"Plötzlich sind wir wieder in alte Muster verfallen", sagt Jörg Bohrmann nach der 21:29-Niederlage in Coburg. "Aber wenn wir uns solche Blackouts wie nach 20 Minuten und in der Mitte der 2. Halbzeit leisten, dann können wir Spiele gegen solch heimstarke Mannschaften wie Coburg nicht gewinnen." Der Trainer des TSV Bayer Dormagen hofft, dass seine Spieler an diesem Samstag an den Verlauf des mit 26:16 gewonnenen Heimspiels gegen Aue anknüpfen können: "Wenn wir so diszipliniert wie in der letzten Woche spielen, dann haben wir auch gegen den TV Emsdetten eine Chance." Die Partie gegen den Bundesliga-Absteiger wird an diesem Samstag um 19 Uhr im TSV Sportcenter vom Gespann Julian Köppl und Denis Regner (Bingen) angepfiffen. Die Abendkassen öffnen um 17.30 Uhr.

10:2-Punkte holte Emsdetten aus den letzten sechs Meisterschaftsspielen. "Natürlich ist das ein ganz schwieriges Spiel", sagt Jörg Bohrmann. "Emsdetten hat in diesem Jahr erst ein Spiel verloren und verfügt über eine sehr erfahrene Mannschaft. Doch das will nichts heißen. Wir haben gesehen, dass in dieser ausgeglichenen Liga jeder jeden schlagen kann. Und wenn wir hundert Prozent geben, dann holen wir uns die Punkte." Dabei kann man davon ausgehen, dass die Rekord-Torjagd des Hinspiels nicht wiederholt wird. Mit insgesamt 80 Treffern liegt das 43:37 für den TV Emsdetten in der Saisonbilanz aller Spiele immer noch ganz vorne.

"Wir wollen gegen Emsdetten wieder unsere bekannten Tugenden zeigen", setzt Kapitän Dennis Marquardt auf intensive 60 Minuten mit einer kämpferischen Einstellung bis zum Abpfiff. Dabei würde helfen, wenn Tobias Plaz und Alexander Kübler wieder mit dabei wären. "Mit den Beiden haben wir doch etwas mehr Erfahrung auf dem Spielfeld", kann Bohrmann allerdings noch keine Prognose über die Einsatzchancen abgeben. Marijan Basic wird sein erstes Heimspiel bestreiten können. "Das war in Coburg in den wenigen Minuten und mit zwei Treffern schon ganz okay. Aber man merkt ihm nach der langen Pause natürlich an, dass ihm noch die Spielpraxis fehlt."


Das Gastspiel in Coburg mitten in der Woche stand am Mittwochabend unter keinem guten Stern: Mit Kreisläufer Alexander Kübler und Linkshänder Tobias Plaz konnten gleich zwei Spieler die Reise aufgrund eines grippalen Infekts erst gar nicht antreten. Erstmals kam indes Neuzugang Marijan Basic zu zwei Kurzeinsätzen, in denen er zwei Treffer erzielte. Die konnten allerdings die 21:29-Niederlage des TSV Bayer Dormagen auch nicht verhindern. Da TUSEM Essen sein Heimspiel gegen die Rimpar Wölfe mit 25:24 gewann, tauschte der TSV wieder den Rang mit dem West-Rivalen und steht vor dem Heimspiel gegen Emsdetten am kommenden Samstag, 21. März, 19 Uhr, auf dem ersten Abstiegsplatz 17.

Lange Zeit hielten die Dormagener in der ersten Hälfte gut mit, Max Bettin machte in der 19. Minute sogar das 9:9. Doch Coburg reagierte, setzte sich mit drei Treffern in Folge ab und baute den Vorsprung bis auf 17:11 zur Halbzeit aus. Die über 2000 Zuschauer wurden allerdings unruhig als die Gäste bis zur 40. Minute auf 20:17 herankamen. Jetzt stand auch wieder die Dormagener Abwehr sicherer und erleichterte Sven Bartmann die Arbeit. Der 18. Treffer, der die Begegnung in dieser Phase vermutlich noch einmal richtig spannend gemacht hätte, wollte aber trotz mehrerer guter Chancen nicht fallen. Es dauerte sogar fast eine Viertelstunde bis zum nächsten TSV-Tor: Marijan Basic netzte erstmals für den TSV zum 18:25 ein. Torwart Bartmann verhinderte in der letzten Sekunde Coburgs 30. Treffer, als er den von Gerlich geworfenen Siebenmeter parierte.

