Es gibt solche Spiele, nach denen man einfach anerkennen muss: Der Gegner war besser. Das Nachholspiel in Elsenfeld am Dienstag war eine solche Begegnung, nach der TSV-Trainer Dusko Bilanovic folgerichtig feststellte: „Der TV Großwallstadt hat heute ein perfektes Spiel gezeigt, deshalb ist der Sieg voll verdient.“ Sein Kollege Ralf Bader relativierte leicht: „40 Minuten waren fast perfekt.“ Wie dem auch sei, der TSV verlor 27:35 (9:18) und tauschte wieder mit dem in Emsdetten erfolgreichen HC Elbflorenz Tabellenplatz 4 und 5 in der 2. Handball-Bundesliga.

Erfreulich aus Dormagener Sicht: Die Mannschaft kämpfte bis zur letzten Sekunde, gewann die zweite Hälfte und verhinderte die zweistellige Niederlage. Und Martin Juzbasic feierte nach seiner Fingerverletzung vor drei Monaten ein „echtes“ Comeback, nachdem er letzten Freitag in Lübeck zweimal bei Strafwürfen kurz im Kasten stand. „Ich habe keine Schmerzen, alles ist okay“, erklärte der Schlussmann, der in der 12. Minute für Sven Bartmann eingewechselt wurde. Seine Rückkehr hatte er sich freilich ein wenig anders vorgestellt: „Für mich war das heute vor allem Wurftraining“, schmunzelte Juzbasic angesichts der vielen Bälle, die er aus dem Netz holen musste. 35 Tore hatte der TSV in dieser Saison noch nicht kassiert, was aber nicht an der Leistung des ordentlich haltenden Torwarts lag, der auch zwei Siebenmeter entschärfte.

Es lief nun mal eben bei den Unterfranken: „Wir haben hinten viel geblockt und Druck auf die Dormagener Rückraumschützen ausgeübt“, stellte Großwallstadts Coach Ralf Bader fest. Und vorne „haben wir immer wieder gute Lösungen gegen die eher offensive Deckung gefunden.“ So deutete sich schon früh die Vorentscheidung an: Den vorletzten Treffer in der ersten Hälfte erzielte Jakub Sterba zum 12:8 in der 18. Minute. Unmittelbar vor dem Pausenpfiff sorgte Alex Senden für das neunte Tor, da hatte Großwallstadt aber bereits 18 Mal gejubelt. Der kurz nach dem Seitenwechsel auf 12 Tore angewachsene Rückstand sorgte keinesfalls für Resignation: Die Wiesel wehrten sich und wurden für ihren Einsatz mit dem 4:1-Lauf in den letzten Minuten belohnt. Das klappte dank der gehaltenen Bälle von Martin Juzbasic und der platzierten Würfe von Christian Wilhelm, Linus Skroblien und Jan Reimer, der sich auch erneut als Siebenmeter-Vollstrecker bewährte.

Das Spiel abhaken und wieder in die Erfolgsspur kommen - das soll bereits am Freitag bei der Rückkehr ins TSV Bayer Sportcenter gelingen: Ab 19.30 Uhr geht es dann gegen den Wilhelmshavener HV.

TV Großwallstadt - TSV Bayer Dormagen 35:27 (18:9)
Großwallstadt: Redwitz (10 Paraden), Adanir (bei einem 7m); Spatz (2), Messerschmidt (1), Jansen (2), Eisenträger (2), Bandlow (5), Matijasevic (4), Bransche, Weit (2/1), Corak (5), Stark (1), Pfeifer (2), Spieß (2), Savvas (7).
Dormagen: Bartmann (1 Parade), Juzbasic (ab 12., 8 Paraden), Simonsen (n.e.); Senden (5), Richter (3/2), I. Hüter (3), Reimer (3/2), Skroblien (1), Görgen, P. Hüter (6), Wilhelm (3), Sterba (1), Grbavac (1), Mast (1).
Schiedsrichter: Pusch / Weiße.
Zuschauer: -
Zeitstrafen: 4:8 Minuten.
Siebenmeter: 1/3:4/6 (Juzbasic hält gegen Spatz und Savvas - Richter scheitert an Redwitz und trifft im Nachwurf, zudem wirft er einmal über das Tor).
Spielfilm: 4:4 (8.), 7:4 (11.), 10:5, 12:8 (18.), 18:8 (30.), 18:9 - 20:9, 22:10, 29:20 (51.), 31:20, 35:25, 35:27.


