Die letzten Zweifel sind beseitigt: Die Corona-Tests der Spieler beider Mannschaften waren allesamt negativ. So kann die bereits mehrfach angesetzte Partie des 5. Spieltags zwischen dem TSV Bayer Dormagen und dem TuS Ferndorf heute Abend um 19.30 Uhr im TSV Bayer Sportcenter von den Schiedsrichtern Malte Frank und Leonard Bona (Remscheid / Radevormwald) angepfiffen werden. Einmal standen sich beide Teams in dieser Saison gegenüber - und damals im September waren sogar Zuschauer dabei. Das Vorbereitungsspiel endete 26:24 für den TSV. Heute sind alle Fans wieder aufgerufen, die Live-Übertragung auf Sportdeutschland.tv zu verfolgen.

Nach den Erfolgen in Konstanz und am letzten Freitag gegen Aue wollen die Wiesel auch gegen Ferndorf punkten. Allein der Blick auf die Tabelle der 2. Handball-Bundesliga reicht nicht, um die Gäste aus dem Siegerland zu beschreiben. Sie stehen auf Abstiegsplatz 18, haben allerdings aufgrund ihrer wegen Corona ausgefallenen Spiele bis zu sechs Partien weniger ausgetragen als die Konkurrenz. Betrachtet man die Tabelle nach Minuspunkten (25), würde Ferndorf auf Rang 8 vor Bietigheim liegen. Nach den langen Pausen befinden sie sich jetzt auf der Aufholjagd und konnten mit den 3:3-Punkten aus den jüngsten drei Spielen leben: In Hamm verlor die Mannschaft von Dormagens Ex-Spieler Robert Andersson mit 30:32, das Derby gegen Gummersbach wurde 27:25 gewonnen und zuletzt gegen Konstanz gab es ein 24:24.

Die beiden Punkte gegen Konstanz hatte Ferndorf schon beinahe eingetütet, doch die Gäste schafften zwei Sekunden vor Schluss den Ausgleich. „Obwohl Robert Andersson wieder einmal viel durchgewechselt hat, sah man dem ein oder anderen Spieler die lange Pause an. Wir sprechen immerhin von einem Virus, der auch an austrainierten Spitzensportlern nicht spurlos vorübergeht“, erklärt der TuS. Im Gegensatz zu Dusko Bilanovic kann der Schwede auf seine komplette Auswahl zurückgreifen. So kommt der länger verletzte Jonas Faulenbach immer besser in Tritt. Bewährt hat sich auch der ehemalige Neusser Christopher Klasmann, der im Februar verpflichtet wurde. Die erfolgreichsten Werfer sind die Außen Josip Eres und Torben Matzken. Mit dem ehemaligen Dormagener Tim Hottgenroth sowie Marin Durica verfügt Ferndorf über ein starkes Torwartgespann.

Ob Andre Meuser heute mitspielen kann, wird sich wohl erst kurz vor Anpfiff zeigen. Der Linkshänder hatte sich gegen Aue am Fuß verletzt. Ihn könnte Carlos Iliopoulos vertreten, der eine Einladung zur WM-Qualifikation erhielt: Griechenland trägt zwei Spiele gegen Frankreich (27. April) und Serbien (29. April) in Athen aus.

Spiel am Samstag abgesagt
Erneut ein freies Wochenende für die Wiesel: Die für Samstag vorgesehene Partie beim TV Großwallstadt wurde inzwischen auch offiziell abgesagt. Nachdem ein Spieler positiv auf Covid-19 getestet worden war, befindet die Mannschaft sich bis zum 29. April in Quarantäne. Ein neuer Termin steht noch nicht fest.

 


Die unabhängige Lizenzierungskommission des Handball-Bundesliga e.V. hat heute entschieden, dass alle Vereine in der 1. und 2. Handball-Bundesliga die Lizenz für die Spielzeit 2021/22 erhalten. Diese Entscheidung steht unter dem Vorbehalt der jeweiligen sportlichen Qualifikation. „Dass wir diese Saison in keine Liquiditätsschwierigkeiten geraten sind bzw. werden, haben wir der enormen Unterstützung unserer treuen Partner und Sponsoren sowie der unglaublichen Solidarität unserer Dauerkartenbesitzer zu verdanken“, erklärt Dormagens Handball-Geschäftsführer Björn Barthel. „Vor uns liegt mit der Planung der kommenden Saison die nächste wirtschaftliche Herausforderung. Es bleibt weiterhin das Planen auf Sicht und ich kann nur hoffen, dass all unsere Partner unser seriöses Handeln weiterhin anerkennen und fördern. Diese wichtige Unterstützung in der Gemeinschaft ist die Basis für zukünftigen sportlichen Erfolg.“

