Nachdem vor allem Ausdauer und Kondition die erste Trainingswoche bestimmte bin ich sehr zufrieden", sagte Bilanovic und lobte den Einsatz aller eingesetzten Spieler. Dazu zählte auch der lange verletzte Heider Thomas, der in Abwehr und Angriff Akzente setzte und fünf Tore zum Erfolg beitrug. Er musste sogar länger spielen als geplant, da Julian Köster umgeknickt war und nicht weiterspielen konnte. Ihm ging es genau so wie Daniel Eggert, der vor seinem Ausscheiden sechs Tore erzielte. Die Hoffnung ist groß, dass sich die Verletzungen der Beiden als nicht schwerwiegend erweisen. Geschont wurde Lukas Stutzke, der nach seiner Rückkehr vom Vier-Länder-Turnier in Spanien über Beschwerden am Ellbogen klagt. Auch Eloy Morante Maldonado und Joshua Reuland konnten noch nicht eingesetzt werden. Mit dabei war erstmals der US-Amerikaner Drew Donlin, der mit seinem Landsmann Alec Zeck in der 2. Mannschaft des TSV Bayer Dormagen spielt.

HSG Krefeld - TSV Bayer Dormagen 23:26 (12:10)
TSV: Bartmann, Boieck; Richter (2), I. Hüter (2), Thomas (5), Löfström (2), Eggert (6), Wieling (5/2), Köster, Hartmann (1), P. Hüter (2), Rebelo, Eberlein, Pyszora (1), Donlin.
Torschützen Krefeld: Hansen (4), Görden (4), Schiffmann (1), Roosna (1), Brüren (3/1), Vonnahme (3), Gentges (3), Zimmermann (2), Kuhfuß (1), Wöstmann (1).

Handball-WM Special Februar-Kombiticket
Deutschland wird Weltmeister! So zumindest wünscht sich die aktuell größer gewordene Handball-Fangemeinde den Ausgang der WM in Deutschland und Dänemark. Der TSV hat sich spontan etwas Besonderes einfallen lassen: Neu im Onlineshop (https://www.eventimsports.de/ols/bayerdormagen) gibt es das Handball-WM Special Februar-Kombiticket für die ersten beiden Heimspiele in diesem Jahr am Samstag, 9. Februar, gegen EHV Aue und am Freitag, 15. Februar, gegen den TV Hüttenberg - inklusive WM-Special-Rabatt von 19 Prozent (bis einschließlich 31. Januar buchbar - nur online).

Und der Hammer: Sollte Deutschland tatsächlich Weltmeister werden, bekommt jeder Ticketkäufer, der bis zum 25. Januar um 17.59 Uhr ein Kombi-Ticket gekauft hat, zwei Freikarten für das Heimspiel gegen den HSC Coburg (Freitag, 1. März) geschenkt. Die Fäden dieser Aktion in Dormagen laufen bei Marie-Kristin Krupinski zusammen, die auch sagt: "Wir freuen uns auf euch in der Halle und drücken dem DHB-Team weiterhin die Daumen."


Nach dem Kennenlernen und den ersten Übungseinheiten steht am kommenden Dienstag, 22. Januar, das erste Trainingsspiel unter Dusko Bilanovic an. Der neue Coach des TSV Bayer Dormagen hat nach wie vor gute Kontakte zur HSG Krefeld und freut sich natürlich über die Rückkehr an die frühere Wirkungsstätte: Er war im November 2017 eingesprungen und coachte den Drittligisten bis Ende der Saison 2017/18. Die Partie wird um 19.30 Uhr in der Krefelder Glockenspitzhalle angepfiffen. Bevor der Spielbetrieb am 9. Februar in der 2. Handball-Bundesliga mit dem Heimspiel gegen EHV Aue wieder los geht, haben die Fans die Möglichkeit, den neuen Mann auf der Bank bereits in Dormagen zu erleben: Am Freitag, 1. Februar, erwartet der TSV die Rhein Vikings um 20 Uhr im TSV Bayer Sportcenter. Dann kann man auch die modernisierte Hallenbeleuchtung in Augenschein nehmen.

