Noch drei Heimspiele gegen Rostock, Aue und Ferndorf, außerdem zwei Auswärtspartien in Essen und Nordhorn. Wieviel Punkte tatsächlich notwendig sind, um auch in der Saison 2022/23 in der 2. Handball-Bundesliga antreten zu können, wird sich wohl erst am 11. Juni, dem letzten Spieltag, zeigen. Auf jeden Fall ist klar: Einen Ausrutscher kann sich der TSV Bayer Dormagen nicht mehr erlauben. Das ist aber weniger Druck als Herausforderung: Dieses Team kämpft verbissen, will in der Liga bleiben und hofft auf die Unterstützung der Fans. An diesem Samstag, 14. Mai, geht es im TSV Bayer Sportcenter ab 19.30 Uhr gegen den HC Empor Rostock. Die Schiedsrichter Marvin Cesnik und Jonas Konrad (Gummersbach) leiten die Begegnung des 34. Spieltags, die ursprünglich am 13. Mai stattfinden sollte. Weil aber das Spiel gegen Hagen auf letzten Mittwoch verlegt wurde, musste das folgende Spiel um einen Tag verschoben werden. Eintrittskarten gibt es im Online-Shop und am Samstag ab 18.30 Uhr an der Abendkasse.

Aufsteiger Rostock hatte einen hervorragenden Start mit Auftaktsiegen gegen Nordhorn, Coburg und in Rimpar. Zwar gab es dann auch die ein oder andere Niederlage, der Handball-Traditionsklub hielt sich aber lange im vorderen Bereich der Tabelle auf. Ende Februar begann indes eine Misserfolgsserie, die dem Verein erhebliche Sorgen bereitete: Nach neun Niederlagen in Folge ging es rapide abwärts – bis zu einem als „Befreiungsschlag“ gefeierten 38:36-Erfolg über den TV Großwallstadt Ende April. Es folgte letzte Woche das 33:33 gegen den TV Emsdetten, womit Rostock als Tabellendreizehnter den 30. Pluspunkt verbuchte und das Saisonziel Klassenerhalt so gut wie erreicht hat.

Zur Taktik von Trainer Till Wiechers (38) gehört der Einsatz des siebten Feldspieler, den Rostock wohl so häufig bringt wie sonst kein Klub. Das Risiko drückt sich nicht zuletzt in der Zahl der Gegentore aus: Auch unter der Berücksichtigung, dass noch nicht alle Teams 33 Spiele ausgetragen haben, weist Rostock 962 und damit die meisten kassierten Treffern auf. Das sind 81 mehr als die TSV-Schlussmänner aus dem Netz holen mussten - allerdings hat Empor auch 914 Bälle im gegnerischen Kasten versenkt, der TSV nur 820. Mit Christian Wilhelm kommt ein alter Bekannter zurück ins TSV Bayer Sportcenter: Kreisläufer Christian Wilhelm spielte zwei Jahre in der Dormagener A-Jugend und machte auch einige Spiele im Trikot der 1. Mannschaft. Er wechselte im letzten Jahr nach Rostock und erzielte bislang 54 Tore, sieben davon gegen den TSV im Hinspiel, das die Norddeutschen mit 32:27 gewannen.

Eine ganz besondere Beziehung zum HCE hat Andre Meuser, der in der Hansestadt geboren wurde und lange Zeit das Rostocker Trikot trug. Dormagens Linkshänder hat auch eine Gemeinsamkeit mit Rostocks Robin Breitenfeldt, die vermutlich nach dem Spiel endet: Beide haben in dieser Saison exakt 130 Tore erzielt und sind damit die erfolgreichsten Werfer ihrer Teams. Breitenfeldt kann sein Ergebnis allerdings nicht mehr verbessern: Der Rückraumspieler zog sich im Februar einen Außenmeniskus- und Kreuzbandriss im rechten Knie zu und fällt noch länger aus.

