Eine weitere Entscheidung in der 2. Handball-Bundesliga könnte bereits an diesem Freitag fallen: Wenn der ASV Hamm das Heimspiel gegen den TV Großwallstadt gewinnt, dann würde mit den Westfalen der neben dem VfL Gummersbach zweite Aufsteiger feststehen. Das wäre dann gleichzeitig das Ende aller Träume der HSG Nordhorn-Lingen, in der Saison 2022/23 wieder in der Liqui Moly Bundesliga zu spielen. Ein Sieg der Niedersachsen gegen den TSV Bayer Dormagen am Samstag hätte dann keine Bedeutung mehr. Die Wiesel freilich haben ein großes Eigeninteresse an den beiden Punkten. Denn sollte Großwallstadt verlieren und der TSV gewinnen, dann wäre der TSV gerettet und über den dritten Absteiger nach Aue und Emsdetten würde dann nur noch zwischen Ferndorf, Großwallstadt und (theoretisch) den Eulen Ludwigshafen am letzten Spieltag entschieden. Das Spiel zwischen Nordhorn und dem TSV wird am 4. Juni um 19.30 Uhr im Euregium Nordhorn von den Schiedsrichtern Frederic Linker und Sascha Schmidt (Recklinghausen / Bochum) angepfiffen. Wer nicht dabei sein kann, der sollte die Partie des 37. Spieltags live auf Sportdeutschland.tv verfolgen.

„Es gibt Mannschaften, bei denen der Wurm drin ist, und dazu zählt leider auch unsere HSG Nordhorn-Lingen“, heißt es auf Nordhorns Homepage und es sieht so aus, als hätten die Verantwortlichen den Aufstieg abgeschrieben - was ja auch realistisch ist angesichts der Drei-Punkte-Rückstand auf den ASV Hamm nach sechs Auswärtsniederlagen in Folge. Der erfolgreichste Werfer Georg Pöhle unterstreicht die Aussagen: „Wir haben den Fokus Aufstieg beiseitegelegt und wollen erst einmal wieder in die Spur finden.“ Der Halblinke Pöhle zählt zu den sieben Spielern der 2. HBL, die in dieser Saison mindestens 200 Tore erzielt haben. Mit seinen 175 Feldtreffern ist er nach Savvas Savvas (Großwallstadt, 210) und Philipp Vorlicek (Hagen, 177) der drittbeste Liga-Schütze aus dem Spiel heraus.

Patrick Miedema (Hurry-Up Zwartemeer), Daniel Fontaine (Karriereende), Robert Weber (Olympiacos Piräus), Nils Torbrügge (GWD Minden, Geschäftsführer) und Pavel Mickal (Ziel unbekannt) sind zum letzten Mal in einem Heimspiel für die HSG Nordhorn-Lingen im Einsatz und werden nach dem Spiel verabschiedet.

Die letzten beiden Vergleiche der Vereine endeten aus Dormagener Sicht durchaus erfreulich: Im Hinspiel beschenkte der TSV sich selbst mit dem 23:19-Erfolg am Tag vor dem Heiligen Abend aufgrund einer Turbo-Leistung in der zweiten Halbzeit. Zur Pause hieß es noch 10:9 für die Gäste. Und auch das letzte Auswärtsspiel im Euregium brachte dem TSV zumindest eine Punkteteilung: Der 37. Spieltag am 1. Juni vor drei Jahren endete 22:22 - Nordhorn stand als Aufsteiger fest und der TSV hatte den Klassenerhalt gesichert. Aktuell würde eine Punkteteilung das Thema Ligaverbleib auf den letzten Spieltag am 11. Juni vertagen. Deshalb geht die Absicht auch über ein Remis hinaus: „Wir wollen an die überzeugenden Leistungen und die Erfolge der letzten Spiele anschließen“, kündigt Trainer Peer Pütz vor seinem letzten Auswärtsspiel mit dem TSV an.


