Der TSV Bayer Dormagen bleibt auf der Erfolgsstraße und nahm am Freitag Abend in der "Blütenstadt" Revanche für die Hinspiel-Niederlage gegen den Leichlinger TV: Das Team von Alex Koke setzte sich im Ostermann-Forum mit 33:32 durch und festigte damit den 4. Platz in der 3. Handball-Liga West. Die vielen Dormagener Fans feierten ihre Mannschaft nach dem neunten Auswärtssieg in dieser Saison. Jetzt will der TSV seine Serie mit 13:1-Punkten aus den letzten sieben Spielen am kommenden Samstag, 1. April, um 19 Uhr im TSV Sportcenter gegen die HSG Krefeld fortsetzen.

"Das war ein verdienter Sieg", betonte Alex Koke nach den 60 Minuten. Nur bedingt konnte sich sein Kollege Frank Lorenzet mit dieser Aussage anfreunden und schlug einen Kompromiss vor: "Sagen wir verdient glücklich." Wie auch immer - der LTV führte lediglich einmal beim 3:2 in der 5. Minute. Ansonsten legte immer der TSV vor, der zufrieden mit 18:14 in die Kabine ging. Doch mit dem Verwalten des Vorsprungs tat sich die junge TSV-Truppe einmal mehr schwer. Direkt nach dem Seitenwechsel kam Leichlingen heran und glich in der 37. Minute zum 20:20 aus - auch weil der einige Zeit von der Dormagener A-Jugend ausgeliehene Torwart Arne Fuchs die wohl beste Leistung in dieser Spielzeit zeigte und dafür ein Kompliment von Lorenzet erntete. Es sollte aber auch das letzte Remis der Partie bleiben, in der Folgezeit verschaffte sich der TSV immer wieder Luft, ohne sich wirklich absetzen zu können. Erst waren es zwei Konter von Pascal Noll, die zum 27:24 führten. Dann behielt Max Bettin die Nerven, als die Schiedsrichter schon Zeitspiel pfeifen wollten.

Ein glückliches Händchen begleitete die Wechsel der Torleute in der 52. Minute und noch einmal in der letzten Minute: Sven Bartmann machte zunächst Platz für Fredrik Genz, der erst einen Wurf des erfolgreichsten Leichlingers David Kreckler meisterte und anschließend den Strafwurf von Tim Hilger meisterte. Als Lukas Stutzke danach auf 32:29 erhöhte, schien die Partie entschieden. Doch Oussama Lajnef und Christian Mergner verkürzten auf 32:31. Erneut traf Stutzke, der aber danach an Ante Vukas scheiterte. Nach Krecklers Anschlusstreffer musste jetzt der letzte LTV-Angriff über Niederlage oder Punktgewinn entscheiden. Der erneute Wurf von Rechtsaußen Kreckler sprang von Sven Bartmanns Bein an den Pfosten - und die TSV-Mannschaft durfte mit ihrem Anhang jubeln. Patrick Hüter gehörte der besondere Dank von Alex Koke: "Er hat den im Hinspiel besten Leichlinger Valdas Novickis weitgehend neutralisiert." Pech für die Gastgeber: Mit David Hansen war schon in der ersten Hälfte der zweite Shooter verletzungsbedingt ausgefallen.

Leichlinger TV - TSV Bayer Dormagen 32:33 (14:18)
Leichlingen: Fuchs, Vukas; Lange, Hilger (5/1), Hansen, Novickis (4), Lajnef (7), Natzke (n.e.), Barwitzki (n.e.), Mergner (3), Zechmeister (5), Kreckler (8).
Dormagen: Bartmann, Genz; Bettin (9/1), Pötzsch (4), Eisenkrätzer (n.e.), I. Hüter (1), Kübler (2), Noll (12/3), P. Hüter, Brüren (n.e.), Morante Maldonado (2), Stutzke (3), Hüfken (n.e.), Andrejew (n.e.).
Schiedsrichter: Becker/Nickel.
Zuschauer: 512.
Zeitstrafen: 8:8 Minuten.
Siebenmeter: 1/3:4/5 (Kreckler scheitert an Bartmann, Hilger an Genz - Bettin wirft an den Pfosten).
Spielfilm: 3:2 (5.), 3:5 (8.), 4:7, 7:8, 8:11 (16.), 10:15 (21.), 12:17, 14:18 - 17:18, 20:20 (37.), 20:23 (41.), 22:23, 23:26 (47.), 26:29, 28:29, 29:32 (56.), 31:32 (58.), 32:33.


