Ulli Kriebel wird ab 1. Juli 2017 neuer Trainer der Drittliga-Mannschaft des TSV Bayer Dormagen und folgt damit auf Alexander Koke, der seinen beruflichen Schwerpunkt auf die universitäre Laufbahn verlagert. Seit über drei Jahren ist Kriebel Coach der Dormagener A-Jugend, mit der er im letzten Jahr das Halbfinale um die deutsche Meisterschaft erreichte. In der laufenden Spielzeit arbeiten beide Trainer in enger Absprache, auch weil mehrere Spieler der A-Jugend ebenfalls zum Stamm der 1. Mannschaft gehören. "Ulli Kriebel war nach der Entscheidung von Alex Koke mein Wunschkandidat", erklärt Björn Barthel, Handball-Geschäftsführer des TSV Bayer. "Mit all seiner Erfahrung und der nun schon langen Beziehung zum TSV bringt er die besten Voraussetzungen mit, unsere Ziele umzusetzen und die Mannschaft an die Spitze der 3. Liga zu führen." Ulli Kriebel unterschrieb heute einen Zwei-Jahres-Vertrag. Mit der A-Jugend ist er derzeit auf einem guten Weg, erneut die Qualifikation für das DM-Viertelfinale zu erreichen. Barthel: "Ich bin mir sicher, dass wir in Kürze auch eine hervorragende Lösung für das Traineramt bei der A-Jugend präsentieren können." Die Zusammenarbeit am Schnittpunkt zwischen Nachwuchs und Erwachsenen wird nach wie vor eine wichtige Rolle spielen. Darüber hinaus ist Kriebel aber bereits mit eingebunden in die künftige Zusammensetzung der 1. Mannschaft.

Der jetzt 39-jährige Allrounder begann seine Handball-Karriere in der Jugend beim VfL Pinneberg in Schleswig-Holstein und schaffte später den Sprung zum TSV Ellerbek. Aufgrund seiner beruflichen Ausbildung zum Industriemechaniker bei der Firma Beiersdorf AG waren weitere Spiele für die Jugendnationalmannschaft nicht mehr möglich, dem Handball blieb Kriebel aber immer verbunden. Auch, nachdem er über den zweiten Bildungsweg das Fachabitur machte und Maschinenbau in Wuppertal studierte. Er startete als erwachsener Spieler im Westen in der 3. Liga bei Unitas Haan und spielte bis hin zur 2. Bundesliga für Eintracht Hagen und die SG Solingen.Neben der aktiven Zeit auf dem Feld entwickelte Ulli Kriebel seine Fähigkeiten als Handball-Coach: 2007 war er erstmals als Spielertrainer in der Verbandsliga für die SG Solingen im Einsatz. Es folgten acht Jahre im höchsten Jugendbereich, 2012/13 war er A-Jugend-Trainer und Jugendkoordinator beim Bergischen HC 06 und wechselte im Anschluss zum TSV Bayer. Die A-Lizenz besitzt Kriebel seit Mai 2015.

Ulli Kriebel ist verheiratet mit Yvonne Faust-Kriebel. Alle drei Kinder Jana, Fynn und Lasse spielen Handball - die Jungs beim BHC 06, Tochter Jana beim HSV Gräfrath. "Die Familie ist meine Basis, die mir auch die Freiheit zum sportlichen Engagement gibt", ist der Entwicklungsingenieur mehr als dankbar für die große Unterstützung. Als Projektleiter für Vakuumpumpen arbeitet er seit 12 Jahren bei der Gebr. Becker GmbH, die sich sehr entgegenkommend zeigte bei der Vereinbarung über künftige Arbeitszeiten. "Für diese Bereitschaft danken wir ausdrücklich", betont Björn Barthel.


Das Spiel gedreht und die "Mini-Serie" ausgebaut - auch wenn sich der TSV Bayer Dormagen in der ersten Halbzeit schwer tat, so war der 30:25-Erfolg bei der SG Langenfeld am Samstag Abend doch verdient, betonte Trainer Alexander Koke nach den 60 unterhaltsamen Minuten. Die abstiegsbedrohten Gastgeber stellten vor 456 Zuschauern, darunter nahezu die Hälfte aus Dormagen, ihre Heimstärke lange Zeit unter Beweis.

