In den letzten drei Spielen der 2. Handball-Bundesliga gegen den EHV Aue erzielte der TSV Bayer Dormagen regelmäßig 28 Tore. Die Spiele im letzten Jahr endeten aus Sicht beider Mannschaften mit allen drei möglichen Varianten: 28:28 im Dezember in Aue, der TSV siegt 28:26 im April in Dormagen und verliert 28:29 im März in Aue. Die Schlussfolgerung aus den drei Ergebnissen: 28 Tore reichen nicht immer zum Sieg - womit der TSV allerdings kein Problem hat: Seit sechs Spielen sorgt die Offensive ständig für mindestens 29 Treffer.

Mit Blick auf die Tabellensituation besitzt die Partie an diesem Freitag, 27. Mai, auf jeden Fall eine besondere Bedeutung: Wenn der EHV Aue sein vorletztes Auswärtsspiel verliert, dann muss das Team aus dem Erzgebirge in der kommenden Saison in der 3. Liga spielen. Doch darauf kann der TSV natürlich keine Rücksicht nehmen, schließlich benötigt die Auswahl von Peer Pütz die beiden Punkte, um nicht wieder auf die Abstiegsränge zu rutschen. Die Schiedsrichter Sebastian Grobe und Adrian Kinzel (Trebur / Geinsheim) pfeifen das Spiel des 36. Spieltages um 19.30 Uhr im TSV Bayer Sportcenter an. Tickets gibt es weiterhin im Online-Shop, die Abendkasse öffnet um 18.30 Uhr. Die Dormagener hoffen auf die Unterstützung der Fans. Wer es nicht in die Halle schafft, kann die Begegnung live auf Sportdeutschland.tv verfolgen.

Beim EHV Aue hat kürzlich ein neuer Trainer die Verantwortung übernommen: Nach der langen und schweren Corona-Erkrankung von Stephan Swat hatten die Sachsen vor Saisonbeginn Abstand vom bisherigen Cheftrainerprinzip genommen und installierten ein Team mit dem sportlichen Leiter Swat, dem bisherigen Trainer Kirsten Weber und Torwart-Coach Michael Hilbig. Doch der drohende Abstieg veranlasste die Verantwortlichen Ende April zu einer Kurskorrektur: Erst stellte Kirsten Weber sein Amt zur Verfügung, damit ein neuer Mann einen Impuls für die Schlussphase setzen könne. Dann willigte Stephan Just ein, die Cheftrainer-Position beim EHV Aue bis vorerst zum Saisonende zu übernehmen. Der bisherige Coach des SC Magdeburg II war als Spieler in der Bundesliga für zahlreiche Klubs aktiv und trug auch das Trikot der deutschen Nationalmannschaft. Zuletzt konnte „Apollo“ Just zweimal mit dem EHV jubeln: Nach den Niederlagen in Eisenach und gegen Großwallstadt gewann Aue 32:29 in Hagen und setzte sich mit 30:21 gegen Rostock durch.

Der Portugiese Goncalo Ribeiro zählte in beiden Spielen zu den besten Torschützen - auch von der Siebenmeterlinie. Mit 146 Treffern ist er Aues erfolgreichster Werfer in der laufenden Saison. Kreisläufer Bengt Bornhorn (129) musste zwangspausieren: In Großwallstadt sah er wegen Beinstellens nach der Roten auch die Blaue Karte, die zu Bericht und Sperre führte. Dritter in der Liste ist Rechtsaußen Maximilian Lux (128). Gefahr geht aber auch von den Halbpositionen aus, auf denen Adrian Kammlodt (links) und Arnar Birkir Halfdansson (rechts) beheimatet sind.

„Der Sieg in Essen war toll. Aber wir wissen alle, dass wir weitere Punkte brauchen, um die Klasse zu halten“, sagt Peer Pütz, der heute mit der Dormagener B-Jugend das erste DM-Halbfinale gegen die Rhein-Neckar Löwen bestritt. Die gute Partie zweier starker Mannschaften endete nach der 11:9-Pausenführung des TSV 26:26, im Rückspiel am Samstag in Östringen werden die Karten neu gemischt. Das gilt sicher auch für das Spiel am Freitagabend in der 2. HBL mit zwei Cheftrainern, die beim 28:28 im Hinspiel nicht in der Verantwortung standen.


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