HSC 2000 Coburg - TSV Bayer Dormagen 29:21 (17:11)
Coburg: Martinsen, Krechel; Göhl (1), Andersson (1), Kelm (4), Gerlich (6/5), Kirchner (2), Vitek (4), Riha, Coßbau, Billek (5), Riehn (4), Roth (2), Seitle.
Dormagen: Bartmann, Jäger; Bettin (4), Genz (3), Eisenkrätzer (1), Poklar (3/2), Doetsch (1), Damm (5), Bongaerts, Hüter (2), Marquardt, Arnaud, Bastien, Basic (2).

Schiedsrichter: Arndt/Kobilke.
Zuschauer: 2048.
Zeitstrafen: 4:4 Minuten.
Siebenmeter: 5/6:2/5 (Bartmann hält gegen Gerlich - Poklar (2) und Bettin scheitern an Krechel (2) und Martinsen).
Spielfilm: 4:2 (9.), 9:9 (19.), 12:9 (23.), 17:10, 17:11 - 20:14 (35.), 20:17 (40.), 22:17 (47.), 25:18 (54.), 29:20, 29:21.


Der HSC 2000 Coburg bekam am Samstag eine Packung in Bad Schwartau - der TSV Bayer Dormagen feierte den höchsten Sieg in dieser Saison gegen Aue. Dass es an diesem Mittwoch in Coburg ähnlich verläuft, davon muss man nicht ausgehen. Der TSV kann sich freilich mit einem gesunden Selbstvertrauen auf die rund 470 Kilometer lange Reise zur HUK-Coburg Arena begeben. Die Partie wird dort um 20 Uhr angepfiffen. Das Hinspiel gewann der TSV gegen den aktuellen Tabellensiebten mit 33:29. Max Bettin war mit 12 Treffern der beste Werfer.

"Die Spieler haben gesehen, wie sie mit der nötigen Disziplin gegen Aue gewinnen können", sagt TSV-Trainer Jörg Bohrmann. "Ich glaube nicht, dass unser Spiel gegen Aue allzu viel Kraft gekostet hat. Denn wir haben am Samstag viele positive Akzente gesetzt und dann ist der Kraftverbrauch einfach geringer." Bohrmann gibt aber auch zu bedenken, dass der Einsatz gerade in einer englischen Woche besonders betrachten werden muss. Denn bereits am kommenden Samstag steht das Heimspiel gegen Emsdetten auf dem Spielplan. In Coburg soll sein Team wieder über die Abwehr kommen. Schon ein Teilerfolg würde dem TSV im Kampf um den Klassenerhalt enorm helfen.

Eigentlich hatte sich für das Spiel in Coburg ein prominenter Besucher angekündigt: Der bayerische Ministerpräsident wollte sich das Aufeinandertreffen gegen Dormagen ansehen. Doch Horst Seehofer sagte inzwischen ab, weil er an diesem Tag in München eine Staatsdelegation empfangen muss. Theoretisch ist für Coburg mit fünf Punkten Rückstand auf den Dritten Rimpar der Aufstieg in die DKB-Handball-Bundesliga noch möglich. Allerdings gehen die HSC-Verantwortlichen derzeit kaum noch davon aus, dass sie dies in dieser Saison schaffen werden. Danach aber ist das Ziel klar gesteckt: Mit dem Bamberger Wolfgang Heyder wechselt demnächst ein bekannter Sportmanager die Sportart und wird Coburgs neuer Geschäftsführer. Er führte die Bamberger Basketballer unter anderem zu sechs deutschen Meistertiteln. Mit dem HSC will er erst einmal Liga 1 erreichen.


Dormagens höchster Saisonsieg war gleichzeitig die deutlichste Niederlage des EHV Aue in dieser Spielzeit. Nach einem holprigen Start drehte der TSV Bayer die Partie und baute den Vorsprung auch nach dem Seitenwechsel aus. "Die Mannschaft hat sich endlich einmal belohnt", freute sich TSV-Trainer Jörg Bohrmann vor allem über die disziplinierte Einstellung über die volle Spielzeit. "Der Erfolg für Dormagen geht auch in dieser Höhe in Ordnung", stellte Aues Trainer Runar Sigtryggsson fest. Nach dem 26:16-Erfolg kletterten die Dormagener auf den ersten Nichtabstiegsplatz in der 2. Handball-Bundesliga.