Der TSV Bayer Dormagen muss erneut reisen, heute geht es zu einem alten Bekannten in die Untermainhalle nach Elsenfeld: Das Nachholspiel des 29. Spieltages der 2. Handball-Bundesliga beim TV Großwallstadt pfeifen die Schiedsrichter Felix Pusch und Stefan Weiße (Radebeul) um 19 Uhr an. Trainer Dusko Bilanovic kann weitestgehend auf die Mannschaft setzen, die am Freitag beim VfL Lübeck-Schwartau mit 32:27 gewann. Die Fans sind wieder live dabei und können das Spiel auf Sportdeutschland.tv verfolgen.

Bedingt gute Erinnerungen haben die Wiesel an das Hinspiel: Am 28. November sorgte Joshua Reuland für den 23:23-Ausgleich per Siebenmeter in letzter Sekunde. Damals deutete der Altmeister und Aufsteiger seine wiedergewonnene Auswärtsstärke an, die unter anderem zu Erfolgen in Gummersbach (29:28) und Hamburg (28:27) führten. In der aktuellen „Gasttabelle“ liegt der TVG auf Platz 5 einen Rang vor dem TSV. Doch daheim läuft es längst nicht so gut: Mit fünf Siegen, einem Unentschieden und sieben Niederlagen in den bisherigen 13 Spielen bringen es die Großwallstädter lediglich auf den vorletzten Rang der Heimtabelle. Unter dem Strich ist die Mannschaft von Ralf Bader Neunter.

„Wir müssen noch sieben Spiele austragen und versuchen jedes Mal, das Beste herauszuholen“, macht Bilanovic deutlich, dass er mit seiner Auswahl auch in Elsenfeld punkten will, um „den einstelligen Tabellenplatz zu sichern.“ Dabei wird Aron Seesing diesmal nicht helfen können, er muss eine wichtige Klausur schreiben. Martin Juzbasic, der im Hinspiel mit 14 Paraden aufwartete, ist nach seinem Comeback in Lübeck ebenso dabei wie Christian Simonsen, der aufatmen konnte: Er war im Training umgeknickt, die Verletzung erwies sich aber nicht als schwerwiegend. So wird Joachim Kurth, der den verhinderten Betreuer Axel Schoenen vertritt, heute drei Schlussmänner in den Spielbericht eintragen.


Da half dem VfL Lübeck-Schwartau auch kein Jubiläumstrikot: Der TSV Bayer Dormagen landete beim bisherigen Tabellennachbarn der 2. Handball-Bundesliga einen Start-Ziel-Sieg, gewann souverän mit 32:27 (15:13) und kletterte sogar an Dresden vorbei auf Platz 4. Schon jetzt dürfte Benni Richter nach seinen herausragenden Leistungen in den letzten Wochen das Prädikat „Spieler des Frühlings 2021“ verdient haben: Diesmal steuerte er 13/7 Tore zum achten Auswärtssieg bei und überholte Andre Meuser als nunmehr erfolgreichster Wiesel-Werfer der Saison. Ebenfalls erfreulich sind die beiden Comebacks: Nach dreimonatiger Pause gehörte Martin Juzbasic wieder zum Aufgebot und stand bei zwei Siebenmetern im TSV-Kasten; Alexander Senden war in Abwehr und Angriff präsent und erzielte drei Tore. Am kommenden Dienstag muss der TSV erneut reisen: Das Nachholspiel beim TV Großwallstadt beginnt um 19 Uhr.