Olaf Rittmeier, Mitglied der Lizenzierungskommission: „Das Lizenzierungsverfahren für die Saison 2021/2022 fällt trotz sehr angespannter Lage aufgrund mehrerer Faktoren positiv aus. Es ist den Geschäftsführenden der Klubs gelungen, über einen längeren Zeitraum laufende Kosten erheblich zu senken. Positiv wirkt sich aus, dass die Sponsoren in dieser wirtschaftlich schwierigen Lage den Klubs weitestgehend verbunden bleiben – sicher auch, weil es gelungen ist, den Spielbetrieb der Ligen bis dato aufrechtzuerhalten und so auch die TV-Präsenz mit sehr guter Reichweite zu sichern. Auch die Corona-Hilfen von Bund, Land und Kommunen tragen zur Existenzsicherung bei.“

Mattes Rogowski, Leiter Sport & Lizenzierungsverfahren bei der HBL GmbH, betont: „Nach über einem Jahr Corona-Pandemie zahlt es sich aus, dass die Klubs in den vorherigen Jahren solide gewirtschaftet haben und sukzessive negatives Eigenkapital abgebaut haben.“ Zweitligist Wilhelmshavener HV erhält die Lizenz für die kommende Saison unter der Bedingung, dass die derzeit bestehende Liquiditätslücke bis spätestens zum 12. Mai 2021 geschlossen wird. Dies muss der Lizenzierungskommission nachgewiesen werden. Wird die Bedingung nicht innerhalb der gesetzten Frist erfüllt, gilt die Lizenz als nicht erteilt.


Wie im Hinspiel erzielten die Wiesel 28 Tore und nahmen Revanche gegen den EHV Aue, der mit drei Treffern weniger als vor sechs Wochen zufrieden sein musste. Die Entscheidung fiel erst in der Schlussphase, als Benni Richter mit einem Doppelschlag die Partie drehte, TSV-Torwart Christian Simonsen über siebeneinhalb Minuten keinen Erfolgsjubel der Gäste zuließ und Ian Hüter den Schlusspunkt zum 28:26 setzte. Am kommenden Mittwoch, 21. April, erwartet der TSV den TuS Ferndorf im TSV Bayer Sportcenter.

Gegen die offensive Auer Deckung taten die Gastgeber sich lange schwer und liefen zunächst immer einem Rückstand hinterher. Es dauerte bis zur 19. Minute ehe Benni Richter per Siebenmeter für die erste Dormagener Führung (10:9) sorgte. Am Spiel auf Augenhöhe änderte sich freilich nichts. Sebastian Paraschiv, der in der Defensive als vorgezogener Störer agierte und auch zu den torgefährlichsten Spielern gehörte, drehte die Begegnung erneut zum 12:13. Kurz danach waren Tim Mast (zweimal) und Andre Meuser für den ersten Zwei-Tore-Vorsprung verantwortlich. Nach dem Anschluss durch den schnellen Maximilian Lux hätte Rechtsaußen Jan Reimer, der von Beginn an auflaufen durfte und seine Sache sehr gut machte, die Pausenführung beinahe auf 16:14 gestellt. Aber der Ball touchierte beide Pfosten.

Aus der Kabine kam der TSV mit frischem Wind: Ian Hüter und Aron Seesing erhöhten auf 17:14 - ehe die Sorgenfalten bei Trainer Dusko Bilanovic wieder größer wurden: Andre Meuser, der wegen einer Innenbandzerrung in Konstanz ausgefallen war, landete nach einem Wurf unsanft und blieb liegen. Diesmal erwischte es den rechten Knöchel, für den Linkshänder war die Partie vorzeitig beendet. Mit Rechtshänder Benni Richter rückte jetzt der Mann für alle Fälle in den rechten Rückraum. Dank seiner beiden Tore und dem dritten Treffer von Reimer verschaffte der TSV sich die scheinbar beruhigende 20:16-Führung in der 40. Minute. Bilanovic ahnte allerdings, dass dieser Vorsprung eventuell zu früh gekommen war. Denn er konnte dem Kräfteverschleiß der eingesetzten Spieler jetzt nicht in dem Maße entgegenwirken wie er es eigentlich vorhatte.