Nach 12 Minuten führten die Gäste mit 4:2 - auch weil Radek Musil im EHV-Kasten mehrfach sein Können gegen frei werfende Dormagener demonstrierte. Dann aber legten die Gastgeber den Hebel um: Nejc Poklar, mit insgesamt acht Treffern der erfolgreichste Werfer der Partie, erzielte das Anschlusstor, Robin Doetsch den Ausgleich. Mit einem Doppelschlag sorgte Max Bettin für die Führung, die im Verlaufe des Spiels dank der geschlossenen Mannschaftsleistung nicht mehr abgegeben wurde. Herausragend präsentierte sich Shooter Jo Gerrit Genz mit sechs Treffern. Und Sven Bartmann stellte seine grandiose Form erneut unter Beweis. Wie Musil wehrte der Schlussmann zwölf Bälle ab, trug sich aber auch mal wieder in die Torschützenliste ein: Er warf das Leder präzise ins leere EHV-Tor als Sigtryggur Runarsson während einer Strafzeit als sechster Feldspieler ins Spiel gebracht wurde.

Auch wenn Max Bettin mit drei Toren unter seinem Schnitt blieb, so gehörte ihm Bohrmanns Sonderlob: "Betti war richtig gut, immer wieder gelangen ihm tolle Anspiele." Ein gelungenes Debüt feierte der erst 17-jährige Linksaußen Gertjan Bongaerts, der nach dem verletzungsbedingten Ausfall von Pascal Noll zur Startformation gehörte. Bohrmann war mehr als zufrieden: "Gertjan hat in der Abwehr keinen einzigen Fehler gemacht und vorne einen Siebenmeter herausgeholt." Dank des engagierten Einsatzes des A-Jugendlichen brauchte der im Laufe der Woche erkrankte Sebastian Damm nur in der zweiten Hälfte spielen. "Jetzt bin ich auch fix und fertig", sagte Damm erschöpft und erfreut nach dem Schlusspfiff. "Nur 16 Tore gegen Aue zu kassieren, das ist schon stark", stellte Jörg Bohrmann die konzentrierte Leistung seiner Defensive heraus. "Wir haben immer wieder hervorragend gedoppelt und gemeinsam abgewehrt." Das sah auch Runar Sigtryggsson so: "Der TSV verteidigte kompakt und aggressiv. Wir waren viel zu brav trotz der 14 Strafminuten."

Auf die 2. Bundesliga wartet nun eine englische Woche. Der TSV Bayer Dormagen reist am Mittwoch nach Coburg, wo ab 20 Uhr auch der bayerische Ministerpräsident Horst Seehofer als Zuschauer anwesend sein wird. Am kommenden Samstag, 21. März, steht das nächste Heimspiel auf dem Spielplan. Gegner ab 19 Uhr im TSV Sportcenter ist der TV Emsdetten.

TSV Bayer Dormagen - EHV Aue 26:16 (13:8)
Dormagen: Bartmann (1), Jäger; Bettin (3), Genz (6), Plaz, Eisenkrätzer, Poklar (8/3), Doetsch (3), Kübler (3), Damm (2), Bongaerts, Hüter, Marquardt, Arnaud.
Aue: Musil, Petursson; Schäfer, Meinhardt (2), Roch (2), Brykner (3), Mägi (1), A. Sigtryggsson (3), Faith (1/1), Gunnarsson, Mazur (3), Runarsson, Sigthorsson, Paraschiv (1).
Schiedsrichter: Linker/Schmidt.
Zuschauer: 1137.
Zeitstrafen: 4:14 Minuten.
Siebenmeter: 3/4:1/2 (Poklar wirft an den Pfosten - Bartmann hält gegen Faith).
Spielfilm: 2:4 (12.), 6:4 (20.), 7:6, 9:6 (24.), 11:7 (26.), 13:8 - 15:9, 19:12 (42.), 24:15 (53.), 26:16.


"Da müssen wir durch. Wir werden kämpfen und noch mal kämpfen", lässt Jörg Bohrmann vor dem Spiel gegen den EHV Aue die personellen Ausfälle dieser Woche vergessen. Nach Verletzungen und Erkrankungen hatten die verbliebenen Spieler viel Platz auf dem Trainingsfeld. "Trotz der nicht gerade optimalen Vorbereitung werden wir natürlich versuchen, das Bestmögliche rauszuholen", kündigt der Trainer des TSV Bayer Dormagen an. Die Partie des 27. Spieltags der 2. Handball-Bundesliga wird an diesem Samstag, 14. März, um 19 Uhr von den Schiedsrichtern Frederic Linker und Sascha Schmidt im TSV Sportcenter angepfiffen. Die Abendkassen öffnen um 17.30 Uhr.