Während Langenfeld zunächst fast alles gelang, kam der TSV nicht richtig in die Partie. So blieben die Würfe von Max Bettin und KC Brüren zu oft im gegnerischen Block hängen, landeten am Pfosten oder wurden eine Beute von Torwart Tobias Geske. Und die Dormagener Abwehr ließ den letzten Biss vermissen. So griff Koke nach der grünen Karte, nahm nach dem 6:2 die frühe Auszeit in der 8. Minute und brachte Lukas Stutzke für Bettin. Doch am Spielverlauf änderte sich noch nicht viel, Langenfeld führte in der 18. Minute weiterhin mit vier Treffern (10:6). Dann aber wirkte die Umstellung in der Dormagener Defensive mit der versetzten 5:1, bei der Ian Hüter sich vor allem um den Rückraum-Linken Tim Menzlaff kümmerte. Pech für Langenfeld: In dieser Phase musste Spielmacher André Eich vorübergehend vom Feld, nachdem er sich unglücklich am Kopf verletzt hatte. Der TSV spielte jetzt konzentrierter, Patrick Hüter sorgte in der 26. Minute für das 12:12. Langenfeld ging aber dennoch mit dem knappen 15:14-Vorsprung in die Kabine.

Die zweite Halbzeit begann wie die erste endete - mit einem Tor des beweglichen André Boelken zum 16:14. Doch dann standen die drei Dormagener "B" im Mittelpunkt des Geschehens: Bettin und Brüren erzielten zusammen 12 der 16 TSV-Tore in der zweiten Halbzeit. Und Sven Bartmann erhielt mehrfach Szenenapplaus für phantastische Paraden. "Sven war in der zweiten Halbzeit absolut überragend", lobte Koke, der aber auch die aggressivere Abwehrarbeit mit dem notwendigen Körperkontakt als einen Grund für die lange Langenfelder Torflaute ansah: "Das war ein hervorragendes Zusammenspiel zwischen Torwart und Defensive." Als der TSV bis zur 56. Minute auf 27:22 erhöhte war die Partie entschieden und der siebte Auswärtssieg in dieser Saison eingefahren. Nach der Karnevalspause trägt der TSV am Freitag, 3. März, sein nächstes Heimspiel gegen die SG Schalksmühle-Halver im TSV Sportcenter aus.

SG Langenfeld - TSV Bayer Dormagen 25:30 (15:14)
Langenfeld: Geske, Jost; Heider (1), Wolter (2), Preisegger (3), Klimke (1), Herff (1), Eich (5/1), Boelken (6/2), Menzlaff (4), Thöne (2), Nelte.
Dormagen: Bartmann, Genz; Bettin (8/1), Pötzsch (1), Eisenkrätzer, I. Hüter (2), Kübler (3), Noll (3/2), P. Hüter (1), Brüren (9), Morante Maldonado, Stutzke (3), Hüfken.
Schiedsrichter: Winter/Winter.
Zuschauer: 456.
Zeitstrafen: 8:10 Minuten.
Siebenmeter: 3/5:3/4 (Bartmann hält gegen Herff und Boelken - Noll scheitert an Jost).
Spielfilm: 7:2 (9.), 10:6 (18.), 10:8 (20.), 12:9, 12:12 (26.), 15:14 - 16:16, 18:16 (37.), 19:17 (40.), 19:20 (43.), 21:21 (45.), 21:24 (49.), 22:27 (56.), 25:30.


Mit dem Punktgewinn in der letzten Woche bei Eintracht Hagen musste man nicht unbedingt rechnen. Beim zweiten Auswärtsspiel innerhalb einer Woche sieht das schon etwas anders aus: Die SG Langenfeld steht auf Rang 15 und damit dem vorletzten Platz der 3. Handball-Bundesliga West. "In Hagen waren wir der Underdog, in Langenfeld sind wir eher in der Favoritenrolle", sagt TSV-Trainer Alex Koke vor dem Spiel in der Sporthalle des Konrad-Adenauer-Gymnasiums "Auf dem Sändchen 24", Anfahrt und Parkplatz über die Lindberghstraße in Langenfeld. Die längste Anreise haben indes die Schiedsrichter-Brüder: Maximilian und Jonathan Winter aus Schwetzingen pfeifen die Partie an diesem Samstag, 18. Februar, um 17.30 Uhr an.

