Die Zuschauer mussten lange warten - und zittern, bis der dritte Saisonsieg in trockenen Tüchern war. Die Handballfreunde aus Springe waren der erwartet schwere Gegner, der es dem TSV Bayer Dormagen bis kurz vor Schluss schwer machte. Doch am Ende gab es die traditionelle Sieg-Humba und große Freude. Mit 28:25 (12:14) gewannen die Dormagener und kletterten in der Tabelle der 2. Handball-Bundesliga auf den 15. Platz.

Nach der nicht belohnten Energieleistung in Saarlouis am Freitag wirkten die Gastgeber vor 1027 Zuschauern in der ersten Hälfte müde. Vor allem die Dormagener Abwehr hatte Probleme und erleichterte dem Aufsteiger das Torewerfen. Bis zur 53. Minute lag Springe immer in Führung, vor der Pause sogar mit fünf Toren (10:5). Doch der TSV kam wieder heran und hielt die Partie zur Pause (12:14) offen. Nach dem Seitenwechsel stand die Dormagener Deckung besser vor dem sich steigernden Torwart Sven Bartmann. Mehrmals glich der TSV aus, konnte aber nicht in Führung gehen, weil gute Chancen nicht genutzt wurden. Es waren nur noch sechs Minuten zu spielen, als Peter Strosack zunächst den 23:23-Ausgleich erzielte und ähnlich überzeugend den nächsten Ball einnetzte. Robin Doetsch und zweimal Alexander Kübler erhöhten auf 27:23 und ließen damit Springes Traum auf ein Erfolgserlebnis platzen. "Nach dem großen Kampf wollten wir heute etwas Zählbares mitnehmen", sagte Trainer Sven Lakenmacher.

Dormagens Coach Jörg Bohrmann konnte später nicht verhehlen, dass er in der Pause sehr laut wurde. "Da hat mir einiges nicht gefallen in den ersten 30 Minuten. Die Absprachen wurden oft nicht eingehalten, die Abwehr war nicht mutig genug." Fortan kam Bewegung in die Dormagener Reihen, auch weil Dennis Marquardt die Abwehr festigte. "Ich muss mich bei Dennis bedanken, der mit großen Schmerzen durchgehalten hat", lobte Bohrmann seinen Kapitän. Für die Leistung in der Offensive bekam Peter Strosack Bestnoten vom Trainer: "Er ist immer wieder dahin gegangen wo es weh tut."

TSV Bayer Dormagen – HF Springe 28:25 (12:14)
Dormagen: Bartmann (7 Paraden), Jäger (1 Parade); Morante Maldonado, Genz (1), Eisenkrätzer (3), Linnemannstöns, Doetsch (3), Kübler (6), Damm (8/5), Strosack (6), Hüter, Marquardt, Mumme, Pinnonen (1).
Springe: Wetzel, Wendland (7 Paraden); Kolditz (4/2), Eichenberger (2), Coors (3), Bosy, Fauteck (1), Schüttemeyer (5), Kastening (4), Herbold, Ossenkopp, Pollex (3), Tesch (3).
Schiedsrichter: Heine/Standke.
Zuschauer: 1027.
Zeitstrafen:10:16 Minuten.
Siebenmeter: 5/7:2/3 (Wendland hält zweimal gegen Damm – Bartmann gegen Kolditz).
Spielfilm: 1:3 (8.), 5:10 (19.), 8:10, 11:12 (27.), 12:14 - 14:14 (33.), 18:18, 18:20 (45.), 19:21, 21:21 (48.), 22:23 (52.), 27:23 (57.), 28:25.


Der Aufbruch zum Auswärtsspiel Richtung Saarland klappte am Freitag nicht wie gewohnt. Denn aus dem Motorraum des Mannschaftsbusses kam kein Ton mehr. Alle Versuche das Fahrzeug in Gang zu bringen scheiterten. Letztlich stiegen die Spieler des TSV Bayer Dormagen auf kurzfristig besorgte Sprinter um und machten sich auf die Reise. Um 19 Uhr waren sie vor Ort, in Absprache mit den Schiedsrichtern und der HG Saarlouis wurde die Partie 15 Minuten später als geplant, also um 19.45 Uhr, angepfiffen.

