Es war die überragende Abwehrleistung, die den ersten Dormagener Saisonsieg möglich machte: Vor fünf Monaten setzte sich der TSV mit 21:20 gegen die SG BBM Bietigheim durch. In keiner anderen Begegnung dieser Spielzeit hat die SG so wenige Tore erzielt. Jetzt fahren die Wiesel in den Landkreis Ludwigsburg nahe Stuttgart zum Rückspiel. Für Trainer Peer Pütz ist klar: „Wir brauchen in Bietigheim eine starke Defensive, um dort bestehen zu können. Das heißt aber auch: Gegenüber dem Spiel gegen Hamm muss eine deutliche Steigerung der Verteidigung her.“ Das Spiel Nr. 3 im Jahr 2022 findet an diesem Freitag, 18. Februar, in der Sporthalle am Viadukt statt und wird von den Schiedsrichtern Fabian Baumgart und Sascha Wild (Neuried / Offenburg) bereits um 19 Uhr angepfiffen. Sportdeutschland zeigt das Spiel live.

Wenn Bietigheim gegen Dormagen spielt, dann rückt auch immer eine Ergebnisliste in den Mittelpunkt, die den TSV zu einer Art Angstgegner für die SG stempelt: In den bisherigen 15 Vergleichen verbuchten die Baden-Württemberger lediglich zwei Erfolge - und die liegen schon eine Weile zurück, exakt zehn Jahre. Die Statistik ist natürlich interessant, hilft aber nicht bei der tatsächlichen Punkteverteilung. Eher schon die Einstellung, und die macht Ian Hüter deutlich: „Bietigheim hat momentan sicher einen guten Lauf. Doch wir werden alles dafür tun, um diesen Lauf zu stoppen.“ Die Kampfansage von Alexander Senden: „Wir sind überzeugt davon, dass wir am Freitag die ersten Punkte der Rückrunde holen werden.“ Die sind immens wichtig, um den Abstand zu den Nichtabstiegsplätzen nicht weiter anwachsen zu lassen.

Jakub Sterba wird der Mannschaft in Bietigheim nicht helfen können. Zum Glück hat er sich bei seinem bösen Sturz im Spiel gegen Hamm nichts gebrochen. Über die Schwere seiner Schulterverletzung wird eine MRT-Untersuchung an diesem Freitag Auskunft geben. Auch Neuzugang Mislav Grgic kann nach einer Abszess-OP erst mal nicht auf der Bank Platz nehmen.

Die Ausgangsposition aus Sicht von Dominik Claus: „Dormagen ist für uns immer ein unangenehmer Gegner gewesen, wir dürfen uns von der Tabellensituation nicht täuschen lassen“, urteilt der SG-Linkshänder - mit 75 Treffern Bietigheims zweitbester Feldtorschütze hinter Kreisläufer Jonathan Fischer (77). Die bislang meisten Treffer stammen indes von Sven Weßeling: 106/45. Im letzten Jahr kam der Rückraumlinke vom TV Emsdetten zu den Schwaben, die er zum Saisonende wieder verlassen wird. Der Grund: „Ich sehe beim TuS N-Lübbecke die Chance, in der 1. Liga zu spielen, was immer mein Ziel war.“ Beim Gastgeber fehlt der Langzeitverletzte Patrick Rentschler. Und einen bisherigen Bietigheimer wird der TSV erst Ende nächster Woche in Würzburg begrüßen können: Kurz vor Ablauf der Frist verständigten sich die Vereine und der Rückraumlinke Jonas Link auf dessen sofortigen Wechsel zur DJK Rimpar Wölfe. Unter Trainer Iker Romero hatte der Rückraum-Shooter in dieser Saison nur geringe Spielzeiten erhalten.