Der Saisonsieg Nr. 12 ist ein weiterer großer Schritt Richtung Klassenerhalt in der 2. Handball-Bundesliga, den der TSV Bayer Dormagen dank des 28:21-Erfolges gegen den EHV Aue aus eigener Kraft schaffen kann. „Die Jungens können sich jetzt am Wochenende etwas freuen, dann beginnt die Vorbereitung auf das Spiel in Nordhorn“, sagte der „sehr glückliche“ Peer Pütz. Für die Gäste aus Sachsen steht nach der Niederlage hingegen der Abstieg fest. Sie können sich nicht mehr aus der Abstiegszone befreien und müssen in der Saison 2022/23 in der 3. Liga antreten. Auch die vorherige Aufforderung an alle Fans, zum Spielbeginn ein Licht anzuzünden, hatte dem EHV nicht geholfen. „Wir wollten All-in gehen, schließlich war es unsere letzte Chance“, betonte Stephan Just, den Aue Ende April als Trainer verpflichtete und der wohl bei den Sachsen weitermachen wird. „Der EHV ist ein Urgestein der 2. Liga und will wieder dorthin“, kündigte Just den Wiederaufstieg an.

Eine gewisse Anspannung machte sich zu Beginn der Partie des 36. Spieltages bei beiden Mannschaften bemerkbar. Es schien dann so, als hätte der TSV vor 850 Zuschauern im TSV Bayer Sportcenter die schwierige Anfangsphase besser überwunden, die Außen Jan Reimer und Tim Mast sowie Power-Ian Hüter erzielten bis zur 6. Minute den 3:1-Vorsprung. Doch der starke Erik Töpfer im EHV-Kasten mit mehreren Paraden, ein glücklicher Abpraller, den Sebastian Paraschiv aufnahm und vollstreckte, und der Wurf von Aki Egilsnes ins verwaiste TSV-Tor nach einer unangemessenen Zeitstrafe gegen Aron Seesing führten zum 3:4. Die zweite Führung der Gäste war zudem ihre letzte; sie konnten im Laufe des Spiels auch nicht mehr ausgleichen. Ganz aber hatte das Team aus dem Erzgebirge die Hoffnung noch nicht aufgegeben, als erst Egilsnes und dann Rechtsaußen Maximilian Lux nach Dormagens Drei-Tore-Führung bis auf einen Treffer verkürzten. Weil aber Reimer mit den Treffern 10, 11 und 12 sowie Martin Juzbasic mit Glanztaten gegen Adrian Kammlodt und Kevin Roch aufwarteten, ging der TSV mit dem 12:10-Vorsprung in die Kabine.

Nach dem Seitenwechsel dominierten die Wiesel die Begegnung. „In fifty-fifty-Situationen bewies der TSV mehr Cleverness, wir lassen aber auch viele freie Würfe aus“, stellte Stephan Just später fest. Von jeder Position aus bewiesen die Gastgeber nun Gefährlichkeit: Die Bälle kamen beim eiskalten Vollstrecker Patrick Hüter am Kreis an, Mislav Grgic, Alexander Senden und Andre Meuser feuerten aus dem Rückraum und ließen sich auch durch Fehlwürfe nicht entmutigen. In der zweiten Hälfte gewann der TSV zudem das Torwartduell: Juzbasic schraubte seine Erfolgsbilanz auf 13 Paraden. Dazu zählt der gehaltene Siebenmeter gegen Goncalo Ribeiro in der 50. Minute – anderenfalls hätte Aue auf 21:18 verkürzt. So aber untermauerte Andre Meuser mit dem 22:17 die Führung, die letztlich bis auf 28:21 ausgebaut wurde. Kurios: Zum vierten Mal hintereinander erzielte der TSV exakt 28 Tore gegen Aue.

