Er ist gerade mal 19 Jahre alt, hat sich aber bereits einen besonderen Platz im Geschichtsbuch der Handball-Abteilung des TSV Bayer Dormagen gesichert: Julian Köster gewann mit der deutschen U19-Nationalmannschaft in Skopje WM-Silber. Und nicht nur das: Er wurde auch als bester Abwehrspieler der Weltmeisterschaft ausgezeichnet. Kurz nach der Rückkehr aus Nordmazedonien trainierte er bereits wieder mit der Mannschaft von Dusko Bilanovic und zählte am Samstag zum Team, das beim 35:25 gegen den EHV Aue für Begeisterung im TSV Bayer Sportcenter sorgte. Vor dem Anpfiff ehrte Handball-Geschäftsführer Björn Barthel den Vize-Weltmeister und überreichte dem Fußballfan Tickets für ein Heimspiel auf Schalke.

Nach der Finalniederlage gegen Ägypten (28:32) war die U19 natürlich enttäuscht. Doch auch Trainer Erik Wudtke machte deutlich: „Im ersten Moment war es hart für uns. Aber nachdem wir eine Nacht darüber geschlafen haben, sieht die Welt wieder anders aus. Wenn die Spieler später einmal zurückschauen, können sie stolz auf ihre Leistung und die Silbermedaille sein.“ Und für Julian Köster steht fest: „Diese Weltmeisterschaft war eine Super-Erfahrung. Ich glaube, das bringt einen auch mit Blick auf den Verein immer weiter voran. Meine Auszeichnung ist eine besondere Ehre, wichtiger ist für mich aber der Teamerfolg mit der Silbermedaille.“

Mit 208 Gegentreffern (23,11 im Schnitt pro Spiel) stellte Deutschland die beste Defensive aller 24 WM-Teilnehmer vor Ungarn und Kroatien. Mit 262 erzielten Toren lag die DHB-Auswahl auf Rang 9, war in Sachen Angriffseffektivität mit 66,7 Prozent aber Dritter hinter Kroatien und Ägypten. Julian Köster zeichnete sich nicht nur durch seine Abwehrleistung aus: Mit 28 Treffern war er auch zweitbester Schütze der DHB-Auswahl nach Jaris Tobeler (29) vom HC Empor Rostock.


40 Minuten lang schien es so, als würden beide Mannschaften an das 25:25-Remis vor sechseinhalb Monaten anschließen. Doch nach dem Abpfiff hatte der TSV Bayer Dormagen zehn Tore mehr erzielt als die enttäuschten Gäste aus Aue. Der beeindruckende 35:25 (14:14)-Sieg begeisterte bis auf eine kleine aber lautstarke Gefolgschaft aus dem Erzgebirge die 1052 Fans im TSV Bayer Sportcenter. Eine höhere Zuschauerzahl verhinderten wohl der letzte Feriensamstag und die Hitze des Tages. Wer dabei war, der wird am Freitag, 6. September, gegen den ThSV Eisenach sicher wiederkommen. Zunächst aber steht das erste Auswärtsspiel auf dem Spielplan: Am Sonntag, 1. September, tritt der TSV beim HSV Hamburg an, der am Samstag beim 28:21 in Ferndorf auftrumpfte. "Das ist dann das Spitzenspiel in der 2. Handball-Bundesliga", lachte TSV-Trainer Dusko Bilanovic, der selber der Meinung war, dass der Erfolg "gegen eine starke Mannschaft aus Aue ein bisschen zu hoch ausgefallen ist."

Nach dem 1:0 durch den einmal mehr in Abwehr und Angriff überzeugenden Carl Löfström stellten die Neuzugänge unter Beweis, dass sie echte Verstärkungen sind: André Meuser schloss platziert ab, Ante Grbavac ließ Erik Töpfer im Auer Kasten dreimal hintereinander keine Chance und Jakub Sterba verwandelte den Luftpass von Benni Richter zum zwischenzeitlichen 6:7-Anschluss. Die TSV-Abwehr blieb derweil noch hinter ihren Möglichkeiten zurück und konnte sich bei Sven Bartmann dafür bedanken, dass der Rückstand nicht noch höher ausfiel. So blieb die Partie nicht nur bis zur Pause (14:14) offen. Auch nach dem Seitenwechsel spielten die Sachsen munter mit und führten noch in der 39. Minute mit 18:17.

