„Wir können es deutlich besser im Angriff“, sagte TSV-Coach Peer Pütz am Mittwoch nach dem unglücklichen Verlauf des Heimspiels gegen die Eulen Ludwigshafen und der 17:18-Niederlage. Den Beweis wollen die Wiesel am heutigen Samstag, 30. April, beim Gastspiel in der Ems Halle gegen den Tabellennachbarn TV Emsdetten erbringen. Der Anpfiff durch die Schiedsrichter Christopher Hillebrand und Stefan Umbescheidt (Kaiserau) erfolgt um 19 Uhr. Das Spiel ist live auf Sportdeutschland.tv zu sehen.

Das Hinspiel war die bis Mittwoch torärmste Begegnung der 2. Liga, in Dormagen trennten sich beide Klubs 18:18. Es wäre schon überraschend, wenn heute wieder so wenige Tore fallen, denn Emsdetten erzielte in dieser Saison immer mindestens 22 Tore in Heimspielen. Die Mannschaft von Sascha Bertow hat fast einen Monat Spielpause wegen Coronaproblemen hinter sich. Deshalb mussten das Auswärtsspiel in Großwallstadt und die Heimpartie gegen Dessau verlegt werden. Inzwischen erhielten alle betroffenen Spieler grünes Licht aus der medizinischen Abteilung und kehrten in den Trainingsbetrieb zurück.

Die Gesamtbilanz zwischen beiden Teams: Der TSV gewann sieben und verlor sechs der bisherigen 15 Vergleiche, zwei Spiele endeten mit einem Remis. In den letzten drei Spielen in Emsdetten behauptete sich der TSV. Für beide Vereine ist es das 30. Saisonspiel, beide weisen 20:38-Punkte auf. Der TVE besitzt gegenüber dem TSV das bessere Torverhältnis. Beim 18:18 im November 2021 waren die schnellen Linksaußen Dirk Holzner (4/1) und Rechtsaußen Yannick Terhaer (8/1) die erfolgreichsten Werfer der Münsterländer.

 


Auch Anfang Mai steckt der TSV tief im Abstiegskampf der 2. Handball-Bundesliga. Aber nach einer Heimsieg-Serie und acht von zehn möglichen Punkten aus fünf Spielen zeigt sich: Die Hoffnung lebt am Höhenberg! Vor dem richtungsweisenden Spiel gegen Emsdetten am Samstag hat der TSV nur einen Punkt Rückstand auf das rettende Ufer.

Doch auch im Mai warten wichtige Duelle und deswegen startet der TSV auch mit einer Knaller-Woche in den neuen Monat, die unter dem Motto „50% zahlen, 100 % geben!“ steht. Am 2. Mai, 11 Uhr, gibt es im TSV-Ticketshop alle Eintrittskarten für die Spiele gegen den HC Empor Rostock (14. Mai, 19.30 Uhr) und gegen den EHV Aue (27. Mai, 19.30 Uhr) zum halben Preis! Das Rabatt-Angebot gilt bis zum 5. Mai um 11 Uhr.

Und es wartet noch ein Highlight in der kommenden Woche. Am Mittwoch, 4. Mai, kommt um 19.30 Uhr der VfL Gummersbach in das TSV Bayer Sportcenter. Im Mittelrhein-Derby müssen Spieler, Trainerteam und Fans 100% geben, um gegen den Tabellenführer eine Chance zu haben. Dass man Spitzenteams zu Hause ärgern kann, hat der TSV in der Hinrunde bereits beim 23:19-Heimsieg gegen die HSG Nordhorn-Lingen gezeigt. Auch gegen Gummersbach will der TSV versuchen etwas Zählbares mitzunehmen, denn jeder Punkt zählt im Abstiegskampf.

Ein bisschen entscheidender könnten aber am Ende die Zähler gegen die Konkurrenten aus Rostock und Aue sein, deswegen braucht der TSV jeden Fan im Sportcenter, um in den direkten Duellen mit den Abstiegskandidaten ganz wichtige Punkte zu sammeln. Unser Appell an alle TSV-Fans: Ab Montag im Ticketshop 50% sparen und am Mittwoch im Derby zusammen mit der Mannschaft 100% geben! Gemeinsam unten raus!


