Bereits vor zehn Jahren startete die Zusammenarbeit zwischen den Unternehmen von Christoph Langen und der Handball-Abteilung des TSV Bayer Dormagen. Mit der enormen Unterstützung des Dormagener Jugendhandballs durch die Kompetenzcenter Abkanttechnik AG und Metall GmbH will der Unternehmer nicht zuletzt "den Jugendlichen und Heranwachsenden die Chance geben, sich sowohl in ihrer Persönlichkeit als auch in ihrer sozialen Kompetenz und ihrem Verantwortungsbewusstsein positiv zu entwickeln." Jetzt hat Christoph Langen, der beim TSV auch zusammen mit seinem Sohn Nils als Trainer der D1-Jugend tätig ist, sein Engagement weiter verstärkt: Das bunte Logo mit dem Zusatz Kompetenzcenter Metall GmbH befindet sich auf den Hosen der Spieler des aktuellen Tabellenzweiten der 3. Handball-Liga West. "Ich bin Christoph Langen dankbar, dass er nun auch unsere 1. Mannschaft als Sponsor fördert", sagt Björn Barthel, Handball-Geschäftsführer des TSV Bayer Dormagen.


Beim Gastspiel in Minden musste Ulli Kriebel reichlich experimentieren: Die grassierende Grippewelle hatte den Kader des TSV Bayer Dormagen erheblich ausgedünnt. So konnten Kapitän Alexander Kübler, Spielmacher Ian Hüter und Linksaußen Sebastian Linnemannstoens gar nicht erst Richtung Ostwestfalen mitfahren. Und von denen, die im Bus saßen, waren mehrere angeschlagen. "Ich bin deshalb besonders stolz auf die Mannschaft und froh, dass wir die Ausfälle so gut wegstecken konnten", sagte der Trainer nach den 60 relativ torarmen Minuten: Lediglich 21 Tore für Minden bedeuten Minusrekord für die Grün-Weißen - und auswärts erzielte der TSV bislang immer mehr als 23 Tore. "Das war heute eine sehr intensive Abwehrschlacht beider Mannschaften", urteilte Mindens Coach Moritz Schäpsmeier, dem auch nicht alle Stammspieler zur Verfügung standen. Trotz der 21:23-Niederlage war er nicht unzufrieden mit der Leistung seiner Auswahl.

Von Beginn lagen die Gäste mit dem klug Regie führenden Kevin-Christopher Brüren in Führung und bauten den Vorsprung auch dank zweier Siebenmeterparaden von Matthias Broy gegen Lukas Kister und Tim Huckauf bis auf 8:4 aus. Da lagen zwischen Kisters 4:6 und 5:8 immerhin acht Minuten. Die Umstellung von Mindens Abwehr auf 6:0 behagte dem TSV dann nicht ganz so gut - zwei Minuten vor der Halbzeit glich Maximilian Nowatski zum 8:8 aus. Er war es auch, der als erster Werfer von der Strafwurflinie Broy überwinden konnte und den 10:10-Pausenstand herstellte.

Zweimal lagen die Gastgeber vor 113 Zuschauer nach dem Seitenwechsel vorne. Der TSV ließ sich davon aber nicht beeindrucken, glich wieder aus und gab den Vorsprung ab der 50. Minute nicht mehr aus der Hand. Für das 17:16 war Daniel Eggert mit einem sehenswerten Schlagwurf verantwortlich. Der Däne, der schon zu Beginn mit mehreren platzierten Würfen auf sich aufmerksam machte, übernahm wieder die Verantwortung und war mit insgesamt sieben Treffern der erfolgreichste Werfer. "Wir haben es nicht geschafft, Eggert zu stellen", sah Schäpsmeier hier neben der fehlenden Durchschlagskraft einen Grund für die Niederlage. Wesentlichen Anteil an der Fortsetzung der Dormagener Erfolgsbilanz hatte in der letzten Viertelstunde auch das Spiel über die rechte Seite. An alter Wirkungsstätte blieb Tim Wieling nervenstark und schloss auch den letzten Gegenstoß zum entscheidenden 23:20 ab. "Aufgrund unserer personellen Situation war es heute wichtig, das Tempo aus dem Spiel zu nehmen. Vor dem Spiel in Leichlingen am kommenden Freitag und nach dem guten Lauf von Minden in der Rückrunde war dieser Sieg natürlich ein wichtiges Zeichen", betonte Ulli Kriebel.  

