Knappe Niederlage im NRW-Derby: Dormagen verliert in Ferndorf
Der TSV Bayer Dormagen musste am Karnevalsfreitag eine knappe Auswärtsniederlage hinnehmen. In einer intensiven und bis zur Schlusssekunde offenen Partie verlor das Team von Cheftrainer Julian Bauer beim TuS Ferndorf mit 32:31 (16:16). Bester Dormagener Werfer war Spielmacher Luca Krist mit neun Treffern.
Starker Start des TSV in der Stählerwiese
Dormagen fand in der Stählerwiese gut in die Partie und setzte früh die ersten Akzente. Bereits in der Anfangsphase erspielte sich der TSV eine Zwei-Tore-Führung (1:3, 4. Minute) und kam vor allem offensiv immer wieder zu klaren Torchancen.
Doch Ferndorf hielt dagegen und arbeitete sich Schritt für Schritt zurück. Nach dem 3:5 (8.) glichen die Gastgeber zum 5:5 (10.) aus und gingen wenig später erstmals selbst in Führung (6:5, 11.). Die Dormagener blieben jedoch stabil, fanden erneut Lösungen im Angriff und legten wieder vor (7:9, 16.; 9:11, 19.).
Vergebene Chancen vor der Pause halten Ferndorf im Spiel
In der Schlussphase der ersten Halbzeit verpasste es der TSV, sich deutlicher abzusetzen. Beim Stand von 13:15 (24.) bot sich die Chance, per Siebenmeter auf 13:16 zu erhöhen – der Strafwurf blieb jedoch ungenutzt. Ferndorf nutzte diese Szene konsequent, startete einen 3:0-Lauf und drehte das Spiel auf 16:15.
Kurz vor der Pause rettete Dormagen noch das 16:16-Unentschieden (30.) und hielt damit alle Möglichkeiten für die zweite Hälfte offen.
Dormagen antwortet auf Rückstand – Krist übernimmt Verantwortung
Nach dem Seitenwechsel kamen die Hausherren in der ausverkauften Halle besser aus der Kabine und führten schnell mit zwei Toren (18:16, 33.). Doch Dormagen ließ sich nicht abschütteln, kämpfte sich sofort zurück (18:18, 34.) und übernahm in der Folge wieder die Kontrolle.
Insbesondere Luca Krist setzte mit seinem starken Eins-gegen-Eins wichtige Impulse und war ein zentraler Faktor in der Offensive. Beim 19:22 (40.) lag der TSV erstmals mit drei Toren vorn und schien auf einem guten Weg. Aber erneut antwortete Ferndorf mit einem 3:0-Lauf und glich zum 22:22 (43.) aus.
Schlussphase auf Messers Schneide
Die letzten Minuten entwickelten sich zu einem echten Krimi. Über 26:26 (49.) blieb die Partie völlig offen. Zehn Minuten vor dem Ende stand es 29:29, doch Dormagen ließ erneut einen Siebenmeter zur möglichen Führung liegen.
Ferndorf nutzte diese Phase eiskalt und ging kurz vor Schluss mit zwei Toren in Führung (30:29, 57.; später 32:31). Das junge Dormagener Team ließ dennoch den Kopf nicht hängen, verkürzte und kam in der Endphase noch einmal zur Chance auf den Ausgleich – der Ferndorfer Keeper parierte jedoch den letzten Wurf. So blieb es beim 32:31-Endstand für die Gastgeber.
TSV-Cheftrainer Julian Bauer sagte nach der Partie: „Ich kann meiner Mannschaft heute keinen Vorwurf machen. Wir haben ein gutes Auswärtsspiel gemacht. Wenn es eine Sache zu kritisieren gibt, dann dass wir zu viele Chancen liegen lassen. Wir haben uns viele Chancen gegen die Ferndorfer Abwehr erkämpft. Am Ende kann das Spiel in beide Richtungen kippen.“
Chance auf die nächsten zwei Punkte
Nächsten Samstag hat der TSV Chance auf die ersten Punkte der Rückrunde. Am 21. Februar empfängt das Team um die Kapitäne Peter Strosack und Christian Simonsen die HSG Nordhorn-Lingen im heimischen Sportcenter. Über 1000 Tickets sind schon für die Partie verkauft. Tickets gibt es hier.
Die Spielstatistik
TuS Ferndorf vs. TSV Bayer Dormagen: 32:31 (16:16)
TSV Bayer Dormagen: Simonsen, Oberosler; Krist (9), Jungmann, Boehnert (4), Bertl, Kriescher (4/1), Böckenholt (6/2), Schroven (3), Strosack (2/2), Bahns, M. Schmidt (1), J. Schmidt (2), Hein, Scholl, Trainer: Julian Bauer
TuS Ferndorf: Adanir, Baranasic; Eres (5/5), Da Rocha (1), Fanger, Dahlgren, Michel (2), Hideg (6), Schnabl (2), Würz, Servos (4), Mundus (8/2), Scharnweber (1), Duvancic (3), Trainer: Ceven Klatt
SR: Thomas Hörath, Timo Hofmann
Zeitstrafen: 8/4 Minuten
Siebenmeter: 7/7, 5/9
Zuschauer: 1400
Spielverlauf: 0:1 (2.), 1:3 (4.), 3:5 (8.), 5:5 (10.), 6:5 (11.), 7:9 (16.), 9:11 (19.), 12:14 (23.), 13:15 (24.), 16:16 (30.) – 18:16 (33.), 18:18 (34.), 19:22 (40.), 22:22 (43.), 26:26 (49.), 27:26 (49.), 30:29 (57.), 32:31 (60./EN)