In der Westpress Arena Hamm kommt es heute am 31. Spieltag der 2. Handball-Bundesliga zum Aufeinandertreffen zweier Mannschaften, die arge personelle Sorgen haben: Der ASV Hamm-Westfalen trägt sein erstes Spiel nach der über dreiwöchigen Corona-Quarantäne aus und muss dabei nicht nur Mittelmann Sören Südmeier ersetzen, der wegen einer Knieverletzung bis zum Saisonende ausfällt. Und der TSV Bayer Dormagen kann weiterhin kein Comeback aus dem Stammteam vermelden. Die Partie wird um 19.15 Uhr von Lucas Hellbusch und Darnel Jansen (Trebur / Geinsheim) angepfiffen und ist live auf Sportdeutschland.tv zu verfolgen.

Gegenüber der erfolgreichen Partie gegen Fürstenfeldbruck (30:27) gibt es beim TSV eine Veränderung: Youngster Sören Steinhaus wird den Kader ergänzen und im Anschluss an die Partie mit Co-Trainer Peer Pütz nach Flensburg fahren. Dort findet am Donnerstag das Viertelfinal-Hinspiel um die deutsche Meisterschaft der A-Jugend gegen die SG Flensburg-Handewitt statt. Mit Blick auf die Ausfälle in beiden Teams ist die Frage nach dem Favoriten schwierig zu beantworten. Fest steht wie immer: Beide Mannschaften wollen gewinnen, was dem TSV allerdings in den letzten zehn Jahren in Hamm nicht gelang. Das Hinspiel endete mit einem in der Höhe unerwarteten 27:19-Erfolg der Wiesel.

Heimspiel gegen Emsdetten beginnt um 19 Uhr
Da das TSV Bayer Sportcenter weiterhin nicht genutzt werden kann, wird nach wie vor in der Berufsschulturnhalle am Bahnhof trainiert. Und wie schon zuletzt muss auch das Heimspiel am kommenden Samstag, 15. Mai, in der Ostermann Arena in Leverkusen durchgeführt werden. Die Begegnung mit dem TV Emsdetten beginnt dort bereits um 19 Uhr.


Aktion „Testen - Schützen - Fördern“

Patrick Hüter ist Handballer von klein auf und weiß natürlich, dass es ein Leben nach dem Sport gibt. Mit dem Studium der Betriebswirtschaft hat er die theoretischen Grundlagen auch für ein unternehmerisches Engagement erworben, das er nun mit Leben füllen will. Dass dabei der Sport eine Rolle spielt, ist nachvollziehbar: Der Kapitän des Bundesligisten TSV Bayer Dormagen und US-Nationalspieler strebt beim Aufbau seines Kleingewerbes eine Win-Win-Situation an, die auch dem Nachwuchs- und Spitzensport im Rhein-Kreis Neuss zugutekommen wird. Dies geschieht über die Zusammenarbeit mit der renommierten Vereinigung Partner für Sport und Bildung (PSB) im Rhein-Kreis Neuss.

FFP2-Masken und Coronatests begleiten auch die Handballer seit längerer Zeit. Patrick Hüter (25) beschäftigte sich mit dem Thema der Vermarktung, zumal er über beste Kenntnis von den Inhalten bis zur Beschaffung der Schutzmaßnahmen verfügt. Sein Gewerbe „pataxe“ setzt aktuell einen Schwerpunkt auf den Vertrieb von Antigen Schnelltests und FFP2-Masken. Und dabei hat die Aktion „Testen - Schützen - Fördern“ eine besondere Bedeutung: Mit dem erfolgreichen Verlauf der Aktion will der Handballer dem heimischen Sport etwas zurückgeben: 20 Prozent des Gewinns gehen über die Partner für Sport und Bildung an die Nachwuchs- und Spitzensportförderung im Rhein-Kreis Neuss.

