Eine Woche noch: Am Freitag, 2. Oktober, startet die 2. Handball-Bundesliga auch im TSV Bayer Sportcenter: Dort trifft das Team von Dusko Bilanovic ab 19.30 Uhr auf den ambitionierten Aufsteiger Dessau-Roßlauer HV 06. Im Idealfalle könnten 3002 Zuschauer das Spiel live in der Halle verfolgen, doch die Corona-Pandemie lässt eine solche Größenordnung nicht zu: "Ausverkauft" wäre demnach die Partie, wenn exakt 958 Zuschauer ins Sportcenter kommen. Die TSV-Verantwortlichen haben einen Sitzplan nach den Vorgaben der Corona-Schutzverordnung in dieser Größenordnung entworfen, der die Zustimmung der zuständigen Behörden erhielt. Das durchdachte Hygienekonzept trägt dazu bei, das Ansteckungsrisiko zu minimieren. "Wir alle freuen uns auf den Saisonbeginn und hoffen, dass wir die höchstmögliche Zuschauerzahl am 2. Oktober erreichen", sagt Dormagens Handball-Geschäftsführer Björn Barthel.

Ab diesem Freitag, 25. September, 11 Uhr, besteht für die Anhänger des TSV Bayer Dormagen die Möglichkeit, Tagestickets für die Begegnung zu kaufen. Dies ist aufgrund der aktuellen Situation nur online möglich. "Dafür bitten wir um Verständnis", betont Barthel. "Natürlich sind wir bei Fragen rund um den Vorverkauf und bei etwaigen Problemen Ansprechpartner der Fans." Wer aus welchem Grund auch immer am 2. Oktober nicht dabei sein kann, hat weiterhin die Möglichkeit Unterstützerkarten im Rahmen der Dormagener Ticket-Lotterie zu erwerben und tolle Preise zu gewinnen: Der TSV hat die originelle Aktion bis Ende des Jahres verlängert.

Einer würde gerne am 2. Oktober auf dem Spielfeld dabei sein, doch eine Verletzung macht einen Strich durch die Rechnung: Julian Köster muss eine dreimonatige Pause einlegen und wird wohl erst wieder im Jahr 2021 angreifen können. Der Rückraumspieler hat sich im Testspiel gegen Ferndorf einen Riss im Außenmeniskus zugezogen. Die am Mittwoch erfolgte Operation im Kölner Dreifaltigkeits-Krankenhaus verlief ohne Komplikationen.


Das Dormagener Zweitliga-Team hat auch den dritten Heimtest innnerhalb einer Woche gewonnen: Der TSV Bayer setzte sich am Samstagabend gegen den belgischen Spitzenklub Achilles Bocholt mit 31:25 (17:10) vor rund 80 Zuschauern im TSV Bayer Sportcenter durch. Erfolgreichster Werfer war diesmal Kapitän Patrick Hüter (5). Trainer Dusko Bilanovic war zufrieden mit dem Verlauf des Spiels gegen "einen guten Gegner aus Belgien", der bis zum Abpfiff enormen Einsatz zeigte und sogar die zweite Halbzeit gewann. Vor dem Zweitligastart am Freitag, 2. Oktober, gegen Dessau steht noch ein besonderer Test auf dem Vorbereitungsplan: Am Samstag, 26. September, spielt der TSV beim Liga-Rivalen VfL Gummersbach.

Ohne Zweifel war Achilles Bocholt der richtige Trainingspartner zu diesem Zeitpunkt. Denn die belgische Auswahl präsentierte über die volle Spielzeit Tempohandball so wie ihn der TSV gerne zeigt und forderte die TSV-Defensive. Da auch Bocholts bewegliche Verteidigung vor allem in der ersten Viertelstunde dem Bayer-Angriff einige Probleme bereitete, mussten die Gastgeber bis hin zum 6:7 zumeist einem Rückstand hinterherlaufen. Mit vier Treffern in Folge setzte der TSV sich dann aber erstmals bis auf 10:7 ab und sorgte bis zum Pausenpfiff für die komfortable 17:10-Führung.

