Der TSV Bayer Dormagen feiert den dritten Auswärtssieg und klettert in der Tabelle der 2. Handball-Bundesliga auf den fünften Rang: Am Freitagabend geriet die Mannschaft von Dusko Bilanovic beim TV Emsdetten nie in Rückstand und gewann in der Ems-Halle verdient mit 28:22 (12:11). "Entscheidend war unsere Abwehrleistung mit einem erneut starken Martin Juzbasic im Tor", freute der TSV-Coach sich über lediglich 22 zugelassene Treffer des TV Emsdetten. Das vorletzte Heimspiel des Jahres steht am Mittwoch, 23. Dezember an: Dann trifft der TSV auf den VfL Lübeck-Schwartau.

Gleich zu Beginn der Partie entschärfte Martin Juzbasic die Würfe von beiden Außenseiten: Erst wehrte er gegen Rechtsaußen Tomas Urban ab, anschließend gegen Linksaußen Dirk Holzner. Konsequenter nutzten die Dormagener ihre Chancen und verschafften sich nach vier Hüter-Toren Respekt. Die ersten beiden Treffer erzielte Ian, der zweimal am Kreis freistehende Patrick Hüter legte nach. Die frühe Oberschenkelverletzung von TVE-Spielmacher Marcel Schliedermann, der nicht weiterspielen konnte, machte zunächst eher dem TSV zu schaffen - Emsdetten kam bis auf 4:5 heran. Doch es folgte die sofortige Reaktion: Alexander Senden deutete mit einem Geschoss durch die Hände von Konstantin Madert seine Torgefährlichkeit an. Und der einmal mehr erfolgreichste TSV-Werfer Joshua Reuland erhöhte auf 7:4.

Weiter absetzen konnten die Gäste sich noch nicht, weil Madert mit mehreren Paraden aufwartete und Emsdetten vorne platzierter abschloss. Dann musste auch der TSV auf Spielgestalter Ian Hüter verzichten: Seine von einem Gegenspieler getroffene Lippe blutete so stark, dass sie später noch genäht werden sollte. Am Spielverlauf änderte sich bis zur Pause aber nichts, Emsdettens bester Schütze Sven Weßeling glich zum wiederholten Mal aus. Sein Treffer zum 11:11 war aber nicht nur das letzte TVE-Tor vor der Halbzeit, es war auch der letzte Gleichstand der Begegnung. In die Kabine ging der TSV dank des sehenswerten Tores von Andre Meuser mit dem 12:11-Vorsprung.

Nach dem Seitenwechsel sah es zunächst so aus, als hätten beide Mannschaften einen Nichtangriffspakt verabredet. Torgelegenheiten wurden auf beiden Seiten vergeben, dabei zeichnete sich einmal mehr Martin Juzbasic mit zwei abgewehrten Strafwürfen aus. Mit einer Großtat einige Minuten später leitete der Dormagener Schlussmann die vorentscheidende Phase ein: Der durch die Verteidigung gehende Sören Kress konnte Juzbasic nicht überwinden und damit auch nicht zum wichtigen 14:15 verkürzen. Im Gegenzug markierte Reuland den ersten Drei-Tore-Vorsprung der zweiten Hälfte (16:13). Zwei technische Fehler von Emsdetten nutzten Andre Meuser und Alexander Senden eiskalt. Senden legte direkt zweimal nach, in der 48. Minute führte der TSV 20:15.

Es schien, als hätten die Gastgeber sich mit der Niederlage abgefunden. Zwar kamen sie noch zweimal bis auf drei Treffer heran, mehr war aber nicht drin. Sie fanden keine Mittel gegen die clever bis an den Rand des Zeitspiels getimten Angriffe. Als dann auch noch der nicht gerade für Konter bekannte Kreisläufer Toni Juric zu einem Solo ansetzte und mit dem 25:21 abschloss, war die Begeisterung des gesamten Teams riesengroß. Dieser Treffer dürfte auch seinen Nationaltrainer Ales Pajovic gefreut haben, der Juric zum 20er-Kader für die EM-Qualispiele der Österreicher gegen Deutschland und für die Weltmeisterschaft in Ägypten nominiert hat. Der A-Jugendliche Aron Seesing, der zuvor in der Abwehr überzeugte, trug sich anschließend mit einem der schönsten Treffer des Spiels in die Torschützenliste ein. Joshua Reuland beendete die Partie mit seinem Doppelschlag zum 28:22.

TV Emsdetten - TSV Bayer Dormagen 22:28 (11:12)
Emsdetten: Madert (10 Paraden), Paske (ab 47., 1 Parade), Lücke (n.e.); Kress (1), Terhaer (1), Nowatzki, Schliedermann (1), Wasielewski (2), Urban (4), Damm (2), Holzner (1), Weßeling (8), Stüber (2), Mojzis.
Dormagen: Juzbasic (14 Paraden), Baranasic (n.e.); Reuland (6), Seesing (1), Senden (5), Meuser (4), Juric (1), Richter (3/2), I. Hüter (3), Reimer (n.e.), Noll (n.e.), P. Hüter (3), Johannmeyer (n.e.), Sterba (2), Grbavac, Rehfus (n.e.).
Schiedsrichter: Fratczak / Ribeiro.
Zuschauer: -
Zeitstrafen: 12:6 Minuten.
Siebenmeter: 0/2:2/5 (Juzbasic hält gegen Holzner und Urban - Reuland scheitert an Madert, Paske hält gegen Richter, der zudem an die Latte wirft).
Spielfilm: 1:4 (8.), 4:5, 4:7 (12.), 7:7 (16.), 11:11, 11:12 - 11:13 (35.), 13:16 (41.), 14:19 (45.), 17:21 (51.), 19:22 (52.), 21:24 (55.), 22:28.


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