Der vorläufige Spielplan der 2. Handball-Bundesliga für die Saison 2019/20 wurde heute veröffentlicht. Demnach startet der TSV Bayer Dormagen mit einem Heimspiel gegen den EHV Aue am 24./25. August in die neue Spielzeit. Es folgt das Auswärtsspiel beim Handball-Sport-Verein Hamburg. Beendet wird die Saison am Wochenende 23./24. Mai 2020 mit einer Partie im TSV Bayer Sportcenter gegen den VfL Lübeck-Schwartau.

Zum ersten Spiel der Rückrunde muss das Team von Dusko Bilanovic am 2. Weihnachtsfeiertag, 26. Dezember, in der Erzgebirgshalle Aue antreten. Kein leichtes Unterfangen, denn nur wenige Tage zuvor am 21./22. Dezember steht mit der Begegnung beim VfL Lübeck-Schwartau ebenfalls eine der längsten Auswährtsfahrten auf dem Programm. Gleich drei Spiele hintereinander gegen nicht so weit entfernt beheimatete Mannschaften warten indes am 8., 9. und 10. Spieltag (und 25.-27. Spieltag) auf den TSV: die Derbys gegen Aufsteiger HSG Krefeld, den TuS Ferndorf und Absteiger VfL Gummersbach.

Der Rahmenterminplan ist unter TERMINE veröffentlicht. Der endgültige Spielplan wird in den kommenden Wochen zwischen den Vereinen vereinbart und bei der Liga-Tagung Anfang Juli in Köln verbindlich terminiert. Der TSV wird nach wie vor einen Teil der Spiele freitags im TSV Bayer Sportcenter austragen. Die Spiele sollen in der Regel freitags und samstags um 19.30 Uhr beginnen.


Ein gelungener Abschluss der Saison 2018/19: 1335 Zuschauer erlebten im TSV Bayer Sportcenter am Spieltag der VM - Vermögensmanufaktur ein munteres Spiel zweier Nachbarn, in dem die Rhein Vikings rund 20 Minuten auf Augenhöhe mitspielten. Als die Gastgeber dann nach vier Treffern ins leere Tor von 12:10 auf 16:10 davonzogen, war die Partie bereits entschieden. Denn es war klar, dass der lediglich aus zehn Spielern bestehende Vikings-Kader diesen Rückstand nicht mehr aufholen würde. Am Ende hieß es 36:28 - Saison-Torrekord für den TSV im Sportcenter. In der Tabelle der 2. Handball-Bundesliga kletterte der TSV auf Rang 13.

Tabellenplatz 13 war denn auch das sportliche Ziel der Gastgeber: "Natürlich ist es ein Unterschied, ob man fünf oder sogar sieben Mannschaften hinter sich gelassen hat", sagte ein zufriedener TSV-Trainer Dusko Bilanovic. Vor dem 38. und letzten Spieltag standen Dresden, Dormagen und Emsdetten punktgleich auf den Plätzen 13, 14 und 15. Und die direkten Kontrahenten trafen im direkten Vergleich in  Emsdetten aufeinander. Sollte Elbflorenz gewinnen, hätte der TSV einen zweistelligen Sieg gegen die Rhein Vikings anstreben müssen. Da sich allerdings im Laufe der zeitgleich angepfiffenen Partien abzeichnete, dass Emsdetten siegen würde, konnte der TSV in der Schlussphase aufgrund des klar besseren Torverhältnisses einen Gang rausnehmen.

Zuvor hatte Bilanovic mit einer sportlichen Taktik überrascht, die er gar nicht besonders mag: Wie die Rhein Vikings startete er von Beginn an mit dem siebten Feldspieler. Der Grund lag auf der Hand: Lukas Stutzke hatte nach seinem Muskelfaserriss noch kein grünes Licht vom Arzt bekommen. Und der zuletzt als zweiter Shooter auftrumpfende U19-Nationalspieler Julian Köster musste an einem von DHB-Trainer Erik Wudtke angesetzten WM-Vorbereitungs-Lehrgang zwingend in Hennef teilnehmen. So konterte der Dormagener Coach die erwartete eher offensive Abwehr der Vikings und hatte mit Eloy Morante Maldonado einen treffsicheren Schützen, der fünf der ersten neun TSV-Treffer erzielte.

