Da war sie endlich wieder, die fantastische Handballstimmung im TSV Bayer Sportcenter. Angefacht von einem leidenschaftlichen Kampf des schmalen Dormagener Kaders kam die großartige Unterstützung von den 565 Zuschauern, die nach den aufregenden 60 Minuten erst den 21:20-Erfolg bejubeln und dann die beschwingte Humba von Kapitän Patrick Hüter erleben durften. „Großartig, besser hätte es zum Auftakt nicht laufen können“, freute sich Handball-Geschäftsführer Björn Barthel über den Sieg gegen die SG BBM Bietigheim und über die gelungenen Abläufe rund um den ersten Heimspieltag.

Für Dusko Bilanovic war angesichts der zahlreichen verletzungsbedingten Ausfälle klar, dass „wir das Spiel nur über die Abwehr gewinnen können.“ Und die präsentierte sich in Bestform, „stand wie eine Mauer“, lobte der Coach seine variable Defensive mit einem bärenstarken Aron Seesing. Sie ließ in der ersten Hälfte lediglich acht Tore zu – auch weil Torwart Martin Juzbasic seine in Hamm gezeigte Leistung konserviert hatte und immer wieder Szenenapplaus für seine Hexer-Qualitäten erhielt.

Die Gastgeber gingen regelmäßig in Führung, dabei zeigte sich Neuzugang Patryk Biernacki mit drei Treffern in elf Minuten in guter Verfassung. Doch die Wiesel konnten sich zunächst nicht absetzen, weil viele klare Chancen nicht genutzt wurden. Das lag vor allem am besten Bietigheimer, der ebenfalls im Tor stand: Konstantin Poltrum hielt sein Team im Spiel, Paco Barthe glich in der 23. Minute zum 8:8 aus. Das war aber gleichzeitig der letzte Treffer der Gäste in der ersten Halbzeit, weil Juzbasic bis zum Pausenpfiff nicht mehr zu überwinden war. Der TSV setzte sich jetzt erstmals ab und erst nach dem Ende des Spiels konnte man erkennen, wie wichtig das 12:8 von Jakub Sterba war: Der Ball schlug mit der Pausensirene im gegnerischen Kasten ein. Die Schiedsrichter wehrten Proteste der SG ab und entschieden sofort auf Tor.

Der nächste Treffer einer Mannschaft sollte nach dem Seitenwechsel auf sich warten lassen. Geschlagene acht Minuten dauerte es, bis Bietigheims jüngster und in der zweiten Hälfte bester Feldspieler Alexander Pfeifer zum 12:9 traf. Doch auch wenn die Baden-Württemberger mehrfach bis auf zwei Tore herankamen, der TSV reagierte und baute den Vorsprung wieder aus. So erzielten der mit sechs Treffern erfolgreichste Werfer Andre Meuser und Tim Mast mit der Neuauflage seiner Rückhandshow im Fliegen in der 52. Minute das 18:14-Polster für die Schlussphase. Tatsächlich wurde es dramatisch: Zweimal Linksaußen Pfeifer und der pfiffige Dominik Claus, der den Ball klaute und ins leere TSV-Tor traf, brachten die SG bis auf 18:17 heran.

Auf das 20:17 durch Sterba und Seesing folgten die Tore 18 und 19 durch Pfeifer und Juan de la Pena. Das 21:19 durch Meuser stellte sich zwar als die Entscheidung heraus, doch bis zum Abpfiff musste gezittert werden, zumal Patrick Hüter das Ende wegen einer Zeitstrafe nicht mehr auf dem Spielfeld miterleben konnte. Doch der scheinbare Vorteil für Bietigheim dauerte nur neun Sekunden. Dann musste Pfeifer Lehrgeld zahlen und erhielt zwei Minuten, weil er den Abstand beim Dormagener Freiwurf nicht eingehalten hatte. Weil Poltrum den anschließenden Wurf von Biernacki parierte, blieb die Spannung erhalten. De la Pena verkürzte auf 21:20 und seine Mannschaft versuchte mit offener Deckung nach dem TSV-Anwurf den Ball abzufangen. Doch die Gastgeber ließen in den ausstehenden 15 Sekunden nichts mehr anbrennen. „Was für ein geiles Gefühl“, rief Kapitän Patrick Hüter bei der Humba und freute sich „auf die nächsten Heimspiele und Siege.“

