Der TSV Bayer Dormagen hat sich selbst ein schönes Osterfest beschert und zwei wichtige Punkte im Kampf um den Klassenerhalt eingeheimst. Bei der HSG Nordhorn-Lingen gewannen die Wiesel an Gründonnerstag verdient mit 27:25 (16:12) und erhöhten mit dem vierten Auswärtssieg der Saison ihr Punktekonto auf 19:33 Zähler.

„Aus der Erfahrung der vergangenen Jahre kann man sagen, dass uns Nordhorn ganz gut liegt. Wir haben dort nichts zu verlieren und hoffen, dass uns wieder die Überraschung gelingt“, sagte Patrick Hüter vor der Partie.

Den Dormagener Kapitän sollte sein gutes Gefühl nicht täuschen, denn vor 2.468 Zuschauern in der Lingener EmslandArena zeigten die Rheinländer eines ihrer besten Auswärtsspiele in dieser Spielzeit.

Von Beginn präsentierten die in weißen Auswärtstrikots gekleideten Wiesel eine kompakte Abwehr und hatten mit Christian Simonsen einen gut aufgelegten Torhüter, der am Ende auf elf Paraden und eine Fangquote von rund 35 Prozent kam.

Hinzu kam, dass das Team von Trainer Matthias Flohr im Angriff mit einer bemerkenswerten Ruhe und Abgeklärtheit spielte - lediglich ein technischer Fehler in den ersten 30 Minuten sowie eine Quote von 64 Prozent erfolgreicher Angriffe sprechen eine deutliche Sprache.

Mit einer verdienten 16:12-Führung ging der TSV Bayer in die Kabine und schien in der 2. Halbzeit schon früh die Weichen auf Auswärtssieg stellen zu können. Nach einem Steal traf Sören Steinhaus nach 38 Minuten zum 15:22 und die Fans der HSG fühlten sich schon an die Vorwoche erinnert, als man daheim beim 24:37 gegen die Eulen aus Ludwigshafen eine Klatsche kassierte.

Aber die Gastgeber gaben sich nicht völlig auf, sondern kamen noch einmal zurück. Doch die Dormagener sollten in den entscheidenden Situationen die Nerven behalten. So parierte Louis Oberosler, der in der 47. Minute für Simonsen kam, einen Gegenstoß von Joshua Ritterbach. Und als Alexander Terwolbeck zum 23:25 (56. Minute) verkürzte, antworte Ian Hüter kurze Zeit später mit einer schönen Einzelaktion zum 23:26.

HSG-Coach Frank Schumann nahm eine letzte Auszeit, doch als anschließend der ins Tor zurückgekehrte Simonsen einen Dreher von Lucas Firnhaber entschärfte und im Gegenangriff Jan Reimer auch seinen sechsten Strafwurf sicher zum 23:27 verwandelte, war die Entscheidung gefallen. Auch eine Disqualifikation gegen Ian Hüter und zwei Tore von Georg Pöhle konnten dem verdienten Dormagener Auswärtssieg nichts mehr anhaben.

„Ich bin sehr stolz auf meine Mannschaft, die eine geschlossene Leistung präsentiert hat. Alle haben ihren Job überragend gemacht und jeder hat sein Potential abgerufen. Wir haben hervorragend in der Abwehr gestanden und im Angriff mutig und fokussiert gespielt. Besonders stark finde ich die Entwicklung, denn sowohl im Test- als auch im Hinspiel war uns die HSG klar überlegen. Heute waren aber wir die bessere Mannschaft und haben das Spiel sogar phasenweise dominiert“, freute sich Matthias Flohr über den Auftritt seiner Schützlinge.

