Nach 13 Minuten führte Eintracht Hagen am Freitag Abend in der Enervie Arena bereits mit 8:4. Doch mit einer konzentrierten Leistung und dem 5:0-Lauf innerhalb von sechs Minuten drehte der TSV Bayer Dormagen das zehnte Saisonspiel. Auch nach der Pause lagen die Gäste vor 900 Zuschauern, darunter viele Dormagener Fans, noch einmal vorne. In der Schlussphase lief beim TSV freilich nicht mehr viel zusammen – die 21:28-Niederlage beim nicht einmal besonders starken Aufsteiger ist die höchste der bisherigen Spielzeit. Damit belegt der TSV weiterhin den 18. Tabellenplatz der 2. Handball-Bundesliga. Einen nachvollziehbaren Grund für die Pleite konnte Trainer Jörg Bohrmann nicht erkennen. „Ich bin schwer enttäuscht. Der Auftritt in Hagen macht mich sehr nachdenklich.“

In der 17. Minute feierte nach der verletzungsbedingten langen Pause Max Bettin sein Comeback. Er war knapp eine Minute im Spiel, da erzielte er den ersten Treffer zum 8:8. Auch mit seinen Anspielen überzeugte „Betti“, der am Ende fünf Tore auf dem Konto hatte. Bohrmann hatte Verständnis dafür, dass der 21-Jährige später mehr ganz so treffsicher war. „Ich bin nach der langen Pause sehr mit ihm zufrieden. Sonst war ja kaum einer da, der Torgefahr aus dem Rückraum ausstrahlte.“ Mit Bettin ist ein Shooter wieder zurück, doch ein anderer wichtiger Akteur dürfte länger fehlen: Dennis Marquardt krümmte sich vor Schmerzen. „Ich befürchte, dass er an einer Schulter-Operation nicht herumkommt“, vermutet Bohrmann, der dem Kapitän in den 20 Minuten bis zu seinem Ausscheiden eine „überragende Deckungsarbeit“ bescheinigte. Auch mit den zehn Paraden von Max Jäger war der Coach zufrieden: „Er hat seine Sache gut gemacht.“ Sven Bartmann feuerte derweil die Mannschaft von der Tribüne aus an. Wegen einer Blutvergiftung musste der Torwart pausieren.

Die Chancenverwertung war der Schwachpunkt beim TSV. Letztlich konnte sich Hagens Torwart Jürgen Müller mit 18 Paraden auszeichnen. Wie schon in der Vorwoche gegen Emsdetten kamen die Bälle aber allzu oft zu unplatziert in den Bereich des gegnerischen Gehäuses. Dass es auch anders geht, zeigten die Spieler in den Phasen, in denen sie Hagens Vorsprung egalisierten oder sogar in Führung gingen. So Mitte der ersten Halbzeit und kurz nach dem Seitenwechsel, als Sebastian Damm mit einem astreinen Hattrick auftrumpfte.

In der „Achterbahnfahrt“, wie Hagens Trainer Lars Hepp die abwechslungsreiche Partie bezeichnete („ich bin total durch den Wind“), sei es nicht darum gegangen „einen Schönheitspreis zu gewinnen. Um das ein oder andere Tor war das Ergebnis aber sicher zu hoch.“ Der TSV reist am kommenden Mittwoch nach Rostock. „Ich erwarte, dass wir uns dort besser anstellen“, betont Jörg Bohrmann. „Und es gibt keine Ausreden über die lange Fahrt oder sonstige Dinge.“ Das nächste Heimspiel folgt am Sonntag, 25. Oktober, 17 Uhr, gegen Henstedt-Ulzburg.

VfL Eintracht Hagen – TSV Bayer Dormagen 28:21 (14:12)
Hagen: Müller, Mahncke (bei einem 7m); Fridgeirsson (1), Kvalvik (n.e.), Tubic (1), Schneider (6), Rink (n.e.), Renninger (3), Strohl, Aschenbroich (4), Reinarz (3), Kraus, Prokopec (8/7), von Boenigk (2).
Dormagen: Jäger, F. Genz (bei zwei 7m); Bettin (5), JG Genz (2), Eisenkrätzer, Linnemannstöns, Doetsch (4/3), Kübler (2), Damm (6/1), Strosack (2), Hüter, Marquardt, Basic, Pinnonen.
Schiedsrichter: Heine/Standke.
Zuschauer: 900.
Zeitstrafen: 12:6 Minuten (Rot gegen Strohl nach 3. Zeitstrafe, 56.)
Siebenmeter: 7/7:4/6.
Spielfilm: 3:1 (9.), 6:2 (12.), 8:4 (13.), 8:9 (20.), 13:10, 14:12 – 14:15 (36.), 20:18 (48.), 23:18 (51.), 24:20 (55.), 28:21.