Gegen den Leichlinger TV hat der TSV Bayer Dormagen noch eine Rechnung offen: Im Hinspiel führten die Gastgeber im TSV Sportcenter nach einer Viertelstunde bereits mit 10:3 - um schließlich 29:31 zu verlieren. Dass sich ein solch ungewöhnlicher Spielverlauf im "Ostermann-Forum" (ehemals Smidt Forum) wiederholen wird, ist kaum anzunehmen. "Aber wir werden natürlich alles versuchen, um uns die Punkte zurück zu holen", sagt TSV-Trainer Alex Koke. Die Schiedsrichter Florian Becker und Marco Nickel aus Darmstadt pfeifen das Spiel in der Halle Am Hammer um 20 Uhr an. In der Partie stehen sich die direkten Tabellennachbarn gegenüber. Mit einem Erfolg würde der TSV als derzeit Vierter der 3. Liga West den Vorsprung auf drei Punkte ausbauen.

Die Dormagener Trainingswoche war durch mehrere "kleinere" Verletzungen beeinträchtigt. So musste Max Bettin, der noch Probleme mit einer in Ratingen erlittenen Verletzung hat, mit dem Training aussetzen. Ebenso Ian Hüter aufgrund von Leistenproblemen. Und am Mittwoch Abend klagte Alexander Kübler über eine Zerrung. "Aber wir werden trotzdem eine schlagkräftige Mannschaft stellen können", betont Koke, der wieder auf Lukas Stutzke zurückgreifen kann. Für KC Brüren käme der Einsatz nach seiner Bänderverletzung aber wohl zu früh.

"Um in Leichlingen bestehen zu können, müssen wir vor allem den traditionell starken LTV-Angriff in den Griff kriegen", erklärt der Trainer. Mit 798 Treffern hat der LTV die meisten Tore in der 3. Liga West erzielt. Der Halblinke David Hansen ist mit 134 Erfolgen der zweitbeste Feldtorschütze der Liga. Valdas Novickis, im Hinspiel bester Schütze seines Teams mit neun Toren, steht ihm kaum nach (127/6). Und auf der rechten Seite beteiligte sich David Kreckler mit bislang 133/32 Treffern am Torewerfen. Besondere Gefahr aus dem Rückraum geht zudem von Tim Hilger aus. Trainer Frank Lorenzet ist zufrieden, er kann das Spiel mit seinem kompletten Kader bestreiten.


Es dauerte eine Weile bis der TSV Bayer Dormagen sich auf die Spielweise der Gäste aus Korschenbroich eingestellt hatte. Der mit 12 Treffern einmal mehr erfolgreichste Schütze Max Bettin erzielte in der 21. Minute die erste Dormagener Führung zum 12:11, die im Verlaufe der Begegnung nicht mehr aus der Hand gegeben wurde. Mit 30:27 (19:14) baute der TSV seine Serie auf nunmehr 11:1-Punkte aus und verteidigte den 4. Platz in der 3. Liga West. Am kommenden Freitag, 24. März, steht die Partie beim Leichlinger TV an, der mit einem Punkt Rückstand auf Tabellenplatz 5 liegt.

