Der TSV Bayer Dormagen hat seine Ausgangsposition im Kampf um den Klassenerhalt durch den 36:29-(18:16)-Erfolg in Dessau deutlich verbessert. Da Großwallstadt nur einen Punkt holte, Hagen in Hamburg verlor und Dresden überraschend gegen Wilhelmshaven das Nachsehen hatte, besitzen die Rheinländer jetzt als Tabellenvierzehnter vier Punkte Vorsprung auf einen Abstiegsrang.
Nächster Gegner am kommenden Freitag, 24. Mai, um 19.30 Uhr im TSV Bayer Sportcenter ist die DJK Rimpar.
Weitere Informationen folgen.


Würden wir bereits das Jahr 2020 schreiben, dann hätte der TSV Bayer Dormagen den Klassenerhalt nach 34 Spielen geschafft. Denn in der 2. Handball-Bundesliga sind ja künftig nur noch 18 Mannschaften vertreten. Doch noch läuft die Spielzeit 2018/19 mit 20 Teams und fünf Absteigern. Mit zwei Punkten Vorsprung auf die mit Platz 16 beginnende Abstiegszone "haben wir noch alles in unserer Hand", sagt Trainer Dusko Bilanovic. Nach vier Niederlagen gibt es jetzt aber nur noch wenig Spielraum: Die Rückreise aus Dessau am Sonntagabend will der TSV mit zwei Punkten im Gepäck antreten. Die WM-Schiedsrichter Robert Schulze und Tobias Tönnies (Magdeburg) pfeifen die Partie des 35. Spieltages in der Anhalt-Arena Dessau-Roßlau um 17 Uhr an.

Dessau hat den eigenen Klassenerhalt zwar noch nicht abgeschrieben, sieht allerdings kaum Hoffnung: "Unter realistischer Betrachtung der aktuellen sportlichen Situation wird der Klassenerhalt ein äußerst schweres Unterfangen. Da müssten tatsächlich größere Wunder geschehen", ist die aktuelle Einschätzung der Verantwortlichen des Tabellenachtzehnten, der vier Punkte hinter dem TSV liegt. Die Bewertung hat etwas zu tun mit den Ergebnissen der letzten zehn Spiele, in denen Dessau keinen Sieg mehr verbuchen konnte und lediglich drei Mal Unentschieden in fremden Hallen spielte: in Ferndorf, Düsseldorf und Nettelstedt. Der letzte Erfolg am 3. März mit 32:28 gegen den HSV hamburg. Der Verein formuliert bereits das vermutliche Ziel für die nächste Meisterschaftsrunde: "Falls der Abstieg in die 3. Liga nicht zu verhindern ist, wurde von allen Beteiligten ein ganz klares Ziel ausgesprochen: sofortiger Wiederaufstieg in die 2. Handball- Bundesliga in der kommenden Saison."

Für Dusko Bilanovic ist denn auch klar: "Das Spiel gegen uns ist die letzte Chance für Dessau. Sie werden es uns natürlich nicht einfach machen." Die Konsequenz könne für seine Mannschaft nur heißen: "Wir müssen diszipliniert und konzentriert zur Sache gehen und endlich die Matchbälle wieder nutzen, nachdem wir zuletzt zwei, drei davon liegen gelassen haben." Nur bedingt trainieren konnten in dieser Woche die Angeschlagenen Joshua Reuland und Nuno Rebelo. Bilanovic: "Ich hoffe, sie sind am Sonntag fit." Mit nach Sachsen-Anhalt fahren Julian Köster und Nick Braun. Sie werden auch in den nächsten Spielen zum Kader gehören, nachdem die Saison für die A-Jugend beendet ist. Der Bus fährt nach dem Morgentraining am Samstag bis Magdeburg, wo das Dormagener Team übernachten wird.


Die TSV Bayer Dormagen Handball GmbH freut sich auf die Zusammenarbeit mit der Medikus-Praxis für Physiotherapie Dormagen. Ab der Saison 2019/20 wird das Unternehmen im TSV Bayer Sportcenter auf Werbemitteln vertreten sein. Das Praxisteam begrüßt die Patienten in der Lübecker Straße 1 in hochmodernen Behandlungsräumen. Die Leistungen reichen von Krankengymnastik über Fußreflexzonentherapie bis zur Lymphdrainage.