GWD Minden II - TSV Bayer Dormagen 21:23 (10:10)
Minden:
Paske (12 Paraden), Zollitsch (n.e.); Brand (1), Kunisch (3), Oevermann (1), Kister (5), Rodenkirchen (1), Nowatski (5/3), Hösl (2), Nolting, Strakeljahn (1), Huckauf (1), Richtzenhain (1).
Dormagen: Broy (11 Paraden), Boieck (bei einem 7m); Carvalhais, Eggert (7), P. Hüter, Krefting (n.e.), Braun (n.e.), Brüren (3), Jagieniak (2), Stutzke (4), Hüfken (1), Spinner (n.e.), Wieling (6/1).
Schiedsrichter: Arndt / Magalowski.
Zuschauer: 113.
Zeitstrafen: 6:8 Minuten.
Siebenmeter: 3/5:1/2 (Broy hält gegen Kister und Huckauf - Brüren scheitert an Paske).
Spielfilm: 2:2 (4.), 3:6 (15.), 4:8 (21.), 8:8 (28.), 9:10, 10:10 - 11:10, 11:13 (38.), 14:13 (41.), 16:18 (52.), 18:19 (54.), 19:21, 20:23, 21:23.


Zwei richtungsweisende Begegnungen warten auf den TSV Bayer Dormagen: Heute reist das Team von Ulli Kriebel nach Minden, am Freitag ist der Leichlinger TV Gastgeber. Es geht also erst gegen den Tabellensiebten der 3. Liga West, anschließend gegen den unmittelbaren Verfolger - der sich bereits am gestrigen Freitagabend in starker Verfassung zeigte und den OHV Aurich mit der 19:32-Niederlage nach Hause schickte. Der TSV würde heute gerne nachlegen und die Serie fortsetzen: Immerhin ist der Tabellenzweite seit vier Monaten ungeschlagen. Die Partie in der Hauptschule Dankersen wird um 19 Uhr angepfiffen.

"Es ist eine schwere Aufgabe in Minden. Wir müssen kämpfen und an unsere Grenzen gehen", sagt Kriebel vor der Abfahrt zum Handball-Traditionsverein. Die Reserve des Bundesligisten hat sich in dieser Saison nach dem 2:10-Fehlstart kontinuierlich nach oben gearbeitet. Und in der Rückrunde trumpfte die Auswahl von Moritz Schäpsmeier mit vier Siegen in fünf Spielen auf. Zuletzt sogar mit den knappen Erfolgen in Krefeld (25:24) und Schalksmühle (26:25). Um das Hinspiel im TSV Bayer Sportcenter mit 26:23 zu gewinnen musste der TSV in der zweiten Spielhälfte gehörig zulegen. Das Markenzeichen der Grün-Weißen ist ähnlich wie das der Dormagener: Sie spielen einen schnellen Handball. Der Blick auf die Torbilanz sagt alles: Minden hat bislang 595 Tore erzielt, mehr als jeder andere Klub der 3. Liga West. Die TSV-Defensive ist mithin besonders gefordert. Und es wird wichtig sein, die Kräfte richtig einzuteilen, da die Grippewelle nicht an Dormagen vorbeizog.


