Noch hundert Tage: Die Handballabteilung des TSV Bayer Dormagen wird in diesem Jahr 70 Jahre alt und feiert den Geburtstag am Samstag, 10. August, ab 16.30 Uhr mit dem Jubiläumsspiel gegen den frisch gebackenen deutschen Pokalsieger und Rekordmeister THW Kiel. Das Motto des Treffs der Wiesel und Zebras im TSV Bayer Sportcenter lautet: 3000 für 70 Jahre! Als der TSV ehemals in der Dreifachhalle an der Konrad-Adenauer-Straße zu Bundesligaspielen einlud, platzte die Halle mit 1500 Zuschauern aus allen Nähten. Nach dem Wiederaufstieg vor elf Jahren wurde die Zahl verdoppelt. Viele erinnern sich an das mit 3000 Fans ausverkaufte Sportcenter beim Spiel gegen den THW Kiel. Diese Stimmung und Begeisterung wollen wir alle noch einmal gemeinsam erleben.

Mit der Partie gegen ein solches Top-Team besteht auch die ideale Gelegenheit, der Mannschaft des TSV Bayer Dormagen die nötige Rückendeckung für die Meisterschaftssaison 2019/20 zu geben. Damit es dann auch in der 2. Handball-Bundesliga weitergeht, benötigt der TSV aktuell natürlich weitere Punkte. "Wir setzen auf unsere Fans und auf die Unterstützung in den anstehenden Spielen", sagt Handball-Geschäftsführer Björn Barthel. "Mit einem speziellen Angebot wollen wir unseren Anhängern etwas zurückgeben." So können Tickets für das Spiel gegen Kiel bei den Heimspielen am 11. Mai gegen HC Elbflorenz und am 24. Mai gegen Rimpar zum Vorzugspreis von 8 Euro (freie Platzwahl) erworben werden. Für Kinder unter 7 Jahren sind kostenlose "Schoßkarten" ohne Sitzplatzanspruch erhältlich. Ab dem 27. Mai gibt es Eintrittskarten für das Jubiläumsspiel an den bekannten Vorverkaufsstellen zum Preis von 10 Euro.

Für den Jubiläumstag der Handballer sind weitere interessante Programmpunkte in der Planung. So findet vormittags ein B-Jugend-Turnier im Sportcenter statt. Nach dem Spiel der Wiesel gegen die Zebras geben die Spieler Autogramme. Die offizielle Vorstellung der neuen Dormagener Mannschaft ist für den Abend in Abstimmung mit den Organisatoren des Radrennens in der City vorgesehen.


Weniger Tore hat der TSV Bayer Dormagen in dieser Saison in der ersten Hälfte noch nicht erzielt: Das 7:16 zur Pause war schon so etwas wie eine Vorentscheidung zu Gunsten des TuS Ferndorf. Nach 60 Minuten sah es zumindest auf der Anzeigetafel und der 24:28-Niederlage etwas freundlicher aus TSV-Sicht aus. Aber das Ende der Heimspielserie mit drei sehenswert herausgespielten Siegen war nicht mehr zu verhindern. "Die erste Hälfte haben wir völlig verschlafen. So etwas wird es nie mehr geben", kündigte TSV-Trainer Dusko Bilanovic an. Das Ergebnis änderte zumindest nichts an der Tabellenplatzierung: Sechs Spieltage vor Saisonende bleibt der TSV auf Rang 14 der 2. Handball-Bundesliga - mit allerdings nur noch zwei Punkten Vorsprung auf Abstiegsplatz 16, den Eintracht Hagen einnimmt. Kommenden Samstag, 4. Mai, geht es zum Tabellenvierten ASV Hamm-Westfalen.

Die Ansetzungen des Doppelspieltages waren für den TSV wenig erfreulich: Das Freitagspiel in Balingen mit einer Fahrtstrecke von rund 1000 Kilometern samt Niederlage lässt sich nicht so einfach abschütteln. Ferndorf indes konnte sich am Freitag im Heimspiel gegen Hüttenberg neues Selbstvertrauen holen und hatte es am Sonntag auch nicht sehr weit. "Das soll aber keine Entschuldigung sein", stellte Bilanovic enttäuscht fest. Er lobte die große Moral seiner Mannschaft, die in der zweiten Halbzeit alles versuchte, um die Niederlage vor 1335 Zuschauern in Grenzen zu halten.