Bilanovic ist nach der ersten Woche in Dormagen sehr zufrieden: „Die Spieler sind hochmotiviert, alle wollen richtig Gas geben“, beobachtete der neue Coach, der gerne mit dem bisherigen Co-Trainer zusammenarbeitet: „Von Anfang an war klar, dass Peer bleibt. Er ist die richtige rechte Hand und hilft hervorragend im Training“, schätzt der 47-Jährige im Interview die Arbeit von Pütz. Im Video macht Bilanovic auch das sportliche Ziel deutlich: „Wir wollen möglichst früh die für den Klassenerhalt nötigen Punkte holen.“

Die Hoffnung ist groß, dass die zuletzt verletzten Spieler bei den Punktspielen wieder dabei sind. Eloy Morante Maldonado, der wegen seines Bänderrisses das Vierländer-Turnier der Junioren-Nationalmannschaft im spanischen Santander verpasste, macht mit beim spezifischen Krafttraining, muss sich aber noch schonen - ebenso wie Joshua Reuland, der nach seiner Wadenverletzung auf einem guten Weg ist. Auch mit Blick auf den Langzeitverletzten Heider Thomas ist Bilanovic durchaus zuversichtlich: „Ich habe ein gutes Gefühl und hoffe, dass er uns bald helfen wird.“ Janis Boieck und Lukas Stutzke stiegen etwas später ins Training ein und hatten noch ein paar Tage Regenerationszeit nach dem Turnier in Spanien. In Santander belegte die deutsche Auswahl den dritten Rang nach dem Sieg gegen Spanien (27:26), dem Remis gegen Frankreich (31:31) und der 23:30-Niederlage gegen Portugal. Stutzke erzielte insgesamt 12 Tore.


"Das Jugendzertifikat bestätigt unsere hervorragende Nachwuchsarbeit", freute sich heute Jamal Naji, Nachwuchskoordinator und Trainer des TSV Bayer Dormagen, über den Erhalt des Gütesiegels. "Wir erfüllen alle Voraussetzungen und bieten die Rahmenbedingungen, damit sich unsere Talente auf höchstem Niveau bestmöglich entwickeln können. Das gilt für Trainer, Strukturen, Athletiktraining, Kooperationen mit Schulen oder auch die duale Karriereentwicklung", betont Naji. "Darauf sind wir stolz, wollen uns aber weiter verbessern, um beim nächsten Mal vielleicht der einzige Zweitligist zu sein, der das Jugendzertikat mit Stern bekommt." Selbst bei den Erstligisten waren es nur sieben Klubs, die die Auszeichnung mit dem besonderen Prädikat erhalten haben.

Für Jamal Naji war das anspruchsvolle Vergabeverfahren Neuland: "Die anstrengende Arbeit der letzten Wochen hat sich gelohnt. Mein Dank gilt auch Mattes Rogowski, der bei allen Fragen mit Rat und Tat zur Seite stand." Rogowski ist Leiter Sport & Lizenzierungsverfahren der DKB Handball-Bundesliga. Er macht deutlich: "Die WM-Nominierungen der vielen jungen deutschen Nationalspieler und der Erfolg der Juniorennationalmannschaft mit der Bronzemedaille bei der U20 Europameisterschaft 2018 in Slowenien zeigen, dass sich die Nachwuchsförderung in Deutschland durch den DHB und die Vereine der Handball-Bundesligen auf internationalem Topniveau befindet. Die kontinuierliche Weiterentwicklung des Jugendzertifikats der DKB Handball-Bundesliga, gemeinsam mit dem DHB, bildet eine gute Grundlage für die Ausbildung der Nachwuchstalente."

Ein Expertenausschuss vergab das Jugendzertifikat an 16 Erstligisten und an die sieben Zweitigisten TSV Bayer Dormagen, TUSEM Essen, HBW Balingen-Weilstetten, TuS N-Lübbecke, EHV Aue, HSC 2000 Coburg und HC Elbflorenz Dresden.


