Was für ein Abend am Spieltag der RheinlandVersicherung. Nach einer klaren Führung des TSV Bayer Dormagen gegen den TV Hüttenberg erlebten die 1432 Zuschauer ein packendes Herzschlag-Finale im TSV Bayer Sportcenter mit einem glücklichen aber verdienten Ausgang für die Rheinländer. Ian Hüter rettete den dritten Punkt im neuen Jahr und erzielte sieben Sekunden vor dem Schlusspfiff das 21:20. In der torärmsten Begegnung dieser Saison verdienten sich beide Torhüter Bestnoten mit einem Plus für TSV-Keeper Sven Bartmann. Der TSV kletterte vor den weiteren Spielen des 22. Spieltages der 2. Handball-Bundesliga auf Tabellenplatz 13 und wird auch nach dem Wochenende auf einem Nichtabstiegsplatz rangieren. Zum ersten Auswärtsspiel des Jahres muss der TSV am kommenden Samstag nach Wilhelmshaven reisen. Nächster Heimgegner am 1. März ist der Tabellenzweite Coburg.

Die Zurückhaltung der beiden Offensivreihen deutete sich schon zu Beginn an: Ian Hüter traf in der 3. Minute erstmals für den TSV, Tomas Sklenak glich in der 7. Minute zum 1:1 aus. Dass die Hessen in der gesamten Partie lediglich einmal in Führung gehen konnten - durch Moritz Lambrecht in der 10. Minute zum 3:2 - war ein Verdienst der Dormagener Verteidigung, die Beton angemischt hatte. In der 18. Minute machte sich das auch zahlenmäßig bemerkbar, als Carl Löfström nach super getimten Pässen von Heider Thomas und anschließend Benni Richter mit einem Doppelschlag auf 7:4 und damit den ersten Drei-Tore-Vorsprung erhöhte. Hüttenberg kam zwar noch einmal bis zum 8:7 heran, doch der in der 21. Minute eingewechselte Eloy Morante Maldonado tankte sich immer wieder durch die löchrige TVH-Deckung und schraubte mit drei Treffern den Vorsprung bis auf 12:8 zur Pause. Hinzu kam in dieser Phase Bartmanns (gegen Markus Stegefelt) abgewehrter Siebenmeter und der auf der anderen Seite von Tim Wieling vollstreckte Strafwurf - Dormagens Rechtsaußen war wie schon im Hinspiel der erfolgreichste Werfer der Partie und steuerte diesmal acht Treffer bei.


Nach dem Seitenwechsel baute der TSV die Führung weiter aus, obwohl Hüttenbergs Torhüter Nikolai Weber immer stärker wurde und gleich zwei Siebenmeter gegen Wieling und Richter abwehrte. Doch weiterhin wartete sein Gegenüber Sven Bartmann mit teilweise spektakulären Paraden auf, so auch beim Stande von 16:11 mit einer Doppelabwehr gegen Stegefelt und Christian Rompf. Als dann Nuno Rebelo auf 17:11 in der 43. Minute erhöhte, zweifelte kaum noch jemand am neunten TSV-Sieg gegen Hüttenberg im zehnten Vergleich. Doch plötzlich riss der Faden in Dormagens Offensive. "Ein Spiel dauert nun mal eben 60 und nicht nur 50 Minuten", erinnerte später TSV-Coach Dusko Bilanovic an die Spielregeln und war nicht erfreut über "zu viele halbherzige Aktionen" in der Schlussphase. Die Gäste-Deckung machte nun auf und lockte die Dormagener Angreifer in Wurffallen. Prompt konnten sie fast fünf Minuten lang Weber nicht mehr überwinden, nachdem Lukas Stutzke das 20:17 erzielt hatte. Mit den Toren 17, 18 und 19 durch den lange geschonten Tomas Sklenak war Hüttenberg wieder dran. Und in der Halle wurde es leiser als Tobias Hahn 15 Sekunden vor dem Abpfiff den Siebenmeter zum 20:20 vollstreckte.


Der lange wieder auf Linksaußen eingesetzte Ian Hüter behielt schließlich die Nerven und erzielte nach dem ersten auch das letzte Tor des Spiels. Mit einem Kraftakt zog Björn Zintel anschließend noch aus großer Entfernung ab, doch Sven Bartmann wehrte ab und startete den Jubellauf der TSV-Mannschaft. Hüttenbergs zum Saisonende scheidender Coach Emir Kurtagic sah "die bessere Körpersprache" beim TSV und ließ keinen Zweifel am verdienten Sieg der Rheinländer aufkommen. Dusko Bilanovic hingegen war nach seinem ersten Sieg mit dem TSV "super zufrieden."

 

TSV Bayer Dormagen - TV Hüttenberg 21:20 (12:8)
Dormagen: Bartmann (13 Paraden), Broy (n.e.); Reuland, Pyszora (n.e.), Eggert (2), Thomas, Löfström (2), I. Hüter (2), Köster (n.e.), Rebelo (1), Richter, P. Hüter, Jagieniak (n.e.), Morante Maldonado (3), Stutzke (3), Wieling (8/3).

Hüttenberg: Weber (12 Paraden), Nass (n.e.); Belter (n.e.), Sklenak (5), Lambrecht (2), Rompf (3), Zörb (1), Fernandes, Johannsson (3), Stegefelt (1), Mubenzem, Hahn (5/3), Zintel, Klein.
Schiedsrichter: Krüger/Schmidt (Flensburg).
Zuschauer: 1432.
Zeitstrafen: 10:4 Minuten.
Siebenmeter: 3/5:3/4 (Weber hält gegen Wieling und Richter - Stegefelt scheitert an Bartmann).
Spielfilm: 1:0, 2:3 (10.), 7:4 (18.), 9:7, 12:8 - 13:10, 17:11 (43.), 19:15 (51.), 19:17, 20:17 (55.), 20:19 (56.), 20:20 (60.), 21:20.


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