Die ungewöhnliche Anreise hatten die Spieler auf dem Spielfeld schnell vergessen. Zwar führten die Gastgeber in der ersten Hälfte mehrfach mit drei Toren, doch der TSV kam immer wieder auf. Das lag vor allem an Torwart Sven Bartmann, der die Spieler des saarländischen Klubs mehrfach schier zur Verzweiflung brachte. Sebastian Damm sorgte mit einem verwandelten Siebenmeter kurz vor dem Pausenpfiff für das 13:13. Dass Saarlouis mit dem 14:13 in die Pause gehen konnte, hatte das Team von Neu-Trainer Heine Jensen seinem Rechtsaußen Lars Weissgerber zu verdanken, der ebenfalls per Strafwurf traf. Bartmann hatte noch die Finger am Ball, musste ihn aber passieren lassen.

Nach dem Seitenwechsel blieb die Partie offen, auch wenn Saarlouis bis 21:17 in der 42. Minute davonziehen konnte. In dieser Phase der zehnminütigen Torflaute hatte der TSV großes Pech: Julian Mumme traf ebenso den Innenpfosten wie kurz drauf Peter Strosack. Doch dann war das Team von Jörg Bohrmann wieder im Spiel und kam zunächst bis auf 23:21 heran. Nach der Dormagener Auszeit ging der jüngste Spieler Eloy Morante Maldonado geschickt durch die Abwehr und traf mit seinem zweiten Tor an diesem Abend zum 23:22. "Das hat er richtig gut gemacht", lobte Bohrmann den Spieler der A-Jugend. Auch Jo Gerrit Genz machte es noch mal spannend mit seinem vierten Treffer zum 24:23. Doch von der linken Außenseite gelang Martin Murawski mit einem Kunstwurf das entscheidende 25:23. Der 24. Dormagener Treffer war auch der letzte des Spiels. Schütze Basti Damm war mit acht Treffern nicht nur der erfolgreichste Werfer der Partie – er holte sich auch die Führung in der Torschützenliste der 2. Bundesliga zurück.

Eine eher seltene Geste: Nach dem Schlusspfiff ging HGS-Coach Heine Jensen zu dem noch im Tor stehenden Sven Bartmann und gratulierte ihm zu seiner Top-Leistung. „Lieber wäre mir gewesen, er hätte uns zum Sieg gratuliert“, meinte „Barti“ süffisant. Jensen sprach später von der besten Saisonleistung seiner Mannschaft in der ersten Hälfte. „Nur die Chancen haben sie nicht ausreichend genutzt.“ Jörg Bohrmann war mit der Leistung seiner Mannen zufrieden, auch wenn es nicht reichte: "Jetzt müssen aber Punkte her."

Das nächste Spiel findet an diesem Sonntag, 27. September, um 17 Uhr gegen die Handballfreunde Springe statt. Die Mannschaft von Ex-Nationalspieler Sven Lakenmacher kommt bereits zum zweiten Mal ins Sportcenter: Anfang August gewann der Aufsteiger den Select-Cup durch den Finalsieg gegen Nordhorn. Am Freitag verlor Springe 26:28 gegen Henstedt-Ulzburg zum fünften Mal und steht am Tabellenende. "Das heißt aber gar nichts", sagt Jörg Bohrmann. "Springe verfügt über individuell starke Spieler, die wir nicht ins Spiel kommen lassen dürfen." Personell gibt es noch keine Entwarnung, Marijan Basic fällt weiterhin aus. Immerhin konnte Dennis Marquardt in Saarlouis zumindest die letzten zehn Minuten die Abwehr stärken - nach der dritten Zeitstrafe und der damit verbundenen Roten Karte gegen Patrick Hüter. 