Markus Hufer, Geschäftsführer der Medikus-Praxis, liegt der Dormagener Handball am Herzen: „Ich habe früher selbst Handball gespielt und bin stolz darauf, dass in unserer Stadt solch ein toller Spitzensport betrieben wird. Diesen möchte ich gerne ab der kommenden Spielzeit unterstützen.“ Auch Handball-Geschäftsführer Björn Barthel blickt positiv auf die Kooperation:„Wir freuen uns auf die Zusammenarbeit und die Unterstützung durch ein weiteres regional ansässiges Unternehmen.“


24 Tore reichten dem TSV Bayer im November zum Erfolg in Dresden. Doch am Samstagabend im TSV Bayer Sportcenter erzielte der HC Elbflorenz beim Spieltag der pronova BKK zwei Tore mehr als im Hinspiel und feierte den 25:24 (11:11)-Auswärtssieg nach dem letzten Treffer von "Joker" Gabriel De Santis. Damit zogen die Sachsen in der 2. Handball-Bundesliga am TSV vorbei auf Tabellenplatz 14. Die Dormagener liegen nun zwei Punkte vor dem letzten Abstiegsplatz 16, den Eintracht Hagen einnimmt. Nächsten Sonntag, 19. Mai, spielt der TSV beim aktuellen Achtzehnten Dessau-Roßlauer HV. An der Ausgangsposition hat sich nach der 20. Saisonniederlage nichts geändert: "Wir haben weiterhin alles in unserer Hand", betont TSV-Trainer Dusko Bilanovic. Doch wurde wie schon vor einer Woche in Hamm die große Chance versäumt, sich weiter von der Abstiegszone abzusetzen. "Alle spielen für uns, nur wir nicht", ärgerte Bilanovic sich mit Blick auf die Ergebnisse der unmittelbaren Konkurrenz, die auch leer ausging.

Vor 1253 Zuschauern erzielten Sebastian Greß und Roman Becvar die ersten Tore für die Gäste. Tim Wieling von der Siebenmeterlinie und Patrick Hüter nach einem schönen Anspiel von Benni Richter sorgten für den ersten Ausgleich, dem im Verlauf der Begegnung etliche Gleichstände folgen sollten. Für die erste TSV-Führung war Wieling in der 10. Minute (4:3) verantwortlich. Die nächsten beiden Dormagener Treffer gingen auf das Konto von Lukas Stutzke, der ansonsten von Dresdens Arseniy Buschmann gut bewacht wurde. Die folgende Doppelbestrafung gegen Stutzke plus Siebenmeter war übertrieben, hatte aber keine Folgen, da Sven Bartmann den Strafwurf von Julius Dierberg abwehrte. Drei Tage vor seinem 32. Geburtstag wartete "Barti" wie auch sein Gegenüber Mario Huhnstock in der Folgezeit mit teilweise spektakulären Paraden auf. In der Schlussphase konnten nur noch Carl Löfström und Eloy Morante Maldonado mit jeweils zwei Toren Huhnstock überwinden. Die trugen zum 11:11 zur Pause bei.

Voll motiviert kam der TSV aus der Kabine und schaffte innerhalb von drei Minuten die einzige Drei-Tore-Führung während der 60 Minuten durch Morante mit einem weiteren Doppelschlag und Wieling. Bartmann wollte anschließend auf 15:11 erhöhen. Doch mit einem Sprung durchkreuzte Buschmann den Plan, ins leere Gästetor zu werfen und fing den Ball ab. Plötzlich waren die Gäste wieder im Spiel, ließen in sieben Minuten nur einen Treffer zu und führten in der 40. Minute mit 17:15. Doch aufgrund der übertriebenen Härte machte Elbflorenz sich das Leben selber schwer: Nach den Zeitstrafen gegen Norman Flödl und Nils Gugisch sah Roman Becvar Rot wegen eines bösen Fouls gegen Joshua Reuland. Aus der dreifachen Überzahl machte der TSV allerdings zu wenig, was HC-Coach Rico Göde später ebenso sah: "Wir kamen gut raus aus dieser Situation. Das Momentum war heute auf unserer Seite."