"Das war sicher kein Kooperationstag", sagte TVK-Trainer Ronny Rogawska in Anspielung an die strategische Zusammenarbeit zwischen dem TSV und den Korschenbroichern. Beide Mannschaften kämpften um die Punkte, zunächst dominierten die Gäste vor 1024 Zuschauern. "Vor allem Henrik Schiffmann hat uns da vor Probleme gestellt", erklärte TSV-Coach Alex Koke, der auch vom Einsatz des siebten Feldspielers überrascht war. Als er schon die Abwehr umstellen wollte, "spielte uns die Beinverletzung von Justin Müller ein wenig in die Karten." Das sah Rogawska ähnlich: "Da haben wir unsere Strukturen verloren und wollten zu schnell spielen." Die veränderte Spielweise drückte sich bald auch im Ergebnis aus. Die platzierten Würfe von Max Bettin und die energischen Durchbrüche von Eloy Morante Maldonado und Ian Hüter an den Kreis verschafften dem TSV bis zur Pause eine beruhigende 19:14-Führung.

Nach dem Seitenwechsel kam Pascal Noll immer besser ins Spiel, der in den Kreis fliegende Linksaußen zeichnete sich auch durch den spektakulärsten Treffer zum 22:17 aus. Kurz drauf freute sich die gesamte Mannschaft über das Tor von Rechtsaußen Frederik Spinner, der nach langer Verletzungspause sein Comeback feierte. Korschenbroich kam noch einmal näher, mit der zweiten Halbzeit war Rogawska denn auch durchaus zufrieden. Doch der TSV reagierte regelmäßig und ließ nichts mehr anbrennen. Mit drei Treffern in den letzten 90 Sekunden konnte der TVK lediglich ein knapperes Endergebnis herstellen. Apropos Kooperation: Den Schlusspunkt setzte ausgerechnet Peer Pütz - der für Korschenbroich spielende Nachwuchstrainer des TSV trug sich fünf Mal in die Torschützenliste ein.

TSV Bayer Dormagen - TV Korschenbroich 30:27 (19:14)
Dormagen: Bartmann (1 Parade), Genz (ab 14., 8 Paraden); Pötzsch, Eisenkrätzer, I. Hüter (3), Kübler, Noll (7), P. Hüter (2), Bettin (12/3), Morante Maldonado (5), Hüfken, Andrejew, Spinner (1).
Korschenbroich: Krüger (14 Paraden), Vitz (n.e.); Schiffmann (6), Backhaus (3), Stassen, Pütz (5/1), Jennes (3), Brinkhues (2), Jagieniak (1), Müller (2), Zimmermann (5/2), Meyers.
Schiedsrichter: Jannik Otto / Sebastian Siebert.
Zuschauer: 1024.
Zeitstrafen: 12:10 Minuten.
Siebenmeter: 3/5:3/5 (Bettin wirft an den Pfosten, Krüger hält gegen Noll, der mit dem Nachwurf erfolgreich ist - Zimmermann und Pütz scheitern an Genz).
Spielfilm: 4:7 (9.), 8:9 (16.), 9:11 (17.), 13:11 (23.), 15:12, 16:14, 19:14 - 19:16, 23:17 (41.), 23:20 (46.), 27:21 (51.), 28:24, 30:24 (59.), 30:27.


Wie schnell die Zeit vergeht: Der TSV Bayer Dormagen richtet in der Saison 2016/17 nur noch vier Heimspiele aus, darunter die drei Derbys gegen Korschenbroich, Krefeld und Neuss. An diesem Freitag, 17. März, steigt das Rückspiel gegen den TV Korschenbroich im TSV Sportcenter. Das vor einiger Zeit neu zusammengestellte Schiedsrichterpaar Jannik Otto und Sebastian Siebert pfeift die Begegnung am Spieltag des Autohauses Heinen um 20 Uhr an. Tickets gibt es noch in der City-Buchhandlung, Kölner Straße 58, online und an den Abendkassen, die um 19 Uhr öffnen.

