"Wir brauchen uns nicht zu verstecken, wir haben genug Qualität im Team", sagt TSV-Trainer Jörg Bohrmann im Tribünentalk vor dem Spiel gegen den TV Bittenfeld. Nach dem Sieg in Hüttenberg ("das haben wir dort gut gelöst") würde ein Erfolg gegen eine der führenden Mannschaften der 2. Handball-Bundesliga natürlich besonders zählen. Doch für Bohrmann ist auch klar, dass die Gäste gerade nach zwei Niederlagen besonders hart trainiert und sich noch intensiver auf dieses Spiel im TSV Sportcenter vorbereitet haben. Anpfiff der Schiedsrichter Michael Kilp und Christoph Maier (Oberursel/Steinbach) ist um 19 Uhr. Die Abendkassen öffnen um 17.30 Uhr.

Am von der VR Bank eG unterstützten Spieltag der Tradition mit zahlreichen Vertretern heimischer Schützen- und Karnevalsvereine würde der TSV gerne an eine Tradition anknüpfen: Die bisherigen drei Heimspiele hat das Bayer-Team nämlich gewonnen. Inzwischen aber redet der TV Bittenfeld ein Wort in der Spitzengruppe der 2. Liga mit und will in die DKB-Bundesliga aufsteigen. Das Hinspiel gewann die Mannschaft von Jürgen Schweikardt mit 34:19. "Da lief einiges gegen uns und wir mussten während des Spiels Ausfälle verkraften", erinnert sich Bohrmann eher ungerne an die Begegnung Ende September. Und eins ist nun mal kein Geheimnis: "Bittenfeld ist auf allen Positionen doppelt stark besetzt."

Nach dem verletzungsbedingten Ausfall von Peter Strosack wird Robin Doetsch von Beginn an auf der rechten Außenbahn spielen. "Robin besitzt eine hohe Qualität und hat uns in der Vergangenheit schon viele Punkte geholt", lobt Jörg Bohrmann den Linkshänder. Fragezeichen stehen noch hinter den Einsätzen von Dennis Marquardt und Bastien Arnaud. Sollten beide ausfallen, "müsste ich eine komplett neue Abwehrformation basteln", sieht der Coach, der mit Arnaud und Jonny Eisenkrätzer im Innenblock beim Spiel in Hüttenberg zufrieden sein konnte.

Übrigens wird auch der Heimatverein Rheinfeld am Samstag am Spieltag der Tradition im TSV Sportcenter teilnehmen und Freitickets für das Heimatfest im Ortsteil verteilen. Also eine weitere Gewinnmöglichkeit neben der Aktion "Knackt die 2000" - sollten 2000 Zuschauer in der Halle sein, wird unter anderem ein Auto unter allen Besuchern verlost.


Knackt die 2000 - diese Absicht verfolgen die Handballer des TSV Bayer Dormagen aktuell gleich zweimal: Nach wie vor geht es um ein möglichst volles TSV Sportcenter und damit um die Verlosung toller Preise bis hin zu einem Auto bei mindestens 2000 anwesenden Zuschauern. Und zum anderen haben bis heute sage und schreibe 1971 Frauen und Männer den "Gefällt mir"-Button auf der Facebook-Seite der Handballer des TSV Bayer Dormagen gedrückt.Schon am Samstag besteht die nächste Möglichkeit, die 2000 im TSV Sportcenter zu knacken. Dann trifft der TSV auf den Tabellendritten TV Bittenfeld, der in der kommenden Saison gerne in der DKB-Handball-Bundesliga spielen will. "Unsere Aufgabe in Hüttenberg hieß "Das Spiel müssen wir gewinnen". Das haben wir mit dem 29:25-Erfolg souverän gelöst. Jetzt würden wir gerne nachlegen und für einen der Top-Aufstiegsaspiranten zum Stolperstein werden", sagt Björn Barthel, Geschäftsführer der Handball Gmbh des TSV Bayer, vor der Begegnung mit dem Team aus dem Waiblinger Stadtteil Bittenfeld.

