Was mit den eigenen Fans im Rücken machbar ist, hat der TSV in den letzten beiden Heimauftritten eindrucksvoll unter Beweis gestellt. Dem Gala-Auftritt gegen den HC Elbflorenz (29:23) folgte neun Tage später ein umkämpfter 26:25-Erfolg gegen den VfL Lübeck-Schwartau. Mit der Unterstützung der Zuschauer zeigte der TSV jeweils eine leidenschaftliche Leistung und belohnte sich am Ende für den Kampf. Dies wirkte nach im jüngsten Gastspiel in Eisenach, in dem der TSV bis zum Schlusspfiff fightete und die zwei Punkte mit nach Dormagen nahm.

Jetzt gilt es, die kleine Serie auszubauen! Der TSV hat sich auch für die kommenden Heimspiele eine Aktion für die eigenen Anhänger überlegt. Jeder Fan, der sich online ein Ticket für das Heimspiel gegen Großwallstadt (Freitag, 22. April, 19.30 Uhr) sichert, erhält im Anschluss einen Ticket-Gutschein für den Heimauftritt gegen die Eulen Ludwigshafen (Mittwoch, 27. April, 19.30 Uhr). „Nicht nur die Spiele gegen Dresden und Lübeck haben gezeigt: Wir brauchen im Kampf um den Klassenerhalt unseren 8. Mann!“, appelliert Handball-Geschäftsführer Björn Barthel an die eigenen Fans, die Aktion zu nutzen.

Das Motto „Gemeinsam unten raus“ trägt die Jungs von Peer Pütz und David Röhrig auch durch die kommenden Spiele. Kapitän Patrick Hüter sagt: „Die Unterstützung der Fans, hat uns in den letzten Spielen auch durch schwierige Phase getragen, aber am Ende zusammen mit unseren Fans diese Siege zu feiern, ist für uns das schönste Gefühl!“ Genau das will der TSV auch in den kommenden Spielen erleben, mit zwei Erfolgserlebnissen winkt dem Team der Sprung auf einen Nicht-Abstiegsplatz.

Wer das nicht verpassen möchte oder beispielsweise noch ein Ostergeschenk für seine Liebsten sucht, dem empfehlen wir einen Blick in unseren Ticket-Shop. Die Freikarten werden als Gutscheincode nach dem Ticketkauf an die Mail-Adresse des Ticketkäufers geschickt und können im Anschluss im Online-Shop eingelöst werden. Da dieses Verfahren nicht automatisch abläuft, kann der Versand der Gutscheincodes etwas Zeit in Anspruch nehmen. Der TSV und die Mannschaft freut sich über jede Unterstützung im Abstiegskampf der 2. Handball-Bundesliga.


Die Unterschrift ist ein deutliches Signal: Joshua Reuland hat heute seinen Vertrag beim TSV Bayer Dormagen um zwei weitere Jahre bis 2024 verlängert und ist zuversichtlich: „Ich glaube fest daran, dass wir auch in der nächsten Saison in der 2. Liga spielen“, sagt der Linksaußen, der ab dem kommenden Heimspiel gegen den TV Großwallstadt am Freitag, 22. April, wieder angreifen will. Nach einem Kreuzbandriss hatte ihn zuletzt ein Muskelfaserriss zu einer Pause gezwungen. Dormagens Handball-Geschäftsführer Björn Barthel ist froh, dass mit Reuland „ein Kind der Region“ weiter zum Kader gehört: „Josh hat vor seiner Verletzung gezeigt, wie wertvoll er für die Mannschaft ist. Ich hoffe, dass er von weiteren Verletzungen verschont bleibt und bin davon überzeugt, dass er dem Team dabei helfen kann, die für den Klassenerhalt notwendigen Punkte zu sichern.“

Joshua Reuland wechselte 2018 vom Longericher zum TSV. In der Saison 2019/20 zählte er mit einem Schnitt von fast fünf Toren pro Spiel zu den stärksten Linksaußen der 2. Liga. Neben dem Handballsport hat der in der Vorwoche 28 Jahre alt gewordene Reuland sein Studium erfolgreich abgeschlossen und ist jetzt Master of Education mit den Schwerpunkten Sport und Geschichte. Der beruflichen Herausforderung will er sich nach seiner sportlichen Karriere stellen, kann sich aber vorstellen, zuvor als Vertretungslehrer tätig zu werden.