Das 20:11 kurz nach dem Seitenwechsel war ein kurioser Treffer, der gleichzeitig deutlich machte, wie wichtig das Mitlaufen eines Spielers sein kann: Torwart Martin Juzbasic hatte einen Ball gefangen und warf ihn Richtung leeres Bocholter Tor. Doch er knallte gegen den linken Pfosten und kam zurück zum wartenden Patrick Hüter, der keine Mühe hatte. Das gegnerische Gehäuse musste sich in der Folgezeit noch mehrfach Ballberührungen gefallen lassen - gute Einwurfchancen verhinderten zudem die beiden belgischen Schlussmänner. So schrumpfte der Vorsprung und die Gäste konnten die Heimreise mit einer einstellig gebliebenen Niederlage antreten. Dass etliche Möglichkeiten ausgelassen wurden, konnte Dusko Bilanovic verzeihen: "Wir haben eine junge Mannschaft, da kann das schon mal passieren. Bis auf die Anfangsphase haben wir aber die Partie kontrolliert."

In der letzten Viertelstunde rückte Carlos Iliopoulos zwangsweise auf die rechte Außenbahn - und sorgte auch von dort für Torgefahr. Der Linkshänder ersetzte Jakub Sterba, der nicht mehr weiterspielen konnte, sich aber vermutlich nicht schwerer verletzt hat. Gar nicht mitspielen konnte Julian Köster, der sich bereits im Spiel gegen Ferndorf eine Verletzung zuzog, die jetzt noch eingehender untersucht wird.

TSV Bayer Dormagen - Achilles Bocholt (Belgien) 31:25 (17:10)
TSV: Bartmann, Juzbasic (ab 28.); Meuser (4), Sterba (4), Reuland (4), Richter (2), Mast (1), Grbavac (4), Noll (2/1), Iliopoulos (2), Juric (2), P. Hüter (5), I. Hüter (1), Seesing.


Der TSV Bayer Dormagen kann nach der aktuellen Corona-Verordnung die kommenden Meisterschaftsspiele mit 958 Sitzplätzen planen. Das ist das Ergebnis der Gespräche mit dem Gesundheitsamt auf der Basis der so genannten Insellösung. Diese sieht nach Paragraf 1, Absatz 2 der NRW-Coronaschutz-Verordnung vor, dass jeweils maximal Personengruppen in 10er-Größen zusammenkommen dürfen. Handball-Geschäftsführer Björn Barthel: „In diesem Rahmen bewegen wir uns“Insofern kann es vorkommen, dass der ein oder andere Zuschauer neben jemanden sitzen wird, den er oder sie nicht kennt. „In solchen Fällen empfehlen wir das beiderseitige Maskentragen auch während des Spiels“, hofft Barthel auch darauf, dass die Handballfans sich entsprechend arrangieren. „Wir alle lieben unseren Sport und wollen alles dafür tun, dass wir besten Zweitliga-Handball erleben können, gleichzeitig aber auch die Gesundheit im Vordergrund steht“, betont Björn Barthel. Zur Information: Das Sportcenter verfügt über eine Zuluft von insgesamt 50.000 Kubikmeter pro Stunde. Im Tribünenbereich ist die Zu- und Abluft 1300 Kubikmeter pro Stunde und entweicht unmittelbar nach oben.

Der zugewiesene Sitzplatz muss unbedingt eingehalten werden, dies ist entscheidend für die etwaige Nachverfolgung. Deshalb gibt es die personalisierten Tickets, damit man feststellen kann, wer neben wem in gewisser Nähe gesessen hat. Ein selbständiges Wechseln - auch wenn es nur ein Platz nach links oder rechts sein sollte - ist nicht zulässig. Denkbar ist es nur in begründeten Ausnahmefällen in Absprache mit dem Ordnungsdienst. Beim Erwerb des Tickets stimmt man den Rahmenbedingungen in den AGB zu; Zuwiderhandlungen können zum Ausschluss führen. Die Personalisierung im Sitzplan und die damit verbundene Nachverfolgung wird durchgeführt, damit man nicht zwischen jedem einzelnen Platz links, rechts, vorne und hinten den Abstand von 1,5 Metern einhalten muss. „Wäre dies die Grundvoraussetzung, könnten wir im Sportcenter nur knapp 350 Sitzplätze anbieten. Damit aber würde eine Öffnung für Zuschauer bei Heimspielen wirtschaftlich nicht tragbar sein“, stellt Barthel fest.