 


Nach dem Spiel in Hagen ist das erste Viertel der Zweitliga-Saison 2015/16 beendet. Mit einem Erfolg würde der TSV Bayer Dormagen (6:12-Punkte) den Aufsteiger (7:11) überholen und Rang 18 verlassen. Doch die Gastgeber haben ihrerseits nicht vor, auf den Abstiegsplatz abzurutschen. "Wir wollen mit allen Mitteln Zuhause punkten", sagt VfL-Trainer Lars Hepp. "Wir werden versuchen, Zählbares mitzunehmen", kündigt TSV-Coach Jörg Bohrmann an. Der Anpfiff durch die Schiedsrichter Steven Heine und Sascha Standke (Braunschweig / Göttingen) erfolgt an diesem Freitag, 16. Oktober, um 20 Uhr in der Enervie Arena Hagen (Ischelandhalle), Stadionstraße 21.

Anfangen im Tor wird wie schon gegen Emsdetten in der Vorwoche Max Jäger. Sven Bartmann wird gar nicht auf der Bank sitzen können. Nach einer Blutvergiftung muss er noch einige Tage pausieren. Als zweiter Schlussmann fährt Youngster Frederik Genz mit nach Hagen. "Das ist halt das Übliche", kommentiert der am Montag 47 Jahre alt gewordene Bohrmann den neuerlichen Ausfall eines Teammitglieds. "Uns bleibt im Augenblick nichts erspart." Jäger hat freilich bei den jüngsten Einsätzen erneut unter Beweis gestellt, dass er der Mannschaft auch in kritischen Phasen helfen kann. Fragezeichen stehen hinter dem Einsatz von Kapitän Dennis Marquardt aufgrund der nicht geringer werdenden Schulterbeschwerden. Jonny Eisenkrätzer klagt noch über Schmerzen im Fußgelenk, dürfte aber in Hagen fit sein. Für Max Bettin könnte es am Freitag der erste Einsatz in dieser Spielzeit werden.

Die jüngste Bilanz gegen Eintracht Hagen fällt eindeutig positiv für Dormagen aus: In den Vergleichen der 3. Liga gewann der TSV drei von vier Spielen, einmal gab es in Hagen eine Punkteteilung. Hagens Auswahl ist freilich nicht mehr mit der Mannschaft von vor ein paar Jahren vergleichbar. Der VfL hat sich mit acht neuen Spielern "runderneuert" und dabei vor allem Akteure des TV Großwallstadt verpflichtet: Pavel Prokopec, Fannar Fridgeirsson und Milan Weißbach, der nach seinem Achillessehnenriss allerdings ebenso wie Simon Ciupinski (Mittelhandbruch) ausfällt. Erfolgreichster Werfer der Gastgeber ist der 33-jährige Jens-Peter Reinarz, der es auf bislang 44 Tore, davon 19 Siebenmeter, brachte. Mit Matthias Aschenbroich (34) steht ein ehemaliger Dormagener im Aufgebot von Lars Hepp.


Mit großem Optimismus war der TSV in  die Partie gegen Emsdetten gegangen. Doch auf dem Feld konnte das Team vor 1251 Zuschauern nicht an die zuletzt guten Leistungen anknüpfen. "Wir haben die ersten Spiele in dieser Saison positiv gestaltet, auch wenn wir mehrfach mit ein, zwei Toren verloren haben", sagte Dormagens Kapitän Dennis Marquardt. "Heute überwiegt leider das Negative." Am Ende stand die 25:30-Niederlage auf der Anzeigetafel, die Gäste aus Emsdetten bejubelten den Auswärtssieg. Bis zur Pause war das Spiel beim 15:16 völlig offen. Doch bereits in der ersten Hälfte hatte der TSV sich das Leben mit zu vielen ungenauen Pässen und unplatzierten Würfen selber schwer gemacht.