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Wie schon in Hüttenberg am Samstag erzielte der TSV Bayer Dormagen auch in Hagen 29 Tore. Doch am Mittwochabend sollte es nicht zum Punkt reichen, denn die Eintracht traf wie schon im Hinspiel 30 Mal. Das tut natürlich weh, die Enttäuschung war dem gesamten TSV-Team anzumerken. Schließlich war in beiden Auswärtsspielen mehr drin gewesen. Der erneute Absprung vom Abstiegsplatz gelang somit nicht. Die Wiesel bleiben in der 2. Handball-Bundesliga auf Tabellenrang 18, haben aber in den ausstehenden fünf Spielen weiterhin Chancen, die für den Klassenerhalt ausreichenden Punkte zu holen. Weiter geht es bereits an diesem Samstag, 14. Mai, ab 19.30 Uhr im TSV Bayer Sportcenter gegen den HC Empor Rostock. Tickets gibt es im Online-Shop.

Es ging nicht gut los für die Gäste im Nachholspiel des 26. Spieltages: Hagen führte in der 6. Minute mit 5:2, konnte dann aber den Vorsprung nicht ausbauen. Im Gegenteil: Der TSV kam vorne immer besser ins Spiel und erzielte bis zur Pause 17 Treffer - so viele wie noch nie zuvor in der laufenden Saison. „Mit dem Angriff war ich deshalb auch in der ersten Hälfte zufrieden“, lobte TSV-Trainer Peer Pütz die Leistung der Offensive. Die Note für die Abwehr fiel aber deutlich negativer aus: „Das war nicht gut genug gegen einen allerdings auch starken Hagener Angriff.“

Dass die Gastgeber vor 562 Zuschauern nach dem Seitenwechsel sogar mit bis zu vier Toren in Führung gehen konnten, lag auch an Schlussmann Tobias Mahncke. Der 37-jährige Routinier erhielt für einige herausragenden Paraden Szenenapplaus. Weil sich aber auch die TSV-Defensive besser in Szene setzen konnte und die Abstimmung mit Martin Juzbasic ordentlicher funktionierte, kam der TSV wieder näher und glich in der 53. Minute nach drei Toren in Folge zum 27:27 aus: Erst traf Aron Seesing - der bei der gleichzeitig in Dormagen laufenden Sportlerehrung zum Sportler des Jahres 2021 gekürt wurde - dann legten Jan Reimer und Andre Meuser nach.

Kurz drauf Licht und Schatten bei Juzbasic: Erst zeigte der 34-Jährige eine Top-Parade gegen die nun mit dem siebten Feldspieler agierenden Gastgeber, dann wollte er sich in die Torschützenliste eintragen: Der Ball verfehlte aber das leere Eintracht-Tor haarscharf. Statt 27:28 hieß es in der nächsten Minute 28:27 nach dem Treffer von Linksaußen Theo Bürgin. Die Regie des Krimis verlangte eine weitere Steigerung der Spannung: Sören Steinhaus und Andre Meuser glichen zweimal zum 28:28 und 29:29 aus. Als Rechtsaußen Julian Athanassoglou zum 30:29 traf, blieben dem TSV noch rund 50 Sekunden zur möglichen Punkteteilung. Sören Steinhaus nahm schließlich kurz vor Schluss Maß - und fand seinen Meister in Tobias Mahncke. So konnte sich nur eine Mannschaft freuen. „Leider hatten wir zu viele Fehler im Tempospiel“, stellte Peer Pütz enttäuscht fest.

VfL Eintracht Hagen - TSV Bayer Dormagen 30:29 (19:17)
Hagen:
Mahncke (11 Paraden), Grzesinski (1 P.); Bürgin (2), Bednar, Norouzi (2), Queckenstedt, Pröhl (3), Bratzke (2), Schmidt (5/3), Vorlicek (2), Athanassoglou (2), Kister, Mestrum (5), Stefan (3), Toromanovic (1), Andrejew (3).
Dormagen: Juzbasic (9 P.), Simonsen (3 P.); Meuser (5), Leitz, Senden (4), I. Hüter (6), Reimer (5), Grgic (2), Zurga, P. Hüter (2), Johannmeyer, Grbavac, Seesing (1), Steinhaus (1), Mast (3).
Schiedsrichter: Dinges/Schmack.
Zuschauer: 562.
Zeitstrafen: 10:4 Minuten.
Siebenmeter: 3/3:0:1 (Reimer verfehlt das Tor).
Spielfilm: 0:1, 3:1, 5:2 (6.), 7:6 (11.), 11:9 (17.), 11:12 (19.), 16:16, 19:16, 19:17 - 24:20 (37.), 26:22 (45.), 26:24, 27:27 (53.), 29:28 (56.), 29:29 (59.), 30:29.


