Nach dem gelungenen "1. Dormagener Teddy Bear Toss" mit mehr als 700 aufs Spielfeld geworfenen Kuscheltieren zu Gunsten der Dormagener Tafel gab es am Samstagabend auch sportlich allen Grund zur Freude: Der TSV Bayer Dormagen feierte am 16. Spieltag vor 1058 Zuschauern mit 33:22 den höchsten Saisonsieg gegen den Dessau-Roßlauer HV 06 und verließ die Abstiegsränge der 2. Handball-Bundesliga. Das Wort "Zufriedenheit" hört TSV-Trainer Ulli Kriebel in diesem Zusammenhang freilich nicht gerne: "Zufriedenheit ist der größte Feind im Abstiegskampf." Denn da geht es am nächsten Samstag, 8. Dezember, bei der DJK Rimpar in der s.Oliver Arena in Würzburg weiter. "Heute wird gefeiert, dann starten wir in die Vorbereitung gegen Rimpar", betonte Kriebel.

Von Beginn an drehte der TSV auf und zwang Gäste-Trainer Uwe Jungandreas nach dem 4:0 in der 4. Minute zur frühen Auszeit. Doch diese und auch die "Aufwachen, aufwachen"-Rufe von Dessaus Fans änderten nichts am Spielverlauf. Erst in der elften Minute verbuchte das Team aus Sachsen-Anhalt den ersten Treffer zum 6:1 durch den mit Doppelspielrecht ausgestatteten Leipziger Gregor Remke. Für die mangelnde Ausbeute waren die Gastgeber dank der beweglichen Abwehr und dem wie schon in Dresden überragenden Sven Bartmann wesentlich verantwortlich. "Barti" feiert in diesem Herbst seinen dritten Frühling und zeichnete sich neben seinen 16 Paraden auch durch zwei Würfe ins leere Gästetor aus.

Jungandreas musste später eingestehen: "Wir wurden heute abgewatscht. In der Abwehr haben wir die Räume nicht verdichtet und vorne konnten wir gegen einen allerdings hervorragenden Torwart viele Chancen nicht nutzen." So gratulierte er nach der Partie zum "auch in dieser Höhe verdienten Sieg." Weder Abwehrumstellungen, Torwarttausch noch der zumeist eingesetzte siebte Feldspieler konnten Dessaus klarste Niederlage in dieser Spielzeit verhindern. Denn der TSV war in allen Belangen überlegen. Nach dem 14:8 durch Tim Wieling - einmal mehr der erfolgreichste Werfer der Partie - konnten die Dormagener ihre Pausengetränke genießen.

Alle Versuche der Gäste, nach dem Seitenwechsel näher als fünf Tore an den TSV heranzukommen, gelangen nicht. "Und unsere Abwehr wurde noch löchriger", registrierte Jungandreas. Das nutzten jetzt vor allem Daniel Eggert in einem seiner besten Spiele für den TSV sowie Lukas Stutzke, der sechs seiner sieben Treffer zwischen der 42. und 55. Minute erzielte. In der Schlussphase bedankte sich Nico Pyszora bei seinem Comeback nach längerer Verletzung mit zwei Treffern. Linksaußen Nick Braun kam zu seinem zweiten Samstag-Einsatz, nachdem er mit der A-Jugend durch den 28:27-Erfolg gegen Minden die Halbzeitmeisterschaft in der Jugend-Bundesliga West unter Dach und Fach gebracht hatte. Eine weitere Personalie: Janis Boieck löste Sven Bartmann in der 56. Minute ab und hielt mit drei Paraden den zweistelligen Erfolg fest. "Es war auch wichtig, dass wir heute etwas für das Torverhältnis tun konnten", sagte Ulli Kriebel.