Peer Pütz hat sein Engagement beim TSV Bayer Dormagen bis 2020 verlängert. Der 27-Jährige bleibt auch unter Dusko Bilanovic Co-Trainer des Handball-Zweitligisten und wird seine erfolgreiche Arbeit als Coach der U15 (C-Jugend) ebenfalls fortsetzen.

Der TSV ist darüber hinaus froh, vier in der Jugend-Bundesliga spielende Talente (alle 18 Jahre alt) an den Verein binden zu können: Die Rückraumspieler Julian Köster und Sven Eberlein gehören zum erweiterten Kader der 1. Mannschaft. Köster hat einen Vertrag bis 2020 unterschrieben, Eberlein bis 2021. Bis 2020 haben auch Linksaußen Nick Braun und Rechtsaußen Jan Reimer zugesagt. Sie gehören zum Perspektivkader mit der ersten Priorität 2. Mannschaft und der gleichzeitigen Heranführung an die 1. Mannschaft.

"Es freut mich einerseits, dass Peer weiterhin zu unserem Trainerteam gehört und zum anderen die nächsten vielversprechenden Talente heranwachsen, um in die Fußstapfen ihrer vielen Vorgänger treten zu wollen. Dies ist auch ein Verdienst unserer kompetenten Nachwuchstrainer, die einen tollen Job machen", sagt Handball-Geschäftsführer Björn Barthel.


Die TSV Bayer Dormagen Handball GmbH hat heute Ulli Kriebel von seinen Aufgaben als Cheftrainer entbunden. Der aktuelle Tabellen-Siebzehnte der 2. Handball-Bundesliga stellte den 40-Jährigen mit sofortiger Wirkung frei. Die Nachfolge Kriebels als Coach der Dormagener Handballer tritt mit Beginn der Rückrunden-Vorbereitung am kommenden Montag, 14. Januar, Dusko Bilanovic (47) an. Ursprünglich sollte der Wechsel zum 1. Juli 2019 erfolgen.

„Nach eingehender Analyse der Hinrunde und der derzeitigen sportlichen Situation haben wir uns für einen Trainerwechsel entschieden, um mit Dusko Bilanovic im Kampf um den Klassenerhalt den entscheidenden Impuls zu setzen,“ sagt Björn Barthel, Handball-Geschäftsführer des TSV Bayer Dormagen. „Mit dieser Entscheidung erwarten wir die absolute Fokussierung Aller auf das Ziel Klassenerhalt,“ betont Barthel.

Der im serbischen Belgrad geborene Dusko Bilanovic lebt seit 1994 in Deutschland und besitzt die deutsche Staatsangehörigkeit. 2004 machte er an der Sportakademie Belgrad den Abschluss zum höheren Sporttrainer. Er ist verheiratet und hat zwei Kinder. Der 47-Jährige kennt den deutschen Handball aus zahlreichen Stationen als Spieler und Trainer. Bevor er 1994 zum VfL Pfullingen und damit seiner ersten Station in Deutschland wechselte, spielte Bilanovic in Frankreich und in Italien. Seine Laufbahn als Handballspieler begann 1985 bei Roter Stern Belgrad. Sechs Jahre war er Vertragsspieler in der 1. jugoslawischen Liga. Sein erstes Traineramt übernahm er 2008 beim OHV Aurich. Für eine Übergangszeit von einem halben Jahr coachte er bis Saisonende 2017/18 den Drittligisten HSG Krefeld.

Der TSV Bayer Dormagen bedankt sich bei Ulli Kriebel für sein jahrelanges Engagement als Jugendtrainer sowie Trainer der 1. Mannschaft, in dessen Verantwortung der Aufstieg in die 2. Bundesliga gelang.