Die dritte englische Woche in Folge ist gleichzeitig die letzte in dieser Saison für den TSV Bayer Dormagen. Nach dem 29:29 in Hüttenberg am Samstag will das Team von Peer Pütz in Hagen und anschließend gegen Rostock nachlegen und damit Revanche nehmen für die Hinspielniederlagen. Die Partie gegen Eintracht Hagen vom 26. Spieltag sollte ursprünglich vor zwei Monaten ausgetragen werden, musste aber wegen Corona verlegt werden. An diesem Mittwoch, 11. Mai, ab 19.30 Uhr steigt das Spiel in der Krollmann-Arena unter der Leitung der Schiedsrichter Philipp Dinges und Tobias Schmack (Stutensee / Stuttgart). Das Rückspiel gegen HC Empor Rostock beginnt am kommenden Samstag, 14. Mai, ebenfalls um 19.30 Uhr im TSV Bayer Sportcenter. Tickets für das drittletzte Heimspiel in dieser Spielzeit gibt es im Online-Shop.

Mit den Ergebnissen der Dienstagspiele können die Wiesel sich nur bedingt anfreunden: Großwallstadt holte in der letzten Sekunde per Siebenmeter das 27:27 gegen den ASV Hamm-Westfalen und schob sich aufgrund des besseren Torverhältnisses am TuS Ferndorf vorbei auf Rang 16. Dessau verlor 22:23 beim Top-Team der Rückrunde Eisenach - das nach der Heimniederlage gegen Dormagen nun fünfmal hintereinander gewonnen hat - und bleibt bei 27 Pluspunkten stehen. Allerdings hat das Team aus der Bauhausstadt erst 31 Spiele ausgetragen. Interessant ist die Rolle des TV Hüttenberg: Die Hessen spielen nach dem Remis gegen den TSV nun an diesem Mittwoch in Ferndorf und am Samstag in Großwallstadt.

Unabhängig von den Spielen der Konkurrenz konzentriert der TSV sich auf sein Restprogramm und versucht in jedem Spiel an die Grenzen zu gehen. Das ist sicher auch beim Tabellenneunten Hagen notwendig, um im sechsten Anlauf in der 2. Handball-Bundesliga erstmals beide Punkte holen zu können. Zweimal hat es immerhin zum Remis gereicht. Neben Jakub Sterba muss der TSV auch auf Linksaußen Joshua Reuland verzichten, der sich erneut einen Muskelfaserriss zuzog.

Hagens Coach Stefan Neff hält einiges vom TSV: „Viel Tempo, viel Dynamik und viel Qualität auf den Positionen“, sagt er vor dem Spiel der NRW-Teams. Personell wird seine Auswahl ähnlich wie zuletzt antreten: Das langzeitverletzte Trio Alexander Becker, Julian Renninger und Luca Klein fehlt weiterhin. Der Einsatz für den ehemaligen Dormagener Damian Toromanovic käme wohl noch zu früh. Und wohl erst kurz vor Spielbeginn wird feststehen, ob die Oberschenkelprobleme den Einsatz von Jan-Lars Gaubatz zulassen. Hagen gewann in Dormagen 30:25 und weist insgesamt eine deutlich bessere Auswärts- als Heimbilanz auf.


Klar, über beide Punkte hätten sich die Wiesel mehr gefreut. Aber der TSV Bayer Dormagen kann auch mit dem 29:29 gegen den Tabellenfünften der 2. Handball-Bundesliga zufrieden sein. Denn wie fast immer bei einem Remis waren in der dramatischen Schlussminute alle möglichen Spielausgänge drin. Das Fazit von TSV-Coach Peer Pütz: „Wir haben mit einer guten Leistung bei einer sehr guten Mannschaft einen Punkt geholt. Unter dem Strich ist das Unentschieden beim TV Hüttenberg ein Erfolg, auch wenn nach dem Spielverlauf zwei Punkte möglich gewesen wären.“ In der Tabelle bleibt der TSV auf Rang 18 und steht vor dem nächsten Auswärtsspiel: Gastgeber am kommenden Mittwoch, 11. Mai, ab 19.30 Uhr ist der VfL Eintracht Hagen, der eine deutlich bessere Auswärts- als Heimbilanz aufweist. Das Spiel in Hagen ist für den TSV das letzte Nachholspiel. Am Samstag, 14. Mai, folgt der zweite Saisonvergleich mit dem HC Empor Rostock. Tickets für das drittletzte Heimspiel der Spielzeit 2021/22, das um 19.30 Uhr im TSV Bayer Sportcenter angepfiffen wird, gibt es im Online-Shop.