TSV Bayer Dormagen - Dessau-Roßlauer HV 06 33:22 (14:8)
Dormagen: Bartmann (2 Tore, 16 Paraden), Boieck (ab 56. und bei einem 7m, 3 Paraden), Rózsavölgyi (n.e.); Pyszora (2), Eggert (5), Löfström (3), I. Hüter (1), Rebelo (n.e.), Richter (3), P. Hüter, Morante Maldonado (2), Stutzke (7), Braun, Wieling (8/4).
Dessau-Roßlau: Plaue (7.-38., 8 Paraden), Ambrosius (0 P.); Pavlicek (1), Hanisch, Vanco (2), Mlotek (3), Remke (5), Pfeiffer, Wasielewski, Schmidt, Hönicke (1), Jungemann (3), Zimmermann, Hanner, Zele, Zahradnicek (7/4).
Schiedsrichter: Schaban / Westphal.
Zuschauer: 1058.
Zeitstrafen:12:6 Minuten.
Siebenmeter:4/4:4/5 (Pavlicek wirft über das Tor).
Spielfilm: 6:0 (9.), 6:1 (11.), 10:4 (21.), 14:8 - 16:9 (35.), 18:13, 21:14, 22:17, 29:19 (55.), 33:22.


Nach den beiden Erfolgen gegen Hamm und in Dresden will der TSV Bayer Dormagen an diesem Samstag, 1. Dezember, nachlegen. Im TSV Bayer Sportcenter geht es gegen den Dessau-Roßlauer HV. Die Gäste haben einen Pluspunkt mehr als der TSV und liegen als 14. der Tabelle der 2. Handball-Bundesliga drei Ränge vor dem TSV. Die Schiedsrichter Matthes Westphal und Alan Schaban aus Berlin pfeifen die Partie um 19.30 Uhr an - nach dem "1. Dormagener Teddy Bear Toss". "Ich hoffe, dass die Aktion der Dormagener Tafel und damit auch Dormagener Kindern viele Kuscheltiere beschert", sagt Jil Falkenstein. Darüber hinaus können viele Fans mit einem Geschenk nach Hause gehen, kündigt die Handball-Marketingleiterin an: "Ein Sponsor stellt 300 Christsterne zur Verfügung, die nach dem Spiel abgegeben werden." Tickets für das achte und vorletzte Heimspiel im Jahr 2018 gibt es im Tabakshop an der Kölner Straße 64 und online. Die Abendkassen öffnen um 18.30 Uhr.

Vergleiche mit dem Team aus Sachsen-Anhalt gab es bislang nicht. Allerdings ist Trainer Uwe Jungandreas als Ex-Coach von Concordia Delitzsch und DHfK Leipzig kein Unbekannter in Dormagen. Gemeinsamkeiten gibt es bei der Zielsetzung: Auch Dessau-Roßlau kämpft um den Klassenerhalt. Nach zuletzt drei Unentschieden verlor der HV in der Vorwoche sein Heimspiel gegen Aue mit 28:31. TSV-Coach Ulli Kriebel erwartet einen Gegner auf Augenhöhe: "Dessau verfügt über sehr gute Qualität vor allem auf den beiden Halbpositionen und hat jetzt mit dem Doppelspielrecht für den Leipziger Gregor Remke noch mal nachgelegt." Lukas Stutzke kennt den Rückraumspieler aus der Junioren-Nationalmannschaft. Aufgrund einer Knieverletzung konnte Remke an der EM im Sommer nicht teilnehmen. Nachdem seine Verletzung ausgeheilt ist, möchte er zusätzliche Spielzeit bei Dessau sammeln. Kriebel: "Wir müssen uns beweisen gegen eine kampfstarke Mannschaft, die nicht aufgibt und dafür bekannt ist, dass sie auch höhere Rückstände aufholen kann. Zudem beherrschen sie das Spiel mit dem siebten Feldspieler ausgezeichnet."

Beim TSV wird Joshua Reuland auf jeden Fall fehlen. Kriebel: "Josh hat seit Wochen muskuläre Probleme und muss jetzt ein Spiel pausieren." Da Tyron Hartmann zwar wieder ins Mannschaftstraining eingestiegen ist aber erst im neuen Jahr wieder im Zweitliga-Team zum Einsatz kommt, wird wohl Eloy Morante Maldonado auf Linksaußen rücken. Zudem steht Nick Braun im Kader, der im Vorspiel ab 16 Uhr mit der A-Jugend auf GWD Minden trifft. Nach dem kurzfristig vereinbarten Zweitspielrecht trägt Lars Jagieniak am Samstag im Spitzenspiel der 3. Liga erstmals das Trikot der HSG Krefeld gegen Schalksmühle-Halver. "Er bekommt damit Spielpraxis auf hohem Niveau", begrüßt Ulli Kriebel.