Als nächstes wird der TSV das Hygienekonzept anpassen und dann auch ein weiteres Mal die Genehmigung des Gesundheitsamtes einholen. Es wird aufgrund der Gesamtregelung auch notwendig sein, dass bei einigen Dauerkarteninhabern Sitzplatzwechsel vorgenommen werden müssen. Mit den Betroffenen nehmen die Handball-Verantwortlichen Kontakt auf.

Das letzte Testspiel im TSV Bayer Sportcenter findet an diesem Samstag, 19. September, ab 18.30 Uhr gegen den belgischen Spitzenklub Achilles Bocholt statt. Tickets können nur online geordert werden. Es wird am Samstag auch ein Testlauf für den Getränkeverkauf stattfinden. Das heißt: Getränke werden an der Theke angeboten. Um die Kontakte zu minimieren, ist der Zugang ausgeschildert.


Am Ende wurde es deutlich: Der Longericher SC wehrte sich lange gegen eine allzu hohe Niederlage, die dann aber doch auf der Anzeigetafel stand: Der TSV Bayer Dormagen gewann das Trainingsspiel am Mittwochabend gegen den Kölner Drittligisten vor rund 80 Zuschauern mit 34:24. Interessant: Obwohl TSV-Trainer Dusko Bilanovic zwei sehr unterschiedliche Formationen in jeder Halbzeit spielen ließ, endeten beide Hälften 17:12. Die Außen Jakub Sterba, Joshua Reuland und Pascal Noll erzielten je sechs Treffer und damit mehr als die Hälfte aller TSV-Tore. Das letzte Testspiel im TSV Bayer Sportcenter vor dem Start der 2. Liga steigt am Samstag, 19. September, ab 18.30 Uhr gegen den belgischen Klub Achilles Bocholt. Tickets können ausschließlich online bestellt werden, es gibt keine Abendkasse.

Neuzugang Carlos Iliopoulos machte in den ersten 30 Minuten mehrfach mit platzierten Würfen auf sich aufmerksam: Der Linkshänder war mit fünf Treffern erfolgreichster Dormagener Rückraumschütze. Da das Aufbauspiel nicht ganz so rund lief wie noch am Sonntag gegen Longerich, standen zumeist die Gegenstoßspezialisten im Blickpunkt. Sie holten auch wieder einen Vorsprung heraus, nachdem die Kölner durch drei Tore in Folge zum 7:7 ausgeglichen hatten und längere Zeit die Partie offen hielten. In der Schlussphase der ersten Halbzeit setzten die Gastgeber sich aber doch noch ab. A-Jugendspieler Aron Seesing, der zum Anschlusskader gehört, sorgte mit dem 17:12 nach einem cleveren Anspiel von Tim Mast für den Pausenstand.

Der große Spielerwechsel nach dem Wiederanpfiff hatte einen besonderen Grund: "Wir haben die Mannschaft geteilt, damit alle möglichst viel Spielpraxis bekommen", begründete Dusko Bilanovic die Rotation. Für Andre Meuser war es ein kurzer Aufenthalt auf dem Spielfeld: Er sah nach einer berechtigten und zwei merkwürdigen Zeitstrafen die Rote Karte. So musste der TSV noch mehr improvisieren, was nach kurzen Irritationen auch immer besser gelang. Weniger positiv war die Siebenmeterbilanz: Gleich vier Strafwürfe landeten nicht im gegnerischen Kasten, weil Torwart Valentin Inzenhofer etwas dagegen hatte. Der 34:24-Sieg ist gleichwohl der höchste Erfolg der Vorbereitung und freute den Coach: "Es war unser Ziel, nicht mehr als 25 Tore zu kassieren. Das ist gelungen. Vorne haben wir zwar ein paar Bälle liegen lassen, aber insgesamt war es ein gutes Trainingsspiel", sagte Dusko Bilanovic.