Was für ein Erfolgssamstag für den TSV Bayer Dormagen innerhalb von nur sechs Stunden: Nachdem die B-Jugend sich für das DM-Achtelfinale durch den 24:16-Sieg in Hamm qualifizierte und die A-Jugend dank des 29:27 beim VfL Potsdam ins DM-Viertelfinale einzog, öffnete der Zweitligist beim ThSV Eisenach mit der 26:25-Revanche für die Hinspielniederlage vor sechs Wochen das Tor zum Klassenerhalt um einen weiteren Spalt. Patrick Hüter hatte denn auch allen Grund zur Freude: „Das war mein erster Sieg überhaupt in Eisenach“, stellte der TSV-Kapitän begeistert fest. „Das passte perfekt am Schluss, Martin fängt den Ball und wirft ihn mir sofort zu“, jubelte Siegtorschütze Jan Reimer nach dem entscheidenden Treffer. Der Spielverlauf war zwar ein wenig anders am letzten Sonntag gegen Lübeck, aber das Ergebnis lautete erneut 26:25 für den TSV. „Endlich hatten wir mal dieses nötige Quäntchen Glück“, sagte TSV-Geschäftsführer Björn Barthel. Und für Trainer Peer Pütz stand fest: „Wir haben uns für unseren guten Kampf belohnt.“

Auf den erfolgreichen Ausgang der Partie deutete zunächst nicht sehr viel hin. Zu viele Würfe in den gegnerischen Block und ein wenig überzeugendes Überzahlspiel führten zur 5:2-Führung der Gastgeber in der 13. Minute. Die vorab überlegten Lösungen gegen Eisenachs 5:1-Defensive zeigten aber langsam Wirkung. So erzielte der quirlige Mislav Grgic drei Minuten später den 5:5-Ausgleich, nachdem Martin Juzbasic erst schmerzhaft mit dem Kopf gegen Ante Tokic abwehrte und kurz drauf einen Strafwurf des besten Liga-Torschützen Fynn Hangstein meisterte. Fortan spielten beide Mannschaften auf Augenhöhe. Für die erste Gäste-Führung (6:7, 18.) war Jan Reimer verantwortlich, der nicht nur erneut bester Werfer der Partie war, sondern nach seinen acht Treffern mit nun 84 Toren auf den zweiten Platz hinter Andre Meuser (108) in der internen TSV-Statistik vorrückte.

Dass der TSV den Beginn des Spiels „ein bisschen verschlafen hat“, wie Meuser später erklärte, sollte sich mit dem Wiederanpfiff nicht wiederholen. Im Gegenteil: Die Dormagener kamen hellwach aus der Kabine und hatten im Gegensatz zum Hinspiel auch personelle Alternativen: Patryk Biernacki hat seine Verletzung überstanden und feierte ein ordentliches Comeback, auch Mislav Grgic und Artur Karvatski konnten die Thüringer im Gastspiel am 1. März noch nicht sehen. Mit jeweils sechs Toren hatten die Beiden einen wichtigen Anteil am zweiten Auswärtssieg der Saison 2021/22 mit ihren einerseits überraschenden und andererseits knallharten Abschlüssen.

Zweimal lagen die Wiesel mit drei Treffern vorne, leisteten sich aber nach dem 15:18 durch Karvatski einige Abspielfehler, von denen die Eisenacher insbesondere über ihren Rechtsaußen Tokic profitierten. In der spannenden Begegnung legten die Rheinländer nun ständig vor, mussten aber auch regelmäßig den Ausgleich hinnehmen. Und wenn die Angriffe nicht mit einem Treffer endeten, dann ähnelten sich die Szenen in den jeweiligen Spielhälften: Semmelte Karvatski den Ball an die Latte, so folgte ihm Daniel Dicker mit dem Wurf ans Dormagener Gehäuse. Wurde die Aktion von Alexander Saul, bei der er sich leicht verletzte, als Stürmerfoul ausgelegt, so gab es den gleichen Pfiff gegen Ian Hüter – Stürmerfoul.