Die Spielstatistik:

HSG Nordhorn-Lingen – TSV Bayer Dormagen 25:27 (12:16)
HSG:
Burmester (6 Paraden), Budalic (4 P); Ritterbach (2), Stricker, Lux (4/2), Marschall (2), Stryc, Terwolbeck (3), de Boer, Visser, Firnhaber (4), Seidel, Simovic, Wasielewski (3), Pöhle (5), Kalafut (2); Trainer: Frank Schumann.
TSV: Oberosler (1 Parade), Simonsen (11 Paraden); Senden (2), Boehnert, Rehfus (2), I. Hüter (2), Reimer (8/6), Böckenholt (2), Schroven (1), Strosack (3), P. Hüter (2), Träger, Schmidt, Pauli, Steinhaus (4), Sondermann (1); Trainer: Matthias Flohr.
SR: Klinke/Klinke (BordesholmGraben-Neudorf). – Z: 2.468. – Zeitstrafen: 10:12 Minuten (Simovic/zweimal, Ritterbach, Lux, Wasielewski – I. Hüter, Schroven, P. Hüter, Steinhaus, Sondermann und Disqualifikation Ian Hüter/59.). – Siebenmeter: 2/2:6/6. – Spielverlauf: 0:2 (3.), 2:2 (6.), 4:4 (8.), 4:7 (11.), 7:7 (14.), 8:9 (17.), 8:13 (24.), 10:14 (27.), 12:16 (30.) – 12:18 (32.), 14:18 (34.), 15:22 (38.), 18:22 (44.), 20:24 (48.), 23:25 (56.), 23:27 (59.), 25:27 (60./EN).


Für den TSV Bayer Dormagen steht in der 2. Handball-Bundesliga bereits am Gründonnerstag die nächste Aufgabe bevor. Für die Wiesel geht es dann nach Lingen in die dortige EmslandArena, wo mit der HSG Nordhorn-Lingen (Anwurf: 20 Uhr) ein ähnlich schweres Kaliber wie zuletzt Eintracht Hagen wartet.

Mit der erfahrenen Truppe aus Nordhorn und Lingen hatten die Dormagener in dieser Saison bereits zweimal zu tun. Im Rahmen der TSV-Saisoneröffnung gewann die HSG im August mit 27:25, im Hinspiel um Punkte siegten die Niedersachsen mit 33:25.

„Aus der Erfahrung der vergangenen Jahre kann man sagen, dass uns Nordhorn ganz gut liegt. Sie haben eine starke und erfahrenen Mannschaft, aber wir fahren mit breiter Brust dorthin, haben nicht zu verlieren und hoffen, dass uns wieder die Überraschung gelingt“, sagte Patrick Hüter direkt im Anschluss an das Heimspiel gegen Hagen am vergangenen Freitag.

Der TSV-Kapitän sprach unter anderem die Bilanz der letzten Jahre an, als dem TSV so manch Überraschung in Nordhorn glückte. So wie auch 2022, als man mit einem 29:26 den Klassenerhalt sicherstellte.

Doch die Bilanz spielt nun am Donnerstag eine eher untergeordnete Rolle. Auch die derbe Heimniederlage der HSG am vergangenen Spieltag, als man im Nordhorner Euregium gegen die Eulen Ludwigshafen mit 24:37 heftig unter die Räder kam, darf man aus Dormagener Sicht nicht zu hoch hängen.

Denn die HSG ist vor den eigenen Fans sicherlich auf Wiedergutmachung aus. „Wir haben uns erstmal zusammengesetzt und geredet, jeder hat seine Meinung gesagt. Die meisten von uns haben so etwas Ähnliches auch schon mal erlebt. Doch es ist gut, dass nicht viel Zeit ist und es am Donnerstag schon wieder weitergeht", war Kreisläufer Luca de Boer zuversichtlich, dass seine HSG gegen Dormagen anders auftreten wird als zuletzt.

TSV-Trainer Matthias Flohr geht ebenfalls davon aus, dass sich der Gegner anders präsentieren wird als noch in der Vorwoche, zumal sich der eine oder andere Spieler nach einer Verletzungspause zurückgemeldet hat.

