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Niederlage zum Rückrundenauftakt: Dormagen verliert gegen Lübbecke

1. Mannschaft | 06. Februar 2026
Jan Schmidt erzielte heute fünf Tore vom Kreis mit einer Wurfquote von 100 Prozent. Foto: Heinz Zaunbrecher

Der TSV Bayer Dormagen ist ohne Punkte in die Rückrunde gestartet. Vor 1.950 Zuschauern im Sportcenter verlor die Mannschaft von Cheftrainer Julian Bauer am Freitagabend gegen den TuS N-Lübbecke mit 30:34 (15:18). Trotz starker Phasen und mehrerer Aufholjagden gelang es dem TSV nicht, die Partie entscheidend zu drehen.

Es war nicht der Abend des TSV Bayer Dormagen. Zu viele technische Fehler und ungenutzte Chancen verhinderten am Ende einen erfolgreichen Start in die Rückrunde. Entsprechend deutlich fiel die Einordnung von Cheftrainer Julian Bauer aus: „Für uns war das Spiel gefühlt eine kleine Katastrophe. Immer wenn man das Gefühl hatte, wir bekommen das Spiel zum Kippen, ist immer irgendein Mist passiert.“

Schwieriger Beginn und starker Gästekeeper

Dormagen fand nur schwer in die Partie – auch, weil TuS-Keeper Frederik Genz von Beginn an prägend war und insbesondere Würfe von außen mehrfach entschärfte. Nach sieben Minuten lagen die Gäste mit 4:2 vorne. Der TSV ließ sich davon jedoch nicht aus dem Konzept bringen, arbeitete sich zurück und stellte in der 11. Minute auf 5:5.

In der Folge fehlte den Gastgebern jedoch häufig das nötige Quäntchen Spielglück, um die Begegnung auf ihre Seite zu ziehen. In der 19. Minute setzte sich Lübbecke erstmals auf drei Tore ab (8:11). Genz blieb mit insgesamt elf Paraden und einer Fangquote von 32 Prozent ein entscheidender Rückhalt der Gäste.

Kurz vor der Pause verkürzte Dormagen noch einmal auf 14:15 (27.), doch wie schon zuvor brachten eigene Fehler den TSV wieder aus dem Rhythmus. Lübbecke nutzte diese Phase konsequent, sodass es mit 15:18 in die Kabine ging. Bauer betonte jedoch: „Wenn man unsere Positionsabwehr und -angriff sieht, dann haben wir es wirklich gut gemacht. Wir haben gegen die 5:1-Abwehr der Lübbecker sehr gut gespielt.“

Zweite Halbzeit: Abstand bleibt bestehen

Aber auch nach der Pause blieb Lübbecke das spielbestimmende Team. Zwar verkürzte TSV-Kreisläufer Jan Schmidt in der 36. Minute auf einen 19:21-Rückstand (fünf Tore bei 100-Prozent-Quote), doch näher kam Dormagen in Halbzeit zwei nicht mehr heran. Stattdessen legten die Gäste wieder zu und erhöhten zunächst auf 19:23, ehe in der 43. Minute erstmals ein Fünf-Tore-Vorsprung auf der Anzeigetafel stand (21:26).

Trotz eines 27:32-Rückstands in der 56. Minute gab sich Dormagen nicht auf. Der TSV hielt das Tempo hoch, suchte schnelle Abschlüsse und arbeitete weiter am Comeback. Beim 29:32 (57.) keimte noch einmal Hoffnung auf eine offene Schlussphase auf, doch Lübbecke behielt die Ruhe, kontrollierte die letzten Angriffe und brachte den Vorsprung souverän ins Ziel. Mit dem 30:34 war die Niederlage besiegelt.

Bauers Gesamtfazit fiel entsprechend differenziert aus: „Grundsätzlich haben wir es vernünftig gemacht, aber es waren Kleinigkeiten, die uns heute gefehlt haben. Wir werden das Spiel wie immer nachbereiten, aber erstmal müssen wir einen Haken an das Spiel bekommen.“

Positives trotz Niederlage

Neben der Enttäuschung über das Ergebnis gab es dennoch zwei erfreuliche Nachrichten:
Paul Scholl erzielte auf Linksaußen sein erstes Bundesliga-Tor, Jonah Jungmann traf im Rückraum ebenfalls erstmals für den TSV.

Bereits nächsten Freitag steht für den TSV eine schwierige Auswärtsaufgabe beim TuS Ferndorf an. Es heißt also schnell abhaken und Fokus auf das nächste Spiel. Danach folgt am 21. Februar das Heimspiel gegen die HSG Nordhorn-Lingen. Bis zum 14. Februar gibt es noch 15 Prozent Rabatt auf die Online-Tickets.

Die Spielstatistik

TSV Bayer Dormagen vs. TuS N-Lübbecke: 30:34 (15:18)

TSV Bayer Dormagen: Simonsen, Oberosler; Krist (2), Jungmann (1), Boehnert (6), Kriescher (1), Böckenholt (5), Schroven (4), Strosack (3/2), Bahns, M. Schmidt (1), J. Schmidt (5), Hein, Scholl, Trainer: Julian Bauer

TuS N-Lübbecke: Genz, Grabenstein; Genz (1), Santos, Heiny, Furu (3), Schulze (5), Lundahl, Dräger (3), Hornyak, Blaauw (6), Weßeling (4), Pabst (6), Balzicko, Wieling (6/1), Trainer: Davor Dominikovic


SR:
Nicolas Jaros, Felix Funk
Zeitstrafen: 0/10 Minuten
Siebenmeter: 2/6, 1/1
Zuschauer: 1950

Spielverlauf: 0:1 (3.), 2:2 (5.), 2:4 (7.), 5:5 (11.), 5:7 (14.), 8:11 (19.), 10:14 (22.), 14:15 (27.), 15:18 (30.) – 18:21 (36.), 21:26 (43.), 23:26 (46.), 25:30 (52.), 27:32 (56.), 29:32 (57.), 30:34 (60./EN)