HG Saarlouis – TSV Bayer Dormagen 25:24 (14:13)
Saarlouis: P. Schulz, Jonczyk (n.e.); Faulenbach (3), Meoki-Etxebeste (2), Spiljak (1), Kessler (1), P. Walz (2), Murawski (1), Weissgerber (5/1), Müller (5), M. Schulz (1), Paetow (n.e.), Polydore (2), L. Walz (2).
Dormagen: Bartmann, Jäger (n.e.); Morante Maldonado (2), Genz (4), Eisenkrätzer, Linnemannstöns, Doetsch, Kübler (4), Damm (8/4), Strosack (4), Hüter, Marquardt, Mumme, Pinnonen (2).
Zuschauer: 1300.
Zeitstrafen: 8:8 Minuten.
Siebenmeter: 1/1:4/4.
Spielfilm: 5:2 (7.), 6:5 (10.), 9:8 (18.), 11:8, 13:10, 13:13, 14:13 – 18:17 (39.), 21:17 (42.), 23:22 (57.), 25:23, 25:24.


Der erste "Doppelspieltag" hat es in sich: An diesem Freitag reist der TSV Bayer Dormagen nach Saarlouis und hat danach nur wenig Zeit, um sich auf die Partie am Sonntag gegen HF Springe (Anwurf 17 Uhr) vorzubereiten. Die Handballfreunde haben eine ähnliche Ausgangsposition - vor dem Gastspiel in Dormagen spielen sie an diesem Freitag in der heimischen Halle gegen den SV Henstedt-Ulzburg. "Wenn wir in der Lage sind unser Potenzial abzurufen, dann können wir in beiden Spielen etwas holen", sagt TSV-Trainer Jörg Bohrmann. Doch gleichzeitig warnt er vor den Gegnern: "Saarlouis ist sicher stärker als in der letzten Saison. Und Springe hat in der Vorbereitung den Select-Cup in Dormagen gegen Nordhorn gewonnen."

Es ist noch nicht sehr lange her, da tauschten Dormagen und Saarlouis mehrfach die Plätze 16 und 17 der Tabelle. Letztlich lag der TSV vorne, aber auch die Saarländer konnten in der Liga bleiben, da Großwallstadt keine Lizenz bekam. Jetzt blickt Saarlouis nach oben und würde am Ende der Saison gerne auf einem Mittelfeldplatz stehen. Ob der neue Spielmacher Ibai Meoki gegen den TSV mitmachen kann, scheint noch fraglich: Nach acht Toren gegen TUSEM Essen (30:28) hatte er sich eine Bauchmuskelverletzung zugezogen und wurde in den Auswärtspartien in Rimpar und Minden geschont. Der neue Trainer Heine Jensen, ehemals Bundestrainer der DHB-Frauen, will mit seiner Auswahl in eigener Halle den nächsten Sieg einfahren. Vor dem Erfolg gegen Essen hatte Saarlouis in der Halle am Stadtgarten auch schon gegen Emsdetten (33:31) gewonnen. Niederlagen gab es in Rostock, Rimpar und Minden. 

Der TSV muss weiterhin auf Max Bettin, Pascal Noll und Marijan Basic verzichten. Kapitän Dennis Marquardt steht zumindest für Kurzeinsätze zur Verfügung. Und Linkshänder Jo Gerrit Genz kann nach seinem gegen Coburg erlittenen Pferdekuss wieder mitmachen. 


Gegen Coburg erlebten die Zuschauer - darunter eine Gruppe in Dormagen lebender Flüchtlinge, die der TSV eingeladen hatte - ein packendes Handballspiel. Gegen den Aufstiegsfavoriten fightete das heimische „Jugend forscht“-Team mit drei Spielern aus der A-Jugend bis zum Schlußpfiff. Doch letztlich setzten die Franken sich mit 27:25 (15:13) durch.