Dann aber passierte etwas, was Gäste-Trainer Stephan Swar zur Weißglut trieb: "Nach der Zeitstrafe gegen Julius Schröder funktionierte auf einmal nichts mehr bei uns. Die Abwehr hat jeden Zweikampf verloren, Dormagen hatte einfach den größeren Siegeswillen." Das machte sich vor allem in der Defensive bemerkbar - nun mit Patrick Hüter und Julian Köster - an der sich die EHV-Spieler jetzt immer wieder die Zähne ausbissen. Und vorne spulten die Dormagener ein erstaunliches Wurfrepertoire ab, an dem sich der energische Ian Hüter und der trickreiche Benni Richter erfolgreich beteiligten. Unnachahmlich, wie Richter auf der Bank den richtigen Augenblick abwartet, um den Gegner zu überraschen und den abgefangenen Ball ins Tor zu werfen. Auf Linksaußen nahm Joshua Reuland den Konkurrenzkampf an und verwandelte sämtliche sieben Chancen. "Ich habe schon mal mit 12 von 13 Würfen für Longerich getroffen, hatte aber noch nie hundert Prozent", strahlte Reuland, der sich bei Kontern hervorragend mit Jakub Sterba verstand.

Von dem Vier-Tore-Rückstand erholte Aue sich nicht mehr. Auch der Versuch, mit dem vorgezogenen Nico Schneider 5:1 abzuwehren, brachte nichts ein, weil Bilanovic sofort reagierte und nun auch im Angriff die personelle Möglichkeit hat, auf offensivere Deckungen zu antworten. Die Folge war ein erneuter 5:0-Lauf, der einen unbeschreiblichen Jubel in der Halle auslöste. Grandios das 29:23 durch Ian Hüter: Erst raste der 21-Jährige an den eigenen Kreis zurück, um dem Gegenstoß laufenden Schneider den Ball fair abzunehmen. Dann legte er den Vorwärtsgang ein, tankte sich durch und überwand Vilius Rasimas. In der Schlussphase ging es nur noch um die Frage, ob der Sieg zweistellig ausfällt. Die entscheidende Antwort gab ebenfalls Ian Hüter mit dem 35:25 in der letzten Sekunde.

"Ich bin immer davon ausgegangen, dass dieses Spiel in den letzten 10 oder 20 Minuten entschieden wird", wurde Dusko Bilanovic vom Spielverlauf bestätigt. "Und wir haben in den letzten 20 Minuten richtig Gas gegeben." Stephan Swat hingegen ahnte, was ihn bei der langen Rückfahrt beschäftigen wird: "Da liegt ein dicker Stein im Magen. Wir haben eine Menge aufzuarbeiten."

TSV Bayer Dormagen - EHV Aue 35:25 (14:14)
Dormagen: Bartmann (8 Paraden), Boieck (3 P.); Reuland (7), Köster (1), Meuser (3), Richter (4/3), Löfström (8), I. Hüter (4), Reimer, Noll, P. Hüter, Braun, Sterba (3), Grbavac (5), Mircic.
Aue: Töpfer (8 Paraden), Rasimas (2 P.), Musil (n.e.); De Santis (4), Naumann (1), Schröder (2), Roch (4), Ebert (1), Bornhorn (3), Petreikis (5/2), Kozubik, Schneider, Brykner, Slachta, Schauer, Kammlodt (5).
Schiedsrichter: Jan und Michael Lier.
Zuschauer: 1052.
Zeitstrafen: 6:4 Minuten.
Siebenmeter: 3/3:2/2.
Spielfilm: 3:2 (6.), 6:8 (15.), 9:10, 13:11 (26.), 14:14 - 17:18 (39.), 22:18 (45.), 27:22, 27:23 (53.), 32:23 (57.), 35:25.


Ein ähnliches Pokal-Programm am letzten Wochenende hatten die beiden Zweitligisten, die sich an diesem Samstag, 24. August, ab 19.30 Uhr im TSV Bayer Sportcenter zum Auftakt der Meisterschaftssaison gegenüberstehen: Sowohl der TSV Bayer Dormagen als auch EHV Aue zogen in die 2. Runde ein, in der sie gegen Erstligisten verloren - der TSV gegen Göppingen (24:33), Aue in heimischer Atmosphäre mit 26:31 gegen die Eulen aus Ludwigshafen. Die Schiedsrichter Jan und Manuel Lier (Korntal-Münchingen / St. Gallen) pfeifen die Partie um 19.30 Uhr an. Tickets gibt es im Tabakshop an der Kölner Straße 64, online und an den Abendkassen, die am Samstag um 18.30 Uhr öffnen.