Letztmalig kamen die Gäste mit dem 12:10 durch den angeschlagenen, aber sicheren Siebenmeter-Vollstrecker Christian Hoße bis auf zwei Treffer heran. Dann landeten vier Bälle hintereinander im leeren Vikings-Tor: Nach technischen Fehlern schaltete Richter zweimal am Schnellsten und traf von der Seitenlinie. Zweimal trug sich in seinem letzten Spiel für den TSV Torwart Matthias Broy in die Torschützenliste ein. Vom 16:10 über 20:13 zur Pause setzte der TSV sich bis auf 27:16 in der 41. Minute ab. Nach dem Signal aus Emsdetten und dem gesicherten Tabellenplatz 13 ließen es die Dormagener etwas ruhiger angehen - alle Spieler durften noch mal ran und stellten ihr Können unter Beweis.

Vor der anstehenden Party mit Freibierspenden der TSV-Partner Sünner, Autohaus Heinen und Rhein-Kreis Neuss Pflegedienst zogen alle Spieler mit dem Dank-Banner durch die Halle. Anschließend folgte die förmliche Verabschiedung der sechs Spieler, die sich neuen Herausforderungen stellen: Nico Pyszora (Longericher SC), Mattes Broy (Rhein Vikings) und Lars Jagieniak (Leichlinger TV) treffen in der nächsten Saison in der 3. Liga aufeinander. Daniel Eggert spielt künftig in den Niederlanden für Herpertz Bevo. Lukas Stutzke (Bergischer HC) und Tim Wieling (TVB Stuttgart) sehen sich in der 1. Bundesliga wieder. Zum ersten Training der neuen Saison lädt Dusko Bilanovic am 8. Juli ein. 

TSV Bayer Dormagen - HC Rhein Vikings 36:28 (20:13)
Dormagen: Broy (2 Tore, 11 Paraden), Bartmann (1.-19., 1 Parade); Reuland (2), Pyszora (4), Thomas (3), Löfström (1), I. Hüter (4), Rebelo (1), Richter (4), P. Hüter (3), Braun (1), Jagieniak (1), Morante Maldonado (7), Wieling (3/1).
Rhein Vikings: Moldrup (3 Paraden), Conrad (19.-30. und ab 57., 1 Tor); Gipperich (2), Hoße (6/5), Skorupa (2), Weis (4), Johnen (5), Zwarg (2), Goergen (4), Middell (2).
Schiedsrichter: Jan Lier / Manuel Lier.
Zuschauer: 1335.
Zeitstrafen: 4:2 Minuten.
Siebenmeter: 1/1:5/5..
Spielfilm: 3:1, 7:7 (12.), 11:7 (16.), 12:10 (19.), 16:10 (24.), 20:13 - 24:14 (36.), 27:16 (41.), 30:23 (50.), 35:25 (57.), 36:28.


Der Abschied vor zwei Jahren hatte viele Fans traurig gemacht, schließlich gehörte Pascal Noll zu den Publikumslieblingen im TSV Bayer Sportcenter. Dank seiner Schnelligkeit und den oft spektakulären Abschlüssen machte er immer wieder auf sich aufmerksam. 2017 holte Ex-Coach Jörg Bohrmann "Pasi" zum damaligen Zweitligisten HG Saarlouis. Die Zusammenarbeit dauerte allerdings nicht so lange wie erhofft: Bohrmann musste im Herbst 2017 den saarländischen Klub verlassen.

Mit der mündlichen Abschlussprüfung endet nun auch Nolls Engagement bei der HG. Er kommt als Automobilkaufmann nach Dormagen, kann damit aber auch in vergleichbaren Berufszweigen tätig werden. Sein erstes Ausbildungsjahr hatte er damals im Rheinland begonnen. Nach dem Umzug in ein anderes Bundesland bestand die Möglichkeit, die Lehre in Saarlouis fortzusetzen. Er hofft, neben dem Handballspiel auch weitere berufliche Schritte machen zu können.