Die letzten drei Spiele zwischen Dormagen und Krefeld waren jeweils echte Handball-Krimis. Das sollte sich im Mittwoch-Spiel nicht ändern: Am Ende gab es wie vor einem Jahr (27:27) erneut ein Remis, mit dem beide Mannschaften gut leben konnten. Vor 948 Zuschauern im TSV Bayer Sportcenter war das 30:30 der Tabellennachbarn allerdings ein immenser Kraftakt für die Gastgeber - die Dormagener mussten in der zweiten Halbzeit einen Rückstand von sieben Toren (12:19) aufholen.

Der Start gefiel den Anhängern des Tabellenzweiten: KC Brüren sorgte für die beiden ersten Treffer, das 3:0 verpasste Sebastian Linnemannstöns mit dem Wurf an die Latte. Dann aber schlichen sich die ersten Fehler ein, die von den ausgebufften Gästen zur eigenen Führung genutzt wurden. Dabei zeichnete sich Henrik Schiffmann mit drei Treffern in Folge aus. "Unser erster Defensivplan hat nicht funktioniert, in der Abwehr fehlte einfach die Emotion", stellte Trainer Ulli Kriebel später fest. So kamen neben Schiffmann auch immer wieder Marcel Görden und Jens-Peter Reinarz zum Abschluss. Einmal noch glich der TSV zum 7:7 nach einem Konterlauf von Brüren aus. Nach einer Viertelstunde übernahm aber die HSG erneut die Führung und gab sie vorerst nicht mehr ab. Max Zimmermann erhöhte kurz vor der Pause sogar auf 16:11, ehe der mit acht Treffern erfolgreichste Werfer Lukas Stutzke, um den sich mitunter drei Krefelder kümmerten, den 12:16-Halbzeitstand herstellte.

Nach dem Seitenwechsel sah es zunächst nicht nach einer Wende aus: Der Krefelder Anhang bejubelte drei weitere Tore hintereinander. Anschließend machte sich bezahlt, dass der TSV eine weitere defensive Variante spielen kann und auf die offensive Deckung umschalten konnte. Damit wurde die HSG vor große Probleme gestellt. Jetzt klappte auch die Zusammenarbeit mit Torwart Matthias Broy besser. Und vorne wurden die Außen stärker ins Spiel gebracht. Da steuerte zudem Tim Wieling trotz Erkältung wichtige Tore bei. Sein Einsatz war ebenso gefährdet gewesen wie der von Daniel Eggert, der noch am Morgen über Rückenprobleme klagte. Doch der Däne biss auf die Zähne und überzeugte mit sieben Toren. Er war auch für den ersten Ausgleich der zweiten Hälfte zum 21:21 nach einer Dreiviertelstunde verantwortlich - nach einem Kempa-Anspiel von Alexander Kübler.

Ian Hüter brachte den TSV erstmals wieder zum 23:22 in Front, anschließend wechselte die Führung mehrfach, wobei für Krefeld zumeist der schnelle Zimmermann erfolgreich war. Die Spannung steigerte sich in der Schlussphase zur puren Dramatik: Eggert traf zum letzten Mal für den TSV zum 30:29, Zimmermann ließ den Ausgleich folgen. In der Schlussminute nahmen beide Trainer die Auszeit. Darauf lief das Spiel über die linke Seite, Linnemannstöns scheiterte mit seinem Wurf an Krefelds Schlussmann Philipp Ruch. Acht Sekunden hatte die HSG dann noch Zeit, um sogar beide Zähler mitzunehmen. Doch Reinarz warf den Ball klar über das Tor. "Nach den Niederlagen gegen Schalksmühle und Minden und unserer schwierigen personellen Situation bin ich super zufrieden mit dem einen Punkt", sagte Krefelds Trainer Dusko Bilanovic. Und Ulli Kriebel konnte letztlich auch mit dem Remis leben: "Nach dem klaren Rückstand geht das Ergebnis in Ordnung."

Die Spieler können jetzt ein wenig Karneval feiern. Weiter geht es mit dem Gastspiel in Minden am Samstag, 17. Februar.       