Gäste-Trainer Iker Romero übernahm später die Verantwortung für den Misserfolg: „Wir lagen im Heimspiel gegen Eisenach immer hinten und heute auch in Dormagen. Das müssen wir ändern. Aber wir spielen nach zwei Niederlagen kein Harakiri.“ Die Spannung in den Schlussminuten hätte Dusko Bilanovic gerne verhindert, aber „nach nur zwei technischen Fehlern in der ersten Halbzeit hatten wir sieben in der zweiten Hälfte. Das hat uns weh getan.“ Humpelnd verließ Ian Hüter die Halle aufgrund eines Pferdekusses am Oberschenkel, der Spielmacher kann aber einstecken: „Deswegen mache ich kein Heckmeck.“ Und was im Trubel fast untergegangen wäre: Tim Mast hatte Christian Schäfer, den Zweitliga-Torschützenkönig der letzten Saison, gut im Griff und stellte fest: „Ich glaube, ich habe das ganz gut umgesetzt, was wir im Training besprochen haben.“

TSV Bayer Dormagen – SG BBM Bietigheim 21:20 (12:8)
Dormagen: Juzbasic (14 Paraden), Simonsen (n.e.); Meuser (6), Leitz (n.e.), Eugler, Biernacki (4/1), I. Hüter (2), P. Hüter (2), Johannmeyer, Sterba (3), Seesing (3), Steinhaus (n.e.), Mast (1).
Bietigheim: Poltrum (13 Paraden), Lehmann (n.e.); Vlahovic, Claus (2), Öhler (n.e.), Dahlhaus (2), Schäfer (1), de la Pena (3), Barthe (1), Link, Asmuth, Weßeling (4), Pfeifer (5), Fischer (2).
Schiedsrichter: Engeln / Schmitz.
Zuschauer: 565.
Zeitstrafen: 10:6 Minuten.
Siebenmeter: 1/2:0/2 (Mast scheitert an Poltrum – Juzbasic hält gegen Schäfer und Weßeling).
Spielfilm: 4:2 (9.), 8:8 (23.), 12:8 – 13:11, 15:11, 16:14, 18:14 (52.), 18:17 (55.), 20:17 (56.), 20:19, 21:19 (58.), 21:20.

 


Nachdem Losfee Carolin Schäfer den TSV Bayer Dormagen bei der Auslosung zum DHB-Pokal mit einem Spitzen-Gegner bedacht hatte, steht nun der Termin für die Partie der 2. Runde gegen den TBV Lemgo fest: Am Dienstag, 5. Oktober, empfängt der TSV um 19.30 Uhr den amtierenden Pokalsieger im TSV Bayer Sportcenter. „Das ist eine klasse Begegnung und für uns alle in Dormagen ein absolutes Highlight“, freut sich Geschäftsführer Björn Barthel. Gleichwohl weiß er die Chancen der Wiesel realistisch einzuschätzen. „Lemgo ist natürlich haushoher Favorit, wir wollen dem TBV aber in den 60 Minuten alles abverlangen und unseren Zuschauern großartigen Handball bieten.“

Am Mittwoch, 22. September, gehen die Tageskarten für das Pokalspiel um 11 Uhr in den freien Verkauf. Dabei hat sich der TSV etwas Besonderes ausgedacht. „Damit wir unseren Heimvorteil maximieren können, haben wir uns entschieden, die Ticketpreise für das Pokalspiel zu senken“, erklärt Barthel. „Mit einer vollen und lauten Halle im Rücken können wir vielleicht noch ein paar Prozente herausholen.“ Bei allen Pokaltickets gegen Lemgo gibt es eine Ermäßigung in Höhe von 4 Euro (siehe nebenstehende Übersicht). Dauerkarteninhaber haben noch bis zum 20. September ein „Vorvorverkaufsrecht“, anschließend gehen alle Tickets in den freien Verkauf. Neben der Kurve E ist im DHB-Pokal auch der Block E für Gästefans freigegeben.

