Mit bis zu fünf Toren führte der TSV Bayer Dormagen am Freitagabend vor 1409 Zuschauern in der Krefelder Glockenspitzhalle. Die Punkte aber behielt der Gastgeber nach einer klaren Leistungssteigerung in der zweiten Spielhälfte. Die HSG Krefeld gewann 27:26 (11:15) und fügte damit dem TSV die erste Saisonniederlage zu. "Mein Team hat zu viele Fehler gemacht", sagte TSV-Coach Ulli Kriebel nach dem spannenden Derby. Stehenden Applaus gab es für Daniel Eggert, der eine Entscheidung der Schiedsrichter korrigierte.

Der Beifall zur Pause kam vor allem von den TSV-Fans, die sich über die 15:11-Führung ihrer Jungs freuten. Bis auf die ersten Minuten lagen die Gäste immer vorne, auch weil Matthias Broy gleich einen Siebenmeter von Jens-Peter Reinarz entschärfte und anschließend mit mehreren Paraden sowie einem genau getimten Anspiel auf Jan Hüfken auf sich aufmerksam machte. So lag der TSV mit drei und vier Toren vorne und ließ sogar noch mehrere gute Chancen aus. Krefeld kam gleichwohl bis auf einen Treffer heran. Doch ausgerechnet in Überzahl, als Alex Kübler zwei Minuten absitzen musste, leistete sich die Auswahl von Olaf Mast Fehler, die der TSV eiskalt ausnutzte: KC Brüren traf zweimal per Siebenmeter, Eloy Morante Maldonado erhöhte kurz vor der Pause auf 15:10. Weil Torwart Philipp Ruch seinen Linksaußen exakt anspielte, stellte Reinarz das Halbzeitergebnis her.

Nach dem Seitenwechsel schmolz der Dormagener Vorsprung gegen immer stärker kämpfende Krefelder schnell zusammen. "Da haben wir wirklich alles gegeben", lobte Mast. Die TSV-Abwehr hingegen zeigte nicht mehr den Biss der ersten Hälfte, vorne wurden Großchancen nicht verwertet. So setzte Hüfken freistehend einen Ball hoch über´s Tor und scheiterte anschließend am Pfosten. Danach kam eine bemerkenswerte Szene, für die Daniel Eggert einen Fairness-Preis verdient hat: Nachdem die Schiedsrichter eine Zeitstrafe gegen Marcel Görden gegeben und auf Siebenmeter für den TSV entschieden hatten, erklärte der Däne den Schiedsrichtern, dass er gar nicht behindert worden sei. Daraufhin korrigierten die Schiedsrichter ihren Pfiff, die Zuschauer standen auf und klatschten lange Beifall für die faire Geste des Dormagener Linkshänders. "So geht das beim Handball", fand Ulli Kriebel Anerkennung für Eggert.

Dem 18:18-Ausgleich durch Simon Ciupinski ließ der TSV einen gelungenen Kempa-Treffer durch Lukas Stutzke nach Anspiel von Tim Wieling folgen. Und auch die erste Krefelder Führung durch Rechtsaußen Philipp Liesebach konnten die Gäste noch mal drehen. Ab dem 24:23 für die HSG in der 50. Minute erneut durch Liesebach wurde Dormagens bislang weiße Weste erstmals befleckt, vielleicht auch, weil eine solche Streßsituation in den ersten vier Spielen noch nicht aufgetreten war. Hinzu kam ein nicht geahndetes klares Foul an Wieling, eine Siebenmeterparade von Ruch gegen Morante Maldonado, dessen anschließender Treffer wegen vermeintlicher Schritte abgepfiffen wurde. Auch die Manndeckung konnte jetzt nichts mehr an der ersten Saison-Niederlage ändern.

Am kommenden Samstag, 30. September, erwartet der TSV um 19 Uhr die Grün-Weißen von GWD Minden II im TSV Bayer Sportcenter.