Bis zum Schlusspfiff legten immer die Gäste vor. Als Letzter traf Gabriel De Santis, den Göde als Joker aufs Feld geschickt hatte. Eine Minute hatte der TSV nach dem 24:25 noch Zeit, um zumindest einen Punkt zu behalten. Doch Daniel Eggerts Pass erreichte Lukas Stutzke nicht und beendete alle Dormagener Hoffnungen. "Wir sind selber schuld, dass wir hier mit leeren Händen stehen", stellte Dusko Bilanovic fest. "Aber schimpfen bringt nichts, wir müssen positiv denken und uns jetzt voll auf unser Spiel in Dessau konzentrieren." Dann soll auch Nuno Rebelo wieder dabei sein, der sich in Hamm eine Fußverletzung zugezogen hatte, die einen Einsatz gegen Dresden nicht zuließ.    

Statistik

TSV Bayer Dormagen - HC Elbflorenz Dresden 24:25 (11:11)
Dormagen: Bartmann (13 Paraden), Broy (37.-40.); Reuland, Pyszora (n.e.), Eggert (2), Löfström (4), I. Hüter (1), Köster (1), Rebelo (n.e.), Richter, P. Hüter (1), Braun (n.e.), Morante Maldonado (5), Stutzke (2), Wieling (8/2).
Dresden: Huhnstock (12 Paraden), Halfmann (32.-34.); Pulay (n.e.), Jurgeleit (2/2), Dierberg (4/1), Gugisch (2), Buschmann (1), De Santis (1), Flödl, Kretschmer (1), Greß (5), Kammlodt (4), Becvar (4), Quade (1), Pechstein.
Schiedsrichter: Heine / Standke.
Zuschauer: 1253.
Zeitstrafen: 6:16 Minuten.
Siebenmeter: 2/2:3/5 (Bartmann hält gegen Dierberg und Jurgeleit).
Spielfilm: 0:2, 4:3 (10.), 7:8 (21.), 9:8, 11:10, 11:11 - 14:11 (33.), 14:15 (39.), 15:17 (40.), 17:17, 19:21 (50.), 21:21, 22:24 (55.), 24:24, 24:25 (59.).


Das drittletzte Heimspiel der Handball-Saison 2018/19 findet an diesem Samstag, 11. Mai, ab 19.30 Uhr statt. Im TSV Bayer Sportcenter stehen sich die 14. und 15. der Tabelle der 2. Handball-Bundesliga gegenüber - der TSV Bayer Dormagen trifft auf den HC Elbflorenz Dresden. Spieltagssponsor pronova BKK sorgt am Abend für ein interessantes Angebot und eine Aktion von besonderer Bedeutung: Am Stand der pronova BKK können sich zwischen 18.30 und 21 Uhr Besucherinnen und Besucher über die Stammzellenspende informieren und sich mittels Wangenabstrich direkt in die Spenderdatei aufnehmen lassen.

Als Gesundheitspartner der Dormagener Wiesel unterstützt die pronova BKK das Handballteam jede Saison auch bei Heimspielen vor Ort. Sollte es am Samstag regenfrei bleiben, gibt es gleich zwei Aktionsstände: vor der Halle und im sogenannten Umlauf. An beiden Stationen ist es spielend einfach, etwas Gutes zu tun. Wer möchte, kann sich bei der Krankenkasse direkt vor Ort als Stammzellenspender registrieren lassen. Dafür muss lediglich ein kurzes Formular ausgefüllt werden, dann kann mithilfe eines speziellen Wattestäbchens ein Abstrich gemacht werden. Nach der Registrierung in der deutschlandweiten Datei wird dann abgeglichen, ob irgendwo ein „genetischer Zwilling“ genau auf diesen Lebensretter wartet. Die Kosten für die Typisierung übernimmt die pronova BKK.