Da wiederum können die Fans helfen - und gewinnen. Sind am Samstag mehr als 2000 Fans im TSV Sportcenter, erfolgt direkt im Anschluss an die Partie die Verlosung. Tagesticketbesitzer nehmen über ihre Ticketnummer teil. Da Dauerkarteninhaber namentlich registriert sind, nehmen diese automatisch an der Verlosung teil, unabhängig davon, ob sie tatsächlich beim Spiel dabei waren oder nicht.

Die Preise:
1. Preis: Ein Toyota Aygo aus dem Autohaus Heinen im Wert von 10.000 €
2. Preis: Einkaufsgutschein für das RING CENTER im Wert von 1.000 €
3. Preis: Reisegutschein des First Reisebüro im Wert von 500 €
4.-10. Preis: je eine Sitzplatzdauerkarte für die Saison 2015/16
11.-15. Preis: je eine Stehplatzdauerkarte für die Saison 2015/16
16.-20. Preis: je ein Heimtrikot

Kurz nach Karneval und vor Beginn der Schützensaison werden Vertreter diverser Brauchtumsvereine aus Dormagen und dem Kölner Norden beim 12. Saison-Heimspiel dabei sein. Das steht unter dem Motto "Spieltag der Tradition". Der TSV freut sich auf die Gäste und das Interesse, die Handballer durch die Beteiligung zu unterstützen. Und der besondere Dank gilt der VR Bank eG, die diesen Spieltag der Tradition mit großem Engagement unterstützt.


Die Befürchtung war da, jetzt ist es Gewissheit: Peter Strosack wird dem TSV Bayer Dormagen mindestens zwei Monate nicht zur Verfügung stehen. Der Rechtsaußen klagte am Samstag in Hüttenberg nach seinem zweiten Treffer über Beschwerden im linken Knie. Nach einer Behandlung kehrte er mit Verband zunächst wieder auf´s Spielfeld zurück. Doch der 20-Jährige musste passen. Die eingehende Untersuchung erbrachte heute ein wenig erfreuliches Ergebnis: Das vordere Kreuzband ist angerissen, das hintere leicht lädiert.

Wir wünschen gute Besserung, Peter!


Den zweiten Auswärtssieg der Saison feierten Spieler und mitgereiste Fans frenetisch. Am Samstagabend gewann der TSV Bayer Dormagen mit 29:25 (13:12) beim TV Hüttenberg. "Das hat mein Team heute ziemlich souverän gemacht", freute sich Trainer Jörg Bohrmann nach anfänglichen Schwierigkeiten in einer durchaus sehenswerten Partie. Mit dem Erfolg hält der TSV den Anschluss an die Nichtabstiegsplätze, für Hüttenberg wird es nach dieser Niederlage schwer. "Ich wünsche der Mannschaft den Klassenerhalt, so lange sie in der Tabelle hinter uns bleibt" schmunzelte Bohrmann.

Der Samstag begann mit einer Hiobsbotschaft. Dennis Marquardt konnte aufgrund eines plötzlichen grippalen Infekts nicht mit nach Hessen fahren. So musste Bohrmann den Innenblock ändern - Jonny Eisenkrätzer und Bastien Arnaud nahmen die Herausforderung an und machten ihre Sache hervorragend. Gleichwohl zogen die Gastgeber vor 1130 Zuschauern nach einer Viertelstunde auf 8:4 davon. Der TSV-Coach nahm eine Auszeit, in der er seine Spieler an die intensive Vorbereitung auf dieses Spiel erinnerte. Danach ging ein Ruck durch die Mannschaft, die sich an die Aufholjagd machte. Während Sven Bartmann erneut mit einer Fülle von ausgezeichneten Paraden (insgesamt 15) aufwartete, schaffte Linksaußen Sebastian Damm dann auch mit einem Doppel-Konter innerhalb von 13 Sekunden den 9:9-Ausgeich. Und Nejc Poklar, der mit neun Treffern erfolgreichste Werfer des Spiels, erzielte per Strafwurf kurz vor dem Halbzeitpfiff die erste Dormagener Führung (12:11).

