28 Tore hatte der TSV in dieser Saison noch nicht geworfen. Aber auch die reichten am Mittwochabend nicht, um den TV Hüttenberg zu besiegen. Die Hessen erzielten 30 Treffer und mussten lediglich bei Dormagens 1:0-Führung durch Patryk Biernacki einem Rückstand hinterherlaufen. Gleichwohl: Die Wiesel blieben immer dran und zeigten erneut eine starke kämpferische Einstellung. „Das war ein Spiel auf Augenhöhe“, urteilte Hüttenbergs Trainer Johannes Wohlrab. Allerdings auch ein Spiel mit ungewöhnlich viel Platz auf dem Feld nach drei Roten Karten und insgesamt 32 Strafminuten.

Der Beginn stimmte optimistisch. Martin Juzbasic schloss direkt an seine starke Form in der Partie gegen Emsdetten an und wehrte die Würfe von Christian Rompf und Moritz Zörb ab. Doch nach einer Doppelbestrafung gegen Jakub Sterba und Andre Meuser musste es der TSV zunächst ruhiger angehen lassen. Die Phase nutzten die Gäste zur ersten Führung, Ian Weber erhöhte auf 3:1 und profitierte dabei von Patrick Hüters Ausrutscher. Erstmals lag anschließend Hüttenberg mit drei Treffern vorne, einen höheren Abstand zwischen beiden Klubs gab es in der gesamten Partie nicht. Dormagen kam immer wieder heran, auch weil der Rückraum mit Patryk Biernacki, Janis Beckers und Andre Meuser sehr platziert abschloss. „Die Rote Karte gegen Patrick Hüter war natürlich ärgerlich, aber wir haben alle zusammengehalten“, stellte Meuser später fest. Der TSV-Kapitän hatte bei einer Abwehraktion in der 14. Minute Hendrik Schreiber unglücklich am Kopf getroffen und durfte hinter der Bank Platz nehmen.

Es dauerte nicht sehr lange, bis die Gastgeber sich in der Abwehr neu geordnet hatten. Sie kamen wieder heran, auch weil nun Hüttenberg von der Verteilung der Zeitstrafen doppelt getroffen wurde. Janis Beckers gelang in der 20. Minute die Vollendung der kleinen Aufholjagd von 6:9 auf 9:9. Die Gäste legten danach regelmäßig vor, der TSV glich aus. An diesem Ablauf änderte sich auch nichts durch die Rote Karte gegen Johannes Klein nach einem Foul gegen Jakub Sterba. TVH-Regisseur Dominik Mappes, den die Dormagener in der ersten Hälfte gut im Griff hatten, sorgte für die 14:13-Führung seines Teams.

Nach dem Seitenwechsel ein ähnliches Bild mit einem kleinen Unterschied: Die Hessen büßten ihren Vorsprung in der gesamten zweiten Hälfte nicht mehr ein. Das lag auch an Keeper Dominik Plaue, der nach einer Verschnaufpause wieder in sein Tor zurückkehrte und mit mehreren starken Reaktionen aufwartete. Zudem ließ nun der junge Rechtsaußen Tristan Kirschner TSV-Schlussmann Martin Juzbasic keine Abwehrchance mehr. Am Ende war es mit Philipp Schwarz ebenfalls ein Youngster, der mit dem 27:30 den Deckel auf eine gute Handballpartie machte. Das letzte Tor der Partie erzielte Ante Grbavac – nach Andre Meuser (8) mit sieben Treffern der erfolgreichste Dormagener.

„Ich hatte mit einer engen Kiste gerechnet“, sagte Johannes Wohlrab, „letztlich waren wir vielleicht um ein „My“ besser.“ Und wenn es denn schon mal gut läuft, dann „können wir mit ein bisschen mehr Leichtigkeit aufspielen und auch das Glück spielte mit.“ So gab Vit Reichl im Fallen dem Ball noch einen leichten Dreh mit, der so an Martin Juzbasic vorbei kullerte. Kurz danach half Mappes der zweifache Innenpfosten zu seinem siebten Treffer. „Im letzten Jahr hatten wir auch mehr Glück“, erinnerte sich Dusko Bilanovic, der niemandem einen Vorwurf machte: „Jeder hat sein Maximum gegeben und gekämpft bis zum Umfallen. Hervorragend, was dieses Team angesichts der vielen Verletzten geleistet hat.“

Am kommenden Montag, 6. Dezember, 19 Uhr, beginnt die nächste Auswärtspartie bei Aufsteiger HC Empor Rostock: Das Derby gegen TuSEM Essen steigt am 10. Dezember im TSV Bayer Sportcenter.

TSV Bayer Dormagen – TV Hüttenberg 28:30 (13:14)
Dormagen: Juzbasic (11 Paraden), Klama (n.e.); Meuser (8), Träger (n.e.), Biernacki (3), Reimer (1), Beckers (5), Zurga, P. Hüter, Sterba (1), Grbavac (7/4), Seesing, Steinhaus (n.e.), Mast (3).
Hüttenberg: Plaue (10 Paraden), Rüspeler (42.-54., 1 P.); Schwarz (2), Kneer, Kirschner (5), Opitz, Theiß (3), Fujita, Weber (4/1), Rompf (3), Zörb (2), Reichl (2), Mappes (7/2), Klein (1), Jockel (n.e.), Schreiber (1).
Schiedsrichter: Cesnik / Konrad.
Zuschauer: 432.
Zeitstrafen: 16:16 Minuten (Rote Karte gegen Hüter, 14:01 – sowie Klein, 25:38, und Weber, 59:37).
Siebenmeter: 4/5:3/4 (Juzbasic hält gegen Mappes – Grbavac scheitert an Plaue).
Spielfilm: 1:0, 1:3, 2:5 (9.), 5:6 (13.), 6:7, 6:9, 9:9 (20.), 13:14 – 13:15 (33.), 16:19 (39.), 19:20, 24:26 (53.), 27:28, 27:30, 28:30.


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