Eine nachvollziehbare Erklärung für den frühen Rückstand am Spieltag von Sponsor Gongoll gab es nicht. "Das war bei uns heute sicher eine Kopfsache", meinte Benni Richter, der nach dem Seitenwechsel als vorgezogener Mann in der auf 5:1 umgestellten Abwehr und vorne mit guten Abschlüssen zu den Besten im Dormagener Team gehörte. An Sven Bartmann lag es auch nicht, dass die Revanche für die 25:26-Niederlage in Ferndorf ausblieb. Die Abwehr konnte einfach das Ferndorfer Angriffsspiel nicht unterbrechen und ließ vor allem Shooter Jonas Faulenbach und später auch Julius Lindskog Andersson alle Zeit zum platzierten Einschuss. "Bei uns passten heute viele Rädchen zusammen", freute sich Gäste-Trainer Michael Lerscht und lobte insbesondere "unser Prunkstück, die extrem gute Deckung plus Torwart Lucas Puhl." Die TSV-Werfer bissen sich an der Gästemauer immer wieder die Zähne aus und brauchten eine Viertelstunde, um in der 23. Minute (!) den vierten Treffer folgen zu lassen. Dass es auch anders geht, stellte Lukas Stutzke unter Beweis, der fünf seiner sechs Tore in der letzten Viertelstunde erzielte.

Der Gewinn der zweiten Hälfte (17:12) bringt zwar keine Punkte, stimmt aber zumindest zuversichtlich. "Wir werden auch in den ausstehenden Auswärtsspielen alles versuchen, um etwas Zählbares mit nach Hause zu bringen", sagt Dusko Bilanovic.

TSV Bayer Dormagen - TuS Ferndorf 24:28 (7:16)
Dormagen:
Bartmann (1 Tor, 11 Paraden), Broy (bei einem 7m); Reuland (3), Pyszora (3), Eggert, Löfström (1), I. Hüter (2), Rebelo, Richter (5/2), P. Hüter (1), Jagieniak, Morante Maldonado (1), Stutzke (6), Wieling (1/1).
Ferndorf: Puhl (15 Paraden), Rottschäfer (ab 54.), Hottgenroth (n.e.); Faulenbach (8), Basic (2), Schneider, Michel (3), Neitsch (3), Wicklein, Wörner (2), Zerbe (6/4), Barwitzki, Andersson (4), Koloper, Müller, Rink.
Schiedsrichter: Linker/Schmidt.
Zuschauer: 1335.
Zeitstrafen: 2:8 Minuten.
Siebenmeter: 3/4:4/4 (Puhl hält gegen Wieling).
Spielfilm: 2:2, 2:5 (7.), 3:6, 3:11 (22.), 4:13 (24.), 7:16 - 10:16 (34.), 10:19 (38.), 13:19 (40.), 15:22 (44.), 17:22 (47.), 19:24 (51.), 20:27, 23:27 (58.), 24:28.


Es waren gerade mal acht Minuten gespielt, da stand es bereits 8:1 für den Tabellenführer der 2. Handball-Bundesliga. 2300 Zuschauer reagierten mit Begeisterung auf jede Parade von Tomas Mrkva und bejubelten die Treffer von HBW Balingen-Weilstetten. "Am Anfang haben wir uns schwer getan, Balingens Torwart hat uns den Zahn gezogen", stellte TSV-Trainer Dusko Bilanovic nach dem 23:32-Misserfolg am Freitagabend fest. Trotzdem konnte er seinen Spielern zur zwischenzeitlichen Aufholjagd gratulieren: "Sie haben Moral gezeigt. Leider fiel die Niederlage um drei, vier Tore zu hoch aus."