Plötzlich sah es so aus, als wende sich das Blatt: Nach Karvatskis 23:24 wurde Sauls Wurf von der TSV-Abwehr unglücklich abgefälscht. Dem 24:24 ließ Willy Weihrauch die erste Führung Eisenachs in der zweiten Hälfte folgen. Doch erneut war es Dormagens Neuzugang Karvatski, der Schlussmann Jepsen keine Chance ließ. Eine Minute vor dem finalen Pfiff der Berliner Schiedsrichter hieß es 25:25 – und Eisenach hatte den Ball. Es waren noch 30 Sekunden zu spielen, als ThSV-Trainer Misha Kaufmann die letzte Auszeit nahm. Dass Jannis Schneibel das Spiel bereits neun Sekunden vor dem offiziellen Ende die Partie entscheiden wollte, gehörte dabei eher nicht zur Absprache. Der Ball landete vom Dormagener Block in den Händen von Martin Juzbasic, der Jan Reimer exakt bediente. Der Rechtsaußen ließ Teamkollegen und Begleiter nebst der kleinen, aber lautstarken Fangruppe jubeln. „Wenn du 30 Sekunden vor Schluss ein Timeout nimmst, denkt niemand daran, dass du dieses Spiel verlierst“, betonte Kaufmann, der aber seinem jungen Spieler Schneibel keinen Vorwurf machte: „Man darf das Spiel nicht an einem Wurf messen.“

„Ich bin sehr happy über das Ergebnis“, kommentierte Peer Pütz, der die kleine Serie gewonnener Spiele gerne ausbauen will. Die nächste Gelegenheit bietet sich am Freitag nach Ostern: Heimgegner am 22. April ist der TV Großwallstadt. Fünf Tage später am 27. April steht ein weiteres Heimspiel gegen die Eulen Ludwigshafen an.

ThSV Eisenach – TSV Bayer Dormagen 25:26 (13:13)
Eisenach: Jepsen (9 Paraden), Lucin (3 P.); Iffert, Wöhler, Potisk (1), Hangstein (7/5), Ulshöfer, Walz (3), Tokic (6), Mota Sousa (1), Dicker, Donker, Schneibel, Snajder (2), Weyhrauch (1), Saul (4).
Dormagen: Juzbasic (12 Paraden), Simonsen (bei einem 7m); Karvatski (6), Meuser (2), Senden, Stein, Biernacki (1), I. Hüter (1), Reimer (8/3), Grgic (6/1), Zurga, P. Hüter (1), Johannmeyer, Grbavac, Seesing, Mast (1).
Schiedsrichter: Fedtke / Wienrich.
Zuschauer: 1207.
Zeitstrafen: 10:10 Minuten.
Siebenmeter: 5/6:4/5 (Juzbasic hält gegen Hangstein – Grgic scheitert an Jepsen).
Spielfilm: 5:2 (13.), 5:5 (16.), 6:7 (18.), 9:8, 10:11, 12:13, 13:13 – 13:15 (33.), 14:17 (37.), 15:18, 18:18 (40.), 20:22 (45.), 22:22, 23:24 (57.), 25:24, 25:26.


Wie es der Zufall will: Nach den Erfolgen gegen die jeweiligen Tabellensiebten Dresden und Lübeck geht es für den TSV Bayer Dormagen nun auswärts auch gegen den aktuellen Siebten der 2. Handball-Bundesliga: Das Team von Peer Pütz reist an diesem Samstag, 9. April, nach Thüringen und trifft ab 19.30 Uhr in Eisenachs Werner-Aßmann-Halle auf den ThSV, der sich nach drei Siegen in Folge ins vordere Tabellendrittel vorarbeitete. Das Berliner Schiedsrichtergespann Julin Fedtke und Niels Wienrich leitet die Partie des offiziell 30. Spieltages. Live zu sehen ist das Spiel auf Sportdeutschland.tv.

Der jüngste Vergleich beider Mannschaften ist noch nicht lange her: Am 1. März verlor der TSV das damalige Nachholspiel mit 21:23 gegen den ThSV nach klarer Überlegenheit in der ersten Hälfte - die Wiesel lagen bereits mit fünf Toren vorne. Ein Grund für Eisenachs Coach Misha Kaufmann, vor den Gästen besonders zu warnen: „Der TSV hat ein Team mit hoher spielerischer Qualität. Das Hinspiel in Dormagen hätte auch anders ausgehen können.“ Verzichten muss der ThSV auf jeden Fall auf den am Donnerstag in der Sportklinik Erfurt an der Hüfte operierten Rückraumspieler Daniel Hideg. Für den 25-Jährigen, der gerade in der Abwehr beim Spiel in Dormagen eine starke Leistung zeigte, ist die Saison vorzeitig beendet.