Wenn zwei Mannschaften aufeinandertreffen, die in der Liste der wenigsten Gegentore führend sind, dann kann es auch zum bisher torärmsten Saisonspiel der 2. Handball-Bundesliga kommen. So geschehen am Mittwochabend im TSV Bayer Sportcenter, wo beide Offensivreihen im Schatten ihrer Defensive samt starker Torhüter standen. Am Ende freuten sich die Eulen Ludwigshafen über ihren dritten Auswärtssieg, für den sie nur 18 Treffer benötigten, so wenige wie noch nie zuvor in dieser Spielzeit - weil nämlich auch die Gastgeber mit lediglich 17 Toren einen Minusrekord verbuchten. So riss Dormagens Serie von drei Siegen in Folge äußerst unglücklich: „Ich hätte auch den Punkt genommen, ein 18:18 wäre sicher ehrlicher gewesen“, urteilte Eulen-Coach Michael Biegler. Mit einem Zähler wäre der TSV auf einen Nichtabstiegsplatz geklettert. So aber rutschten die Wiesel aufgrund des schlechteren Torverhältnisses hinter den TV Emsdetten auf Tabellenplatz 19 zurück. Und genau gegen Emsdetten geht es am kommenden Samstag, 30. April, ab 19 Uhr in der Ems Halle. Es folgt das Mittelrhein-Derby gegen den VfL Gummersbach am Mittwoch, 4. Mai, um 19.30 Uhr im Sportcenter. Zum Ticket-Online-Shop

Im Spiel der verpassten Torchancen mussten die Gäste bereits in der 9. Minute einen herben Verlust einstecken: Der Abwehrversuch von Shooter Stefan Salger gegen Tim Mast führte zu einem bös aussehenden Sturz des Dormagener Linksaußen. Die Entscheidung der Schiedsrichter ließ nicht lange auf sich warten, sie zückten sofort die Rote Karte. Auch für Biegler stand fest: „Da gibt es keine Diskussion. Eine richtige Entscheidung.“ Doch auch ohne den Linkshänder waren die Eulen in der Nachholpartie des 11. Spieltages etwas effektiver beim Torabschluss und lagen bis zur 19. Minute mit 7:4 vorne. Plötzlich aber platzte beim TSV der Knoten: Drei Treffer von Jan Reimer, Mislav Grgic und Ian Hüter führten zum 7:7 in der 26. Minute, völlig drehen konnten die Gastgeber vor 737 Zuschauern die Partie in der ersten Hälfte allerdings nicht.

Die erste Dormagener Führung gelang Alexander Senden vier Minuten nach dem Wiederanpfiff. Und Artur Karvatski, der sich diesmal eher auf seine Wurfkraft verließ und dabei die Präzision der vorherigen Spiele vermissen ließ, schaffte mit seinem einzigen Treffer in der 39. Minute das 11:10. Nachdem Hendrik Wagner, der „Entscheider“ des ersten Vergleichs Anfang Februar, verletzt das Spielfeld verließ, nutzten die Eulen nun Fehler im Angriff der Dormagener aus, um sich wieder auf 14:11 abzusetzen. Energisch stemmte der TSV sich aber gegen die Niederlage und glich zum 14:14 dank der Treffer von Ian Hüter, Alex Senden und Jan Reimer aus, der den genau getimten Pass von Martin Juzbasic aufnahm und sein 98. Saisontor erzielte.

In der Schlussphase wurde es dramatisch: Senden verteidigte intensiv gegen Julius Meyer-Siebert, konnte sich aber nicht rechtzeitig lösen vom erfolgreichsten Werfer der Partie. Max Neuhaus sah die Lücke in der Dormagener Abwehr und ließ Juzbasic keine Chance, der zuvor einen Strafwurf von Neuhaus clever abgewehrt hatte. Meyer-Siebert sorgte für die letzten beiden Treffer der Gäste: Erst klatschte der Ball an den Pfosten und von dem ins Tor, dann war es aufgrund der angezeigten Zeitspiels der letztmögliche Wurf, der zum 16:18 führte. Das fünfte Senden-Tor 80 Sekunden vor dem Abpfiff war leider schon der Endstand. Denn obwohl für Christian Klimek und Gunnar Dietrich das Spiel aufgrund von Zwei-Minuten-Strafen vorzeitig beendet war und die Eulen deshalb nur noch mit vier Spielern verteidigen konnten, kam der TSV nicht zum Abschluss: Das harzgetränkte Spielgerät rutschte Ian Hüter aus der Hand, Ludwigshafen hatte den Ball, nahm eine Auszeit und es waren nur noch vier Sekunden zu spielen.