Zum nächsten Heimspiel am Mittwoch, 23. Februar, erwartet der TSV den HSC 2000 Coburg - direkt zum Tickets Onlineshop


Nach der ordentlichen, aber nicht belohnten Leistung am letzten Sonntag bei den Eulen in Ludwigshafen konnte der TSV Bayer Dormagen an diesem Samstag gegen den ASV Hamm über die volle Spielzeit nicht überzeugen und kassierte die erste zweistellige Saisonniederlage im heimischen TSV Bayer Sportcenter. Die Westfalen indes feierten zusammen mit Fans ihren bislang höchsten Sieg in der Spielzeit 2021/22. Nach 60 Minuten hieß es 34:24 für Hamm - die ehemaligen Dormagener Jo Gerrit Genz (9/2) und Tim Wieling (6) waren die erfolgreichsten Werfer der Gäste. Auf TSV-Seite zeichneten sich Andre Meuser (6) und Jan Reimer (5/4) besonders aus. Da Ferndorf überraschend mit 29:19 in Hagen gewann, rutschten die Wiesel auf den letzten Platz der 2. Handball-Bundesliga ab. Am kommenden Freitag, 18. Februar, steht das Auswärtsspiel bei der SG BBB Bietigheim auf dem Programm. Das nächste Heimspiel wird am Mittwoch, 23. Februar, ab 19.30 Uhr gegen den HSC Coburg ausgetragen.

In der ersten Hälfte zeigte der TSV im Ergebnis mit 14 Toren eine Angriffsleistung deutlich über dem bisherigen Durchschnitt. Trotzdem lagen die Wiesel zurück, weil die Abwehr den letzten Biss vermissen ließ. Trainer Peer Pütz: „In der Defensive konnten wir nicht das Niveau der Vorwoche erreichen, da fehlte uns die Galligkeit.“ So kam Hamm immer wieder zu eher einfachen Treffern - während der TSV vorne intensiv arbeiten musste, um die härter einsteigende Hammer Abwehrmauer zu überwinden. Das gelang auch zwei Spielern bei ihrer Premiere in diesem Jahr: Nach seiner langen Verletzungspause war Alexander Senden wieder präsent. Und Neuzugang Mislav Grgic deutete seine Stärke mit platzierten Abschlüssen an. Es blieb knapp, auch weil Jan Reimer von der Siebenmeterlinie gegen Felix Storbeck und ebenfalls gegen Vladimir Bozic traf. Verdaut werden musste nun allerdings ein neuerlicher Verletzungsschock: In der 25. Minute versuchte Jakub Sterba, in der Spielfeldmitte den Ball abzufangen. Nach seinem Sprung landete er unsanft und wurde benommen mit Verdacht auf ausgekugelte Schulter ins Krankenhaus gebracht.

Auch als Hamm nach dem Seitenwechsel erstmals mit fünf Treffern in Führung ging, schien noch nichts gelaufen. Der TSV kämpfte sich heran - erst durch einen perfekten Pass von Martin Juzbasic auf Jan Reimer, der das Leder in den Winkel knallte. Dann verkürzte Ante Grbavac auf 20:23 (42.). Doch plötzlich lief nicht mehr viel zusammen. Zuspiele verfehlten ihr Ziel und bei den Würfen auf Hamms Kasten war auf einmal Schlussmann Felix Storbeck kaum mehr zu überwinden. Spätestens in der 50. Minute beim 21:27 durch Jan Brosch war die Partie entschieden. „Wir haben zu früh die Köpfe hängen lassen“, sagte später Alexander Senden, der sich sein Comeback anders vorgestellt hatte. „Wir konnten mit einem frischen von Boenigk noch mal nachlegen und hatten zu Ende beider Halbzeiten ein Tacken mehr Körner“, war ASV-Coach Michael Lerscht froh über die beiden Punkte, „denn wir hatten einen Riesenrespekt vor dieser Aufgabe.“ Natürlich könne er nicht zufrieden sein“, erklärte Peer Pütz. Er ist davon überzeugt, dass die Mannschaft schon bald wieder zur bekannten Abwehrstärke zurückkehrt.