Beide Mannschaften haben seit längerer Zeit nicht mehr verloren: Der TSV sammelte 9:1-Punkte aus den letzten fünf Spielen und kletterte auf Rang 4 der 3. Liga West, Korschenbroich kommt auf 6:2-Zähler aus den letzten vier Partien und hat sich mit dem erreichten Platz 11 weitgehend von der Abstiegszone entfernt. Zuletzt gab es für die Gäste die Aufholjagd zum 25:25 gegen Ahlen nach einem Fünf-Tore-Rückstand in den letzten 20 Minuten. Das Hinspiel gewann der TSV nach einem umkämpften Spiel mit 27:26. Dabei warfen drei Spieler insgesamt 19 Tore, die am Freitag nicht auf dem Spielfeld stehen: Als Spielertrainer erzielte Alex Koke alle zehn Treffer in der zweiten Hälfte, jetzt steht er nur noch als Coach zur Verfügung. KC Brüren (5) ist weiterhin verletzt, Lukas Stutzke (4) privat verhindert. Da Ian Hüter bei einem Lehrgang der deutschen Junioren-Auswahl war, "hatten wir in dieser Woche eine eher knappe Besetzung im Training", sagt Koke. Nichtsdestotrotz will der TSV seinen erfolgreichen Lauf fortsetzen. Der jetzt bekanntgegebene Wechsel von Max Bettin zum Bergischen HC ist für Alexander Koke ein Beleg für die erfolgreiche Kooperation: "Wir freuen uns, dass Max diese Chance bekommt. Er konnte sich durch das Zweitspielrecht für den BHC weiterentwickeln und uns auch Impulse geben. Dies beweist einmal mehr, dass der TSV eine hervorragende Adresse für junge, talentierte Spieler ist."

Am Spieltag des Autohauses Heinen kommen auch Auto interessierte Sportfans auf ihre Kosten: Präsentiert werden vor dem Sportcenter neue Toyota- und Peugeout-Modelle.


Solche Spiele gibt es immer wieder: Die Sieger freuen sich unter Vorbehalt, die Verlierer sind nicht unzufrieden. So geschehen am Samstag Abend in Ratingen. Der TSV Bayer Dormagen fing stark an, machte sich dann aber das Leben selber schwer. Nach 60 Minuten galt das Dankeschön der Spieler dem treuen Anhang, der unter den 308 Zuschauern nahezu die Hälfte ausmachte und bis zum Ende alles gab. 34:31 gewann der TSV beim Schlusslicht, baute damit die Serie aus den letzten fünf Spielen auf 9:1-Punkte aus und kletterte auf Rang 4 der 3. Liga West. Am kommenden Freitag, 17. März, steht das Derby gegen den TV Korschenbroich ab 20 Uhr im TSV Sportcenter auf dem Spielplan.

Nach vier Treffern von Max Bettin und zwei weiteren erfolgreichen Würfen von Ian Hüter und Pascal Noll hieß es nach neun Minuten bereits 6:2 für die Gäste. Man konnte den Eindruck gewinnen, der TSV würde seiner Favoritenrolle gerecht. Doch die Gastgeber kamen immer wieder heran und verdienten sich das Lob ihres Spielertrainers Simon Breuer: "Das war unser bestes Spiel in diesem Jahr und eins der besten in der gesamten Saison." Er machte dies fest an der gezeigten "Einsatzbereitschaft, dem Tempo nach vorne und den zumeist guten Abschlüssen." So gelang Ratingen auch das 16:16 zur Pause, obwohl die SG bereits 12:16 zurückgelegen hatte. Großen Anteil an der erfolgreichen Aufholjagd hatte Breuer selbst mit seinen platzierten Würfen. Darüber hinaus erhielt Kreisläufer Sebastian Bartmann oft die Gelegenheit, völlig freistehend seinem Bruder Sven im Dormagener Kasten keine Chance zu lassen. Und der nach neun Minuten eingewechselte Schlussmann David Ferne konnte sich gerade in dieser Phase mehrfach auszeichnen.