Die Tickets können ab dem 22. September, 11 Uhr auf drei Wegen erworben werden:
1. Über den TSV-Online-Ticketshop (www.handball-dormagen.de unter „Tickets“)
2. In der TSV-Handball-Geschäftsstelle am Höhenberg 40 in Dormagen, nach telefonischer Terminvereinbarung unter 02133 77744-170.
3. Sofern noch verfügbar: An der Abendkasse am Spieltag. Dort wird ein Abendkassenzuschlag von 2 Euro pro Ticket erhoben.

Das TSV Bayer Sportcenter darf mit 2000 Plätzen voll ausgelastet werden, es gelten aber weiterhin die 3G-Regel sowie die Hygieneregeln und eine Maskenpflicht, die jedoch am Sitzplatz ausgesetzt ist. Der TSV freut sich auf viele Zuschauer und ein spannendes Spiel am 5. Oktober.


Die Statistik spricht für den TSV Bayer Dormagen, doch die Ausgangsposition stempelt die SG BBM Bietigheim zum Favoriten. Denn der TSV muss auch das erste Heimspiel der Saison 2021/22 personell geschwächt bestreiten. „Durch diese schwierige Phase müssen wir durch“, sagt Trainer Dusko Bilanovic. „Ich hoffe nur, dass sie nicht zu lange dauert.“ Die Schiedsrichter Maximilian Engeln und Felix Schmitz (Burscheid) pfeifen die Partie im TSV Bayer Sportcenter an diesem Freitag um 19.30 Uhr im TSV Bayer Sportcenter an. Bilanovic: „Wir hoffen auf die Unterstützung vieler Fans. In der Halle kann man Handball mit all der Emotion und Spannung am besten erleben.“ Wer es nicht ins Sportcenter schafft, der hat die Möglichkeit, das Spiel auf Sportdeutschland.tv zu verfolgen.

Das Amt des Trainers hat Bietigheim in neue Hände gelegt: „Ikers Philosophie passt perfekt zur SG, er wird Hannes‘ gute Arbeit fortführen und neue Schwerpunkte setzen. Die Ausbildung und Weiterentwicklung von Talenten ist unser Weg, den wir hier in Bietigheim seit Jahren gehen“, sagte SG-Sportdirektor Jochen Zürn anlässlich der Verpflichtung von Iker Romero als Nachfolger des Isländers Hannes Jon Jonsson. Der frühere spanische Weltklassespieler musste am ersten Spieltag die Überlegenheit von ThSV Eisenach nach der 26:29-Niederlage anerkennen: „Natürlich haben wir uns mehr erwartet, Eisenach hat das sehr gut gespielt“, erklärte Romero.

Neben dem Langzeitverletzten Patrick Rentschler mussten zuletzt Jonas Link und Mario Urban längere Zeit pausieren. Rechtsaußen Urban hatte sich im Training einen Nasenbruch zugezogen. Rückraumspieler Link fiel aus, weil er sich im Testspiel gegen die Rhein-Neckar Löwen den Daumen gebrochen hatte. Beide standen gegen Eisenach noch nicht im Aufgebot. Mit dabei war aber der aus Emsdetten gekommene Neuzugang Sven Weßeling. Der 23-jährige Rückraumlinke feierte ein Top-Debüt und war mit acht Treffern erfolgreichster Werfer auf dem Feld.