"Die Mannschaft hat sehr gut trainiert und wir fahren mit gesundem Selbstvertrauen auf die andere Rheinseite", betont Koke. Ein Selbstläufer ist die Auseinandersetzung mit dem deutschen Amateurpokalsieger 2016 aber sicher nicht. "Langenfeld wehrt sich intensiv gegen den drohenden Abstieg und will vor allem in der heimischen Halle punkten", erwartet Dormagens Coach große Gegenwehr. Und die Langenfelder lassen daran auch keine Zweifel: "So lange rechnerisch etwas drin ist, wird die Mannschaft alles geben", heißt es im Hallenheft. Die SGL zeichne sich durch durch die Erfahrung aus, macht Koke deutlich: "Das Team spielt schon lange zusammen, da weiß jeder was der Nebenmann macht." Gefahr geht insbesondere vom Rückraum aus durch die Spielmacher und treffsicheren Schützen Tim Menzlaff (RL), André Eich ((RM) und Henrik Heider (RR). Von den Anspielen profitiert immer wieder Kreisläufer Dustin Thöne, auf den im Laufe der Saison viele Vereine aufmerksam wurden. Er wird nach der Spielzeit zum Longericher SC wechseln.

Beim TSV stehen die Spieler zur Verfügung, die zuletzt in Hagen stark aufspielten. So auch Max Bettin, der in dieser Woche ein weiteres Erfolgserlebnis mit dem 30:29-Erfolg des Bundesligisten Bergischer HC bei den Füchsen Berlin hatte. Er erzielte zwei Treffer für den BHC. "Dieser Sieg wird ihn weiter beflügeln", vermutet Alex Koke.


Der TSV Bayer Dormagen plant die Zukunft und ist froh über die weitere Zusammenarbeit mit zahlreichen Nachwuchsspielern. Vorzeitig hat Lukas Stutzke (19, Rückraum links) seinen bis 2019 gültigen Vertrag nun bis 2020 verlängert. Auch bis 2020 haben die Torwarte Janis Boieck (18) und Tim Hottgenroth (19 am 21.2.) sowie Kreisläufer Lars Jagieniak (18) unterschrieben. Alle Vier werden nach dieser Saison die A-Jugend aus Altersgründen verlassen. Linksaußen Tyron Hartmann (17) hingegen kann noch ein weiteres Jahr in der Jugend-Bundesliga spielen und soll langsam an die 1. Mannschaft herangeführt werden. Auch er unterzeichnete einen Vertrag bis 2020. "Im engen Kontakt mit den Trainern beobachten wir die Leistungen und das Auftreten der jungen Handballer intensiv und werden auch künftig herausragende Spieler bei ihrer Karriereplanung unterstützen", betont Handball-Geschäftsführer Björn Barthel.


"Wir wussten, dass wir uns gegen die individuell herausragenden Spieler nur im Kollektiv behaupten können", sagte TSV-Trainer Alex Koke. "Das haben alle verinnerlicht und hervorragend als Mannschaft gespielt. Wenn wir in der Schlussphase noch ein wenig abgezockter gewesen wären, dann hätten es sogar zwei Punkte sein können." Doch auch das 28:28 (12:12) beim erklärten Favoriten Eintracht Hagen lässt aufhorchen. Immerhin war es eine halbe Revanche für die 24:28-Hinspielniederlage und ein sehenswerter Auftritt der Dormagener Auswahl.

Pascal Noll brachte die Gäste zwar mit 1:0 in Führung, doch im Verlaufe der ersten Hälfte legte immer wieder Hagen vor. Mehrfach führten der Tabellenzweite der 3. Liga West mit drei Treffern - ohne aber den TSV ernsthaft beeindrucken zu können. Im Gegenteil: Dank der insgesamt 15 mitunter spektakulären Paraden von Sven Bartmann hatten die Dormagener immer wieder die Chance zum Anschluss. Nach einer Viertelstunde war es der bestens aufgelegte Max Bettin, der zum 6:6 ausglich. Und in den letzten Minuten vor der Pause schafften KC Brüren per Doppelschlag und Linksaußen Jan Hüfken das 12:12 - nachdem Bartmann einen Strafwurf von Jens Reinarz abgewehrt hatte. Nach dem Seitenwechsel erhöhte der TSV den Lauf auf 5:0 durch die Tore von Bettin und Noll und führte fortan bis (fast) zum Schlusspfiff. Zumeist wurde die richtige Lösung gefunden, inklusive schneller Reaktionen - etwa als Noll den Abpraller nach einem Wurf von Brüren verwandelte, als Bettin Hagens Torwartwechsel zum Treffer ins leere Tor nutzte und als Brüren mit einem "Überraschungswurf" das 21:17 und damit die erste und einzige Vier-Tore-Führung in der 41. Minute erzielte.