Zu oft ging der Ball dorthin, wo Emsdettens Torwart Nils Babin ihn bereits erwartete oder verfehlte gar den Kasten. Auf der anderen Seite hatte sich Max Jäger den Einsatz in der Startsieben durch seine starke Leistung in Rimpar verdient. Er hatte auch einen guten Beginn, war in der Folgezeit aber oft chancenlos gegen immer wieder frei zum Wurf kommende Gäste. Nach seinem Muskelfaserriss war Marijan Basic wieder dabei und erzielte kurz nach seiner Einwechslung in der 16. Minute den 6:7-Anschlusstreffer. Aber ähnlich wie Mikk Pinnonen gelang es ihm nicht, Ruhe ins Spiel zu bringen. Die zu hektische Spielweise und die allzu häufige Suche des abgeschirmten Kreisläufers Alexander Kübler lud Emsdetten zu Kontern ein. So lief der TSV ständig einem Rückstand hinterher - bis zur 36. Minute. Da erzielte Jo Gerrit Genz das 18:18 und hätte kurz danach erneut ausgleichen können. Doch der Ball landete am Pfosten. Da auch Basic und Kübler ihre anschließenden Chancen nicht nutzen konnten, zog Emsdetten dank des Hattricks von Oddur Gretarsson auf 18:22 davon.

Youngster Lukas Stutzke brachte neuen Schwung ins Dormagener Spiel. "Vielleicht hätte ich ihn schon früher bringen sollen", lobte TSV-Trainer Jörg Bohrmann den 17-Jährigen. Doch eine Wende blieb auch nach der Roten Karte für Babin aus. Nach zwei Paraden in Folge hatte der angeworfene TVE-Schlussmann einen Kurzschluss und beging eine Tätlichkeit gegen Eisenkrätzer. "Da hat er die Nerven verloren und überreagiert", kommentierte sein Trainer Daniel Kubes die richtige Entscheidung der Referees. Profitieren von Babins Aus konnte der TSV in den letzten zehn Spielminuten aber nicht. Denn am fehlenden Dormagener Zielwasser änderte sich auch nach der Einwechslung des zweiten Tormanns Maurice Behrens nichts. "Wir haben einfach zu viele Bälle weggeworfen“, wunderte sich Bohrmann über die schwachen Abschlüsse, aber auch etliche Absprachefehler in der Abwehr.

Nächster Auswärtsgegner am kommenden Freitag, 16. Oktober, 20 Uhr, ist Eintracht Hagen.  

TSV Bayer Dormagen – TV Emsdetten 25:30 (15:16)
Dormagen: Jäger, Bartmann (25.-55.); Stutzke (1), Genz (5), Eisenkrätzer (3), Linnemannstöns, Doetsch (3), Kübler (4), Damm (4/1), Strosack (2), Hüter, Marquardt (1), Basic (2), Pinnonen.
Emsdetten: Babin, Behrens (ab 49.,); Krings (1), Pröhl, Steffen, Rivesjoe (4), Wesseling (1/1), Adams (1), Kropp (8), Runnarsson (2), Arnarson (2), Gretarsson (8/5), Antonewitch (3).
Schiedsrichter: Grell / Piper.
Zuschauer: 1251.
Zeitstrafen: 10:8 Minuten (Babin, Rote Karte, 49., nach Tätlichkeit gegen Eisenkrätzer).
Siebenmeter: 1/3:6/6 (Babin hält zweimal gegen Damm).
Spielfilm: 2:1 (6.), 2:5 (10.), 6:7 (16.), 12:13, 12:15, 14:15, 15:16 - 18:18 (37.), 18:22, 19:22, 19:24, 20:24, 20:27, 25:30.


Handball-Begegnungen zwischen Dormagen und Emsdetten stehen immer für große Unterhaltung. Unvergessen sind die Relegationsspiele vor fünf Jahren. Und auch im letzten Jahr sorgte die Partie in Emsdetten mit insgesamt 80 Toren für bundesweites Aufsehen. Aktuell sind beide Mannschaften nur durch einen Punkt getrennt: Emsdetten belegt mit 7:9-Punkten Tabellenplatz 13 in der 2. Handball-Bundesliga, Dormagen ist 16. mit 6:10-Punkten. "Natürlich ist Emsdetten als Profi-Mannschaft ein starker Gegner. Aber wir wollen am Samstag gegen dieses Team nicht nur ein gutes Spiel machen sondern uns dafür auch mit zwei Punkten belohnen", sagt TSV-Trainer Jörg Bohrmann vor dem ersten Spieltag des HIT-MARKTES. Die Dormagener Auswahl, die am Samstag knapp mit 22:25 bei der DJK Rimpar verlor, genießt das Vertrauen von Bohrmann: "Die Spieler haben ihre Sache sehr gut gemacht." Max Bettin und Marijan Basic befinden sich derzeit wieder im Mannschaftstraining. Der Einsatz würde aber wohl für beide noch zu früh kommen.