Der Firmenname hat übrigens einen besonderen Hintergrund: Im Rahmen einer längeren Auswärtsfahrt diskutierten Patrick Hüter und Mannschaftsbetreuer Axel Schoenen über die Möglichkeiten, ein Gewerbe zu gründen. Das Ergebnis des Gesprächs ist nun die gemeinsame Gesellschaft pataxe. 

 

So können Schnelltests und FFP2-Masken gekauft werden

Per E-Mail an sportfoerderung@pataxe.de können Privatpersonen oder Firmen ab sofort Schnelltests und FFP2-Masken bestellen. Damit wird gleichzeitig der Sport im Rhein-Kreis Neuss unterstützt. Für die über Pataxe vertriebenen Produkte sprechen attraktive Preise und die direkte Verfügbarkeit. Die Schnelltests sind vom Paul-Ehrlich Institut evaluiert und haben vom Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte (BfArM) eine Zulassung zum direkten Erregernachweis des Coronavirus SARS-CoV-2 erhalten. Die FFP2-Maske erfüllt die europäische Norm und wurde mit einem Konformitätsbewertungsverfahren nach PSA-Verordnung (EU) 2016/ 425 geprüft (CE-Kennzeichen).


In der Leverkusener Ostermann Arena holten die Dormagener Wiesel zwei Punkte gegen den TuS Fürstenfeldbruck, der einmal mehr Anerkennung für seine kämpferische Spielweise erhielt. Doch mehr war nicht drin, da „fehlten heute ein paar PS“, fand Gäste-Trainer Martin Wild nach dem 30:27 (16:15) für den TSV Bayer Dormagen. Coach Dusko Bilanovic war stolz: „Meine Jungs haben bis zum Ende gefightet.“ Das war auch nötig, denn fünfeinhalb Minuten vor dem Abpfiff waren die Bayern noch einmal bis auf 27:26 herangekommen. Die Sorgenfalten beim TSV legten sich aber wieder - auch weil das Schlusslicht der 2. Handball-Bundesliga mit mehreren technischen Fehlern sich das Leben selber schwermachte.

Mit dem 14. Sieg im 26. Spiel kletterte der TSV wieder auf Tabellenrang 5 und konnte den VfL Lübeck-Schwartau leicht abschütteln, der sein Gastspiel in Konstanz überraschend deutlich mit 22:31 verlor. Um die zwei Punkte mit über die andere Rheinseite zu nehmen, bedurfte es freilich einer besonderen Kraftanstrengung der dezimierten Formation: Die Hälfte der Mannschaft stand aufgrund von Verletzungen und Erkrankungen nicht zur Verfügung. Doch wer spielen konnte, der hängte sich auch voll rein. Fürstenfeldbruck erzielte zwar das erste Tor, lag aber ansonsten während der gesamten Partie nicht mehr vorne. Von Beginn an drehte der TSV auf und verschaffte sich nach vier Minuten bereits den 4:1-Vorsprung. Wesentlichen Anteil an der 5:2-Führung hatte Patrick Hüter, der drei Tore beisteuerte.

Die offensive Deckung der Gäste hatte der TSV im Hinspiel kennengelernt. Deshalb nahm die Überwindung dieser Defensivformation breiten Raum in der Vorbereitung ein. Martin Wild registrierte dann auch, dass die Wiesel das Gelernte in die Tat umsetzten und reagierte mit der 6:0-Variante. Das wiederum „war ein kleiner Schock für uns“, sah Bilanovic, dass sein Team größere Probleme mit der TuS-Deckung bekam. Ein aufmerksamer Sven Bartmann, der sich mal wieder selber in die Torschützenliste eintrug, und gute Aktionen in der eigenen Deckung ermöglichten aber mehrere erfolgreiche Konter bis hin zum 15:10 in der 23. Minute. In den restlichen sieben Minuten der ersten Hälfte erzielte indes nur noch Ante Grbavac ein Tor, das die 16:15-Führung zur Pause bedeutete.

