Punktgewinn: Dormagen erspielt Unentschieden gegen Nordhorn
Der TSV Bayer Dormagen hat am Samstagabend einen wichtigen Punkt gegen die HSG Nordhorn-Lingen eingefahren. In einem hart umkämpften Spiel trennten sich beide Mannschaften am Ende mit 33:33 (15:14).
Blitzstart der Gastgeber
Dormagen erwischte den besseren Auftakt und setzte früh ein Zeichen. Nach drei Minuten stand es bereits 3:1, auch beim 6:4 (8.) hatte der TSV zunächst die Kontrolle. Und hatte mehrfach die Chance auf eine Drei-Tore-Führung zu erhöhen.
Doch dann kippte das Momentum: Ein 4:0-Lauf brachte die Gäste zurück in die Partie, beim 6:8 (17.) lagen plötzlich die Gäste vorne. Dormagen ließ sich davon nicht beeindrucken, hielt das Spiel eng und glich wenig später wieder zum 8:8 aus (19.).
Dormagen übernimmt vor der Pause wieder die Führung
In der Schlussphase des ersten Durchgangs konnte der TSV erneut die Führung übernehmen. Aus dem 10:10 wurde ein 12:10 (25.), kurz darauf ein 14:12 (27.). Mit einer knappen 15:14-Führung ging Dormagen schließlich in die Pause. Maßgeblichen Anteil daran hatte Linksaußen Felix Böckenholt, der mit sicher verwandelten Siebenmetern und Treffern von außen immer wieder voranging – am Ende standen elf Tore für ihn zu Buche.
TSV-Cheftrainer Julian Bauer bilanzierte nach dem Spiel: „In der Abwehr haben wir in der ersten Halbzeit zu viele Probleme mit dem Kreisläufer und der Kooperation in der Breite. Das haben wir zum Teil besser in den Griff bekommen. Wir haben auch extrem viel Hilfe von Christian Simonsen bekommen.“
Zweite Halbzeit als Tempospiel
Nach dem Seitenwechsel entwickelte sich ein echter Handball-Fight mit hohem Tempo. In dieser Phase rückte Dormagens Torwart Christian Simonsen in den Fokus: Mit wichtigen Paraden stabilisierte er seine Mannschaft immer wieder, besonders in Momenten, in denen die HSG kurz davor war, das Spiel zu drehen.
„Wir hatten ein paar Probleme in der Durchschlagskraft im Sechs-gegen-sechs“, erklärte Bauer. „So war klar, dass wir auf Sieben-gegen-sechs umstellen und das hat wirklich gut funktioniert. Luca Krist hat viel Verantwortung übernommen und wir haben jedes Mal wieder Lösungen im Angriff gefunden.“
Trotzdem blieb es eng: Beim 19:19 (38.) war alles wieder offen. Dormagen schaffte es mehrfach, sich mit zwei oder drei Toren abzusetzen, doch die Gäste ließen nicht locker. Auf 22:19 folgte das 22:22 (43.). Zwar brachte der TSV sich erneut in Front (27:25/48., 30:28/52.), doch auch diese Führung reichte nicht, um endgültig zu entkommen.
Crunch-Time bis zur letzten Aktion
Die Schlussminuten hatten alles, was eine echte Crunchtime ausmacht: hohes Tempo und maximaler Druck. Beim 32:32 (58.) war das Spiel endgültig ein Nervenduell. Dormagen legte nochmals vor (33:32/59.), doch Nordhorn-Lingen glich wieder zum 33:33 durch Kreisläufer Christian Wilhelm aus.
Der TSV bekam anschließend noch einmal die Chance, den Siegtreffer zu setzen. Im letzten Angriff lief die Zeit jedoch davon: Vinzent Bertl kam noch zum Abschluss, konnte den Wurf über den Block aber nicht mehr entscheidend platzieren – dann ertönte die Schlusssirene zum 33:33-Remis.
„Das Spiel war ein Punktgewinn für uns“, sagte Bauer nach der Partie. „Es ist deshalb ein gewonnener Punkt, weil die Reife, wie wir die letzte Minute runterspielen, extrem gut war.“
Fokus auf das Derby
Viel Zeit zum Durchatmen bleibt nicht: Am Samstag, 28. Februar, wartet bereits die nächste Aufgabe. Um 18 Uhr ist der TuSEM Essen zu Gast in Dormagen. Tickets für die Partie gibt es hier.
Die Spielstatistik
TSV Bayer Dormagen vs. HSG Nordhorn-Lingen: 33:33 (15:14)
TSV Bayer Dormagen: Simonsen, Oberosler; Krist (7), Boehnert (4), Bertl, Leis (1), Kriescher (1), Böckenholt (11/6), Schroven (3), Strosack (3/1), M. Schmidt, J. Schmidt (3), Hein, Pauli, Trainer: Julian Bauer
HSG Nordhorn-Lingen: van der Merwe, Tschentscher; Bandlow (6/5), Wilhelm (6), Gentzel, van Berlo, Lux (3), Marschall (7), Zintel, Ruddat (5), Tobeler (1), Rajkovic, Lingers, Sokolic, Erlingsson (5), Potgeter, Trainer: Mark Bult
SR: Martin Thöne, Marijo Zupanovic
Zeitstrafen: 4/8 Minuten
Rote Karte: Sokolic (49.)
Siebenmeter: 7/9, 5/5
Zuschauer: 1514
Spielverlauf: 3:1 (3.), 6:4 (8.), 6:8 (17.), 8:8 (19.), 10:10 (22.), 12:10 (25.), 14:12 (27.), 15:14 (30.) – 19:19 (38.), 22:19 (41.), 22:22 (43.), 25:25 (46.), 27:25 (48.), 28:28 (50.), 30:28 (52.), 32:32 (58.), 33:32 (59.), 33:33 (60./EN)