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Sieg gegen den Erstliga-Absteiger: TSV gewinnt in Leipzig

1. Mannschaft | 27. September 2026
Dormagen gewinnt überraschend gegen Leipzig. Foto: Trotter

Sieg gegen den Erstliga-Absteiger: TSV gewinnt in Leipzig

Der TSV Bayer Dormagen hat einen Sahnetag in der 2. Handball-Bundesliga erwischt. Beim Erstliga-Absteiger SC DHfK Leipzig feierte das Team von Cheftrainer Julian Bauer einen starken 27:26-Auswärtssieg. Zum Matchwinner avancierte Moritz Köster, der zehn Sekunden vor Schluss den entscheidenden Treffer erzielte.

Ausgeglichene erste Hälfte

Dabei erwischten zunächst die Gastgeber den besseren Start und gingen zunächst mit 2:0 (4.) in Führung. Dormagen ließ sich davon jedoch nicht beeindrucken, glich zum 2:2 aus und ging nach zehn Minuten durch das 3:4 von Felix Böckenholt erstmals selbst in Führung.

In der Folge entwickelte sich eine ausgeglichene Partie, in der sich keine Mannschaft entscheidend absetzen konnte. Leipzig legte beim 10:8 (20.) zwei Treffer vor, doch der TSV antwortete mit drei Toren in Folge und drehte die Begegnung zum 10:11 (25.). Kurz vor der Pause traf Kreisläufer Julius Hein zur 14:13-Halbzeitführung für die Gäste.

Grundlage für den starken Auftritt war vor allem die kompakte Dormagener Defensive mit einem glänzend aufgelegten Christian Simonsen im Tor. Der TSV-Keeper kam am Ende auf 14 Paraden und eine Quote von 35 Prozent gehaltener Bälle.

TSV setzt sich auf vier Tore ab

Nach dem Seitenwechsel war Dormagen sofort da, erhöhte auf 15:13 und baute seinen Vorsprung in den folgenden Minuten weiter aus. Nach 40 Minuten stand es 20:16 für die Gäste – die erste Vier-Tore-Führung.

Doch der Erstliga-Absteiger schlug zurück. Leipzig startete einen 5:0-Lauf und machte aus dem 16:20 innerhalb weniger Minuten eine 21:20-Führung. Die Partie drohte zu kippen, doch Dormagen blieb ruhig und hielt dagegen.

Beim 23:23 (51.) war wieder alles offen. Anschließend legte Leipzig erneut vor und führte sieben Minuten vor dem Ende mit 25:23. Die Gastgeber hatten sogar zweimal die Möglichkeit, ihren Vorsprung auf drei Tore auszubauen. Doch der TSV blieb auch unter anderem durch Simonsen im Spiel.

Wilde Schlussphase – Köster trifft zum Sieg

Die Crunchtime hatte es in sich. Dormagen kämpfte sich zunächst zum 25:25 zurück. Nachdem Leipzig noch einmal auf 26:25 gestellt hatte, erzielte TSV-Rückraumspieler Moritz Köster den Ausgleich zum 26:26.

Bei 59:05 Minuten nahm Leipzigs Trainer Frank Carstens seine letzte Auszeit. Die Gastgeber hatten anschließend durch Lukas Binder die Chance, erneut in Führung zu gehen – doch Simonsen parierte.

Dormagen bekam damit die Gelegenheit zum Siegtreffer. Und die nutzte der TSV: Köster übernahm Verantwortung und traf zehn Sekunden vor dem Ende zum 27:26. Leipzig bekam noch einen letzten Freiwurf zugesprochen, doch auch diesen entschärfte Simonsen.

„Es kam einfach alles zusammen, was man braucht, um so ein Spiel zu gewinnen“, analysierte TSV-Cheftrainer Julian Bauer nach der Partie. „Wir hatten eine sehr starke Torhüterleistung von Christian und haben eine gute Abwehr gestellt. Im Angriff hatten wir zwar nicht so viel Durchschlagskraft, treffen aber aus dem Rückraum. In den Phasen, in denen das Spiel wegkippen kann, sind wir ruhig geblieben. Das war das Allerwichtigste. Deswegen sind wir sehr stolz auf die beiden Punkte, die sich die Mannschaft wirklich verdient hat.“

Nächstes Heimspiel gegen die Eulen

Nach dem Auswärtssieg in Leipzig wartet auf den TSV am kommenden Samstag das nächste Heimspiel. Am 3. Oktober sind die Eulen Ludwigshafen um 18 Uhr im TSV Bayer Sportcenter zu Gast. Tickets gibt es im TSV-Onlineshop.

Die Spielstatistik:

SC DHfK Leipzig vs. TSV Bayer Dormagen: 26:27 (13:14)

SC: Suljakovic, Mrkva; Haake, Binder (7), Klima (3), Peter (8/3), Schroven (2), Hinriksson, Gauer (1), Semper (2), Rogan (1), Voß, Bombac (2), Preuss, Hertzfeld, Koschek, Trainer: Frank Carstens

TSV: Conzen, Simonsen; Krist (6), Leun (1), Doepner, Leis (4), Boehnert (2), Kriescher, Köster (3), Böckenholt (3/2), Strosack (2), Schmidt (2), Scholl (1), Hein (3), Trainer: Julian Bauer

SR: Lier/Lier
Zeitstrafen: 2/10 Minuten
Rote Karte: Hein (33.), Boehnert (59., dritte Zeitstrafe).
Siebenmeter: 3/3, 2/4
Zuschauer: 3561

Spielverlauf: 2:0 (4.), 2:2 (6.), 3:4 (10.), 6:7 (17.), 8:7 (18.), 10:8 (20.), 10:11 (25.), 13:14 (30.) – 13:15 (32.), 16:20 (40.), 17:20 (41.), 21:20 (44.), 23:23 (51.), 25:23 (53.), 25:25 (57.), 26:26 (59.), 26:27 (60./EN)