Der TSV muss durch den Außenbandriss von Ante Grbavac einen weiteren Ausfall verkraften. Der Rückraumlinke fällt circa drei Wochen aus. Für ihn kommt Sören Steinhaus in die Mannschaft, der das ein und andere Mal für Entlastung sorgen soll. Außerdem rückt Kreisläufer Max Eugler aus der 2. Mannschaft ins Wiesel-Team. Die drei Europameister Sören Steinhaus, Aron Seesing und Lennart Leitz - der am Freitag den noch verletzten Jan Reimer ersetzt - werden vor Spielbeginn geehrt.

Zurück zur Statistik: Der TSV gewann in 13 Vergleichen neunmal, Bietigheim zweimal. Zwei Spiele endeten mit einem Remis.

Alle Informationen zum Besuch des Spiels sind in der gestrigen Pressemitteilung enthalten. Darüber hinaus ein Hinweis für die Besitzer von Dauerkarten: Auch sie müssen sich über den QR Code oder das Formular mit ihren Kontaktdaten einchecken. Der QR Code am Vorplatz des Sportcenters ist unübersehbar, das Einchecken kann also vor Eintritt in die Halle schnell erledigt werden. Der QR Code führt entweder in die App oder in den Webbrowser.


Es geht wieder los: Nach dem ersten Auswärtsspiel in Hamm steht nun auch das erste Heimspiel für den TSV Bayer Dormagen in der 2. Handball-Bundesliga an. Die Wiesel empfangen am Freitagabend, 17. September, um 19.30 Uhr die SG BBM Bietigheim. Wer sich den Auftakt vor heimischer Kulisse nicht entgehen lassen will, kann weiterhin Tickets ganz einfach im Vorverkauf über den TSV-Ticketshop erwerben. Für Kurzentschlossene gibt es aber auch wieder an der Abendkasse die Möglichkeit Karten zu erhalten. Dort wird allerdings ein Abendkassenzuschlag von 2 Euro erhoben. Die Abendkasse und das TSV Sportcenter öffnen um 18.30 Uhr.

Grundsätzlich ist ein frühzeitiges Erscheinen sinnvoll. Zuschauer sollten mindestens eine halbe Stunde mehr einplanen als sonst. Denn wegen der notwendigen Kontrollen und Kontaktnachverfolgung aufgrund der Pandemie-Lage kann es am Einlass zu längeren Wartezeiten kommen. Bedingt durch behördliche Vorgaben gibt es nachfolgende Hinweise für die Zuschauer:
- Eine Vollauslastung des TSV Sportcenters mit 2000 Plätzen ist zulässig.
- Einlass erfolgt nur bei Erfüllung der 3G-Regel. Der Nachweis über einen vollständigen Impfschutz, ein Genesenen- oder Testnachweis (max. 48 Stunden alt) ist obligatorisch.
- Bei Einlass findet eine Kontaktnachverfolgung statt. Diese läuft über die TSV-App ganz einfach über das Smartphone, der QR-Code zum Einscannen liegt am Einlass bereit. Wer kein Smartphone besitzt, kann sich das Formular zur Kontaktnachverfolgung über den Bereich Downloads auf der Handball-Homepage runterladen und ausgefüllt mitbringen.
- Die 1,5 Meter-Abstandsregel ist außerhalb des Sitzplatzes zu beachten.
- Die Maskenpflicht ist zu beachten, jedoch am eigenen Sitzplatz und den Sitzmöglichkeiten in der Gastronomie ausgesetzt.
- Es gilt ein Kontaktverbot zwischen Fans und Mannschaft.

Das Team freut sich über jeden Fan, der den TSV im wichtigen ersten Heimspiel der Saison unterstützt. Aufgrund des mit den Behörden abgestimmtem Hygienekonzepts ist ein sicherer Besuch des Sportcenters gewährleistet.