„Nicht so viele Gedanken drüber machen“, beantwortete Peer Pütz später die Frage nach der Bewältigung der äußerst anstrengenden drei Tage: Am Donnerstag bestritt er mit der B-Jugend das erste DM-Halbfinale gegen die Rhein-Neckar Löwen (26:26), leitete das Abschlusstraining des Zweitligisten vor dem Spiel gegen Aue und ist heute mit der U17 auf dem Weg zum Halbfinal-Rückspiel nach Östringen! Die spezielle Motivation: „Es macht einfach Spaß mit den Jungs beider Mannschaften.“

Mit dieser Einstellung geht der TSV auch in die beiden noch ausstehenden Spiele: Am Samstag steht das Spiel in Nordhorn an, das Saisonfinale steigt am Samstag, 11. Juni, ab 18 Uhr im TSV Bayer Sportcenter gegen den TuS Ferndorf. Zum Ticket-Shop

TSV Bayer Dormagen – EHV Aue 28:21 (12:10)
Dormagen:
Juzbasic (13 Paraden), Simonsen (n.e.); Meuser (4), Leitz (n.e.), Senden (4), I. Hüter (3), Reimer (9/2), Grgic (2), Zurga (n.e.), P. Hüter (3), Johannmeyer (n.e.), Grbavac (n.e.), Seesing (1), Steinhaus, Mast (2).
Aue: Töpfer (9 Paraden), Petursson (ab 52., 1 P.); Roch (3), Egilsnes (4), M. Lux (5), Bombelka (n.e.), Slachta, Schauer (n.e.), Kammlodt (4), Jerebie, K. Lux, Paraschiv (1), Halfdansson (1), Ribeiro (3/1).
Schiedsrichter: Grobe / Kinzel.
Zuschauer: 850.
Zeitstrafen: 8:10 Minuten.
Siebenmeter: 2/3:1/2 (Reimer scheitert an Töpfer – Juzbasic hält gegen Ribeiro).
Spielfilm: 3:1 (6.), 3:4 (8.), 6:4, 8:5 (17.), 10:7 (21.), 10:9 (25.), 12:10 – 16:12 (35.), 18:13 (38.), 19:16, 22:17 (50.), 24:20, 27:20, 28:21.


In den letzten drei Spielen der 2. Handball-Bundesliga gegen den EHV Aue erzielte der TSV Bayer Dormagen regelmäßig 28 Tore. Die Spiele im letzten Jahr endeten aus Sicht beider Mannschaften mit allen drei möglichen Varianten: 28:28 im Dezember in Aue, der TSV siegt 28:26 im April in Dormagen und verliert 28:29 im März in Aue. Die Schlussfolgerung aus den drei Ergebnissen: 28 Tore reichen nicht immer zum Sieg - womit der TSV allerdings kein Problem hat: Seit sechs Spielen sorgt die Offensive ständig für mindestens 29 Treffer.

Mit Blick auf die Tabellensituation besitzt die Partie an diesem Freitag, 27. Mai, auf jeden Fall eine besondere Bedeutung: Wenn der EHV Aue sein vorletztes Auswärtsspiel verliert, dann muss das Team aus dem Erzgebirge in der kommenden Saison in der 3. Liga spielen. Doch darauf kann der TSV natürlich keine Rücksicht nehmen, schließlich benötigt die Auswahl von Peer Pütz die beiden Punkte, um nicht wieder auf die Abstiegsränge zu rutschen. Die Schiedsrichter Sebastian Grobe und Adrian Kinzel (Trebur / Geinsheim) pfeifen das Spiel des 36. Spieltages um 19.30 Uhr im TSV Bayer Sportcenter an. Tickets gibt es weiterhin im Online-Shop, die Abendkasse öffnet um 18.30 Uhr. Die Dormagener hoffen auf die Unterstützung der Fans. Wer es nicht in die Halle schafft, kann die Begegnung live auf Sportdeutschland.tv verfolgen.

Beim EHV Aue hat kürzlich ein neuer Trainer die Verantwortung übernommen: Nach der langen und schweren Corona-Erkrankung von Stephan Swat hatten die Sachsen vor Saisonbeginn Abstand vom bisherigen Cheftrainerprinzip genommen und installierten ein Team mit dem sportlichen Leiter Swat, dem bisherigen Trainer Kirsten Weber und Torwart-Coach Michael Hilbig. Doch der drohende Abstieg veranlasste die Verantwortlichen Ende April zu einer Kurskorrektur: Erst stellte Kirsten Weber sein Amt zur Verfügung, damit ein neuer Mann einen Impuls für die Schlussphase setzen könne. Dann willigte Stephan Just ein, die Cheftrainer-Position beim EHV Aue bis vorerst zum Saisonende zu übernehmen. Der bisherige Coach des SC Magdeburg II war als Spieler in der Bundesliga für zahlreiche Klubs aktiv und trug auch das Trikot der deutschen Nationalmannschaft. Zuletzt konnte „Apollo“ Just zweimal mit dem EHV jubeln: Nach den Niederlagen in Eisenach und gegen Großwallstadt gewann Aue 32:29 in Hagen und setzte sich mit 30:21 gegen Rostock durch.