TSV Bayer Dormagen - ASV Hamm-Westfalen 24:34 (14:17)
Dormagen:
Juzbasic (ab 15., 6 Paraden), Simonsen (bis 15. und bei einem 7m, 1 Parade); Meuser (6), Senden (2), Wolfram (n.e.), Rehfus (n.e.), I. Hüter (3), Reimer (5/4), Grgic (2), Zurga, P. Hüter, Sterba (1), Grbavac (2), Seesing (2), Mast (1).
Hamm: Storbeck (15 Paraden), Bozic (bei einem 7m); Genz (9/2), Huesmann (2), Brosch (2), Fuchs, Reimann, Engelhardt (n.e.), Südmeier (2), Pretzewofsky (n.e.), Orlowski, Meschke (4), Baijens (5), Mikita (3), von Boenigk (1), Wieling (6).
Schiedsrichter: Janz / Sug.
Zuschauer: 574.
Zeitstrafen: 8:8 Minuten.
Siebenmeter: 4/4:2/3 (Huesmann scheitert an Simonsen).
Spielfilm: 0:1, 4:3 (4.), 6:5, 7:7, 8:11 (15.), 10:14 (22.), 12:16, 14:17 - 15:17, 15:20 (34.), 19:22 (41.), 21:25 (47.), 21:27, 22:32 (56.), 24:34.


„Die Jungs hatten in Ludwigshafen ein Unentschieden verdient gehabt", meinte Dormagens sportlicher Leiter Walter Haase direkt nach der 23:25-Niederlage bei den Eulen am Sonntag und stellte der Auswahl von Peer Pütz ein gutes Zeugnis aus. Ähnlich sah es aus Sicht des ASV Hamm am Mittwoch aus: Die Westfalen verloren ihr Nachholspiel bei den Eulen mit 25:26 unglücklich in der letzten Sekunde. An diesem Samstag, 12. Februar, treffen die beiden Verlierer im TSV Bayer Sportcenter aufeinander. Das Spiel zwischen dem TSV Bayer Dormagen und dem ASV Hamm-Westfalen beginnt um 19.30 Uhr. Geleitet wird es von den Schiedsrichterinnen Sophia Janz und Rosana Sug aus Köln. Tickets gibt es online und an der Abendkasse, die um 18.30 Uhr öffnet. Für den Einlass gilt die 2G+ Regel.

Mit Hamm kommt ein alter Bekannter an den Rhein. Der ASV würde gerne wieder wie bereits in der Saison 2010/11 in der 1. Bundesliga antreten, aber vom Aufstieg reden die Offiziellen nicht gerne. Anvisiert wurde vor dem Saisonstart das „obere Drittel“ der Tabelle. Inzwischen zählen die Westfalen aber durchaus zu den Kandidaten, die am Ende der Spielzeit einen der beiden Aufstiegsplätze einnehmen könnten. Denn als Tabellenfünfter hat der ASV nur einen Minuspunkt Rückstand auf den zweiten Aufstiegsplatz, den im Moment Nordhorn einnimmt.

Der ASV Hamm hat seinen Kader mit acht neuen Spielern stark verändert und jetzt mit der Verpflichtung von Kreisläufer und Innenblocker Benjamin Meschke noch einmal nachgelegt. Er kommt vom Erstligisten TVB Stuttgart. Ein weiterer Ex-Dormagener nach Jo Gerrit Genz trägt seit dem letzten Jahr das ASV-Trikot: Rechtsaußen Tim Wieling kam vom Erstligisten Stuttgart zurück in den Westen. Der im Laufe der Saison torgefährlichste Spieler ist mit Fabian Huesmann allerdings einer, der 2022 sein zehnjähriges Jubiläum bei Hamm feiern kann: Der Linksaußen brachte es bislang auf 97 Treffer, dabei verwandelte er 44 Strafwürfe.