Nach dem Seitenwechsel zeigte der TSV sich wieder von der besten Seite und sah beim 22:17 in der 40. Minute durch Benni Richter schon wie der sichere Sieger aus. Angeführt durch den platziert werfenden Falk Kolodziej witterte Fürstenfeldbruck eine neue Chance und kam durch Yannick Engelmann zum 27:26 (55.) Anschlusstreffer. Das war aber auch das Signal für den TSV, für den jetzt Moritz Görgen Tempo im Rückraum machte. Nach dem 28:26 durch Ian Hüter wanderte Görgen durch die gegnerische Abwehr, erhöhte auf 29:26 und holte anschließend auch den Siebenmeter heraus, den Benni Richter zum 30:26 verwandelte. Pech für die Gäste: Einem Pfostenwurf folgten zwei technische Fehler und die Chance auf den vierten Auswärtspunkt war vertan.

Dormagens Handball-Geschäftsführer Björn Barthel dankte anschließend dem TSV Bayer 04 Leverkusen und den Verantwortlichen der Ostermann Arena für die Unterstützung beim Gastspiel. Er hofft, dass die notwendigen Materialien für die Instandsetzung des TSV Bayer Sportcenter bald eintreffen, damit die weiteren Spiele wieder in Dormagen ausgetragen werden können. Weiter geht es mit dem Auswärtsspiel am kommenden Mittwoch, 12. Mai, in Hamm und dem Heimspiel am Samstag, 15. Mai, gegen Emsdetten.

TSV Bayer Dormagen - TuS Fürstenfeldbruck 30:27 (16:15)
Dormagen: Bartmann (11 Paraden, 1 Tor), Simonsen (n.e.); Seesing (2), Richter (6/5), I. Hüter (5), Reimer, Skroblien (2), Görgen (1), P. Hüter (5), Wilhelm, Sterba (1), Grbavac (4), Mast (3).
Fürstenfeldbruck: Hanemann (6 Paraden), Luderschmid (bei einem 7m); Huber, Kaulitz (4), Kolodziej (6/2), Borschel (1), Lex, Seitz, (2), Meinzer (2), Engelmann (5), Stumpf (3), Prause (1), Horner (3), Prestele.
Schiedsrichter: Fratczak / Ribeiro.
Zuschauer: - in Leverkusen
Zeitstrafen: 8:8 Minuten.
Siebenmeter: 5/6:2/2 (Hanemann hält gegen Richter).
Spielfilm: 0:1, 4:1 (4.), 7:3, 7:5, 8:7 (13.), 10:7, 12:8, 15:10 (23.), 16:13, 16:15 - 19:15, 22:17 (40.), 24:20, 24:22, 26:22, 27:24 (50.), 27:26 (55.), 30:26 (59.), 30:27.


Das heutige Heimspiel ist auch ein Auswärtsspiel für den TSV Bayer Dormagen. Denn aufgrund der Situation im noch gesperrten TSV Bayer Sportcenter blieb nur der Umzug auf die andere Rheinseite. Die Begegnung mit dem TuS Fürstenfeldbrück wird in der Ostermann Arena in Leverkusen ausgetragen. Die Schiedsrichter Paulo Ribeiro und Pawel Fratczak (Geldern / Diepholz) pfeifen das Spiel bereits um 19 Uhr an, damit anschließend für ehrenamtliche Helfer keine Probleme wegen der Ausgangssperre aufgrund von Corona entstehen sollen. Für die Fans ändert sich nichts: Das Spiel wird live auf Sportdeutschland.tv zu sehen sein.