Mit Johan Koch, Steffen Lokkebo, Olafur Ragnarsson, Stefan Nippes, Steffen Berg und Stian Brevik verließen zum Ende der letzten Saison gleich sechs Spieler den TV Emsdetten. Dafür verpflichtete der Klub fünf deutsche Spieler und machte damit auch eine gewisse Trendwende deutlich. Neu sind Merten Krings, der in der letzten Saison für Saarlouis spielte. Artjom Antonevich kam aus Minden, der zweite Torwart Maurice Behrens aus Hamm. Nick Steffen und Tilman Pröhl spielten zuletzt beim HC Bremen in der Jugend-Bundesliga. "Natürlich haben wir Erfahrung verloren, aber wir haben junge, frische Spieler gewonnen, die ihre Karrieren noch vor sich haben", sagt Trainer Daniel Kubes. Neuer starker Mann als Geschäftsführer ist Holger Kaiser, der zuvor in dieser Funktion bei der DKB-Handball-Bundesliga tätig war.

Der letzte Dormagener Heimsieg gegen den TV Emsdetten liegt fünf Jahre zurück. Damals ging es um den Klassenverbleib in der 1. Liga. Das Hinspiel der Relegation gewann der TSV 27:23, in dem hochdramatischen Rückspiel setzte sich Emsdetten mit 29:26 durch. Doch das damalige Rheinland-Team von Kai Wandschneider durfte aufgrund des mehr erzielten Treffers feiern. In der letzten Saison verlor der TSV das Heimspiel gegen Emsdetten 25:31. Im legendären Auswärtsspiel gab es vor einem Jahr den Torrekord der 2. Handball-Bundesliga beim 43:37-Sieg des TVE.

Die Partie wird an diesem Samstag, 10. Oktober, um 19 Uhr von den Schiedsrichtern Jan Grell und Raphael Piper (Hamburg / Kiel) im TSV Sportcenter angepfiffen. Tickets gibt es im Vorverkauf in der City-Buchhandlung, Kölner Straße 58, oder Online. Die Abendkassen öffnen um 17.30 Uhr.

Mikk Pinnonen für WM-Qualifikationsspiele nominiert
Estlands Handball-Verband hat TSV-Spieler Mikk Pinnonen für das WM-Qualifikations-Turnier in Tel Aviv vom 5.-7. November nominiert. Es finden dann drei Spiele gegen Portugal, Israel und Georgien statt. 

 


Wiesel Inside für den Monat Oktober ist erschienen. Das Magazin für Handball, Lifestyle und mehr informiert über die sportliche Herausforderung mit sechs Spielen in diesen vier Wochen, hat bei Max Bettin nachgefragt und mit Neuzugang Mikk Pinnonen gesprochen. In der neuen Rubrik "Was macht eigentlich?" steht der ehemalige Spieler Reinhard Hahn im Mittelpunkt des 48 Seiten starken Magazins. Das große Poster zeigt Alexander Kübler. Gesundheitstipps und interessante Termine runden das Angebot ab.

Wiesel Inside liegt in vielen Geschäften und Einrichtungen in der Stadt aus. Es kann HIER auch heruntergeladen werden. 


"Die Jungs haben unglaublich gekämpft", lobte Jörg Bohrmann seine Mannschaft nach der mit 22:25 (9:13) verlorenen Partie bei DJK Rimpar Wölfe. Und was den Trainer besonders freute: "Die zweite Halbzeit haben wir gewonnen." In der letzten Saison war der TSV bei den Wölfen untergegangen und hatte mit 16:33 verloren. Bohrmann: "Auch wenn wir keine Punkte geholt haben, so gibt dieses Spiel dem Team weiteres Selbstvertrauen."

