Bittere Auswärtsniederlage: Dormagen verliert in Lübeck

Der TSV Bayer Dormagen musste im ersten Auswärtsspiel der Saison eine deutliche Niederlage hinnehmen. Beim VfL Lübeck-Schwartau verlor das Team von Trainer Julian Bauer mit 42:31 (21:18). Bester TSV-Torschütze war Rückraumspieler Krischa Leis.
Kein Zugriff in der Abwehr
So hatte sich das TSV-Team den Abend in Lübeck nicht vorgestellt. Nach der Niederlage zum Saisonauftakt letzte Woche sollten nun im hohen Norden die ersten beiden Punkte eingefahren werden. Doch vor 1.890 Zuschauern in der Hansehalle erwischten zunächst die Gastgeber den besseren Start.
Vor allem defensiv fand Dormagen in den ersten 20 Minuten nur schwer Zugriff auf den VfL. Die Offensive hielt den TSV jedoch im Spiel. Nach einem frühen 1:3-Rückstand kämpften sich die Gäste zurück und glichen nach zehn Minuten zum 5:5 aus. Auch beim 9:9 in der 14. Minute war die Partie vollkommen offen.
Anschließend konnte sich Lübeck erstmals etwas absetzen. Über 13:10 (19.) und 18:14 (24.) erspielten sich die Gastgeber einen Vier-Tore-Vorsprung.
Starke Schlussphase vor der Pause
Doch der TSV ließ sich davon zunächst nicht beeindrucken. Die Abwehr stabilisierte sich und Dormagen kämpfte sich zurück in die Begegnung. Aus einem 15:19 machte die Mannschaft innerhalb weniger Minuten ein 18:19 und war kurz vor der Halbzeit wieder auf Tuchfühlung.
Umso ärgerlicher aus Dormagener Sicht: Lübeck gelangen vor der Pause noch zwei Treffer, sodass es mit einem 18:21-Rückstand in die Kabine ging.
„Für uns war das ein sehr harter Abend“, konstatierte TSV-Cheftrainer Julian Bauer nach der Partie. „In den ersten 20 Minuten hatten wir keinen Zugriff in der Abwehr. Da hat uns unsere gute Offensive und ein bisschen Matchglück noch dazu gerettet. Ab der 20. Minute waren wir im Spiel und haben deutlich besser verteidigt. Es war dann sehr bitter, dass wir vor der Pause mit drei Toren Rückstand in die Kabine gehen.“
Lübeck zieht nach der Pause davon
Die Anfangsphase des zweiten Durchgangs wurde schließlich zum Knackpunkt der Begegnung. Dormagen erspielte sich Möglichkeiten, ließ aber zu viele freie Würfe ungenutzt. Lübeck bestrafte die Fehler konsequent und setzte sich immer weiter ab.
Beim 23:20 in der 34. Minute war der TSV noch in Reichweite. Danach folgte jedoch eine Phase, in der die Gastgeber das Spiel zunehmend an sich rissen. In der 40. Minute stand es bereits 27:20.
Dormagen verkürzte noch einmal auf 24:29 (45.), konnte die Partie aber nicht mehr drehen. Stattdessen setzte sich der VfL anschließend wieder deutlich ab. Über 33:24 (49.) und 37:27 (56.) steuerte Lübeck einem ungefährdeten Heimsieg entgegen. Nach 60 Minuten stand schließlich eine deutliche 42:31-Auswärtsniederlage für den TSV auf der Anzeigetafel.
Bauer: „Was dann passiert, darf so nicht passieren“
Entsprechend deutlich fiel das Fazit von Julian Bauer nach der Partie aus:
„In der zweiten Halbzeit lassen wir in den ersten fünf Minuten zu viele freie Würfe liegen und dann wächst der Abstand auf minus sechs. Was dann passiert, darf so nicht passieren. Das werden wir nochmal intern klären“, so der Dormagener Cheftrainer.
Leun und Sondermann fielen verletzungsbedingt aus
Bereits vor der Partie stand allerdings fest, dass der TSV auf Neuzugang Jakob Leun und Kreisläufer Frederik Sondermann verletzungsbedingt verzichten musste. Nähere Informationen zu beiden Ausfällen folgen im Laufe der kommenden Woche.
Nächste schwere Auswärtsaufgabe wartet
Viel Zeit zum Grübeln bleibt den Dormagenern allerdings nicht. Bereits am kommenden Samstag wartet die nächste anspruchsvolle Auswärtsaufgabe: Am 12. September ist der TSV beim TuS N-Lübbecke gefordert. Anpfiff in der Merkur Arena ist um 18 Uhr. Bis dahin gilt es, die Partie in Lübeck aufzuarbeiten, die richtigen Schlüsse zu ziehen und den Blick schnell wieder nach vorne zu richten.
Die Spielstatistik:
VfL Lübeck-Schwartau vs. TSV Bayer Dormagen: 42:31 (21:18)
TSV: Deekens, Simonsen; Krist (4), Leis (9), Boehnert, Kriescher (1/1), Köster (3), Böckenholt (4/1), Strosack (4/2), Schmidt (2), Scholl, Manders (3/4), Hein (1), Trainer: Julian Bauer
VfL: Thorstensen, Ferjan; Holzhacker (7/2), Willette Houmoller (1), Hagedorn (5), Schramm (1), Botta (2), Holpert (6), Hartwig (3), Hartwich (3), Juhl Refsgaard (5), Heinemann (2), Zink (1), Nickelsen (2), Speckmann (3), Kingsley Emdorf (1), Trainer: David Röhrig
SR: Stewen, Schwarzmeier
Zeitstrafen: 12/0 Minuten
Siebenmeter: 2/2, 4/6
Zuschauer: 1890
Spielverlauf: 3:1 (5.), 5:5 (10.), 9:9 (14.), 13:10 (19.), 18:14 (24.), 19:15 (26.), 19:18 (30.), 21:18 (30.) – 23:20 (34.), 27:20 (40.), 29:24 (45.), 33:24 (49.), 37:27 (56.), 39:28 (57.), 42:31 (60./EN)