Der Portugiese Goncalo Ribeiro zählte in beiden Spielen zu den besten Torschützen - auch von der Siebenmeterlinie. Mit 146 Treffern ist er Aues erfolgreichster Werfer in der laufenden Saison. Kreisläufer Bengt Bornhorn (129) musste zwangspausieren: In Großwallstadt sah er wegen Beinstellens nach der Roten auch die Blaue Karte, die zu Bericht und Sperre führte. Dritter in der Liste ist Rechtsaußen Maximilian Lux (128). Gefahr geht aber auch von den Halbpositionen aus, auf denen Adrian Kammlodt (links) und Arnar Birkir Halfdansson (rechts) beheimatet sind.

„Der Sieg in Essen war toll. Aber wir wissen alle, dass wir weitere Punkte brauchen, um die Klasse zu halten“, sagt Peer Pütz, der heute mit der Dormagener B-Jugend das erste DM-Halbfinale gegen die Rhein-Neckar Löwen bestritt. Die gute Partie zweier starker Mannschaften endete nach der 11:9-Pausenführung des TSV 26:26, im Rückspiel am Samstag in Östringen werden die Karten neu gemischt. Das gilt sicher auch für das Spiel am Freitagabend in der 2. HBL mit zwei Cheftrainern, die beim 28:28 im Hinspiel nicht in der Verantwortung standen.


Dank einer zumeist konzentrierten Leistung hat der TSV Bayer Dormagen am Freitagabend das Derby bei TuSEM Essen mit 29:25 (14:13) gewonnen und durch den vierten Auswärtssieg zwei immens wichtige Punkte mit nach Hause genommen. Vor den letzten drei Spielen besitzen die Wiesel nun 27 Zähler und entfernten sich vor den weiteren Spielen des Wochenendes von einem Abstiegsplatz. „Es wird schwer bis zum letzten Spieltag. Aber wir haben heute einmal mehr gezeigt, dass wir an uns glauben“, sagte Trainer Peer Pütz. Sein künftiger Chef-Coach beim Bergischen HC Jamal Naji war sichtlich enttäuscht, gratulierte aber zum „verdienten Sieg“. Das vorletzte Heimspiel bestreitet der TSV am kommenden Freitag, 27. Mai, ab 19.30 Uhr gegen den EHV Aue. Zum Ticket-Online-Shop.

Das Derby bot den 1386 Zuschauern in der Sporthalle Am Hallo beste Handballkost mit einem lange offenen Schlagabtausch. Es waren noch keine zehn Minuten gespielt, als zwei Aufreger für ungläubige Blicke auf der einen und Sorgenfalten auf der anderen Seite sorgten: Erst war es der illegale Griff von Noah Beyer zum Ball, der sich noch im Kreis befand. Essens Linksaußen traf zum 4:3 ins leere Tor, da Martin Juzbasic aus dem Kasten gelaufen war, um das Spielgerät aufzunehmen. Allen Protesten zum Trotz zählte das Tor. Es folgte eine Szene, die für Malte Seidel Konsequenzen hatte: Nach einem unglücklichen und unbeabsichtigten Zusammenstoß mit Mislav Grgic ging Seidel zu Boden und musste mithilfe von zwei Mitspielern benommen vom Feld geführt werden. Er konnte in der zweiten Hälfte wieder spielen.