„Natürlich können wir nicht zufrieden sein, heute war der Angriff das Problem“, fasste TSV-Coach Peer Pütz das Geschehene zusammen. „Gegen die langen Abwehrspieler hätte uns heute Andre Meuser gutgetan.“ Der Linkshänder konnte aber wegen einer Erkrankung nicht auflaufen. Pütz: „Ich hoffe, dass er am Samstag in Emsdetten wieder dabei ist.“

TSV Bayer Dormagen – Eulen Ludwigshafen 17:18 (9:9)
Dormagen:
Juzbasic (9 Paraden), Simonsen (n.e.); Karvatski (1), Reuland, Leitz (n.e.), Senden (5), Biernacki, I. Hüter (3), Reimer (5/2), Grgic (1), P. Hüter, Johannmeyer (n.e.), Grbavac (n.e.), Seesing (2), Steinhaus, Mast.
Ludwigshafen: Asanin (11 Paraden), Urbic (bei einem 7m); Salger (1), Dietrich (1), Eisel, Keskic, Meyer-Siebert (6), Falk (1), Hofmann (1), Durak (1), Wagner, Meddeb, Neuhaus (4/1), Klimek (3), Schlafmann (n.e.), Sorda.
Schiedsrichter: Bona / Frank.
Zuschauer: 737.
Zeitstrafen: 4:12 Minuten.
Siebenmeter: 2/3:1/3 (Reimer wirft neben das Tor – Durak wirft an den Pfosten, Juzbasic hält gegen Neuhaus).
Spielfilm: 1:4 (8.), 4:7 (19.), 7:7 (26.), 7:9, 9:9 – 11:10 (39.), 11:14 (45.), 14:14 (52.), 15:15, 15:17, 16:18, 17:18.

 


Der jüngste Vergleich beider Mannschaften ist noch nicht sehr lange her: Anfang Februar setzten sich die Eulen Ludwigshafen gegen den TSV Bayer Dormagen in der Partie auf Augenhöhe knapp mit 25:23 durch. Offiziell war es das Rückspiel - das Hinspiel sollte eigentlich im November 2021 ausgetragen werden. „Viel von dem, was wir uns vorgenommen hatten, ist aufgegangen. Wir konnten einen starken Gegner lange ärgern. Mit ein wenig mehr Glück bei Würfen oder Torwartparaden wäre sogar noch mehr möglich gewesen“, sagte damals Peer Pütz bei seinem Einstieg als Chefcoach. Inzwischen hat sich einiges getan, der TSV hat mittlerweile schon 20 Punkte auf der Habenseite und zeigte sich in den jüngsten Spielen in starker Verfassung. Den guten Lauf will das Team an diesem Mittwoch, 27. April, fortsetzen, wenn die Schiedsrichter Malte Frank und Leonard Bona (Remscheid / Radevormwald) das Spiel des offiziell 11. Spieltages um 19.30 Uhr im TSV Bayer Sportcenter anpfeifen. Tickets gibt es online und an der Abendkasse, die um 18.30 Uhr öffnet. Sportdeutschland.tv überträgt live.