Als Balingen mit 12:4 in der 20. Minute vorne lag, wehrte der TSV sich verstärkt gegen eine frühe Vorentscheidung. Von der Siebenmeterlinie und von Rechtsaußen traf Tim Wieling, Eloy Morante Maldonado erzielte den nächsten Dormagener Treffer und der starke Nuno Rebelo verkürzte auf 12:8. Es wurde ruhiger in der SparkassenArena und die Zuschauer wussten, dass auch die 15:10-Halbzeitführung noch kein Grund zum Feiern ist. Denn der TSV konnte die zweite Hälfte in doppelter Überzahl beginnen. Mit großartigen Paraden und einem platzierten Wurf ins leere Balinger Tor hielt auch Torwart Sven Bartmann die Partie offen. Nuno Rebelo und Joshua Reuland ließen mit ihren Treffern weitere Hoffnung aufkommen - plötzlich war der TSV beim 16:14 in der 38. Minute nah dran am Spitzenreiter. Doch der ganz große Coup scheiterte an den wieder energischer zupackenden und präziser abschließenden Gastgebern. Gefunden wurde Marcel Niemeyer am Kreis, Gregor Thomann feuerte erfolgreich aus dem Rückraum. Die Balinger bauten die Führung wieder aus, auch wenn sie bis zur 48. Minute (24:20) die Rheinländer noch nicht abgeschüttelt hatten. Das gelang erst mit dem 5:0-Lauf in den folgenden sechs Minuten.

"Es hat sich niemand verletzt und wir konnten Spieler für das wichtige Duell am Sonntag gegen Ferndorf schonen", sagte Dusko Bilanovic nach der Partie. Die Mannschaft bereitet sich am Samstag Vormittag mit einer Trainingseinheit in Herrenberg gezielt auf das Heimspiel vor. "Unser Ziel war, mindestens zwei Punkte an diesem Doppelspieltag zu holen. Das wollen wir jetzt am Sonntag erreichen und hoffen auf eine große Unterstützung unserer Fans am Sonntag", appelliert der Trainer. Ferndorf hat bereits zwei Punkte eingesammelt: Das Team von Michael Lerscht setzte sich mit 25:17 (10:10) gegen den TV Hüttenberg durch.

Die Begegnung am Spieltag von Sponsor Gongoll pfeifen die Schiedsrichter Frederic Linker und Sascha Schmidt (Herne) um 17 Uhr im TSV Bayer Sportcenter an. Tickets gibt es im Tabakshop an der Kölner Straße 64 und online. Die Kassen am Sportcenter öffnen um 16 Uhr.

HBW Balingen-Weilstetten - TSV Bayer Dormagen 32:23 (15:10)
Balingen: Mrkva (15 Paraden), Bozic (n.e.); Zobel, Niemeyer (5), Flohr, Hausmann (1), Thomann (7/3), Nothdurft (1), Meschke, Gretarsson (6/1), Diebel, De La Pena Morales (1), Schoch (6), Oliveira (2), Saueressig (3).
Dormagen: Bartmann (1 Tor, 10 Paraden), Broy (bei einem 7m); Reuland (2), Pyszora, Eggert (1), Löfström (2), I. Hüter, Rebelo (5), Richter (1/1), P. Hüter, Morante Maldonado (3), Stutzke (2), Wieling (6/2).
Schiedsrichter: Kolb / Kauth.
Zuschauer: 2300.
Zeitstrafen: 10:10 Minuten.
Siebenmeter: 4/5:3/3 (Gretarsson wirft an den Pfosten).
Spielfilm: 8:1 (8.), 9:4 (14.), 12:4 (20.), 12:8 (25.), 15:9, 15:10 - 16:14 (38.), 19:16 (41.), 21:16 (43.), 24:20 (48.), 29:20 (54.), 30:23, 32:23.


Heute machte sich die Mannschaft des TSV Bayer Dormagen bereits auf in Richtung Balingen. Der Grund liegt auf der Hand: Die möglichst optimale Gestaltung des Doppelspieltages. Schließlich wartet der Spitzenreiter der 2. Handball-Bundesliga an diesem Freitag um 19.45 Uhr auf das Team von Dusko Bilanovic. Und am Sonntag kommt der TuS Ferndorf ins TSV Bayer Sportcenter. Dann wollen die Dormagener am Spieltag von Sponsor Gongoll ihre Heimserie mit drei gewonnenen Spielen ab 17 Uhr fortsetzen. Auf die Fans warten neben den 60 Minuten gegen den West-Rivalen und Mitaufsteiger mehrere Aktionsmodule und Spielgeräte aus dem Hause Gongoll.