Nach dem Seitenwechsel nahmen die Gäste zunächst das 13:13 hin, um sich dann über 16:13 und 18:14 bis hin zur ersten Sechs-Tore-Führung (23:17, 48. Minute) abzusetzen. Hüttenberg verkürzte vier Minuten vor Schluss auf 26:23. Doch spätestens als Jo Gerrit Genz und Nejc Poklar mit seinem sechsten sicher verwandelten Siebenmeter trafen, war das Spiel endgültig entschieden. "Dormagen war einfach im Kollektiv besser", lobte Hüttenbergs Coach Adalsteinn Eyjolfsson den Gegner. "Und Dormagen beherrschte das ABC des Handballs: Du musst die Zweikämpfe vorne und hinten gewinnen." Jörg Bohrmann sprach von einer geschlossenen Mannschaftsleistung. "Alle haben zu diesem wichtigen Sieg beigetragen." Ihm gefiel besonders der Ruhe bringende Aufbau von Nejc Poklar und dass "Max Bettin nach mehreren unglücklichen Pfostentreffern immer weiter machte." Ein besseres Kompliment gibt es kaum: "Wenn Sebastian Damm immer so spielt, dann bleibe ich gerne auf der Bank sitzen", beglückwünschte Pascal Noll seinen Kollegen auf der linken Außenbahn. Peter Strosack droht derweil eine längere Pause: Der Rechtsaußen verletzte sich am Knie, versuchte es später noch einmal, musste aber passen. Die Untersuchung wird nähere Aufschlüsse über die Schwere der Verletzung geben.

In den nächsten beiden Spielen trifft der TSV auf zwei Aufstiegsaspiranten: Am Samstag, 28. Februar, gibt der TV Bittenfeld ab 19 Uhr seine Visitenkarte im TSV Sportcenter am "Spieltag der Tradition" ab. Tabellenführer Leipzig ist Gastgeber am Freitag, 6. März. 

TV Hüttenberg - TSV Bayer Dormagen 25:29 (12:13)
Hüttenberg: Ritschel, Schomburg; Lambrecht, Wernig (5/1), Warnke (8/4), Scholz (3), Mraz (1), Fernandes (2), Mappes, Hofmann (1), Schmidt (3), Liebald, Semmelroth (2), Ludwig.
Dormagen: Bartmann, Jäger; Bettin (3), Genz (5), Plaz, Eisenkrätzer (1), Damm (6), Poklar (9/6), Doetsch (1), Noll, Strosack (2), Hüter, Arnaud, Kübler (2).
Schiedsrichter: Köppl/Regner.
Zuschauer: 1130.
Zeitstrafen: 8:8 Minuten.
Siebenmeter: 5/8:6/6 (Bartmann hält gegen Schmidt, Warnke und Wernig gegen den Pfosten).
Spielfilm: 2:0, 2:2, 5:2, 8:4 (14.), 9:9 (21.), 11:12 (28.), 12:13 - 13:13, 13:16, 14:18, 16:21 (45.), 17:23 (48.), 19:23, 19:25, 23:26 (56.), 23:28, 25:29.


Es geht auch in dieser Partie "nur" um zwei Punkte, aber es ist eben ein klassisches "Vier-Punkte-Spiel", wenn zwei Mannschaften aus dem Tabellenkeller aufeinander treffen: Der TSV Bayer Dormagen reist am Samstag zum TV Hüttenberg. "Um noch eine realistische Chance auf den Klassenerhalt zu haben, müssen wir jetzt punkten - egal gegen wen", erklärt Hüttenbergs neuer Trainer Adalsteinn Eyjolfsson vor der Begegnung mit den Rheinländern. Der hessische Traditionsverein hat als Vorletzter der Zweitliga-Tabelle sieben Punkte Rückstand auf den TSV und steht damit erheblich unter Druck. "Wir haben gut trainiert in dieser Woche und suchen natürlich unsere Chance", kündigt TSV-Coach Jörg Bohrmann an. Das Spiel wird um 19.30 im Sportzentrum Hüttenberg, Hauptstraße 107, angepfiffen.