Im Sportzentrum Hüttenberg war der TSV am Samstagabend von Beginn an hellwach und führte nach acht Minuten mit 4:2. Zwar drehten die Mittelhessen mit einem 4:0-Lauf die Partie und verschafften sich in der 21. Minute einen Drei-Tore-Vorsprung (11:8) - vor allem dank des platziert werfenden, elfmaligen Torschützen Ian Weber. Die Dormagener ließen sich aber nicht abschütteln, kamen wieder heran und glichen zum 12:12 und 15:15 aus. Ryuga Fujita erzielte den letzten Treffer der ersten Hälfte zum 16:15. Denn anschließend wehrte Hüttenbergs starker Schlussmann Dominik Plaue den verdeckten Wurf von Alexander Senden ab - und Gegenüber Christian Simonsen entschärfte in der letzten Sekunde clever den Konter von TVH-Linksaußen Philipp Schwarz.

Mit drei Treffern von Hendrik Schreiber wuchs die Hoffnung der Gastgeber, den ersten Heimsieg gegen den TSV seit 2006 feiern zu können. Drei Minuten später sah es aber schon wieder völlig anders aus nach vier Dormagener Toren in Folge. Der TSV hatte das Spiel gedreht, musste noch zweimal ausgleichen - um dann immer wieder vorzulegen. Auch Simonsen beteiligte sich mit einem Wurf ins leere Tor gegen die häufig mit dem siebten Feldspieler agierenden Hüttenberger. Die letzten drei Treffer gingen auf das Konto von Mislav Grgic, der sein Team erst mit 27:24 und schließlich mit 29:27 in Führung brachte.

Dass die Wiesel den Vorsprung nicht über die Zeit brachten, hatte verschiedene Gründe. Einer war die offensivere Deckung der Hüttenberger, Hendrik Schreiber kümmerte sich nun gezielt um Ian Hüter. „Das hat uns etwas aus dem Konzept gebracht“, sagte Peer Pütz, der zudem zwei unglückliche Entscheidungen der Schiedsrichter in dieser Phase notierte. Niklas Theiss stellte schließlich mit zwei Treffern den Endstand in der 59. Minute her. Der letzte TSV-Angriff wurde wegen einer vermeintlichen Beinberühung des Balles abgepfiffen. Und dann musste der eingewechselte Martin Juzbasic noch einmal sein Können zeigen, um den finalen Wurf von Linkshänder Theiss zu parieren.

TV Hüttenberg - TSV Bayer Dormagen 29:29 (16:15)
Hüttenberg:
Plaue (14 Paraden), Böhne (1 P.); Schwarz (1), Kneer (1), Kirschner (1), Theiss (4), Fujita (1), Weber (11/1), Rompf (1), Zörb (1), Mappes (1), Ribeiro, Hahn, Klein, Jockel, Schreiber (7).
Dormagen: Juzbasic (5 P.), Simonsen (1 Tor, 4 P.); Meuser (5), Leitz, Senden (2), Biernacki, I. Hüter (3), Reimer (7/4), Grgic (6), Zurga, P. Hüter (1), Johannmeyer, Grbavac, Seesing (3), Steinhaus, Mast (1).
Schiedsrichter: Biehler / Dietz.
Zuschauer: 750.
Zeitstrafen: 10:12 Minuten.
Siebenmeter: 1/2:4/6 (Simonsen hält gegen Weber - Reimer scheitert an Plaue und Böhne).
Spielfilm: 2:4 (8.), 6:4 (12.), 9:8, 11:8, 12:12 (26.), 15:15 (29.), 16:15 - 19:16 (34.), 19:20 (39.), 21:20, 22:23 (44.), 23:25 (49.), 24:27 (53.), 27:28, 27:29 (58.), 29:29.