Das Verletzungspech trifft den TSV zu Beginn der Saison besonders: Auf der Zuschauerbank musste gegen Coburg auch noch Marijan Basic aufgrund eines Muskelfaserrisses Platz nehmen. Und schon früh war das Spiel zumindest im Angriff für Jo Gerrit Genz nach einem Pferdekuss in Knienähe gelaufen. Nach der Pause kam der Halbrechte wieder und konnte in der Abwehr seinem Team helfen. „Jo hat sich in der Defensive hervorragend entwickelt“, lobte Trainer Jörg Bohrmann den Einsatz des 20-Jährigen. Darüber hinaus tat er das, was sonst gar nicht seine Art ist: „Ich bin nie nach einer Niederlage zufrieden. Aber heute bin ich es.“ Noch Minuten nach dem begeisternden Spiel wurde die Mannschaft von den Fans gefeiert, schließlich war sie nahe dran am Punktgewinn gegen einen scheinbar übermächtigen Gegner.

Der schnelle 0:2-Rückstand brachte den TSV nicht in Verlegenheit: Peter Strosack mit einem Doppelschlag, Jonny Eisenkrätzer und der unermütlich am Kreis ackernde Alex Kübler drehten das Ergebnis mit vier Toren in Folge. Mikk Pinnonen erhöhte nach einer Viertelstunde sogar auf 7:4. Coburgs Trainer Jan Gorr, der bis auf den wegen muskulärer Probleme geschonten Jiri Vitek aus dem Vollen schöpfen konnte, nahm die Auszeit, die vor allem für Girts Lilienfelds und Adnan Harmandic das Signal zur Aufholjagd bedeuten sollte. Unterbrochen durch das Unterzahltor von Robin Doetsch stellten die Shooter der Gäste ihre Wurfkraft unter Beweis. Zweimal noch konnte der TSV ausgleichen, ließ aber die Gäste auch nicht davonziehen, die zur Pause 15:13 vorne lagen.

Als der lange Matthias Gerlich nach dem Seitenwechsel verstärkt ins Spiel eingriff und vier der fünf Coburger Treffer erzielte, schien die Partie gelaufen. Doch auch nach dem 19:23 in der 45. Minute blieb es spannend im TSV Sportcenter. Dormagens A-Jugendliche Lukas Stutzke, Eloy Morante Maldonado und Julian Mumme fügten sich nahtlos ein. Die Gastgeber waren nahe dran an der Sensation, als Kübler, Doetsch und Strosack für die Anschlusstreffer verantwortlich zeichneten. Es folgte eine spielentscheidende Szene: Markus Hagelin verschaffte sich hart an der Grenze des Erlaubten Platz am Kreis und traf zum 24:22 aus Coburger Sicht. Die allgemeine Irritation in den Dormagener Reihen nutzten die Franken, um mit weiteren drei Toren uneinholbar davonzuziehen. Eisenkrätzer, Sebastian Linnemannstöns und Sebastian Damm stellten das Endergebnis 25:27 her. „Ein toller Einsatz bis zum Schluss“, war Jörg Bohrmann vom Kampfgeist seines Teams angetan.

20 Sekunden vor dem Abpfiff erlebten die Zuschauer erstmals die Auslegung eines internationalen Regeltests mit besonderen Sanktionen in den letzten 30 Sekunden des Spiels: Coburgs Matthias Gerlich sah nach einem Foul an Peter Strosack die Rote Karte, Damm verwandelte den fälligen Strafwurf. 