Ratingens Lauf ging nach dem Seitenwechsel weiter. Der Ex-Dormagener Lars Jäckel und Bartmann sorgten für die 18:16-Führung, ehe Mathis Pötzsch die fast neunminütige Torflaute seines Teams beendete. "Aufgrund unserer leichten Fehler haben wir den Vorsprung direkt wieder verspielt", musste Breuer dann feststellen. Die Hoffnung auf ein Erfolgserlebnis bestand aber weiter, auch als Pascal Noll mit zwei Kontern innerhalb von 17 Sekunden und Lukas Stutzke den TSV wieder mit 22:21 nach vorne brachten. Fortan legte regelmäßig der TSV vor, Ratingen glich bis zum 27:27 in der 53. Minute aus. Vorentscheidend waren dann die beiden exakt gleichen Spielzüge innerhalb von knapp einer Minute: Ian Hüter passt auf den eingelaufenen Noll, der mit den Toren 31 und 32 von der Kreismitte aus den ersten Drei-Tore-Vorsprung  in der zweiten Halbzeit erzielt. "Ich bin mit den beiden Punkten zufrieden, aber nur mit den Punkten", ließ Alex Koke keinen Zweifel daran, dass "wir den Vorsprung auch mit etwas Glück über die Zeit gebracht haben."

SG Ratingen - TSV Bayer Dormagen 31:34 (16:16)
Ratingen: Zindel, Ferne (ab. 9., 12 Paraden); Lenz (1), Müller (1), Breuer (8), Kasal (1), Jacobs (4), Schütte (3), Maesch (1), Jäckel (5), Sebastian Bartmann (6), Arnaud (1).
Dormagen: Sven Bartmann (1, 12 Paraden), Genz (22.-30.); Bettin (13/3), Pötzsch (2), Eisenkrätzer, I. Hüter (4), Kübler (2), Noll (7), P. Hüter (1), Morante Maldonado, Stutzke (4), Hüfken, Andrejew (n.e.).
Schiedsrichter: Hillebrand/Umbescheidt.
Zuschauer: 308.
Zeitstrafen: 12:12 Minuten.
Siebenmeter: 0:3/5 (Ferne hält gegen Bettin, Noll wirft an die Latte).
Spielfilm: 0:3, 2:6 (9.), 6:8 (14.), 9:12 (19.), 11:12, 12:16 (25.), 16:16 - 18:16, 19:19 (38.), 21:19, 21:22, 23:23, 23:25 (47.), 26:26 (52.), 27:27, 27:29, 29:30, 29:32 (57.), 31:33, 31:34.


So schnell kann`s gehen: Nach Leichlingens 33:42-Niederlage gestern Abend in Gummersbach kann der TSV Bayer Dormagen heute mit einem Erfolg in Ratingen auf den vierten Platz der 3. Handball-Liga West vorrücken. Doch TSV-Trainer Alex Koke warnt davor, die am Tabellenende stehenden Gastgeber zu unterschätzen: "Auch wenn der Gastgeber ziemlich abgeschlagen das Schlusslicht der Tabelle bildet, so ist eine Mannschaft in einer solchen Situation besonders gefährlich." Die Spielleiter Christopher Hillebrand und Stefan Umbescheidt aus Kaiserau pfeifen die Partie in der Sporthalle Ratingen-West, Gothaer Straße 23, um 18 Uhr an.

Bei einer Mannschaftsaktion zielte der TSV in dieser Woche schon mal genau: Das Team besuchte die neue Darts-Stelle in der Tank-Stelle und ermittelte den treffsichersten Dartspieler. Im Finale setzte sich der auch als Torschütze führende Max Bettin gegen Mathis Pötzsch durch. "Das war ein sehr gelungener Mannschaftsabend, den Jonny Eisenkrätzer federführend organisiert hatte", sagt Koke. Da auch in der Woche gut trainiert wurde, fährt der TSV heute mit gesundem Selbstvertrauen nach Ratingen. Allerdings können nicht alle auflaufen, gleich drei Fußgelenksverletzte beklagt Koke: Nach KC Brüren fallen auch Lars Jagieniak und Gertjan Bongaerts aufgrund von Bänderrissen aus.