HSG Krefeld - TSV Bayer Dormagen 27:26 (11:15)
Krefeld:
Ruch (8 Paraden), Nippes (44.-48.); Schiffmann, Görden (5), Schneider (4), Vonnahme (1), Reinarz (5), Gentges (1), Liesebach (4), Zimmermann (2/1), Ciupinski (4), Janus (1), Kuhfuss, Heuft.
Dormagen: Broy (9 Paraden), Boieck (ab 49., 2 P.); Carvalhais, Linnemannstoens (1), Eggert, I. Hüter (2), Kübler (2), P. Hüter, Brüren (7/5), Morante Maldonado (4/1), Stutzke (6), Hüfken (2), Wieling (2/1), Jagieniak.
Schiedsrichter: Ekk / Sachtleber.
Zuschauer: 1409.
Zeitstrafen: 8:10 Minuten.
Siebenmeter: 1/2:7/10 (Broy hält gegen Reinarz - Ruch hält gegen Morante Maldonade und Brüren, der zudem einmal an den Pfosten wirft).
Spielfilm: 2:5 (11.), 5:6 (13.), 6:10 (18.), 9:10 (20.), 10:15 (28.), 11:15 - 16:17 (35.), 16:18, 18:18 (40.), 20:19 (43.), 21:22 (47.), 25:23 (52.), 26:25, 27:25, 27:26.


Zum zweiten Mal innerhalb von sieben Tagen muss der TSV Bayer Dormagen auswärts antreten. Gastgeber ist an diesem Freitag, 22. September, die HSG Krefeld. "Wir wollen unsere Bilanz fortsetzen, sind uns aber der Schwere der Aufgabe bewusst", sagt TSV-Trainer Ulli Kriebel. Die Schiedsrichter Anton Ekk und Sven Sachtleber (Wiesbaden / Offenbach) pfeifen die Partie in der Krefelder Glockenspitzhalle um 20 Uhr an. Über 800 Tickets wurden nach Angaben der HSG bereits verkauft.

Überraschend verloren die Krefelder am letzten Sonntag ihr Gastspiel beim zuvor punktlosen TSV GWD Minden II mit 29:32, nachdem sie die ersten Begegnungen dreimal mit dem gleichen Vorsprung gewonnen hatten: gegen Ahlen mit 29:25, bei den Bergischen Panthern 28:24 und gegen Schalksmühle wieder mit 29:25. "Die Leistung in Minden war einfach nicht gut genug", sagt der in Dormagen wohnende HSG-Coach Olaf Mast unumwunden. Allerdings musste er nicht nur auf die Verletzten Hannes Hombrink und Michel Mantsch sondern auch auf Spielmacher Tim Gentges verzichten, der sich im Spiel gegen Schalksmühle nach mehreren Attacken lautstark beschwert hatte und dafür die "Blaue Karte" sah. Die ist mit einem Bericht verbunden, auf den die Sperre für ein Spiel folgte. Ob die HSG mit Gentges in Minden nicht verloren hätte lässt sich nicht belegen. Für Kriebel steht aber fest: "Wir gehen davon aus, dass Krefeld nach dem Misserfolg jetzt umso motivierter gegen uns auftreten will."

"Die HSG Krefeld verfügt über eine sehr hohe individuelle Qualität", betont Ulli Kriebel und denkt dabei etwa an Tim Gentges, das Torhüter-Gespann Philipp Ruch und Stefan Nippes, Kreisläufer Marcel Görden, den vom TV Korschenbroich gekommenen Linksaußen Max Zimmermann oder an Allrounder-Oldie Jens Reinarz, der in der letzten Saison Tore für Eintracht Hagen warf. Um die weiße Weste zu behalten "müssen wir auf unsere Stärken setzen, die Abwehr und das Tempospiel", erklärt Kriebel. Und wie bei der SG Schalksmühle-Halver sollen die 60 Minuten mit "Disziplin angegangen werden." Zur Verfügung stehen alle Spieler, die mit dem 34:26-Erfolg aus dem Sauerland zurückkehrten. Beide Spiele waren in der letzten Saison umkämpft: Der TSV gewann 28:27 in Krefeld, die Partie in Dormagen endete 27:27.