„Im Testspiel vor der Saison sahen wir aus wie eine A-Jugend. Im Punktspiel im Oktober haben wir es schon wesentlich besser gemacht und nun müssen wir noch eine weitere Schüppe drauflegen. In dieser Liga ist alles möglich und so fahren wir mit dem Anspruch nach Lingen, dort zu gewinnen“, sagte Flohr vor dem dritten Aufeinandertreffen mit der HSG.

Die Zweitligabilanz TSV – HSG:

Heim: 7 Spiele – 2 Siege, 0 Unentschieden, 5 Niederlagen.
Auswärts: 6 Spiele – 2 Siege, 1 Unentschieden, 3 Niederlagen.
Gesamt: 13 Spiele – 4 Siege, 1 Unentschieden, 8 Niederlagen.
Letzte Saison: 29:25 (H) – 25:35 (A).
Das Hinspiel: 25:33.

Anwurf: Do., 28.03.2024, 20.00 Uhr, EmslandArena, Lingen.
SR: Matthias Klinke/Sebastian Klinke (Bordesholm).

TV: Der Streamingdienst Dyn überträgt per livestream:
Dyn - HSG Nordhorn-Lingen - TSV Bayer Dormagen


Patrick Hüter hat seinen auslaufenden Vertrag beim TSV Bayer Dormagen um ein weiteres Jahr bis zum Ende der Saison 2024/2025 verlängert, rückt aber ab Sommer ins zweite Glied.

„Ich werde in der kommenden Saison mein Hauptaugenmerk auf den Beruf und die Familie legen und stehe als Stand-By-Spieler im laufenden Spielbetrieb nur noch für den Notfall zur Verfügung“, erklärt der Kapitän der Wiesel, der derzeit erstmalig Vaterfreuden entgegensieht.

„Es war eine bewusste Entscheidung, mit der ich an den Verein und den neuen Trainer Julian Bauer herangetreten bin. Umso mehr freut es mich, dass wir eine für alle Beteiligten gute Lösung gefunden haben. Ich werde in etwas geringerem Umfang am Trainingsbetrieb teilnehmen und habe weiterhin das Ziel, bei der Weltmeisterschaft 2025 mit dem Team USA zu spielen“, sagte der 28 Jahre alte Kreisläufer

Hüter, der Ende Juli seinen 29. Geburtstag feiert, ist seit 2008 ein Mitglied der TSV-Familie. Der gebürtige Neusser hat bereits im Nachwuchs des TSV große Erfolge wie die Deutsche B-Jugendmeisterschaft 2012 - unter anderem mit Moritz Preuss und Tim Suton – gefeiert.

Der Kapitän der Wiesel spielt derzeit seine zehnte Senioren-Saison am Höhenberg und ist darüber hinaus seit 2018 fester Bestandteil der Nationalmannschaft der USA.

Nicht mehr im TSV-Trikot wird ab der kommenden Saison Florian Träger zu sehen sein. Der 21 Jahre alte Rückraumrechte, der 2020 von TUSEM Essen nach Dormagen kam und 2021 mit der TSV-A-Jugend Deutscher Vizemeister wurde, wird die Wiesel im Sommer verlassen und eine neue Herausforderung annehmen.


Der VfL Eintracht Hagen ist in der 2. Handball-Bundesliga derzeit in bestechender Form. Das bekam auch der TSV Bayer Dormagen bei der 28:32 (13:16)-Heimneiderlage zu spüren.

Mit dem neunten Sieg aus den vergangenen zehn Spielen festigte der VfL Eintracht damit seinen 4. Tabellenplatz, während die Wiesel nach der siebten Heimniederlage weiterhin auf Rang 14 rangieren.

Den besseren Start in die Partie erwischten vor 1.792 Zuschauern, ein neuer Bestwert für den TSV in dieser Saison, die Hausherren. Besonders in Person von Sören Steinhaus wirbelten die Wiesel die Gästeabwehr gehörig durcheinander und führten nach zehn Minuten mit 5:2.