In den ausstehenden sieben Spielen sind noch 14 Punkte zu vergeben. Die würden dem TSV Bayer Dormagen sicher reichen, um den Klassenerhalt in der 2. Handball-Bundesliga am 11. Juni feiern zu können. Doch bis dahin warten noch Gegner auf die Wiesel, die selber auf Punkte hoffen. So an diesem Samstag, 7. Mai, der TV Hüttenberg. Weil die Gummersbach-Verfolger HSG Nordhorn-Lingen und der ASV Hamm-Westfalen schwächeln, hat die Mannschaft von Johannes Wohlrab plötzlich wieder eine kleine Chance, doch noch ein Wörtchen im Aufstiegskampf mitzureden. Hamm musste sich am Freitagabend mit dem 32:32 gegen den VfL Lübeck-Schwartau zufrieden geben. Nordhorn verlor gar 30:31 gegen VfL Eintracht Hagen. Der Tabellenfünfte Hüttenberg liegt damit lediglich drei Minuspunkte hinter dem Zweiten und Dritten.

Wenn die Schiedsrichter Tobias Biehler und Fabian Dietz (Offenburg / Ohlsbach) heute die Partie des offiziell 33. Spieltages um 19.30 Uhr im Sportzentrum Hüttenberg anpfeifen, dann spielt auch die Historie mit: Hüttenberg gewann zwar die letzten beiden Spiele in Dormagen, hat aber erst einmal in der eigenen Halle den TSV bezwungen: Das war im Januar 2006, als die Hessen mit 26:25 vorne lagen. Aus den bisherigen 14 Vergleichen gingen die Rheinländer elf Mal als Sieger hervor. Auch ohne den Blick auf diese Zahlen weiß Hüttenbergs Coach, was auf seine Auswahl wartet: „Es ist verdammt schwer gegen eine Mannschaft zu spielen, die im Abstiegskampf steht“, sagt Wohlrab.

Umkämpft war schon das Hinspiel. „Letztlich waren wir vielleicht um ein „My“ besser“, urteilte Wohlrab nach dem 30:28-Erfolg im TSV Bayer Sportcenter. Entscheidender Schütze war am 1. Dezember der Hüttenberger Dominik Mappes, der im letzten Jahr zu seinem Heimatverein zurückgekehrt war und auf jeden Fall bis zum Ende der Saison 2024/25 bleiben wollte. Doch schon im Februar sah alles wieder anders aus, Mappes bat um die Auflösung seines Vertrages und wird in der kommenden Saison das Trikot des VfL Gummersbach tragen.

TSV-Trainer Peer Pütz geht davon aus, dass die Hüttenberger mit einer 3:2:1-Deckung verteidigen werden. „Auch darauf haben wir uns vorbereitet und versuchen unser Bestes.“ Immerhin ist es das fünfte Spiel innerhalb von 16 Tagen für die Dormagener. Und es folgt eine weitere englische Woche mit den Spielen am Mittwoch in Hagen und am Samstag gegen den HCE Rostock im TSV Bayer Sportcenter.


Der VfL Gummersbach kam als Tabellenführer der 2. Handball-Bundesliga ins TSV Bayer Sportcenter – und wurde am Mittwochabend letztlich seiner Favoritenrolle gerecht. Die Mannschaft von Gudjon Valur Sigurdsson setzte sich gegen die bis zum Schlusspfiff kämpfenden Wiesel mit 36:30 (15:14) durch und kann den Sekt für die Aufstiegsfeier kaltstellen. Da Großwallstadt mit 27:19 in Aue gewann, zogen die Mainfranken wieder am TSV vorbei, der nun auf Tabellenrang 18 steht. Die nächste Aufgabe für die Mannschaft von Peer Pütz wartet bereits am Samstag, 7. Mai, ab 19.30 Uhr beim TV Hüttenberg.

