Mit vier Toren lag der TSV Bayer Dormagen sechs Minuten vor der Pause in Hagen-Volmetal zurück. Doch die Mannschaft von Alex Koke drehte die Partie mit vier Treffern in Folge erst zum 13:13 und nach dem Seitenwechsel bis zum 29:23-Erfolg. Nach dem vierten Sieg im vierten Spiel hat der TSV in der 3. Liga West die Tabellenführung vor Hagen aufgrund des etwas besseren Torverhältnisses übernommen. Der Neusser HV (spielt in Minden) kann an diesem Sonntag nachziehen. Das nächste Wochenende ist spielfrei, am Freitag, 7. Oktober, kommt es zum Topspiel gegen Hagen im TSV Sportcenter.

"Meine Spieler waren zunächst ein wenig verdutzt über die Körperlichkeit der Gastgeber. Es dauerte eine Weile, bis sie sich darauf einstellten", begründete Koke den Rückstand in der ersten Hälfte. Gerade die Abwehr zeigte nicht ganz den Biss der letzten Partie. Beim Stande von 12:8 für Volmetal nahm der Trainer in der 22. Minute eine Auszeit, nach der Patrick Hüter in die Abwehrreihe rückte. Eigentlich war nach seinem Bänderriss noch gar nicht mit einem Einsatz zu rechnen, aber den 21-Jährigen hielt es nicht mehr auf der Bank. "Patrick hat die Defensive stabilisiert", richtete Koke ein Sonderlob an Hüter: "Er bildete zusammen mit Jonny Eisenkrätzer einen tollen Innenblock."

Fortan holten die Gäste auf, Max Bettin glich kurz vor der Halbzeit aus, machte nach dem Wiederanpfiff direkt weiter und erzielte die erste Dormagener Führung zum 14:13. Die ließ sich der von vielen mitgereisten Fans unterstützte TSV nicht mehr abnehmen. Als Ian Hüter in der 47. Minute den ersten Sechs-Tore-Vorsprung (23:17) herauswarf, war den Volmetaler Anhängern klar, dass sie weiter auf den ersten Saisonerfolg warten müssen. Alex Koke: "Das war eine gute Teamleistung meiner Mannschaft." Gute Noten erhielt auch Sven Bartmann, der in der Schlussphase Platz machte für Fredrik Genz. Aber nur kurz, denn Genz konnte nach einem Kopftreffer nicht weitermachen. "Gut, dass wir jetzt eine längere Pause haben", sagte Koke auch mit Blick auf seine eigene Verletzung, die ihn in Volmetal am Mitspielen hinderte.

TuS Volmetal - TSV Bayer Dormagen 23:29 (13:13)
Volmetal: Treude, Quick; Schliepkorte (2), Kaufmann (3), Kirsch (3), Dommermuth (4), Sackmann (3), Dominik Domaschk, Dennis Domaschk (1/1), Brockhaus (3), Kersebaum, Herzog (4/3), Eckervogt.
Dormagen: Bartmann, Genz; Bettin (8/3), Pötzsch, Bongaerts (1), Eisenkrätzer (4), I. Hüter (2), Kübler (6), Noll (5), P. Hüter, Brüren (3), Jagieniak, Stutzke.
Schiedsrichter: Aniol/Gillmann.
Zuschauer: 320.
Zeitstrafen: 6:10 Minuten.
Siebenmeter: 4/7:3/7.
Spielfilm: 6:6 (14.), 9:6 (18.), 12:8 (22.), 13:9 (24.), 13:13 - 13:14, 14:18 (38.), 17:23 (47.), 20:28 (57.), 23:29.


Der vierte Sieg im vierten Spiel wäre sicher schön - aber alle Beteiligten wissen, dass es eine schwere Aufgabe heute Abend in der Sporthalle Hagen-Volmetal wird. Um 19.45 Uhr pfeifen die Schiedsrichter Jürgen Aniol und Holger Gillmann das zweite Auswärtsspiel des TSV Bayer Dormagen beim TuS Volmetal an. "Die Mannschaft ist sehr heimstark, das Publikum steht in der kleinen Halle voll hinter dem Team", hatte Dormagens Sportlicher Leiter Erik Wudtke schon nach dem Heimsieg gegen Gummersbach vor Volmetal gewarnt. "Hier wird der Mannschaftssport als solcher in einer wirklich außergewöhnlichen Vereinsgemeinschaft gelebt", begründet der aus Ratingen gekommene Allrounder Yannick Eckervogt, warum zum TuS Volmetal wechselte. Und selbstbewusst greift der TuS in seinem Hallenheft an: "Sollten die Dormagener glauben, sie könnten das Spiel so im Vorbeigehen gewinnen, könnten sie auch ihr blaues Wunder erleben." Trainer Alex Koke sagte der Neuß-Grevenbroicher Zeitung nach einem ausgiebigen Videostudium: "Sie haben eine gute Mannschaft und sind auf jeder Position doppelt besetzt." 