Der Aufsteiger aus Bayern spielt eine bemerkenswerte Saison. Zwar steht das Team auf dem letzten Rang der 2. HBL, vier der sechs Siege aber wurden gegen die führenden Mannschaften geholt: 29:27 gegen Hamburg, 32:25 gegen Gummersbach, 33:30 gegen Dresden und 30:28 gegen den TSV. Und im letzten Heimspiel setzte sich Lübbecke dank eines Treffers in der letzten Sekunde doch noch mit 22:21 durch. Auswärts hatte der TuS nur wenig Grund zur Freude, lediglich drei Punkte aus fremden Hallen stehen in der Bilanz: 23:23 in Rimpar und der einzige Auswärtssieg mit 27:26 in Aue. Das Team hielt aber immer gut mit und verlor etliche Spiele knapp. Erfolgreichster Schütze ist Falk Kolodziej auch dank seiner 46 verwandelten Strafwürfe. Insgesamt bringt es der Spielmacher auf 139 Tore. Besondere Torgefahr geht auch von seinen direkten Nebenleuten Max Horner (RR, 87/3) und Yannick Engelmann (RL, 80) aus.

Aufmerksam hat Fürstenfeldbruck registriert, dass der TSV „überraschend dem Nachbarverein Ferndorf Schützenhilfe im Kampf gegen den Abstieg leistete. Dementsprechend kann sich unser Team darauf einstellen, dass es mindestens der Leistung wie gegen Nettelstedt bedarf, wenn man in Dormagen bestehen will“, motiviert der TuS seine Mannen. Der Rückstand zu den Nichtabstiegsplätzen ist schon relativ groß, doch aufgeben ist für die Brucker ein Fremdwort. Deshalb muss man auch davon ausgehen, dass die Mannschaft bis zur letzten Sekunde fighten wird.

Gegenüber dem verlorenen Hinspiel hat sich die personelle Situation beim TSV deutlich verschlechtert. Mit Alex Senden, Andre Meuser und Joshua Reuland stehen gleich drei Spieler nicht zur Verfügung, die in Fürstenfeldbruck für 15 der 28 Dormagener Tore verantwortlich waren. Pascal Noll, der zuletzt zusammen mit Moritz Görgen im Rückraum für Furore sorgte, fällt aufgrund einer Verletzung im Fußbereich vermutlich bis Saisonende aus. Und Carlos Iliopoulos brachte einen Außenbandanriss von seinen Einsätzen in der griechischen Nationalmannschaft mit nach Hause. „Fürstenfeldbruck ist ein unangenehmer Gegner“, sagt Dusko Bilanovic. Die Bewertung hat etwas mit der offensiven Deckungsvariante zu tun, die dem TSV nicht unbedingt schmeckt. Bilanovic hofft, dass zumindest Benni Richter wieder einsatzfähig ist, nachdem das Knie des Spielmachers zuletzt gegen Ferndorf gestreikt hatte.


Wiesel stellen Business Portal vor
Per Video informierten jetzt die TSV-Vertreter Jil Falkenstein, Patrick Hüter und Björn Barthel Partner und Sponsoren über den „nächsten Meilenstein“ der Kommunikation: Vorgestellt wurde das neue Business Portal tsv & friends, das allen Beteiligten interessante Funktionen ermöglicht und Netzwerken auf ein neues Niveau hebt. Dank der von „Beyond Sports“ entwickelten Plattform wird der schon bestehende Austausch zwischen Unternehmen, Firmen und Betrieben optimiert. „Wir sind fest davon überzeugt, dass auf diesem Weg im Interesse unserer Partner Kontakte ausgebaut und intensiviert werden“, sagte Marketingleiterin Jil Falkenstein.

Die Bedienung ist sehr leicht: Partner- und Sponsoren legen ihr Profil selbst an. Mehr als der Unternehmensname, die Adresse sowie ein Ansprechpartner mit Mailadresse werden nicht benötigt. Danach kann direkt losgelegt werden. Neben Kontaktmöglichkeiten mit anderen Business-Partnern stehen viele weitere Funktionen zur Verfügung. Der eigentliche Clou sind die zusätzlich eingespielten und im Netzwerk geteilten Informationen, zu denen topaktuelle News aus den einzelnen Unternehmen sowie detaillierte Produkt- und Vertriebsinformationen der teilnehmenden Geschäftspartner gehören. Hierdurch wird die Exklusivität des Partner- und Sponsorenkreises durch einen Wissens- und Informationsaustausch erweitert und bereichert. Für alle Portal-Teilnehmer ist damit zusätzlicher Mehrwert generiert. „Neue Ansätze für Kooperationen und frische Ideen für gemeinsame Projekte können entstehen“, betont Wiesel-Kapitän Patrick Hüter, der nun auch in der Marketing-Abteilung der Handballer aktiv wird.