Der bald 20-jährige Lars Jagieniak erhält ab sofort eine Zweifachspielberechtigung und kann damit weiterhin für den Zweitligisten TSV Bayer Dormagen und auch für den Drittligisten HSG Krefeld - Die Eagles zum Einsatz kommen. Der gelernte Kreisläufer kam in der bisher absolvierten Saison 2018/19 in der 2. Bundesliga nur sporadisch zum Einsatz und erhofft seinerseits auf mehr Spielanteile bei dem aktuellen Tabellenführer der 3. Liga West.


Seit 2015 ist Jagieniak bei den Wieseln aktiv und hat eine erfolgreiche Jugend in Dormagen durchlaufen. Der 1,94 m große und 90 kg schwere Nachwuchsmann hat gerade in der Defensive seine Qualitäten und soll in Krefeld dabei helfen den Ausfall des länger verletzten Damian Janus zu kompensieren.
Ein besonderer Dank der HSG Krefeld gilt der TSV Bayer Dormagen Handball GmbH, die der Zweifachspielberechtigung schnell und unbürokratisch zugestimmt hat.


Seit Wochen ist der TSV Bayer Dormagen für diese Handball-Krimis bekannt. Gingen drei Spiele hauchdünn verloren, so jubelte die Mannschaft von Ulli Kriebel jetzt zweimal nach dem gleichen Erfolgserlebnis: 24:23 gegen Hamm, 24:23 am Freitagabend beim HC Elbflorenz in Dresden. Die Begeisterung der Dormagener kannte kaum Grenzen nach dem dritten Auswärtssieg in der 2. Handball-Bundesliga. Und alle wussten, wem sie diesen Erfolg vor allem zu verdanken hatten: Sven Bartmann präsentierte sich in sagenhafter Form, wehrte vier Strafwürfe ab und kam auf insgesamt 20 gehaltene Bälle. "Das war eindeutig die beste Torwartleistung in dieser Saison", gratulierte Kriebel dem Schlussmann. "Das war sicher kein gutes Spiel von uns, aber wenn man so zwei Punkte mit nach Hause nimmt, dann kann ich gut damit leben. Wir haben schließlich auch Spiele nach einer guten Leistung von uns unglücklich verloren", betonte der Trainer. Elbflorenz-Coach Christian Pöhler schüttelte derweil den Kopf. "Wenn wir so viele Chancen nicht nutzen, dann haben wir uns die Niederlage eben selbst zuzuschreiben." Nicht vergessen sollte man freilich, dass auch Dresdens Torwart Mario Huhnstock eine sehr gute Leistung zeigte.

Im Abstiegskampf pur behielt der TSV nach längerer Führung und einem Rückstand in der zweiten Halbzeit die Nerven. Ein klares Plus hatten die Gäste zudem im Tempospiel. Kreisläufer Carl Löfström konnte an seine schon zuletzt Klasse-Form anschließen. Sämtliche sieben Würfe landeten im Kasten von Elbforenz. Auch stark: Benni Richter verwandelte vier Strafwürfe sicher. Und Lukas Stutzke fand nach anfänglichen Fehlwürfen zur bekannten Treffsicherheit zurück.

Nach der 11:9-Pausenführung der Rheinländer kamen die Sachsen auf und gingen durch Gabor Pulay in der 42. Minute erstmals mit 16:15 in Führung. Nach dem 19:17 hatte der HCE die Möglichkeit, auf 20:17 zu erhöhen. Doch einmal mehr war Sven Bartmann zur Stelle. Abgeklärt glich der TSV aus und drehte nach einem neuerlichen Rückstand noch einmal die Partie. In den letzten sieben Minuten legte Dormagen regelmäßig vor, doch die Partie blieb offen. Für den frühen Endstand sorgte in der 57. Minute Carl Löfström, da beide Keeper in den ausstehenden Minuten nicht mehr zu überwinden waren. Als Eloy Morante Maldonado Sekunden vor Schluss an Huhnstock scheiterte, konnte er trotzdem lachen - der Sieg war in trockenen Tüchern.