Nach dem souveränen 34:26-Erfolg bei der SG Schalksmühle-Halver fiel die Fehlersuche schwer - der TSV Bayer Dormagen lieferte sein bisher bestes Saisonspiel ab und durfte außer den beiden Punkten ein Kompliment von Stefan Neff mit nach Hause nehmen: "Heute hat einfach die bessere Qualität gewonnen, deine Burschen sind gut drauf", sagte der SG-Trainer nach der Partie zu seinem Dormagener Kollegen Ulli Kriebel. Dabei machte Neff seiner Mannschaft keine Vorwürfe: "Wir haben in der Deckung alles versucht, doch Dormagen hatte immer eine Antwort." Nach dem vierten Sieg im vierten Spiel liegt der TSV weiter zusammen mit dem TuS Ferndorf an der Spitze der 3. Liga West, der sich mit 30:24 gegen den Longericher SC durchsetzte. Nach Punkten kann heute noch die HSG Krefeld gleichziehen, die in Minden antritt. Am kommenden Freitag, 22. September, spielt der TSV ab 20 Uhr in der Krefelder Glockenspitzhalle.

Der von Ante Vukas in der 2. Minute abgewehrte Strafwurf schien Kevin-Christopher Brüren besonders zu motivieren: Im regelmäßigen Wechsel mit Tim Wieling plus einem Erfolg von Jan Hüfken trug er zur 7:5-Führung in der 12. Minute bei. Anschließend verkürzten die Gastgeber nach einem gekonnten Freiwurftrick durch Alexander Brüning das letzte Mal bis auf einen Treffer. Eloy Morante Maldonado, Lukas Stutzke, Hüfken nach einem sehenswerten Rückhandanspiel von Morante, Wieling nach einem auf die andere Seite angedeuteten Pass von Brüren sowie Stutzkes Konter verschaffen den Gästen den 13:7-Vorsprung. An der klaren Führung hatte nicht zuletzt Matthias Broy großen Anteil, der mit insgesamt elf Paraden aufwartete und damit seine Berücksichtigung von Anfang an rechtfertigte. "Mattes hat stark trainiert und wir haben gemerkt, dass er sich akribisch auf den Gegner vorbereitet hatte", legten sich Kriebel und Peer Pütz vor der Partie auf Broy fest, der sich auch durch einen von Todor Ruskov abgefeuerten Kopftreffer nicht beeindrucken ließ.

Nach der Top-Leistung in der ersten Hälfte verfügte der TSV über die beruhigende 18:12-Pausenführung, die Hüfken mit zwei Treffern direkt nach dem Seitenwechsel ausbaute. Das war die frühe Vorentscheidung, da die Dormagener weiter zumeist konzentriert spielten und sogar noch höher hätten gewinnen können. Da aber spielte der ehemalige TSV-Schlussmann Dominik Formella nicht mit, der ab seiner Einwechselung in der 24. Minute zum besten Schalksmühler Spieler avancierte. Dabei profitierte er freilich auch von einigen nicht sehr platzierten Würfen. "Unser Überzahlspiel in der zweiten Hälfte war sicher verbesserungswürdig", sah Kriebel dann doch noch eine kleine Schwäche. Dass es überhaupt zu den insgesamt zehn Zeitstrafen gegen die SG kam, lag an der kompromisslosen Linie der Schiedsrichter, die das häufig zu unsaubere Abwehrverhalten der SG immer wieder mit zwei Minuten bestraften. Kritik an der Leistung der Spielleiter ließ Stefan Neff denn auch gar nicht erst aufkommen: "Wir haben mit acht Toren verloren, da sind nicht die Schiedsrichter schuld." Und dass die Gäste wesentlichen Anteil an einem angenehmen Handballabend hatten, zeigte die Reaktion der heimischen Zuschauer, die mit Beifall auf eine Aussage von Ulli Kriebel reagierten: "Es macht Spaß, mit den Jungs zu arbeiten. Ich hoffe, es hat Ihnen auch Spaß gemacht, diese Spielfreude zu erleben."