1194 Zuschauer erlebten in der ersten Hälfte ein äußerst abwechslungsreiches Spiel. Der TSV lag in der Anfangsphase mehrfach mit drei Toren zurück, ließ sich aber nicht aus der Ruhe bringen: Erst nahm Andre Meuser genau Maß und setzte den Ball in den linken oberen Winkel, dann verwandelte Jan Reimer einen Siebenmeter und Patrick Hüter sorgte mit seinem platzierten Abschluss für das 7:7 nach einer Viertelstunde. Janko Bozovic brachte die Gäste per Strafwurf erneut in Führung, doch der TSV drehte die Partie mit einem weiteren „Dreier“ von Tim Mast, Alex Senden und Andre Meuser auf 10:8 (20.). Als auch Senden mit einem Kunstwurf ins Eck aufwartete, bejubelten die heimischen Fans das 11:9. Der Altmeister reagierte allerdings unbeeindruckt und setzte sich mit einem 6:0-Lauf bis 11:15 ab. Dass die Wiesel gleichwohl mit Zuversicht in die Kabine gehen konnten, lag an einer Traumkombination mit dem sehenswerten Tor von Kapitän Hüter, der Siebenmeterparade von Christian Simonsen gegen Bozovic sowie den Anschlusstreffern von Reimer und Senden zum 14:15.

Nach dem Wiederanpfiff glich Aron Seesing zum 15:15 aus – es sollte sich herausstellen, dass es der letzte Gleichstand des Spiels war. Danach spielte der TSV weiterhin auf Augenhöhe, lief aber immer einem Rückstand hinterher. Auch die ansatzlosen Geschosse von Mislav Grgic konnten daran nichts ändern. Bis hin zum 23:25 durch Mast in der 45. Minute bestand Hoffnung, dann waren es die kleinen und teils auch unglücklichen Fehler wie Fuß- und Kreisberührung, die den VfL auf die Siegerstraße brachten. Und dann war da auch noch der vor den Siebenmeterschützen Jan Reimer und Mislav Grgic zappelnde Tibor Ivanisevic, der zweimal innerhalb von drei Minuten abwehrte. Die kämpfenden Dormagener kamen bis auf vier Tore heran, ehe Julian Köster und Lukas Blohme ihre starke Leistung mit den Toren Nr. 35 und 36 krönten.

„Wir haben nie aufgegeben“, sagte später Aron Seesing. Und Gudjon Valur Sigurdsson richtete ein Kompliment an den TSV: „Dormagen war hervorragend auf unsere Abwehr eingestellt.“ Für Peer Pütz stand fest: „Wir haben das heute phasenweise gut gemacht. Aber wenn wir gegen eine Mannschaft wie Gummersbach gewinnen wollen, dann muss alles passen.“ Das war aber nicht ganz der Fall: „Leider waren es ein paar Fehler und einige unglückliche Situationen zu viel.“

TSV Bayer Dormagen – VfL Gummersbach 30:36 (14:15)
Dormagen:
Juzbasic (2 Paraden), Simonsen (ab 24., 8 P.); Reuland (1), Meuser (5), Leitz (n.e.), Senden (4), Biernacki, I. Hüter (2), Reimer (4/3), Grgic (4), P. Hüter (4), Johannmeyer (n.e.), Grbavac (n.e.), Seesing (4), Steinhaus (n.e.), Mast (2).
Gummersbach: Nagy (3 Paraden), Ivanisevic (ab 23., 8 P.); Fanger (n.e.), Vidarsson (5), Viana (n.e.), Köster (6), Blohme (8), Häseler (n.e.), Herzig (2), Pregler (5), Dzialakiewicz, Santos (3), Kiesler, Stüber, Zeman (2), Bozovic (5/2).
Schiedsrichter: Linker / Schmidt.
Zuschauer: 1194.
Zeitstrafen: 6:8 Minuten.
Siebenmeter: 3/5:2/3 (Ivanisevic hält gegen Reimer und Grgic – Bozovic scheitert an Simonsen).
Spielfilm: 2:5 (8.), 7:7 (15.), 7:8, 10:8 (20.), 11:9 (21.), 11:15 (26.), 14:15 – 15:15, 15:17, 17:18, 17:20, 19:20 (41.), 19:22, 22:24 (45.), 23:25, 23:28 (49.), 25:32 (54.), 29:33, 30:36.

 


Die Partie sollte bereits vor zwei Monaten ausgetragen werden, dann aber sorgte die Pandemie für eine Verschiebung. Nun also findet das immer wieder interessante Mittelrhein-Derby zwischen dem TSV Bayer Dormagen und dem VfL Gummersbach an diesem Mittwoch, 4. Mai, statt. Die Schiedsrichter Frederic Linker und Sascha Schmidt (Recklinghausen / Bochum) pfeifen die Begegnung des 25. Spieltages um 19.30 Uhr im TSV Bayer Sportcenter an. Tickets gibt es weiterhin im Online-Shop, die Abendkasse öffnet um 18.30 Uhr. Sportdeutschland überträgt live.