Die Stammzellenspende: Warum ist sie so wichtig?
Jedes Jahr erkranken in Deutschland 12.000 Menschen an Leukämie oder anderen bösartigen Blutkrankheiten, darunter 600 Kinder. Das bedeutet: Alle 45 Minuten wird irgendwo in Deutschland eine Leukämieerkrankung diagnostiziert. Oft kann das Leben des Erkrankten nur noch durch eine Übertragung passender Blutstammzellen gerettet werden. Mehr Informationen und eine umfassende Aufklärungsbroschüre sind zudem auf der Homepage der pronova BKK kostenlos erhältlich.

Die innere Mitte finden
Neben dieser Aktion bietet die pronova BKK am Samstag auch die Möglichkeit an, mit einem Balance-Board spielerisch die eigene innere Mitte zu finden und zu halten. Alle Handball-Fans haben zudem die Möglichkeit, bei einem Schätzspiel vor Ort attraktive Preise zu gewinnen. Kundinnen und Kunden können ihr Bonusheft mitbringen und abstempeln lassen.

Vorverkauf für Jubiläumsspiel gegen Kiel startet am Samstag
Die Handballabteilung des TSV Bayer Dormagen wird in diesem Jahr 70 Jahre alt und feiert den Geburtstag am Samstag, 10. August, ab 16.30 Uhr mit dem Jubiläumsspiel gegen den frisch gebackenen deutschen Pokalsieger und Rekordmeister THW Kiel. Das Motto des Treffs der Wiesel und Zebras im TSV Bayer Sportcenter lautet: 3000 für 70 Jahre! Als der TSV ehemals in der Dreifachhalle an der Konrad-Adenauer-Straße zu Bundesligaspielen einlud, platzte die Halle mit 1500 Zuschauern aus allen Nähten. Nach dem Wiederaufstieg vor elf Jahren wurde die Zahl verdoppelt. Viele erinnern sich an das mit 3000 Fans ausverkaufte Sportcenter beim Spiel gegen den THW Kiel. Diese Stimmung und Begeisterung wollen wir alle noch einmal gemeinsam erleben.

Mit der Partie gegen ein solches Top-Team besteht auch die ideale Gelegenheit, der Mannschaft des TSV Bayer Dormagen die nötige Rückendeckung für die Meisterschaftssaison 2019/20 zu geben. Damit es dann auch in der 2. Handball-Bundesliga weitergeht, benötigt der TSV aktuell natürlich weitere Punkte. "Wir setzen auf unsere Fans und auf die Unterstützung in den anstehenden Spielen", sagt Handball-Geschäftsführer Björn Barthel. "Mit einem speziellen Angebot wollen wir unseren Anhängern etwas zurückgeben." So können Tickets für das Spiel gegen Kiel bei den Heimspielen am 11. Mai gegen HC Elbflorenz und am 24. Mai gegen Rimpar zum Vorzugspreis von 8 Euro (freie Platzwahl) erworben werden. Für Kinder unter 7 Jahren sind kostenlose "Schoßkarten" ohne Sitzplatzanspruch erhältlich. Ab dem 27. Mai gibt es Eintrittskarten für das Jubiläumsspiel an den bekannten Vorverkaufsstellen zum Preis von 10 Euro.


Es ist ein klassisches "Vier-Punkte-Spiel", auch wenn natürlich nur zwei Zähler verteilt werden. "Die Rechnerei bringt uns aber eben so wenig weiter wie die Vergangenheit", sagt TSV-Trainer Dusko Bilanovic vor dem Spieltag der pronova BKK. "Wir fokussieren uns voll auf die nächste Aufgabe und wollen die beiden Punkte gegen den HC Elbflorenz Dresden holen." Die beiden Mannschaften treffen am Samstag, 11. Mai, im TSV Bayer Sportcenter aufeinander. Die Schiedsrichter Steven Heine und Sascha Standke (Wendeburg / Göttingen) pfeifen die Partie des 34. Spieltags der 2. Handball-Bundesliga um 19.30 Uhr an. Tickets gibt es im Tabakshop an der Kölner Straße 64 und online.