An der Stärke der Gastgeber ändert auch das bisherige Fehlen eines Sieges nichts: Bei der 23:28-Niederlage machte es Volmetal lange dem Favoriten HSG Krefeld schwer, gegen Lemgo II hieß es nach 60 Minuten 18:18, in Ahlen gab der TuS die Führung aus der Hand und verlor knapp 22:23. Dort zog sich Philipp Brüggemann eine Beinverletzung zu, es ist fraglich ob er heute auflaufen kann.

Koke wird die Spieler einsetzen können, die zuletzt gegen Gummersbach 29:23 gewannen. Patrick Hüter muss noch pausieren und soll im nächsten Heimspiel am 7. Oktober gegen Hagen wieder mitspielen. Auch in Volmetal gilt die Devise: "Wir müssen geduldig sein und möglichst wenig Fehler machen", sagt der TSV-Coach, der erst kurz vor Spielbeginn entscheiden will, ob er selber mitspielt.

Die Ergebnisse der Freitagspiele:
Korschenbroich - Leichlingen 31:30
Gummersbach - Hagen 24:32


Das Comeback von Max Bettin hätte kaum besser ausfallen können: Gegen die Bundesligareserve des VfL Gummersbach erzielte der 22-Jährige erstaunliche 16 Treffer und hatte damit großen Anteil am 29:23 (14:12)-Erfolg des TSV Bayer Dormagen am Sonntag Abend im TSV Sportcenter. Die Bilanz von drei Siegen in drei Spielen in der 3. Liga West können neben dem TSV nur Neuss und Hagen aufweisen.

Zum Glück konnte "Betti" nach seinem Nasenbeinbruch wieder spielen, denn Spielertrainer Alex Koke war nach seiner Bauchmuskelzerrung nur bedingt einsatzfähig und klagte nach der Partie über zunehmende Beschwerden. Bettin aber war zufrieden nach seiner herausragenden Bilanz mit platzierten Würfen aus dem Rückraum, sechs (von sieben) verwandelten Strafwürfen und sogar einem erfolgreich abgeschlossenen Konterlauf. Die ersten acht Treffer gingen auf sein (6) und das Konto von Alex Kübler. Abschütteln konnte der TSV die Gäste aber nicht. Das lag vor allem an Sebastian Schöneseifen, der sechs seiner acht Treffer in der ersten Hälfte erzielte - zumeist von der 7m-Linie aus. Denn die Schiedsrichter gönnten beiden Abwehrreihen kaum Erfolgserlebnisse und entschieden immer wieder auf Siebenmeter, 12 Mal in den ersten 30 Minuten. Ganz so rigoros waren sie nach dem Seitenwechsel nicht, da pfiffen sie nur noch fünf Strafwürfe.

Nach dem ersten Vier-Tore-Vorsprung in der 37. Minute zog der TSV bis auf 22:16 (44.) davon. Da VfL-Torwart Lasse Hasenforther es vor allem den Dormagener Außen schwer machte und gute Einwurfchancen verhinderte kamen die Gäste noch einmal bis auf 22:19 heran. Doch mehr war letztlich nicht drin. In der Schlussphase zog der TSV bis auf 29:23 davon, was der Sportliche Leiter Erik Wudtke als "etwas zu hoch" bewertete. Im Übrigen kündigte er Handlungsbedarf an: "Die Spieler dürfen Fehler machen. Heute habe ich aber neue gesehen, darüber müssen wir im Training reden." Mit Blick auf die starke Leistung von Max Bettin gestand der Leiter der Gummersbacher Handballakademie Maik Pallach ein: "Wir haben nicht damit gerechnet, dass er schon wieder so weit ist." Lukas Stutzke und Lars Jagieniak freuten sich derweil über den zweiten Sieg gegen den VfL am Wochenende: Am Samstag gewann die Dormagener A-Jugend mit 30:20 in Gummersbach.