Die Dormagener Handball GmbH ist inzwischen offizieller Kooperationspartner von Beyond Sports – dem Netzwerk für Unternehmen und Entscheider mit Begeisterung für Sport. Professionell geführt und mit hochwertigen Events bietet Beyond Sports eine Plattform für Business-Austausch auf höchstem Niveau. Persönlich und transparent vernetzt Beyond Sports seine Partner aktiv und vermittelt Kontakte in unterschiedlichste Branchen und Regionen in Deutschland. Das neue Portal besitzt auch eine Ticketfunktion. „Wenn wir endlich wieder Spiele mit Zuschauern durchführen dürfen, können so auch ohne großen Aufwand Plätze im Wiesel-Treff gebucht werden“, erklärt Björn Barthel.


Stellungnahme zum heutigen Artikel in der Neuß-Grevenbroicher Zeitung „CDU-Politiker kritisiert: Stadt unterstützt Handballer nicht“

„Konstruktive Beiträge sind willkommen, destruktive werden nicht benötigt“, kommentiert Dormagens Handball-Geschäftsführer Björn Barthel Äußerungen von Andreas Buchartz, Vorsitzender des Sportausschusses im Rhein-Kreis Neuss. Der hatte im Zusammenhang mit der aktuellen Sperrung des TSV Bayer Sportcenters und der Bereitstellung von kommunalen Hallen das Handeln der Stadt Dormagen und des Rhein-Kreises Neuss bewertet. Barthel: „Bevor man sich öffentlich äußert, sollte man doch zumindest mit den Fakten vertraut sein und auch mit den Betroffenen sprechen. Anderenfalls ist es ein Bärendienst, der überhaupt nicht dienlich ist. Es irritiert uns sehr, dass die aktuelle TSV-Notsituation offenbar für politische Scharmützel genutzt werden soll.“

Der Schaden in der Halle bindet derzeit viele Kräfte beim TSV. „Wir sorgen dafür, dass unsere Hallen für alle Sportler und Besucher sicher sind“, sagt TSV-Geschäftsführer Frank Neuenhausen. „Wir arbeiten auf Hochtouren und sind zuversichtlich, möglichst bald wieder einen normalen Trainings- und Spielbetrieb anbieten zu können.“ Bis dahin „sind wir alle froh und dankbar über die Unterstützung, die wir sowohl von der Stadt Dormagen als auch vom Rhein-Kreis Neuss und der Schulleitung des BBZ Dormagen erhalten“, betonen Neuenhausen und Barthel unisono.

In den letzten Wochen hat Björn Barthel viele Gespräche mit Zuständigen von Stadt und Kreis geführt und fasst zusammen: „Es gab für die Übergangszeit verschiedene Konzepte und Überlegungen. Aus unterschiedlichen Gründen haben wir uns letztlich dafür entschieden, das angebotene BBZ Dormagen unter den bestehenden Bedingungen für den Trainingsbetrieb zu nutzen. Hierbei spielt es keine Rolle wer der Träger dieser Dormagener Halle ist. Die Pflichtspiele können aus technischen Gründen leider in keiner Halle in Dormagen ausgetragen werden.“


Die Handballer des TSV Bayer Dormagen müssen derzeit nicht nur ihren Trainingsort wechseln. Auch das nächste eigentlich im TSV Bayer Sportcenter vorgesehene Spiel der 2. Liga wird auf die andere Rheinseite verlegt: Am kommenden Freitag, 7. Mai, findet die Begegnung mit dem TuS Fürstenfeldbruck in der Ostermann Arena Leverkusen statt. Die Partie wird bereits um 19 Uhr angepfiffen, um den ehrenamtlich tätigen Mitarbeitenden einen möglichen Konflikt mit der Ausgangssperre zu ersparen. Für die Fans ändert sich nichts: Sie können das Spiel live auf Sportdeutschland.tv verfolgen.