Der EHV Aue gehört nach dem TV Emsdetten der 2. Handball-Bundesliga am Längsten an. Bereits im 28. Jahr ist das Team aus dem Erzgebirge zweitklassig. In der letzten Saison landete die Mannschaft von Stephan Swat auf Tabellenplatz 11 und zog eine positive Jahresbilanz. Das Ziel auch der Spielzeit 2019/20 lautet Klassenerhalt. An der Umsetzung wird Mittelmann und Urgestein Eric Meinhardt nicht mehr mitwirken: Der von Trainern und Managern der 2. Liga zum "Spieler der Saison" gewählte 33-Jährige hatte schon frühzeitig erklärt, dass er seine Leistungssportkarriere 2019 beendet. Der Härtest am letzten Wochenende brachte die Erkenntnis, dass die Mannschaft aus dem Erzgebirge sich offenbar in der 6:0-Abwehr wohler fühlt als im 5:1, sagen die Beobachter. Die Neuzugänge vom HC Elbflorenz Dresden Adrian Kammlodt (Rückraum links) und Gabriel De Santis (Rückraum rechts) wussten ebenso zu überzeugen wie Bengt Bornhorn am Kreis. Alle Drei erzielten gegen Ludwigshafen jeweils vier Tore.

In der letzten Spielzeit holte Aue drei Punkte gegen den TSV: Das Heimspiel im Erzgebirge wurde 32:27 gewonnen. Im TSV Bayer Sportcenter gab es beim ersten Spiel unter der Regie von Dusko Bilanovic ein 25:25-Remis. Mit einem Punkt will sich Dormagens Trainer am Samstag keinesfalls zufrieden geben: "Wir haben gegen die eingespielte und erfahrene Mannschaft von Aue im letzten Jahr nicht gewonnen, das wollen wir jetzt ändern", sagt der 48-Jährige, der grundsätzlich jedes Spiel in der heimischen Halle erfolgreich gestalten will: "Wir bauen unsere Halle wieder zu einer Festung aus", betont Bilanovic. Sein Fazit aus den Vorbereitungsspielen: "Die Defensive stand zumeist schon gut. Vorne müssen wir die Chancen besser verwerten."

Noch immer können aber dabei nicht alle Spieler mithelfen. So erweist sich die Armverletzung von Eloy Morate Maldonado als besonders hartnäckig. Und Nuno Rebelo, der bereits beim Pokalspiel gegen Göppingen wegen seiner Schulterbeschwerden passen musste, dürfte am Samstag auch noch nicht wieder fit sein. Zurück im Mannschaftstraining ist aber Kapitän Patrick Hüter, der sich bei den Panamerikanischen Spielen in Peru am Fuß verletzt hatte. Zum Team ist Julian Köster nach dem Gewinn der Silbermedaille bei der U19-WM in Skopje gestoßen. Vor dem Spiel wird der Halblinke für den Erfolg in Nordmazedonien geehrt.


Die Pokalniederlage gegen Göppingen ist verarbeitet, der Blick richtet sich auf das erste Meisterschaftsspiel der Saison 2019/20: Der TSV Bayer Dormagen geht mit Zuversicht in die neue Spielzeit, die mit der Partie gegen EHV Aue am kommenden Samstag, 24. August, um 19.30 Uhr im TSV Bayer Sportcenter beginnt. "Wir können selbstbewusst sein, immerhin haben wir in dieser starken 2. Liga sieben Mannschaften hinter uns gelassen", erinnert Handball-Geschäftsführer Björn Barthel an die letzte Saison, die mit Platz 13 endete. Das Ziel heißt denn jetzt auch nicht mehr Klassenerhalt sondern "so schnell wie möglich raus der Abstiegszone." Mindestens Platz 12 wird angestrebt - und damit die notwendige Qualifikation für den neu gestalteten Pokal-Wettbewerb. Barthel: "Und wenn es am Ende noch besser wird, haben wir auch nichts dagegen."

