Zweitligist TSV Bayer Dormagen kehrte am Wochenende ohne Punkte aus Leipzig zurück. Eine starke Abwehrleistung reichte dem Team von Jörg Bohrmann gegen den Tabellenprimus SC DHFK Leipzig nicht. Der Favorit setzte sich mit 28:21 (12:10) durch.

"Wenn wir in Leipzig punkten wollen, muss bei uns alles passen", hatte TSV-Coach Jörg Bohrmann vor dem Spiel zu Protokoll gegeben. Und zunächst sah es tatsächlich so aus, als könnten die abstiegsgefährdeten Gäste aus dem Rheinland den Hausherren gefährlich werden. In der 16. Minute ging der TSV durch Alexander Kübler 6:5 in Führung und zwang den Leipziger Trainer Christian Prokop zu einer Auszeit. Im Anschluss konnte der TSV aus zwei Überzahl Situationen zu wenig machen und der Tabellenführer übernahm die Führung. "Wir haben zum Ende der ersten Halbzeit einige unnötige Fehler gemacht, aber super gekämpft, sodass wir drangeblieben sind", erklärte Jörg Bohrmann den 10:12 Pausenstand aus Sicht des TSV.

Die Vorentscheidung fiel in den ersten sieben Minuten der zweiten Halbzeit. "Da hat uns im Angriff einfach die Durchschlagskraft gefehlt", versuchte Bohrmann die Anfangsphase der zweiten Hälfte zu erklären, in der der TSV nur einmal erfolgreich war, während Leipzig den Ball gleich sechsmal ins Netz brachte und sich so auf 18:11 (37.) absetzte. Dank einer guten Abwehrleistung mit einem starken Sven Bartmann im Tor, blieb der TSV jedoch im Spiel und konnte bis zur 42. Minute auf 15:19 verkürzen. In der 51. Minute keimte noch einmal Hoffnung in den Reihen mitgereisten Fans auf, als Sebastian Damm - mit sechs Treffern bester Werfer das TSV - auf 19:22 verkürzte. Doch es sollte nicht mehr zur Überraschung reichen. Nach 60 Minuten hatten die Hausherren die Partie mit 28:21 für sich entschieden.

"Am Ende waren die sieben Tore Rückstand eine zu hohe Hypothek", so Bohrmann. "In der Abwehr haben wir heute sehr viel richtig gemacht, uns viele Bälle erarbeitet und diese auch in einfache Tore umgemünzt, aber im Angriff hatten wir große Probleme, besonders auf den Halbpositionen."

So passte am Ende doch nicht alles und der TSV musste die siebenstündige Heimreise ohne Punkte im Gepäck antreten. "Gegen den Spitzenreiter 21:28 zu verlieren, ist natürlich keine Schande, aber vom Gefühl her ist die Niederlage am Ende doch etwas zu hoch ausgefallen", resümierte Bohrmann auf der Rückfahrt. "Es wäre sensationell gewesen, wenn wir hier einen oder sogar zwei Punkte hätten entführen können, aber wir werden kommende Woche intensiv trainieren und uns auf die anstehenden Aufgaben vorbereiten."

Die nächste Aufgabe steht bereits am kommenden Samstag, den 14. März an. Dann bestreitet der TSV sein Heimspiel gegen den EHV Aue.

SC DHFK Leipzig – TSV Bayer Dormagen 28:21 (12:10)
Dormagen:
Bartmann (1.-60.), Jäger, Damm (6), Doetsch (4), Poklar (4/2), Genz (3), Kübler (2), Plaz, Eisenkrätzer (je 1), Bettin, Hüter, Marquardt, Arnaud
Leipzig: Tovas, Storbeck (TW), Pöter (9/3), Krzikalla (7), Milosevic (3), Semper, Emanuel, Janke (alle 2), Greß, Roschek, Pechstein (alle 1), Streitenberger, Oehlrich
Schiedrichter: Grell / Piper
Zuschauer: 1.781
Zeitstrafen: 14:12 Minuten
Siebenmeter: 3/5 (Pöter scheitert zweimal an Bartmann), 2/3 (Poklar scheitert einmal an Tovas)
Spielfilm: 2:4 (8.), 8:6 (20.), 10:9 (26.), 12:10 (HZ), 19:12 (39.), 20:15 (47.), 22:19 (51.), 25:20 (57.), 28:21 (Ende)


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