Die Handball-WM startet und wir drücken unseren Jungs die Daumen. Einer mit Dormagen-Erfahrung ist heute im Auftaktspiel gegen Korea (live ab 18 Uhr im ZDF) dabei: Der aus Potsdam stammende Fabian Böhm (29) wurde 2011 von den Füchsen Berlin ausgeliehen und spielte mehrere Monate für den damaligen DHC. Bundestrainer Christian Prokop hat indes einen zweiten Ex-Dormagener nicht für den 16er-Kader nominiert: Tim Suton (22), der als Jugendlicher das Trikot des TSV Bayer Dormagen trug, könnte aber im Bedarfsfall noch nachrücken.

Etliche weitere Akteure dieser WM waren in Dormagen aktiv: So Gudmundur Gudmundsson - von 1999 bis 2001 nicht als Spieler sondern als Trainer. Derzeit ist der 58-jährige Isländer, der 2008 mit Island sensationell Olympia-Silber holte und acht Jahre später mit Dänemark sogar Gold, wieder Islands Nationalcoach. Der Däne Nikolaj Jacobsen (47) kam 1997 für eine Saison von GOG Gudme nach Dormagen. Der Linksaußen belegte in der Bundesliga-Torschützenliste mit 189 Treffern den dritten Platz und wurde prompt vom THW Kiel umworben. Er ist nicht nur Trainer der Rhein Neckar Löwen sondern auch der dänischen Nationalmannschaft.

Einer, der in Dormagen das Handballspielen lernte, ist Kentin Mahé. Der zweifache Weltmeister kam 2000 mit seinen Eltern als Neunjähriger zum TSV. 2011 wechselte er zum VfL Gummersbach und ging anschließend zum HSV Hamburg, danach zur SG Flensburg-Handewitt. Seit 2018 spielt Mahé für den ungarischen Spitzenklub Veszprem. Wie stark Ondřej Zdráhala, derzeit beim polnischen Klub Wislan Plock unter Vertrag, auch als 35-Jähriger noch ist, konnten die Handball-Fans in der letzten Woche beim Test der Tschechen gegen Deutschland sehen. Im letzten Jahr wurde er übrigens Torschützenkönig der Europameisterschaft. Zdráhala spielte in der Saison 2011/12 in Dormagen.

Zwei Spieler waren zwar nicht für den TSV aktiv, haben aber eine gewisse Dormagen-Verbindung. Gisli Thorgeir Kristjansson (19) ist der Sohn von Kristjan Arason, der von 1994 bis 1996 den Dormagener Bundesligisten trainierte. Der Youngster wechselte 2018 zum THW Kiel und gehört jetzt zum isländischen WM-Kader. Und dann gibt es auch noch den für Serbien spielenden Mladen Krsmancic (26) - er ist der jüngere Bruder von Marko, der in der Saison 2010/11 in Dormagen heimisch war.


Es waren gerade mal 20 Minuten gespielt, da lag der TSV Bayer Dormagen in der Lübbecker Merkur Arena mit 6:13 zurück. Doch das dezimierte Gäste-Team gab sich keineswegs geschlagen und wehrte sich mit einer kampfstarken Leistung gegen die drohende Niederlage beim Tabellenvierten der 2. Handball-Bundesliga. Im Gegensatz zum Hinspiel (21:29) reichte die Aufholjagd nicht nur bis zu einer gewissen Annäherung sondern nach einer Dreiviertelstunde sogar zum 25:25. "Dann haben wir die letzten Körner zusammengekratzt", sagte Nettelstedts erleichterter Trainer Aaron Ziercke nach dem 33:29-Erfolg. Dank des Aufbäumens durfte aber auch der TSV Komplimente mit nach Hause nehmen. Der mit Blick auf die Ergebnisse eher ungewöhnliche Rückrundenauftakt erfreute die Dormagener freilich nicht. Denn Großwallstadt und Dessau setzten sich aufgrund des besseren Torverhältnisses vor die Rheinländer, die bis zum Neustart der Liga auf Abstiegsplatz 17 rangieren. Weiter geht es nach der WM-Pause mit den beiden Heimspielen am 9. und 15. Februar gegen Aue und Hüttenberg.