"Wir fahren nicht die 480 Kilometer, um in der SparkassenArena zu verlieren", sagt Dusko Bilanovic und schließt damit an seine Aussage nach dem Erfolg gegen Hamburg an: "Wir können mit breiter Brust nach Balingen reisen." Jens Bürkle, Trainer der HBW Balingen-Weilstetten, reagierte inzwischen auf die Worte: "Die müssen ihre breite Brust erst einmal bei uns beweisen." Was dazu nötig ist, hatte der EHV Aue in der Vorwoche gezeigt und den Tabellenführer mit 31:26 geschlagen: "Das war ein Erdbeben mit Vulkanausbruch", erinnert sich Aues Übungsleiter Stephan Swat an den Abend, als er bei seinen Spielern "den Willen und die Gier in den Augen gesehen hat, Balingen zu schlagen." Die Aufgabe für den TSV wird freilich gerade nach der Niederlage der Mannschaft aus dem Zollernalbkreis nicht leichter. Schließlich wollen die Balinger den Misserfolg vergessen lassen und zudem die weiße Heimweste behalten: Im bezahlten Handball haben lediglich Flensburg in der 1. Liga und Balingen in den heimischen Hallen überhaupt keinen Punkt abgegeben.

Dusko Bilanovic relativiert denn auch die Ansprüche an den Doppelspieltag ein wenig: "Wir wollen mindestens zwei Punkte holen. Alles was uns Balingen anbietet nehmen wir gerne mit." Damit die Reisestrapazen sich in Grenzen halten, verbringt das TSV-Team zwei Nächte im Hotel in Herrenberg. "Wir wollen gerade mit Blick auf das Heimspiel gegen Ferndorf für normale Abläufe sorgen", betont Handball-Geschäftsführer Björn Barthel. Mit dem Oberligisten SG H2Ku Herrenberg findet am heutigen Donnerstagabend ein gemeinsames Training statt, das Bilanovic mit Herrenberg-Coach Alexander Job vereinbart hat. Am Samstagmorgen wird der TSV zudem vor der Rückfahrt nach Dormagen eine weitere Übungseinheit als konkrete Vorbereitung auf das Spiel gegen Ferndorf einlegen.

Lars Jagieniak reiste nicht mit, er wird am Samstag mit der HSG Krefeld in Schalksmühle spielen. Bis auf Janis Boieck und Heider Thomas stehen ansonsten alle Spieler zur Verfügung. Bilanovic: "Ich hoffe, dass sich daran in Balingen nichts ändert und sich niemand vor dem Spiel gegen Ferndorf verletzt." Heider Thomas macht nach seiner erfolgreichen Leistenoperation schon gute Fortschritte. "Er hat vorsichtig probiert, ein wenig zu laufen und hatte dabei keine Schmerzen", blickt Dusko Bilanovic zufrieden nach vorne. Der Trainer und seine Mannschaft würden sich natürlich über eine erneut starke Unterstützung am Sonntag freuen: "Das war großartig gegen Hamburg. Wir brauchen euch Fans auch gegen Ferndorf." Tickets gibt es im Tabakshop an der Kölner Straße 64 und online. Die Kassen öffnen am 28. April um 16 Uhr.


Im Schlüsselspiel gegen den Tabellennachbarn aus Hamburg hatte der TSV Bayer Dormagen an Gründonnerstag fast immer die Fäden in der Hand, feierte vor der Rekordkulisse von 1754 Zuschauern den 12. Saisonsieg mit 31:28 (16:13) und beendete die 8:2-Erfolgsserie der Gäste aus den letzten fünf Spielen. Mit jetzt 26 Punkten nimmt der TSV in der 2. Handball-Bundesliga weiterhin Rang 14 ein, da Aue zeitgleich gegen Tabellenführer Balingen - den nächsten Dormagener Gegner - mit 31:26 gewann. "Wir können nach unserer Leistung mit breiter Brust nach Balingen fahren", sagt TSV-Coach Dusko Bilanovic.

"Wir haben die Hamburger von der ersten Minute an unter Druck gesetzt", war Bilanovic froh, dass die Verteidigung den Verlust von Heider Thomas verkraften konnte. Der längste Abwehrspieler musste nach erneuten Leistenbeschwerden zwei Tage vor dem Spiel operiert werden und steht vermutlich erst wieder in der unmittelbaren Schlussphase der Saison zur Verfügung. "Daniel Eggert hat die Aufgabe von Heider in der Defensive gut erledigt", lobte der Coach den Dänen. Mit der Arbeit seiner Abwehr war Gästetrainer Torsten Jansen hingegen vor allem in der ersten Hälfte überhaupt nicht zufrieden: "Da haben wir nie gezeigt, zu was wir zuletzt in der Lage waren." Die Präzision der Würfe des starken Lukas Stutzke ließ Schlussmann Aron Edvardsson geradezu verzweifeln. Und auch der nach einer Viertelstunde eingewechselte Marcel Kokoszka hatte mit den konsequenten Abschlüssen der Dormagener zu kämpfen.