„Wir hatten nicht den erwünschten Start in die Partie. Durch die Unterzahl hatten wir keinen Rhythmus in der Vorwärtsbewegung, sind dann aber zum Glück schnell mit einem 3:0-Lauf wieder auf 5:5 rangekommen. Dann war die Partie zehn Minuten sehr ausgeglichen, ehe die Endphase der ersten Halbzeit dann klar an uns ging“, fasste Hagens Trainer Stefan Neff den Verlauf der ersten 30 Minuten, an deren Ende eine 16:13-Führung der Gäste stand, treffend zusammen.

Der Start in die zweite Hälfte ging erneut an die Hagener, die in der 40. Minute bereits mit sechs Toren in Front lagen und die auch nicht nervös wurden, als der TSV - auch dank einiger starker Paraden von Christian Simonsen - wieder zurück ins Spiel fand und den Rückstand beim 23:26 (51.) bis auf drei Tore verkürzen konnte.

Doch näher sollte der TSV nicht mehr herankommen, auch weil man einiges Pech mit Pfosten und Latte hatte und in dieser Phase einen Siebenmeter nicht verwandeln konnte. So setzte sich am Ende die Qualität der Hagener durch.

„Es war ein verdienter Sieg der Hagener, die spielerisch und individuell besser waren. Da reicht es dann trotz überragender Leistungen von Sören Steinhaus und Felix Böckenholt dann am Ende nicht. Wir müssen Punkte holen, deshalb schmerzt diese Niederlage sehr. Die Verantwortung für die Niederlage liegt bei mir. Die Jungs haben kämpferisch alles rausgeholt, aber manchmal reicht es dann einfach nicht gegen eine Mannschaft wie Hagen, die mittlerweile zurecht da oben in der Tabelle steht“, analysierte TSV-Trainer Matthias Flohr.

Bereits am Gründonnerstag geht es für die Wiesel weiter, dann steht in Lingen die Partie bei der HSG Nordhorn-Lingen, die am Abend gegen Ludwigshafen eine in der Höhe überraschende 24:37-Heimniederlage kassierte, auf dem Programm.

Die Spielstatistik:

TSV Bayer Dormagen – VfL Eintracht Hagen 28:32 (13:16)
TSV:
Oberosler (0 Paraden), Simonsen (11 P); Senden (1), Boehnert, Rehfus (3), I. Hüter, Reimer (3/2), Böckenholt (7), Schroven (1), Strosack (2), P. Hüter (1), Träger, Schmidt, Pauli, Steinhaus (9), Sondermann (1); Trainer: Matthias Flohr.
VfL: Paske (9 Paraden), Grzesinski (1 P); Becker, Pouya (3), Pröhl, Alves (1), Pieczkowski (1), Klein, Weck (5), Voss-Fels, Vorlicek (2), Styrmisson (10), Gaubatz (1), Stüber (3), Jukic, Busch (6/2); Trainer: Stefan Neff.
SR: Engeln/Schmitz (Burscheid). – Z: 1.792. – Zeitstrafen: 14:8 Minuten (Senden/zweimal, Schroven/zweimal, P. Hüter, Schmidt, Sondermann – Becker/zweimal, Weck, Vorlicek). – Siebenmeter: 4/2:3/2 (Reimer scheitert an Paske/30. und Grzesinski/54 -Simonsen hält gegen Busch/42. – Spielverlauf: 2:0 (4.), 4:1 (9.), 5:2 (10.), 5:6 (16.), 9:8 (21.), 9:11 (24.), 11:12 (27.), 13:14 (29.), 13:16 (30.) – 13:17 (31.), 17:23 (40.), 20:23 (46.), 23:29 (55.), 26:29 (58.), 28:32 (60./EN).


Nach der Länderspielpause biegt der TSV Bayer Dormagen mit einem Heimspiel auf die Zielgerade in der 2. Handball-Bundesliga ein. Zehn Spiele haben die Wiesel noch vor Brust, sechs davon in eigener Halle. Am Freitag gibt zunächst der VfL Eintracht Hagen (Anwurf: 19.30 Uhr) seine Visitenkarte im TSV Bayer Sportcenter ab.