In der 22. Minute lagen die Gastgeber erstmals mit drei Treffern vorne: Beyer verwandelte seinen dritten Strafwurf zum 11:8, kurz drauf hieß es 12:9 durch Tim Rozman. Aron Seesing verkürzte und es folgte eine weitere Situation, die zu Diskussionen führte: Nach dem Lattenknaller von Justin Müller lief Jan Reimer einen Gegenstoß, den er zum 12:11 mit einem Wurf ins leere Tor abschloss. Zuvor aber wurde er von Tom Bergner intensiv berührt, Reimers Sturz sah böse aus und die Aktion roch nach einer Roten Karte. Die wäre wohl auch gezückt worden, wenn der Ball neben das Gehäuse gegangen wäre. So aber entschieden die Schiedsrichter „nur“ auf zwei Minuten gegen Bergner, Reimer konnte zum Glück weitermachen. Eloy Morante Maldonado erhöhte nun auf 13:11, das war das letzte Tor für Essen vor dem Pausenpfiff. Der TSV aber drehte die Partie mit zwei Treffern von Ian Hüter und einem weiteren Tor von Reimer zur 14:13-Halbzeitführung.

Die zweite Hälfte begann mit unentschlossenen Abschlüssen auf beiden Seiten. Nach der Parade des in der zweiten Hälfte immer stärker werdenden Martin Juzbasic gegen Dennis Szczesny legten die Gäste den Grundstein für den Erfolg: Alexander Senden, mit insgesamt sieben Einschlägen im Essener Kasten bester Dormagener, Mislav Grgic mit einem Konter und Jan Reimer nach einem genau getimten Pass von Juzbasic sorgten für die 17:13-Führung. Den Vorsprung schraubte der TSV sogar bis auf 23:17 in der 43. Minute durch Andre Meuser. TuSEM-Coach Jamal Naji nahm nun bereits die zweite Auszeit in der zweiten Hälfte.

Mit einer noch offensiveren Abwehr versuchte Essen, das Dormagener Angriffsspiel zu stören. Naji brachte kurzzeitig den siebten Feldspieler, aber statt eines vernünftigen Spielaufbaus schloss Lucas Firnhaber mit einem Rückraumwurf ab, der kein Problem für Juzbasic war. Dormagens Torwart zeichnete sich dann erneut aus und griff zum letzten Mittel gegen Siebenmeter-Vollstrecker Noah Beyer, der zuvor auch gegen Christian Simonsen getroffen hatte: Juzbasic blieb auf der Torlinie stehen, riss spontan die Arme hoch und parierte. In den letzten Minuten ließ der TSV nichts mehr anbrennen und feierte den Auswärtssieg mit den vielen Fans. „Wir haben uns in der Überzahl nach dem 9:12-Rückstand gut herangekämpft und konnten uns zu Beginn der zweiten Halbzeit absetzen“, fasste Coach Peer Pütz die Partie zusammen. Jamal Naji sah in der Kabine „sehr geknickte Spieler“ und hatte keine Erklärung dafür, „warum wir uns in der heimischen Halle so schwertun.“ Die entscheidenden Gründe für die Niederlage aus seiner Sicht: „Wir verlieren das Torwartduell und der TSV war konsequenter im Abschluss.“

Es war sicher ein Wink des Schicksals, dass Bietigheim am Mittwoch mit einem Remis ggen Coburg Essen in der Tabelle der 2. Handball-Bundesliga auf den siebten Platz verdrängt hatte. Gegen Tabellensiebte hat der TSV in dieser Saison schließlich immer bestens abgeschnitten. In den letzten drei Spielen stellen sich aber andere Aufgaben: In den Heimspielen gegen die unmittelbare Konkurrenz Aue und Ferndorf, im Auswärtsspiel bei Aufstiegskandidat Nordhorn.