Das 8:6 von Stefan Schröder in der 12. Minute war die letzte Hamburger Annäherung bis auf zwei Treffer. Danach lagen die Gäste immer mit mindestens drei Toren zurück. "Schuld" daran war nicht zuletzt Benni Richter, der als Anspieler und Torschütze glänzte und dem einmal mehr von der Bank kommend der geniale Ballklau gelang. Bei den US-Nationalspielern Ian und Patrick Hüter war nichts zu spüren vom Jetlag nach der Teilnahme an einem Turnier in der Dominikanischen Republik. Im Gegenteil: Die Durchbrüche von Ian werden immer energischer, von seinen Anspielen profitiert Patrick ebenso wie Carl Löfström am Kreis.

Auch nach dem Seitenwechsel hatte die Partie einen hohen Unterhaltungswert. Dafür verantwortlich war nicht zuletzt HSV-Shooter Finn Wullenweber, der mit insgesamt neun Treffern auf sich aufmerksam machte. Trotz seiner Beschwerden an der Hand beteiligte sich Lukas Ossenkopp ebenfalls am Torewerfen. Da beugte Bilanovic mit einem klugen Schachzug für die letzten zehn Minuten vor: Er gönnte Torwart Sven Bartmann, der gerade seinen Vertrag für ein weiteres Jahr verlängert hat, eine längere Pause. Nach seiner Rückkehr war "Barti" voll präsent und wehrte mehrere platzierte Würfe der Gäste ab. Rechtsaußen Tim Wieling hatte sich seinen Torjubel vor allem für die zweite Hälfte aufgespart und zog dank seiner sieben und jetzt insgesamt 210 Treffer am bislang führenden Großwallstädter Michael Spatz in der Torschützenliste der 2. Handball-Bundesliga vorbei. Spätestens als Wieling in der 57. Minute per Strafwurf zum 30:26 traf und Patrick Hüter das letzte TSV-Tor folgen ließ, war die Revanche gegen Hamburg nach der 26:27-Hinspielniederlage gelungen.

Die Partie in Balingen ist am kommenden Freitag, 26. April, ab 19.45 Uhr der Auftakt des Doppelspieltages. Zwei Tage später, am Sonntag, 28. April, erwartet der TSV den TuS Ferndorf. Anpfiff ist im TSV Bayer Sportcenter um 17 Uhr. "Ihr wart gegen Hamburg eine Superpublikum. Ich hoffe, dass ihr uns auch gegen Ferndorf bereits zur früheren Anwurfzeit unterstützt", würden sich Dusko Bilanovic und sein Team über eine ähnlich hohe Zuschauerzahl freuen.  

TSV Bayer Dormagen - HSV Hamburg 31:28 (16:13)
Dormagen: Bartmann (9 Paraden), Broy (39.-50.); Reuland (1), Pyszora (n.e.), Eggert, Löfström (2), I. Hüter (4), Rebelo (n.e.), Richter (5), P. Hüter (4), Jagieniak (n.e.), Morante Maldonado, Stutzke (8), Wieling (7/3).
Hamburg: Edvardsson (5 Paraden), Kokoszka (15.40. und bei zwei 7m, 3 Paraden); Schröder (3), Lackovic, Tissier (1), Weller (4), Ossenkopp (4/2), Axmann, Fuchs, Bauer (2), Forstbauer (n.e.), Wullenweber (9), Bergemann (n.e.), Kleineidam (1), Vogt, Herbst (4).
Schiedsrichter: Grobe / Kinzel.
Zuschauer: 1754.
Zeitstrafen: 12:12 Minuten.
Siebenmeter: 3/4:2/3 (Wieling scheitert an Kokoszka - Bartmann hält gegen Herbst).
Spielfilm: 1:2, 3:2 (4.), 6:3 (7.), 8:6 (12.), 11:6 (17.), 11:8, 13:9 (22.), 15:12, 16:13 - 17:13 (31.), 19:14, 22:17 (42.), 22:19 (45.), 24:19 (47.), 25:22, 26:22, 27:24, 29:24 (55.), 31:26, 31:28.


