Heimniederlage: Dormagen verliert gegen Potsdam

Der TSV Bayer Dormagen musste am Montagabend in der 2. Handball-Bundesliga eine Heimniederlage hinnehmen. Gegen den 1. VfL Potsdam verlor die Mannschaft von Cheftrainer Julian Bauer mit 29:35 (14:21). Bester Dormagener Torschütze war Rückraumspieler Finn Schroven mit neun Treffern.
Ausgeglichener Start in die Partie
In der Anfangsphase entwickelte sich zunächst ein Spiel auf Augenhöhe. Beide Mannschaften fanden gut in die Begegnung, sodass sich bis zur elften Minute keine Mannschaft absetzen konnte. Nach fünf Minuten stand es 3:3, wenig später zeigte die Anzeigetafel ein 8:8. Der TSV agierte in dieser Phase engagiert, fand offensive Lösungen und hielt gegen den favorisierten Gegner gut dagegen.
Doch Potsdam nutzte im weiteren Verlauf kleine Unsauberkeiten konsequenter aus. Aus dem 8:8 wurde zunächst ein 8:10, wenig später lag der TSV mit 9:12 zurück. Zwar blieb Dormagen zunächst in Schlagdistanz, doch der 1. VfL erhöhte nun den Druck und bestrafte technische Fehler sowie Fehlwürfe der Hausherren immer wieder mit einfachen Toren.
Potsdam setzt sich vor der Pause entscheidend ab
Die entscheidende Phase der ersten Halbzeit folgte zwischen der 17. und 22. Minute. Aus einem 10:12 wurde binnen weniger Minuten ein 10:16. Potsdam fand nun zunehmend Sicherheit im eigenen Spiel, während dem TSV im Angriff die nötige Präzision fehlte. Bis zur Pause erhöhten die Gäste ihren Vorsprung auf sieben Tore. Mit einem 14:21 ging es aus Sicht des TSV in die Kabine.
Bauer: „In der ersten Halbzeit waren wir nicht gut genug“
TSV-Cheftrainer Julian Bauer fand nach der Partie klare Worte für den Auftritt vor der Pause, sah aber auch eine bessere Reaktion seiner Mannschaft im zweiten Durchgang.
„In der ersten Halbzeit waren wir in allen Belangen nicht gut genug. Die Gründe dafür werden wir ehrlich auswerten und in der Kabine besprechen. In der zweiten Halbzeit verteidigen wir dann deutlich besser und bekommen einen besseren Zugriff. In den Momenten, wo wir das Spiel vielleicht auf unsere Seite ziehen können, lassen wir ein paar Bälle liegen, sodass wir das Spiel nicht mehr aufbekommen. Trotzdem haben wir in der zweiten Halbzeit eine gute Reaktion gezeigt und werden das Spiel ehrlich auswerten“, so Bauer.
TSV zeigt Reaktion, findet aber nicht mehr zurück
Nach dem Seitenwechsel bemühte sich der TSV, mehr Stabilität in sein Spiel zu bekommen. Dennoch blieb Potsdam zunächst klar in Führung. Über 16:23 und 18:26 behaupteten die Gäste ihren Vorsprung und bauten ihn zwischenzeitlich sogar weiter aus.
Auch in der zweiten Halbzeit machten sich technische Fehler und ausgelassene Möglichkeiten bemerkbar. Immer dann, wenn der TSV die Chance hatte, den Rückstand zu verkürzen und noch einmal Druck aufzubauen, fehlte im Abschluss die nötige Konsequenz. Potsdam blieb dadurch kontrolliert in Führung und ließ die Partie nicht mehr kippen.
Schroven überzeugt als bester TSV-Werfer
Trotz des schwierigen Spielverlaufs setzte Finn Schroven im Dormagener Rückraum immer wieder Akzente. Mit neun Treffern war er bester Torschütze des TSV und einer der auffälligsten Akteure im Angriffsspiel der Gastgeber. Auch insgesamt zeigte Dormagen in der zweiten Halbzeit Moral und arbeitete sich offensiv noch einmal besser in die Begegnung hinein, ohne den Rückstand entscheidend verkürzen zu können.
Über 26:32 und 26:34 blieb der Abstand deutlich, ehe am Ende eine 29:35-Heimniederlage auf der Anzeigetafel stand.
Nächste Aufgabe beim Tabellenzweiten
Für den TSV Bayer Dormagen geht es bereits am Sonntag, den 3. Mai, mit einer schweren Auswärtsaufgabe weiter. Dann tritt die Mannschaft von Julian Bauer beim Tabellenzweiten HBW Balingen-Weilstetten an.
Die Spielstatistik
TSV Bayer Dormagen vs. 1. VfL Potsdam: 29:35 (14:21)
TSV Bayer Dormagen: Simonsen, Oberosler; Krist (4), Bertl (1), Jungmann (1), Landau, Leis (3), Boehnert (4), Böckenholt (3/1), Schroven (9), Bahns, J. Schmidt (3), Pauli (1), Hein, Trainer: Julian Bauer
1.VfL Potsdam: Höler, Joppich; Budde, Siemer (10/3), Reichardt, Mahr (5), Paulnsteiner (3), Bulzamini, Klein (1), Hildenbrand (4), Fuhrmann, Schröder (6), Schley (2), Hagen, Kraus (4) Trainer: Emir Kurtagic
SR: Kijowsky/Strüder
Zeitstrafen: 4/6 Minuten
Siebenmeter: 1/1, 3/4
Zuschauer: 1107
Spielverlauf: 3:3 (5.), 8:8 (11.), 8:10 (14.), 9:12 (17.), 10:16 (22.), 14:21 (30.) – 16:23 (36.), 18:26 (41.), 20:29 (48.), 24:30 (52.), 26:32 (54.), 26:34 (55.), 29:35 (60./EN)