Das nächste Auswärtsspiel bestreitet der TSV Bayer Dormagen am kommenden Samstag, 24. September, um 19.45 Uhr beim TuS Volmetal in der Nähe von Hagen.

Die Bilanz

TSV Bayer Dormagen - VfL Gummersbach 29:23 (14:12)
Dormagen:Bartmann, Genz; Bettin (16/6), Poetzsch, Bongaerts, Eisenkrätzer (3), I. Hüter (1), Kübler (4), Noll (1), Brüren (2), Jagieniak (1), Stutzke (1), Koke, Kern.
Gummersbach: Hasenforther, Hamers; Schöneseiffen (8/6), F. Jaeger (4), Starcevic (2), M. Jaeger (4), Arnold (1), Kolb (2), Xhafolli, Barten, Herzig (n.e.), Timm (1), Stüber, Ronge (1).
Schiedsrichter: Kamper/Kamper.
Zuschauer: 919.
Zeitstrafen: 8:10 Minuten (Rot nach dritter Zeitstrafe gegen Timm, 46.)
Siebenmeter: 6/7:6/10 (Bettin scheitert an Hasenforther - Bartmann hält gegen M. Jäger und gegen Schöneseifen, der zudem an die Latte und einmal neben das Tor wirft).
Spielfilm: 3:1 (7.), 6:3 (11.), 10:7 (19.), 12:9, 14:12 - 16:12 (32.), 22:16 (44.), 22:19 (48.), 25:21, 28:22, 29:23.


Nach den beiden Erfolgen gegen Baunatal und Minden würden die Handballer des TSV Bayer Dormagen am dritten Spieltag der 3. Liga West gerne die nächsten beiden Punkte einfahren. Doch das wird eine besonders schwere Aufgabe: Gegner an diesem Sonntag im TSV Sportcenter ist die Reserve des Bundesligisten VfL Gummersbach. Das Mittelrhein-Derby wird um 17 Uhr von den Schiedsrichtern Cefdet und Kenan Kamper angepfiffen. Die Kassen am Sportcenter öffnen um 16 Uhr. Wer nicht in die Halle kommen kann, hat erneut die Möglichkeit, das Spiel im Internet live zu sehen: www.rhein-live.tv.

"Der VfL ist sehr schnell und beweglich", fordert TSV-Coach Alex Koke, das Tempospiel der Oberberger gar nicht erst zuzulassen. Einer wird dabei nicht mithelfen können: Patrick Hüter war in Minden bei einer Abwehraktion umgeknickt, zog sich dabei einen doppelten Bänderriss zu und muss mindestens noch eine weitere Woche pausieren. Ins Training sind unterdessen Max Bettin und Pascal Kern wieder eingestiegen. Ob sie am Sonntag schon auflaufen können wird sich zeigen. Auch hinter Kokes Einsatz steht noch ein Fragezeichen aufgrund einer schmerzhaften Bauchmuskelzerrung. Erst nach dem Samstagspiel der Gummersbacher A-Jugend gegen den TSV wird wohl VfL-Trainer Denis Bahtijarevic seine Auswahl für den morgigen Vergleich in Dormagen benennen. Auch noch offen ist die Frage, ob der aus Rostock gekommene Robert Barten mitmachen kann. Er hatte sich beim 32:28-Erfolg gegen die Ahlener SG eine Handprellung zugezogen.

Trotz seiner Verletzung konnte sich Patrick Hüter übrigens gestern Abend ein wenig freuen: Bei der Tombola im Rahmen des Wohltätigkeitsabends der Partner für Sport und Bildung unter dem Motto "Gemeinsam für den Spitzensport" auf der Golfanlage Hummelbachaue gewann der Dormagener Kreisläufer und Abwehrrecke ein wertvolles Handy.


Mit einer starken ersten Hälfte legte der TSV Bayer Dormagen bei GWD Minden den Grundstein für den zweiten Sieg in der 3. Liga. Am Ende hieß es 30:25 für die Gäste vor gerade mal 80 Zuschauern in der Sporthalle der Hauptschule Dankersen, nachdem Minden zwischendurch bis auf zwei Tore herangekommen war.

