Niederlage im ersten Saisonspiel: Dormagen verliert beim TuS N-Lübbecke

Der TSV Bayer Dormagen ist mit einer Auswärtsniederlage in die neue Saison gestartet. Beim TuS N-Lübbecke unterlag das Team von Trainer Julian Bauer mit 30:34 (12:16). Trotz einer engagierten Vorstellung und einem starken Beginn reichte es am Ende nicht für Punkte.
Guter Start mit offenem Schlagabtausch
Die Dormagener erwischten einen ordentlichen Auftakt. Bis zur 12. Minute gestaltete sich die Partie vollkommen ausgeglichen – über 1:1 (2.), 4:4 (8.) und 7:7 (12.) konnte der TSV mit dem Gastgeber aus Lübbecke Schritt halten. Zwischenzeitlich hatten die Dormagener sogar die Führung inne (5:6, 11. Minute) und ließen sich auch von dem Drei-Tore-Lauf der Gäste zum 10:7 (17.) nicht aus der Ruhe bringen.
„Für uns ist das heute sehr bitter, muss man sagen“, sagte TSV-Cheftrainer Julian Bauer nach der Partie. „Ich finde, dass wir in der ersten Halbzeit eigentlich sehr gut im Spiel sind. Wir hatten in der Abwehr ein paar Situationen, wo wir wussten, dass mal eine Kreis-Kooperation von Blaauw oder Wesseling kommt, die haben wir dann nicht ganz optimal verteidigt. Aber im Großen und Ganzen machen wir es vernünftig.“
Rückschlag vor der Pause
Nach dem 12:12-Ausgleich (25.) schien die Begegnung weiterhin offen. Doch in den Schlussminuten der ersten Halbzeit nutzte Lübbecke einige Unkonzentriertheiten der Gäste aus und setzte sich bis zur Pause auf 16:12 ab. Der TSV musste mit einem Vier-Tore-Rückstand in die Kabine.
„Dann steht es 13:12 und wir haben den Ball, haben Überzahl, haben einen Wurf von außen, haben Siebenmeter und holen uns eine Zeitstrafe. So stand es -4, was eigentlich dem Spielverlauf gar nicht angemessen war. Das war bitter für uns“, analysierte Bauer.
Lübbecker Lauf entscheidet die Partie
Gleich zu Beginn der zweiten Hälfte erhöhte der TuS den Druck. Über 17:12 (33.) und 22:15 (35.) zog Lübbecke innerhalb weniger Minuten davon. In dieser Phase tat sich der TSV besonders schwer, Lösungen gegen die kompakte Abwehr der Gastgeber zu finden. Trotz guter Ansätze im Angriff – unter anderem durch TSV-Rückraumspieler Moritz Köster, der fünf Tore beisteuerte – konnte der Rückstand nicht verkürzt werden.
„Nach der Halbzeit hatten wir eine schwierige Phase. Wir bekamen das Tempospiel von Lübbecke gar nicht mehr gestoppt und machen ein paar technische Fehler zu viel, die sofort in Gegenstößen landeten. Dazu nahm Frederik Genz ein paar freie Würfe von uns weg und plötzlich sind wir bei -7 und -10“, ergänzte Bauer seine Analyse.
Aufbäumen ohne Happy End
Beim Stand von 30:22 (47.) schien die Begegnung bereits entschieden. Doch die Dormagener gaben sich nicht auf, kämpften sich bis in die Schlussminuten noch einmal heran und verkürzten auf 34:30 (60.). Am Ende blieb der verdiente Lohn jedoch aus – die Aufholjagd kam zu spät.
„Meine Mannschaft hat bis zum Schluss Charakter gezeigt und hat um jeden Ball gefightet. Unser Ziel war es, das Spiel lange offenzuhalten. Das haben wir dann dementsprechend leider nicht geschafft. Aber wir werden daraus lernen und wir werden daraus besser werden“, lobte der 30-Jährige seine Mannschaft.
Blick nach vorn – Heimspiel nächste Woche Freitag
Auch wenn die Auftaktniederlage schmerzt, zeigte die Mannschaft von Julian Bauer in vielen Phasen ihr Potenzial. Schon im nächsten Spiel wollen die Dormagener die ersten Punkte der Saison einfahren. Am kommenden Freitag, dem 05. September, empfängt das TSV-Team den TuS Ferndorf zum Derby. Anpfiff ist um 20 Uhr im TSV Bayer Sportcenter.
Die Spielstatistik
TuS N-Lübbecke vs. TSV Bayer Dormagen: 34:30 (16:12)
TSV: Simonsen, Oberosler; Krist (2), Bertl, Leis (3), Kriescher (3), Köster (5), Pedersen, Boeckenholt (4/2), Strosack (6/2), M. Schmidt (1), J. Schmidt (5), Pauli, Sondermann (1), Hein, Trainer: Julian Bauer
TuS: F. Genz, Grabenstein; J. Genz (7), Santos (4), Heiny (1), Furu (1), Schulze (4), Lundahl (1), Dräger, Hornyak, Blaauw (2), Wesseling (7), Pabst (2), Blazicko, Wieling (5), Trainer: Piotr Przybecki
SR: Janz/Sog
Zeitstrafen: 8/4 Minuten
Rote Karte: /
Siebenmeter: 0/4, 4/6
Spielverlauf: 1:1 (2.), 4:4 (8.), 7:7 (12.), 10:7 (17.), 12:9 (21.), 12:12 (25.), 16:12 (30.) – 17:12 (33.), 19:15 (35.), 22:15 (35.), 25:16 (40.), 27:17 (41.), 30:22 (47.), 31:25 (54.), 34:28 (58.), 34:30 (60./EN)