Den letzten der bislang drei Siege durften die Hüttenberger am 8. November mit dem 23:22 gegen Großwallstadt feiern. Seitdem holte der Klub noch zwei Remis - in Essen und überraschend gegen Spitzenreiter Leipzig. Das reichte für Trainer Axel Spandau nicht zum Weitermachen - der in Eisenach entlassene Adalsteinn Eyjolfsson übernahm im Januar den Trainerposten beim TVH. Die ersten beiden Spiele unter seiner Regie verlor Hüttenberg gegen Emsdetten (25:28) und in Bad Schwartau (20:26). Ob Eyjolfsson seinen isländischen Landsmann Ragnar Johansson morgen einsetzen kann, scheint noch fraglich. Der Neuzugang klagt weiterhin über eine Knieverletzung und muss wohl auf sein Debüt im TVH-Trikot warten. Neu ist auch der 35-jährige Ex-Magdeburger Damir Doborac, der sein Können bereits unter Beweis stellte. Die zuletzt angeschlagenen Kreisläufer Moritz Lambrecht und Rückraumspieler Dominik Mappes sind vermutlich wieder fit. 

Als "Bohrmanns Sklaven" waren die TSV-Spieler im Dormagener Karnevalsumzug dabei. Dem originellen Gag soll morgen ein spielerisch überzeugender Auftritt folgen. "Die Mannschaft hat das Potenzial, im Hüttenberg zu punkten", sagt der Trainer, der weiter auf Marijan Basic verzichten muss. "Das ist natürlich bitter, dass er sich die Oberschenkelverletzung in der ersten Trainingswoche bei uns zugezogen hat", erklärt Handball-Geschäftsführer Björn Barthel. "Doch wir brauchen ihn nicht nur für drei Spiele. Er wird uns sicher noch in vielen Spielen helfen können."


Nichts zu holen war für den TSV Bayer Dormagen am Mittwoch Abend beim ASV Hamm-Westfalen. "Wir wussten was uns erwartet. Hamm spielt derzeit mit den besten Handball in der 2. Liga", sagte Jörg Bohrmann. Dennoch hatte der Coach des TSV Bayer Dormagen nicht mit einer Niederlage in dieser Höhe gerechnet. 33:22 hieß es nach 60 Minuten für die Gastgeber vor 1603 Zuschauern in der Westpress Arena. Hamms erfolgreichste Werfer waren ausgerechnet zwei ehemalige Dormagener: Der tschechische Nationalspieler Ondrej Zdrahala (6) und der in der Vorwoche 21 Jahre alt gewordene Linksaußen Joscha Ritterbach (9/4), der sich leider deutlich übermotiviert nach jedem Treffer demonstrativ abreagierte.

Einmal ging der TSV beim 2:1 durch Jonny Eisenkrätzer in Führung. Doch mit dem folgenden 5:0-Lauf stellte der ASV unter Beweis, dass er seine Erfolgsserie von zuletzt 17:3-Punkten fortsetzen wollte. Daran änderten auch die vielen Zeitstrafen gegen Hamm nichts, da die Gäste erneut Schwächen im Überzahlspiel zeigten. Dormagen produzierte zu viele Fehler, hatte oft keine Geduld und ließ sechs gute Chancen vom Kreis aus. Auch die Hoffnung, nach dem 11:17 zur Pause noch einmal näher zu kommen, war schon bald nach dem Seitenwechsel verflogen: Innerhalb von knapp sechs Minuten zogen die Westfalen bis auf 23:11 davon. "Wir hatten uns vorgenommen, den Innenblock zu verstärken und Hamm mehr von außen werfen zu lassen", konnte Bohrmann aber nicht feststellen, dass seine Spieler diese Taktik konsequent umsetzten. Mit Nejc Poklar war der Trainer zufrieden: "Er hat Ruhe reingebracht." Darüber hinaus war der Slowene mit 7/3 Toren auch Dormagens bester Werfer. Und ein Lob galt für neun Paraden Max Jäger, der ab der 35. Minute Sven Bartmann im Tor ablöste. 