Das Verletzungspech bleibt dem TSV treu: Patryk Biernacki, der in Ludwigshafen eine starke Leistung zeigte, fällt aus: Seine Patellasehnenreizung wird den Einsatz gegen Hamm nicht zulassen. Der in der Vorwoche 26 Jahre alt gewordene Rückraumspieler wird deshalb auch in den nächsten Wochen nicht zur Verfügung stehen. Auch Pechvogel Finn Johannmeyer muss wegen eines gerissenen Bandes im Daumen vermutlich vier Wochen pausieren. Dafür wird Neuzugang Mislav Grgic wohl sein Debüt auf dem Spielfeld feiern können: „Er zeigt schon sehr gute Ansätze im Training. Mislav ist ein Teamplayer und hat einen sehr guten Zug zum Tor. Mit seiner Dynamik wird er uns in Zukunft auf jeden Fall helfen können“, betont Pütz. Auch Alexander Senden steht in den Startlöchern. Er ist nach seiner schweren Schulterverletzung im Training wieder voll dabei. Pütz: „Wir werden aber kein Risiko eingehen und ihn langsam an den Wettkampfmodus heranführen, damit wir noch die ganze Saison Spaß an ihm haben können.“

Mit einer Neuerung wartet der TSV bei der Spieltagsinformation auf: Das Wiesel Inside liegt künftig ausschließlich im E-Paper Format vor. „Diese Umstellung ist zum einen unser Beitrag zur Nachhaltigkeit und zum anderen bedeutet dies eine weitere finanzielle Entlastung für unseren Verein“, informiert Handball-Geschäftsführer Björn Barthel in der aktuellen Ausgabe des Magazins, das heruntergeladen aber als E-Paper auch einfach angeschaut werden kann.


Der TSV Bayer Dormagen reagiert auf die angepasste Corona-Schutzverordnung: Ab dem Heimspiel gegen den ASV Hamm-Westfalen am kommenden Samstag (12. Februar, 19.30 Uhr) gilt im TSV Bayer Sportcenter die 2Gplus-Regel. Zusätzlich dazu erhöht sich die maximal mögliche Hallenkapazität auf 900 Fans. Tickets für das erste Heimspiel des neuen Jahres sind noch verfügbar. Der TSV empfiehlt den Kauf der Tickets online. Für den Fall, dass bereits bis zum Spiel am Samstag alle Tickets vergeben sind, würde es keine Abendkasse geben, die ansonsten um 18.30 Uhr öffnet.

Durch die angepassten Regelungen haben folgende Personengruppen Zutritt zum TSV Bayer Sportcenter:
- Geboostert (3x geimpft) oder geimpft-genesen ohne Test
- Frisch geimpft (2x geimpft, min. 14 Tage her, max. 90 Tage) ohne Test, danach mit zusätzlichem Test
- Frisch genesen (min. 27 Tage her, max. 90 Tage) ohne Test, danach mit zusätzlichem Test
- Kinder/Jugendliche bis einschließlich 15 Jahre brauchen nur einen Altersnachweis
- Jugendliche ab 16 Jahre müssen 2Gplus-Nachweis vorlegen

Die nebenstehende Grafik veranschaulicht die Zugangsvoraussetzungen. Sollten darüber hinaus Fragen zum Einlass bestehen, helfen die Mitarbeitenden in der Geschäftsstelle weiter, die per E-Mail info@handball-dormagen.de zu erreichen sind. In dringenden Fällen auch telefonisch: 02133 77744 170.

Der TSV weist alle Fans darauf hin, dass die Kontrolle der 2Gplus-Nachweise noch mehr Zeit als gewohnt beim Einlass in Anspruch nimmt und bittet daher um eine frühzeitige Anreise. Die Türen des Sportcenters öffnen zum Heimspiel gegen Hamm am Samstag um 18.30 Uhr. Des Weiteren bittet der TSV alle Fans um ihre Unterstützung, um einen reibungslosen Einlass zu gewährleisten. Nachweise sowie Personalausweis sollten am Einlass griffbereit gehalten werden, um längere Wartezeiten zu vermeiden. Wie bislang besteht auch eine durchgehende Maskenpflicht ab dem Vorplatz.