Als KC Brüren mit dem letzten TSV-Treffer das 28:25 markierte, waren noch vier Minuten zu spielen. In dieser Phase ließ Dormagens Defensive gleich zwei platzierte Würfe von Sebastian Schneider zu und 20 Sekunden vor dem Abpfiff erzielte Dragan Tubic den Ausgleich. Der letzte Angriff brachte nur noch einen direkten Freiwurf gegen Hagens hohe Mauer ein, die Max Bettin nicht überwinden konnte. "Der Punkt ist auf jeden Fall verdient", stellte Alexander Koke fest. Kollege Lars Hepp war zweigeteilt: "Mit Blick auf den Aufstieg war das heute ein klarer Punktverlust. Aber am Ende haben wir uns den einen Punkt erarbeitet." In der zweiten Halbzeit habe man den durch den eigenen Anspruch und von Außen ausgeübten Druck spüren können. "Da hatten wir zu viele Aktionen mit der Brechstange und sind heute von einer Spitzenmannschaft bestraft worden."

Am kommenden Wochenende muss der TSV erneut reisen: Gastgeber ist am Samstag, 18. Februar, um 17.30 Uhr die abstiegsgefährdete SG Langenfeld.

Statistik:

Eintracht Hagen - TSV Bayer Dormagen 28:28 (12:12)
Hagen: Mahncke, Halfmann; Lindner (n.e.), Karacic (n.e.), Tubic (3), Schneider (5), Fauteck, Rink, Renninger (2), Reinarz (6), Gaubatz (4), Ciupinski (1), Prokopec (5/3), von Boenigk (2).
Dormagen: Genz, Bartmann; Bettin (10), Pötzsch (1), Eisenkrätzer (1), I. Hüter, Kübler (2), Noll (6), P. Hüter, Brüren (7), Morante Maldonado, Stutzke, Hüfken (1).
Schiedsrichter: Bargmann/Stein.
Zuschauer: 600.
Zeitstrafen: 4:12 Minuten.
Siebenmeter: 3/6:0 (Bartmann hält gegen Reinarz, Prokopec scheitert an Genz und wirft über das Tor).
Spielfilm: 6:3 (12.), 6:6 (16.), 12:9 (27.), 12:12 - 12:14 (33.), 16:19, 17:21 (41.), 20:23 (45.), 23:24, 23:26 (52.), 25:28 (56.), 28:28.


Auf einen "ganz gefährlichen Gegner", so Trainer Lars Hepp, treffen die Drittliga-Handballer des VfL Eintracht Hagen an diesem Freitag. "Der TSV Bayer Dormagen ist eine Mannschaft mit einer Mischung aus erfahrenen und jungen, hochtalentierten Spielern, die als Mannschaft im Moment etwas nach ihrer Form suchen“, analysiert Hepp auf der Eintracht-Homepage. Auch TSV-Trainer Alexander Koke lobt den Gegner: "Hagen besitzt eine hohe individuelle Qualität und ist auf jeder Position doppelt gut besetzt. Wir werden versuchen das Spiel lange offen zu halten und vielleicht auch für eine Überraschung zu sorgen." Der Anpfiff in der Enervie-Arena, Stadionstraße 21, erfolgt um 20 Uhr.

Im Hinspiel führte der TSV zur Pause mit 12:9, musste dann aber Hagens Überlegenheit anerkennen und verlor 24:28. Von der Konkurrenz wurde die Auswahl von Lars Hepp vor der Saison als Top-Favorit gehandelt und hofft weiterhin auf den direkten Wiederaufstieg in die 2. Liga.  Doch aus eigener Kraft kann Eintracht Hagen mit drei Punkten Rückstand auf Neuss dieses Ziel nicht mehr erreichen. "Jedes Spiel ist für Hagen insofern ein Endspiel im Kampf um den Aufstieg", sieht Koke den Gastgeber unter Druck: "Sie müssen punkten, wir wollen." Für die Umsetzung des erarbeiteten Matchplans sind nahezu alle Spieler an Bord. Ob Patrick Hüter spielen kann, ist aber noch offen. Wegen anhaltender Beschwerden im Fußgelenk hat er in dieser Woche mit dem Training ausgesetzt.

Weitgehend komplett kann auch Hagen antreten. Sogar Shooter Jan-Lars Gaubatz ist nach langer Verletzungspause wieder einsatzbereit. Nach fiebrigem Infekt steht noch ein Fragezeichen hinter dem Einsatz von Milan Weißbach.