TSV Bayer Dormagen – HSC Coburg 25:27 (13:15)
Dormagen: Jäger, Bartmann (11 Paraden); Morante Maldonado, Stutzke, Genz, Eisenkrätzer (4), Linnemannstöns (1), Doetsch (4), Kübler (6), Damm (2/2), Strosack (5), Hüter, Mumme, Pinnonen (3).
Coburg: Kulhanek (40.-57./3 Paraden), Krechel (5 Paraden); Hagelin (2), Wucherpfennig (n.e.), Kelm (5), Gerlich (6/3), Kirchner (n.e.), Riha, Coßbau (2), Billek (4), Riehn, Harmandic (5), Lilienfelds (3), Kirveliavicius.
Schiedsrichter: Linker/S. Schmidt.
Zuschauer: 1102.
Zeitstrafen: 4:12 Minuten.
Siebenmeter: 2/2:3/4 (Bartmann hält gegen Coßbau).
Spielfilm: 0:2, 4:2 (9.), 7:4 (14.), 8:6, 8:9 (19.), 10:13 (26.), 13:15 – 17:21, 19:21 (41.), 19:23 (45.), 22:23 (48.), 22:27, 25:27.


Coburgs Trainer Jan Gorr will gerne mit seiner Mannschaft einen „ambitionierten einstelligen Tabellenplatz” erreichen. Den Aufstieg schließt er dabei ausdrücklich nicht aus und sagt: „Hinter den Topfavoriten Erlangen und Minden streiten sich acht Mannschaften um den dritten Aufstiegsplatz.“ Schon in der letzten Saison sollte für den damaligen Aufsteiger mehr als Platz 8 herausspringen, doch in der Rückrunde ging dem Klub ein wenig die Luft aus. Nun hat der HSC aufgerüstet und mehrere internationale Spieler mit großer Erfahrung verpflichtet. Sie kommen an diesem Samstag, 19. September, ins TSV Sportcenter. Die Schiedsrichter Frederic Linker und Sascha Schmidt (Herne / Bochum) pfeifen das Spiel um 19 Uhr an. Tickets gibt es weiterhin im Vorverkauf und online, die Abendkassen öffnen um 17.30 Uhr.

Der Coburger Rückraum ist gegenüber der letzten Saison noch einmal verstärkt worden und besitzt Erstliga-Qualität. Neu dabei sind der aus Wetzlar gekommene Adnan Hamandic, der frühere Eisenacher Girts Lilienfelds und der Ex-Bietigheimer Romas Kirveliavicius. Immerhin müssen Handballer aus sechs Nationen zu einem Team zusammenwachsen. Im Pokalwettbewerb lief es schon ganz ordentlich, Coburg erreichte die Runde der letzten 16 durch einen Erfolg im Finale des Turniers der 1. Runde gegen Bundesligist Wetzlar. Zum Saisonauftakt hatte die Auswahl sich freilich mehr erhofft - sie verlor in Rostock mit 25:26. Inzwischen aber hat sich Coburg eingeworfen und gewann gegen Henstedt 34:31, in Hagen mit 40:25 und zuletzt gegen Aue 33:26.

Gegen die Gäste bietet TSV-Coach Jörg Bohrmann sein „Jugend forscht“-Team auf. Denn nach Routinier Dennis Marquardt hat es nun auch noch Marijan Basic erwischt, der wegen eines Muskelfaserrisses pausieren muss. 21,9 Jahre wird das Durchschnittsalter  seiner Mannschaft sein, die gegen den aktuellen Tabellendritten Coburg aufläuft. Aus der A-Jugend stoßen Lukas Stutzke, Eloy Morante Maldonado und Julian Mumme zum Team, dem Rechtsaußen Robin Doetsch nach seinem kurzfristigen Ausfall in Nordhorn wieder angehört. „Wir werden wie in Nordhorn kämpfen bis zum Umfallen und versuchen, für Coburg ein Gegner auf Augenhöhe zu sein“, kündigt Bohrmann an. Vor einem Jahr überraschte der TSV die Coburger und gewann 33:29 auch dank der 12 Tore von Max Bettin. Doch der steht am Samstag noch nicht wieder zur Verfügung.