Ein ungewöhnlicher Auftakt der 2. Handball-Bundesliga, bei dem für die Gastgeber so gut wie nichts zu holen war. Lediglich der favorisierte ASV Hamm-Westfalen machte eine Ausnahme und setzte sich knapp mit 24:22 (14:10) gegen den TSV Bayer Dormagen durch. Aber auch diese Partie wurde erst in den letzten Sekunden entschieden, nachdem die Wiesel in der 55. Minute das erste Mal in Führung gegangen waren und die zweite Halbzeit für sich verbuchen konnten. Übrigens: Auch in der letzten Saison startete der TSV mit einer Niederlage in die Spielzeit - aber zu Hause gegen Dessau - und kassierte beim 21:24 (8:14) in beiden Spielhälften exakt die gleiche Anzahl an Toren. Wenn das die Basis für die Wiederholung von Tabellenplatz 7 ist, hätte vermutlich kein Dormagener etwas einzuwenden.

Vor allem der schon in der Anfangsphase hellwache Martin Juzbasic trug dazu bei, dass Hamm sich nicht über vier Tore hinaus absetzen konnte. Der Torwächter, der wenige Tage vor dem Spiel seinen Vertrag bis 2024 verlängerte, gewann das Torwartduell gegen die westfälischen Konkurrenten auch dank seiner ordentlich agierenden Abwehrreihe deutlich. Nur in der Offensive ließ der TSV die Genauigkeit beim Abschluss vermissen. Am Ende verhinderten 20 Fehlwürfe ein erfolgreicheres Abschneiden. Dazu kamen 11 technische Fehler. Das schmerzte besonders in der Schlussphase: „Wir haben weitgehend das umgesetzt, was wir uns vorgenommen hatten“, sagte Trainer Dusko Bilanovic. „In den letzten drei Minuten waren wir aber nicht mehr konzentriert genug.“

Kraft kostete den nur mit 13 Spielern aufgelaufenen Dormagenern bereits die Absicht in der ersten Hälfte, nach einem Vier-Tore-Rückstand wieder zurückzukommen. Das gelang nicht zuletzt aufgrund der Schwächung des Gegners: Markus Fuchs sah in der 17. Minute die Rote Karte, nachdem er Ian Hüter mit der Hand am Kopf erwischt hatte. Das Aus für den Abwehrchef und das bald folgende verletzungsbedingte Ausscheiden von Jan Brosch führte zur vorübergehenden Verwirrung in Hamms Innenblock, die der TSV durch die Treffer der starken Angreifer Tim Mast und Patrick Hüter zum 9:7-Anschluss nutzte. Doch als die Defensive der Gastgeber sich wieder formiert hatte und der TSV zu viele Fehler produzierte, verschaffte der ASV sich den 14:10-Vorsprung zur Halbzeit.

Nach dem Seitenwechsel blieb es längere Zeit beim Spielverlauf: Der TSV kam bis auf 16:15 heran, um dann auch wieder drei Tore in Folge einstecken zu müssen. Nun fiel auch noch Ante Grbavac mit einer Fußverletzung aus, er war unglücklich mit dem Ex-Dormagener Jo Gerrit Genz zusammengestoßen. Ob er am Freitag wieder spielen kann, wird die Untersuchung ergeben. So wurde es beim Stande von 20:16 noch schwieriger, vielleicht doch etwas Zählbares aus Hamm mitzunehmen. Mit dem erstaunlichen Aufbäumen der Wiesel schlich sich allerdings Nervosität beim ASV ein. Und in der Westpress Arena wurde es ruhiger. Denn nach fünf Treffern in Folge und mehreren sensationellen Paraden von Juzbasic führte der TSV plötzlich 21:20 durch das Tor von Ian Hüter. Nach dem Ausgleich per Siebenmeter sorgte Patrick Hüter für das 22:21, leider der letzte erfolgreiche Abschluss der Gäste - obwohl Hamm die letzten beiden Minuten in Unterzahl war.