TSV Bayer Dormagen - HSG Krefeld 30:30 (12:16)
Dormagen:
Boieck (2 Paraden), Broy (ab 21., 8 Paraden); Linnemannstoens (2), Eggert (7), I. Hüter (1), Kübler (1), P. Hüter, Pyszora (n.e.), Brüren (7/4), Jagieniak, Stutzke (8), Hüfken, Wieling (4).
Krefeld: Ruch (11 Paraden), Nippes (bei einem 7m); Schiffmann (7), Wirtz (n.e.), Görden (5), Schneider (2), Vonnahme, Reinarz (7/2), Kuhfuss, Zimmermann (7), Ciupinski (2), Janus.
Schiedsrichter: Hannes/Hannes.
Zuschauer: 948.
Zeitstrafen: 8:8 Minuten.
Siebenmeter: 4/5:2/2 (Ruch hält gegen Brüren).
Spielfilm: 2:0, 3:5 (10.), 7:7 (13.), 7:9, 9:10 (20.), 9:13 (24.), 11:16, 12:16 - 12:19, 17:19 (40.), 21:21 (45.), 23:22 (46.), 26:27 (53.), 30:29, 30:30.


"Wir haben noch etwas gutzumachen", sagt Ulli Kriebel vor dem Spieltag der Rheinland Versicherungen an diesem Mittwoch, 7. Februar. Denn immerhin ist die HSG Krefeld der einzige Verein der 3. Liga West, gegen den die Dormagener in dieser Saison ihr Auswärtsspiel verloren haben. "Klar, wir wollen die Revanche", macht der Trainer des TSV Bayer Dormagen deutlich. Ein Erfolg wäre für ihn auch ein vorgezogenes Geburtstagsgeschenk: Kriebel wird Weiberfastnacht 40 Jahre alt. Für das Spiel können noch Tickets im Vorverkauf im Tabakshop, Kölner Straße / Ecke Nettergasse, oder online erworben werden. Die Abendkassen öffnen um 19 Uhr. Eine Stunde später erfolgt der Anpfiff der Schiedsrichter Christian und Davis Hannes vom Handballverband Mittelrhein, die dem Young Referee Project der Europäischen Handball Föderation angehören.

Gegenüber dem Hinspiel hat sich bei den Gästen einiges getan: Olaf Mast ist nicht mehr Trainer der HSG. Beim letzten Heimspiel des Jahres 2017 gegen Aurich wurde er von den Fans und Freunden der Schwarz-Gelben verabschiedet. Fast zehn Jahre war der 49-Jährige im Umfeld der HSG Krefeld sowie in den Stammvereinen SC Bayer Uerdingen 05 und Adler Königshof tätig. Der in Dormagen wohnhafte und ehemals auch beim TSV spielende Linkshänder hatte die Clubführung um Auflösung seines bis zum Ende der Spielzeit datierten Vertrages gebeten. Als Nachfolger bis Saisonende präsentierte die HSG den 46-jährigen ehemaligen Bundesligaprofi Dusko Bilanovic. Er war in Deutschland für die HSG Wetzlar, TSV Östringen, MT Melsungen, SG Wallau/Massenheim, Wilhelmshavener HV und TV Emsdetten aktiv. Bilanovics letzte Trainerstation nach einem Engagement auch bei der ART Düsseldorf war die HSG Norderstedt / Henstedt-Ulzburg. Dort wurde der Vertrag im Februar 2017 wegen einer drohenden Insolvenz aufgelöst. Bilanovic bleibt bis zum Ende dieser Spielzeit und wird dann von einem alten Bekannten abgelöst: Ronny Rogawska vom TV Korschenbroich übernimmt dann die Spielgemeinschaft.