Prompt kam Aue wieder auf. „Wir haben uns nicht aufgegeben“, betonte Coach Runar Sigtrygsson. Tatsächlich schaffte das Team aus dem Erzgebirge den Ausgleich und lag nach dem Treffer von Adrian Kammlodt in der 52. Minute sogar mit 25:24 vorne. Nach dem spektakulären 25:25 von Tim Mast brachte Paraschiv seine Mannschaft erneut in Führung, doch sein sechster Treffer in der 53. Minute sollte der letzte für Aue sein. Denn der im Februar gekommene Christian Simonsen ließ die Gäste verzweifeln und machte sein bisher bestes Spiel im TSV-Kasten. „Dormagen hatte die bessere Torwartleistung“, bestätigte später Sigtrygsson, dessen drei eingesetzte Schlussmänner nicht annähernd die Quote des TSV-Gespanns erreichte.

Benni Richter verwandelte auch seinen dritten Siebenmeter und brachte den TSV anschließend mit einem platzierten Wurf in Führung. Simonsen verhinderte den Ausgleich durch eine starke Parade gegen Kammlodt und Ian Hüter zog mit dem 28:26 einen Strich unter Saisonsieg Nr. 13. „Die letzten sieben Minuten haben wir 3:0 gewonnen. Da waren wir präsenter und frischer“, war Dusko Bilanovic stolz auf seine jüngste Formation in dieser Spielzeit: „Großartig, was Aron Seesing (18) und Christian Wilhelm (19) in der Innenverteidigung gegen so erfahrene Auer Kreisläufer gezeigt haben.“

TSV Bayer Dormagen - EHV Aue 28:26 (15:14)
Dormagen: Bartmann (3 Paraden), Simonsen (ab 22., 10 P.); Seesing (2), Meuser (1), Richter (7/3), Iliopoulos, I. Hüter (4), Reimer (3), Skroblien (n.e.), Görgen (n.e.), Noll (n.e.), P. Hüter (3), Wilhelm, Sterba, Grbavac (3), Mast (5).
Aue: Petursson (1 Parade), Töpfer (ab 21., 3 P.), Suljakovic (ab 47., 2 P.); De Santis (2), Bornhorn (3/1), M. Lux (6), Roth, Schneider (1), Dutschke, Tsuyama (n.e.), Slachta, Kammlodt (4), Paraschiv (6), Halfdansson, Ribeiro (4).
Schiedsrichter: Engeln / Schmitz.
Zuschauer: -
Zeitstrafen: 8:10 Minuten.
Siebenmeter: 3/3:1/1.
Spielfilm: 0:1, 3:5 (8.), 5:5, 6:8, 8:9 (15.), 10:9 (19.), 12:11, 12:13, 15:13, 15:14 - 17:14 (32.), 17:16, 20:16 (40.), 22:22 (48.), 24:25 (52.), 25:26 (53.), 28:26.


Nicht noch einmal will der TSV Bayer Dormagen einem grandiosen Auswärtssieg (in Lübbecke) eine Heimniederlage (gegen Hüttenberg) folgen lassen. „Wir wollen nach den beiden Punkten aus Konstanz nun gegen den EHV Aue Revanche nehmen für das unglückliche 28:29 Anfang März“, sagt TSV-Trainer Dusko Bilanovic. Es hatte eine Weile gedauert, bis die seinerzeit für den November geplante Begegnung im Erzgebirge stattfinden konnte. Anfang März veranstaltete der TSV die „Ost-Tour“ mit zwei Spielen innerhalb von drei Tagen in Dessau und Aue und erzielte zweimal 28 Tore, die nur in Dessau zum (28:20)-Erfolg reichten. Die Partie des 28. Spieltages wird an diesem Freitag, 16. April, um 19.30 Uhr von den Referees Maximilian Engeln und Felix Schmitz (Burscheid) angepfiffen. Auch dieses Spiel ist wieder live im Internet auf Sportdeutschland.tv zu sehen.