Mit zwei verwandelten Siebenmetern kurz hintereinander sorgte Sebastian Damm für den 6:6-Ausgleich nach 13 Minuten. Doch dann hatte die Offensive Ladehemmung. "Da fehlte uns die Durchschlagskraft", hatte Bohrmann nur bedingt Alternativen zur Verfügung. Mikk Pinnonen erzielte zwar drei Tore, die starke Erkältung zehrte aber an den Kräften. Jo Gerrit Genz zeigte einmal mehr eine starke Leistung in der Defensive, blieb aber vorne ohne erfolgreichen Abschluss. So zog Rimpar innerhalb von sieben Minuten bis auf 10:6 davon, auch weil Max Brustmann im DJK-Kasten der erwartet sichere Rückhalt war. Zwischen der 13. und 20. Minute trafen die Gastgeber vier Mal in Folge und legten damit die Grundlage für die 13:9-Halbzeitführung, die bereits in der 26. Minute feststand. Bis zum Pausenpfiff trafen beide Angriffsreihen nämlich nicht mehr.

In der zweiten Hälfte sahen die Zuschauer ein Spiel auf Augenhöhe. Aus Dormagener Sicht von besonderer Bedeutung: Der schon in der ersten Hälfte für Sven Bartmann eingewechselte Max Jäger zeigte eine laut Bohrmann "bärenstarke Leistung" mit etlichen Paraden gegen freistehende Wölfe. Jonny Eisenkrätzer ließ sich auch von Fehlwürfen nicht beeindrucken und war zusammen mit Alexander Kübler der beste Werfer. Robin Doetsch erhielt für seine engagierte Leistung in den zweiten 30 Minuten ein Sonderlob des Trainers. Ebenso Youngster Julian Mumme: "Er hat in der letzten Viertelstunde klug Regie geführt."

Nächster Gegner am Samstag, 10. Oktober, um 19 Uhr im TSV Sportcenter ist der TV Emsdetten.

DJK Rimpar - TSV Bayer Dormagen 25:22 (13:9)
Rimpar: Brustmann (1), Madert; Kraus (3/1), Schmitt (2), Schömig (1), Bötsch (2), Schäffer, Kaufmann (4), Siegler (1), Schneider, Bauer (5), T. Spieß (1), Brielmeier (4), Sauer (1).
Dormagen: Jäger, Bartmann; Genz, Eisenkrätzer (5), Linnemannstöns (1), Doetsch (2), Kübler (5), Damm (4/3), Strosack (1), Hüter, Marquardt, Mumme (1), Pinnonen (3).
Schiedsrichter: Dedens/Geckert (Magdeburg).
Zuschauer: 1750.
Zeitstrafen: 2:6 Minuten.
Siebenmeter: 1/3:3/6 (Bartmann und Jäger halten gegen Kraus bzw. Schömig - Brustmann hält gegen Eisenkrätzer und Damm, der zudem einmal an den Pfosten wirft).
Spielfilm: 2:3 (5.), 5:3 (8.), 6:6 (13.), 10:6 (20.), 13:8, 13:9 - 17:12, 17:14, 25:22.


Etwas schmunzelnd sprach TSV-Trainer Jörg Bohrmann vor dem Spiel in Bayern von "unserem Lieblingsgegner". Tatsächlich waren die beiden Spiele gegen DJK Rimpar Wölfe in der letzten Saison nicht gerade erfolgreich für den TSV Bayer Dormagen. Das erste Heimspiel nach dem Aufstieg wurde mit 25:32 verloren. In Würzburg beim späteren Tabellenfünften kassierten die Rheinländer am 2. Weihnachtstag mit 16:33 die höchste Niederlage der gesamten Spielzeit. Doch die Ausgangsposition hat sich geändert: Nach sieben Spieltagen stehen sich beide Teams auf Augenhöhe gegenüber. Rimpar ist Elfter mit 7:7-Punkten, der TSV rangiert auf Platz 14 mit 6:8-Punkten. Im Gegensatz zu der DJK verfügen die Dormagener aber sogar über ein positives Torverhältnis. Und das will der TSV auch nach der Partie an diesem Samstag besitzen. Das Spiel wird in der S.-Oliver-Arena in Würzburg um 19 Uhr vom Gespann Ronny Dedens und Nico Geckert aus Magdeburg angepfiffen.