Die 26:27-Niederlage am 22. September kam nach Dormagens 15:11-Führung zur Pause eher überraschend. "In der zweiten Hälfte haben wir nicht gut gespielt. Da hat sich letztlich die Erfahrung der Krefelder durchgesetzt", erinnert sich Ulli Kriebel. Ein zweites Mal soll das nicht passieren. Nach dem 28:23 gegen Schalksmühle-Halver am Samstag hatte die Mannschaft erst einmal einen Tag frei, um dann die konkrete Vorbereitung auf das Derby zu starten. Mit welcher defensiven Variante sein Team beginnen wird, lässt Kriebel noch offen: "Gegen Schalksmühle konnte man sehen, dass wir in der Abwehr recht flexibel und deshalb auch nicht ausrechenbar sind. Ein System funktioniert jedenfalls immer." Dass Krefeld zuletzt sein Heimspiel gegen Minden II verlor, spricht nach Meinung von Kriebel nicht gegen die Seidenstädter sondern für Minden: "Die spielen eine sehr starke Saison", blickt er auf den nächsten Auswärtsgegner.

Der TSV hofft auf einen Erfolg, um die Zuschauer dann auch mit der entsprechenden Musik in den Karneval zu schicken: "Es wäre doch schön, wenn wir uns nach dem Spiel gemeinsam auf die närrischen Tage einstimmen können", sagt Dormagens Handball-Geschäftsführer Björn Barthel.


913 Zuschauer erlebten im TSV Bayer Sportcenter ein abwechslungsreiches und unterhaltsames Spiel gegen die lange mithaltende SG Schalksmühle-Halver. Auch Dormagens Trainer Ulli Kriebel bestätigte nach den 60 Minuten, dass der 28:21-Erfolg seines Teams etwas zu hoch ausgefallen war. Mann des Abends war Kevin-Christopher Brüren, der 13 Treffer erzielte. Gemeinsam mit dem stark haltenden Matthias Broy durfte KC die TSV-Anhänger zum Schlussapplaus auffordern und zeigte dabei auch seine turnerischen Qualitäten.

So richtig kam der TSV zunächst nicht ins Spiel. Vorne klappte es mit dem Abschluss noch nicht wie gewollt. Und hinten antworteten die Gäste abgeklärt auf die offensive Deckung mit dem Versuch, die agilen Lukas Hüller und Lutz Weßeling aus dem Spiel zu nehmen. Nach einer Viertelstunde hieß es 8:5 für die SG. Dazu zählte auch ein Treffer von Hüller zum 4:3, der gar keiner war. Der Ball klatschte an die Latte und landete niemals hinter der Torlinie, wie der Schalksmühler später im Gespräch mit Brüren, seinem Mannschaftskollegen aus früheren Niederrhein-Zeiten, bestätigte. Dies freilich sollte nicht die einzige kuriose Entscheidung der Schiedsrichter bleiben.

Nach dem Drei-Tore-Vorsprung des Tabellenvierten nahm Kriebel die Auszeit und stellte die Defensive auf 6:0 um. "Das zeigt unsere Qualitäten in der Abwehr, wir können mit verschiedenen Systemen auf den Spielverlauf reagieren", lobte später der Coach seine Auswahl, bei der neben Eloy Morante Maldonado auch Nuno Carvalhais aufgrund einer im Training erlittenen Oberschenkelverletzung fehlte. Bis zur zweiten Führung nach Alexander Küblers 1:0 durch den im 1:1-Spiel immer wendiger werdenden Ian Hüter dauerte es allerdings noch etwas - auch weil es Diskussionsbedarf nach einer unverkennbaren Fehlentscheidung des Gespanns Kamper/Kamper gab: Mattes Broy holte den Ball nach einem Wurf von Weßeling aus dem Netz und beförderte ihn flugs zur Mittellinie. Dort startete die schnelle Mitte, die mit dem 11:11 durch Tim Wieling endete. Das Tor der Gäste erschien indes nicht auf der Anzeigetafel. Eben weil die Schiris gar nicht gepfiffen hatten - und auch nicht die Möglichkeit der Nachfrage nutzten.