Jan von Boenigk machte mit einem Heber den Ausgleich, Kapitän Fabian Huesmann war für das 23:22 verantwortlich. Ein versprungener Ball beendete den letzten Angriff der Wiesel, die alles versuchten, um in der Abwehr doch noch einmal den Ball zu erobern. Das gelang Jakub Sterba auch. Doch sein Anlauf zum Konter wurde vom Pfiff der Zeitnehmer und der Schiedsrichter gestoppt: Hamms Trainer Michael Lerscht hatte offenbar zeitgleich die Grüne Karte auf den Tisch gelegt und damit die Auszeit ausgelöst, nach der Hamm weiter den Ball hatte und von Boenigk das letzte Tor erzielte. „Ich zocke gerne mit der Karte“, sagte Lerscht später. „Wenn man die gesamten 60 Minuten sieht, dann war auch ein bisschen Glück ausschlaggebend“, meinte Dusko Bilanovic.

Die Dormagener sind heute bereits wieder anlässlich der 100 Jahr-Feier des OSC Rheinhausen in Duisburg freundschaftlich im Einsatz. Das erste Heimspiel findet am kommenden Freitag, 17. September, gegen die SG BBM Bietigheim statt. Welche Unterstützung eine gut gefüllte Halle bringen kann, konnte man in Hamm erleben. Deshalb appellierte Bilanovic auch an die heimischen Handballfans: „Kommt am Freitag ins TSV Bayer Sportcenter, wir brauchen euch.“

Tickets im Vorverkauf

Statistik
ASV Hamm-Westfalen - TSV Bayer Dormagen 24:22 (14:10)
Hamm: Bozic (3 Paraden), Storbeck (ab 27., 4 P.); Genz (3), Huesmann (5/1), Brosch (2), Fuchs, Reimann (n.e.), Engelhardt (3), Südmeier (1), Pretzewofsky (n.e.), Orlowski (3/1), Baijens (2), Mikita, von Boenigk (2), Wieling (3).
Dormagen: Juzbasic (15 Paraden), Simonsen (n.e.); Köster, Meuser (5), Leitz (n.e.), Biernacki, I. Hüter (3), P. Hüter (5), Johannmeyer (n.e.), Sterba (1), Grbavac (3), Seesing, Mast (5).
Schiedsrichter: Bona / Frank.
Zuschauer: 1127.
Zeitstrafen: 8:4 Minuten.
Siebenmeter: 2/3:0/1 (Juzbasic hält gegen Huesmann - Mast scheitert an Storbeck).
Spielfilm: 1:0, 3:3, 6:5, 9:5, 13:8, 13:10, 14:10 - 14:12, 16:12, 16:15, 19:15, 20:16, 20:21, 21:22, 24:21.


An diesem Wochenende startet eine Saison, die es im besonderen Maße in sich hat. Mit übergangsweise 20 Mannschaften warten auf jeden Zweitligisten 38 Spiele. Von leichten oder schweren Gegnern kann kaum gesprochen werden, schließlich sammelten 16 der 20 Klubs bereits Erstliga-Erfahrung - auch wenn die bei einigen schon etwas länger zurückliegt und nicht alle von einer baldigen Auffrischung als Saisonziel sprechen. Für den TSV Bayer Dormagen geht es im ersten Gastspiel gegen einen direkten Nachbarn in der Ewigen Tabelle der 2. Bundesliga: Die Rheinländer liegen mit 652:456-Punkten nach 17 Jahren in Liga 2 auf Platz 16 und haben gute Chancen, in dieser Spielzeit mehrere Vereine zu überholen. Der ASV Hamm-Westfalen brachte es in 15-jähriger Mitgliedschaft auf 643:425-Punkte und Rang 17.

Der Anpfiff erfolgt am Samstag, 11. September, um 19.15 Uhr in der Westpress Arena von den Schiedsrichtern Leonard Bona und Malte Frank (Remscheid / Radevormwald). Theoretisch könnten fast 2000 Zuschauer in die Halle kommen, die Gastgeber wissen aber auch, dass die Rückkehr zu früheren Besucherzahlen einen längeren Prozess benötigt. Abgesetzt wurden rund 800 Dauerkarten. „Wir freuen uns, wenn zum Start mehr als 1000 Fans kommen“, erklärt der ASV. Erstmalig wird auch wieder die Abendkasse geöffnet sein. Zutritt ist unter Einhaltung der 3G-Regel möglich. In der Arena muss im Grunde überall eine Maske getragen werden, nur auf dem Platz darf sie abgenommen werden. Wie alle Spiele der 2. Liga wird auch diese Begegnung als Livestream auf Sportdeutschland.tv zu sehen sein.