Der Handball im TSV Bayer Dormagen steht vor personellen Veränderungen: Erik Wudtke ist nunmehr Trainer der deutschen Junioren-Nationalmannschaft und kann nicht länger die Aufgaben des sportlichen Leiters und des Nachwuchskoordinators in Dormagen übernehmen. Spielertrainer Alexander Koke konzentriert sich nach der laufenden Saison voll auf seine universitäre Tätigkeit in Halle/Saale. "Diese Veränderungen treffen uns nicht unvorbereitet", betont Handball-Geschäftsführer Björn Barthel: "Wir befinden uns mit möglichen Kandidaten in Gesprächen und werden nach den feststehenden Entscheidungen informieren."

Alex Koke konzentriert sich nach der Saison 2016/17 auf seine universitären Aufgaben
Alexander Koke wird den TSV nach der laufenden Spielzeit verlassen und sich voll auf seine Aufgaben am Institut für Sportwissenschaften, Sportpsychologie / Sportpädagogik an der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg in Halle an der Saale konzentrieren. Dort ist er seit mehreren Monaten verantwortlich für den Bereich Sportspiele und damit verbunden die Ausbildung von Lehramts- und Bachelorstudenten. "Ich bin dem TSV und der Universität dankbar dafür, dass mir bislang die Möglichkeit eingeräumt wurde, beide Tätigkeiten ausüben zu können. Eine dauerhafte Lösung liegt aber sicher im Interesse aller Beteiligten", erklärt der promovierte 37-Jährige, der vor der Saison als Spielertrainer zum TSV gewechselt war. Persönliche Gründe kommen für Koke und seine junge Familie hinzu. Björn Barthel hat Verständnis für die Entscheidung und ist fest davon überzeugt, dass Koke mit seinem Drittliga-Team das Minimalziel Platz 5 erreichen und damit die Qualifikation für die Teilnahme am DHB-Pokal schaffen wird: "Wie ich Alex kenne wird er sich bis zum letzten Spieltag voll und ganz dafür einsetzen."

Erik Wudtke geht vom TSV zum DHB
Der sportliche Leiter und Nachwuchskoordinator des TSV Bayer Dormagen Handball Erik Wudtke hat das Angebot des Deutschen Handball-Bundes (DHB) angenommen: Er ist ab sofort hauptamtlicher Trainer der deutschen Junioren-Nationalmannschaft, die er nach dem Wechsel von Markus Baur zum Bundesligisten TVB 1898 Stuttgart schon zusammen mit Klaus-Dieter Petersen betreute. Mit der Übernahme dieser Tätigkeit endet das Engagement des 44-Jährigen beim TSV. "Der Ruf der Verbandes macht deutlich, dass Erik Wudtke zu den fachlich herausragenden Ausbildern in Deutschland gehört. Wir freuen uns für ihn, dass er den nächsten Schritt in seiner Handball-Laufbahn gehen kann - auch wenn die Zusammenarbeit mit ihm länger angelegt war", sagt Björn Barthel. "Für jeden Trainer ist es eine besondere Herausforderung, eine Nationalmannschaft zu trainieren, die ja sein Land repräsentiert", macht Wudtke deutlich. "Aber natürlich fiel mir die Entscheidung schwer, weil mir das Projekt Nachwuchsförderung beim TSV am Herzen liegt. Es ist schade, ein gut funktionierendes System verlassen zu müssen." Zu den Aufgaben beim DHB gehört nicht nur das reine Training bei Lehrgängen und Wettbewerben sondern unter anderem auch die Sichtung von Spielern der jüngeren Jahrgänge.

"Für unseren Verein ist es von Bedeutung auch zukünftig vor allem in der Nachwuchsförderung personell sehr gut aufgestellt zu sein, denn das ist unsere Basis. Hier gilt es, Björn Barthel und die Handball-Abteilung bestmöglich zu unterstützen", sagt Rainer Lisson, Vorstand Sport & Kommunikation des TSV Bayer Dormagen.


Der erste Sieg im Jahr 2017 schien deutlich auszufallen, nachdem der TSV Bayer Dormagen bereits mit 24:14 in der 34. Minute führte. Doch der TuS Volmetal hielt die Niederlage mit starken letzten 20 Minuten in Grenzen. Nach 60 torreichen Minuten und einer völlig überflüssigen Zeitstrafenflut gewannen die Dormagener mit 35:33 und sicherten damit den 5. Platz in der 3. Handball-Liga West. Herausragender Torschütze war Linksaußen Pascal Noll mit 16 Treffern - in der offiziellen Statistik wird er sogar mit 17 geführt...