Am kommenden Samstag, 1. Dezember, will der TSV ab 19.30 Uhr gegen den Dessau-Roßlauer HV nachlegen. "Das wird ähnlich schwer wie gegen Elbflorenz", vermutet Ulli Kriebel und hofft darauf, dass möglichst viele Fans ins Sportcenter kommen. Schließlich gibt es vor dem Anpfiff etwas Besonderes: den 1. Dormagener "Teddy Bear Toss" - das Werfen von Teddybären oder anderen Plüschtieren aufs Spielfeld zugunsten unter anderem der Dormagener Tafel.

HC Elbflorenz - TSV Bayer Dormagen
Dresden: Halfmann, Huhnstock; Pulay (5/3), Jurgeleit (1/1), Emanuel (3), Dierberg (3), Gugisch, Buschmann (1), De Santis (1), Flödl (2), Kretschmer (2), Hoffmann, Greß (4), Becvar (1), Quade.
Dormagen: Bartmann (20 Paraden), Rózsavölgyi (n.e.), Boieck (n.e.); Reuland (1), Pyszora, Eggert (1), Löfström (7), I. Hüter, Köster (n.e.), Rebelo, Richter (5/4), P. Hüter, Jagieniak, Morante Maldonado (3), Stutzke (5), Wieling (2).
Schiedsrichter: Karamuk / Seliger.
Zuschauer: 1630 in der BallsportArena Dresden.
Zeitstrafen: 6:6 Minuten.
Siebenmeter: 4/8:4/5 (Bartmann hält gegen Pulay/zweimal, Dierberg und Kretschmer - Wieling scheitert an Huhnstock).
Spielfilm: 2:4 (10.), 4:4, 5:8 (20.), 9:9 (28.), 9:11 - 11:11, 11:13, 13:13, 14:15, 16:15 (42.), 17:17 (44.), 19:17 (46.), 19:19, 20:19, 20:21, 23:23 (56.), 23:24 (57.).


Nach dem Erfolg gegen Hamm fuhr die Mannschaft des TSV Bayer Dormagen heute mit neuem Selbstvertrauen Richtung Dresden. Dort in der BallsportArena in der Weißeritzstraße findet am Freitag, 23. November, die Partie des 15. Spieltages der 2. Handball-Bundesliga statt. Die Schiedsrichter Tolga Karamuk und Nikos Seliger aus Berlin pfeifen die Begegnung um 19.30 Uhr an. Erwartet werden die Rheinländer vom HC Elbflorenz, dem unmittelbaren Tabellennachbarn. Der TSV hat als 18. neun Punkte auf der Habenseite, einen mehr als Dresden. Die Gastgeber gewannen die letzten beiden Heimspiele gegen Rimpar (27:26) und die Rhein Vikings (32:22). Und auch in Hüttenberg setzten die Sachsen sich am letzten Samstag durch (20:18).

„Das ist alles andere als ein leichter Gegner. Wir nehmen Dormagen tierisch ernst“, sagte Elbflorenz-Cheftrainer Christian Pöhler vor dem Spiel gegen die Wiesel. Sein verletzter Rückraumlinker Adrian Kammlodt kommt nicht zum Einsatz. Die zuletzt angeschlagenen Linkshänder Gabriel de Santis und Kreisläufer Norman Flödl waren hingegen bei den Übungseinheiten wieder mit dabei. TSV-Trainer Ulli Kriebel stehen die Spieler zur Verfügung, die zuletzt den 24:23-Sieg gegen Hamm feierten. Tyron Hartmann ist jetzt auch wieder ins Training eingestiegen. Der Einsatz in Dresden käme aber noch zu früh für den Linksaußen.