Wie schon in der Vorwoche gegen Baunatal sorgte Pascal Noll für das 1:0, Alexander Kübler legte zum 2:0 nach. Innerhalb von einer Minute glichen die Grün-Weißen aus - es sollte aber das einzige Remis des Spiels bleiben. Zumeist eingesetzt vom starken Spielertrainer Alex Koke traf vor allem Linkshänder KC Brüren und erzielte sieben seiner insgesamt acht Treffer in der ersten Hälfte. Nach etwa einer Viertelstunde versuchte Mindens Trainer Markus Ernst den Dormagener Spielfluss zu stoppen und setzte Julian Knickmeier als persönlichen Bewacher des Dormagener Spielmachers ein. Doch noch hatte die Manndeckung kaum Auswirkungen, weil  Koke unter anderem nach Freiwürfen aus der zweiten Reihe traf. Der TSV baute den Vorsprung bis auf 17:11 zur Pause aus und sah wie der sichere Sieger aus.

Doch nach dem Seitenwechsel taten die Rheinländer sich schwer. Auf der linken Seite fehlte zunächst die Durchschlagskraft, weil der frühere Dormagener Oliver Tesch sich bei einer Abwehraktion auf Noll legte, der danach wegen starker Kopf- und Halsschmerzen eine Pause einlegen musste. Dann erhöhte sich die Fehlerzahl bei den Gästen, die jetzt angesichts der andauernden Manndeckung gegen Koke Probleme im Spielaufbau hatte. Als Minden mit einem Doppelschlag des herausragenden Rechtsaußen Tim Wieling bis auf 17:19 herankam griff der sportliche Leiter Erik Wudtke zur grünen Karte und brachte nach der Auszeit den siebten Feldspieler. So wurde der Druck erhöht und die Manndeckung hatte nicht mehr die notwendige Wirkung, zumal Minden sich einen Wechselfehler leistete. So konnte der TSV sich wieder absetzen bis zur beruhigenden 24:18-Führung nach 46 Minuten. Minden wollte jetzt das Spiel mit dem zusätzlichen Spieler kopieren, hatte dabei aber kein Fortune: TSV-Schlussmann Sven Bartmann nutzte gleich zweimal die Gelegenheit, den Ball im leeren GWD-Tor zu versenken.

Nach dem Heim- gelang jetzt auch der Auswärtsauftakt zumindest nach dem Ergebnis. „Zwischendurch haben wir uns einige Unaufmerksamkeiten geleistet“, sagte Erik Wudtke nach der Partie. „Und unsere Torwurfeffektivität hat sicher Luft nach oben. Da war die gute Kooperation zwischen Abwehr und Torwart in der entscheidenden Phase wichtig.“

Nächster Gegner im TSV Sportcenter ist am Sonntag, 18. September, ab 17 Uhr der VfL Gummersbach II.

GWD Minden II – TSV Bayer Dormagen 25:30 (11:17)
Minden: Krieter, Birlehm; Hahne, Kunisch (1), Jungmann (4), Wieling (8/3), Rodenkirchen, Knickmeier (5), Hösl (5), Gertges (n.e.), Brand, Grass, Övermann (n.e.), Tesch (2).
Dormagen: Bartmann (2), Genz (n.e.); Pötzsch, Bongaerts (1), Koke (7/1), Eisenkrätzer (2), I. Hüter, Kübler (4), Noll (2), P. Hüter (1), Brüren (8), Jagieniak, Stutzke (3).
Schiedsrichter: Große / Kreutz.
Zuschauer: 80.
Zeitstrafen: 6:6 Minuten.
Siebenmeter: 3/3:1/2 (Noll scheitert an Birlehm).
Spielfilm: 1:2 (6.), 2:2, 2:4, 3:4, 3:8 (13.), 6:9, 6:12 (18.), 9:12 (22.), 9:14 (24.), 11:17 – 14:18 (34.), 17:19 (38.), 18:20, 18:24 (46.), 21:24 (49.), 21:26, 22:28, 25:30.


Auch für Mindens Bundesliga-Reserve ist eine Prognose mit Blick auf die Spielzeit 2016/17 schwierig. "Die Liga ist extrem stark geworden, vielleicht die stärkste 3. Liga aller Zeiten und im Vergleich zu den drei anderen Staffeln auch vielleicht die stärkste", sagte Trainer Markus Ernst vor dem Saisonstart. Seine Vermutung, dass Aufsteiger Ahlen "eine hohe Euphorie" besitzt, erlebte Minden dann gleich zum Auftakt auf dem Spielfeld: Ahlen gewann mit 23:20 und Ernst war wenig erfreut: "Wir haben leider eine gute Chance verpasst, mit einem Erfolgserlebnis in die Saison zu starten. Unsere Angriffs- und die Konterquote waren zu gering, um für einen Sieg in Frage zu kommen. Das, sowie die spielerischen Abläufe müssen wir bis Freitag verbessern, wenn wir gegen Dormagen bestehen wollen."