"Wir haben das heute wieder souverän gelöst", freute sich ASV-Trainer und Manager Kay Rothenpieler. Gut ist, dass wir einfach weitermachen und diese Spiele sehr konsequent angehen. Das war auch heute wichtig, denn wenn die junge Truppe von Dormagen ins Laufen kommt, kann sie gefährlich sein." Doch ins Laufen kam der TSV an diesem Abend nicht. Das soll am Samstag, 21. Februar, wieder anders sein. Dann müssen die Dormagener erneut auswärts spielen - beim Vorletzten TV Hüttenberg.

ASV Hamm-Westfalen - TSV Bayer Dormagen 33:22 (17:11)
Hamm: Mrkva, Doden (ab 31.); Huesmann (3/3), Doldan, Brosch (3), Fuchs (2), Landim, Macke (2), Ritterbach (9/4), Zdrahala (6/1), Gudat, Wiencek (2), Gaubatz (3), Possehl (3), Wiegers.
Dormagen: Bartmann, Jäger; Bettin (1), Genz (1), Plaz (2/1), Eisenkrätzer (5), Poklar (7/3), Doetsch (3), Kübler (1), Noll (1), Strosack, Hüter (1), Marquardt, Arnaud.
Schiedsrichter: Kropp/Siebert.
Zuschauer: 1603.
Zeitstrafen: 14:6 Minuten.
Siebenmeter: 5/7:4/6 (Bartmann hält gegen Ritterbach, Jäger gegen Zdrahala - Bettin scheitert an Mrkva, Poklar an Doden).


Eine wichtige Nachricht für alle Dormagener Fans, die an diesem Mittwoch Abend nicht in Hamm dabei sein können: Interessierte Fans haben die Möglichkeit, unter www.lippewelle.de den kostenlosen Live-Stream im Internet anzuhören. Die Lippewelle überträgt bereits ab 19 Uhr mit ausführlichen Live-Einblendungen aus der Westpress-Arena. Anpfiff des Spiels ist um 19.45 Uhr. Die Gastgeber stapeln zwar tief, sind aber natürlich der klare Favorit. Trainer Kay Rothenpieler, ehemals für den TV Niederwürzbach gemeinsam mit Dormagens Coach Jörg Bohrmann im Einsatz - unterstreicht dies mit der Absicht, in dieser Saison überhaupt keinen Punkt mehr in eigener Halle abgeben zu wollen. Ganz ohne Warnung vor dem Gegner kommt Rothenpieler freilich nicht aus: "Der TSV deckt teilweise unorthodox, spielt sehr aggressiv und ist hoch motiviert."

Im Hinspiel führte der TSV 12:10 zur Pause, verlor aber schließlich 25:29. Das lag nicht zuletzt an gleich sechs vergebenen Siebenmetern. Für eine bessere Qualität von der Linie soll Neuzugang Nejc Poklar sorgen, der gegen Henstedt-Ulzburg zwei Strafwürfe sicher verwandelte. Marijan Basic ist ebenfalls ein potenzieller Siebenmeterschütze. Doch auch gegen Hamm wird er wie schon von Bohrmann am Sonntag befürchtet nicht mitspielen können. Er wird wegen seiner Muskelprobleme im Oberschenkel weiter geschont und soll erstmals in Hüttenberg am 21. Februar das Dormagener Trikot tragen. Der Trainer erwartet im Vergleich zum 20:19-Jahresauftaktsieg gegen Henstedt vor allem eine bessere Leistung im Angriff. "Da lief es häufig nicht rund. Das Überzahlspiel hat mich gar nicht überzeugt."

Am Sonntag stand der TSV natürlich im klassischen "Vier-Punkte-Spiel" gegen Henstedt unter Druck, weil zwei Punkte zwingend notwendig waren, um im Kampf um den Klassenerhalt keinen Rückschlag zu erleiden. Das sieht gegen Hamm anders aus, der TSV ist gegen die mit dem Gummersbacher Jan-Lars Gaubitz und Edgar Landim aus Portugal verstärkten Westfalen Außenseiter. "Das heißt aber nicht, dass wir keine Chance haben. Warum sollen wir nicht auch mal für eine Überraschung sorgen?" fragt Jörg Bohrmann. 