TSV-Coach Ulli Kriebel und seine Spieler waren mit dem Vorsatz nach Ostwestfalen gereist, das "Unmögliche möglich zu machen". Der verletzungsbedingt stark reduzierte Kader machte das Vorhaben nicht gerade einfacher: Neben den Langzeitverletzten Heider Thomas und Tyron Hartmann konnten weiterhin Joshua Reuland und Patrick Hüter nicht eingesetzt werden. Daniel Eggert musste wegen eines Muskelfaserrisses pausieren, Eloy Morante Maldonado wegen der zwei gerissenen Bänder im Sprunggelenk - das MRT wartet an diesem Freitag auf ihn. Last but not least blieb der erkrankte Carl Löfström draußen. Gerade die platzierten Abschlüsse des schwedischen Kreisläufers fehlten dem TSV in Lübbecke.

"Wir hatten in der Anfangsphase zu großen Respekt", beschrieb Kriebel den Auftakt vor 1510 Zuschauern, darunter auch circa 50 Dormagener Fans. "Zu früh kamen mehrfach die Abschlüsse über den Rückraum, so haben wir den TuS zum Tempospiel eingeladen." Für die ersten drei Gegentreffer waren zwei Ex-Dormagener verantwortlich: Jo Gerrit Genz und Peter Strosack. Weil Schlussmann Joel Birlehm schon von Beginn an sein Können unter Beweis stellte brauchte der TSV fünf Minuten, um durch Nuno Rebelo zum ersten Treffer zu kommen. Lukas Stutzke und Benni Richter per Siebenmeter ließen den ersten Ausgleich folgen. Doch die Fehlabschlüsse häuften sich und brachten den Gastgebern immer wieder die freien Wurfchancen, gegen die auch Sven Bartmann machtlos war. Mit einem passgenauen Anspiel von Ian Hüter erzielte Richter in der 17. Minute den 9:6-Anschluss. Es folgten drei bittere Minuten mit vier Einschlägen in Folge.

Warum der Vorsprung wieder schmolz? "Wir haben zu früh einen Gang rausgenommen und gewechselt", begründete Aaron Ziercke das bald wieder offene Spiel auf Augenhöhe. Auf Dormagener Seite führte eine Veränderung zu deutlich besserer Ausbeute: Nick Braun löste Benni Richter auf Linksaußen ab, der nun den Spielaufbau organisierte. An der Aufholjagd beteiligte sich dann auch Brauns A-Jugend-Kollege Julian Köster zum 15:12. Den letzten Treffer für die Gäste vor der Pause (17:13) machte Rechtsaußen Tim Wieling nach einem Traumanspiel von Richter. Nach dem Seitenwechsel hielt sich zunächst der Abstand, dann aber brachte die Rote Karte gegen den Nettelstedter Abwehrspezialisten Patryk Walczak neue Bewegung ins Spiel. Sein Foul legte Ian Hüter erst einmal flach, zum Glück konnte er weitermachen. Gegen die löchriger wirkende TuS-Abwehr witterte der TSV die Sensation. Nach 45 Minuten sorgte Benni Richter für den zweiten Ausgleich des Spiels. Doch bei diesem 25:25 sollte es bleiben. "Wir haben leider zweimal die Führung verpasst und so das Momentum ganz in unserer Hand zu haben", betonte Ulli Kriebel. So setzten die Gastgeber sich wieder ab. Das lag vor allem an Birlehm, und wenn der Torwart nicht mehr an den Ball kam, halfen direkt hintereinander Latte und Pfosten. Als Janis Boieck den Strafwurf von Jens Bechtloff abwehrte, kam kurz noch einmal Hoffnung auf, die allerdings durch die Treffer von Genz und Jan-Eric Speckmann wieder einschlief. "Nach dem Ausgleich haben wir ganz schön gezittert", wusste Jo Gerrit Genz auch warum: Immerhin hatte Aaron Ziercke für den Fall einer Niederlage ein Straftraining angekündigt.
     
