Warum man als Aufsteiger gleich zu Saisonbeginn gegen zwei Bundesliga-Absteiger antreten muss erschließt sich nicht so ganz. Die vermutliche Antwort eines Liga-Verantwortlichen auf die Frage wird sein: Jeder Gegner in der "weltbesten 2. Bundesliga" ist stark. So also reist der TSV Bayer Dormagen an diesem Samstag nach Gießen zu einem starken Absteiger, der allerdings in den ersten beiden Spielen nur bedingt überzeugen konnte. In der Sporthalle Gießen-Ost am Karl-Reuter-Weg 3 trägt der TV Hüttenberg derzeit seine Heimspiele aus. Die Schiedsrichter Pawel Fratczak und Paulo Ribeiro pfeifen die Partie um 18 Uhr an. Wer nicht vor Ort dabei ist kann das Spiel per Livestream erleben.

Den Saisonauftakt hatte sich der TV Hüttenberg sicher auch etwas anders vorgestellt. Das Heimspiel gegen Aue endete 23:23, in Nordhorn verlor das Team von Emir Kurtagic deutlich mit 27:34. "Hüttenberg ist Favorit, steht aber nach den ersten beiden Spielen deutlich mehr unter Druck als wir", sagt Dormagens Handball-Geschäftsführer Björn Barthel. Genau diese Ausgangsposition könnte dem TSV am Samstag entgegenkommen. "Vielleicht können wir den Moment nutzen", hofft TSV-Coach Ulli Kriebel vor allem auf eine bessere Chancenverwertung als in Aue. Dort wurden einfach zu viele beste Möglichkeiten ausgelassen. Kriebel: "Für uns ist das Spiel der nächste Schritt um aus den bisherigen Fehlern zu lernen."

"Wer denkt, dass es gegen Dormagen einfach werden wird, der täuscht sich. Die Jungs spielen einen sehr unangenehmen Handball, kämpfen bis zum Umfallen und haben als Aufsteiger nichts zu verlieren. Sie treten als echtes Team auf und haben Spieler im Kader, die flink auf den Beinen sind", lobt Kurtagic im "Gießener Anzeiger" den Aufsteiger.

Nachdem Lukas Stutzke im Erzgebirge vor allem in der Abwehr zum Einsatz kam, dürfte er jetzt auch verstärkt Spielanteile in der Offensive bekommen, der Wurfarm spielt wieder mit. Und Ian Hüter ist auch wieder dabei, nachdem er die US-Auswahl bei zwei Qualifikationsspielen gegen Kanada zu den Panamerikanischen Spielen 2019 in Lima (Peru) führte. "Die Wahl zum Kapitän war eine große Ehre für mich", betont der 20-Jährige, der umsetzte, was der schwedische Trainer Robert Hedin von ihm erwartete: "Ich sollte vor allem Verantwortung auf dem Spielfeld übernehmen." Das hat er beim 36:24-Erfolg in Auburn und beim 27:27 im Rückspiel am Mittwoch in Montreal eindrucksvoll gemacht. Ian Hüter: "Ich bin sehr glücklich, an diesem Event teilgenommen zu haben und hoffe, den Sport, den wir alle so lieben, auch in den USA verbreiten zu können, um in Zukunft große Erfolge zu erzielen."


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