Der Umzug ist notwendig, weil die größte Halle des Rhein-Kreises Neuss am Höhenberg gesperrt ist: Im jüngsten Heimspiel gegen Ferndorf hatte sich eine Beleuchtungseinheit im TSV Bayer Sportcenter von der Decke gelöst. Der TSV hatte sofort nach dem Spiel damit begonnen, den Vorfall zu prüfen und für die Zukunft auszuschließen. Bis zur vollständigen Klärung müssen die 1. Mannschaft sowie A- und B-Jugend ausweichen: Der Trainingsbetrieb wird zurzeit in der Berufsschulturnhalle am Bahnhof durchgeführt.

In der neben der BayArena gelegenen Ostermann Arena trug in der Vorwoche bereits die A-Jugend gegen Hanau das erste Gruppenspiel um die deutsche Meisterschaft aus. Die ehemalige Wilhelm-Dopatka-Halle war damals nach der Olympia-Halle in München die zweitgrößte Rundsporthalle Deutschlands. 2009 gingen die Namensrechte der Mehrzweckhalle an das Wohncenter Smidt. 2016 übernahm das Familienunternehmen Ostermann das Wohncenter und damit auch die Namensrechte der Arena.


Schaffte der TSV noch gegen Aue die Wende kurz vor dem Ende, so drehten fünf Tage später die Gäste aus Ferndorf die Partie Sekunden vor dem Schlusspfiff: Josip Eres gelang nach einem Fehler des Dormagener Angriffs das 27:26 für den Corona gebeutelten Klub aus dem Siegerland. „Heute haben wir uns endlich mal in einem solchen Spiel belohnt“, freute sich TuS-Trainer Robert Andersson am Mittwochabend. Kollege Dusko Bilanovic wäre schon mit einem Punkt zufrieden gewesen: „Den hätten wir geholt, wenn wir in der Schlussphase ein bisschen schlauer und ruhiger gewesen wären.“

Ferndorf war als Vorletzter der 2. Handball-Bundesliga angereist - und verließ die Abstiegsplätze nach dem dritten Auswärtssieg. Der TSV bleibt auf Rang 5 und hat jetzt erst einmal 14 Tage Pause, da das für kommenden Samstag vorgesehene Spiel in Großwallstadt auf Dienstag, 25. Mai, verlegt wurde und in der folgenden Woche die Nationalmannschaft Vorrang hat. Gegner im nächsten Heimspiel am Freitag, 7. Mai, ist der TuS Fürstenfeldbruck.

Die spielfreie Zeit kommt dem TSV nicht ungelegen. Denn so können die Spieler wieder zurück ins Training kommen, die verletzungsbedingt jetzt nicht eingesetzt werden konnten. Einer war zunächst mit Erfolg dabei, musste dann aber passen: Benni Richter führt zwar zusammen mit Ante Grbavac mit fünf Treffern die Torschützenliste an, er konnte aber wegen Beschwerden im linken Knie in der zweiten Hälfte nur noch zur Siebenmeterlinie gehen - und sicher verwandeln. Die Regenerationsphase wird ihm helfen, bis zum Saisonende noch möglichst oft auf dem Spielfeld zu stehen. Danach ist eh ein operativer Eingriff geplant.