Gerade Mindens Niederlage macht die Aufgabe für den TSV heute Abend nicht leichter. Zudem hilft die Videoanalyse des Gegners nur bedingt, denn es ist nicht auszuschließen, dass Spieler der 1. Mannschaft für Verstärkung sorgen, die am Sonntag gegen Göppingen spielen. TSV-Coach Alexander Koke muss weiterhin auf Alternativen im Rückraum verzichten, die verletzten Spieler brauchen noch Zeit, um eingesetzt werden zu können. Ein weiterer Ausfall ist Linksaußen Jan Hüfken, der wegen eines Meniskuseinrisses in der nächsten Woche operiert und vermutlich sechs bis acht Wochen ausfallen wird.

Nach Minden reist Koke mit einem gesunden Optimismus: "Die Mannschaft hat gut trainiert und wird alles versuchen, um die beiden Punkte mit nach Hause zu nehmen." Das Spiel wird heute um 20 Uhr in der Sporthalle der Hauptschule Dankersen an der Olafstraße vom Gespann David Große / Sven Kreutz angepfiffen.


Nach den 60 Minuten stellte Gäste-Trainer Mirko Jaissle unumwunden fest: "Dormagen ist der verdiente Sieger." Der TSV Bayer führte am Samstag Abend gegen GSV Eintracht Baunatal von Beginn an, lag zur Pause mit 13:10 vorne und feierte schließlich den 24:21-Auftaktsieg in der 3. Liga West. 913 Zuschauer sahen sich das erste Saisonspiel im TSV Sportcenter an.

"Wir wussten, dass es eine schwere Aufgabe wird", sagte Dormagens Spielertrainer Alex Koke, der sich selber sechs Mal in die Torschützenliste eintrug. Erfolgreicher auf Dormagener Seite war mit neun Toren nur Linksaußen Pascal Noll, der in der ersten Hälfte überhaupt nicht zu stoppen war. Hinten machte Sven Bartmann das Tor dicht und zeichnete sich mit insgesamt 20 Paraden aus - was auch für die gute Deckungsarbeit der Gastgeber spricht. Baunatal brauchte immerhin neun Minuten, bis Frederik Drönner den ersten Treffer erzielte. Dormagen legte weiterhin vor, konnte die Hessen aber nicht abschütteln. Das lag insbesondere an dem platziert aus dem Rückraum werfenden Marvin Gabriel (7). Der Rückstand betrug aber auch nach dem Seitenwechsel immer mindestens zwei Tore, zuletzt beim 16:14-Anschluss durch Niklas Plümacher in der 43. Minute.

Mit einem 7:2-Lauf sorgten dann KC Brüren, Noll und Koke mit jeweils zwei Treffern sowie Jonny Eisenkrätzer für das vorentscheidende 23:16 in der 56. Minute. Die anschließende Manndeckung schmeckte dem TSV aber nicht besonders. Baunatal kam bis auf 23:20 heran - ohne Dormagen ernsthaft gefährden zu können. "Im Angriff haben wir zu oft nicht die richtigen Lösungen gefunden", meinte Jaissle, "sonst wäre vielleicht noch mehr drin gewesen." Alex Koke, der auf der Bank vom Sportlichen Leiter Erik Wudtke unterstützt wurde, war angesichts der schwierigen personellen Lage "froh über die ersten beiden Punkte". Ob beim ersten Auswärtsspiel bereits einer der verletzten Spieler wieder zum Team stößt, ist offen: Am kommenden Freitag, 9. September, spielt der TSV um 20 Uhr bei der Reserve des Bundesligisten GWD Minden in der Sporthalle der Hauptschule Dankersen.  