 

Während Dresden aus den letzten drei Spielen 5:1-Punkte verbuchte, kassierte der TSV drei Niederlagen - in Hamm vor einer Woche auf tragische Weise. "So ist das im Handball. Da werden halt nicht immer die richtigen Entscheidungen getroffen. Ich kenne keinen Weltklassespieler, der keine Fehler macht", erinnert sich Bilanovic auch an seine aktive Zeit als Handballer. "Wichtig ist eben, dass man aus Fehlern lernt." Der Coach nimmt aus den Trainingseinheiten dieser Woche einen positiven Eindruck mit: "Allen ist die Bedeutung der Partie klar. Und jeder weiß, dass die Mannschaft das Potenzial hat, beide Punkte gegen Dresden zu holen." Mit Blick auf manch ungewöhnliche Ergebnisse der letzten Wochen sagt der 47-Jährige: "Auch wenn die Liga verrückt spielt, dürfen wir uns nicht verrückt machen lassen."

Im April trennte Elbflorenz sich von Trainer Christian Pöhler, Nachfolger wurde der bisherige Co-Trainer Rico Göde. Mit der Entscheidung reagierten die Verantwortlichen auf die angespannte Situation. "Die sportliche Entwicklung der Mannschaft entspricht nicht unseren Erwartungen. Die Sorge, das gemeinsam formulierte Ziel Klassenerhalt nicht zu erreichen, veranlasste uns zu handeln", sagte Präsident Uwe Saegeling. Der ehemalige Bundesligaspieler Göde startete mit einer knappen Niederlage in Rimpar sowie den Siegen gegen Aue und bei den Rhein Vikings. Zuletzt gab es das 18:18 gegen den TV Hüttenberg. Verzichten müssen die Gäste in den verbleibenden Spielen auf Winterneuzugang Michal Kasal. Der 2,09 m große Rückraumspieler erlitt einen Unfall, bei dem er sich schwer am linken Ellenbogen verletzte und für die nächsten Wochen eine Orthese tragen muss. HC-Kreisläufer Henning Quade sagt vor dem Spiel am Rhein: "Dormagen ist eine junge hungrige Truppe mit einem erfahrenen Bartmann im Tor."

Nach dem krankheitsbedingten Ausfall von Tim Wieling in Hamm meldete der Rechtsaußen sich wieder zurück. Der erkrankte Daniel Eggert musste hingegen eine Pause einlegen. Und Nuno Rebelo, der in Hamm einen starken Eindruck hinterließ, klagte über Fußbeschwerden. "Ich gehe davon aus, dass auch die Beiden am Samstag dabei sind. Wir brauchen sie - ebenso wie die Zuschauer", richtet Bilanovic einen Appell an die Fans: "Wir haben noch drei Heimspiele und können aus eigener Kraft den Klassenerhalt schaffen. Bitte helft uns dabei." Mit einem viel beachteten Aufruf haben auch die Vorsitzenden der drei Dormagener Werbegemeinschaften Norbert Heinen (Top West), Stefan Maxeiner (Nieve-Ring) und Guido Schenk (City-Offensive) für den Besuch des Spiels am Samstag geworben.

Kostenlose Typisierungsaktion
Am Aktionsstand der pronova BKK können sich am Samstag zwischen 18.30 und 21 Uhr Besucherinnen und Besucher über die Stammzellspende informieren und sich mittels Wangenabstrich direkt in die Spenderdatei aufnehmen lassen. Hierzu folgen weitere Informationen.


In dieser Partie war alles drin: Carl Löfström bringt den TSV 66 Sekunden vor dem Ende mit 28:27 in Führung. Doch erst gleicht Oliver Milde aus, dann trifft Stefan Lex in der letzten Sekunde zum 29:28. "Ein glücklicher Sieg", gab Hamms Trainer Kay Rothenpieler später zu. "Das Unentschieden wäre gerecht gewesen." Sein Dormagener Kollege Dusko Bilanovic war natürlich enttäuscht: "Das ist bitter. Ich hoffe, uns fehlt der eine Punkt in der Endabrechnung nicht." Woran es nichts zu deuteln gibt: Gegen den Tabellennachbarn Elbflorenz Dresden am kommenden Samstag, 11. Mai, um 19.30 Uhr um TSV Bayer Sportcenter kann der TSV sich keine Niederlage erlauben.

