Seit Wochen ist der TSV Bayer Dormagen für diese Handball-Krimis bekannt. Gingen drei Spiele hauchdünn verloren, so jubelte die Mannschaft von Ulli Kriebel jetzt zweimal nach dem gleichen Erfolgserlebnis: 24:23 gegen Hamm, 24:23 am Freitagabend beim HC Elbflorenz in Dresden. Die Begeisterung der Dormagener kannte kaum Grenzen nach dem dritten Auswärtssieg in der 2. Handball-Bundesliga. Und alle wussten, wem sie diesen Erfolg vor allem zu verdanken hatten: Sven Bartmann präsentierte sich in sagenhafter Form, wehrte vier Strafwürfe ab und kam auf insgesamt 20 gehaltene Bälle. "Das war eindeutig die beste Torwartleistung in dieser Saison", gratulierte Kriebel dem Schlussmann. "Das war sicher kein gutes Spiel von uns, aber wenn man so zwei Punkte mit nach Hause nimmt, dann kann ich gut damit leben. Wir haben schließlich auch Spiele nach einer guten Leistung von uns unglücklich verloren", betonte der Trainer. Elbflorenz-Coach Christian Pöhler schüttelte derweil den Kopf. "Wenn wir so viele Chancen nicht nutzen, dann haben wir uns die Niederlage eben selbst zuzuschreiben." Nicht vergessen sollte man freilich, dass auch Dresdens Torwart Mario Huhnstock eine sehr gute Leistung zeigte.

Im Abstiegskampf pur behielt der TSV nach längerer Führung und einem Rückstand in der zweiten Halbzeit die Nerven. Ein klares Plus hatten die Gäste zudem im Tempospiel. Kreisläufer Carl Löfström konnte an seine schon zuletzt Klasse-Form anschließen. Sämtliche sieben Würfe landeten im Kasten von Elbforenz. Auch stark: Benni Richter verwandelte vier Strafwürfe sicher. Und Lukas Stutzke fand nach anfänglichen Fehlwürfen zur bekannten Treffsicherheit zurück.

Nach der 11:9-Pausenführung der Rheinländer kamen die Sachsen auf und gingen durch Gabor Pulay in der 42. Minute erstmals mit 16:15 in Führung. Nach dem 19:17 hatte der HCE die Möglichkeit, auf 20:17 zu erhöhen. Doch einmal mehr war Sven Bartmann zur Stelle. Abgeklärt glich der TSV aus und drehte nach einem neuerlichen Rückstand noch einmal die Partie. In den letzten sieben Minuten legte Dormagen regelmäßig vor, doch die Partie blieb offen. Für den frühen Endstand sorgte in der 57. Minute Carl Löfström, da beide Keeper in den ausstehenden Minuten nicht mehr zu überwinden waren. Als Eloy Morante Maldonado Sekunden vor Schluss an Huhnstock scheiterte, konnte er trotzdem lachen - der Sieg war in trockenen Tüchern.

Am kommenden Samstag, 1. Dezember, will der TSV ab 19.30 Uhr gegen den Dessau-Roßlauer HV nachlegen. "Das wird ähnlich schwer wie gegen Elbflorenz", vermutet Ulli Kriebel und hofft darauf, dass möglichst viele Fans ins Sportcenter kommen. Schließlich gibt es vor dem Anpfiff etwas Besonderes: den 1. Dormagener "Teddy Bear Toss" - das Werfen von Teddybären oder anderen Plüschtieren aufs Spielfeld zugunsten unter anderem der Dormagener Tafel.

HC Elbflorenz - TSV Bayer Dormagen
Dresden: Halfmann, Huhnstock; Pulay (5/3), Jurgeleit (1/1), Emanuel (3), Dierberg (3), Gugisch, Buschmann (1), De Santis (1), Flödl (2), Kretschmer (2), Hoffmann, Greß (4), Becvar (1), Quade.
Dormagen: Bartmann (20 Paraden), Rózsavölgyi (n.e.), Boieck (n.e.); Reuland (1), Pyszora, Eggert (1), Löfström (7), I. Hüter, Köster (n.e.), Rebelo, Richter (5/4), P. Hüter, Jagieniak, Morante Maldonado (3), Stutzke (5), Wieling (2).
Schiedsrichter: Karamuk / Seliger.
Zuschauer: 1630 in der BallsportArena Dresden.
Zeitstrafen: 6:6 Minuten.
Siebenmeter: 4/8:4/5 (Bartmann hält gegen Pulay/zweimal, Dierberg und Kretschmer - Wieling scheitert an Huhnstock).
Spielfilm: 2:4 (10.), 4:4, 5:8 (20.), 9:9 (28.), 9:11 - 11:11, 11:13, 13:13, 14:15, 16:15 (42.), 17:17 (44.), 19:17 (46.), 19:19, 20:19, 20:21, 23:23 (56.), 23:24 (57.).


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