Die Lizenzierungskommission des Handball-Bundesliga e.V. hat heute entschieden, dass alle sportlich qualifizierten Klubs in der 1. und 2. Handball-Bundesliga die Lizenz für die Spielzeit 2019/20 erhalten. "Das ist eine gute Nachricht", sagt Björn Barthel, Handball-Geschäftsführer des TSV Bayer Dormagen. "Wir sind froh, dass wir alle Bedingungen erfüllt haben und damit auch die uneingeschränkte Lizenz für die kommende Spielzeit erhalten. Entscheidend ist jetzt natürlich die sportliche Qualifikation mit dem Klassenerhalt." Heute möchte der TSV weitere zwei Punkte gegen den HSV Hamburg holen. Barthel: "Die Stimmung ist prima, der Vorverkauf mit über 1200 Tickets sehr gut. Aber es ist noch genügend Platz für alle, die sich kurzfristig für den Besuch entscheiden." Anpfiff im TSV Bayer Sportcenter ist 19.30 Uhr. 

 

Mittelrhein-Nachbar VfL Gummersbach muss wegen der Lizenz noch zittern: Die bekommt der Altmeister unter der Bedingung, dass die derzeit bestehende Liquiditätslücke bis spätestens zum 3. Mai 2019 geschlossen wird. Dies muss gegenüber der Lizenzierungskommission nachgewiesen werden. Wird die Bedingung nicht innerhalb der gesetzten Frist erfüllt, gilt die Lizenz als nicht erteilt.

Die Entscheidungen der Lizenzierungskommission unter Vorsitz von Rolf Nottmeier erfolgten nach intensiver Prüfung der eingereichten Unterlagen und Durchführung zahlreicher Lizenzgespräche mit den Lizenzbewerbern. "Unsere Prüfungen haben erfreulicherweise ergeben, dass der vorgeschriebene Abbau von bestehendem negativem Eigenkapital durch alle Vereine weiter konsequent fortgesetzt wird. Zu einem Punktabzug aufgrund von Nichterfüllung der Verpflichtung zur Eigenkapitalverbesserung wird es dementsprechend nicht kommen. Besonders positiv ist festzuhalten, dass sich die Anzahl der Vereine, die inzwischen auf ein positives bilanzielles Eigenkapital blicken, weiter erhöht hat. Insgesamt konnten wir eine deutliche Zunahme der Finanzkraft der Vereine im Profihandball feststellen", sagt Nottmeier.

Der unabhängigen Lizenzierungskommission gehören neben dem Vorsitzenden Rolf Nottmeier, Richter am Arbeitsgericht Minden, Olaf Rittmeier, Steuerberater und Frank Bohmann, Geschäftsführer der Handball-Bundesliga GmbH an. Unterstützt wird die Kommission durch Mattes Rogowski, Leiter Sport & Lizenzierungsverfahren bei der HBL GmbH. Die Lizenzentscheide für Aufsteiger aus der 2. Bundesliga in die DKB Handball-Bundesliga, für Aufsteiger aus den 3. Ligen in die 2. Bundesliga sowie für die Absteiger aus der DKB Handball-Bundesliga in die 2. Bundesliga werden in den kommenden Wochen bekanntgegeben.

 


Auch Sven Bartmann bleibt ein Wiesel. Der Torwart des Handball-Zweitligisten TSV Bayer Dormagen verlängerte jetzt seinen Vertrag um ein Jahr. "Ich bin froh, dass ich weiter in Dormagens Mannschaft des Jahres 2018 spielen darf", sagte "Barti", der am 14. Mai seinen 32. Geburtstag feiert. Er ist froh, dass "der Verein in meiner langen Verletzungspause immer zu mir gestanden hat und freut sich darauf, "dieses Vertrauen mit Leistung auch in der kommenden Saison zurückzugeben." Sein Dank richtet sich zudem an seinen "Spielerpaten", das Autohaus Heinen, das den Schlussmann bereits im vierten Jahr unterstützt.

"Sven ist seit 2013 fester Bestand der Mannschaft. Es ist sicher ein positives Zeichen, dass wir Kontinuität auf der Torhüterposition haben", betont Björn Barthel, Handball-Geschäftsführer des TSV Bayer Dormagen. "Mit Sven Bartmann und Janis Boieck, der rechtzeitig zur Vorbereitung auf die kommende Spielzeit wieder fit sein wird, verfügen wir über ein starkes Gespann." Respekt hat Barthel angesichts der Doppelbelastung des Industriemechanikers: "Sven steht voll im Berufsleben. Zum Glück fördert sein Arbeitgeber Lanxess das sportliche Engagement durch flexible Arbeitszeiten, die gerade bei Auswärtsfahrten von Bedeutung sind."