Mit der "akribischen und sehr harten" Vorbereitung war Trainer Dusko Bilanovic zufrieden, auch wenn er keine Trainingseinheit komplett durchführen konnte: "Alle Spieler, die mitgemacht haben, sind in der Lage 50 Minuten oder sogar die volle Stunde auf der Platte zu stehen." Als Vertreter des sportlichen Kompetenzteams bestätigt Walter Haase: "Das war eine Vorbereitung, wie ich sie mir vorstelle. Ich bin auch überrascht von der Geschwindigkeit, wie die Neuzugänge integriert werden konnten." Einen Wunsch hat Haase: "Ich hoffe, dass unsere Torhüter in dieser Saison von allen Unbilden verschont bleiben." Der aus Rostock an den Rhein gewechselte André Meuser wurde nach eigener Aussage "hier in Dormagen toll aufgenommen", fühlt sich wohl und erhält von Kapitän Patrick Hüter zusammen mit den weiteren "Neuen" ein Kompliment: "Wir haben Super-Neuzugänge und auch einen breiteren Kader."

517 Dauerkarten wurden bislang verkauft. Weiterhin besteht die Möglichkeit, das günstige Ticket für alle 17 Heimspiele zu erwerben. Ebenso wie die WieselCard, die eine Fülle von Vergünstigungen bei Partnerunternehmen beinhaltet. Der Sonderpreis in Höhe von 19,49 Euro hat etwas mit der Gründung der TSV-Handball-Abteilung vor 70 Jahren zu tun, informiert Marketing-Leiterin Jil Falkenstein. Sie ist besonders stolz auf das neue Trikot, das erstmals einen Bezug zum Rheinland hat. Und neue Wege ging der Verein auch mit der Ausleihe der 40 Meter langen LED-Bande, die für Sponsoren interessant ist: "Es ist eine effizientere Nutzung möglich, da Werbebotschaften ausgetauscht werden können." Um die Zahl der Zuschauer noch einmal zu steigern kündigt Dusko Bilanovic eine sportliche Werbung an: "Wenn wir gut spielen, dann kommen die Fans. Es ist unsere Absicht, besten Handball mit Herz und Leidenschaft zu zeigen und das Sportcenter wieder zu einer echten Festung zu machen."


Der TSV Bayer Dormagen wollte Bundesligist Frisch Auf Göppingen im DHB-Pokal ärgern. Das gelang heute auch eine Weile, doch die frühen Zeitstrafen gegen Ante Grbavac machten einen Strich durch die Rechnung. Ehe der erfolgreichste Werfer des gestrigen Spiels gegen die Rhein Vikings einen Treffer erzielen konnte, durfte er sich schon auf die Tribüne setzen. Warum die Schiedsrichter so energisch gegen Grbavac entschieden, wird ihr Geheimnis bleiben. Doch das frühe Aus nach 17 Minuten hatte erhebliche Auswirkungen auf die Wechselmöglichkeiten der Rheinländer - zumal Nuno Rebelo wegen Rückenbeschwerden gar nicht erst eingesetzt werden konnte. Zur Pause führte Göppingen mit 16:13, nach 60 Minuten hieß es 33:24. Trotz der Niederlage war TSV-Coach Dusko Bilanovic zufrieden: "Wir haben das Spiel lange offen gehalten und Frisch Auf zeitweise richtig unter Druck gesetzt."

Eine Viertelstunde lang legte regelmäßig der TSV vor und führte nach zehn Minuten sogar mit zwei Toren (5:3). In der munteren Partie ließen sich die Dormagener nur wenig vom ersten Göppinger Vorsprung (6:7, 16.) beeindrucken und spielten auch nach der Roten Karte gegen Grbavac weiter auf Augenhöhe mit dem Favoriten. Per Kempa verwandelte Ian Hüter nach Pass von Benni Richter in der 23. Minute zum 12:11. Das sollte allerdings die letzte TSV-Führung sein. Denn Marcel Schiller brachte mit vier Toren in Folge sein Frisch Auf-Team auf die Siegerstraße - auch weil der rumänische Nationaltorwart Urh Kastelic mit insgesamt 19 Paraden das Torhüterduell klar für sich entscheiden konnte. Kurios wurde es nach einer weiteren Doppelbestrafung gegen den TSV: In die Strafwurfausführung schallte die Halbzeitsirene - die fällige Wiederholung parierte Sven Bartmann und Göppingen reagierte aufgeregt. Denn statt 17:13 lag die Mannschaft nur mit 16:13 beim Gang in die Kabinen vorne.