Die Ausgangsposition im Vergleich zum für März angesetzten Spiel hat sich leicht verändert: Gummersbach liegt weiter auf Aufstiegskurs, der TSV aber hat einen der Abstiegsplätze verlassen und kletterte in der 2. Handball-Bundesliga auf Tabellenrang 17. Den würde das Team von Trainer Peer Pütz im Siegfalle auf jeden Fall behalten. Ansonsten wäre der Ausgang des Kellerduells zwischen Aue und Großwallstadt entscheidend.

Vor zwei Monaten hätte Janko Bozovic nicht für die Gäste auflaufen können. Der Shooter hatte sich das Ellenbogengelenk ausgerenkt und dadurch weitere Verletzungen zugezogen. Nun aber spielt er wieder und ist zusammen mit dem Ex-Dormagener Julian Köster der erfolgreichste Rückraumwerfer des Altmeisters. Kapitän Timm Schneider erlitt am Sonntag beim Spitzenspiel gegen die HSG Nordhorn-Lingen eine Zerrung der Gelenkkapsel im linken Knie. Vermutlich wird er in Dormagen nicht zum Einsatz kommen. Nach 31 Spielen verfügt der VfL mit 50:12- Punkten vor Hamm-Westfalen (41:21) und Nordhorn-Lingen (40:20) über einen komfortablen Vorsprung an der Spitze der 2. HBL. Letztlich sollte das Comeback in Liga 1 nur noch eine Frage der Zeit sein.

Im Hinspiel sahen die Zuschauer zumindest in der ersten Halbzeit ein mitreißendes Spiel zweier fast gleichwertiger Mannschaften. Da stand es 12:10 für den VfL, ehe das Dormagener Angriffsspiel ins Stocken geriet und die Gastgeber mit 28:18 gewannen. Das soll sich an diesem Mittwoch nicht wiederholen. „Wir spielen mit der vollen Rückendeckung unserer Fans und werden natürlich alles versuchen, um im Idealfall beide Punkte zu holen“, sagt Peer Pütz. Er muss weiterhin lediglich auf Rechtsaußen Jakub Sterba verzichten - auf der Position hat sich freilich Jan Reimer zum Shooting-Star dieser Spielzeit entwickelt und nach Andre Meuser als zweiter TSV-Spieler mehr als 100 Tore erzielt. Linkshänder Artur Karvatski, der bereits sieben seiner acht möglichen Spiele im Dormagener Trikot bestritten hat, wird aller Voraussicht nach gegen Gummersbach nicht auflaufen.


Eine hervorragende Reaktion: Nach lediglich 17 Treffern am Mittwoch gegen Ludwigshafen zeigte sich der Angriff des TSV Bayer Dormagen beim TV Emsdetten am Samstagabend in bester Wurflaune und erzielte mit dem 31:28 (11:14) einen Saisonrekord. In den bisherigen Spielen war die 30-er Toremarke noch nicht überschritten worden. Dank des vierten Siegs in Folge in der Ems-Halle verließen die Wiesel die Abstiegsplätze und kletterten in der 2. Handball-Bundesliga auf Tabellenrang 17. Am Mittwoch, 4. Mai, findet das Mittelrhein-Derby gegen Spitzenreiter VfL Gummersbach ab 19.30 Uhr im TSV Bayer Sportcenter statt. Zum Ticket-Online-Shop.

Für einen Spieler war der Blick auf die Anzeigetafel geradezu ein Déjà-vu: Christian Simonsen musste am Donnerstag aufgrund seines Zweitspielrechts in Sachsen aushelfen und trug dort die Torwartkluft des Erstligisten SC DHK Leipzig im Spiel gegen die Rhein-Neckar Löwen. Am Ende hieß es 28:31, der Gast hatte die Partie gewonnen. Zwei Tage später endete die Partie mit dem TSV in Emsdetten ebenfalls 28:31, diesmal aber durfte der gerade 22 Jahre alt gewordene Schlussmann jubeln – zumal er großen Anteil am Erfolg hatte. Simonsen löste in der zweiten Hälfte Martin Juzbasic ab und zeigte elf Paraden. „Das war eine sehr gute Leistung“, lobte später TSV-Coach Peer Pütz. Vorne ragte einmal mehr Jan Reimer heraus, der in der 23. Minute sein 100. Saisontor markierte und insgesamt zehn Mal traf.