Bis zur Halbzeit legte der TSV dann regelmäßig einen Treffer vor und Schalksmühle glich aus, bis es nicht mehr ging: Denn Brüren verwandelte zum 15:14 per Siebenmeter, nachdem die 30 Minuten bereits abgelaufen waren. Nach dem Seitenwechsel ging es weiter wie zuvor: KC traf per Strafwurf, der im Verlauf des Spiel gut bewachte Lukas Stutzke erhöhte auf 17:14. Doch von einer Absetzbewegung konnte noch keine Rede sein, die SG blieb bis zum 21:20 durch den von der Linie sicher vollstreckenden Weßeling in der 51. Minute dran. In den verbleibenden neun Minuten durften die Sauerländer sich allerdings nur noch einmal freuen: Lediglich Natko Merhar traf noch einmal als die Partie längst entschieden war. Im ständigen Wechsel trugen sich Brüren und Kübler in die Torschützenliste ein. Und wenn die Gäste jetzt noch mal genau zielten, dann wehrte Broy den Ball ab. "Am Schluss haben wir uns ein Stück weit aufgegeben", konnte SG-Coach Stefan Neff aber gleichwohl zufrieden sein: "Wir haben Dormagen alles abverlangt."

Am kommenden Mittwoch, 7. Februar, folgt bereits das nächste Heimspiel des TSV Bayer Dormagen: Am Spieltag der Rheinland Versicherungen kommt es ab 20 Uhr zum Spitzenspiel zwischen dem TSV Bayer und der HSG Krefeld.

TSV Bayer Dormagen - SG Schalksmühle-Halver 28:21 (15:14)
Dormagen: Boieck (2 Paraden), Broy (ab 19., 10 Paraden); Köster, Linnemannstoens, Eggert, I. Hüter (4), Kübler (5), P. Hüter (1), Brüren (13/7), Jagieniak, Stutzke (3), Hüfken (1), Wieling (1).
Schalksmühle-Halver: Vukas (4 Paraden), Plessers (ab 41., 4 P.); Jorajuria (1), Diehl (1), Sackmann (3), Weßeling (7/4), Spannekrebs (n.e.), Luciano (1), Merhar (1), Ruskov (3), Müller, Hüller (4), Hecker.
Schiedsrichter: Kamper / Kamper.
Zuschauer: 913.
Zeitstrafen: 12:8 Minuten.
Siebenmeter: 7/8:4/4 (Brüren wirft über das Tor).
Spielfilm: 1:0, 1:3, 3:3, 5:5, 5:8 (15.), 8:11 (19.), 12:11 (25.), 14:14, 15:14 - 17:14 (37.), 20:17 (45.), 21:20 (51.), 27:20 (58.), 28:21.


Seit Mitte Oktober 2017 ist der TSV Bayer Dormagen unbesiegt und nimmt im bundesweiten Vergleich mit den 64 Drittliga-Teams der vier Staffeln den dritten Platz ein. Punktemäßig besser sind nur der Spitzenreiter im Westen TuS Ferndorf - der als einziger Drittligist überhaupt noch keinen Zähler abgegeben hat - und im Norden der HSV Hamburg (30:4-Punkte). Im Osten liegt der TV Großwallstadt vorne (28:6), im Süden SG Nußloch (26:10). Der TSV kassierte bisher fünf Minuspunkte und würde es gerne dabei belassen. Auch beim Heimspiel gegen die SG Schalksmühle-Halver an diesem Samstag, 3. Februar, sind zwei Punkte das erklärte Ziel. Das Spiel wird von Cefdet und Kenan Kamper (Wickrath) um 19 Uhr im TSV Bayer Sportcenter angepfiffen. Tickets im Vorverkauf gibt es im Tabakshop an der Kölner Straße, Ecke Nettergasse, sowie Online. Die Abendkassen öffnen um 18 Uhr.