Knapper wurde es aber nicht mehr. In der 39. Minute kam der Zweitligist nach Treffern von Carl Löfström und Jakub Sterba noch einmal bis auf drei Treffer heran (18:21), dann aber setzten sich die Hausherren weiter ab. Top-Werfer Benni Richter hielt mit vier Treffern in Folge dagegen, aber Tim Sörensen und Kresemir Kozina trafen immer wieder ähnlich sicher. Spätestens als Göppingen aus dem 27:22 das 31:22 machte gab es keine Zweifel mehr am Ausgang der Partie. Der TSV braucht sich in dieser Saison keine Gedanken mehr über den Pokalwettbewerb zu machen, FAG hofft auf ein glückliches Los im Achtelfinale. "Am Montag haben die Jungs frei, ab Dienstag konzentrieren wir uns voll auf das erste Meisterschaftsspiel gegen Aue am Samstag, 24. August, ab 19.30 Uhr im TSV Bayer Sportcenter. Tickets gibt es im Vorverkauf im Tabakshop an der Kölner Straße 64 und online.

TSV Bayer Dormagen - Frisch Auf Göppingen 24:33 (13:16)
TSV: Bartmann, Boieck; Reuland (1), Meuser, Richter (8/3), Löfström (7), I. Hüter (4), Reimer, Rebelo (n.e.), Noll (2), Braun, Sterba (2), Grbavac.

Julian Köster gewinnt WM-Silber
Bei der U19-WM in Skopje unterlag die deutsche U19-Nationalmannschaft Ägypten mit 28:32 im Finale und musste sich mit dem Gewinn der Silbermedaille zufrieden geben. Julian Köster vom TSV Bayer Dormagen erzielte sechs Treffer und durfte sich über eine besondere Anerkennung freuen: Er wurde zum besten Abwehrspieler des WM-Turniers gewählt.


In der Göppinger EWS-Arena kommt es an diesem Sonntag, 18. August, um 17 Uhr zum erwarteten Finale des DHB-Pokalturnieres zwischen dem TSV Bayer Dormagen und Frisch Auf Göppingen. Der TSV setzte sich heute im ersten Spiel gegen die Rhein Vikings mit 28:24 (13:11) durch. Anschließend gewann der Bundesligist gegen den Drittligisten TuS Dansenberg mit 38:24 (23:11).

Wie die letzte Saison endete so begann die neue: Der TSV behauptete sich gegen die inzwischen in der 3. Liga spielenden Rhein Vikings. Doch von einem glanzvollen Sieg kann man sicher nicht sprechen. Nahezu eine Dreiviertelstunde lang hielten die Neusser gut mit und kämpften sich mehrfach heran, als die Dormagener bereits mit vier Toren führten (7:3, 12. Minute, 10:6, 11:7, 22.). "Schuld" daran war die schwache Chancenverwertung. Insgesamt 18 Fehlwürfe registrierte Trainer Dusko Bilanovic und war mit dieser Quote überhaupt nicht zufrieden: "Klar, Torwart Matthias Broy war gut drauf. Aber unsere Abschlüsse waren oft nicht konsequent genug. So haben wir die Vikings im Spiel gehalten."

Nach dem Seitenwechsel kam es noch dicker: Niklas Ingenpaß erzielte in der 39. Minute sogar den 18:18-Ausgleich. Doch dann endete die Zurückhaltung, der TSV zog mit einem 6:1-Lauf von 21:20 auf 27:21 davon und sorgte damit für die Vorentscheidung - auch weil sich bei den Vikings die Fehlerquote erhöhte. Bilanovic gefiel, dass Ante Gabavac in den entscheidenden Momenten Verantwortung übernahm, Carl Löfström konstant spielte, Benni Richter das Spiel gut leitete und stets Gefahr von Ian Hüter ausging. Ein Manko bei Richter: Der in der Vorbereitungsphase sichere Siebenmeter-Vollstrecker konnte diesmal nur zwei von fünf Strafwürfen verwandeln.