ASV-Coach Michael Lerscht kann mit allen Spielern planen - im Gegensatz zu Dusko Bilanovic. Dormagens Trainer muss nicht nur auf die Langzeitverletzten Joshua Reuland und Alexander Senden sowie auf Lucas Rehfus verzichten. Mit Jaka Zurga und Jan Reimer fallen auch zwei Außen aus, die sich in den Testspielen Blessuren zuzogen. Während mit der Rückkehr von Reimer nach dem ersten Heimspiel gegen Bietigheim am nächsten Freitag zu rechnen ist, wird Zurga bis zu sechs Wochen pausieren müssen. Rechtsaußen Lennart Leitz war zwar auch von der bei der A-Jugend grassierenden Grippewelle betroffen, kann aber wahrscheinlich morgen dabei sein. Außerdem wird Jannis Beckers mit nach Hamm reisen. Der für die 2. Mannschaft verpflichtete Rückraumspieler hat seine enorme Wurfstärke im Training unter Beweis gestellt.

Es gibt auch ein Wiedersehen: Tim Wieling war zwei Jahre lang ein Wiesel, bevor er 2019 in die 1. Liga zum TVB Stuttgart wechselte. Der Rechtsaußen schloss sich jetzt den Westfalen an. Hamm holte zudem den früheren Neusser Torwart Vladimir Bozic von Balingen und weitere sechs neue Spieler, darunter den slowakischen Nationalspieler Matej Mikita für den linken Rückraum. Bilanovic: „Der ASV hat große Ambitionen, geht als Favorit ins Spiel und hat damit auch den größeren Druck. Vielleicht können wir Hamm ärgern - wenn wir möglichst wenige Fehler machen.“


Es war kein leichtes Jahr 2021 für Martin Juzbasic, Torwart des TSV Bayer Dormagen. Nach einer schlimmen Verletzung im Februar fiel der 33-Jährige für gut drei Monate aus. Umso erfreulicher ist die heutige Nachricht aus der Dormagener Geschäftsstelle. Der Keeper verlängert sein bis 2022 laufendes Arbeitspapier vorzeitig bis 2024.

„Nachdem wir bereits in der Vergangenheit viele Leistungsträger längerfristig binden konnten, freuen wir uns, dass mit Martin eine weitere wichtige Stütze im Kader für die nächsten Jahre verlängert hat“, zeigt sich Geschäftsführer Björn Barthel zufrieden. Auch Juzbasic selbst ist erfreut: „Ich bin froh, dass man mit meiner Leistung so zufrieden ist. Es waren nette Gespräche, in denen wir schnell auf einen Nenner gekommen sind.“

Im Sommer 2020 aus der 3. Liga von der HSG Bieberau/Modau verpflichtet, machte der gebürtige Kroate schnell mit starken Auftritten auf sich aufmerksam. Anlaufzeit benötigte er dabei keine und verdiente sich am 8. Spieltag sogar eine Nominierung in das Team des Spieltags der 2. Handball-Bundesliga. Auch nach seiner Verletzung kämpfte Juzbasic sich schnell zurück ins Dormagener Tor und brachte seine Gegenspieler reihenweise zur Verzweiflung. „Es war für mich und für die ganze Mannschaft eine richtig gute Saison, ich fühle mich einfach wohl in Dormagen“, meint Juzbasic. In der am Samstag startenden Saison bildet er mit Christian Simonsen das Torhüter-Gespann beim TSV und will dort weiter machen, wo er in der letzten Saison aufgehört hat. „Für die nächsten Spielzeiten sehe ich uns auf der Torhüter-Position stark aufgestellt“, erklärt Cheftrainer Dusko Bilanovic und freut sich auf weitere starke Paraden der Dormagener Nummer 1.