Mit einem schmalen Aufgebot war der TSV zum Tabellenvierten nach Hamm gereist: Neben Heider Thomas fehlte auch Rechtsaußen Tim Wieling, der schon im Training über Magen-Darm-Probleme klagte. Doch unter dem Motto "Wir haben nach der Pleite gegen Ferndorf etwas gutzumachen" zeigten die Gäste eine couragierte Leistung gegen den Favoriten, bei dem sich Kreisläufer Jan Brosch wegen Schulterproblemen abgemeldet hatte. Auch von der nach 18 Minuten auf 9:5 angewachsenen Hammer Führung ließ der TSV sich nicht beeindrucken und kam wieder auf - auch weil der auf Rechtsaußen gerückte Nuno Rebelo nicht zu stoppen war und seine selbst eroberten Bälle im gegnerischen Kasten versenkte. Lukas Stutzke glich mit seinem Wurf ins leere Tor zum 11:11 aus und kurz drauf in der 28. Minute sorgte Eloy Morante Maldonado für die Dormagener 12:11-Führung, die anschließend Joshua Reuland mit dem 13:12 bestätigte. Der TSV hätte zumindest mit einem Remis in die Kabine gehen können. Das verhinderten aber der zuvor mehrfach am überragenden Sven Bartmann gescheiterte ASV-Kapitän Jakob Schwabe mit dem Ausgleich und Fabian Huesmann per Siebenmeter, als schon die Pausensirene ertönt war.

Am Spielverlauf änderte sich auch nach dem Seitenwechsel nicht viel. Der TSV ließ den Rückstand nicht zu groß werden und war beim 19:18 von Morante wieder dran. Nach der anschließenden Balleroberung lag der Ausgleich in der Luft, doch der beim Gegner landende unglückliche Rückpass von Carl Löfström bescherte Hamm zunächst das 20:18. Es folgte durch den Treffer von Torwart Oliver Krechel ins leere TSV-Tor auch der neuerliche Drei-Tore-Vorsprung. Innerhalb von drei Minuten war es dann Nuno Rebelo, der mit einem astreinen Hattrick das 22:22 herstellte. Tor Nummer 22 war der schönste Treffer der Partie nach einem exzellenten Zuspiel von Sven Bartmann.

Weil Lars Gudat erst das 24:22 erzielte und direkt danach den Ball dem TSV abnehmen konnte, war plötzlich die mit 1890 Zuschauern gefüllte Halle wieder zu hören. Doch auch die lautstarke Stimmung brachte Dormagen nicht aus der Bahn. Benni Richter behielt von der Siebenmeterlinie aus die Nerven und verwandelte gegen beide ASV-Schlussmänner eiskalt. In der 56. Minute besorgte er das 26:26, Ian Hüter brachte den TSV zur Begeisterung der engagierten Dormagener Fans sogar mit 27:26 in Führung und leitete die an Dramatik kaum zu überbietende finale Phase ein. Das 27:27 durch Sören Südmeier hatte nur kurzen Bestand, weil der am Kreis wartende Carl Löfström den letzten Dormagener Treffer erzielte. Der reichte allerdings nicht zum Punkterfolg aus, weil die Rheinländer nach Hamms Ausgleich den letzten Angriff aus der Hand gaben. Der mögliche Freiwurf nach einer Aktion gegen Stutzke hätte dem ASV nicht mehr die Gelegenheit zum Konter gegeben. Doch die Schiedsrichter ließen das Spiel laufen.

Dusko Bilanovic wollte in seiner Analyse nicht nur auf die Schlussphase eingehen: "12 technische Fehler in 60 Minuten sind einfach zu viel. Lange Zeit ist unser Matchplan aufgegangen, wir konnten Hamm unter Druck setzen. Und die Spieler haben sehr gut gekämpft." Der Dank des Trainers galt den mitgereisten Fans und er hofft, dass gerade auch nach der gezeigten Leistung der Mannschaft die Unterstützung gegen Dresden am kommenden Samstag da ist, "schließlich haben wir ja gerade in der heimischen Halle etwas gutzumachen."