Viel fehlte nicht am Punktgewinn in Ludwigshafen: Der TSV Bayer Dormagen startete am Sonntag ordentlich in die Rückrunde der 2. Handball-Bundesliga. Am Ende gab Nationalspieler Hendrik Wagner den Ausschlag, der in der Schlussphase die Tore 19 bis 24 zum 25:23-Erfolg der Eulen beisteuerte. Gleichwohl konnte Peer Pütz bei seiner Premiere an der Seitenlinie mit dem couragierten Auftritt seines Teams zufrieden sein. Und nach den 60 Minuten stand auch für Dormagens sportlichen Leiter Walter Haase fest: „Darauf kann man aufbauen.“ Möglich ist das bereits am kommenden Samstag, 12. Februar, 19.30 Uhr, beim Heimspiel gegen den ASV Hamm-Westfalen (Zu den Online-Tickets).

Der genaue Pass von Ian auf Bruder Patrick führte zum ersten Erfolgserlebnis der Wiesel. Doch die nächsten Versuche von Patryk Biernacki und Andre Meuser, den Kreisläufer anzuspielen, scheiterten an der Aufmerksamkeit der Eulen-Deckung. Die Gastgeber nutzten anschließend ihre Chancen zur 4:1-Führung nach sieben Minuten. Doch mit mehr als drei Toren sollten sie während der gesamten Partie nicht mehr vorne liegen. Das lag an der gut vorbereiteten TSV-Abwehr, die den gefährlichen Eulen-Rückraum kaum zur Entfaltung kommen ließ. „Dormagen hat es uns maximal schwergemacht", stellte Ludwigshafens Trainer Ceven Klatt später fest.

Die Offensive der Gäste profitierte vom Comeback des jüngeren Hüters: Ian sorgte mit drei Treffern in Folge für den 5:4-Anschluss und für die Erkenntnis, dass bei den heimstarken Eulen tatsächlich etwas zu holen ist. Fortan ließ der TSV den Kontakt nicht abreißen, auch weil die Pfälzer sich mehr Abspielfehler leisteten. Die erste Hälfte endete wie sie begann - mit einem Treffer von Kapitän Patrick Hüter. Zur Pause führte Ludwigshafen mit 13:12.

Nach dem Seitenwechsel löste Joshua Reuland auf Linksaußen Tim Mast ab, Martin Juzbasic rückte vorübergehend für Christian Simonsen ins Tor. Für Reuland war es zunächst ein kurzer Einsatz: Er musste für zwei Minuten auf die Bank, obwohl er überhaupt keinen Körperkontakt mit dem anfliegenden Alexander Falk hatte und fair zurückging. Aufgrund des schwierigen Winkels sah es so aus, als wollte der laut schreiende Eulen-Rechtsaußen nur den Siebenmeter holen. Den gab es, Max Neuhaus verwandelte. Kurz drauf erhielt er die nächste Chance von der Linie, scheiterte an Juzbasic - bekam aber den Abpraller und netzte zum 15:14 ein. Die Begegnung blieb spannend und lief aus Dormagener Sicht immer besser: Aus dem 18:16 machten Andre Meuser, Joshua Reuland und Jakub Sterba den 18:19-Vorsprung der Wiesel.

Zweimal bestand nun die Möglichkeit, sogar mit zwei Treffern in Führung zu gehen. Doch Jan Reimer scheiterte beim Siebenmeter an Matej Asanin. Nach dem Beginn des Wagner-Festivals zum 19:19 erarbeiteten die Rheinländer sich weitere gute Möglichkeiten: Erst schloss der gut aufgelegte Patryk Biernacki den einstudierten Freiwurf clever zum 19:20 ab. Die Erhöhung auf 19:21 hatte Reuland in der Hand - sein Wurf verfehlte aber knapp das Tor. Während die Eulen sich die Führung dank Hendrik Wagner zurückholten endeten mehrere Dormagener Angriffe an der Stürmerfoul-Auslegung der Schiedsrichter.