Aue wurde im Laufe der Saison stark von Corona getroffen, die gesamte Mannschaft musste dreimal in Quarantäne. Und zuletzt fielen mehrere Spieler aufgrund von Verletzungen aus: So fehlten beim 25:33 gegen N-Lübbecke Julius Schroeder (Schulter), Franz Schauer (Finger-Sehnenabriss), Goncalo Ribeiro (Handbruch), Kevin Roch (Meniskusschaden) und Nico Schneider (Nasenbeinbruch). Einer muss wohl aus speziellen Gründen in Dormagen pausieren: Kreisläufer Kevin Lux sah nach der dritten Zeitstrafe erst die Rote und dann auch die Blaue Karte. Ein seltener Vorgang, denn die Blaue Karte leitet im Gegensatz zur Roten ein Disziplinarverfahren ein. Seit der Regeländerung im Jahre 2016 sieht der fehlbare Spieler in solchen Fällen (etwa schweres Foul oder Beleidigung) zunächst die Rote Karte. Anschließend wird die Blaue Karte am Kampfgericht in Richtung der Bank des betreffenden Spielers angezeigt, um damit über den zusätzlichen Bericht zu informieren.

Immerhin gehört Aue-Schlussmann Erik Töpfer nach seinem Kreuzbandriss wieder zum Kader. Und der schwer an Corona erkrankte Trainer Stephan Swat war am Sonntag erstmals wieder in der Erzgebirgshalle in Lößnitz. „Es war für mich ein unheimlich schöner Moment, in der Halle zu sein und endlich wieder Handball live zu sehen“, sagte der 43-Jährige. Seit Dezember wird Swat vom ehemaligen Coach Runar Sigtrygsson vertreten, der sich sofort zur Aushilfe bereiterklärt hatte. Seine Absicht: „Ich will erreichen, dass Stephan die Mannschaft sorgenfrei wieder übernehmen kann.“

Nach den jüngsten Ausfällen beim TSV ist noch unklar, wen Dusko Bilanovic alles am Freitag aufbieten kann. Joshua Reuland jedenfalls nicht: Der Linksaußen wurde am Montag ambulant in der Kölner MediaPark Klinik operiert. Die Bilder vom Eingriff konnte der Patient kurz drauf anschauen und bestätigen, dass die einstündige OP gut verlaufen war. Nicht ganz so angenehm war das Nachhausekommen mit der starren Schiene, die das Bewegen unter Schmerzen nicht gerade erleichterte. Die bewegliche Kreuzbandschiene wird in den nächsten Wochen das Gehen mit Krücken erleichtern.

Für die neuerliche Hiobsbotschaft aus Aue hat niemand Verständnis: Nach dem Einbruch in die Geschäftsstelle vor drei Wochen und dem Diebstahl eines mittleren vierstelligen Betrages haben Kriminelle jetzt das Auto des japanischen Spielers Hiromi Tsuyama sowie den Vereinstransporter angezündet. EHV-Manager Rüdiger Jurke: „Wie krank kann man eigentlich sein? Der EHV Aue will die Region vertreten, dem Nachwuchs eine sinnvolle Freizeitbeschäftigung bieten und auch in dieser schwierigen Zeit den Fans Spaß und Freude bereiten. Dann fackelt man unseren einzigen EHV-Kleinbus ab, mit dem wir hauptsächlich Kinder und Jugendliche transportiert haben. Ich bin einfach nur erschüttert, traurig und sprachlos.“


Die Wiesel gewannen auch das dritte Auswärtsspiel der Rückrunde und konnten auf der Rückreise vom Bodensee den Hochschwarzwald-Klassiker Tannenzäpfle genießen: In Konstanz setzte sich die nur mit 14 Spielern angereiste Mannschaft von Dusko Bilanovic mit 25:20 (12:11) durch und kletterte in der Tabelle der 2. Handball-Bundesliga auf Rang 5. Mit neun Treffern war Benni Richter erfolgreichster Werfer der Partie, Sven Bartmann triumphierte im Torwartduell. Weiter geht es für den TSV Bayer Dormagen am kommenden Freitag, 16. April, mit dem Heimspiel gegen den EHV Aue.