SG Schalksmühle-Halver - TSV Bayer Dormagen 26:34 (12:18)
Schalksmühle:
Vukas (4 Paraden), Formella (ab 24., 11 P.); Diehl (4), Sackmann (1), Weßeling, Luciano (4), Merhar (5), Ruskov (1), Polakovs (1), Müller (1), Hüller (1), Hecker (1), Brüning (7/2).
Dormagen: Broy (11 Paraden), Boieck (bei einem 7m); Carvalhais, Linnemannstoens, Eggert, I. Hüter (1), Kübler, P. Hüter (2), Brüren (9/2), Morante Maldonado (5), Stutzke (3), Hüfken (6), Wieling (8/1).
Schiedsrichter: Marchlewitz / Stadtmüller.
Zuschauer: 350.
Zeitstrafen: 20:6 Minuten (Rote Karte gegen Ruskov nach 3. Strafe, 48.).
Siebenmeter: 2/3:3/6  (Brüning wirft an den Pfosten - Vukas hält gegen Wieling und Brüren, der auch einmal an Formella scheitert).
Spielfilm: 1:3 (6), 3:4, 6:7 (12.), 6:10 (16.), 7:13, 9:13, 9:16 (24.), 12:18 - 12:20 (32.), 17:22 (38.), 17:24, 20:25, 21:29 (47.), 22:31 (49.), 26:34.


Die nächsten beiden Spiele bringen weitere Aufschlüsse - auch für den Tabellenzweiten der 3. Handball-Liga West. Innerhalb von sieben Tagen muss der TSV Bayer Dormagen zweimal auswärts antreten. An diesem Samstag bei der SG Schalksmühle-Halver, am kommenden Freitag bei der HSG Krefeld. Diese beiden Klubs standen sich zuletzt in der Glockenspitzhalle gegenüber, Krefeld setzte sich mit 29:25 gegen Schalksmühle durch. Dabei konnten die Sauerländer die zweite Halbzeit ausgeglichen gestalten - ein Grund für TSV-Coach Ulli Kriebel auf die Stärke der SG hinzuweisen: "Schalksmühle ist auf allen Positionen gut besetzt und wird es uns sicher schwer machen." Zumal die Zuschauer in der Sporthalle der Hauptschule Halver für besondere Unterstützung sorgen werden, was schon beim 29:19-Erfolg gegen Gummersbach II beim Saisonauftakt zu erleben war. Die Schiedsrichter Johannes Marchlewitz und Christian Stadtmüller (Seligenstadt) pfeifen die Partie des 4. Spieltages um 19.30 Uhr an.

Alle bisherigen vier Vergleiche gewann der TSV, in der letzten Spielzeit wurde es allerdings bei beiden Begegnungen eng. Knapp könnte es auch am Samstag zugehen, aber "die Punkte wollen wir schon mit nach Hause nehmen", sagt Kriebel, der gerne auch im vierten Saisonspiel auf der Siegerstraße bleiben will. Dafür wird es notwendig sein, dass die Defensive an die bisherigen guten Leistungen anschließt und der Angriff die Torchancen konsequenter verwertet. "Wir haben auch zuletzt wieder zu viele gute Möglichkeiten ausgelassen", betont der Coach, der alle Spieler zur Verfügung hat, die am Sonntag mit 31:21 gegen die Bergischen Panther erfolgreich waren.