TuSEM Essen – TSV Bayer Dormagen 25:29 (13:14)
Essen:
Bliss (4 Paraden), Diedrich (25.-37., 1 P.); Beyer (10/7), Ellwanger (1), Glatthard, Rozman (2), Dangers (2), Becher (n.e.), Ignatow (1), Szczesny (2), Bergner, Müller (2), Firnhaber (1), Seidel (2), Morante Maldonado (2), Klingler.
Dormagen: Juzbasic (10 Paraden), Simonsen (bei 2 7m); Meuser (3), Leitz (n.e.), Senden (7), I. Hüter (3), Reimer (6/2), Grgic (3), Zurga (n.e.), P. Hüter (4), Johannmeyer (n.e.), Grbavac (n.e.), Seesing (1), Steinhaus (2), Mast.
Schiedsrichter: Fratczak/Ribeiro.
Zuschauer: 1386.
Zeitstrafen: 8:6 Minuten.
Siebenmeter: 7/8:2/2 (Juzbasic hält gegen Beyer).
Spielfilm: 5:5 (13.), 7:5, 7:7, 9:8, 11:8 (22.), 12:9, 13:11, 13.14 – 13:17 (34.), 17:23 (43.), 19:23, 19:25, 22:25 (52.), 22:26, 24:27 (58.), 25:29.


Es ist mal wieder ein Tabellensiebter, auf den der TSV Bayer Dormagen an diesem Freitag, 20. Mai, trifft. Und gegen die jeweils Siebten der 2. Handball-Bundesliga haben die Wiesel zuletzt immer wieder überzeugt. Im Idealfall bleibt das aus Wiesel-Sicht so, wenn die Schiedsrichter Paulo Ribeiro und Pawel Fratczak (Geldern / Diepholz) das Spiel gegen den TuSEM in der Essener Sporthalle Am Hallo gegen 21 Uhr abpfeifen. Das Derby beginnt um 19.30 Uhr. Wer dabei sein will, kann im Internet heute noch ein Ticket ordern. Ansonsten: Sportdeutschland.tv übertragt live.

Beide Teams feierten zuletzt Erfolgserlebnisse: Der TSV bejubelte beim 31:23 gegen Rostock den bislang höchsten Saisonsieg. Essen setzte sich 30:29 in Emsdetten durch, holte Heimpunkte allerdings zuletzt vor zwei Monaten gegen Aue. Danach gab es Niederlagen gegen Gummersbach (28:32), Eisenach (23:24) und Dessau (26:30). Erfolgreichster Schütze der Gastgeber ist Linksaußen Noah Beyer, der vor allem von der Siebenmeterlinie überzeugt: 97 seiner insgesamt 163 Treffer waren Strafwürfe. Eloy Morante Maldonado folgt in Essens Torschützenliste auf Rang 2 mit 127/18 Treffern.

Wenn zwei Teams aus der Region aufeinandertreffen, dann ist immer Derby-Stimmung angesagt. Im Laufe der Bundesligageschichte hatten etliche Trainer eine Dormagener und Essener Vergangenheit. Das trifft zugleich auf eine Fülle von Spielern zu: In der aktuellen TuSEM-Mannschaft stehen mit Torwart Arne Fuchs und den Rückraumspielern Dennis Szczesny und Eloy Morante Maldonado drei Spieler, die ehemals das Dormagener Trikot trugen. Das gilt auch für Essens Co-Trainer Michael Hegemann, der zur neuen Saison den bisherigen Cheftrainer Jamal Naji ablösen wird. Naji, der zuvor Nachwuchskoordinator in Dormagen war, wechselt zum Bergischen HC. Den Dormagener Linksaußen Tim Mast zieht es indes nach Essen - was für ihn aber bis zum Saisonende überhaupt kein Thema ist: „Ich denke nicht an die nächste Saison. Wir geben weiter Gas und werden auch in Essen alles versuchen, um die Punkte mitzunehmen.“


In der Schlussphase der Spielzeit 2021/22 gab eine Ankündigung von Christoph Buchbender dem TSV Bayer Dormagen einen weiteren Schub: „Der Mannschaft fehlt in dieser Saison ein wenig Fortune, gelegentlich auch ein kleines bißchen Cleverness, aber heute wird das klappen“, sagte der Vorstand der Rheinland Versicherungsgruppe vor dem Heimspiel gegen den HC Empor Rostock. Neben der sportlichen Zuversicht - der Ansage folgte ein klarer 31:23-Erfolg der Wiesel - löste Christoph Buchbender dann aber auch eine spezielle Freude bei den Verantwortlichen des Handball-Zweitligisten aus: „Wir sind jetzt seit 18 Jahren Sponsor des Handballs in Dormagen. Wir verstehen es auch als Zeichen der Solidarität, wenn wir jetzt unseren Vertrag um zwei weitere Jahre verlängern.“