Aue musste schon am Mittwoch spielen: "Bis auf das Ergebnis war es ein gelungenes Sachsenderby", sagte Manager Rüdiger Jurke nach der umkämpften 24:26-Niederlage in Leipzig. Der Tabellenführer lag nach einem Treffer des ehemaligen Dormageners Arni Thor Sigtryggsson - dessen Bruder Runar ist Aues Trainer - sogar in Rückstand, drehte die Begegnung aber doch wieder. Aues erfolgreichster Werfer mit neun Treffern war in Leipzig der Tscheche Ladislav Brykner - der Halbrechte war beim 24:20-Hinspielsieg des EHV gegen den TSV im Oktober gar nicht dabei. Im Erzgebirge lagen die Dormagener lange vorne, führten zur Pause mit 10:7. Dann war es vor allem Linksaußen Marvin Sommer, der Aues Aufholjagd erfolgreich gestaltete. Sommer bildet zusammen mit Rechtsaußen Jan Faith eine der besten Flügelzangen der Liga.

Für Jörg Bohrmann zählt der Tabellenneunte zu den stärksten Mannschaften in der Rückrunde und er hat bei seiner Analyse eine "hohe Spielqualität" des Gegners ausgemacht. Da wäre es wichtig gewesen, wenn Marijan Basic endlich spielen könnte. Doch der Einsatz käme für den Rückraumspieler immer noch zu früh, "obwohl die Physiotherapeuten eine hervorragende Arbeit leisten", betont der Dormagener Trainer. Es ist übrigens nicht davon auszugehen, dass die Gäste sich verfahren. Auch wenn die Freie Presse Chemnitz davon schreibt, dass der EHV Aue sich bereits am Tag vor der Partie auf den Weg in den "Ruhrpott" zum TSV Bayer Dormagen macht...


Zweitligist TSV Bayer Dormagen kehrte am Wochenende ohne Punkte aus Leipzig zurück. Eine starke Abwehrleistung reichte dem Team von Jörg Bohrmann gegen den Tabellenprimus SC DHFK Leipzig nicht. Der Favorit setzte sich mit 28:21 (12:10) durch.

"Wenn wir in Leipzig punkten wollen, muss bei uns alles passen", hatte TSV-Coach Jörg Bohrmann vor dem Spiel zu Protokoll gegeben. Und zunächst sah es tatsächlich so aus, als könnten die abstiegsgefährdeten Gäste aus dem Rheinland den Hausherren gefährlich werden. In der 16. Minute ging der TSV durch Alexander Kübler 6:5 in Führung und zwang den Leipziger Trainer Christian Prokop zu einer Auszeit. Im Anschluss konnte der TSV aus zwei Überzahl Situationen zu wenig machen und der Tabellenführer übernahm die Führung. "Wir haben zum Ende der ersten Halbzeit einige unnötige Fehler gemacht, aber super gekämpft, sodass wir drangeblieben sind", erklärte Jörg Bohrmann den 10:12 Pausenstand aus Sicht des TSV.

Die Vorentscheidung fiel in den ersten sieben Minuten der zweiten Halbzeit. "Da hat uns im Angriff einfach die Durchschlagskraft gefehlt", versuchte Bohrmann die Anfangsphase der zweiten Hälfte zu erklären, in der der TSV nur einmal erfolgreich war, während Leipzig den Ball gleich sechsmal ins Netz brachte und sich so auf 18:11 (37.) absetzte. Dank einer guten Abwehrleistung mit einem starken Sven Bartmann im Tor, blieb der TSV jedoch im Spiel und konnte bis zur 42. Minute auf 15:19 verkürzen. In der 51. Minute keimte noch einmal Hoffnung in den Reihen mitgereisten Fans auf, als Sebastian Damm - mit sechs Treffern bester Werfer das TSV - auf 19:22 verkürzte. Doch es sollte nicht mehr zur Überraschung reichen. Nach 60 Minuten hatten die Hausherren die Partie mit 28:21 für sich entschieden.

"Am Ende waren die sieben Tore Rückstand eine zu hohe Hypothek", so Bohrmann. "In der Abwehr haben wir heute sehr viel richtig gemacht, uns viele Bälle erarbeitet und diese auch in einfache Tore umgemünzt, aber im Angriff hatten wir große Probleme, besonders auf den Halbpositionen."