Von Beginn an wirkten die Gäste konzentriert und hielten sich an die ausgegebene Marschroute: „Wir hatten Schwartaus starke Rückraumschützen gut im Griff“, betonte TSV-Coach Dusko Bilanovic. Bewusst bekam so das Kreisspiel der Norddeutschen mehr Platz, der Ex-Dormagener Carl Löfström nutzte nach einer Viertelstunde den Freiraum zum 6:6, nachdem Torwart Julian Borchert mit drei Paraden auf sich aufmerksam machte. Kurz danach glich Finn Kretschmer mit einem sehenswerten Kempa letztmals zum 7:7 aus, anschließend gab der TSV die Führung nicht mehr ab. Per Doppelpack ging es hin zur 15:13-Pausenführung: Ante Grbavac traf ebenso zweimal in Folge wie Benni Richter von der Linie und Alex Senden kurz nach seiner Einwechslung.

Kurz nach dem Seitenwechsel steckten die Wiesel zwei umstrittene Schrittfehlerentscheidungen weg und leisteten sich einen falschen Anwurf von der Mittellinie. Doch der Ausbau der Führung geriet nicht in Gefahr, weil vorne geduldig aufgebaut wurde und die erspielten Chancen zumeist verwertet wurden. Spätestens in der 47. Minute war klar, dass auch die Umstellung auf eine offensivere Abwehr die Dormagener nicht beeindrucken konnte. Richter traf zum 24:18 per Strafwurf, den Tim Mast herausgeholt hatte. Der Linksaußen glänzte darüber hinaus mit vier Toren nach vier Würfen. In der Schlussphase kam Lübeck bis auf drei Tore heran, doch es fehlte der letzte Biss, um es noch enger zu machen. „Die Beine waren schwer, wir kamen im gesamten Spiel oft einen Schritt zu spät“, stellte Trainer Piotr Przybecki fest. Dusko Bilanovic lobte besonders seine Abwehr: „Wir haben das Spiel kontrolliert und das Torwartduell gewonnen.“

VfL Lübeck-Schwartau - TSV Bayer Dormagen 27:32 (13:15)
Lübeck: Borchert (6 Paraden), Haß; Potratz, Gonschor, Raguse (2), Lindskog Andersson (3/1), Hansen (2), Löfström (6), Waschul (1), Versteijnen (7/4), Schrader (2), Kretschmer (1), Hagen, Bruhn (3).
Dormagen: Bartmann (7 Paraden), Juzbasic (bei 2 7m); Seesing (1), Senden (3), Richter (13/7), Wilhelm, I. Hüter (3), Reimer (1/1), Skroblien, Görgen, P. Hüter (2), Sterba (2), Grbavac (3), Mast (4).
Schiedsrichter: Kittel / Scharfe.
Zuschauer: -
Zeitstrafen: 10:8 Minuten.
Siebenmeter: 5/6:8/10 (Lindskog Andersson wirft an die Latte - Richter wirft an die Latte und scheitert an Borchert).
Spielfilm: 2:4 (6.), 3:6 (8.), 6:6 (15.), 7:9 (19.), 12:14 (26.), 13:15 - 15:18 (35.), 16:21 (43.), 18:24 (47.), 24:28 (55.), 27:30, 27:32.


Noch acht Spiele stehen für den TSV Bayer Dormagen auf dem Programm der Handball-Saison 2020/21, die wegen des Spätstarts der 2. HBL erst Ende Juni endet. Die mit 480 Kilometern sechstweiteste Reise treten die Wiesel heute an: Es geht in die Hansehalle Lübeck zum direkten Tabellennachbarn VfL Lübeck-Schwartau. Die Partie des offiziell 33. Spieltages wird von den Schiedsrichtern Alexander Kittel und Lars Scharfe (Berlin / Neuenhagen) geleitet. Los geht es heute auch live auf Sportdeutschland.tv um 19.30 Uhr, die Übertragung wird bereits um 19 Uhr gestartet. Beide Klubs besitzen 32 Pluspunkte, die Gastgeber haben aber in schon 30 Spielen vier Minuspunkte mehr auf dem Konto als der TSV, der deshalb vor dem VfL Tabellenrang 5 belegt.