Für den TSV bedankten sich Marketingleiterin Jil Falkenstein und Joachim Kurth (Mitglied des sportlichen Kompetenzteams) bei der Rheinland Versicherung und überreichten Christoph Buchbender das Trikot mit der Nr. 50. Die steht für 50 Jahre „RheinLänder“ - Buchbender gehört dem Unternehmen, bei dem er seine Ausbildung machte, nunmehr ein halbes Jahrhundert an. „Eine runde Sache ist auch das Rheinland-Sponsoring beim TSV, das dann in zwei Jahren auf 20 Jahre zurückblicken kann“, erinnert sich Joachim Kurth an die Anfänge im Jahr 2004 und die ständige Fortentwicklung der Partnerschaft.


Seit 2016 spielen die Handballer des TSV Bayer Dormagen in Trikots des dänischen Sportartikelherstellers Select. Und daran wird sich in den nächsten drei Jahren nichts ändern: Die weitere Zusammenarbeit bis 2025 wurde jetzt vereinbart. „Nach den bisherigen guten Erfahrungen war Select natürlich erster Ansprechpartner bei der Frage nach unserem künftigen Ausrüstungspartner“, sagt Björn Barthel, Geschäftsführer der TSV Bayer Dormagen Handball GmbH. Die Partnerschaft gilt zudem für die weiteren TSV-Mannschaften bis hin zur Jugend. Die Dormagener spielen auch mit Select-Bällen.

Joachim Böhmer, COO von Derbystar | Select, ist erfreut über die Fortführung der langjährigen Beziehung: „Der TSV Bayer Dormagen, mit einem nach wie vor jungen, ambitionierten Team und einer hervorragenden Jugendarbeit, zählt zu den Top-Adressen im deutschen Handball. Uns liegt viel an der Zusammenarbeit mit einem solchen Handball-Traditionsklub und wir freuen uns, die Wiesel mit unseren Qualitätsprodukten auszustatten.“

Nach dem erneuten Votum der Fans geht der TSV mit einem neu gestalteten Trikot in die Spielzeit 2022/23. Es wird wiederum im Sublimationsverfahren hergestellt. „Ich bin fest davon überzeugt, dass unsere Anhänger begeistert sein werden von der Umsetzung. Ohne die Vereinsfarben blau/weiß ist das Trikot sicher nicht denkbar“, sagt TSV-Marketingleiterin Jil Falkenstein."


Der 10. Saisonsieg des TSV Bayer Dormagen gegen den HC Empor Rostock ist mit 31:23 gleichzeitig der bislang höchste in der Spielzeit 2021/22. Da die unmittelbare Konkurrenz der 2. Handball-Bundesliga bis auf Aue Federn ließ, kletterten die Wiesel auf Nichtabstiegsrang 17. Doch Entwarnung ist nicht angesagt: „Wir müssen auch in den ausstehenden Spielen so überzeugend auftreten. Heute hat die Mannschaft das insgesamt souverän gemacht“, sagte TSV-Coach Peer Pütz. Auch Linksaußen Tim Mast stellte später fest: „Wir schauen nicht so viel auf die Tabelle. Wir müssen weiter bis zum letzten Spieltag am 11. Juni hart arbeiten.“ Am kommenden Freitag, 20. Mai, steht das Derby bei TuSEM Essen an. Der TSV hofft auf die Unterstützung vieler Fans. Zum vorletzten Heimspiel kommt der EV Aue eine Woche später am 27. Mai ins TSV Bayer Sportcenter. Zum Online-Ticket-Shop.