Etwas überraschend verabschiedeten die Eulen in der Vorwoche ihren Trainer Ceven Klatt (38) und verpflichteten bis zum Saisonende einen auch in Dormagen alten Bekannten: Michael Biegler (61) war von 1990 bis 1994 Co-Trainer in Dormagen unter HaDe Schmitz. „Die Entscheidung, Ceven Klatt von seinen Aufgaben als Cheftrainer freizustellen, ist wohlüberlegt und menschlich nicht leicht gefallen“, sagte Eulen-Geschäftsführerin Lisa Heßler. „Wir können mit der aktuellen Situation nicht zufrieden sein und reflektieren stets den Abgleich unserer Grundwerte.“ Das Heimspiel gegen die SG Bietigheim wurde letzten Freitag mit 20:24 verloren - und damit ebenfalls mit vier Toren Rückstand wie zwei Wochen zuvor das Auswärtsspiel beim gleichen Gegner. Biegler sieht seine „Großbaustelle im Angriff“, wo „kreative Lösungen erarbeitet werden müssen.“ Es dürfe nicht alle Verantwortung auf die beiden Rückraumshooter Stefan Salger und Hendrik Wagner abgeladen werden. Gerade Wagner war mit acht Treffern in der Schlussphase der entscheidende Werfer im ersten Saisonvergleich. Klar ist, dass die Eulen die angestrebte direkte Rückkehr in die 1. Liga mit nunmehr 27:27-Punkten abgehakt haben.

Den TSV-Spielern bereitet das Punktesammeln große Freude. Am Mittwochabend will das Team dort weitermachen, wo es am Freitag gegen Großwallstadt aufhörte. Vermutlich wird Linksaußen Joshua Reuland nach seinem Muskelfaserriss wieder zum Kader gehören.


Dank des dritten Siegs in Folge kann der TSV Bayer Dormagen mit noch größerer Zuversicht in die letzten sieben Wochen der Saison gehen. Gewannen die Wiesel zuletzt gegen die jeweils Tabellensiebten der 2. HBL, so musste diesmal mit dem TV Großwallstadt ein unmittelbarer Konkurrent aus der Abstiegsregion dran glauben. Und wie: Das 29:23 (13:12) ist der erste Erfolg gegen die Mainfranken seit 1996! In der Tabelle überholte der TSV den nächsten Auswärtsgegner TV Emsdetten (Samstag, 30. April) und belegt nun Rang 18. Vor der Begegnung bei Zweitliga-Dino Emsdetten steht das Nachholspiel gegen die Eulen Ludwigshafen am kommenden Mittwoch, 27. April, im TSV Bayer Sportcenter an. Die Mannschaft hofft wiederum auf die super Unterstützung der Fans. Zum Online-Ticketshop

Nach einer Gedenkminute für Dormagens ehemaligen Trainer Petre Ivanescu begann das Spiel eher zerfahren. Beiden Teams war anzusehen, um was es in der "Vier-Punkte-Begegnung" geht, Großwallstadt ging aber etwas glücklich mit 2:0 in Führung. Es dauerte knapp sechs Minuten bis zum ersten TSV-Treffer, für den der agile Ian Hüter verantwortlich war. Jan Reimer bestätigte anschließend seine Topform und verschaffte seiner Mannschaft mit drei Treffern zweimal einen Vorsprung. Weil dann aber Gäste-Keeper Can Adanir einen Strafwurf von Reimer entschärfte und Shooter Savvas Savvas auch ins leere Tor traf, führte der Altmeister plötzlich wieder - beim 7:8 in der 21. Minute durch Linksaußen Moritz Klenk aber zum letzten Mal. Danach drehte der TSV die Partie endgültig, auch weil Jan Reimer und Andre Meuser Adanir tunnelten.

Etwas glücklich erzielte Mario Stark den 13:12-Anschluss mit dem Halbzeitpfiff. Doch die Möglichkeit, nach dem Wiederanpfiff den ersten Treffer der zweiten Hälfte zu erzielen, vergab er völlig freistehend. Weil Tom Jansen danach auch nur den Pfosten traf, machte Mislav Grgic den Torauftakt. Der in der zweiten Halbzeit hellwache Martin Juzbasic wehrte nun Wurf und Nachwurf ab, der von Artur Karvatski bestens bediente Aron Seesing ließ sich die Chance auf den ersten Drei-Tore-Vorsprung (15:12) nicht entgehen. Weil Patrick Hüter kurz drauf die Rote Karte sah und seine Hupenunterstützung im Kreis der Fans einbrachte, zeigten sich zwar leichte Sorgenfalten auf der TSV-Bank. Doch die waren unnötig, denn Alexander Senden übernahm die Rolle in der Abwehrmitte mit Bravour. Während die Gäste völlig den Faden verloren, drehten die Wiesel im begeisterten TSV Bayer Sportcenter weiter auf: Innerhalb von knapp sechs Minuten war beim Stande von 23:16 (50.) die Vorentscheidung gefallen. Jedenfalls zweifelte niemand mehr am Erfolg der Gastgeber - auch weil beim TV Großwallstadt ein echtes Aufbäumen nicht zu erkennen war.