So passte am Ende doch nicht alles und der TSV musste die siebenstündige Heimreise ohne Punkte im Gepäck antreten. "Gegen den Spitzenreiter 21:28 zu verlieren, ist natürlich keine Schande, aber vom Gefühl her ist die Niederlage am Ende doch etwas zu hoch ausgefallen", resümierte Bohrmann auf der Rückfahrt. "Es wäre sensationell gewesen, wenn wir hier einen oder sogar zwei Punkte hätten entführen können, aber wir werden kommende Woche intensiv trainieren und uns auf die anstehenden Aufgaben vorbereiten."

Die nächste Aufgabe steht bereits am kommenden Samstag, den 14. März an. Dann bestreitet der TSV sein Heimspiel gegen den EHV Aue.

SC DHFK Leipzig – TSV Bayer Dormagen 28:21 (12:10)
Dormagen:
Bartmann (1.-60.), Jäger, Damm (6), Doetsch (4), Poklar (4/2), Genz (3), Kübler (2), Plaz, Eisenkrätzer (je 1), Bettin, Hüter, Marquardt, Arnaud
Leipzig: Tovas, Storbeck (TW), Pöter (9/3), Krzikalla (7), Milosevic (3), Semper, Emanuel, Janke (alle 2), Greß, Roschek, Pechstein (alle 1), Streitenberger, Oehlrich
Schiedrichter: Grell / Piper
Zuschauer: 1.781
Zeitstrafen: 14:12 Minuten
Siebenmeter: 3/5 (Pöter scheitert zweimal an Bartmann), 2/3 (Poklar scheitert einmal an Tovas)
Spielfilm: 2:4 (8.), 8:6 (20.), 10:9 (26.), 12:10 (HZ), 19:12 (39.), 20:15 (47.), 22:19 (51.), 25:20 (57.), 28:21 (Ende)


Nach dem 19:29-Aus im Pokalviertelfinale gegen die Füchse Berlin spielt der Tabellenführer nur zwei Tage später gegen den TSV Bayer Dormagen. Der macht sich an diesem Freitag um 10 Uhr auf die rund 500 Kilometer lange Strecke Richtung Sachsen und rechnet sich durchaus etwas aus: "Leipzig hatte am Mittwoch das schwere Pokalspiel. Egal, wie so ein Spiel ausgeht, es geht ungemein an die Substanz. Vielleicht können wir daraus Kapital schlagen. Zuletzt bei der Heimniederlage gegen Bittenfeld haben wir es ja wieder verpasst, gegen ein Spitzenteam nicht nur gut zu spielen, sondern auch zu gewinnen", sagt TSV-Coach Jörg Bohrmann. "Aber wenn wir tatsächlich punkten wollen, dann muss bei uns alles stimmen", weiß der Trainer natürlich, dass seine Auswahl ab 19.30 Uhr Außenseiter in der ARENA Leipzig ist.

"Nach dem Pokalhighlight gegen die Füchse ist das Spiel für meine Mannschaft eine Charakterprüfung. Es erfordert viel mentale Stärke, um sich unter diesen Bedingungen vorzubereiten und die bevorstehende Aufgabe mit Konzentration und Ernsthaftigkeit anzugehen", betont Leipzigs Coach Christian Prokop. Der hält einiges vom TSV: Mit erfrischendem Handball und einer sehr unorthodoxen Abwehr spielt Dormagen bisher eine gute Saison und darf sich berechtigte Hoffnung auf den Klassenerhalt machen. Die Mannschaft ist gespickt mit talentierten, hungrigen Spielern." Und für die wird es natürlich besonders wichtig sein, die schnellen Konter der Leipziger zu unterbinden.

Noch steht Marijan Basic dem TSV nicht zur Verfügung. Länger fallen Peter Strosack und Frederic Rudloff aus. Leipzigs Kapitän Lukas Binder wird wohl trotz einer Bänderverletzung im Sprunggelenk, die er sich im Pokalspiel zuzog, mitmachen. Michael Qvist und Philipp Weber müssen vermutlich weiter passen. Weber war beim 35:28-Erfolg im Hinspiel mit 11 Treffern immerhin Leipzigs erfolgreichster Werfer.


