Beim TuS Ferndorf konnte der TSV Bayer Dormagen am 2. Weihnachtsfeiertag nicht an die im Spiel gegen Nordhorn gezeigte Leistung anknüpfen und verlor das letzte Spiel des Jahres mit 22:25. Letztlich brachten die Gastgeber vor 810 Zuschauern ihren 14:8-Pausenvorsprung über die Zeit, auch weil die Wiesel gleich vier Siebenmeter vergaben. Die TSV-Spieler gehen jetzt mit Heimtrainingsplänen in die EM-Pause und treffen sich wieder am 17. Januar. Dann beginnt die Vorbereitung auf die Rückrunde der 2. Handball-Bundesliga, in der auch noch die Nachholspiele gegen Ludwigshafen und Eisenach anstehen.

„Mein Comeback habe ich mir auch etwas anders vorgestellt“, sagte Joshua Reuland, der neun Monate nach seinem Kreuzbandriss in der 35. Spielminute eingewechselt wurde. Der Linksaußen erhielt keine Gelegenheit zum Abschluss, schuftete aber intensiv in der Abwehr. In der ersten Hälfte sah er eine Dormagener Offensive, die gegen die Verteidigung des Tabellenletzten wenig ausrichten konnte. Und dann war da auch noch Schlussmann Lucas Puhl, der sich als Meister seines Fachs erwies.

Als Sören Steinhaus nach dem Seitenwechsel das Spielfeld betreten durfte, kam wieder mehr Leben ins Dormagener Angriffsspiel. Eine Veränderung war auch im rechten Rückraum notwendig, als der bereits viermal erfolgreiche Andre Meuser in der 37. Minute die Rote Karte sah: Nachdem Julian Schneider den Linkshänder energisch festhielt, versuchte Meuser sich zu befreien - eine Aktion, die von den Schiedsrichtern offenbar als Revanchefoul bewertet wurde. Jedenfalls durfte der längste Dormagener nicht mehr weiterspielen, Schneider musste für zwei Minuten auf die Bank. Jan Reimer rückte jetzt auf die rechte Außenbahn, Jakub Sterba machte Druck aus dem rechten Rückraum.

Da Martin Juzbasic auch in der zweiten Hälfte nicht wie gewohnt ins Spiel kam, löste ihn Christian Simonsen ab der 44. Minute ein zweites Mal ab. Mit Erfolg: Der 21-Jährige wehrte acht Bälle ab und traf zudem zum 23:19 ins verwaiste Ferndorfer Tor. Da waren noch zehn Minuten zu spielen, in denen die Gäste immer näherkamen und mehrfach beste Möglichkeiten hatten, nach dem 24:22 noch näher an die Siegerländer heranzukommen. Doch nun trumpfte Kai-Bastian Rottschäfer auf, wehrte gleich drei Strafwürfe ab und wurde zu Ferndorfs gefeiertem Helden.

„Ich habe in der ersten Hälfte eine Mannschaft ohne Emotionen gesehen“, kritisierte TSV-Coach Dusko Bilanovic, lobte aber die kämpferische Aufholjagd seines Teams in der zweiten Halbzeit. Die zweite Zeitstrafe gegen Aron Seesing bereits in der 19. Minute habe weh getan. „Wir haben zwei Punkte geholt, mehr aber auch nicht“, machte Ferndorfs Trainer Robert Andersson darauf aufmerksam, dass „wir unbedingt gewinnen mussten, um in der Rückrunde eine Chance zu haben.“

TuS Ferndorf - TSV Bayer Dormagen 25:22 (14:8)
Ferndorf: Puhl (8 Paraden), Rottschäfer (4 P.); Strakeljahn, L. Schneider (4), Persson (1), M. Michel (3), Voss-Fels (7), L. Michel, Siegler (3), J. Schneider (2), Rüdiger (1), Koloper, Ten Velde (4/1), Diebel, Duvancic.
Dormagen: Juzbasic (1 Parade), Simonsen (1 Tor, 8 Paraden); Dasburg, Reuland, Meuser (4), Köster, Biernacki (1), Reimer (3/2), Richter (1/1), Zurga, P. Hüter (5), Sterba (2), Grbavac (1), Seesing, Steinhaus (4), Mast.
Schiedsrichter: Hörath / Hofmann.
Zuschauer: 810.
Zeitstrafen: 14:10 Minuten.
Siebenmeter: 1/2:3/7 (Ten Velde wirft an die Latte - Reimer, Grbavac und Richter scheitern an Rottschäfer, Reimer wirft daneben).
Spielfilm: 3:1, 3:3 (9.), 9:5 (21.), 11:6, 12:8 (28.), 14:8 - 17:13, 19:14 (40.), 24:19 (51.), 24:22 (55.), 25:22.


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