Die Unterschiede zum Hinspiel beim TSV: Artur Karvatski gehörte noch nicht zum Kader, der Linkshänder machte letzten Sonntag gegen Lübeck mit vier Treffern auf sich aufmerksam. Und verletzungsbedingt fehlte Patryk Biernacki, der inzwischen wieder am Mannschaftstraining teilnimmt. Die A-Jugendlichen Sören Steinhaus und Lennart Leitz werden mit ihrem Team nach Potsdam reisen, wo der TSV am Samstag ab 19 Uhr im Rückspiel des DM-Achtelfinales den 34:32-Vorsprung gegen den VfL verteidigen will.

Übrigens: Aufgrund neuer Regeln hat der ThSV Eisenach alle bisher verpflichtenden Corona-Maßnahmen in der Werner-Aßmann-Halle für den Publikumsbereich aufgehoben. Für den Zutritt ist nun lediglich eine gültige Eintrittskarte erforderlich, Kontrollen im Vorfeld der Begegnung entfallen vollständig. Der Verein weist aber daraufhin: Es steht in der Eigenverantwortung eines jeden Zuschauers, zum Selbstschutz (oder zum Schutz anderer) weiterhin einen Mund-Nasen-Schutz oder eine FFP2-Maske zu tragen.


Handballer Benedikt Goesmann hat für rund zweieinhalb Monate die Sportart gewechselt: Er machte sich am Sonntag in Paderborn zusammen mit seinem Malteser-Hund Bruno mit dem Fahrrad auf die etwa 4500 Kilometer lange Strecke quer durch Europa. Der 33-Jährige will am 20. Juni in Lissabon ankommen. Goesmann führt die Spendenradtour „Ride for All“ im Andenken an seine aus Ecuador stammende Frau Alicia durch, die im November 2019 an Blutkrebs starb. Der Erlös kommt zu 100 Prozent der DKMS Chile zugute. Heute machte der Rückraumspieler der HSG Altenbeken-Buke Station am TSV Bayer Sportcenter und wurde nach dem Morgentraining von den TSV-Spielern in der Halle begrüßt. Er nahm ein Trikot mit auf seine Reise - und die Gewissheit, dass die Wiesel die Tour intensiv verfolgen und unterstützen.

Die gewählte Route für die Tour von Paderborn bis nach Lissabon streift durch acht Länder, über die Alpen und an Mittelmeer- und Atlantik-Küste vorbei, über den Jakobsweg im Norden Spaniens bis zur Hauptstadt Portugals. Der westlichste Punkt auf Europas Festland liegt dem amerikanischen Kontinent am nächsten, begründet Benedikt Goesmann die Wahl dieses Ziels.

Wie kann man die Aktion unterstützen? Zum Beispiel, sie mit allen Freunden und Bekannten zu teilen und damit zur Spende zu motivieren. Auf der Internetseite https://ride-for-all.de ist das Spendenkonto aufgeführt. Unter dem Verwendungszweck „Ride 4 ALL“ kann der Wunschbetrag an die DKMS gespendet werden. Alternative Möglichkeiten sind auf der Homepage aufgführt. „Ich danke euch schon jetzt für eure Unterstützung, Jeder Euro zählt - jede Unterstützung rettet Leben“, erklärt Goesmann, der auch erklärt, warum die Spenden ausgerechnet nach Chile gehen. „Meine Frau kam aus Südamerika und ihr Wunsch war es, dort viel mehr Menschen den Zugang zu einer Therapie zu ermöglichen – den Menschen und betroffenen Familien Hoffnung auf ein zweites Leben zu schenken. In Deutschland finden 90 Prozent der Patienten, die eine Stammzellenspende benötigen, einen Spender - in Chile sind es gerade einmal 42 Prozent. Auch die Therapiemöglichkeiten sind begrenzt.“