ASV Hamm-Westfalen - TSV Bayer Dormagen 29:28 (14:13)
Hamm: Krechel (1 Tor, 8 Paraden), Storbeck (bei zwei 7m); Blohme, Huesmann (5/3), Milde (4), Fuchs (1), Sohmann (1), Schwabe (2), Lex (3), Südmeier (5), Gudat (3), Pretzewofsky (n.e.), Papadopoulos (3), von Boenigk (1).
Dormagen: Bartmann (13 Paraden), Broy (n.e.); Reuland (3), Pyszora, Eggert, Löfström (3), I. Hüter (3), Rebelo (5), Richter (6/5), P. Hüter (1), Morante Maldonado (3), Stutzke (4).
Schiedsrichter: Hörath / Hofmann.
Zuschauer 1890.
Zeitstrafen: 6:6 Minuten.
Siebenmeter: 3/3:5/5.
Spielfilm: 1:2, 5:2, 6:5, 9:5 (18.), 11:8 (24.), 11:12 (28.), 12:13, 14:13 - 19:16 (36.), 19:18, 22:19 (43.), 22:22 (46.), 25:23, 25:25 (54.), 26:27 (58.), 27:28, 29:28.


Die Handball-Saison 2018/19 geht in die Schlussphase. Auf den TSV Bayer Dormagen warten noch jeweils drei Auswärts- und Heimspiele. "Wir haben alles in der Hand und können aus eigener Kraft den Klassenerhalt schaffen", sagt Dusko Bilanovic. Da würden zwei Punkte in Hamm natürlich gut tun, um sich weiter von der Abstiegszone zu lösen. Doch dem TSV-Trainer ist die Stärke des Gegners nicht erst aus dem aktuellen Videostudium bekannt: "Hamm steht nicht umsonst auf dem vierten Tabellenplatz der 2. Handball-Bundesliga." Der Anpfiff der Schiedsrichter Thomas Hörath und Timo Hofmann (Nürnberg) erfolgt an diesem Samstag, 4. Mai, um 19.15 Uhr in der Westpress arena, Ostwennemarstraße 100 in Hamm.

"Platz 5 oder besser" war das erklärte Saisonziel des ASV Hamm-Westfalen. Damit schloss Coach Kay Rothenpieler den Aufstieg in die 1. Liga nicht aus. Der ist theoretisch immer noch möglich. Aber auch wenn die beiden führenden Vereine Balingen und Coburg zuletzt schwächelten, so sind sechs Punkte bis zum zweiten Aufstiegsplatz nur schwer aufzuholen - zumal sich auch der Tabellendritte Nordhorn mit lediglich einem Zähler hinter Coburg noch Hoffnungen macht. "Ohne mehrere Ausrutscher der Konkurrenz werden wir nicht mehr in den Aufstiegskampf eingreifen können", heißt es beim ASV.

Die letzten fünf Spiele der Westfalen verliefen allesamt knapp - gerade auch in der heimischen Halle, in der Hamm Unentschieden-Spitzenreiter der Liga mit bereits vier Remis ist. Der letzte Heimsieg resultiert aus dem März (35:22 gegen die Rhein Vikings). Es folgten Punkteteilungen mit N-Lübbecke (24:24) und Aue (25:25). In Wilhelmshaven feierte der ASV am letzten Wochenende den 34:32-Sieg, nach dem der Rückraumrechte Jan von Boenigk ein Sonderlob für seine elf Treffer von Kay Rothenpieler erhielt. Mit sieben Toren machte Kreisläufer Jakob Schwabe auf sich aufmerksam.

Das Hinspiel gewann der TSV nach einer dramatischen Schlussphase mit 24:23. "Wir wollen die erste Halbzeit gegen Ferndorf vergessen lassen und mit der Leistung der zweiten Hälfte ins Spiel gehen", hofft Dusko Bilanovic auf einen starken Auftritt seiner Auswahl von Beginn an. "Für uns war das gegen Ferndorf ein typisches Sonntagsspiel, da fehlte mir das Feuer beim gesamten Team schon beim Warmmachen." In Hamm soll es am Samstagabend wieder besser laufen: "Jedes Spiel ist für uns ein Endspiel. Und wir haben nach der Heimniederlage sicher etwas gutzumachen."



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