TSV Bayer Dormagen - GSV Eintracht Baunatal 24:21 (13:10)
Dormagen: Bartmann; Pötzsch, Bongaerts (n.e.), Koke (6/2), Eisenkrätzer (1), I. Hüter, Kübler (3), Noll (9/2), P. Hüter (1), Brüren (3), Jagieniak, Stutzke (1), Hüfken (n.e.).
Baunatal: Paar, Horn (23.-51.); Gbur, Hujer (3), Plümacher (2), Schade, Vogel (4/1), Schütz (n.e.), Räbiger (1), Weinrich (1), Gabriel (7), Drönner (3).
Schiedsrichter: Bargmann/Stein.
Zuschauer: 913.
Zeitstrafen: 10:8 Minuten.
Siebenmeter: 4/5:1:2 (Noll scheitert an Horn, Bartmann hält gegen Gabriel).
Spielfilm: 3:0, 3:1 (9.), 6:2, 6:4, 9:5, 9:6, 11:7, (23.), 12:8, 13:10 - 14:12 (34.), 16:14, 18:14, 21:15 (23.), 23:16, 23:20, 24:21.


Die Handball-Saison begann am gestrigen Freitag Abend mit dem 35:34-Erfolg von Eintracht Hagen gegen den TV Korschenbroich. Der Top-Favorit der 3. Liga West mühte sich zum knappen Sieg, den Jan-Lars Gaubatz kurz vor dem Schlusspfiff sicherstellte. Vielleicht wird es heute im TSV Sportcenter ähnlich spannend, wenn der TSV Bayer Dormagen ab 19 Uhr GSV Eintracht Baunatal erwartet. TSV-Trainer Alexander Koke kennt die Hessen gut: "Eine erfahrene Mannschaft, die weitestgehend auf die Leistungsträger der letzten Jahre bauen kann. Natürlich wollen wir zum Auftakt die beiden Punkte, aber das wird nicht einfach angesichts unserer personellen Situation." Bitter sind vor allem die Ausfälle von Max Bettin und Dennis Marquardt. Deshalb wird Koke vermutlich mitspielen müssen, zumal die Youngster Lukas Stutzke und Eloy Morante Maldonado an diesem Wochenende auch im TSV Sportcenter und in der benachbarten Halle 1 beim Talents-Cup zum Einsatz kommen. 

Baunatal hat bis auf die verletzten Niklas Willrich und Felix Geßner, im letzten Jahr mit 183 Treffern fünftbester Torschütze der 3. Liga Ost, alle Mann an Bord. "Wenn wir einen guten Tag erwischen, können wir etwas aus Dormagen mitnehmen. Wir wollen nicht nur guter Gast sein", wird GSV-Coach Michael Jaissle in der Hessischen Niedersächsischen Allgemeinen Zeitung zitiert. Der 44-Jährige hat ehemals mit Gensungen im TSV Sportcenter gespielt. Vor 12 Jahren erzielte er fünf Treffer, konnte aber die 25:35-Niederlage gegen den TSV nicht verhindern.

Die Abendkassen öffnen heute um 18 Uhr. Vor dem Anpfiff werden die drei Jugendnationalspieler Lukas Stutzke, Eloy Morante Maldonado und Tim Hottgenroth geehrt, die bei der Europameisterschaft in Kroatien Bronze gewannen. Eine Auszeichnung gibt es zudem für Erik Wudtke, den Sportlichen Leiter der Handball-Abteilung des TSV. Als Co-Trainer der Junioren-Nationalmannschaft gewann er in Dänemark EM-Silber.

Wer nicht in der Halle ist, kann das Spiel im Liveticker verfolgen. Oder aber per Livestream: Der TSV ist mit Rhein-Live.tv eine Medienpartnerschaft eingegangen, die Fans dürfen sich auf eine umfangreiche Berichterstattung freuen. Auf dem Videokanal, der über die Rhein-Live.tv-Website per Reiter ganz einfach zu finden ist, werden Interviews, Hintergrundberichte und Spielzusammenfassungen gezeigt. Darüber hinaus wird Rhein-Live.tv heute die Partie aus dem Sportcenter übertragen. "Durch die Medienpartnerschaft mit Rhein-Live.tv haben wir eine ideale Bühne, um unser Team und unseren Sport einem noch größeren Publikum präsentieren zu können", sagt Björn Barthel, Geschäftsführer der Wiesel.


sponsor startseite salesconsultsponsor startseite selectsponsor startseite sparkassesponsor startseite vollkmann-hoffmannsponsor startseite buergelsponsor startseite doetschsponsor startseite cityringsponsor startseite citybuchsponsor startseite egnsponsor startseite putzigsponsor startseite brandenburgsponsor startseite therapiezentrumsponsor startseite kompetenzcentersponsor startseite dekasponsor startseite evdsponsor startseite Orthopaedie