Da bereits Alexander Senden und Andre Meuser fehlten, war der Dormagener Rückraum ohne Richter von der starken TuS-Deckung leichter ausrechenbar. So lagen die Gäste überwiegend in der ersten Hälfte vorne, nach einer Viertelstunde sogar mit 9:6. Eine noch deutlichere Führung verhinderte letztlich Sven Bartmann, der auch bei etlichen freien Würfen mit der Hand am Ball war und drei Siebenmeter abwehrte. Dass die Siegerländer sich nach dem Seitenwechsel erneut mit drei Toren leicht absetzen konnten, war den Fehlern der Wiesel in Unterzahl zu verdanken. Josip Eres warf den Ball zweimal hintereinander ins leere Tor.

Mitte der zweiten Hälfte setzte Dusko Bilanovic, was er am Dienstag vorsorglich trainieren ließ: Pascal Noll und anschließend auch Moritz Görgen rückten in den Spielaufbau und sorgten für neues Leben der Dormagener Offensive. „Ich hatte überlegt, wie wir Ferndorf überraschen können“, sagte der Coach später, „Pasi und Moritz sind schnell und mutig.“ Die Überraschung gelang auch dank der körperlich kleinsten Akteure, denn nach einem 5:0-Lauf innerhalb von knapp fünf Minuten hieß es plötzlich 21:19. Doch Ferndorf gab nicht auf und legte bis zum 24:25 in der 55. Minute regelmäßig vor.

Jakub Sterba und Moritz Görgen sorgten für den neuerlichen Vorsprung der Hausherren. Das 27:25 wäre möglich gewesen, doch der von der Abwehr erkämpfte Ball konnte nicht zum Gegenstoß genutzt werden, weil Sterba das Spielgerät unerreichbar für Aron Seesing vorlegte. Prompt sorgte Andreas Bornemann für den Ausgleich. Pechvogel Christopher Klasmann setzte den Ball anschließend gegen den Pfosten, der TSV konnte seinen letzten Angriff starten. Die Sicherung des einen Punktes hatte aber keinen Vorrang: „Meine Mannschaft will eben immer gewinnen“, schmunzelte Bilanovic nach der letzten Aktion, einem misslungenen Zuspiel von Ian Hüter auf Pascal Noll. Der Konter führte zum kollektiven Jubel der Gäste: Josip Eres ließ Christian Simonsen im Dormagener Kasten keine Chance.

Bilanovic wollte seinem Team nach der vierten Heimniederlage keinen Vorwurf machen: „Alle haben toll gekämpft, am Schluss hat eine glücklichere Mannschaft gewonnen.“ Für Robert Andersson, der in der ersten Hälfte der 90er Jahre das TSV-Trikot trug, war auch klar: „Das Spiel hätte in beide Richtungen ausgehen können. Aber ich bin froh, dass wir ein solch enges Spiel endlich mal gewonnen haben. Es läuft gut bei uns.“

TSV Bayer Dormagen - TuS Ferndorf 26:27 (13:14)
Dormagen: Bartmann (9 Paraden), Simonsen (ab 49.); Seesing (1), Richter (5/3), Iliopoulos (1), I. Hüter (3), Reimer (2), Skroblien, Görgen (2), Noll, P. Hüter (3), Wilhelm, Sterba (2), Grbavac (5), Mast (2).
Ferndorf: Durica (7 Paraden), Hottgenroth (bei einem 7m und ab 58.); Eres (8/1), Viciano Sario (n.e.), Matzken (4), L. Schneider (1), Klasmann, Michel (4/1), Péchy (n.e.), J. Schneider (4), Bornemann (2), Rüdiger (n.e.), Koloper, Rink (2), Diebel (2).
Schiedsrichter: Bona / Frank.
Zuschauer: -
Zeitstrafen: 6:10 Minuten.
Siebenmeter: 3/3:2/5 (Bartmann hält gegen Klasmann/zweimal und Eres).
Spielfilm: 1:0, 2:3, 4:3 (8.), 4:6 (10.), 6:9 (15.), 9:9 (20.), 9:11, 11:11, 11:13 (27.), 12:14, 13:14 - 16:17, 16:19 (42.), 21:19 (46.), 21:22 (49.), 24:25, 26:25 (57.), 26:27.


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