"Das Spiel gegen Göppingen wird interessant", sagt Bilanovic mit Zuversicht, "denn nach unserem Arbeitssieg gegen die Vikings haben wir etwas gutzumachen." Der Coach geht davon aus, dass es am Sonntag "viel besser wird; vielleicht können wir Frisch Auf ja ein wenig überraschen. Schließlich haben sie uns nicht gerade in bester Verfassung erlebt." Das Spiel wird auf Sportdeutschland übertragen.

TSV Bayer Dormagen - HC Rhein Vikings 28:24 (13:11)
TSV: Bartmann, Boieck (ab 31.); Reuland, Meuser (1), Richter (2/2), Löfström (3), I. Hüter (5), Reimer (3), Rebelo, Noll (5), Braun, Sterba (3), Grbavac (6/1).

Julian Köster steht mit der U19 im WM-Finale
Der Jubel war überschwänglich, die Freudentänze nach dem Abpfiff wollten am Samstagabend in der Boris-Trajkovski-Arena in Skopje kein Ende nehmen. Der deutschen U19-Nationalmannschaft gelang ein historischer Triumph: Durch das 31:23 (13:9) im Halbfinale gegen Dänemark zog erstmals eine deutsche Mannschaft in dieser Altersklasse in ein WM-Endspiel ein. Gegner im WM-Finale am Sonntag um 18 Uhr ist Ägypten. Der Afrikameister besiegte Portugal im ersten Halbfinale 41:36 und steht wie Deutschland erstmals in einem U19-WM-Finale. Das Finale ist als Livestream zu sehen. Julian Köster vom TSV Bayer Dormagen erzielte vier Treffer gegen Ägypten und wurde wie schon im Viertelfinale zum besten Spieler der Partie erklärt.


Der TSV Bayer Dormagen setzte sich heute gegen die Rhein Vikings in der Göppinger EWS-Arena mit 28:24 (13:11) durch und trifft am Sonntag ab 17 Uhr in der 2. Runde des DHB-Pokals auf den Sieger der Begegnung Frisch Auf Göppingen gegen TuS Dansenberg. In der kaum gefüllten Halle spielte der Zweitliga-Absteiger aus Neuss eine Dreiviertelstunde lang gut mit. Doch dann sorgte der TSV mit einem 6:1-Lauf für die Vorentscheidung. Beste Dormagener Werfer waren Ante Grbavac (6) sowie Ian Hüter und Pascal Noll (jeweils 5).

Weitere Informationen folgen.


Traditionell beginnt die Handball-Saison mit dem DHB-Pokalwettbewerb. Aus Sicht zweier Mannschaften aus dem Rhein-Kreis-Neuss eine eher kuriose Situation: Der TSV Bayer Dormagen trifft an diesem Samstag, 17. August, um 17 Uhr auf die Rhein Vikings - und zwar in Göppingen in der EWS Arena beim Bundesligisten Frisch Auf. Denn weil keiner der drei anderen Beteiligten das Pokalturnier durchführen wollte, musste Göppingen nach den Regeln die Ausrichtung übernehmen. Gegner des Gastgebers ist Drittligist TuS Dansenberg (Kaiserslautern).

Dass die jeweils klassenhöheren Klubs als Favoriten in ihre Spiele gehen, ist klar. "Wir werden keinesfalls die Rhein Vikings unterschätzen", sagt TSV-Trainer Dusko Bilanovic. "Aber unser Ziel ist natürlich das Erreichen des Turnierfinales am Sonntag." Und der Gegner wäre dann, ebenfalls um 17 Uhr, vermutlich die Mannschaft mit großer Handballtradition. Frisch Auf erreichte bereits dreimal das Final Four-Turnier in Hamburg (zuletzt 2011) - scheiterte aber jeweils im Halbfinale. Das TSV-Team startet am Samstag in aller Frühe um 7 Uhr mit gesundem Optimismus Richtung Süden: "Wenn wir auf die Göppinger treffen, dann wollen wir sie auch ärgern. Denn wir haben keinen Grund, uns zu verstecken", betont Bilanovic.

Karten gibt es an der Tageskasse an beiden Tagen ab 16 Uhr. Göppingen bietet sowohl Tageskarten als auch Zwei-Tages-Turniertickets an. Im Sitzplatzbereich herrscht freie Platzwahl. Fans, die am Wochenende nicht nach Baden-Württemberg fahren, können die Spiele im Internet live auf Sportdeutschland verfolgen.



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