Die Entscheidung: Nach der 23:22-Annäherung durch Biernacki soll sich Tim Mast ein Foul in der Offensive geleistet haben. Wagner erhöht auf 24:22 und fängt auch noch das folgende TSV-Zuspiel ab. Nach dem 25:22 durch Neuhaus nimmt Peer Pütz eine weitere Auszeit. Der abgesprochene Angriff führt nach einer sehenswerten Kombination zum 25:23 durch Ian Hüter in der 58. Minute. Das sollte gleichzeitig der Endstand sein, der zur Freude bei den Löwen führte, die sich nach wie vor Chancen auf den Wiederaufstieg ausrechnen. Das positive Fazit von Pütz: „Viel von dem, was wir uns vorgenommen hatten, ist aufgegangen. Wir konnten einen starken Gegner lange ärgern. Mit ein wenig mehr Glück bei Würfen, Torwartparaden und Entscheidungen der Schiedsrichter wäre sogar noch mehr möglich gewesen.“

Eulen Ludwigshafen – TSV Bayer Dormagen 25:23 (13:12)
Ludwigshafen:
Urbic (4 Paraden), Asanin (ab 38., 4 P.), Hoblaj (n.e.); Salger (2), Dietrich (1), Eisel (1), Keskic (1), Meyer-Siebert, Haider (2), Remmlinger (3), Falk (2), Wagner (8/2), Meddeb (1), Neuhaus (4/2), Klimek.
Dormagen: Simonsen (5 Paraden), Juzbasic (31.-53., 3 P.); Reuland (2/1), Meuser (4), Wolfram (n.e.), Biernacki (4), I. Hüter (5), Reimer (1/1), Grgic (n.e.), Zurga (n.e.), P. Hüter (2), Sterba (2), Grbavac (1), Seesing (1), Mast.
Schiedsrichter: Cesnik / Konrad.
Zuschauer: 1000.
Zeitstrafen: 8:8 Minuten.
Siebenmeter: 4/5:2/3 (Juzbasic hält gegen Neuhaus, der den Abpraller verwandelt – Reimer scheitert an Asanin).
Spielfilm: 4:1 (7.), 5:4 (12.), 10:7 (22.), 11:10, 13:11, 13:12 – 13:13, 16:16, 18:16 (40.), 18:19 (43.), 20:21 (50.), 23:21 (54.), 23:22, 25:22, 25:23.

 

 


Es geht wieder los. Nach der EM-Pause startet die Rückrunde der 2. Handball-Bundesliga an diesem Wochenende. Für den TSV Bayer Dormagen stehen nicht nur die 19 Partien auf dem Spielplan - die Wiesel müssen auch noch die verlegten Spiele gegen Eisenach und die Eulen Ludwigshafen nachholen. Insofern ist die Begegnung an diesem Sonntag, 6. Februar, in der Friedrich-Ebert-Halle in Ludwigshafens Stadtteil Friesenheim der erste Vergleich beider Klubs in der Saison 2021/22. Die Schiedsrichter Marvin Cesnik und Jonas Konrad (Gummersbach) pfeifen das Spiel um 16 Uhr an. 1000 Zuschauer können dabei sein. Sportdeutschland.tv überträgt live.

Das erste Spiel des Jahres ist eine doppelte Premiere - für Peer Pütz an der Seitenlinie und für Mislav Grgic auf dem Spielfeld. Pütz tritt die Nachfolge von Dusko Bilanovic mit Zuversicht an: „Es ist sicher nicht die einfachste Aufgabe bei den Eulen, aber wir sind dort nicht chancenlos. Die Mannschaft wird alles versuchen, um erfolgreich zu sein.“ Den Einsatz von Grgic, der erst wenige Trainingseinheiten in Dormagen hinter sich hat, hält der 30-jährige Pütz für eine Option: „Aber wir dürfen nichts überstürzen. Er braucht Zeit, um handballerisch in unserem Team integriert zu sein.“ Nachdem Linksaußen Joshua Reuland bereits wieder Ende 2021 Kontakt mit dem Spielfeld aufnehmen konnte, kommt nun Ian Hüter zurück und freut sich auf sein Comeback. Warten muss hingegen noch Alexander Senden, der aber auf einem guten Weg ist.