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Nach der Schulterverletzung von Dennis Marquardt standen nur 12 Dormagener Spieler auf dem Spielberichtsbogen beim heutigen Spiel zwischen dem TSV Bayer und der HSG Nordhorn-Lingen im Nordhorner Euregium. Dazu zählte auch Rechtsaußen Robin Doetsch, der allerdings kurzfristig wegen einer Nackenblockade ausfiel. HSG-Coach Heiner Bültmann hatte eher die Qual der Wahl, sein Kader war komplett. Trotz der zahlenmäßigen Unterlegenheit lieferten die Gäste der HSG einen tollen Fight, konnten aber die 22:25-Niederlage nicht verhindern.

Nach dem schnellen 1:0 für die Gastgeber sollte es sage und schreibe zehn Minute bis zum nächsten Treffer dauern. Und  den wie auch das 3:0 erzielte wiederum Nordhorn. Erst in der 13. Minute traf Mikk Pinnonen das erste Mal für den TSV. Den Vorsprung baute die HSG bis auf 8:4 aus – doch dann kam der TSV immer besser ins Spiel, auch weil Sven Bartmann seinen Gegenüber im HSG-Tor Björn Buhrmester klar ausstach. Jo Gerrit Genz sorgte in der 28. Minute für den ersten Ausgleich (9:9), Sebastian Linnemannstöns sogar für die erste Führung (11:10). Die konnte der TSV allerdings nicht mit in die Kabine nehmen, denn unmittelbar vor dem Pausenpfiff erzielte Miedema das 11:11.

Auch nach dem Seitenwechsel ging die Partie ausgeglichen weiter: Jonny Eisenkrätzer brachte den TSV mit zwei Toren in Führung. Danach drehten bei Nordhorn vor allem Pavel Mickal und Nicky Verjans auf. Die Beiden nutzten jede Lücke in der Dormagener Mannschaft aus, bei der sich zunehmend der Kräfteverschleiß bemerkbar machte. Sebastian Damm mit seinem dritten verwandelten Siebenmeter und Marijan Basic konnten zwar noch einmal zum 17:17 in der 48. Minute ausgleichen. Dann aber war es die Drei-Tore-Führung der Gastgeber (21:18), die nicht mehr aufzuholen war. Die HSG zog bis auf 25:20 davon, ehe Damm und Peter Strosack zum Endstand 25:22 verkürzten.

„Wie immer sind die Spiele zwischen Dormagen und Nordhorn sehr intensiv. Wir haben kompromisslos gedeckt, das war stark“, stellte TSV-Coach Jörg Bohrmann fest und zollte Patrick Hüter ein Sonderlob für seinen Einsatz in der Defensive. Letztlich „bin ich aber nach einer Niederlage nie zufrieden.“ Heiner Bültmann bescheinigte dem TSV eine „sehr clevere Spielweise.“ Dank der Gegenstöße in der zweiten Halbzeit habe sich sein Team freischwimmen können. Als vorher schon einmal die Chance zum Absetzen bestand, „hat uns der starke Sven Bartmann vier freie Bälle hintereinander abgenommen.“

HSG Nordhorn-Lingen – TSV Bayer Dormagen 25:22 (11:11)
Nordhorn:
Buhrmester (6 Paraden), Bartels; Verjans (7/1), Heiny, Schumann, Mickal (7/1), Miedema (1), Meyer (1), Poll, Rooba (2), Terwolbeck, de Boer (2), Wiese (5), Madsen.
Dormagen: Bartmann (14 Paraden), Jäger; Genz (1), Eisenkrätzer (5), Linnemannstöns (1), Kübler (1), Damm (5/3), Strosack (2), Hüter (1), Basic (3), Pinnonen (3).
Schiedsrichter: Arndt/Kobilke.
Zuschauer: 1220.
Zeitstrafen: 6:6 Minuten.
Siebenmeter: 2:4/3:4 (Bartmann hält gegen Mickal und Verjans – Buhrmester gegen Damm).
Spielfilm: 3:0 (12.), 3:1 (13.), 6:3 (18.), 8:4 (20.), 8:7 (24.), 9:9 (28.), 10:11 (29.), 11:11 – 11:13, 13:14, 15:14, 17:15 (45.), 19:18, 21:18, 22:20, 25:21.