Benedikt Goesmann freut sich auf die Herausforderung, die er zumindest bei der Etappe von Düsseldorf über Dormagen nach Bonn an diesem Mittwoch in Begleitung von Henri Leinfelder erlebte. Der Student, der 2020 Stammzellen spendete und seitdem auch DKMS unterstützt, fand die Spendentour ausgezeichnet und bot sich an, ein Teilstück mitzufahren. Durch viele Aktionen im Vorfeld kam bereits eine fünfstellige Spendensumme zusammen. Die will Goesmann noch deutlich steigern, um „vielen erkrankten Menschen das Wichtigste schenken können - Hoffnung auf Genesung.“ Seine bisherigen Erfahrungen stimmen ihn aus einem besonderen Grund froh: „Es ist einfach schön zu sehen, dass viele Menschen uns herzlich empfangen und sobald sie Bruno sehen, über das ganze Gesicht strahlen. So wie Alicia immer gestrahlt hat, sorgt nun Bruno dafür, dass das Lächeln uns begleitet.“


Zwei enorm wichtige Punkte für den TSV Bayer Dormagen gegen einen bis zum Schlusspfiff kämpfenden VfL Lübeck-Schwartau – verbunden mit einer kleinen Bewegung im Tableau der 2. Handball-Bundesliga: Dank des 26:25-Erfolges gaben die Wiesel die rote Laterne an den EHV Aue weiter und verbesserten sich in der Heimtabelle auf Rang 17. Um den Tabellenkeller aber tatsächlich zu verlassen, muss der TSV freilich auch auswärts den ein oder anderen Zähler holen. Die Revanche für die überflüssige Heimniederlage gegen den ThSV Eisenach ist am kommenden Samstag, 9. April, möglich. Das nächste Heimspiel findet am Freitag, 22. April, nach der Länderspielpause statt. Gegner ist dann der TV Großwallstadt. „Eure Unterstützung war heute und ist in den kommenden Spielen unglaublich wichtig“, richtete Ian Hüter einen bewegenden Appell an die Fans.

Es lief am Anfang nicht gar so gut für den TSV. 806 Zuschauer sahen zwar eine starke Abwehr gegen die sofort mit dem siebten Feldspieler agierenden Lübecker. Doch die Belohnung funktionierte nicht, das leere Tor wurde gleich dreimal verfehlt. Und weil die Würfe gegen den ansonsten im Kasten stehenden Dennis Klockmann zunächst dahin kamen, wo der lange Keeper keine Probleme hat, erzielte Ian Hüter den dritten Dormagener Treffer erst in der 13. Minute. Die Gäste waren bis zu diesem Zeitpunkt bereits sechsmal erfolgreich.

Dass der TSV trotz des Rückstands ruhig blieb und nicht in Hektik verfiel, war auch für Coach Peer Pütz der wesentliche Grund für die Wende. Hinzu kamen herausragende Paraden von Martin Juzbasic – mehrfach gegen die frei vor ihm werfenden Paul Skorupa und Kotaro Mizumachi. Zudem meisterte der TSV-Schlussmann gleich drei Siebenmeter. Nach drei Treffern in Folge durch den spielstarken Sören Steinhaus, Alexander Senden und Ian Hüter glich der TSV in der 21. Minute erstmals aus. Der Ex-Dormagener Kreisläufer Carl Löfström – wir gratulieren zu seinem 30. Geburtstag am heutigen Montag – traf noch einmal zum 8:9. Das war aber auch die letzte Führung für die Norddeutschen.

Zur Pause lag der TSV mit 11:10 vorne und hatte nach dem Seitenwechsel noch einen Pfeil im Köcher: Der vor kurzem nachverpflichtete Artur Karvatski „hat heute gezeigt, was in seinem linken Arm steckt“, erklärte Ian Hüter. Mit vier Toren in einer Viertelstunde hatte er großen Anteil an der 22:18-Führung. Pütz: „Artur hat schon im Training angedeutet, dass er uns helfen kann.“ Den Vier-Tore-Vorsprung verteidigten die Dormagener bis zur 55. Minute (26:22), es durfte aber noch ein wenig gezittert werden. Das lag nicht zuletzt am erfolgreichsten Werfer der Partie Niels Versteijnen, der fast zum Lübecker Alleinunterhalter mit fünf Treffern hintereinander wurde. Weil aber Martin Juzbasic immer noch präsent war und genial gegen Paul Skorupa und Markus Hansen abwehrte, lief den Gästen letztlich die Zeit davon - Hansens Anschlusstor zum 26:25 fiel zwei Sekunden vor dem Abpfiff.