Die Eulen haben ein Spiel weniger ausgetragen als der TSV: Nach 16 Partien liegt die Auswahl von Ceven Klatt auf Rang 8 - mt Blick nach oben. Denn nach einem weniger erfolgreichen Start hat die Mannschaft sich gefangen und zumindest nach Minuspunkten direkte Nähe zu einem Aufstiegsplatz. „Die Eulen sind körperlich hoch gewachsen“, stellt Peer Pütz fest. Das gilt nicht zuletzt für Neuzugang Julius Meyer-Siebert, der auch als Reaktion auf die Ausfälle von Pascal Bührer und Jannek Klein aus Flensburg kam - Erstligist Leipzig hatte den 21-Jährigen dorthin ausgeliehen. Bei den Eulen soll er bis 2023 bleiben und in der kommenden Saison nicht zuletzt Nationalspieler Hendrik Wagner ersetzen, der zur HSG Wetzlar wechselt.

Für den Einlass gilt die 2G-Plus-Regel: Vollständig geimpft oder genesen plus negatives Ergebnis eines tagesaktuellen Antigen-Schnelltests oder eines PCR-Tests. Wer nachweislich geboostert ist, benötigt keinen zusätzlichen Test. In der Halle herrscht Maskenpflicht.


Der TSV Bayer Dormagen hat einen weiteren Rückraumspieler unter Vertrag genommen: Mislav Grgic (23) wird bereits das Abendtraining der Wiesel mitmachen. Der in Split (Kroatien) geborene Grgic ist flexibel im Rückraum Mitte und links einsetzbar. Er hat bis Ende der Saison unterschrieben, es besteht die Option einer Vertragsverlängerung. Dormagens Handball-Geschäftsführer Björn Barthel dankt dem SV Anhalt Bernburg für die angenehmen und konstruktiven Gespräche, die jetzt zur vorzeitigen Freigabe des Spielers führten.

„Auch wenn unser Team bald wieder komplett ist, so wissen wir nicht, wie sich die nächsten Wochen und Monate entwickeln“, begründet Barthel die Verpflichtung von Mislav Grgic. „Mit ihm verfügen wir über einen zusätzlichen Spieler, der zur Mannschaft passt und der auch aus Sicht der sportlichen Leitung in der Lage ist, sich schnell in der 2. Liga zurechtzufinden. 107 Tore für Bernburg in 17 Spielen haben sicher mit dazu geführt, dass der Klub aktuell Gruppenfünfter der 3. Liga ist. Doch nur an seinen Torerfolgen kann er sicher nicht gemessen werden“, betont Barthel.

Mislav Grgic freut sich sehr, dass er in der 2. Liga angekommen ist: „Das ist der beste Schritt in meiner Karriere. Ich habe mit Bernburg bisher eine gute Saison gespielt und glaube, dass ich Dormagen dabei helfen kann, in der 2. Liga zu bleiben“, sagt der leidenschaftliche Schachspieler, der auch gerne kocht und generell ein Sportfan ist.