Mit den Volmestädtern stellt sich der aktuelle Tabellenvierte sowie der Dritte der Rückrundentabelle in Dormagen vor. Fünf Siege und nur eine Niederlage, so die starke Bilanz des Teams von Trainer Stefan Neff in der zweiten Saisonhälfte bisher.

Viele Experten, auch aus anderen Vereinen, sahen die Hagener schon vor der Saison als eine Art „Geheimtipp“ für einen möglichen Aufstieg an. Mittlerweile scheinen die Gelb-Grünen ihre PS auch auf die Straße zu bringen.

Dies liegt auch laut Dormagens Trainer Matthias Flohr daran, dass der VfL über einen „einen in der Breite am stärksten besetzten Kader der gesamten Liga“ verfügt und so die Videoanalyse diesmal etwas länger gedauert hat als gewöhnlich: „Hagen hat einige Schlüsselspieler, zum Teil auch mit Erstligaerfahrung, da gab es für mich viel vorzubereiten.“

Doch Bangemachen gilt nicht, zumal man in den diesen Duellen gegen die Topteams der Liga wenig zu verlieren hat „und befreit aufspielen kann“, wie Flohr findet. Zwar hat es bisher gegen einen der ganz Großen in dieser Saison noch nicht gereicht, doch die Dormagener haben zuletzt bewiesen, dass sie sich weiterentwickelt haben und - wenn sie von Ausfällen verschont bleiben - ihr vorhandenes Potenzial abzurufen in der Lage sind.

Doch gegen Hagen muss es wohl erneut ohne Ian Hüter gehen, denn der Spielmacher und Kapitän der US-Nationalmannschaft hat sich beim Lehrgang des US-Teams eine schmerzende Rippenprellung mitsamt Blutergüssen eingehandelt.

„Ich muss leider davon ausgehen, dass uns Ian gegen Hagen somit nicht zur Verfügung stehen wird“, so Flohr, der aber gelernt hat mit Ausfällen dieser Art klarzukommen und dennoch optimistisch in das Heimspiel geht: „Auf solche Spiele haben wir richtig Bock und natürlich wäre es schön, dieses auch zu gewinnen.“

Die Zweitligabilanz TSV – VFL:

Heim: 5 Spiele – 2 Siege, 1 Unentschieden, 2 Niederlagen.
Auswärts: 6 Spiele – 1 Sieg, 0 Unentschieden, 5 Niederlagen.
Gesamt: 11 Spiele – 3 Siege, 1 Unentschieden, 7 Niederlagen.
Letzte Saison: 30:24 (H) - 36:39 (A).
Das Hinspiel: 28:35.

Anwurf: Fr., 22.03.2024, 19.30 Uhr, TSV Bayer Sportcenter, Dormagen.
SR: Maximilian Engeln/Felix Schmitz (Burscheid).

TV: Der Streamingdienst Dyn überträgt per livestream:
Dyn - TSV Bayer Dormagen - VfL Eintracht Hagen


Das zweite Heft des Jahres ist abrufbar! Im Interview des Monats verrät uns Kapitän Patrick Hüter einige spannende sportliche, aber auch private Einblicke.

Dazu werfen wir einen weiteren Blick auf die Personalien für die kommende Spielzeit. Im INTEAM-Steckbrief haben wir Louis Oberosler, Robin Kremp und Finn Schroven sowie aus der Rubrik „TSV-Historie“ eine Story über die „Erfolgsgeschichte TSV Bayer Sportcenter“.

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Wie schon beim 40:35 im Hinspiel in Dormagen war die SG BBM Bietigheim auch im Rückspiel für den TSV Bayer zu abgezockt. Der Tabellenzweite gewann diesmal vor eigener Kulisse mit 36:30 und untermauerte damit deutlich seine Aufstiegsambitionen.