Im Bus sitzt ein Spieler, der drei Monate nach seiner schweren Fingerverletzung in der Hansehalle erstmals wieder auf der Bank sitzen wird: Ob Torwart Martin Juzbasic auch schon im Kasten stehen kann, hängt von verschiedenen Faktoren ab. Im Spielbericht werden wohl alle drei Schlussmänner eingetragen. Grünes Licht vom Mannschaftsarzt erhielt zudem Alexander Senden, der vermutlich auch aufs Spielfeld zurückkehrt. Fortschritte macht ebenfalls Andre Meuser - sein Einsatz ist allerdings fraglich. Auf Aron Seesing und Christian Wilhelm warten heute und morgen erneut Doppeleinsätze - am Samstag fahren die Beiden mit der A-Jugend zum DM-Halbfinal-Hinspiel gegen die Rhein Neckar Löwen nach Östringen (Anpfiff 16 Uhr). Inzwischen wurde auch das Rückspiel terminiert: Beide Nachwuchsteams stehen sich am Sonntag, 30. Mai, ab 17 Uhr im TSV Bayer Sportcenter gegenüber.

Der VfL spielt eine ordentliche Saison, auch wenn die Mannschaft vor Beginn der Saison mit zum Favoritenkreis gezählt wurde. Mit nur drei Niederlagen gehört das Team von Piotr Przybecki nach wie vor zu den stärksten Heimmannnschaften der 2. Liga. Auswärts läuft es hingegen längst nicht so gut mit lediglich vier Siegen in fremden Hallen. Das Hinspiel in Dormagen verlor Lübeck mit 22:24. Nach den Misserfolgen in den Heimspielen gegen Dresden (18:32) und Bietigheim (22:24) kam das Team von Piotr Przybecki wieder in die Spur, besiegte Ferndorf (29:24) und zuletzt auch Aufstiegskandidat N-Lübbecke mit 33:30. Der torgefährliche Julius Lindskog Andersson zieht die Fäden, sein schwedischer Landsmann Carl Löfström, der im letzten Jahr aus Dormagen näher an seine Heimat rückte, beweist auch beim VfL seine Qualitäten am Kreis. Erfolgreichster Feldtorschütze ist Linkshänder Niels Versteijnen (127/15).

Die personelle Situation beim VfL Lübeck-Schwartau bleibt angespannt. Beim Auswärtsspiel in Aue in der Vorwoche (26:34 verloren) hatte Przybecki nur zehn Feldspieler zu Verfügung, dazu die beiden neuen Torhüter Julian Borchert und Alexander Haß. „Das war eine spezielle Situation, die wir nicht gut gemeistert haben“, meinte der Coach nach dem Spiel. Der Rückraumlinke Mex Raguse hat derweil seinen grippalen Infekt überstanden und wird heute auflaufen können. Die Lübecker spielen am Freitag nicht in den traditionell blau-weißen Heimtrikots, sondern in gelb-schwarzer Spielkleidung. Hintergrund: Vor 20 Jahren wurde das DHB-Pokalfinale in den damals gelb-schwarzen Auswärtstrikots gespielt und gewonnen. Ob diese Shirts auch zum Erfolg im Meisterschaftsspiel beitragen, bleibt abzuwarten.


Nach einem äußerst ungewöhnlichen Spielverlauf endete die Partie zwischen Dormagen und Emsdetten mit einer Punkteteilung. Die ständig führenden Dormagener sahen in der Ostermann Arena Leverkusen beim Stande von 30:25 wie der sichere Sieger aus - als der Tabellenvorletzte mit einem furiosen Schlussspurt die benötigten fünf Tore zum 30:30 (17:15) erzielte. „Wir haben in den letzten fünf Minuten aufgehört Handball zu spielen“, bewerte TSV-Coach Dusko Bilanovic das unerwartete Finale. „Nach mehreren unglücklich verlorenen Spielen hatten wir heute das Glück auf unserer Seite und wir haben endlich mal wieder einen Punkt geholt“, freute sich Emsdettens Trainer Peter Portengen.