Im dritten Spiel der Saison 2017/18 wurde der TSV Bayer Dormagen seiner Favoritenrolle gerecht - die Wiesel setzten sich vor 907 Zuschauern deutlich mit 31:21 (18:9) gegen Aufsteiger Bergische Panther durch. Gäste-Trainer Marcel Mutz gratulierte zum "mehr als verdienten Sieg". Der Dormagener Coach Ulli Kriebel war unter dem Strich zufrieden, auch wenn ihm die Chancenverwertung ab der 40. Minute nur bedingt gefiel.

"Die Messe war relativ schnell gelesen", stellte Mutz beim Talk danach fest. Denn der TSV führte bereits nach 12 Minuten mit 8:2 und baute den Vorsprung bis zur Halbzeit auf 18:9 aus. Zwar hatte der zunächst konsequent gebrachte siebte Feldspieler die Dormagener vor einige Probleme gestellt. Doch mit abgefangenen Bällen und den folgenden Würfen von Lukas Stutzke ins leere Tor hatte die Spielweise bald ihren Reiz verloren. Es kam hinzu, dass der HSG mit dem grippekranken Justus Überholz der Spielgestalter fehlte. So registrierte Mutz 14 technische Fehler gegen eine allerdings auch bestens aufgelegte TSV-Defensive. Die schaltete schnell um und versorgte vor allem die schnellen Außen Jan Hüfken und Tim Wieling mit dem Spielgerät. Ein Highlight war das Anspiel von Torwart Janis Boieck auf Hüfken, der in der 17. Spielminute zum 10:4 verwandelte. Auch Nuno Carvalhais fügte sich gut ins Spiel ein und trug mit seinen platzierten Abschlüssen zur klaren 18:9-Halbzeitführung bei.

Schnell erzählt sind die 30 Minuten der zweiten Spielhälfte: Daniel Eggert sorgte direkt nach dem Seitenwechsel für die erste 10-Tore-Führung. Bei der blieb es auch, nachdem Bastien Arnaud nach einem Foul an Eggert die Rote Karte sah. Denn der TSV ließ in der Folgezeit etliche gute Chancen liegen und scheiterte mehrfach an Gäste-Schlussmann Carsten Mundhenk, der auch zwei Strafwürfe von Kevin-Christopher Brüren abwehrte. Das Spiel endete 31:21 für den TSV - exakt mit dem gleichen Ergebnis siegte der TuS Ferndorf in Aurich. Die Siegerländer bleiben damit aufgrund des besseren Torverhältnisses Tabellenführer vor dem TSV Bayer Dormagen und der ebenfalls verlustpunktfreien HSG Krefeld. Das Team von Olaf Mast setzte sich gegen den nächsten TSV-Gegner Schalksmühle-Halver mit 29:25 durch. Dort spielen die Dormagener am kommenden Samstag, 16. September, um 19.30 Uhr.

TSV Bayer Dormagen - HSG Bergische Panther 31:21 (18:9)
Dormagen:
Boieck (10 Paraden), Broy (n.e.); Carvalhais (3), I. Hüter (2), Kübler, P. Hüter, Brüren (5/2), Jagieniak (1), Morante Maldonado (1), Stutzke (6), Hüfken (5), Wieling (5), Eggert (2), Eisenkrätzer (1).
Bergische Panther: Eigenbrod (3 Paraden), Mundhenk (6 P.); van Walsem, Schmitz (1), Blum (4/2), Aschenbroich (2), Überholz, Schneider (2), Hinkelmann (2), Jesussek (3), Wolter (1), Zapf (5), Arnaud (1).
Schiedsrichter: Bekel / Steinebach.
Zuschauer: 907.
Zeitstrafen: 2:6 Minuten (Rote Karte gegen Arnaud, 36.).
Siebenmeter: 2/4:2/2 (Mundhenk hält zweimal gegen Brüren).
Spielfilm: 8:2 (12.), 13:6 (24.), 18:9 - 19:9, 24:14, 24:17 (47.), 27:17, 31:21.