Es war allen klar, dass es schwer werden würde, den Hinspielerfolg zu wiederholen. Denn der SV Henstedt-Ulzburg entwickelt in dieser Saison gerade auswärts seine Qualitäten. Aufatmen konnten die 1325 Anhänger des TSV Bayer Dormagen heute tatsächlich erst 51 Sekunden vor dem Abpfiff. Da machte Dennis Marquardt das umjubelte 20:18, der Schlusstreffer von Tim Völzke kam zu spät. Der TSV bleibt trotz des Erfolges auf dem ersten Abstiegsplatz 17, da Essen sein Heimspiel gegen Eisenach mit 32:31 gewann.

Eine Hiobsbotschaft schon vor dem Spiel: Der frisch verpflichtete Marijan Basic sollte dem TSV im Rückraum helfen, musste aber wegen einer Muskelverhärtung im Oberschenkel passen. "Wir hätten ihn gut gebrauchen können, weil er Zug zum Tor hat. Aber wir wollten kein Risiko eingehen", sagte TSV-Coach Jörg Bohrmann. So feierte nur Nejc Poklar seine Premiere im neu gestylten Dormagener Trikot. Er traf erstmals für die Rheinländer in der 18. Minute zum 8:6 - per Siebenmeter, nachdem zuvor Max Bettin und Peter Strosack sich regelmäßig im Torewerfen abgelöst hatten. Nur "Bettis" Strafwurf kurz zuvor kratzte noch am Pfosten, ging aber neben das Tor. Jonny Eisenkrätzer erhöhte anschließend auf 9:6, doch die Gäste ließen sich nicht abschütteln. Zur Pause hieß es 11:9 für die Gastgeber.

Selbst Bettins sechstes und letztes Tor zum 14:10 brachte keine Sicherheit. Henstedt gab sich nicht auf und kam erst in der 52. Minute zum 18:18, weil Sven Bartmann mit insgesamt 17 Paraden zum Matchwinner avancierte und sein ebenfalls starkes Gegenüber Jan Peveling (15 Paraden) knapp ausstach. In der Folgezeit wurden beste Möglichkeiten auf beiden Seiten vergeben. In der 58. Minute war es erneut Poklar, der Verantwortung übernehmen wollte und seinen zweiten Siebenmeter sicher verwandelte. Die Treffer von Marquardt und Völzke setzten den Schlusspunkt in der spannungsgeladenen Begegnung.

"Hinten standen wir gut, aber der Angriff spielte ohne Mut", war Jörg Bohrmann nur bedingt mit der Leistung seines Teams zufrieden: "Unser Sieg war nicht unverdient, wir haben aber auch Glück gehabt." Er selber hatte ein glückliches Händchen, als er Dennis Marquardt am Ende ganz vorne platzierte und der Kapitän entscheidend traf. Henstedts Trainer Matthias Karbowski machte deutlich, dass "wir heute gerne Punkte mitgenommen hätten, aber letztlich haben wir die freien Bälle nicht reingeworfen."

Die nächste Aufgabe wartet am kommenden Mittwoch, 11. Februar, auf den TSV. Dann reist die Mannschaft zur Westpress-Arena nach Hamm-Werries. Gegner ab 19.45 Uhr ist dann der ASV Hamm-Westfalen.

TSV Bayer Dormagen - SV Henstedt-Ulzburg 20:19 (11:9)
Dormagen: Jäger, Bartmann; Bettin (6), Genz, Plaz (2), Eisenkrätzer (1), Poklar (2/2), Doetsch (1), Kübler (2), Damm, Noll (1), Strosack (4), Hüter, Marquardt (1).
Henstedt-Ulzburg: Peveling, Schmidt; Bitterlich (1), Kibat (5/3), Eggert (2), Karacic (n.e.), Laurenroth (2), Völzke (4), Thöneböhn (1), Todosijevic, Laursen (4), Demovic (n.e.).
Schiedsrichter: Heine / Standke.
Zuschauer: 1325.
Zeitstrafen: 4:8 Minuten.
Siebenmeter: 2/3:3/3 (Bettin an den Pfosten).


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