Gespielt waren gerade mal 115 Sekunden, da lag der TSV dank gelungener Steals mit 4:0 vorne: Ian Hüter, zweimal Aron Seesing und der einmal mehr überragende Benni Richter veranlassten Portengen zur rekordverdächtigen Auszeit. „Wir haben den Auftakt total verschlafen, danach lief es aber besser“, stellte der Niederländer fest. Obwohl die Wiesel ständig vorlegten und immer wieder mit bis zu vier Toren führten, ließen die Gäste nicht locker und verkürzten zumeist durch ihre Außen Yannick Terhaer und Dirk Holzner. So machte der nach seiner Verletzung zurückgekehrte A-Jugendliche Lucas Rehfus das 16:12 in der 27. Minute, das aber auf 17:15 zur Pause schrumpfte.

Nach dem Seitenwechsel wiederholte sich die Anfangsphase. Zwar nicht ganz so schnell: Für die vier Treffer zum 21:15 brauchten Richter (2), Seesing und Ante Grbavac diesmal sechs Minuten; aber die Art und Weise, wie clever der TSV den Vorsprung herausspielte, stimmten mehr als zuversichtlich. Und auch wenn nun TVE-Shooter Sven Weßeling besser zum Abschluss kam, so änderte sich wenig am Torepolster der Dormagener. Zum ersten Mal aber deutete sich die unterschiedliche Glücksverteilung an: Während beim Stande von 21:16 ein Wurf von Aron Seesing an die Latte auf, aber nicht hinter die Torlinie knallte, sprang Weßelings Wurf ans Gehäuse und landete dann im Dormagener Kasten.

Im Wechsel waren nun Ian Hüter und Moritz Görgen für die Dormagener Treffer verantwortlich. Und dann machte Jan Reimer mit einem Doppelpack auf sich aufmerksam. Sein Treffer in der 55. Minute zum 30:25 wurde von vielen als Vorentscheidung gewertet. Doch so müde Emsdetten auch zu Beginn beider Halbzeiten wirkte, so energisch brachte sich das Team in den ausstehenden Minuten ein. Portengen setzte Robin Jansen auf Ian Hüter an. Tatsächlich lief jetzt vorne nicht mehr viel zusammen beim TSV. Und hinten fand die Mannschaft nicht die richtige Antwort auf den siebten Feldspieler. Portengen: „Wir lagen zurück und mussten etwas probieren. Jetzt sind wir froh, dass es geklappt hat.“ Auch die von Bilanovic genommene Auszeit 76 Sekunden vor dem Abpfiff konnte Emsdettens Lauf nicht mehr bremsen: Holzner sorgte erst für den Anschlusstreffer und machte dann auch den Treffer zum Ausgleich. „Wenn man einen solchen Vorsprung verspielt, ist das schon sehr unglücklich“, fand Dusko Bilanovic.

TSV Bayer Dormagen – TV Emsdetten 30:30 (17:15)
Dormagen: Bartmann (1 Parade), Simonsen (ab 18., 7 Paraden); Steinhaus (n.e.), Seesing (4), Richter (9/3), Rehfus (1), I. Hüter (5), Reimer (2), Skroblien (n.e.), Görgen (2), P. Hüter, Wilhelm (1), Sterba (2), Grbavac (4).
Emsdetten: Madert (12 Paraden), Paske (bei einem 7m); Kress (2), Terhaer (4), Nowatzki, Kornecki, Kolk, Schliedermann, Wasiliewski (4), Urban (4), Damm, Holzner (6/1), Jansen (2), Weßeling (6), Stüber (1), Mojzis (1).
Schiedsrichter: Kauth / Kolb.
Zuschauer: - in der Ostermann Arena Leverkusen
Zeitstrafen: 2:4 Minuten.
Siebenmeter: 3/3:1/1.
Spielfilm: 4:0 (2.), 8:4 (9.), 10:6 (13.), 10:9 (17.), 13:12, 16:12 (27.), 17:15 - 21:15 (36.), 21:17 (39.), 23:17, 24:21, 28:23 (53.), 30:25 (55.), 30:30.