Gerrit Claasen, der den erkrankten Interimscoach Michael Roth vertrat, war mit der Durchsetzungsfähigkeit seiner Auswahl nicht zufrieden und haderte mit der Schwäche beim Abschluss: „Auf dem Spielbericht stehen zwar die Torschützen, es wäre aber interessanter zu sehen, wer welches Tor nicht geworfen hat.“ Auch wenn es am Ende ein enges Ergebnis war, so hatte Claasen keinerlei Zweifel am „verdienten Sieg“ der Gastgeber. Für Peer Pütz war wichtig, dass „wir uns im Laufe der Partie besser auf Dennis Klockmann eingestellt haben. So konnten wir die Effektivität deutlich erhöhen.“

TSV Bayer Dormagen – VfL Lübeck-Schwartau 26:25 (11:10)
Dormagen:
Juzbasic (15 Paraden), Simonsen (n.e.); Karvatski (4), Meuser (1), Leitz, Senden (1), I. Hüter (6), Reimer (2), Grgic (2/2), Zurga (n.e.), P. Hüter (4), Johannmeyer, Seesing (2), Steinhaus (1), Mast (3).
Lübeck: Klockmann (13 Paraden), Voncina (n.e.); Potratz (3), Raguse (2), Mizumachi, Hansen (4/1), Löfström (3), Skorupa (2), Versteijnen (8/2), Schrader, Klima (2), Bruhn (1).
Schiedsrichter: Christian und Fabian vom Dorff.
Zuschauer: 806.
Zeitstrafen: 8:2 Minuten.
Siebenmeter: 2/3:3/6 (Reimer scheitert an Klockmann – Juzbasic hält gegen Hansen/zweimal und Schrader).
Spielfilm: 2:6 (12.), 5:8 (18.), 8:8 (21.), 10:9 (28.), 10:10, 11:10 – 12:10, 15:15, 18:16 (39.), 21:17 (45.), 26:22, 26:25.


Dresden kam vor einer Woche als Tabellensiebter der 2. Handball-Bundesliga nach Dormagen und verlor deutlich. An diesem Sonntag ist der VfL Lübeck-Schwartau im TSV Bayer Sportcenter zu Gast - als Tabellensiebter. Das nachvollziehbare Ziel für die Wiesel am 3. April ab 17 Uhr: „Die Hansestädter wollen wir ebenfalls schlagen“, sagt Trainer Peer Pütz - und damit Revanche nehmen für die 21:26-Niederlage im Hinspiel, in dem der TSV zur Pause mit 10:9 führte. Tickets gibt es online und ab 16 Uhr an der Sportcenter-Kasse. Interessant: Am Fanshop-Stand in der Halle gibt es Freiexemplare (solange der Vorrat reicht) der Fachzeitschrift handballtraining, in der unter anderem zu lesen ist, wie der TSV Bayer Dormagen seinen Nachwuchs auf Erfolg „trimmt“ und mit welcher Übung sich Bundesligatorhüter Christian Simonsen am liebsten in Höchstform bringt.

Am offiziell 29. Spieltag leiten Christian und Falk vom Dorff (Kaarst) die Partie. Die BIlanz beider Mannschaften ist relativ ausgeglichen: In bisher 22 Vergleichen gewann der TSV zehn Spiele, Lübeck elf, eine Partie endete Remis. Mit inzwischen 29:27 Punkten hat sich der zwischenzeitlich abgerutschte VfL auf Rang 7 vorgeschoben und hat folglich mit dem Abstieg nichts mehr zu tun. Erstaunlich ist der Blick auf die Gastspiele: Mit acht Auswärtserfolgen und nur sechs Niederlagen liegen die Gäste auf dem zweiten Platz der Auswärtstabelle hinter der HSG Nordhorn-Lingen - die in Dormagen beide Punkte abgeben musste.

VfL-Cheftrainer Michael Roth, der im Laufe der Saison Piotr Przybecki ablöste, hat sich mit dem Coronavirus infiziert und befindet sich mit leichten Symptomen in häuslicher Isolation. Deshalb konnte der 60-Jährige beim Heimspiel am Mittwoch nicht in der Halle sein und musste die Partie zuhause am Livestream verfolgen. Roth wird auch am Sonntag in Dormagen nicht bei seinem Team sein. Co-Trainer Gerrit Claasen wird die Mannschaft betreuen. Verzichten müssen die Lübecker weiterhin auf Abwehrchef Martin Waschul (gebrochener Finger), Fynn Ranke (Knieprobleme), Joscha Ritterbach (Aufbautraining) sowie den erkrankten Tormann Nils Conrad, der im Hinspiel eine starke Leistung zeigte.