Die Rückkehr nach Dormagen ist "mehr oder weniger ein Zufall", sagt der 23-Jährige. "Ich traf Björn Barthel und sprach mit ihm über die weitere Planung in Dormagen." Nach einer gewissen Zeit wurde das Gespräch wieder aufgegriffen und mit einer Vereinbarung beendet, die Pascal Noll heute für zunächst ein Jahr unterschrieben hat. Zusammen mit seiner Freundin Vassilia wird er demnächst in den Dormagener Ortsteil Rheinfeld umziehen - in das Haus ihrer Eltern. Pascal Noll freut sich, wieder auf bekannte Gesichtern zu treffen und die anderen kennenzulernen. Björn Barthel ist zufrieden, dass damit die "Mannschaft der kommenden Saison bereits vor dem letzten Spieltag" an diesem Samstag, 8. Juni, 18 Uhr gegen die Rhein Vikings steht. Und ich freue mich natürlich darüber, dass Pascal den Weg zurück ins Rheinland gefunden hat."


Pascal Noll

Geburtsdatum: 6. Februar 1996
Geboren in: Flörsheim
Größe: 1,79 m
Gewicht: 85 kg
Bisherige Vereine: Wallau-Massenheim, Eintracht Wiesbaden, TSV Bayer Dormagen, HG Saarlouis

Das TSV-Team der Saison 2019/20
Tor: Sven Bartmann, Janis Boieck
Linksaußen: Pascal Noll, Joshua Reuland, Nick Braun (PS)
Rückraum links: Sven Eberlein, Ante Grbavac, Julian Köster, Heider Thomas
Rückraum Mitte: Ian Hüter, Eloy Morante Maldonado, Benjamin Richter, Matija Mircic (PS)
Rückraum rechts: André Meuser, Nuno Rebelo
Rechtsaußen: Jakub Štěrba, Jan Reimer (PS)
Kreis: Patrick Hüter, Carl Löfström

Anmerkung:
PS: Perspektivspieler




Mit einem Lokalduell beendet der TSV Bayer Dormagen die erfolgreiche Saison 2018/19 in der 2. Handball-Bundesliga: Gegner am kommenden Samstag, 8. Juni, ab 18 Uhr im TSV Bayer Sportcenter ist der HC Rhein Vikings, der schon lange als Absteiger in die 3. Liga feststeht. Spieltagssponsor ist TSV-Partner VM - Vermögensmanufaktur. Den sportlichen Vergleich leiten die Schiedsrichter Jan und Manuel Lier, die eigens zum Rheinland-Derby aus ihren Wohnorten Korntal-Münchingen und St. Gallen anreisen. Tickets gibt es im Tabakshop an der Kölner Straße 64 und online. Und aufgepasst: Für die Feier nach dem Spiel wurde die Freibiermenge verdoppelt: Die älteste Kölsch-Brauerei der Welt Sünner stellt 100 Liter zur Verfügung, jeweils 50 Liter kommen vom Autohaus Heinen und vom Rhein-Kreis Neuss Pflegedienst - Ausschank nur am Bierwagen vor dem Sportcenter.

Ihren ersten - und nach Willen der Dormagener einzigen - Auswärtssieg der Saison feierten die Rhein Vikings vor zwei Wochen bei Eintracht Hagen und nahmen den Gegner damit gleich mit in die 3. Liga. Coach Jörg Bohrmann, der nach seiner Trainerzeit in Saarlouis wieder im Dormagener Ortsteil Delhoven wohnt und während der Saison bei den Vikings die Nachfolge von Ceven Klatt angetreten hatte, wartete bei den Spielen immer wieder mit überraschenden Systemen auf. Mit einer 3:3-Abwehr oder dem zumeist siebten Feldspieler sorgte die nach der vorläufigen Insolvenz dezimierte Auswahl für einige Achtungserfolge.

"Wir wollen einen positiven Abschluss und auf jeden Fall versuchen, Tabellenplatz 13 zu belegen", sagt TSV-Trainer Dusko Bilanovic. Da sich die punktgleichen Klubs aus Emsdetten und Dresden gegenüberstehen, ist das Ziel im Erfolgsfall möglich. Am Samstag sind Julian Köster und Lukas Stutzke nicht dabei. Weil der Deutsche Handball-Bund einen Lehrgang für das U19-Nationalteam am Samstag beginnen lässt, muss Köster am Spieltag zur Sportschule Hennef reisen. Und Stutzke ist nach seinem Muskelfaserriss noch nicht wieder fit. Handball-Geschäftsführer Björn Barthel verabschiedet den künftig nur noch für den Bergischen HC in der 1. Liga spielenden Shooter ebenso wie Nico Pyszora (Longericher SC), Tim Wieling (TVB 1898 Stuttgart), Matthias Broy (Rhein Vikings), Daniel Eggert (Herpertz Bevo HC) und Lars Jagieniak. Dieser wird künftig das Trikot der Pirates vom Leichlinger TV tragen.