Die Hoffnung ist groß, dass bald der ein oder andere noch verletzte Spieler aufs Spielfeld zurückkehrt. Heute wird das aber noch nicht der Fall sein. Deshalb gibt es im Kader des TSV Bayer Dormagen am Abend gegen den TV Emsdetten wohl keine Änderung. Unklar ist, ob Patrick Hüter nach seiner am Mittwoch in Hamm erlittenen Bänderverletzung spielen kann. Letzte Aufschlüsse wird es beim Warmmachen in der Ostermann Arena Leverkusen geben, in der erneut gespielt wird. Auf der anderen Rheinseite pfeifen die Schiedsrichter Markus Kauth und Andre Kolb (Taufkirchen / Augsburg) die Partie des 32. Spieltags um 19 Uhr an, die wieder live auf Sportdeutschland.tv zu sehen ist.

Der Zweitliga-Dino Emsdetten kämpft erneut um den Klassenerhalt. Dabei hatten die Verantwortlichen gehofft, dass es sportlich wieder besser läuft, nachdem Aaron Ziercke den bisherigen Trainer Daniel Kubes im letzten Jahr abgelöst hatte. Die Mannschaft blieb indes weitgehend unverändert – wobei mit Yannick Dräger (Lübbecke) und Karl Toom (Varberg, Schweden) zwei wichtige Spieler den Verein verließen. Mit Kreisläufer Frederic Stüber von den Eulen Ludwigshafen und dem aus Minden gekommenen Linkshänder Maximilian Nowatzki wechselten zwei Spieler zum TVE. Nach der Verletzung von Marcel Schliedermann im Hinspiel gegen den TSV Bayer Dormagen gab es noch die Nachverpflichtung des jungen Rückraumtalents Alexej Demerza. Trainer Ziercke konnte sich darüber nicht lange freuen, denn er musste den Verein nach knapp elf Monaten im Januar verlassen. „Die Leistungen unserer Mannschaft seit Saisonbeginn entsprachen nicht den Erwartungen, die wir an sie gestellt haben“, begründete Geschäftsführer Frank Wiesner die Verpflichtung des Niederländers Peter Potengen als Nachfolger von Ziercke. Portengen ist als Coach mehrfacher niederländischer Meister, Vizemeister und Pokalsieger mit SV Dalfsen, Kras Volendam und E&O-Handbal.

Im April wurde ein Spieler des TV Emsdetten bei den Corona-Tests positiv auf das Virus getestet und die Mannschaft musste in die Quarantäne. „Wir brauchten die erste Woche nach der Quarantäne um vom Heimtraining zum Handball zurückzufinden, aber die Hürde haben wir gemeistert“, sagt Portengen. In der Tabelle hat sich die Lage allerdings nach den zuletzt drei Niederlagen in Dessau (34:36), Bietigheim (21:31) und gegen Hamburg (27:34) nicht verbessert: Der Klub ist Vorletzter – vor allem aufgrund der schwächsten Auswärtsbilanz aller Zweitligisten mit lediglich einem Sieg in Fürstenfeldbruck (27:29).

Gleichwohl sind weder die Statistik noch der Dormagener 28:22-Hinspielerfolg entscheidend für den Ausgang des heutigen Spiels: „Emsdetten steckt mitten im Abstiegskampf und wird uns vor eine schwere Aufgabe stellen“, sagt TSV-Coach Dusko Bilanovic, der selbst einst das TVE-Trikot trug. Dass die beiden A-Jugendlichen Aron Seesing und Christian Wilhelm heute ihr drittes Spiel innerhalb von vier Tagen bestreiten, ist angesichts der personellen Situation erklärte Sache. Bilanovic weiß allerdings, dass die Beiden am Sonntag erneut ran müssen, um mit den Jungwieseln den Einzug ins DM-Halbfinale im Rückspiel gegen die SG Flensburg-Handewitt zu schaffen. Das Spiel der A-Jugend beginnt morgen in Leverkusen um 13 Uhr und wird ebenfalls auf Sportdeutschland.tv übertragen.