Eigentlich spielt das Wetter für den Hallensport eine eher untergeordnete Rolle. Aber der TuS Weibern hatte für seinen Familien- und Benefiztag Sonnenschein bestellt. Der Wettergott lieferte prompt, die Grundvoraussetzungen für einen erfolgreichen Tag waren gelegt. Das Benefizspiel zwischen Rheinlandligist TuS Weibern, quasi einzig verbliebener Handballverein im Kreis Ahrweiler, und dem TSV Bayer Dormagen konnte zwar Corona bedingt nur von 130 Zuschauern in der Robert-Wolff-Halle direkt gesehen werden. Auf dem Vorplatz verfolgten aber viele Handballfans die Youtube-Übertragung auf einem Großbildschirm.

Die muntere Partie endete mit einem deutlichen Ergebnis für die Gäste: Patryk Biernacki erzielte das letzte und gleichzeitig 40. Tor für die Wiesel, Weibern überwand die beiden TSV-Torhüter 17 Mal. Doch über den 40:17 (19:10)-Erfolg hinaus machte die Partie einfach Spaß, es gab oft Szenenapplaus für gelungene Aktionen. „Mit etlichen Kempa-Treffern haben wir das Publikum sicher ganz gut unterhalten“, zieht TSV-Coach Dusko Bilanovic ein positives Fazit der fairen Partie, in der die Schiedsrichter lediglich eine Zeitstrafe verteilten. Und ein bisschen Spaß muss sein: Christian Simonsen lief aus seinem Gehäuse, um bei einem der wenigen gegebenen Siebenmeter am gegnerischen Torwart zu scheitern. Ein besonderer Augenblick für den jungen Rechtsaußen Jannis Schild: Der Cousin von Joshua Reuland kam zu seinem ersten Einsatz in der Herren-Auswahl des TuS Weibern und trug sich unter dem Riesenbeifall der Zuschauer in die Torschützenliste ein.

Das Dormagener Team rund um Reuland, der seine ersten handballerischen Laufschritte in der Robert-Wolff-Halle bestritten hat, spendete aus der noch vorhandenen Mannschaftskasse des Vorjahres 1500 Euro in den Topf, der Bedürftigen aus der Flutkatastrophe an der Ahr zugutekommen wird. Der TSV Dormagen verdoppelte diesen Betrag. Anlässlich der Geldübergabe bemerkte TuS-Vorsitzender Michael Dahm, dass er vollkommen überrascht und fast schon sprachlos gewesen sei, wie spontan der TSV Bayer Dormagen seiner Anfrage zugestimmt habe: „Na klar kommen wir, da sind wir dabei“, seien die ersten Worte von Geschäftsführer Björn Barthel gewesen. Umso erfreulicher und sensationell sei es, dass der Zweitligist jetzt sogar noch Geld mitbringe. Der Dormagener Delegationsleiter Walter Haase erinnerte daran, dass seine Jungs selbst einen Tag vor Ort geholfen haben und von den Verwüstungen und dem Leid der Menschen in der Region sehr betroffen waren.

Der TuS Weibern bedankte sich bei den Spielern und Verantwortlichen des TSV Bayer Dormagen mit einem kleinen Imbiss und der Zusage, demnächst – wenn Josh Reuland wieder fit ist – mit der kompletten Mannschaft in Dormagen aufzuschlagen und den TSV bei einem Zweitligaspiel lautstark zu unterstützen.

TuS Weibern - TSV Bayer Dormagen 17:40 (10:19)
Dormagen: Juzbasic, Simonsen; Meuser (1), Biernacki (4), I. Hüter (8), Zurga (6), Johannmeyer (1), Sterba (10), Mast (10).


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