Rimpar kam zwar in der laufenden Saison nicht ganz so gut aus den Startlöchern, doch "wir treffen auf eine gute Mannschaft mit einer sehr stabilen Abwehr, hinter der mit Max Brustmann einer der besten Torhüter der Liga steht", betont Bohrmann. "Wir werden versuchen, den Abwehrriegel zu knacken und mit unserer kämpferischen Einstellung das Spiel enger zu gestalten." Wer alles in Würzburg auflaufen kann, wird sich erst kurz vor Spielbeginn zeigen. Denn die in Dormagen grassierende Erkältungswelle ging auch an den Handballern nicht spurlos vorbei. Die Gastgeber haben ihr erstes Heimspiel gegen Emsdetten verloren, anschließend aber ihre drei Heimspiele gegen Springe (26:22), Saarlouis (26:21) und Essen (23:22) gewonnen. Bei Henstedt-Ulzburg kassierte das Team von Neu-Trainer Dr. Matthias Obinger am letzten Sonntag eine 21:25-Niederlage. 


Das DHB-Pokalspiel der 2. Runde gegen die TuSsies aus Metzingen tragen die "Elfen" des TSV Bayer 04 Leverkusen am Samstag, 3. Oktober, im Dormagener TSV Sportcenter, An der Römerziegelei 1, aus. In der Regel spielt der Frauen-Erstligist in der heimischen Smidt-Arena. Doch die ist am kommenden Wochenende komplett belegt. Elfen-Cheftrainerin Renate Wolf kann dem Wechsel auf die andere Rheinseite durchaus einiges abgewinnen: "So etwas ist auch immer eine gute Gelegenheit, neue Zuschauer für den Frauenhandball zu begeistern und vielleicht den einen oder anderen mal zu einem Heimspiel in der Smidt-Arena begrüßen zu können. Schließlich ist es nur eine halbe Stunde Fahrt von Dormagen über den Rhein." Beim Dormagener Verein bedankte sich Wolf für die Gastfreundschaft. Die Partie wird am Samstag um 19 Uhr angepfiffen.

Die Pokalauslosung durch Dr. Birgit Klaubert, Ministerin für Bildung, Jugend und Sport des Freistaats Thüringen, bescherte den nach drei Spielen auf dem 10. Tabellenplatz der Bundesliga stehenden Leverkusenerinnen eine schwere Aufgabe. Mit den TuSsies Metzingen kommt der aktuelle Bundesliga-Spitzenreiter ins Sportcenter. Zuletzt überraschte Metzingen mit dem 27:27 in Leipzig. Die Zuschauer können sich also auf eine interessante Partie freuen, bei der zahlreiche Nationalspielerinnen mitmachen, die Frauen-Bundestrainer Jakob Vestergaard für den Start der deutschen Nationalmannschaft in die Qualifikation zur EHF EURO 2016 nominiert hat. Im Aufgebot für die Spiele gegen die Schweiz und Island in der nächsten Woche stehen die Rückraumspielerinnen Kim Naidzinavicius und Jennifer Rode (beide Leverkusen) sowie Anna Loerper (Metzingen) und ihre Vereinskollegin Julia Behnke (Kreis).

Wie in der Smidt-Arena zahlen die Zuschauer beim Pokalspiel 10 Euro Eintritt (7 Euro ermäßigt). Nach dem Spiel werden Bälle und Trikots verlost. Die Lose zum Stückpreis von 2 Euro werden vor der Partie und gegebenenfalls in der Halbzeit verkauft. Vor der Pressekonferenz wird das Trikot von Nationaltorhüter Carsten Lichtlein, das er beim Saisonauftakt in Dortmund gegen Kiel getragen hat, versteigert. Der Erlös geht komplett an die Deutsche Knochenmarkspenderdatei (DKMS), mit der Leverkusen am 18. Oktober in Leverkusen im Rahmen des Heimspiels gegen den HC Leipzig die Aktion "Oli will leben" veranstaltet. Der 48-jährige Oliver aus Leverkusen, der die Handballerinnen seit vielen Jahren als ehrenamtlicher Helfer unterstützt, leidet an Blutkrebs. Nur eine Stammzelltransplantation kann sein Leben retten. Bislang wurde weltweit kein passender Spender gefunden. Um ihm und anderen Patienten zu helfen, organisiert die Handball-Abteilung des TSV Bayer 04 Leverkusen gemeinsam mit der DKMS Deutsche Knochenmarkspenderdatei eine Aktion zur Gewinnung neuer potenzieller Stammzellspender. Die Registrierung findet am 18. Oktober in der Smidt-Arena statt. 


Unterkategorien


sponsor startseite selectsponsor startseite sparkassesponsor startseite buergelsponsor startseite cityringsponsor startseite egnsponsor startseite therapiezentrumsponsor startseite evdsponsor startseite Orthopaediesponsor startseite ineos