Mit einem etwas kleineren Ball auf dem Golfplatz Hummelbachaue in Neuss beschäftigten sich die Spieler in dieser Woche: Eingeladen auch zum Abendessen hatte Vorstand Christoph Buchbender von TSV-Hauptsponsor Rheinland-Versicherungsgruppe. Er gratulierte zum Klassenerhalt und blickte mit großem Interesse auf die neue Saison. Als Dankeschön übergaben Björn Barthel und Kapitän Patrick Hüter ein gerahmtes Trikot mit Unterschriften aller Spieler.


Heider Thomas hat seinen Vertrag beim TSV Bayer Dormagen für ein weiteres Jahr unterschrieben. "Ich will vor dem vollständigen Einstieg in meine juristische Laufbahn noch ein Jahr Leistungshandball in der 2. Liga spielen", sagt der 30-Jährige. "Wir sind froh über die Verlängerung, denn Heider hat vor allem der Abwehr Halt gegeben und damit auch großen Anteil am geschafften Klassenerhalt", betont Handball-Geschäftsführer Björn Barthel.

Der in Dülken geborene Heider Thomas hatte sich seine Entscheidung nicht einfach gemacht. Letztlich war seine Pro- und Contra-Liste ausschlaggebend: "Die Mannschaft ist mir sehr ans Herz gewachsen. Wohl deshalb standen auf der Pro-Liste sämtliche Vornamen meiner Mitspieler", schmunzelt der 2,02 m lange Handballer. "Ich gebe zudem etwas an den Verein zurück. Denn alle Verantwortlichen standen voll hinter mir, als ich verletzungsbedingt lange Zeit ausfiel." Und er "opfert" freiwillig die Trikotnummer 10, wird künftig mit der 18 spielen. Der Grund: "Benni Richter bekommt die 10, mit der nicht nur er sondern ehemals auch sein Vater gespielt hat."

Aufgrund seiner beruflichen Verpflichtung zum Ende der Referendarzeit im kanadischen Vancouver wird Thomas nicht an der Saisonvorbereitung teilnehmen können. "Ich bin mir aber sicher, dass Heider sich nach seiner Rückkehr schnell wieder in die Mannschaft integriert", erwartet TSV-Trainer Dusko Bilanovic.


Jakub Štěrba startete als 10-Jähriger mit dem Handballspiel in seiner Heimatstadt Ivančice. Er begann im Spielaufbau und wurde dann im rechten Rückraum und auf Rechtsaußen eingesetzt. In den letzten vier Jahren war er ausschließlich als rechter Flügelspieler aktiv. Dort wird er ab der nächsten Saison auch für den TSV Bayer Dormagen spielen: Der bald 23-Jährige unterschrieb beim TSV Bayer Dormagen einen Zwei-Jahres-Vertrag.

Der Gang von der 1. Liga Tschechiens in die starke 2. Handball-Bundesliga macht aus Štěrbas Sicht durchaus Sinn: "Der Wechsel ist für mich eine große Herausforderung und die Chance, wichtige Erfahrungen zu sammeln." So richtig kannte er Dormagen vor dem Probetraining nicht. Aber als er anschließend durch die City ging, hat sie ihm spontan gut gefallen. Genau so wie das TSV Bayer Sportcenter: "Der gesamte Sportkomplex am Höhenberg ist riesig." Er gehört inzwischen zum Kader der Nationalmannschaft Tschechiens und stand in der Auswahl, die das Testspiel Anfang 2019 gegen Deutschland in Hannover mit 24:32 verlor.

Jetzt bereitet er sich auf den Umzug vor und freut sich auf das Zusammenspiel mit der jungen TSV Mannschaft. Nach den Gesprächen mit den Dormagener Verantwortlichen bedankt er sich für die Möglichkeit, demnächst das Trikot des TSV Bayer Dormagen tragen zu können. Sein Dank für die Unterstützung in den letzten Jahren gilt auch seinem Klub TJ Sokol Nové Veselí. Jakub Štěrba betont, dass er "hart arbeiten" wird und sich riesig auf die Fans in Dormagen freut. "Wir hatten einen sehr positiven Eindruck von ihm beim Probetraining", sagt Handball-Geschäftsführer Björn Barthel, "und freuen uns, dass wir bald einen Nationalspieler bei uns begrüßen können."