Daten Mislav Grgic
Geb.: 23. Juli 1998 in Split (Kroatien)
Größe: 1,93 m
Gewicht: 96 kg
Spielposition: RM / RL
Trikot-Nr.: 16
Bisherige Vereine: SV Anhalt Bernburg, HMRK Zrinjski Mostar, Izvidac Ljuboski


Mit Beginn der Saison 2022/23 übernimmt Matthias Flohr das Traineramt beim TSV Bayer Dormagen. Der erfahrene Linksaußen, derzeit Assistenzcoach des Erstligisten HBW Balingen/Weilstetten, hat zunächst bis 2024 einen Vertrag bei den Rheinländern unterschrieben. „Der gilt formal für die 2. und 3. Liga. Wir sind aber fest davon überzeugt, dass unser aktuelles Trainerteam mit einer bestens motivierten Mannschaft den Weg aus der Abstiegszone findet und ´Matti` ab Juli Trainer eines Zweitligisten sein wird“, sagt Dormagens Handball-Geschäftsführer Björn Barthel. Peer Pütz wird zusammen mit David Röhrig sowie Nicolas Brandt (Athletik) und Joachim Kurth (Torhüter) den TSV Bayer Dormagen bis Saisonende verantwortlich trainieren und in den 21 ausstehenden Spielen coachen.

„Wir haben Matthias Flohr lange beobachtet und hatten ihn vor Jahren auch schon mal als Spieler im Blick“, betont Barthel. Dormagens sportlicher Leiter Walter Haase kennt den bald 40-Jährigen noch aus den Zeiten, als der gebürtige Dürener in der Junioren-Nationalmannschaft aktiv war. „Er war ein starker Spieler und ich traue ihm einiges als Trainer zu“, betont Haase, der auch sicher ist, dass Flohr „zu unserem Verein passt. Er ist ehrgeizig, zielstrebig und besitzt ein gesundes Augenmaß.“ Entsprechende Rückmeldungen kamen nicht zuletzt aus Haases breitem Netzwerk. Auch heimische Fans dürften Flohr in Erinnerung haben: Er spielte mehrfach im TSV Bayer Sportcenter für den HSV Hamburg und zuletzt Balingen.

Für den dreifachen Familienvater gab es mit Blick auf seine berufliche Perspektive zwei Optionen: Einerseits die Tätigkeit als Lehrer für Sport und Mathematik, andererseits die hauptamtliche Trainerlaufbahn. Letztlich wuchs bei ihm die Leidenschaft, dem Handball verbunden zu bleiben. „In Balingen hat mich Jens Bürkle stark gefördert und mir somit auch die Entscheidung für ein Traineramt leichter gemacht“, erklärt Matthias Flohr. Er freut sich, wieder zurück ins Rheinland zu kommen: „Als Jugendlicher war ich natürlich oft in Köln und in der Region und spielte zum Beispiel beim Quirinus-Cup. Daher ist Dormagen für mich schon immer ein besonders reizvoller Handball-Standort gewesen, den ich ständig im Auge behalten habe. Die Aufgabe ist deshalb für mich besonders und herausfordernd.“

Der frühere Nationalspieler ist zuversichtlich, sein Amt in der 2. Liga zu beginnen. „Ich wünsche Peer Pütz und dem gesamten Team viel Erfolg. Es wird nicht einfach, aber ich habe ein gutes Gefühl.“ Letzteres gilt ebenfalls für den künftigen Wohnort der fünfköpfigen Familie. Der TSV unterstützt natürlich bei der Suche und hofft auf entsprechende Wohnungs- oder Hausangebote.

Daten zu Matthias Flohr
Geb.: 29. März 1982 in Düren
Jugendspieler bei ATG und BTB Aachen
Spielerkarriere:
2001 - 2004: Ahlener SG
2004 - Anfang 2016: HSV Hamburg
Feb. 2016 - Juni 2016: Skjern Handbold (DEN)
2016 - 2019: HBW Balingen-Weilstetten
Nationalmannschaft: 15 Spiele / 23 Tore
Trainer:
2019 - Juni 2022: Co-Trainer HBW Balingen/Weilstetten
ab Juli 2022: Trainer TSV Bayer Dormagen


Unterkategorien


sponsor startseite selectsponsor startseite sparkassesponsor startseite buergelsponsor startseite cityringsponsor startseite egnsponsor startseite therapiezentrumsponsor startseite evdsponsor startseite Orthopaediesponsor startseite ineos