Gegen Mittag fährt der TSV Bayer Dormagen an diesem Sonntag in Richtung Nordhorn zum zweiten Auswärtsspiel der noch jungen Saison. Setzte das Team von Jörg Bohrmann sich in der Schlussphase der letzten Spielzeit mit 29:25 in Lingen durch, so findet die Begegnung zwischen der HSG Nordhorn-Lingen und dem TSV diesmal im Nordhorner Euregium statt. Das Schiedsrichtergespann Patrick Arndt / Christian Kobilke (Biederitz) pfeift die Partie um 17 Uhr an.

Für den Dormagener Trainer ist „die HSG eine starke Mannschaft, die jeden Gegner schlagen kann und am Ende vermutlich wieder sehr weit vorne auf den ersten fünf, sechs Plätzen landen wird“, sagt Bohrmann. Trotzdem fahre der TSV keineswegs chancenlos nach Niedersachsen: „Im letzten Jahr haben wir bei uns im Pokal und bei der HSG gewonnen. Wir wissen also, dass wir die Mannschaft schlagen können. Prinzipiell gehe ich davon aus, dass es ein Match geben wird, in dem Kleinigkeiten entscheiden.“ Die personellen Voraussetzungen sind allerdings nicht gerade erfreulich. Neben den weiterhin ausfallenden Max Bettin und Pascal Noll wird Dennis Marquardt nicht gegen seinen Schwager Nicky Verjans spielen können. Eine Schulterverletzung macht dem Kapitän zu schaffen. Deshalb soll Jonny Eisenkrätzer die Abwehr zusammenhalten - wenn er denn nach einer Erkrankung spielen kann. Im Training gab es aufgrund der dezimierten Kaders (auch der aktuelle Torschützenkönig der 2. Liga Sebastian Damm konnte nur bedingt mitmachen) mehr als Anschauungsunterricht für die Nachwuchsspieler aus der A-Jugend. Der eigene Saisonauftakt in Düsseldorf verhindert allerdings den Einsatz von Spielern des Jugend-Bundesligisten.    

Verletzungssorgen gibt es beim 2-Städte-Team derzeit nicht - Trainer Heiner Bültmann kann seinen kompletten Kader aufbieten. „Ich erwarte ein intensives Spiel auf Augenhöhe, dass uns alles abverlangen wird“, erklärt der Coach. Nordhorn gewann das DHB-Pokalturnier der ersten Runde und feierte im Finale das 30:29 gegen Bundesligist HSV Hamburg. Zum Auftakt der Meisterschaftssaison behauptete sich indes der TV Emsdetten mit 27:23 gegen die HSG, die im Heimspiel gegen Rimpar Wölfe die 18:15-Führung verspielte und durch den verwandelten Siebenmeter von Verjans in der letzten Minute mit dem 20:20 zufrieden sein musste. Bester Werfer der Gastgeber ist nach drei Spielen Jens Wiese (Rückraum) mit 21 Treffern.

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Die 12. Ausgabe des Dormagener Handballmagazins WIESEL INSIDE ist in vielen Geschäften und Einrichtungen und natürlich bei den Heimspielen des TSV Bayer Dormagen erhältlich. Die informativen 44 Seiten enthalten jede Menge Themen rund um Handball & Lifestyle. Vorgestellt wird ein internationaler Regeltest, das Poster zeigt Sebastian Damm und "WieselFit" präsentiert die beliebten Bewegungstipps von Dennis Marquardt vor. Auch Sponsoren des Zweitligisten machen auf sich aufmerksam. Wer das Heft so schnell wie möglich lesen will, kann es HIER herunterladen.


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