So konsequent wie Rostock spielt kein anderer Zweitligist die Überzahl mit dem siebten Feldspieler. Pütz: „Das machen die geschickt. Es ist gar nicht so einfach, gegen diese Spielweise mit zwei oder gar drei Kreisläufern sinnvolle Lösungen zu finden.“ Die Dormagener Defensive erarbeitete sich die Taktik dank eines klugen Schachzuges: Pütz hatte mehrere befreundete Spezialisten aus der 3. Liga zum Training am Freitag eingeladen, um das zu erwartende Spiel zu simulieren. Die Rechnung ging auf, die Abwehr präsentierte sich als überragendes Bollwerk. „Ich habe heute sehr viele gute Sachen gesehen“, lobte Rostocks Coach Till Wiechers denn auch ausschließlich den Gegner. „Wir haben weder im 7:6 mit zwei Kreisläufern, noch mit drei Kreisläufern, noch im Tempospiel, noch im 6:6 über einen längeren Zeitraum Lösungen gefunden – und das muss man sagen, das hat bisher keine einzige Mannschaft so herausragend verteidigt wie Dormagen. Deshalb geht der Sieg absolut in Ordnung.“

„Die Abwehrleistung war der Schlüssel, warum wir so gut ins Spiel gekommen sind“, war Pütz die Zufriedenheit anzusehen. Und das passte von Beginn an, weil die Gäste gleich in der Anfangsphase dem TSV nach drei technischen Fehlern den Ball überließen. So verschafften die Gastgeber sich vor 663 Zuschauern einen fast stetig wachsenden Vorsprung, der lediglich fünf Minuten vor dem Pausenpfiff ein wenig schrumpfte. Da war es der routinierte Kreisläufer Jonas Thümmler, der zweimal schnell reagierte. Und Nick Witte ließ mit einem Konter das 11:8 folgen. Weil Martin Juzbasic jetzt weitere Male sein Können demonstrierte und die nächsten Chancen konsequent verwandelt wurden, ging der TSV mit dem beruhigenden 14:9 in die Kabine.

Nach dem Seitenwechsel brachte Rostock Rechtsaußen Jonas Steidtmann besser ins Spiel, doch auch seine Tore konnten die Dormagener Dominanz nicht ins Wanken bringen. Spätestens in der 46. Minute war die Vorentscheidung gefallen, als Rechtsaußen Jan Reimer das 24:15 erzielte. Die Gäste bemühten sich die Niederlage in Grenzen zu halten und kamen jetzt vor allem durch den ehemaligen Dormagener Christian Wilhelm zu Torerfolgen. Durch die Rote Karte gegen Dennis Mehler nach einem schmerzhaften Foul an Sören Steinhaus war aber die Abwehr geschwächt. Die Lücken nutzte der TSV, um nach dem 28:23 in der 57. Minute auch noch etwas für das Torverhältnis zu tun. Für den erneut erfolgreichsten Werfer der Partie war das 27:20 in der 54. Minute übrigens ein besonderer Treffer: Es war Reimers 133. Saisontor und damit der Gleichstand mit dem bislang alleine führenden Andre Meuser.

TSV Bayer Dormagen – HC Empor Rostock 31:23 (14:9)
Dormagen:
Juzbasic (13 Paraden), Simonsen (bei einem 7m); Meuser (3), Leitz (n.e.), Senden (2), I. Hüter (5), Reimer (9/4), Grgic (6), Zurga (n.e.), P. Hüter (2), Johannmeyer (n.e.), Grbavac (n.e.), Seesing (1), Steinhaus (2), Mast (1).
Rostock: Wetzel (9 P.), L. Mehler (bei einem 7m und ab 55., 1 P.); Wilhelm (4), Steidtmann (4), Ottsen (2), M. Schütze (1), D. Mehler, Völzke, Witte (4/3), Schmidt (1), A. Schütze , Mehrkens (n.e.), Kohnagel (1), Thümmler (5), Pechstein (1), Lößner (n.e.).
Schiedsrichter: Cesnik / Konrad.
Zuschauer: 663.
Zeitstrafen: 4:4 Minuten.
Siebenmeter 4/5:3/3 (Reimer scheitert an Wetzel).
Spielfilm: 0:1, 5:2 (7.), 8:4, 11:5 (20.), 11:8, 13:8, 14:9 – 15:9, 18:11 (37.), 19:14, 24:15 (46.), 26:20, 28:23 (57.), 31:23.

 


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