Dabei spielte der SG in die Karten, dass die Wiesel aus dem Rheinland in der ersten Halbzeit zu viele Chancen ungenutzt ließen und sich darüber hinaus zu viele technische Fehler im Angriffsspiel leisteten.

Nachdem die Gastgeber gut in die Partie fanden und durch Routinier Chris Schäfer mit 5:2 in Führung (10. Minute) gingen, bot sich anschließend Jan Reimer die Chance vom Siebenmeterpunkt zu verkürzen.

Nachdem der Rechtsaußen den ersten Strafwurf beim Stand von 0:1 über das Tor setzte, scheiterte er diesmal an SG-Torhüter Mohamed Aly. Der ägyptische Nationaltorhüter, der erst wenige Tage zuvor vom spanischen Erstligisten BM Logrono an die Enz wechselte, sollte noch einen weiteren Strafwurf von Peter Strosack (16.) parieren.

So machten drei vergebene Strafwürfe bei einem Halbzeitstand von 10:16 die Aufgabe in der zweiten Halbzeit sicher nicht einfacher. Hinzu kamen acht technische Fehler, während sich die SG nur deren drei leistete.

Hinzu kam, dass Sören Steinhaus früh über Magenkrämpfe klagte und so nur wenig Einsatzzeiten bekam und so kein Faktor für das TSV-Spiel werden konnte. Zumindest stand die Defensive der Wiesel ordentlich, hinzu eine erneut gute Leistung von Christian Simonsen im Tor, der bis zur Pause auf acht Paraden kam.

Nach dem Wechsel versuchten die Dormagener alles, um noch einmal ins Spiel zurückzukommen. Mit großem Kampf kam das Team bis zur 40. Minute beim 17:19 bis auf zwei Tore heran, doch zwei schnelle Tore in Folge von Jonathan Fischer erstickten das aufkommende Feuer erst einmal wieder im Keim.

In der Folge fighteten die Wiesel aufopferungsvoll, doch die Bürde aus der ersten Hälfte wog zu schwer, sodass die zweite Halbzeit zwar ein 20:20-Remis brachte, aber der klare Erfolg der SG BBM nicht mehr ernsthaft in Gefahr geriet.

„Es ist sehr schade, dass wir von Anfang an nicht an uns geglaubt und zu ängstlich agiert haben. Hätten wir die Moral und die Überzeugung der zweiten Halbzeit auch schon vor der Pause gezeigt, wäre vielleicht etwas drin gewesen. Aber so müssen wir der SG zum verdienten Sieg gratulieren“, fasste TSV-Trainer Matthias Flohr die Partie zusammen.

Die Spielstatistik:

SG BBM Bietigheim – TSV Bayer Dormagen 36:30 (16:10)
SG BBM:
Baranasic (n.e.), Genz, Aly; Vlahovic (3), Öhler (2), Wolf (5), Schäfer (7/5), de la Pena (4), Wiederstein (2), Velz (5), Barthe (2), Hejny (2), Bader, Pfeifer (1), Fischer (3); Trainer: Iker Romero.
TSV: Oberosler, Simonsen; Senden (6), Boehnert, Rehfus (2), I. Hüter (4), Reimer, Böckenholt (3), Schroven (6/4), Strosack (2), P. Hüter (1), Träger, Schmidt (2), Pauli, Steinhaus (1), Sondermann (3); Trainer: Matthias Flohr.
SR: L. Bärmann/N. Bärmann (Graben-Neudorf). – Z: 1.705. – Zeitstrafen: 6:12 Minuten (Barthe/zweimal, Vlahovic – Schmidt/zweimal, Senden, I. Hüter, P. Hüter, Sondermann). – Siebenmeter: 5/5:9/5 (Reimer über das Tor/3., Aly hält gegen Reimer/10. und Strosack/16., Schroven an den Pfosten/51.). – Spielverlauf: 2:0 (4.), 5:2 (10.), 6:4 (13.), 9:4 (16.), 13:7 (22.), 16:9 (29.), 16:10 (30.) – 16:12 (32.), 18:12 (34.), 18:16 (39.), 19:17 (40.), 21:17 (41.), 24:19 (45.), 30:24 (52.), 34:30 (59.), 36:30 (60./EN).