Plötzlich kam Spannung auf, als noch knapp sieben Minuten zu spielen waren: Die Wiesel witterten beim 23:22 eine Chance - doch am Ende war es so wie fast immer in der Westpress Arena: Der ASV Hamm-Westfalen jubelte, der TSV trauerte den vergebenen Chancen nach. Das 28:23 (15:11) war sicher zu hoch, doch von Interesse waren nur die beiden Punkte, die beim Gastgeber blieben. Da Lübeck Lübbecke schlug, tauscht der TSV wieder Tabellenplatz 5 in der 2. Handball-Bundesliga mit den Norddeutschen, die allerdings bereits zwei Spiele mehr ausgetragen haben. Weiter geht es am Samstag mit dem Heimspiel in der Ostermann Arena Leverkusen gegen den TV Emsdetten (Anwurf 19 Uhr).

Unklar ist, ob Patrick Hüter am Samstag dabei sein kann: Er verletzte sich nach einem Sprungwurf im Fußbereich und zog sich schlimmstenfalls einen Bänderriss zu. Aufklärung über die Schwere der Verletzung kann es am Freitag geben. Entwarnung gab es indes für Aron Seesing, der nach einem Foul von Jan Brosch auf dem Spielfeld behandelt wurde und mit Schmerzen in der Schulter zur Bank zurückkehrte, später aber wieder eingesetzt werden konnte. Der 18-Jährige, der von Bundestrainer Martin Heuberger zusammen mit Rechtsaußen Lennart Leitz für den nächsten Lehrgang der Junioren in Warendorf nominiert wurde, fuhr nach dem Spiel zusammen mit Christian Wilhelm, Sören Steinhaus und Co-Trainer Peer Pütz nach Flensburg, wo er heute schon wieder im DM-Viertelfinale im Einsatz ist.

Das Spiel der beiden Mannschaften landet auf der Skala der schönsten Bundesligaspiele sicher nicht im oberen Bereich; dafür stimmten die Ausgangspositionen nicht: Hamm machte das erste Spiel nach einer über dreiwöchigen Corona-Quarantäne, der TSV beklagt weiterhin die Ausfälle zahlreicher Stammspieler. Die Gastgeber verfügten gleichwohl über ihre erste Sieben mit einem besonders motivierten Jo Gerrit Genz (10 Tore). Zudem glänzte Linksaußen Fabian Huesmann, der sieben der ersten zehn ASV-Treffer erzielte. Und wohl der Matchwinner war Jan Wesemann, der mit 14 Paraden doppelt so viele Bälle abwehrte wie die beiden TSV-Schlussmänner. Sein Glück: Viele gut vorbereitete, abgefangene oder geklaute Bälle der Gäste endeten nach Konterläufen mit unplatzierten Abschlüssen. So machte sich der TSV im Laufe des Spiels das Leben selber schwer. Einer freilich spielte auf hohem Niveau: Benni Richter verwandelte nicht nur fünf Strafwürfe souverän, er war mit zudem sieben Feldtoren der beste Werfer der Partie.

Im Laufe der Begegnung verwaltete Hamm den Vorsprung mit zumeist drei bis fünf Treffern ordentlich. Die Rote Karte nach der dritten Zeitstrafe gegen Jan Brosch in der 50. Minute war aber noch mal ein Weckruf für den TSV. Angetrieben von Benni Richter, der das 23:20 und 23:21 erzielte und den Kempa auf Ian Hüter zum 23:22 in der 53. Minute vorlegte, war auf einmal wieder alles möglich. Die neuen Hoffnungen beseitigte aber Jo Gerrit Genz mit einem Doppelschlag, die Dormagener Abschlüsse endeten am Pfosten (Jakub Sterba) oder vorzeitig. Ian Hüter war der letzte TSV-Schütze zum 25:23 in der 57. Minute. Danach bauten die Westfalen ihren Vorsprung aus. „Der Deckel hätte früher drauf sein können“, fand Hamms Coach Michael Lerscht. Aber es „wäre ein anderes Spiel geworden, wenn wir nur drei oder vier unserer 100-prozentigen Chancen genutzt hätten“, bedauerte Dusko Bilanovic die 14 technischen Fehler seines Teams.