In der ersten Hälfte dominierte zunächst der TSV und verschaffte sich den 4:1-Vorsprung bis zur 8. Minute. Dabei drehte besonders Ian Hüter auf, der nicht nur erfolgreich abschloss, sondern auch seinen Bruder Patrick bestens bediente. Die Führung schmolz aber schnell zusammen, weil Emsdettens Torjäger Dirk Holzner zwei Siebenmeter verwandelte und nach einem Abwehr-Block gegen Alexander Senden auch einen Konter zum 5:5-Ausgleich abschloss. Die Gäste legten aber weiterhin vor und führten regelmäßig bis zur 26. Minute nach Reimers 11:10. In den letzten Minuten der ersten Hälfte leistete der TSV sich aber mehrere Fehler, die den guten Eindruck der ersten Halbzeit verdrängten und Emsdetten zum 14:11-Pausenvorsprung verhalfen.

Doch Dormagen war gekommen, um zu siegen. Peer Pütz: „Die Mannschaft zeigte eine tolle Moral und hat sich nach dem Wechsel deutlich gesteigert.“ So war der Gleichstand bereits in der 5. Minute der zweiten Halbzeit hergestellt (15:15), doch bis zur Rückeroberung der Führung verging geraume Zeit. Holzner sorgte nach einer Dreiviertelstunde für den letzten Vorsprung (20:19) des TVE. Dann starteten die Wiesel die endgültige Wende dank der Tore von Alex Senden und Jan Reimer, Andre Meuser ließ einen Doppelschlag folgen. Und immer wieder war es Christian Simonsen, der die Gastgeber zur Verzweiflung brachte.

Als TVE-Trainer Sascha Bertow beim Stande von 23:26 die zweite Auszeit innerhalb von drei Minuten nahm und den siebten Feldspieler aufs Spielfeld beorderte, war es um die Münsterländer geschehen. Der TSV nutzte die Emsdettener Schwächen und entschied die Partie vorzeitig mit drei Toren hintereinander durch Joshua Reuland, Jan Reimer (beide ins leere Tor) und Alexander Senden zum 23:29. In der Erwartung des dritten Auswärtssieges verloren die Dormagener nun zwar die Souveränität, Leichtsinnsfehler führten zu drei TVE-Toren innerhalb von 45 Sekunden. Mehr aber war an diesem Abend nicht möglich für den Dino der 2. Bundesliga, der seine Chancen auf den Klassenverbleib im Gegensatz zum TSV nicht gerade verbesserte. „Wir sind an uns selber gescheitert“, sagte Bertow. Sein Trainerkollege Peer Pütz hingegen war froh, dass seine Spieler die Ruhe bewahrt haben und in der zweiten Halbzeit „die Lücken in der gegnerischen Abwehr besser genutzt haben.“ Der VfL Gummersbach kann kommen.

TV Emsdetten – TSV Bayer Dormagen 28:31 (14:11)
Emsdetten:
Paske (4 Paraden), Krechel (4 P.); Östenberg (1), Terhaer (1), Dimitrievski, Schwabe (1), Schramm (3), Kolk (1), Schliedermann (2), Thomas, Holzner (10/5), Stüber (3), Mihaljevic (1), Runarsson (1), Nowatzki (4).
Dormagen: Juzbasic (4 P.), Simonsen (ab 31., 11 P.); Karvatski, Reuland (2), Meuser (4), Senden (5), Biernacki (1), I. Hüter (6), Reimer (10/4), Grgic, P. Hüter (1), Johannmeyer, Grbavac, Seesing, Steinhaus (1), Mast (1).
Schiedsrichter: Hillebrand / Umbescheidt.
Zuschauer: 1352.
Zeitstrafen: 10:8 Minuten.
Siebenmeter: 5/5:4/5 (Krechel hält gegen Reimer).
Spielfilm: 1:4 (8.), 5:5 (15.), 10:11 (26.), 14:11 – 15:15 (35.), 17:15, 17:17, 19:17, 19:19, 20:21 (47.), 22:22, 22:25 (53.), 23:25, 23:29 (56.), 26:29 (57.), 26:30, 28:31.


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