Die Liste der nicht einsatzfähigen Spieler war in den letzten Tagen immer länger geworden. Nach den Ausfällen von Martin Juzbasic, Joshua Reuland, Lucas Rehfus und Fynn Johannmeyer mussten auch die beiden Rückraumspieler Alexander Senden (Infekt) und Andre Meuser passen. Der lange Linkshänder hatte sich im Spiel gegen Hüttenberg das Innenband im linken Knie gezerrt und muss noch ein paar Tage pausieren. Der scheinbare Nachteil relativierte sich, da die HSG Konstanz überraschend auf ihren erfolgreichsten Schützen Tom Wolf und auch auf Tim Jud verzichten mussten.

Die Diskussion über die personelle Situation stellte Dusko Bilanovic freilich hinten an: „Wir haben einen breiten Kader und ich bin fest davon überzeugt, dass die Spieler, die in Konstanz dabei sind, ihr Bestes geben werden“, verbreitete der Dormagener Coach vor dem Anpfiff Zuversicht. Als es nach der Abtastphase noch nicht ganz so gut lief und die Gastgeber in der Schänzle-Sporthalle mit 6:3 vorne lagen, nahm er eine Auszeit und erinnerte seine Auswahl an die Absprachen. Prompt war die Aufmerksamkeit wieder da und in der 22. Minute gelang Linus Skroblien die erste Führung (9:8) nach dem 1:0 durch Ante Grbavac. Noch einmal glich Matthias Hild aus, ehe die Gäste ihren Vorsprung bis zum Schlusspfiff nicht mehr abgaben. Das lag insbesondere an der leidenschaftlich kämpfenden Abwehr, die sich zur Aufgabe gemacht hatte, vor allem den im Hinspiel so starken Kreisläufer Markus Dangers nicht zur Entfaltung kommen zu lassen. Weil zudem Sven Bartmann einige „Hundertprozentige“ abwehrte, kam die HSG über 20 Tore nicht hinaus - Minusrekord in dieser Spielzeit.

Der TSV hielt die Zahl der technischen Fehler in Grenzen und wartete lange auf die beste Wurfgelegenheit. Bei den Abschlüssen überzeugte Benni Richter, der neben vier erfolgreichen Würfen von der Siebenmeterlinie auch fünfmal platziert abschloss. Wichtig für den Verlauf des Spiels: Ante Grbavac hat seine Torgefahr wiedergefunden und reckte sechsmal seine Faust in die Höhe. Ian Hüter zählte ebenfalls zu den Top-Werfern und sorgte nach dem Seitenwechsel mit zwei Treffern für die erste Drei-Tore-Führung (14:11). Mit einem erneuten Doppelpack machte er letztlich auch alles klar, nachdem der für Michael Haßferter eingewechselte Schlussmann Maximilian Wolf mit mehreren Paraden noch einmal Hoffnung aufkommen ließ: Ian Hüter erzielte die Treffer 23 und 24 und beendete die letzten Zweifel am Spielausgang.

HSG-Trainer Daniel Eblen war durchaus zufrieden mit seiner Defensive, litt aber unter dem „Chancenwucher“: „Vor dem Tor haben wir die Dinger dermaßen liegen lassen, das habe ich selten gesehen. Wenn man zehn Freie nicht macht, wird man in dieser Liga kein Spiel gewinnen.“ Ein positives Fazit zog hingegen Dusko Bilanovic: „Am Anfang hatten wir leichte Probleme mit der offensiven Deckung von Konstanz. Das haben wir dann aber gut gelöst. Nach der schwierigen personellen Situation hat das Team in Konstanz Charakter gezeigt.“

HSG Konstanz - TSV Bayer Dormagen 20:25 (11:12)
Konstanz: Hassferter (4 Paraden), M. Wolf (ab 44., 4 P.); Stotz, Schlaich (2), Czako (3), Jaeger (1), Hild (4), Dangers (1), Krüger, Maier-Hasselmann, Beckmann (1), Braun (4/1), Jud, Volz (1), Schramm (3), Knezevic.
Dormagen: Bartmann (11 Paraden), Simonsen; Wilhelm, Seesing (1), Richter (9/4), Iliopoulos (1), I. Hüter (5), Reimer, Skroblien (1), Noll, P. Hüter, Sterba, Grbavac (6), Mast (2).
Schiedsrichter: Kolb / Kauth.
Zuschauer: -
Zeitstrafen: 2:2 Minuten.
Siebenmeter: 1/1:4/5 Richter scheitert an Wolf).
Spielfilm: 3:3 (8.), 6:3 (13.), 7:6, 8:6 (18.), 8:9 (22.), 10:12, 11:12 - 11:14 (35.), 18:19, 18:21 (47.), 19:24 (56.), 20:25.