ASV Hamm-Westfalen – TSV Bayer Dormagen 28:23 (15:11)
Hamm: Wesemann (14 Paraden), Stecken (bei einem 7m); Genz (10), Huesmann (7/1), Brosch, Fernandez (3), Schwabe (1), Krause (n.e.), Gudat (2), Krings (2), Orlowski (2), Schoesse, Runkel (1), Zimny (n.e.).
Dormagen: Bartmann (5 Paraden), Simonsen (23.-44., 2 P.); Seesing, Richter (12/5), Steinhaus, I. Hüter (4), Reimer (n.e.), Skroblien (1), Görgen (n.e.), P. Hüter, Wilhelm (1), Sterba (1), Grbavac (1), Mast (3).
Schiedsrichter: Hellbusch / Jansen.
Zuschauer: -
Zeitstrafen: 14:8 Minuten (ROT gegen Brosch, 50.)
Siebenmeter: 1/2:5/5 ( Bartmann hält gegen Huesmann).
Spielfilm: 3:1 (7.), 7:6 (16.), 10:8 (21.), 12:8, 15:11 – 16:11, 17:14, 20:15 (42.), 23:19, 23:22 (54.), 25:22 (56.), 28:23.

 


In der Westpress Arena Hamm kommt es heute am 31. Spieltag der 2. Handball-Bundesliga zum Aufeinandertreffen zweier Mannschaften, die arge personelle Sorgen haben: Der ASV Hamm-Westfalen trägt sein erstes Spiel nach der über dreiwöchigen Corona-Quarantäne aus und muss dabei nicht nur Mittelmann Sören Südmeier ersetzen, der wegen einer Knieverletzung bis zum Saisonende ausfällt. Und der TSV Bayer Dormagen kann weiterhin kein Comeback aus dem Stammteam vermelden. Die Partie wird um 19.15 Uhr von Lucas Hellbusch und Darnel Jansen (Trebur / Geinsheim) angepfiffen und ist live auf Sportdeutschland.tv zu verfolgen.

Gegenüber der erfolgreichen Partie gegen Fürstenfeldbruck (30:27) gibt es beim TSV eine Veränderung: Youngster Sören Steinhaus wird den Kader ergänzen und im Anschluss an die Partie mit Co-Trainer Peer Pütz nach Flensburg fahren. Dort findet am Donnerstag das Viertelfinal-Hinspiel um die deutsche Meisterschaft der A-Jugend gegen die SG Flensburg-Handewitt statt. Mit Blick auf die Ausfälle in beiden Teams ist die Frage nach dem Favoriten schwierig zu beantworten. Fest steht wie immer: Beide Mannschaften wollen gewinnen, was dem TSV allerdings in den letzten zehn Jahren in Hamm nicht gelang. Das Hinspiel endete mit einem in der Höhe unerwarteten 27:19-Erfolg der Wiesel.

Heimspiel gegen Emsdetten beginnt um 19 Uhr
Da das TSV Bayer Sportcenter weiterhin nicht genutzt werden kann, wird nach wie vor in der Berufsschulturnhalle am Bahnhof trainiert. Und wie schon zuletzt muss auch das Heimspiel am kommenden Samstag, 15. Mai, in der Ostermann Arena in Leverkusen durchgeführt werden. Die Begegnung mit dem TV Emsdetten beginnt dort bereits um 19 Uhr.


Unterkategorien


sponsor startseite selectsponsor startseite sparkassesponsor startseite buergelsponsor startseite cityringsponsor startseite egnsponsor startseite therapiezentrumsponsor startseite evdsponsor startseite Orthopaediesponsor startseite ineos