Gegen den Aufstiegskandidaten TV Bittenfeld lag zumindest ein Teilerfolg für den TSV Bayer Dormagen lange im Bereich des Möglichen. Mit einem fulminanten 5:0-Lauf innerhalb von fünf Minuten zog das Team von Jörg Bohrmann in der ersten Hälfte von 7:9 auf 12:9 davon und hätte mit einer höheren als der 14:12-Führung in die Kabine gehen können. Dem 15. Treffer nach dem Seitenwechsel folgte indes die Ernüchterung: Bittenfeld erzielte die nächsten sechs Tore in Folge - konnte sich aber gegen die kämpferisch überragenden Gastgeber zunächst nicht absetzen. Die gaben auch nach dem 18:21 in der 44. Minute nicht auf und glichen fünf Minuten später zum 21:21 aus. Der TSV hielt die Partie offen, 23:23 hieß es durch Alexander Küblers Treffer in der 52. Minute. Er sollte aber der letzte für seine Mannschaft an diesem Abend bleiben. Weil Daniel Sdunek mehrfach stark parierte, die Gäste jeden Fehler der Rheinländer eiskalt bestraften und dem TSV letztlich die Luft ausging durfte der TV Bittenfeld die Punkte mit in die Heimat nehmen. "Der 28:23-Erfolg fällt sicher zu hoch aus", sagte Trainer Jürgen Schweikardt. "Wir sind in der ersten Hälfte fast auseinander gebrochen, konnten dem starken Druck aber standhalten."

Das Abtasten zum Beginn des Spiels stellte für den TSV bereits eine spezielle Herausforderung dar, weil die Schiedsrichter überraschend früh auf Zeitstrafen entschieden. In Unterzahl ließ der TSV nicht sehr viel anbrennen, machte aber andererseits auch nicht viel aus der eigenen Überzahl. Ein Ruck ging durchs TSV Sportcenter, als der gut aufgelegte Robin Doetsch zum 9:9 in der 22. Minute ausglich und Alexander Kübler, Pascal Noll sowie erneut Doetsch drei Treffer folgen ließen. Pech dann für Sven Bartmann, als der von Lars Friedrich geworfene Ball über die Linie rutschte. Max Bettin erhöhte erneut auf 14:11, doch die doppelte Chance auf 15:11 verpassten Doetsch und Kübler.

In der Folgezeit machten sich die fehlenden Alternativen im Rückraum beim TSV bemerkbar. Auf die schwindenden Kräfte musste Jörg Bohrmann reagieren, doch der jetzt nach vorne rückende Jonathan Eisenkrätzer agierte eher unglücklich. Dennis Marquardt war nach seiner Grippe noch nicht fit und konzentrierte sich auf die Abwehrarbeit. Und Rechtsaußen Peter Strosack, der im Laufe der Saison schon mehrfach im Rückraum überraschte, steht wegen seinem angerissenen Kreuzband vorerst nicht zur Verfügung. Durch den unbändigen Kampf glich der TSV die Defizite aus - ohne sich letztlich tatsächlich für die Gesamtleistung belohnen zu dürfen. Das wurmte Bohrmann ungemein: "Wir haben es wieder verpasst, gegen ein Spitzenteam nicht nur gut zu spielen sondern auch die Punkte zu holen. Nach unserer Führung haben wir viele dumme Sachen gemacht und uns nicht an die Absprachen gehalten."

Die nächste Aufgabe dürfte noch mal eine Nummer schwerer sein als die gegen den wieder auf den zweiten Tabellenplatz vorgerückten TV Bittenfeld: Am kommenden Freitag reist der TSV zum Spitzenreiter SC DHfK Leipzig. Das nächste Heimspiel bestreitet der TSV am Samstag, 14. März, gegen den EHV Aue.
 

TSV Bayer Dormagen - TV Bittenfeld 23:28 (14:12)
Dormagen: Bartmann, Jäger (ab 56.); Bettin (4), Genz (3), Plaz, Eisenkrätzer, Poklar (4/3), Doetsch (7), Kübler (2), Damm, Noll (2), Hüter, Marquardt (1), Arnaud.
Bittenfeld: Sdunek, Jerkovic; Schimmelbauer (4), Schöbinger (1), Kienzle, N. Kretschmer, Weiß (4), M. Schweikardt (8/3), Friedrich (5), M´Bengue (1), Baumgarten (1), Sundberg, Heib (1), F. Kretschmer (3).
Schiedsrichter: Kilp / Maier.
Zuschauer: 1332.
Zeitstrafen: 8:12 Minuten.
Siebenmeter: 3/4:3/4 (Poklar scheitert an Sdunek - Friedrich wirft an die Latte).
Spielfilm: 2:5 (11.), 5:7 (16.), 7:9 (20.), 12:9 (25.), 14:11, 14:12 - 15:12, 15:17, 18:19 (43.), 18:21 (44.), 21:21 (49.), 22:23, 23:23 (52.), 23:28.


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