Blickt man nur auf die Ergebnisse, wäre die Sache klar: Dormagen gewann beim TuS N-Lübbecke mit 27:19, drei Tage später ging die HSG Konstanz an gleicher Stelle mit 23:37 unter. Doch die Ergebnisse von gestern spielen keine Rolle mehr, wenn Konstanz heute auf die Wiesel trifft. Denn das Team vom Bodensee hat immerhin 13 der bisherigen 15 Punkte in der heimischen Schänzle-Halle geholt. Und vor allem dort will die Mannschaft von Daniel Eblen die Zähler verbuchen, die für den Klassenerhalt notwendig sind. „Die Heimspiele gewinnen und auswärts überraschen“, sagt Kapitän Tom Wolf, der in der nächsten Saison vielleicht in der 1. Bundesliga spielt: Der Ex-Korschenbroicher wechselt zum TuS N-Lübbecke. Konstanz liegt aktuell auf Rang17 und damit einem Abstiegsplatz.

Schneller als erwartet erreichte gestern der Bus mit dem TSV-Team Konstanz. „Wir kamen gut durch“, sagte Trainer Dusko Bilanovic. Er erinnert sich gerne an das Hinspiel, das seine Auswahl nach einem 7:1-Start mit 31:25 gewann. Die Partie hätte bei besserer Chancenverwertung sogar noch deutlicher ausfallen können. Nicht in den Griff bekamen die Wiesel im November Kreisläufer Markus Dangers, der mit neun Treffern bester Werfer war. „Das wollen wir heute in der Abwehr besser machen“, kündigt Bilanovic an. Er weiß, dass „Konstanz gerade in der heimischen Halle bis zum Schluss fightet. Das ist die wesentliche Stärke der HSG.“ Was man dagegen machen kann: „Wir müssen ebenfalls 60 Minuten lang kämpfen.“

Wenn die Schiedsrichter Markus Kauth und Andre Kolb (Taufkirchen / Augsburg) das Spiel des 27. Spieltags um 20 Uhr anpfeifen, dann sind auch die Dormagener Spieler gefordert, die sonst nicht in der Startformation stehen. Bilanovic: „Joshua Reuland wird am Montag am Knie operiert, weitere Spieler sind angeschlagen. Doch wir haben einen breiten Kader mit Spielern, die ihre Fähigkeiten in der 2. Liga längst unter Beweis gestellt haben.“ Das Spiel wird live auf Sportdeutschland.tv übertragen und kann kostenlos verfolgt werden.

Nachholspiele gegen Ferndorf stehen fest
Der TuS Ferndorf und der TSV Bayer Dormagen haben sich auf die beiden Termine ihrer mehrfach verlegten Saisonspiele verständigt: In Dormagen stehen die beiden Mannschaften sich am Mittwoch, 21. April, gegenüber. Das Auswärtsspiel beim TV Großwallstadt findet deswegen einen Tag später als vorgesehen am Samstag, 24. April, statt. Zum Vergleich in Ferndorf kommt es kurz vor dem Saisonende am Mittwoch, 23. Juni. Alle Spiele beginnen um 19.30 Uhr.


Die meisten Spiele der beiden Klubs enden knapp, aber in der Regel mit einem Dormagener Sieg. Doch wie der TSV die ewige Verliererserie am Mittwoch beim TuS N-Lübbecke beendete, so sorgte der TV Hüttenberg am Samstagabend für eine angekündigte Überraschung im TSV Bayer Sportcenter. Das Team von Johannes Wohlrab setzte sich am 26. Spieltag der 2. Handball-Bundesliga mit 28:24 (15:14) durch und feierte den vierten Auswärtssieg in dieser Saison. Die Dormagener verbuchten die dritte Heimniederlage, verbleiben aber auf dem sechsten Tabellenplatz. Weiter geht es am kommenden Freitag, 9. April, mit dem Gastspiel bei der HSG Konstanz.