Das Spiel kann live im Stream auf Sportdeutschland verfolgt werden.

Teddy Bear Toss am 1. Dezember
Derweil läuft die Vorbereitung für den 1. „Teddy Bear Toss“ im TSV Bayer Sportcenter. Am 1. Dezember beim Heimspiel im TSV Bayer Sportcenter  gegen den Dessau-Roßlauer HV sollen kurz vor dem Anpfiff die Bären und andere Plüschtiere aufs Spielfeld fliegen. Nicht einfach so sondern für den guten Zweck: Die Nachfrage nach Kuscheltieren kennen die Aktiven der Dormagener Tafel, die nach der Aktion in Dormagen die eingesammelten Stofftiere an Kinder weitergeben werden. Für die fällig werdende Reinigung ist gesorgt.

Der TSV bittet die Handball-Fans - und solche, die es werden wollen - um die Teilnahme am Teddybräen-Wurf: Macht mit, bringt die nicht mehr benötigten, überzähligen oder gerne auch neue  Kuscheltiere am 1. Dezember mit ins Sportcenter und werft sie nach Ansage durch Hallensprecher Oliver Fenkl aufs Spielfeld. Begeisterte Kinderaugen werden sich bedanken. Der Anfang ist natürlich nicht leicht, aber der „Teddy Bear Toss“ könnte zu einer dauerhaften Aktion vor Weihnachten werden.


Nach den drei knappen Niederlagen in der Vorwoche hatte der TSV Bayer Dormagen endlich wieder Grund zur Freude. Eine erneut bis zum Schluss spannende Begegnung endete mit dem 24:23 für die Gastgeber vor 1286 Zuschauern im TSV Bayer Sportcenter. Seine Enttäuschung konnte Kay Rothenpieler nicht verbergen. Der Trainer des ASV Hamm-Westfalen sprach aber auch von einem verdienten Dormagener Erfolg. "Ich bin einfach nur froh, dass wir uns belohnt haben für unsere harte Arbeit. Dieser Sieg gibt uns Sicherheit", sagte TSV-Trainer Ulli Kriebel vor dem Gastspiel am kommenden Freitag, 23. November, beim HC Elbflorenz in Dresden.

Eine Viertelstunde lang legte der TSV immer vor, musste aber regelmäßig den Ausgleich hinnehmen. Das gelungene Kombinationsspiel, zum Beispiel mit dem frei an Kreismitte stehenden Rechtsaußen Tim Wieling, bescherte der Kriebel-Auswahl dann aber einen Vier-Tore-Vorsprung (12:8, 13:9). Daran war insbesondere Lukas Stutzke beteiligt, auf dessen Konto die Tore 11, 12 und 13 gingen. Hamm kam mit zwei Treffern wieder näher, ehe Joshua Reuland den 14:11-Pausenstand herstellte. Als sich nach dem Seitenwechsel die Fehlerquote beim TSV erhöhte, nutzten die Westfalen ihre Chancen - bis auf den Siebenmeter, den Sven Bartmann gegen Vyron Papadopoulos abwehrte. Vom 15:15 erholte der TSV sich aber schnell und führte in der 42. Minute nach dem dritten verwandelten Strafwurf von Wieling mit 18:16. Den erneuten Ausgleich beantwortete Nuno Rebelo mit dem 19:18. Weil nun beide Angriffsreihen den letzten Biss vermissen ließen änderte sich nahezu zehn Minuten fast nichts am Ergebnis. Hamm allerdings machte das 19:19 und anschließend die erste Führung zum 19:20.

Wieling und Reuland drehten die Partie, ebenso wie kurz drauf Jan von Boenigk und Papadopoulos. Es hieß 21:22 und es waren noch vier Minuten und 16 Sekunden zu spielen. Sollte etwa das Pech weiter an den Dormagener Handballstiefeln kleben? Nein. Wieling gleicht aus und anschließend sorgt Bartmann für doppelte Begeisterung: Erst fischt er den Ball nach von Boenigks Wurf aus dem Winkel und reagiert geistesgegenwärtig mit einem tief angesetzten Powerwurf ins leere Tor - Hamm hat nach einer Zeitstrafe den Torwart herausgenommen. In der Schlussphase hätte Papadopoulos per Siebenmeter wiederum das 23:23 machen können. Doch das Spielgerät landet klar neben dem Kasten. Drei von acht Hammer Strafwürfen gehen insgesamt nicht ins Netz. Wieling verwandelte drei von vier.