Nach der Pokal- und Länderspielpause geht die Saison ins letzte Viertel. Der TSV Bayer Dormagen erwartet an Gründonnerstag den Handballsportverein (HSV) Hamburg im TSV Bayer Sportcenter. "Wir hoffen alle, dass die Zuschauer unsere zuletzt starken Leistungen honorieren und in die Halle kommen", sagt TSV-Trainer Dusko Bilanovic. "Wir können jede Unterstützung gebrauchen." Die Schiedsrichter Sebastian Grobe und Adrian Kinzel (Braunschweig / Bochum) pfeifen die Partie um 19.30 Uhr an. Tickets gibt es im Tabakshop an der Kölner Straße 64 und online. Die Abendkassen öffnen am 18. April um 18.30 Uhr.

Gegen Hamburg will der TSV die Revanche nach der unglücklichen 26:27-Niederlage im Hinspiel Anfang November. Damals hatte Youngster Leif Tissier unmittelbar vor dem Schlusspfiff den Siegtreffer für die Hamburger erzielt. Bilanovic: "Nach dem 30:23-Erfolg im Nachholspiel am Montag gegen Wilhelmshaven haben die Hamburger als Tabellenelfter zwei Punkte mehr als wir auf dem Konto. Da wollen wir am Donnerstag gerne wieder gleichziehen." Dass die Gäste mit jungen und mehreren erfahrenen Spielern wie Weltmeister und Olympiasieger Blazenko Lackovic (38) oder Rechtsaußen Stefan Schröder (37) einen guten Lauf haben und seit fünf Spieltagen ungeschlagen sind, nimmt der Dormagener Coach zur Kenntnis. "Wir müssen unser Spiel machen und an die Begegnungen der letzten Spiele anknüpfen - bis auf die letzten zehn Minuten in Hagen", sagt Bilanovic.

Die Vorbereitung auf die Begegnung des 30. Spieltages der 2. Handball-Bundesliga litt ein wenig unter der Abwesenheit mehrerer Spieler: Lukas Stutzke und Eloy Morante Maldonado waren mit der Junioren-Nationalmannschaft unterwegs und schlossen den Lehrgang mit zwei Siegen gegen Tschechien ab. Ian und Patrick Hüter nahmen mit dem Nationalteam der USA an einem Turnier in Santo Domingo, der Hauptstadt der Dominikanischen Republik, teil. Dort trugen sie mit zum zweiten Platz bei: Nachdem die USA noch Kuba im Gruppenspiel 26:23 geschlagen hatte, gab es nach Verlängerung die 36:37-Niederlage im Finale der "1. Men’s North American and Caribbean Emerging Nations Championship 2019". Einen Rekordsieg holten die US-Boys zuvor gegen Barbados (68:12). Es folgten das 35:25 gegen Mexico im Viertelfinale und der knappe 41:39-Erfolg in der Vorschlussrunde gegen die Dominikanische Republik. Die Hüter-Brüder freuten sich über gute Bewertungen: Patrick erzielte 26 Tore, Ian wartete mit 22 Assists auf.

Nico Pyszora wechselt zum Longericher SC
Während wie berichtet Rechtsaußen Tim Wieling nach der Saison in die 1. Bundesliga zum TVB Stuttgart wechseln wird, hat Drittligist Longericher SC nun die Verpflichtung von Nico Pyszora bekanntgegeben. Für den 20-Jährigen sind der Beruf als Tierpfleger im Kölner Zoo und die 2. Liga zeitlich schwer vereinbar. "Sie werden beide in den letzten Spielen für den TSV keinen Gang runterschalten", betont Dusko Bilanovic.



sponsor startseite selectsponsor startseite sparkassesponsor startseite buergelsponsor startseite cityringsponsor startseite egnsponsor startseite putzigsponsor startseite brandenburgsponsor startseite therapiezentrumsponsor startseite kompetenzcentersponsor startseite dekasponsor startseite evdsponsor startseite Orthopaediesponsor startseite rohdesponsor startseite ineos