Die Hoffnung auf ein erfolgreicheres Abschneiden beim Dessau-Roßlauer HV war groß. Doch in der Anhalt Arena konnte der TSV am Mittwochabend nicht an die Abwehrleistung im begeisternden Spiel gegen Dresden anknüpfen. Die Folge war ein hoher Rückstand bereits in der 36. Minute (20:13), den die Gastgeber vor 749 Zuschauern bis zum Schlusspfiff ordentlich verwalteten und mit dem 35:28-Erfolg den ersten Heimsieg gegen den TSV einfuhren. Umso wichtiger sind nun die beiden Punkte für den TSV am kommenden Sonntag, 3. April, ab 17 Uhr im TSV Bayer Sportcenter. Gegner ist dann der VfL Lübeck-Schwartau. Tickets gibt es online und an der Abendkasse, die eine Stunde vor Spielbeginn öffnet.

„Wir sind von Anfang an nicht richtig ins Abwehrspiel reingekommen und waren auch nicht gut im Zweikampfverhalten“, war Peer Pütz über diesen Dämpfer im Abstiegskampf enttäuscht. Dem Gegner bescheinigt der Coach eine gute Leistung: „Dessau hat das mit viel Bewegung gut gemacht und kam immer wieder durch bis an den Kreis.“ So war es Martin Juzbasic zu verdanken, dass dank starker Paraden der Rückstand nicht schon in der ersten Hälfte deutlicher ausfiel. Dem Team aus der Bauhausstadt gelang zwar mehrfach eine Drei-Tore-Führung. Aber der TSV kam wieder auf und durch Aron Seesing zum 8:8 und 9:9. In den letzten zehn Minuten der ersten Hälfte leisteten sich die Gäste aber den ein und anderen Fehler zu viel, den Dessau eiskalt bestrafte. Zur Pause führte die Mannschaft von Uwe Jungandreas mit 16:12 - im Handball kein allzu großer Vorsprung.

Der war es aber kurz drauf dann doch. „Nach dem höheren Rückstand wurden wir unsicherer“, begründete Pütz Dessaus wachsende Führung. Zwar witterten die Wiesel noch mal eine Chance mit drei Treffern in Folge und dem Näherrücken bis auf 30:25 in der 54. Minute. Doch jetzt war es der starke Schlussmann Philipp Ambrosius, der auch den letzten Dormagener Hoffnungsschimmer verblassen ließ. „Gerade im Angriff haben wir genau das Mittel gefunden mit unserem Spiel über den Kreisläufer in den verschiedenen Varianten. Und die Abwehr steht seit ein paar Wochen wieder besser, wodurch Ambrosius natürlich auch viel zu halten bekommt“, war Uwe Jungandreas angetan vom Erfolg.

Dessau-Roßlauer HV - TSV Bayer Dormagen 35:28 (16:12)
Dessau: Ambrosius (14 Paraden), Malek (bei 2 7m); Löser (5), Hrstka (4/1), Sohmann (6/2), Bielzer, Schmidt, Haeske (1), Danneberg (1), Neumann, Scheithauer (3), Baumgart, Emanuel (5), Seidler (4), Pust (4), Leu (2).
Dormagen: Juzbasic (10 Paraden), Simonsen (ab 48., 3 Paraden); Karvatski, Meuser (3), Leitz, Senden (3), I. Hüter (2), Reimer (10/7), Grgic (2/2), Zurga (1), P. Hüter (1), Johannmeyer, Seesing (5), Steinhaus, Mast (1).
Schiedsrichter: Matthias und Sebastian Klinke.
Zuschauer: 749.
Zeitstrafen: 8:4 Minuten.
Siebenmeter: 3/5:9/10 (Ambrosius hält gegen Reimer - Hrstka scheitert an Juzbasic, Sohmann an Simonsen).
Spielfilm: 0:1, 5:2 (9.), 6:5 (16.), 8:5, 8:8 (20.), 13:9 (24.), 16:11, 16:12 - 18:12, 20:13 (36.), 29:20 (49.), 30:25 (54.), 32:27, 35:28.


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