Der TSV Bayer Dormagen baute durch den 31:29-Erfolg gegen Schalksmühle die kleine Serie auf 7:1-Punkte aus den letzten vier Spielen aus und festigte damit den fünften Tabellenplatz in der 3. Liga West. Vor dem Feiern musste allerdings mächtig gezittert werden, denn die Gäste ließen sich trotz eines Sechs-Tore-Rückstands nicht abschütteln und führten bis zur 45. Minute. Letztlich gratulierte aber auch Schalksmühles Trainer Stefan Neff zum "verdienten Sieg".

Schalksmühle war schneller im Spiel und legte zwei Treffer vor. "Dann haben wir unser Improvisationstalent unter Beweis gestellt", war TSV-Coach Alex Koke mit den acht Treffern in Folge mehr als zufrieden. Verkraftet werden musste nämlich der Ausfall von Linkshänder KC Brüren, der sich beim Abschlusstraining am Donnerstag einen Bänderriss zugezogen hatte und auch in den nächsten Spielen ausfallen wird. In dieser Phase profitierte der TSV auch durch technische Fehler der Gäste, die zum erfolgreichen Konterlauf von Alexander Kübler oder auch einem klassischen Doppelpassspiel zwischen Jonny Eisenkrätzer und Mathis Pötzsch führten. Pascal Noll wiederum spekulierte richtig und setzte den abgefangenen Ball ins Netz. Nach Eisenkrätzers 8:2 nahm Neff die zweite Auszeit innerhalb von sechs Minuten und brachte anschließend den zweiten Kreisläufer. Zunächst brachte der Versuch, mehr Räume zu bekommen, noch keine Ergebnisverbesserung. Denn bis zur 21. Minute lagen die Gastgeber vor 908 Zuschauern weiter mit 11:6 vorne. Dann aber kam die SG immer näher und sogar zum Ausgleich: Torwart Helmuts Tihanovs traf ins leere TSV-Tor zum 12:12. Kurz danach gingen die Teams beim Stande von 13:13 in die Kabinen.

Nach dem Seitenwechsel machte Schalksmühle weiter wie zuvor und lag in der 36. Minute erstmals mit drei Toren vorne (18:15). "Wir haben uns aber aus unserer Schwächeperiode rausgekämpft und das abgehakt, was vorher negativ war", betonte Koke. So gelang die Wende über das 21:21, das Noll mit einem geklauten Ball erzielte: Der Fuchs hatte Lutz Weßeling den Ball in Höhe der Mittellinie abgetrickst. Anschließend kam die Zeit von Lukas Stutzke, der nicht nur zusammen mit Patrick Hüter im Innenblock gut stand sondern auch vorne traf oder gekonnt vorbereitete. In der 54. Minute sah der TSV wie der Sieger aus, als Max Bettin in der 54. Minute zum 29:26 traf. Das gefiel dem Ex-Dormagener Torwart Dominik Formella allerdings gar nicht, der mit zwei Glanzpaden aufwartete - prompt nutzte Schalksmühle die folgenden Chancen zum 29:28. Ian Hüter erzielte das 30:28, ehe Jacek Wardzinski auch seinen fünften Siebenmeter verwandelte. 47 Sekunden vor Schluss konnte Max Bettin ebenfalls per Strafwurf alles klarmachen. Bei seinem 10. Tor hatte er freilich auch ein wenig Glück, der wieder eingewechselte Tihanovs war dran, der Ball landete von seinem Fuß aber doch im Netz.

Da der Leichlinger TV deutlich mit 28:35 gegen Minden II verlor, liegt der TSV Bayer nur noch einen Punkt hinter dem Tabellenvierten. Am nächsten Samstag, 11. März, spielt der TSV beim Schlusslicht Ratingen.