Mehr als unzufrieden war denn auch Gästetrainer Maik Handschke, der in den 90-er Jahren das Bayer-Trikot trug: „Dormagen wollte, wir haben hingegen von der 1. bis zur 60. Minute nicht diesen absoluten Willen gezeigt. Da werden in der nächsten Woche viele Einzelgespräche notwendig sein.“ Peer Pütz hingegen war nach dem dritten Sieg in Folge voller Lob für seine Auswahl: „Wir haben uns von den Anfangsproblemen nicht irritieren lassen und holten uns die nötige Sicherheit durch die kämpferische Abwehr.“ Und vorne ist der TSV deutlich weniger ausrechenbar als früher. Während Großwallstadt in der laufenden Saison auswärts bislang immer mehr als 23 Tore verbuchen konnte, erzielte der TSV zum dritten Mal in diesem Jahr 29 Treffer.

TSV Bayer Dormagen – TV Großwallstadt 29:23 (13:12)
Dormagen:
Juzbasic (11 Paraden), Simonsen (n.e.); Karvatski (2), Meuser (3), Leitz (n.e.), Senden, Werschkull (n.e.), Biernacki (1), I. Hüter (4), Reimer (9/3), Grgic (4), P. Hüter, Grbavac (n.e.), Seesing (4), Steinhaus (2), Mast.
Großwallstadt: Adanir (8 P.), Ohm (ab 57., 1 P.); Jansen (2), Klenk (3), Babarskas (1), Bandlow, Schauer, Weit, Corak (1), Stark (4), Rink (1), Savvas (9), Busch (2).
Schiedsrichter: Hellbusch / Jansen.
Zuschauer: 802.
Zeitstrafen: 14:14 Minuten.
Siebenmeter: 3/4:0/1 (Adanir hält gegen Reimer – Savvas scheitert an Juzbasic).
Spielfilm: 0:2, 1:2 (6.), 3:2 (9.), 5:3 (13.), 5:6 (17.), 10:8 (25.), 13:11, 13:12 - 15:12 (34.), 17:13 (38.), 23:16 (50.), 28:20, 29:23.


Die erhofften sechs Punkte aus vier Spielen haben die Wiesel geholt, jetzt gilt es weiter nach vorne und damit auch nach oben zu blicken. Nach der Spielpause aufgrund der WM-Quali gegen die Färöer will das Team von Peer Pütz da anknüpfen, wo es zuletzt aufhörte. So könnte aus der kleinen Serie von zwei Siegen in Folge gerne mehr werden. An diesem Freitag, 22. April, kommt der TV Großwallstadt ins TSV Bayer Sportcenter - unter ganz anderen Vorzeichen als in der letzten Spielzeit - aktuell kämpfen beide Klubs um den Klassenerhalt. Mit einem Erfolg würde der TSV den TV Emsdetten in der Tabelle der 2. HBL überholen und bis auf einen Zähler an Altmeister Großwallstadt heranrücken. Für Coach Peer Pütz geht es aber nach wie vor nicht um tabellarische Spekulationen: „Wir versuchen, in jedem Spiel das Beste herauszuholen. Entscheidend ist die Platzierung nach dem letzten Spieltag.“

Das Spiel leiten die Schiedsrichter Lucas Hellbusch und Darnel Jansen (Trebur / Geinsheim). In Erinnerung an Dormagens ersten Bundesliga-Aufstiegstrainer Petre Ivanescu, der Anfang des Monats im Alter von 85 Jahren verstarb, wird das Spiel unmittelbar nach dem Anpfiff um 19.30 Uhr für eine Gedenkminute unterbrochen.