TSV Bayer Dormagen - Longericher SC 34:24 (17:12)
TSV: Bartmann, Juzbasic (ab 31.); Meuser, Sterba (6/1), Reuland (6), Richter (2), Mast (1), Grbavac, Noll (6/1), Iliopoulos (5), Juric, Köster (2), P. Hüter (2), I. Hüter (3), Seesing (1).


Nach den ersten Testspielen in leerer Halle waren gestern wieder Zuschauer im TSV Bayer Sportcenter dabei. Rund 200 Besucher*innen nutzten die Chance, nach langer Pause mal wieder ein Handballspiel live zu verfolgen. Sie sahen streckenweise ein gutes Zweitligaspiel zwischen dem TSV und den Gästen aus Ferndorf. Die Partie endete mit dem Dormagener 26:24 (14:9)-Erfolg. Am Mittwoch, 16. September, 20.15 Uhr, folgt das nächste Trainingsspiel: Der Kölner Nachbar Longericher SC kommt ins Sportcenter. Dann gelten die gleichen Corona-Regeln wie schon gegen Ferndorf: Tickets (6 bzw. 4 Euro) müssen online gebucht werden.

Nur ein Mal ganz zu Beginn des Spiel konnte Ferndorf 2:1 in Führung gehen. Dann bestimmte der wacher wirkende TSV die Partie: Die mangelnde Präsenz der Siegerländer in der Abwehr nutzten die Außen Jakub Sterba und Joshua Reuland zu platzierten Abschlüssen, nachdem Andre Meuser bereits zwei Mal Maß genommen hatte. Als Benni Richter in der 11. Minute durch die TuS-Abwehr spazierte und Torwart Lucas Puhl keine Chance ließ, führten die Gastgeber erstmals mit zwei Toren. Der Vorsprung wurde bis auf 7:3 nach einer Viertelstunde ausgebaut: Erst fing Ian Hüter den Ball nach einem Ferndorfer Pass ab und dann ging es blitzschnell nach vorne über Ante Grbavac zum Schützen Sterba; dann setzte sich der klug angespielte Tim Mast am Kreis durch und ließ Ferndorfs Trainer Robert Andersson zur grünen Karte greifen. Doch auch die Auszeit half nicht wirklich, da Sven Bartmann im TSV-Kasten nach wie vor beste Ferndorfer Möglichkeiten zunichte machte. Und vorne setzten die Dormagener einiges aus dem im Training erarbeiteten Repertoire um. Aber eben nicht alles: "Wir treffen ja in sechs Wochen in der Meisterschaft auf Ferndorf, da wollten wir jetzt noch nicht alles zeigen", schmunzelte TSV-Coach Dusko Bilanovic. Reuland und Richter mit weiteren je drei Treffern sowie ein Geschoss von Grbavac sorgten für die 14:9-Pausenführung.

Nach dem Seitenwechsel blieb es zunächst beim bisherigen Spielverlauf, auch wenn vor allem der TSV das Unterzahlspiel nach mehreren Zeitstrafen üben konnte. Das gelang ganz ordentlich, die Fehlerzahl wuchs allerdings im Verlaufe der Partie an. Bilanovic: "Wir wollten bewusst viel ausprobieren. Da läuft auch schon mal etwas schief. Aber wir hatten das Spiel die ganze Zeit im Griff." Dazu trug auch Linksaußen Pascal Noll bei, der nahtlos an die Leistung seines Positionskollegen Reuland anschloss. Und der in der 44. Minute eingewechselte Martin Juzbasic machte sofort mit einer Siebenmeterparade auf sich aufmerksam. Gleichwohl kamen die Gäste eher zufällig zum Ausgleich, als nach einem mißglückten Abwehrversuch der Ball ins leere TSV-Tor rollte. Die Dormagener steckten das 19:19 und das 20:20 weg und setzten sich durch Treffer von Noll, zweimal Julian Köster und Sterba auf 24:21 ab. Als Ian Hüter seinen Bruder Patrick clever am Kreis anspielte und nach dessen Tor den eigenen Treffer folgen ließ, war die Partie beim 26:22 entschieden - und alle Dormagener Feldspieler hatten sich in die Torschützenliste eingeschrieben.