TSV Bayer Dormagen - SG Schalksmühle-Halver 31:29 (13:13)
Dormagen: Bartmann, Genz; Bettin (10/4), Pötzsch (3), Bongaerts, Eisenkrätzer (1), I. Hüter (2), Kübler (5), Noll (4/1), P. Hüter, Jagieniak, Morante Maldonado (1), Stutzke (5), Spinner.
Schalksmühle: Tihanovs (1), Formella; Diehl (4), Eigenbrodt, Wardzinski (6/5), Weßeling (5), Luciano (5), Merhar (1), Jansen, Müller (1), Mayer (5), Brüning (1/1), Ludwig.
Schiedsrichter: C. und K. Kamper.
Zuschauer: 908.
Zeitstrafen: 6:8 Minuten.
Siebenmeter: 5/7:6/7 (Bettin scheitert an Tihanovs, Noll wirft an die Latte - Brüning wirft über das Tor).
Spielfilm: 0:2, 8:2 (15.), 11:6 (21.), 12:8, 12:12, 13:13 - 13:15, 17:20 (38.), 22:21 (45.), 27:25, 29:26 (54.), 29:28, 30:29, 31:29.


Die kleine Karnevalspause ging nicht spurlos an mehreren Spielern des TSV Bayer Dormagen vorüber. Trainer Alex Koke hofft zwar, dass an diesem Freitag 14 Spieler auf das Spielfeld des TSV Sportcenters einlaufen können, um das Rückspiel gegen die SG Schalksmühle-Halver zu bestreiten. Aber sicher kann er noch nicht sein, denn die grassierende Grippewelle setzt doch einigen Akteuren weiterhin zu. Gleichwohl ist das Ziel der Begegnung eindeutig: "Wir wollen weiter punkten und den Hinspielsieg wiederholen", sagt Koke, der mit dem Team zuletzt 5:1-Zähler sammelte. Die Spielleiter Cefdet und Kenan Kamper (Wickrath) pfeifen die Partie um 20 Uhr an. Die Abendkassen öffnen eine Stunde zuvor. Tickets gibt es noch im Vorverkauf in der City-Buchhandlung an der Kölner Straße und online.

Als Linksaußen Jan Hüfken am Mittwoch Abend den Tribünentalk führte, war noch nicht abzusehen, dass ihn der Arzt heute krank schreiben würde. Da auch Pascal Noll nicht ganz fit ist wird Gertjan Bongaerts mit großer Wahrscheinlichkeit zum Aufgebot auf der Außenposition gehören. Trotz der Widrigkeiten "haben wir gut trainiert und bereiten uns im Abschlusstraining mit verschiedenen taktischen Varianten auf Schalksmühle vor", erklärt Alex Koke. Die Gäste liegen in der Tabelle der 3. Liga West nur knapp hinter dem TSV und sorgten im Januar für den 35:30-Auswärtscoup beim Leichlinger TV. Sie können mit einiger Unterstützung rechnen, denn die "SGSH" setzt einen Fanbus ein.

Da Gummersbach das Nachholspiel gegen Lemgo 32:30 gewann, hat der TSV wieder zwei Punkte Vorsprung auf Lemgo und möchte den fünften Rang mit einem Sieg gegen Schalksmühle festigen. Dabei ist vor allem die Abwehr gefordert: "Mit Lutz Weßeling, dem Denker und Lenker Alexandre Brüning sowie Julian Mayer verfügt die SG über gefährliche Rückraumspieler, deren Würfe wir unterbinden müssen", betont Alex Koke. Zwei Spieler der Gäste haben eine Vergangenheit in Dormagen: Maciej Dmytruszynski festigte vier Jahre die Abwehr des TSV/DHC und spielte im linken Rückraum. Dominik Formella rückte 2012 ins Tor der Dormagener.


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