Die Entscheidung in der Schlussphase: Erst bekommt Brosch 20 Sekunden vor dem Abpfiff zwei Strafminuten nach einem Foul an Eloy Morante Maldonado aufgebrummt. Der tankt sich nach dem anschließenden Freiwurf durch und erzielt das 24:22. Von Boenigk macht nach einem Hechtsprung noch das 23. Tor für die Gäste. Aber mehr ist nicht drin. Der Jubel der Rheinländer kennt keine Grenzen. Und Betreuer Axel Schoenen wird an seinem 44. Geburtstag von den Spielern ganz besonders gefeiert.

TSV Bayer Dormagen - ASV Hamm-Westfalen 24:23 (14:11)
Dormagen:
Bartmann (1 Tor, 8 Paraden), Boieck (bei 2 7m), Rózsavölgyi (n.e.); Reuland (3), Pyszora (n.e.), Eggert (1), Löfström (4), I. Hüter, Rebelo (2), Richter, P. Hüter, Jagieniak (n.e.), Morante Maldonado (1), Stutzke (6), Wieling (6/3).
Hamm: Krechel (bis 18. und bei einem 7m, 1 Parade), Storbeck (ab 18., 7 Paraden); Blohme (2), Huesmann (3), Milde, Brosch (3), Fuchs (2), Raguse (1), Sohmann (3/2), Schwabe, Lex (2), Südmeier, Gudat, Papadopoulos (5/3), von Boenigk (2).
Schiedsrichter: Hellbusch / Jansen.
Zuschauer: 1286.
Zeitstrafen:10:14 Minuten.
Siebenmeter:3/4:5/8 (Wieling wirft an die Latte - Bartmann hält gegen Papadopoulos, der zudem einmal neben das Tor wirft, Sohmann neben das Tor).
Spielfilm: 3:1, 3:3, 7:7 (14.), 10:7 (18.), 12:8 (22.), 13:10, 14:11 - 15:15, 18:16 (42.), 19:19 (47.), 19:20 (53.), 21:20, 21:22, 24:22, 24:23.


Um das aktuelle Jugendwort des Jahres zu verwenden: Die heimischen Handball-Fans sind "Ehrenmänner" und "Ehrenfrauen". Deshalb kommen sie auch am Sonntag, 18. November, ins TSV Bayer Sportcenter und unterstützen die Dormagener Mannschaft beim Spiel gegen ASV Hamm-Westfalen. Der Anpfiff durch die Schiedsrichter Lucas Hellbusch und Darnel Jansen aus Darmstadt erfolgt um 17 Uhr. Es lohnt sich auf jeden Fall schon früher zu kommen, denn am Spieltag der VM-Vermögensmanufaktur hat der TSV-Sponsor sich in Zusammenarbeit mit den Partnern für Sport und Bildung etwas Besonderes einfallen lassen und veranstaltet ein Gewinnspiel mit der "sportstation". Interessierte können mitmachen und Preise gewinnen, so auch einen von den TSV-Handballern unterschriebenen Select Handball. Die besten Teilnehmer messen sich in der Halbzeitpause mitten auf dem Spielfeld.