Jakub Štěrba
Geburtstag: 11. Juli 1996
Geboren in: Ivančice (Tschechien, 20 km südwestlich von Brünn)
Größe: 185 cm
Gewicht: 81 kg
Beruf: Student
Bisherige Vereine: TJ Sokol Nové Veselí, HK Ivančice (beide Tschechien)
Länderspiele: 4 für Tschechien
Hobbies: Sport, Musik, Freunde


Die Gratulationen treffen nach wie vor am Höhenberg ein. Mit einem furiosen Endspurt haben die Dormagener Wiesel alle Zweifel am Klassenerhalt beendet und können einen Spieltag vor dem Ende der bemerkenswerten Saison aufatmen. "Eine unglaublich intensive Saison geht mit dem verdienten Erreichen unseres Ziels zu Ende. Danke an alle die uns unterstützt haben", erklärt Handball-Geschäftsführer Björn Barthel. Als kleine Stadt zwischen den Metropolen Köln und Düsseldorf zu den künftig 36 Top-Standorten im deutschen Handball zu gehören, das ist sicher ein Riesenerfolg und wird auch allgemein so bewertet.

Am 38. Spieltag wartet noch das vorerst letzte Derby gegen die Rhein Vikings am kommenden Samstag, 8. Juni, im TSV Bayer Sportcenter auf die Spieler und die Fans. Alle zehn Begegnungen werden wie üblich zeitgleich um 18 Uhr angepfiffen. In der 2. Handball-Bundesliga sind alle Entscheidungen gefallen - immerhin geht es noch um die ein oder andere bessere Platzierung in der Tabelle. Die VM - Vermögensmanufaktur, Sponsor des TSV Bayer Dormagen, hat sich den richtigen Zeitpunkt für die Ausrichtung "ihres" Spieltages ausgesucht. Schließlich wird am Samstag im und vor dem Sportcenter gefeiert. Draußen am Bierwagen werden die von TSV-Partner Sünner gespendeten 100 Liter Freibier ausgeschenkt. Eventuell wird die Menge des kostenlosen Gerstensafts von weiteren Spendern noch gesteigert.

 

Zum Saisonende gehört immer auch ein Abschiednehmen: Diesmal werden sechs Spieler verabschiedet, die in der nächsten Saison für andere Klubs spielen werden: Lukas Stutzke, Tim Wieling, Lars Jagieniak, Daniel Eggert, Matthias Broy und Nico Pyszora.

 
Der TSV kündigt für die kommende Saison eine moderate Preiserhöhung an - nachdem die Preise seit drei Jahren nicht verändert wurden. Selbst nach den leichten Anhebungen "zählen wir nach wie vor zu den Vereinen mit den günstigsten Preisen", sagt Marketingleiterin Jil Falkenstein. Mit einer Dauerkarte und der speziellen "Wiesel Card" - die im Jubiläumsjahr für 19,49 Uhr zu erhalten ist - kann wiederum erheblich gespart werden. Neue Käufer können die Dauerkarte und Wiesel Card in Kürze bestellen. Sie stehen dann ab Anfang Juli zur Verfügung. Wer aktuell Inhaber einer Dauerkarte oder auch Wiesel Card ist, erhält in Kürze alle Bestellinformationen schriftlich.


Kein Sieger und lauter jubelnde Menschen im ausverkauften Nordhorner Euregium: Der TSV Bayer Dormagen beseitigte mit dem 22:22 am Samstagabend die allerletzten Zweifel am Klassenerhalt. Gastgeber HSG Nordhorn-Lingen konnte nach dem Superlauf und 18:0-Punkten in Folge mit dem Remis leben, stand doch der Aufstieg in die 1. Bundesliga seit letzter Woche fest. Dusko Bilanovic hatte eine Ahnung, wer dieses auch sportlich großartige Handballfest vor 3500 Zuschauern eingefädelt haben könnte: "Der Handballgott hat zugehört." Schließlich hatte der TSV-Trainer vor der Partie genau einen solchen Ausgang erhofft.