Tickets gibt es online und ab 18.30 Uhr an der Abendkasse. Die Aktion 1+1: Jeder Fan, der sich online ein Ticket für das Heimspiel gegen Großwallstadt sichert, erhält im Anschluss einen Ticket-Gutschein für den Heimauftritt gegen die Eulen Ludwigshafen (Mittwoch, 27. April, 19.30 Uhr). Coronabedingte Zugangsbeschränkungen sind weitestgehend weggefallen. Bestehen bleibt die Maskenpflicht bis zum Sitzplatz, dort kann jeder selbst entscheiden, wie er mit dem Schutz umgehen will.

Trainer mit TSV-Vergangenheit

Es ist sicher etwas kurios, dass die beiden nächsten Heimgegner des TSV Bayer Dormagen neue Trainer verpflichtet haben, die auf eine längere Dormagener Vergangenheit in den 1990-er Jahren zurückblicken können: Maik Handschke kommt mit Großwallstadt ins TSV Bayer Sportcenter. Fünf Tage später am Mittwoch, 27. April, ist der ehemalige Co-Trainer Michael Biegler mit den Eulen Ludwigshafen hier zu Gast. Für den 30-jährigen Peer Pütz und die heutige Dormagener Mannschaft spielen die Veränderungen freilich eine untergeordnete Rolle: Die meisten Spieler waren entweder im Kindesalter oder noch gar nicht auf der Welt.

Nachdem der TVG mit seinem Trainer Ralf Bader in der letzten Saison den 6. Platz belegt hatte, lief es in dieser Spielzeit nicht wie erhofft. Anfang März wurde Bader freigestellt und mit Handschke (55) ein neuer Cheftrainer bis Saisonende verpflichtet. Der ehemalige Dormagener Kreisläufer wird vom Handballverband Luxemburg, für den er seit 2017 tätig ist, bis Juni 2022 an die Unterfranken ausgeliehen. TVG-Geschäftsführer Michael Spatz: „Aktuell befinden wir uns im Abstiegskampf. Deshalb mussten wir eine Veränderung vornehmen.“ Das sieht auch Mit-Geschäftsführer Stefan Wüst so: „Wir mussten handeln, da wir in den letzten Spielen einfach zu wenig Punkte geholt haben.“

Mit Savvas Savvas (links) und Tom Jansen (rechts) verfügen die Gäste über zwei Rückraumshooter, die in der laufenden Saison zusammen 322 der 772 Treffer erzielt haben. Dass Beide nach der Spielzeit den Klub verlassen und nach Hamm bzw. Gummersbach wechseln, wird kaum dazu führen, dass sie sich auf dem Spielfeld zurückhalten. „Da müssen wir frühzeitig attackieren“, hat Peer Pütz seiner Defensive eine Aufgabe gestellt. Im Hinspiel gelang das eher nicht: Savvas und Jansen waren beim 36:26 im November mit jeweils acht Treffern die Haupttorschützen.

Weitere Informationen im Wiesel Inside


Die Lizenz für die kommende Saison ist da. Soeben hat die unabhängige Lizenzierungskommission des Handball-Bundesliga e.V. entschieden, dass alle Vereine in der 1. und 2. Handball-Bundesligen die Lizenzen für die Spielzeit 2022/23 erhalten. Diese Entscheidung steht unter dem Vorbehalt der jeweiligen sportlichen Qualifikation. Und da muss der TSV Bayer Dormagen noch etwas tun: Am Freitag, 22. April, will das Team von Peer Pütz die gestartete Erfolgsserie fortsetzen und auch gegen den TV Großwallstadt im TSV Bayer Sportcenter punkten. Dabei hoffen die Wiesel auf eine große Unterstützung der heimischen Fans. Tickets gibt es online und an der Abendkasse, die um 18.30 Uhr öffnet. Und die Aktion 1+1 nicht vergessen: Jeder Fan, der sich online ein Ticket für das Heimspiel gegen Großwallstadt sichert, erhält im Anschluss einen Ticket-Gutschein für den Heimauftritt gegen die Eulen Ludwigshafen (Mittwoch, 27. April, 19.30 Uhr).