Noch „elf Endspiele“ sieht Iker Romero, Trainer der SG BBM Bietigheim, in der 2. Handball-Bundesliga auf sein Team zukommen. Doch was für den derzeitigen Tabellenzweiten im Kampf um den Aufstieg in die Liquimoly Handball-Bundesliga gilt, gilt auch für den kommenden Gegner vom TSV Bayer Dormagen im Kampf um den Klassenerhalt.

Am vergangenen Wochenende konnten die SG von der Enz kein Kapital aus der überraschenden Niederlage des direkten Konkurrenten um Platz zwei, den ASV Hamm-Westfalen, schlagen.

Denn genau wie die Westfalen, die daheim dem HSC Coburg unterlagen, verloren auch die Bietigheimer beim VfL Bad Schwartau überraschend. So blieb es beim knappen Vorsprung von einem Punkt für die SG, die jetzt gegen Dormagen in eigener Arena naturgemäß zurück in die Erfolgsspur wollen.

Die Dormagener hingegen konnten ihren schlechten Start ins Handballjahr 2024 mit zwei Auftaktniederlagen nun zuletzt mit zwei Siegen eindrucksvoll korrigieren. Sowohl in Aue als auch gegen Dessau zeigte die Formkurve des Teams von Matthias Flohr nach oben und bestätigte die intakte Moral der Wiesel.

Heimspiele gegen Dormagen gehören im Übrigen nicht zu den Lieblingsaufgaben der Truppe vom Viadukt. In den bisherigen acht Heimspielen, sprang erst ein magerer Sieg heraus - und der datiert aus dem Februar 2012. Die letzten vier Heimspiele gingen allesamt verloren, so auch in der Vorsaison, als der TSV Bayer mit 29:28 die Oberhand behielt.

Ein Ergebnis, gegen das man aus Dormagener Sicht sicherlich auch diesmal nichts einzuwenden hätte, doch die Favoritenrolle liegt in dieser Saison noch deutlicher beim Aufstiegsaspiranten Bietigheim, der auch im Hinspiel beim 40:35 seiner Ambitionen gerecht wurde.

„Die SG BBM ist derzeit vielleicht mit Potsdam die beste Mannschaft in der Liga. Sie sind sehr stabil in dieser Spielzeit, sodass es gerade in Bietigheim eine große Herausforderung für uns ist“, sieht „Matti“ Flohr sein Team zwar in der Außenseiterrolle, aber dennoch nicht chancenlos: „Diese Liga ist verrückt. Man verliert Spiele, gegen Gegner, gegen die man vermeintlich gewinnen muss. Aber andersherum kann man auch gegen oder beim Favoriten gewinnen. Letztes Jahr haben wir auch in Bietigheim gewonnen, also warum nicht auch diesmal mit dem Rückenwind von zwei Siegen. Wir haben nicht viel zu verlieren. Aber wenn die Chance auf mehr da ist, dann müssen wir zupacken.“

Die Zweitligabilanz TSV – SG BBM:

Heim: 10 Spiele – 7 Siege, 0 Unentschieden, 3 Niederlagen.
Auswärts: 8 Spiele – 5 Siege, 2 Unentschieden, 1 Niederlage.
Gesamt: 18 Spiele – 12 Siege, 2 Unentschieden, 4 Niederlagen.
Letzte Saison: 32:34 (H) – 29:28 (A).
Hinspiel: 35:40.

Anwurf: Fr., 08.03.2024, 19.30 Uhr, EgeTrans Arena, Bietigheim.
SR: Leon Bärmann/Nico Bärmann (Graben-Neudorf).

TV: Der Streamingdienst Dyn überträgt per livestream:
Dyn - SG BBM Bietigheim - TSV Bayer Dormagen


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