Nach den Erfolgen gegen Leichlingen und Ahlen will der TSV Bayer Dormagen am kommenden Sonntag, 10. September, den dritten Sieg im dritten Spiel der Saison 2017/18 holen. "Die Bergischen Panther haben viel Erfahrung und einige junge Wilde im Team, aber wir gehen als Favorit in die Partie", macht TSV-Trainer Ulli Kriebel im aktuellen HIT Trainer Talk deutlich. Allerdings ist die Begegnung kein Selbstläufer: "Schon aufgrund unserer Spielweise müssen wir immer 100 Prozent geben." Die Kassen am TSV Bayer Sportcenter öffnen um 16 Uhr, eine Stunde vor Spielbeginn. Tickets im Vorverkauf gibt es noch bis Samstag Nachmittag in der City-Buchhandlung an der Kölner Straße 58 oder auch online. Schiedsrichter der Partie sind Kevin Bekel und Benedikt Steinebach (Soest/Siegen).

Mit der Rückkehr in die 3. Liga haben die Handballer der Bergischen Panther für ein dickes Ausrufezeichen gesorgt. Anders als vor einigen Jahren soll der Ausflug aber nicht nach einem Jahr wieder zu Ende sein. "Wir sind uns der Aufgabe schon bewusst und spielen vom ersten Spieltag um den Klassenerhalt", betont Trainer Marcel Mutz. Auch die in Dormagen nicht unbekannten Spieler Dirk van Walsem, Matthias Aschenbroich und Bastien Arnaud sollen mit dazu beitragen, dass die Panther in der Liga bleiben. Der Start gelang mit dem 28:25 (12:15)-Erfolg beim VfL Gummersbach II, als die Mannschaft mit einer Energieleistung das Spiel drehte. Auch gegen die HSG Krefeld zeigte die Spielgemeinschaft aus Burscheider TG und TG Hilgen eine starke Leistung, konnte aber die 24:28-Heimniederlage nicht verhindern. "Wir haben uns gut verkauft und kämpferisch kann ich niemandem einen Vorwurf machen," meinte Marcel Mutz. Was ihn nicht freute: "Wir haben schlecht getroffen und uns zu viele technische Fehler geleistet."

Der TSV wird mit der Mannschaft auflaufen können, die in Ahlen 33:28 gewann. Zwar hatte die Erkältungswelle mehrere Spieler erwischt, doch Kriebel geht davon aus, dass alle am Sonntag wieder fit sind. Sie wollen dann mit einem Erfolg auch einen neuen Erdenbürger begrüßen: Bei Familie Eggert wird in Kürze weiterer Nachwuchs einziehen: Gestern brachte Daniels Frau Jennifer die kleine Aya zur Welt. Die Schwester von Tochter Lilly und Sohn Storm ist 52 cm lang und wiegt 2860 Gramm. Herzlichen Glückwunsch!


So lange wie möglich wollte Ahlen die Gäste aus Dormagen ärgern. Doch zu diesem vor der Begegnung angekündigten Vorhaben kam es am Samstag Abend in der Friedrich-Ebert-Halle gar nicht: Die SG wirkte reichlich konsterniert angesichts des schnellen Rückstands. Bereits nach vier Minuten und 25 Sekunden hatte der furios startende TSV den 5:1-Vorsprung herausgeworfen und dabei eine Fülle von Fehlern der hektischen Gastgeber zu gelungenen Spielzügen und Kontern genutzt. Nach der frühen Auszeit brachte Coach Sascha Bertow den siebten Feldspieler und hatte kurzzeitigen Erfolg mit zwei Anschlusstreffern. Doch anschließend brannte der TSV ein wahres Feuerwerk ab. "Das Tempo war unsere Waffe", stellte TSV-Coach Ulli Kriebel nach dem 33:28 (19:13)-Erfolg gegen freilich bis zum Schlusspfiff kämpfende Ahlener fest.