Die Wiesel liefen mit dem Trikot von Joshua Reuland ein und schickten damit einen Gruß an den verletzten Linksaußen, der nach seinem gerissenen Kreuzband in dieser Saison nicht mehr zur Verfügung steht. Doch die erhofften zwei Punkte konnten sie Reuland nicht widmen. Dafür fehlten an Ostersamstag die Qualitäten, die noch am Mittwoch zum klaren Auswärtssieg beim Tabellendritten TuS N-Lübbecke beigetragen hatten. Schon zu Beginn leistete der TSV sich zwei Fehler, die von den Hessen mit zwei erfolgreichen Gegenstößen von Ian Weber und Hendrik Schreiber beantwortet wurden. Darauf reagierten die Wiesel noch überzeugend mit zwei Treffern von Andre Meuser, einem von Alexander Senden und dem ersten von drei Strafwürfen, die Benni Richter einmal mehr sicher verwandelte.

uf Dormagens 5:3-Führung antwortete Gäste-Coach Johannes Wohlrab sofort mit der Auszeit und erinnerte seine Spieler an den ausgegebenen Plan. Tatsächlich gelang es anschließend den Gastgebern gegen die ungemein bewegliche und kompakt stehende Hüttenberger Abwehr nicht, sich weiter abzusetzen. Im Gegenteil: Erst traf Tobias Hahn glücklich von der Siebenmeterlinie - Sven Bartmann war dran, der Ball ging aber dennoch rein. Dann führte der Doppelschlag des wendigen Ian Weber zur neuerlichen TVH-Führung (6:7). Mit seinen Treffern Nr. 4 und 5 hielt der präzise abschließende Andre Meuser sein Team im Rennen. Doch nach dem letzten Wurf blieb der lange Linkshänder verletzt liegen. Er hatte einen Schlag gegen das Innenband bekommen, erklärte später Dusko Bilanovic, und musste behandelt werden. Der Comebackversuch in der zweiten Hälfte wurde wieder abgebrochen, um „kein Risiko gegen diese offensive Hüttenberger Deckung einzugehen.“

So fehlte den Hausherren eine Menge Durchschlagskraft, da der ebenfalls angeschlagene Alexander Senden nur mit angezogener Handbremse spielen konnte. Doch in dieser Phase des Spiels gab es auch Lichtblicke: Linus Skroblien trug mit seinen drei Treffern innerhalb von fünf Minuten entscheidend dazu bei, dass der TSV die Führung wieder zurückerobern konnte. Da auch Aron Seesing und Tim Mast trafen, lag der TSV mit 12:10 und 13:11 vorne. Hüttenberg zeigte sich aber wenig beeindruckt und führte wieder nach drei Treffern in Folge. Beim 13:14 war auch Glück im Spiel: Den Abpraller nach dem Lattenknaller von Ante Grbavac nutzte Johannes Klein zum schnellen Konter. Zur Pause hieß es 14:15.

Die Partie blieb offen und damit auch spannend. Und die Live-Übertragung auf Sportdeutschland.tv zeigte den Fans auch beeindruckende Tore. So der Klasse-Treffer von Patrick Hüter und das Rückhandtor von Tim Mast zum 17:17. Bis zum 20:20 legten immer die Gäste vor, mit zwei Treffern in Folge erhöhte Robin Hübscher auf 20:22. Der TSV bäumte sich auf: Richter, Mast und Ian Hüter sorgten für die erneute Wende zum 23:22. Doch technische Fehler, misslungene Abschlüsse und der zweimal stark parierende Nikolai Weber beendeten die Dormagener Hoffnung auf zwei weitere Punkte in dieser Woche. Hüttenberg bejubelte den 28:24-Auswärtssieg, der nach Ansicht beider Trainer und der versammelten Handballexperten „verdient“ war. „Wir haben alles gegeben, was in uns steckt“, sagte Johannes Wohlrab. Und Dusko Bilanovic musste eingestehen: „Hüttenberg war teilweise präsenter als wir.“