TuS N-Lübbecke - TSV Bayer Dormagen 33:29 (17:13)
Lübbecke: Birlehm (15 Paraden), Tatai (bei drei 7m, 1 P.); Genz (5), Walczak, Bechtloff (1/1), Gierak (6/1), Strosack (3), Rakovic (2), Spohn (5), Jaanimaa (2), Schade (3), Speckmann (5), Hövels (1).
Dormagen: Bartmann (3 Paraden), Boieck (ab 23., 8 P.); Eberlein (n.e.), Pyszora, I. Hüter (3), Krefting (n.e.), Köster (1), Rebelo (4), Richter (6/3), Braun (3), Jagieniak (2), Stutzke (4), Wieling (6/1).
Schiedsrichter: Friedel / Herrmann (Aue).
Zuschauer: 1510 in der Merkur Arena Lübbecke.
Zeitstrafen: 6:6 Minuten (Rote Karte gegen Walczak nach grobem Foul gegen Hüter, 38.).
Siebenmeter: 2/3:4/6 (Boieck hält gegen Bechtloff - Wieling scheitert an Birlehm, Richter an Tatai).
Spielfilm: 3:0, 3:3, 5:4, 7:4 (13.), 9:5 (15.), 9:6, 13:6 (20.), 13:8, 14:8, 14:9, 15:9 (24.), 15:13 (27.), 17:13 - 17:14, 19:14, 20:15, 20:17, 22:20 (40.), 24:21, 24:23 (44.), 25:25 (45.), 27:25, 27:26, 30:26 (55.), 33:29.


Nach dem 31:23-Erfolg bei den Rhein Vikings in Düsseldorf hatten die Spieler des TSV Bayer Dormagen allen Grund zur Freude. Der bereits vierte Auswärtssieg bescherte ihnen Rang 10 in der Auswärtstabelle der 2. Handball-Bundesliga. Da die Heimbilanz mit dem vorletzten Platz allerdings nicht ganz so positiv ausfällt ist, kommt am Ende in der Gesamttabelle der 15. Rang heraus - ein Nichtabstiegsplatz. "Das Ziel zur Halbzeit der Saison haben wir geschafft", betont Trainer Ulli Kriebel. "Doch darauf können wir uns natürlich nicht ausruhen. In der Rückrunde müssen wir weiter Gas geben, um auch am 38. und letzten Spieltag feiern zu können."

Die Rückrunde beginnt freilich heute bei einem Gegner, zu dem die Dormagener als krasser Außenseiter anreisen: Bereits das Heimspiel hatte der TSV mit 21:29 gegen den aktuellen Tabellenfünften TuS N-Lübbecke verloren. In der Merkur Arena Lübbecke wird es keineswegs einfacher. Zumal zwei weitere Spieler nicht spielen können: Bei Spielmacher Eloy Morante Maldonado bestätigte sich der schon in Düsseldorf aufgekommene Verdacht, zwei Bänder im Sprunggelenk sind gerissen. Und Kreisläufer Carl Löfström meldete sich nach ärztlicher Untersuchung krank. "Wir werden versuchen, in Lübbecke das Unmögliche möglich zu machen", sagt Ulli Kriebel vor dem Anpfiff der Schiedsrichter Fabian Friedel und Rick Herrmann aus Aue um 17 Uhr.

Für Tim Wieling ist die Partie in Heimatnähe etwas Besonderes. Er freut sich auf die Partie und speziell auf Torwart Joel Birlehm: "Fünf Jahre lang haben wir zusammen für Minden gespielt. Es hat Spaß gemacht, Joel als Mannschaftskamerad gehabt zu haben", betont Dormagens Rechtsaußen in der Lübbecker Hallenzeitung. Und er weiß natürlich, dass "es heute ein schweres Ding für uns wird. Der TuS ist der eindeutige Favorit. Andererseits haben wir nicht so viel Druck wie Nettelstedt, das wohl gewinnen muss..."



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