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Derbyniederlage: Dormagen verliert gegen Krefeld

1. Mannschaft | 29. März 2026
Die Enttäuschung konnte man den TSV-Spieler nach der Niederlage ansehen. Foto: Heinz Zaunbrecher

Der TSV Bayer Dormagen musste am Samstagabend eine bittere Auswärtsniederlage hinnehmen. Gegen den Aufsteiger HSG Krefeld Niederrhein unterlag das Team von Trainer Julian Bauer mit 37:34 (17:17).

Dormagen startet stark in die Partie

Aus Dormagener Sicht begann das Derby zunächst vielversprechend. Der TSV fand gut in die Begegnung, verteidigte aufmerksam und erspielte sich im Angriff klare Lösungen. So lag Dormagen nach drei Minuten mit 3:1 in Führung. Auch nach dem zwischenzeitlichen 4:4-Ausgleich durch die Gastgeber blieb der TSV in der ersten Halbzeit lange tonangebend und hatte mehrfach die Nase vorn.

Über 5:7 (11.), 6:10 (15.), 11:12 (21.) und 14:16 (27.) behauptete Dormagen die Führung oder hielt Krefeld auf Abstand. Bitter verlief dann allerdings die Schlussphase des ersten Durchgangs: Kurz vor dem Seitenwechsel verlor der TSV noch einmal den Ball, sodass Krefelds Kreisläufer Ingenpaß eine Sekunde vor der Halbzeitsirene zum 17:17 ausgleichen konnte.

Der Halbzeitpfiff als Wendepunkt

Nach dem Seitenwechsel kam die HSG Krefeld Niederrhein deutlich besser aus der Kabine. Während Dormagen in der Abwehr zunehmend Probleme bekam und zu viele Zweikämpfe verlor, nutzten die Gastgeber ihre Chancen konsequent. Über 18:17 (31.) und 23:21 (40.) kippte die Partie zunehmend auf die Seite der Krefelder.

Zwar kämpfte sich der TSV beim 26:26 (44.) noch einmal zurück und hielt die Begegnung offen, doch in der entscheidenden Phase setzte sich Krefeld mit einem 5:0-Lauf entscheidend ab. Spätestens beim 31:26 (49.) beziehungsweise 33:27 (51.) war das Momentum klar auf Seiten der Gastgeber.

„In der Anfangsphase kommen wir gut rein und verteidigen die Dinge, die wir verteidigen wollen“, so TSV-Cheftrainer Julian Bauer. „Im Positionsangriff hatten wir gute Lösungen. Es war bitter, dass es Unentschieden zur Halbzeit steht. Mit dem Halbzeitpfiff ist dann die Halle explodiert. Das hat schon ein bisschen was mit uns gemacht.“

TSV kämpft bis zum Schluss

Dormagen gab sich dennoch nicht auf und versuchte in der Schlussphase noch einmal alles, um das Derby zu drehen. Bis auf 33:30 (54.) verkürzte der TSV noch einmal, doch Krefeld ließ sich den Vorsprung nicht mehr nehmen und brachte die Partie schließlich mit 37:34 ins Ziel.

TSV-Cheftrainer Julian Bauer sagte nach dem Spiel: „In der zweiten Halbzeit taten wir uns deutlich schwerer in der Abwehr und haben relativ viele Zweikämpfe verloren. Dann haben wir eine Phase, in der wir ein paar freie Bälle liegen lassen und Krefeld wegzieht. Es war sehr schwer, dann nochmals zurückzukommen. Am Ende versuchen wir alles mit der offenen Manndeckung. Ich kann der Mannschaft keinen Vorwurf machen. Wir haben gefightet bis zum Schluss.“

Unterstützung von den eigenen Fans

Auch die lautstarke Unterstützung der Dormagener Fans, die mit einem eigens angereisten Bus nach Krefeld gekommen waren und ihr Team über die gesamte Spielzeit hinweg unterstützten, reichte vor 5.176 Zuschauern letztlich nicht zum Derbysieg. Der TSV bedankt sich für den Support aus dem Gästeblock. Für den TSV Bayer Dormagen geht es nun am Ostersamstag, 4. April, mit dem Auswärtsspiel beim TV Großwallstadt weiter.

Die Spielstatistik

HSG Krefeld Niederrhein vs. TSV Bayer Dormagen: 37:34 (17:17)

TSV Bayer Dormagen: Simonsen, Oberosler; Krist (10), Bertl, Leis (3), Boehnert (5), Schroven (3), Kriescher (2/1), Strosack (2/1), Bahns, J. Schmidt (5), Scholl (1), Hein (1), Pauli, Sondermann (2), Trainer: Julian Bauer

HSG Krefeld Niederrhein: Rüspeler, Alguacil; Krass, Kolodziej (11/3), Kix (7), Klasmann, Schneider (3), Siegler (2), Schulz, Marquardt, Michalski (5), Jagieniak (1), Persson, Ingenpass (6), Rose (2), Mircic, Trainer: Mark Schmetz


SR:
Hellbusch/Jansen
Zeitstrafen: 8/8 Minuten
Siebenmeter: 2/4, 3/3
Zuschauer: 5176

Spielverlauf: 1:3 (3.), 4:4 (9.), 5:7 (11.), 6:10 (15.), 11:12 (21.), 14:16 (27.), 17:17 (30.), – 18:17 (31.), 23:21 (40.), 26:26 (44.), 31:26 (49.), 33:27 (51.), 33:30 (54.), 34:31 (58.), 37:34 (60./EN)