Da die unmittelbare Dormagener Konkurrenz gewann, war die erste Auswärtspunkteteilung in dieser Saison Gold wert. Ansonsten hätte die Theorie-Debatte auch noch bis zum letzten Spieltag gegen die Rhein Vikings am Samstag, 8. Juni, ab 18 Uhr im TSV Bayer Sportcenter angehalten. Nun aber steht auch der fünfte Absteiger fest: Der 33:25-Erfolg in Rimpar konnte den Gang des Wilhelmshavener HV in die 3. Liga nicht verhindern. Und noch eine Entscheidung: Statt in den Norden muss der TSV in der Spielzeit 2019/20 an den Bodensee fahren - Konstanz setzte sich im Duell gegen Rostock durch und ist nach Eisenach und Krefeld der dritte Aufsteiger.

"Das gibt es auch nur beim Handball", sagte Nordhorns Coach Heiner Bültmann nach den unterhaltsamen 60 Minuten: "Es geht im Prinzip um nichts mehr, aber beide Mannschaften liefern bei subtropischen Temperaturen ein hervorragendes Spiel." Schon zu Beginn beeindruckte der TSV Gegner und Zuschauer mit einem doppelten Kempa von Benni Richter zu Tim Wieling und dem erfolgreich abschließenden Ian Hüter. Das folgende Blindanspiel von Richter zu Carl Löfström war alleine schon das Eintrittsgeld wert. Bemerkenswert, wie der TSV Mitte der ersten Hälfte dank Löfström und zweimal Julian Köster aus dem 5:6-Rückstand das 8:6 machte und bis zum Pausenpfiff nicht zuletzt aufgrund großartiger Paraden von Sven Bartmann immer vorlegte.

Auch nach dem Seitenwechsel hielten die Gäste die Begegnung offen. Allerdings schien sich das Blatt gegen den mehrere Minuten glücklosen TSV zu wenden: Nordhorn verschaffte sich Luft und führte in der 46. Minute erstmals mit 19:15. Die Dormagener waren aber wenig beeindruckt und kamen durch den zweimal clever frei gespielten Löfström sowie Ian Hüter und den gut aufgelegten Joshua Reuland zum erneuten Ausgleich. Für die letzte Nordhorner Führung war Shooter Georg Pöhle verantwortlich, der zweitbeste Schütze der 2. Handball-Bundesliga. Schon früh stellte Youngster Julian Köster mit Beginn der 59. Spielminute den Endstand her, den Sven Bartmann mit zwei herausragenden Paraden festhielt - erst gegen Pöhle, anschließend gegen Julian Possehl. Es waren noch 15 Sekunden zu spielen, da legte Bilanovic die Grüne Karte auf den Tisch. Die wichtigste Botschaft in der Auszeit nach den Erfahrungen kürzlich verspielter Punkte: Den Ball bloß nicht aus der Hand geben. Das machte Julian Köster geschickt, der sich in die Mauer begab und einen Freiwurf herausholte. Damit war das Spiel gelaufen, die TSV-Spieler lagen sich in den Armen. "Ich bin super stolz, zufrieden und freue mich darüber, dass die Mannschaft bei vier Toren Rückstand einen kühlen Kopf bewahrt hat", freute sich Bilanovic riesig über die gelungene "Mission Klassenerhalt". Am kommenden Samstag darf richtig gefeiert werden.

 

HSG Nordhorn-Lingen - TSV Bayer Dormagen 22:22 (10:11)
Nordhorn: Ravensbergen (4 Paraden), Buhrmester (ab 31., 7 Paraden); Heiny, Leenders (1), Mickal (3/1), Miedema (2), Terwolbeck (2), de Boer, Zare (n.e.), Wiese, Smit (2), Seidel (2), van Lengerich (n.e.), Possehl (2), Pöhle (8/1).
Dormagen: Bartmann (14 Paraden), Broy (n.e.); Reuland (3), Pyszora (n.e.), Thomas (1), Löfström (4), I. Hüter (4), Köster (4), Rebelo, Richter, P. Hüter (2), Braun (n.e.), Jagieniak (n.e.), Morante Maldonado (1), Wieling (3/2).
Schiedsrichter: Kilp / Maier.
Zuschauer: 3500 (ausverkauft).
Zeitstrafen: 6:10 Minuten.
Siebenmeter: 1/1:2/3 (Wieling scheitert an Buhrmester).
Spielfilm: 2:3 (7.), 5:4, 6:8 (20.), 8:8, 10:11 - 14:12 (36.), 16:15 (42.), 19:15 (46.), 19:19 (52.), 22:21, 22:22.



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