"Platz 5 oder besser" lautet das Saisonziel der Westfalen. Das heißt auch, dass Hamm sich durchaus den Aufstieg in die DKB-Handball-Bundesliga vorstellen kann. Das entsprechende 2-5-1-Motto wurde 2015 ausgegeben: "Aus der 2. Liga innerhalb von 5 Jahren in die 1." Der ASV hat vor Saisonbeginn den kompletten Rückraum ausgetauscht. Auf allen drei Positionen teilen sich jeweils ein erstligaerfahrener und ein talentierter jüngerer Akteur die Arbeit auf dem Spielfeld. Der Blick auf die Tabelle der 2. Liga zeigt, dass die Gäste als Siebter noch nicht ganz da stehen, wo sie hin wollen. Das liegt vor allem an ihrer negativen Auswärtsbilanz: In sechs Spielen kassierte die Mannschaft von Kay Rothenpieler drei Niederlagen und spielte einmal Unentschieden. Dem stehen freilich die lediglich drei Punkte gegenüber, die der TSV bisher im Sportcenter auf der Habenseite verbuchte. Der letzte Sieg gegen Hamm ist schon eine Weile her: Am 13. Mai 2011 gewannen die Dormagener in der 1. Liga mit 33:28.

Dass sich gerade nach den unglücklichen drei Niederlagen in der letzten Woche endlich wieder ein Erfolgserlebnis beim TSV einstellen soll ist klar. Dafür will die Mannschaft alles geben und sich auch nicht in den letzten Minuten die Butter vom Brot nehmen lassen. Da aufgrund einer Karnevalsveranstaltung das Training im Sportcenter am Freitag und Samstag nicht möglich ist, wurde der TSV bei der Suche nach einem Ausweich bei der SG Langenfeld fündig. "Da es in Dormagen keine Möglichkeit gab, sind wir der SG sehr dankbar für die kurzfristige Unterstützung", sagt Björn Barthel, Geschäftsführer der TSV Bayer Handball GmbH.    

 

Noch etwas zur sportstation: Dabei handelt es sich um ein innovatives Sport-, Bewegungs- und Trainingsmodul, das sich zu einem vielfältigen Einsatz für nahezu alle Zielgruppen eignet. Angeschafft wurde die sportstation von der Sportförderinitiative aus dem Rhein-Kreis Neuss „Partner für Sport und Bildung“ (PSB), die eine breite Nutzung der Station anstrebt: „Egal ob Schulkinder, Jugendliche, Erwachsene, Sportmuffel, Sportprofis, Geschäftsleute - jeder kommt hier mit sehr viel Spaß ganz schnell in Bewegung“, erklärt die PSB. Die sportstation verknüpft Bewegung und digitale Welt und vermittelt Kindern, Jugendlichen und Erwachsenen nicht zuletzt durch den Wettbewerbscharakter Spaß an Bewegung. Die Einsatzmöglichkeiten sind vielfältig: Getreu nach dem Motto „Bewegung für den guten Zweck!“ fließen die Einnahmen, die mit der Vermietung und dem Einsatz der sportstation erzielt werden, zurück in die Sportförderung im Rhein-Kreis Neuss.

 

Tickets für das Spiel im Vorverkauf gibt es im Tabakshop an der Kölner Straße 64 und online. Die Kassen öffnen um 16 Uhr.


26:27, 25:27, 25:26 - drei äußerst knappe Niederlagen in der englischen Woche erfreuen weder Fans noch Mannschaft und Umfeld des TSV Bayer Dormagen. In Ferndorf hatte wohl kaum noch jemand damit gerechnet, dass der TuS seine weiße Heimweste behalten würde. Immerhin lag der TSV in der 54. Minute mit 24:21 vorne - völlig verdient. Doch die Führung gaben die Dormagener aus der Hand und konnten nicht einmal einen Punkt mit nach Hause nehmen. Nach Ferndorfs 5:1-Lauf in den Schlussminuten zeigte die Ergebnistafel 26:25 an. Von Gerechtigkeit wollte anschließend niemand mehr reden, "aber auch Mitleid ist jetzt nicht angebracht", betonte TSV-Coach Ulli Kriebel. "Wir müssen uns das Glück erarbeiten."

55 Minuten lang "haben wir fast alles richtig gemacht", sagte Kriebel. Doch für die starke Leistung und vor allem die spielerische Überlegenheit belohnte sich die Mannschaft wieder nicht. Überflüssige Abspielfehler verschafften Ferndorf neue Chancen, die eiskalt genutzt wurden. TuS-Trainer Michael Lerscht brachte den angeschlagenen Jonas Faulenbach, der in den letzten Minuten zur entscheidenden Verstärkung der gegnerischen Offensive wurde. So behielt er die Nerven, als die schon länger den Arm zum Zeichen des Zeitspiels hoch haltenden Schiedsrichter deutlich machten, dass nur noch ein Pass zulässig sei. Faulenbach zog nach rechts und schloss erfolgreich zum 22:24 ab.