TSV Bayer Dormagen - TV Hüttenberg 24:28 (14:15)
Dormagen: Bartmann (8 Paraden), Simonsen (38.-50., 2 Paraden); Seesing (1), Senden (3), Meuser (5), Wilhelm, Richter (3/3), Iliopoulos (1), I. Hüter (4), Reimer (n.e.), Skroblien (3), Noll (n.e.), P. Hüter (1), Sterba, Grbavac, Mast (3), Trainer: Bilanovic.
Hüttenberg: N. Weber (8 Paraden), Plaue (bei einem 7m); Fuß (2), Kneer (1), Theiß, Fujita (n.e.), I. Weber (6), Rompf (1), Lindenstruth (1), Reichl (5), Mubenzem, Hübscher (4), Hahn (3/2), Klein (1), Jockel (n.e.), Schreiber (4), Trainer: Wohlrab.
Schiedsrichter: Dinges / Schmack.
Zuschauer: -
Zeitstrafen: 4:6 Minuten.
Siebenmeter: 3/3:2/2.
Spielfilm: 1:0, 1:3, 5:3, 6:4, 6:7, 9:10, 12:10, 13:11, 13:14, 14:15 - 18:18, 20:20, 20:22, 23:22, 23:23, 23:26, 24:28.


Auch wenn Coach Dusko Bilanovic seinen Spielern nach dem starken Auftritt in Lübbecke für Gründonnerstag trainingsfrei gegeben hatte, so mussten doch alle im TSV Bayer Sportcenter zum obligatorischen Coronatest zwei Tage vor dem nächsten Spiel erscheinen. Sämtliche Ergebnisse waren negativ, jetzt hoffen die Wiesel auf einen positiven Verlauf des Heimspiels gegen den TV Hüttenberg. Doch auch wenn die Hessen in der langen Geschichte beider Klubs kaum ein Erfolgserlebnis gegen Dormagen verbuchen konnten und zuletzt das Hinspiel 30:34 verloren, so wird die Statistik niemand überbewerten: „Wir können uns gegen keine Mannschaft Nachlässigkeiten leisten, denn der Blick auf die Ergebnisse der Spiele am Mittwoch zeigt doch einmal mehr, dass in dieser Liga jeder jeden schlagen kann“, betont Bilanovic. Das Spiel des Sechsten gegen den Vierzehnten der Tabelle pfeifen die Schiedsrichter Tobias Schmack und Philipp Dinges (Stutensee / Stuttgart) um 19.30 Uhr an.

Auf die Fans, die heute auf Sportdeutschland.tv eine Viertelstunde vor Spielbeginn live dabei sind, wartet ein Oster-Special: Vor, während und nach dem Spiel werden bunte Eier eingeblendet. Wer die richtige Anzahl mitteilt, gewinnt auf jeden Fall einen Wiesel-Flaschenöffner. Darüber hinaus werden unter denen, die richtig mitgezählt haben, drei Gutscheine im Wert von 25, 15 und 10 Euro verlost. Die Fans schicken ihre Antworten über direct messages auf Instagram oder Facebook an den TSV Bayer Dormagen oder per E-Mail an orga@handball-dormagen.de.

Gegenüber dem Hinspiel gibt es auf Dormagener Seite eine wesentliche Veränderung: Joshua Reuland, der im November sieben Tore zum Erfolg beim TV Hüttenberg beigetragen hatte, fällt nicht nur heute aus - er wird in dieser Saison nicht mehr zum Einsatz kommen können. Die genaue Untersuchung mittels MRT in der Kölner Media Park Klinik bestätigte den Verdacht: Der Linksaußen erlitt in Lübbecke in der 11. Minute einen Riss des vorderen Kreuzbandes im linken Knie, nachdem er gerade seinen zweiten Treffer erzielt hatte. Als er nach seinem hohen Sprung auf dem Spielfeld landete, krachte sein Knie mit dem unglücklich ausgefahrenen Knie eines Gegenspielers zusammen. Die notwendige Operation findet am 12. April statt. #comebackstronger, Josh!

Veränderungen bei den Hessen aus anderen Gründen: Zwei Wochen nach der Niederlage gegen den TSV trennten sich die Wege des Klubs und von Coach Frederick Griesbach. Der bisherige Co-Trainer Johannes Wohlrab (34) übernahm und unterschrieb bis 2022. Unter Wohlrab holten die Hessen 14 der bisherigen 17 Punkte. Vor dem 29:24-Sieg gegen Eisenach am Mittwoch wurden allerdings die letzten vier Spiele in Lübeck (22:25), Bietigheim (26:35) und Dresden (22:26) sowie das Heimspiel gegen Gummersbach (23:24) verloren. Ein weiterer Unterschied zum Hinspiel: Routinier und Ex-Nationalspieler Stefan Kneer war damals noch nicht fit.


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