Das Hinspiel gewann der TSV mit 34:26 nach einer überzeugenden Leistung. "Ich gehe davon aus, dass es uns die Gäste diesmal deutlich schwerer machen werden", sagt Dormagens Coach Ulli Kriebel auch im HIT Trainer Talk. "Denn Schalksmühle ist stabiler geworden und steht ja nicht zu Unrecht auf dem vierten Tabellenplatz." Und die Gäste können personell aus dem Vollen schöpfen. Schlussmann Nicholas Plessers steht nach seiner Magen-Darm-Grippe zur Verfügung - neben Dominik Formella, der ehemals die Dormagener Torwartkleidung trug. Allrounder Florian Diehl unterzieht sich beim Abschlusstraining einem Härtetest, wird aber vermutlich spielen können. Ebenso wie Linkshänder Luca Sackmann, der gegen Krefeld studienbedingt ausgefallen war.

SG-Trainer Stefan Neff beschreibt, wie seine Mannschaft im Sportcenter erfolgreich sein kann: "Wenn wir am Limit spielen und Dormagen nicht, dann geht dort etwas." Den gewissen Optimismus schränkt er freilich etwas ein: "Selbst wenn bei uns vieles passt, kann es trotzdem sein, dass es gegen diesen Gegner am Ende nicht reicht." Entscheidend sei eine "ähnlich starke Deckung wie zuletzt beim 27:25-Sieg gegen Krefeld." Weil die Dormagener Abwehr in der ersten Halbzeit bei den Bergischen Panthern zu unaufmerksam agierte, fordert Ulli Kriebel Konzentration von der ersten Minute an. Der zuletzt in der Defensive ordentlich auftretende Nuno Carvalhais wird am Samstag wohl nicht helfen können: Er zog sich im Training eine Verletzung im Oberschenkel zu. Ausfallen wird weiterhin Eloy Morante Maldonado. Für ihn könnte eventuell Linksaußen Sebastian Linnemannstoens in den Spielaufbau wechseln.

Übrigens: Im Rahmen der städtischen Markenkampagne wird an diesem Samstag abschließend eine Handschriften-Sammelaktion zum neuen Slogan der Stadt "Natürlich! Am Rhein." im Sportcenter durchgeführt. Um das Zusammengehörigkeitsgefühl mit der Stadt Dormagen zu stärken sind alle Interessierten aufgerufen, ihre digitale Schriftprobe auf einem Tablet abzugeben. Sämtliche Handschriften werden mit einer speziellen Software zu einer eigenen Dormagen-Schrift zusammengeführt, in der zukünftig "Natürlich! Am Rhein." digital und auf Drucksachen zu lesen sein wird. Jeder, der seine Schriftprobe abgibt, wird insofern Teil der neuen Marke.

Und noch ein Hinweis zum Spiel: Wer nicht in die Halle kommen kann, hat wiederum die Möglichkeit, die Partie im Livestream bei Sportstadt.tv und nun auch bei Handball-Deutschland zu sehen.


Um die beiden Punkte mit auf die andere Rheinseite nehmen zu können, musste der TSV Bayer Dormagen nach dem Seitenwechsel gehörig aufdrehen. Erstmals in dieser Saison lag ein Gastgeber zur Pause (16:14) gegen den TSV vorne. Doch direkt nach dem Wiederanpfiff überraschten die Dormagener die Bergischen Panther mit einer äußerst offensiven Abwehr. Am Ende hieß es zur Freude der vielen mitgereisten Fans 31:27 für das Team von Ulli Kriebel. Und da Schalksmühle gegen Krefeld an diesem Spieltag mit 27:25 erfolgreich war, baute der TSV als Tabellenzweiter der 3. Handball-Liga West den Vorsprung auf den Dritten Krefeld auf fünf und gegen den Vierten Schalksmühle auf sieben Punkte aus. Jetzt folgen gleich zwei Heimspiele im TSV Bayer Sportcenter gegen die direkte Konkurrenz: Am Samstag, 3. Februar, ab 19 Uhr gegen die SG Schalksmühle-Halver; am Mittwoch, 7. Februar, ab 20 Uhr gegen die HSG Krefeld.