Es folgten zwei clevere Aktionen von Rechtsaußen Lukas Zerbe, der zum 24:24 ausglich. Mit einem sehenswerten Durchbruch brachte Julius Andersson die Gastgeber dann sogar wieder in Führung. Doch Eloy Morante Maldonado krönte seine hervorragende Leistung mit seinem achten Treffer - Gleichstand. Als dann Mattis Michel mit einer akrobatischen Einlage das 26:25 erzielt, läuft die Uhr gegen den TSV. Entgegen der angezeigten letzten Spielsekunde billigen die Schiedsrichter den Dormagenern drei Sekunden für die Ausführung des letzten Freiwurfes zu. Doch der Wurf von Lukas Stutzke wird von den Gastgebern geblockt, der Ball fliegt neben das Tor, das Spiel ist aus.

Ulli Kriebel beklagte nach dem Spiel die unzureichende Chancenverwertung und die einfachen Fehler. Letztlich funktioniere seine Mannschaft noch nicht ausreichend in Streßsituationen. "Dormagen hat uns vor Riesenaufgaben gestellt", sah Michael Lerscht das Glück am Ende auf Seiten seiner Mannschaft. Tim Wieling hatte das Glück völlig verlassen, vier Bälle landeten am Gehäuse, einmal tanzte das Leder auf der Torlinie ohne sie zu überqueren. Joshua Reuland ging es auf der linken Außenposition kaum anders, wobei Torwart Kai Rottschaefer gut auf beide Außen eingestellt war. Nach längerer verletzungsbedingter Pause feierte Janis Boieck ein gelungenes Comeback. Er löste noch vor der Pause Sven Bartmann ab und wartete mit einigen spektakulären Paraden auf.

Nach der sechsten Niederlage in Folge geht es nun für den TSV als aktuell 18. der Tabelle darum, den Abstand zu den Nichtabstiegsplätzen nicht zu groß werden zu lassen. Mit dem ASV Hamm-Westfalen kommt freilich am kommenden Sonntag, 18. November,  erneut eine ambitionierte Mannschaft ins TSV Bayer Sportcenter (Anpfiff 17 Uhr). Am Spieltag von Sponsor VM - Vermögensmanufaktur können die Besucher aktiv an einer Sportstation teilnehmen und dabei Preise gewinnen, unter anderem einen signierten Select-Handball.
 
TuS Ferndorf - TSV Bayer Dormagen 26:25 (13:13)
Ferndorf: Rottschaefer (8 Paraden), Puhl (n.e.); Faulenbach (1), Basic (1), L. Schneider (5), M. Michel (3), Neitsch (n.e.), Wörner, Zerbe (7/2), L. Michel (n.e.), J. Schneider (n.e.), Barwitzki (4/1), Andersson (2), Koloper, Müller (2), Rink (1).
Dormagen: Bartmann (1.-23., 3 Paraden), Boieck (ab 23., 6 Paraden), Rózsavölgyi (n.e.); Reuland, Eggert (1), Löfström (4), I. Hüter, Rebelo (2), Richter (4/2), P. Hüter (1), Jagieniak, Morante Maldonado (8), Stutzke (1), Wieling (4).
Schiedsrichter: Heine / Standke.
Zuschauer: 1047.
Zeitstrafen: 2:6 Minuten.
Siebenmeter: 3/4:2/4 (Bartmann hält gegen Barwitzki - Rottschaefer gegen Wieling und Richter).
Spielfilm: 3:2, 3:5 (9.), 4:7 (13.), 8:8, 8:10, 11:10, 12:13, 13:13 - 17:15 (37.), 17:18 (41.), 20:19, 20:22, 21:24 (54.), 25:24 (59.), 25:25, 26:25.



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