Über die Vergabe der beiden Punkte gab es bereits nach einem Drittel der Spielzeit keine Zweifel: In der 19. Minute stellte der starke Eloy Morante Maldonado den 10-Tore-Vorsprung her (16:6). Die bewegliche und clever spekulierende TSV-Abwehr stoppte immer wieder den Angriff der Westfalen und erleichterte Torwart Janis Boieck die Arbeit. Der brauchte oft gar nicht mehr einzugreifen, da seine Vorderleute häufig durch kluge Rochaden den Ball "klauten". "In der ersten Viertelstunde waren wir überhaupt nicht im Spiel", sagte Sascha Bertow, der darüber klagte, dass "wir versucht haben, unseren Kreisläufer Björn Wiegers mit der Brechstange anzuspielen." Mit einem Wurf ins leere Tor trug Boieck sich derweil in die offizielle Schützenliste ein, in der - wohl dem Spieltempo geschuldet - nicht alle Treffer richtig zugeordnet wurden. Er wie auch der in der zweiten Hälfte im Kasten stehende Matthias Broy wehrten jeweils einen Strafwurf ab.

Dass die Partie trotz der klaren Gäste-Führung den 705 Zuschauern gefiel lag sicher auch daran, dass Andreas Tesch mit 13 gehaltenen Würfen überzeugte und zudem Ahlen "immer wieder umstellte und gute Ideen hatte", lobte Ulli Kriebel den Gegner. So musste sich die Dormagener Offensive auf die 4:2-Alternative in der SG-Deckung einstellen. Kevin Wiegers und Nick Steffen versuchten in dieser Phase Stutzke und Morante aus dem Spiel zu nehmen - was dazu führte, dass sich andere TSV-Spieler auszeichnen konnten. Pech hatte Nuno Carvalhais, der sich gut ins Spiel einfügte, aber unglücklich abschloss. Kriebel schonte Daniel Eggert, der inzwischen nach einer neuerlichen Untersuchung Gewissheit über die Beschwerden im Fuß hat: Die Bänder sind in Ordnung, eine Entzündung sorgt allerdings für die nicht enden wollenden Schmerzen. Die gezielte Behandlung soll diese nun endgültig beseitigen. Nicht mit nach Ahlen war der erkrankte Jonathan Eisenkrätzer gereist.

In der Friedrich-Ebert-Halle endete der "Dormagen-Tag" übrigens mit zwei weiteren Erfolgen für die Gäste: In den Freundschaftsbegegnungen der B- und C-Jugend setzten sich beide TSV-Teams durch. Die B-Jugend gewann über 3x20 Minuten mit 41:34, die C-Jugend (3x25) mit 50:38. Seit Jahren gibt es eine gute Zusammenarbeit der beiden Klubs im Nachwuchsbereich. So lernte Dimitry Stukalin sein Handball Einmal-Eins in der Nachwuchsschmiede in Dormagen und wechselte nach weiteren Stationen vor drei Jahren in Ahlens 1. Mannschaft. SG-Talent Carlos Marquis aus der B-Jugend wechselte jüngst ins Sportinternat nach Knechtsteden, um dort Schule und Leistungssport noch besser unter einen Hut zu bekommen. Klar, dass die jungen Dormagener Spieler zusammen mit dem Fan-Club für lautstarke Stimmung sorgten und später den Auswärtssieg feierten. Nächsten Sonntag, 10. September, geht es um 17 Uhr in Dormagen weiter. Zu Gast sind dann die Bergischen Panther aus Burscheid.