Der TSV hatte in Burscheid-Hilgen am späten Sonntag Nachmittag einen guten Start und führte in der 4. Minute mit 3:1. Die Panther hielten freilich mehr als dagegen. "Wir haben in der ersten Hälfte weit über unsere Möglichkeiten gespielt", war selbst HSG-Trainer Marcel Mutz von der starken Leistung seiner Auswahl beeindruckt. Dabei profitierte sein Team aber auch von der zurückhaltenden Dormagener Abwehr, die wenig Aggressivität ausstrahlte. Auf ging auch das Konzept von Mutz, Lukas Stutzke durch einen Sonderbewacher kaum zur Entfaltung kommen zu lassen. Und nicht zuletzt war es Robin Eigenbrod im Kasten der Bergischen, der sein Können unter Beweis stellte. So verschaffte die HSG sich kurz vor der Pause sogar den 16:12-Vorsprung. Dank der Treffer von Alexander Kübler und Tim Wieling konnten die TSV-Spieler den Gang in die Kabine aber doch noch etwas optimistischer antreten.

Wie aufgedreht kamen die Gäste denn auch zurück. Die wechselnde 3:3- und 3:2:1-Abwehr kaufte den Panthern den Schneid ab. Der TSV störte konsequent und nutzte die Ballgewinne zum schnellen Gleichstand und dann auch zur 17:16-Führung durch Sebastian Linnemannstoens. So zückte Mütz schon nach zweieinhalb Minuten die grüne Auszeitkarte. Danach glich Simon Wolter zwar zum 17:17 aus, doch es sollte das letzte Unentschieden der Partie sein. Lukas Stutzke war jetzt kaum noch zu halten, Alex Kübler bewährte sich als Vollstrecker am Kreis und Daniel Eggert ließ Eigenbrod mit platzierten Abschlüssen keine Chance. Mutz: "Mit zunehmender Spielzeit machte sich bei uns der Kräfteverschleiß bemerkbar. Noch können wir uns mit einer solchen Mannschaft wie Dormagen nicht messen." Die erste Hälfte allerdings gefiel Ulli Kriebel gar nicht: "Wir fanden nicht ins Spiel und haben uns zunächst zu stark mit uns selbst und den Schiedsrichtern beschäftigt." Weil es nach der Pause klar besser lief, konnte er unter dem Strich mit der Leistung seiner Spieler zufrieden sein.  

HSG Bergische Panther - TSV Bayer Dormagen 27:31 (16:14)
Burscheid:
Eigenbrod (13 Paraden), Conzen (n.e.); van Walsem, C. Hindrichs (2), S. Hindrichs (n.e.), Schmitz (3/3), Blum (2), Aschenbroich (2), Schneider (2), Hinkelmann (4), Jesussek (5), Wolter (4), Zapf (3), Arnaud.
Dormagen: Broy (7 Paraden), Boieck (ab 31., 7 P.); Linnemannstoens (3), Stutzke (7), Jagieniak (1), I. Hüter (2), Brüren (2/1), Wieling (3), P. Hüter (2), Carvalhais (1), Kübler (5), Eggert (5).
Schiedsrichter: Bittner / Casselmann.
Zuschauer: 200.
Zeitstrafen: 8:4 Minuten.
Siebenmeter: 3/4:1/2 (Brüren scheitert an Eigenbrod - Schmitz wirft an den Pfosten).
Spielfilm: 1:3 (4.), 3:5, 6:5 (11.), 8:9 (19.), 12:9 (24.), 16:12 (28.), 16:14 - 16:17 (33.), 17:19, 19:20, 19:22 (41.), 20:24 (45.), 25:30 (58.), 27:31.


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