„Großartige Unterstützung in schwieriger Corona-Zeit“
„Natürlich sind wir froh, dass auch der TSV Bayer Dormagen die Lizenz für die kommende Saison erhalten hat“, erklärt Dormagens Handball-Geschäftsführer Björn Barthel. „Unser Dank gilt allen Sponsoren, Partnern und Fans für die großartige Unterstützung in der schwierigen Corona-Zeit. Nun konzentrieren wir uns mit allen Kräften auf die sportliche Qualifikation, damit der Handball-Standort Dormagen auch nächstes Jahr der 2. HBL angehört und wir unsere Absicht fortsetzen können, uns permanent weiterzuentwickeln.“

Zur Lizenzerteilung erklärt Rolf Nottmeier, Vorsitzender der Lizenzierungskommission: „Es ist wirklich keine Selbstverständlichkeit, dass es den Vereinen bis dato so gut gelungen ist, die erheblichen wirtschaftlichen Einschränkungen der immer noch andauernden Corona-Pandemie aufzufangen. Dies führen wir zum einen auf außerordentliche Anstrengungen der Vereine zurück, die auch in diesen stürmischen Zeiten solide gewirtschaftet haben. Zum anderen ist es die Treue von Sponsoren und Fans, die zur Stabilität der Vereine beigetragen haben. Auch die Corona-Hilfen des Bundes und der Länder haben wertvolle Unterstützung geleistet.“

Die unabhängige Lizenzierungskommission warnt allerdings vor zu großen Erwartungen. Auch in der kommenden Spielzeit dürften pandemiebedingt erhebliche Belastungen auf die Vereine zukommen. „Die Vereine haben noch einen langen, steinigen Weg vor sich. Es kann keine Rede davon sein, dass es den Vereinen problemlos möglich sein wird, an die wirtschaftlich erfolgreiche Zeit vor der Corona-Pandemie anzuknüpfen. Hierzu bedarf es weiterhin erheblicher Anstrengungen der Vereine und der Unterstützung durch Sponsoren und Fans,“ betont Nottmeier.


Vor 35 Jahren stieg der TSV Bayer Dormagen erstmals in die 1. Bundesliga auf. Verantwortung trug damals ein außergewöhnlicher Trainer: Eigentlich sollte Petre Ivanescu am heutigen Karfreitag anlässlich seines 86. Geburtstags vom TSV neben der Gratulation auch eine Erinnerung an seine Zeit in Dormagen und insbesondere an das Aufstiegsjahr 1987 erhalten, das in die Geschichte des Dormagener Handballs eingegangen ist. Doch der ehemalige Bundes- und Bundesligacoach starb leider vor 14 Tagen. „Petre Ivanescu hat in Dormagen und im deutschen Handball große Spuren hinterlassen“, sagt Dormagens Handball-Geschäftsführer Björn Barthel. „Wir trauern und werden an ihn mit einer Gedenkminute beim Spiel gegen den TV Großwallstadt am 22. April besonders erinnern.“ Petre Ivanescu kam 1986 zum TSV und wäre sicher länger als zwei Jahre geblieben. Doch der Deutsche Handball-Bund verpflichtete ihn als Bundestrainer - und die gleichzeitige Tätigkeit für einen Erstligisten war von der Liga nicht gewollt.

Mit seinem Heimatland Rumänien war der Rückraumspieler Ivanesu 1961 und 1964 Handball-Weltmeister, 1961 sogar Torschützenkönig der WM. Als Trainer der Alt-Meister TuSEM Essen und VfL Gummersbach sammelte er diverse Titel, zeigte seine Qualität aber eben auch durch die Aufstiege mit dem TSV Bayer Dormagen, dem TV Niederwürzbach und dem OSC Rheinhausen. „Die Nachricht von seinem Tod trifft mich. Er war ein Riesentrainer – hart, aber sehr herzlich und unter der rauen Schale ein tief empathischer Mensch“, sagt „Hexer“ Andreas Thiel, viele Jahre Schlussmann im Kasten des TSV Bayer Dormagen. Für den heutigen Bundestrainer Alfred Gislason steht fest: „Petre Ivanescu war ein fantastischer Trainer der alten Schule: knallhart und humorvoll.“


Unterkategorien


sponsor startseite selectsponsor startseite sparkassesponsor startseite buergelsponsor startseite cityringsponsor startseite egnsponsor startseite therapiezentrumsponsor startseite evdsponsor startseite Orthopaediesponsor startseite ineos