Ahlener SG - TSV Bayer Dormagen 28:33 (13:19)
Ahlen: Tesch, Brüske (bei 2 7m); Michalczik (1/1), Rogowski (6/5), B. Wiegers, Bekston (3), Hülsbusch (3), K. Wiegers (6), Hümmecke (4), Steffen, Stukalin, Seifert, Lemke (5), Werner.
Dormagen: Boieck (1), Broy (ab 31.); Carvalhais, Linnemannstoens (1), Eggert, I. Hüter (3), Kübler, P. Hüter (2), Brüren (9/7), Jagieniak (1), Morante Maldonado (7), Stutzke (4), Hüfken (1), Wieling (4).
Schiedsrichter: Johnen/Müller.
Zuschauer: 705.
Zeitstrafen: 10:6 Minuten.
Siebenmeter: 6/8:7/8 (Boieck hält gegen Michalczik, Broy gegen Rogowski - Brüren scheitert an Tesch).
Spielfilm: 1:5 (5.), 3:5 (7.), 4:10 (14.), 5:13 (16.), 6:16 (19.), 11:17 (26.), 13:19 - 15:20, 15:22, 18:23 (43.), 21:28 (48.), 24:32 (52.), 27:32, 28:33.


Zum ersten Auswärtsspiel der Saison 2017/18 reist Handball-Drittligist TSV Bayer Dormagen am Samstag, 2. September, nach Ahlen. Dort in der Friedrich-Ebert-Halle pfeifen die Schiedsrichter Marcus Johnen und Carsten Müller (Mönchengladbach) das Spiel zwischen der gastgebenden SG und dem TSV um 19.45 Uhr an. In der vergangenen Spielzeit nahmen die Dormagener die beiden Punkte dank des 28:22-Sieges mit nach Hause. Doch einfach wird es nicht, den beabsichtigten Erfolg zu wiederholen: "Ahlen hat eine erfahrene und körperlich starke Mannschaft", beobachtete TSV-Coach Ulli Kriebel letzten Sonntag die Auswahl von Sascha Bertow beim Gastspiel in Krefeld. Ahlen traf ebenso oft wie der TSV beim 25:24-Erfolg gegen Leichlingen. Diese 25 Treffer reichten der SG aber nicht, da die Krefelder 29 mal einnetzten.

Sascha Bertow geht nach eigenen Worten mit dem Tabellen-13. der letzten Saison als Außenseiter ins erste Heimspiel: "Wir wollen Dormagen so lange wie möglich ärgern. Dann gucken wir mal, was am Ende dabei herauskommt", erklärt der 41-Jährige. Seine Mannschaft ist weitgehend unverändert geblieben, lediglich Nico Wunderlich hat seine Karriere beendet. Neu dabei sind der vom OSC Dortmund gekommene Torwart Lukas Brüske, Linksaußen Nick Steffen und Rückraumspieler Felix Harbaum aus Bergkamen. Wie in Krefeld erwartet Ulli Kriebel eine harte 6:0-Deckung der SG, die auch Krefeld lange Zeit Schwierigkeiten bereitete. Die Offensive der Gastgeber lebt nicht zuletzt vom Zusammenspiel des Rückraums mit dem nach wie vor wendigen Kreisläufer Björn Wiegers, mit 35 Jahren der Senior des Teams. Aus dem Rückraum geht die Gefahr insbesondere von Luca Werner und Marvin Michalczik sowie Mattes Rogowski aus, der auch als Linksaußen agiert. Das Trio war beim Auftaktspiel für 16 der 25 Tore verantwortlich.

Ulli Kriebel wird wohl mit allen Spielern antreten können, die für den ersten Saisonerfolg sorgten. Kleine Fragezeichen stehen hinter dem Einsatz von Linkshänder Daniel Eggert, dessen Fuß noch einmal von Mannschaftsarzt Dr. Guido Laps untersucht wurde. Der nach einem Zusammenstoß mit einem Leichlinger Spieler leicht am Knie verletzte Kevin-Christopher Brüren ist am Samstag dabei. Er ist jetzt übrigens erster Gast im neuen TV-Format Die Wieselauszeit.  


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