Die Gastgeber sprühten vor Elan und zeigten in der ersten Hälfte eine Top-Leistung, die Gäste-Trainer Michael Wolf später mit den Worten würdigte: "So stelle ich mir modernen Tempohandball vor." Voran gegangen waren viele Gespräche mit dem Ziel, den Schalter endlich umzudrehen und den ersten Sieg in diesem Jahr zu feiern. Dazu gehörte die Entscheidung von Trainer Alexander Koke, sich ab sofort ganz auf´s Coachen zu konzentrieren. "Absicht war, unsere Beine zu bewegen, uns gegenseitig zu unterstützen und geil auf jeden Ball zu sein", machte Co-Trainer Frederic Rudloff beim "Talk danach" deutlich.

Der TSV baute den Vorsprung vor 847 Zuschauern kontinuierlich aus und kam immer wieder zu sehenswerten Treffern - so, als der von Beginn an auf Rechtsaußen spielende Mathis Pötzsch geschickt auf Kreisläufer Alexander Kübler ablegte, der mit insgesamt sieben Toren nach Noll zweitbester Schütze war. Und der schnell reagierende Schlussmann Sven Bartmann hätte seinem Treffer ins leere Volmetaler Tor beinahe einen zweiten folgen lassen - der Ball klatschte an die Latte und landete dann doch im Netz, weil der rasende Pascal Noll bereits wieder vorne war und den Abpraller verwertete. Auch weil Bartmann mit einer Fülle von glänzenden Paraden aufwartete kamen die Dormagener zur höchsten Halbzeitführung in der laufenden Saison (21:13) - die 20er Toregrenze war zuvor noch nicht überschritten worden.

Der TSV steckte direkt nach dem Seitenwechsel sogar die dreifache Unterzahl ohne Gegentor weg, da schaltete sich auch Bartmann in den Angriff ein. Die Dormagener verwalteten den deutlichen Vorsprung, der beim 28:19 in der 40. Minute immer noch neun Tore betrug. Dann aber kamen die Gäste, die ohne ihren mittags erkrankten Mittelmann Yannick Eckervogt spielen mussten, immer besser in die Partie. "Wir hatten vor der Partie eine geringe Chance, zur Halbzeit eigentlich keine mehr, aber genau das ist unsere Chance", hatte Michael Wolf seinen Spielern in der Halbzeitpause eingeimpft. Und die nutzten gegen die nicht mehr sattelfeste TSV-Defensive ihre Chancen. Jetzt war es vor allem Kevin Herzog, der mit vier Treffern in Folge für die Annäherung sorgte. Weil die Zeit weglief war aber mehr als ein Achtungserfolg nicht möglich für den TuS. Schließlich war da auch noch Pascal Noll, der mit dem fünften verwandelten Strafwurf seine Leistung krönte.

Gleich zweimal muss der TSV nun auswärts antreten: Am kommenden Freitag, 10. Februar, um 20 Uhr bei Eintracht Hagen. Eine Woche später am Samstag, 18. Februar, um 17.30 in Langenfeld. Das nächste Heimspiel findet am Freitag, 3. März, 20 Uhr, im TSV Sportcenter gegen die SG Schalksmühle-Halver statt.

TSV Bayer Dormagen - TuS Volmetal 35:33 (21:13)
Dormagen: Bartmann (1), Genz; Bettin (2), Pötzsch (2), Eisenkrätzer, I. Hüter (1), Kübler (7), Noll (16/5), P. Hüter, Brüren (5), Jagieniak, Morante Maldonado, Stutzke (1), Hüfken.
Volmetal: Kilfitt (1), Quick; Schliepkorte (1), Kowalski (3/3), Kaufmann (2), Kirsch (7), Dommermuth (5), Dominik Domaschk (2), Dennis Domaschk (4/1), Kersebaum (3), Herzog (5/2).
Schiedsrichter: Aniol/Gillmann.
Zuschauer: 847.
Zeitstrafen: 20:16 Minuten.
Siebenmeter: 5/5:6/8 (Herzog scheitert an Bartmann und Genz).
Spielfilm: 6:2 (10.), 12:4 (18.), 15:7 (23.), 19:10 (27.), 21:13 - 24:14 (34.), 28:19 (40.), 28:23 (46.), 31:23 (50.), 31:27 (54.), 34:30 (57.), 34:32, 35:33.


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