TSV Bayer Dormagen - Tus Ferndorf 26:24 (14:9)
TSV: Bartmann, Juzbasic (ab 44.); Meuser (2), Sterba (3), Reuland (4), Richter (4), Mast (1), Grbavac (2), Noll (4/2), Iliopoulos (1), Juric (1), Köster (2), P. Hüter (1), I. Hüter (1).


Die nicht nachzuvollziehende Ungleichbehandlung von Sport bzw. Kultur mit Blick auf die Zulassung von Zuschauern bei Veranstaltungen hatte Björn Barthel, Handball-Geschäftsführer des TSV Bayer Dormagen, vor wenigen Tagen energisch kritisiert. Es könne nicht sein, dass vergleichbare Events unterschiedlich zum Nachteil von Sport ausgelegt würden.

Heute lud NRW-Staatssekretärin Andrea Milz kurzerhand zu einem Online-Sportgipfel ein, an dem auch NRW-Ministerpräsident Armin Laschet teilnahm, um sich 90 Minuten lang insbesondere mit den Vertretern der Profiligen neben Fußball auszutauschen. Björn Barthel, der vor wenigen Monaten Teamsport NRW als Forum verschiedener Sportarten in NRW initiiert hatte, war in dieser Funktion und als Vertreter des professionellen Handballs an diesem Sportgipfel beteiligt. Unterstützt wurde er dabei von Oliver Lücke, HBL-Geschäftsleitung.

Björn Barthel: „Ich danke Ministerpräsident Laschet und Staatssekretärin Milz sehr dafür, dass sie unsere existentiellen Sorgen zu ihrer Sache machen“, erklärt Barthel. „Es war ein sehr wichtiger, konstruktiver und lösungsorientierter Austausch mit deutlichen Signalen. Ich bin überzeugt, dass die Landesregierung bereits mit der neuen Corona-Schutzverordnung zu Beginn kommender Woche eine Regelung erarbeitet, die im ersten Schritt den Sportvereinen mehr Spielraum geben wird.“ Gleichzeitig müsse akzeptiert werden, dass die betroffenen Vereine die sehr aufwändig erarbeiteten und bereits vorliegenden Hygiene- und Betriebskonzepte testen können, um dann Schritt für Schritt verantwortungsbewusst Anpassungen vornehmen zu können.

Barthel weiter: „Diese Chance hat sich der Profisport in NRW verdient, wir haben alles dafür unternommen, dieser Verantwortung gerecht werden zu können.“ Er begrüßte außerdem die gute Nachricht, dass NRW einen eigenen Hilfsfonds einrichten will: „Bund und Land signalisieren, dass der Sport einen hohen gesellschaftlichen Rang hat. Es gilt allerdings abzuwarten, welche Clubs in NRW letztlich antragsberechtigt sein werden.“ Der Geschäftsführer weist darauf hin, dass neben fehlenden Einnahmen aus Ticketing die meisten Vereine einen Rückgang im Sponsoring und Merchandising beklagen. „Dem stehen hohe Mehrausgaben für Hygienekonzepte, Organisation und wöchentliche Testungen gegenüber, die aus arbeitsschutzrechtlichen Hygienegründen durchgeführt werden.“

Die Pressemitteilung der Staatskanzlei im Wortlaut
Ministerpräsident Armin Laschet hat sich am Freitag, 11. September 2020, gemeinsam mit der Staatsekretärin für Sport und Ehrenamt Andrea Milz mit Vertreterinnen und Vertretern von Sportvereinen und Verbänden bei einem digitalen Sportgipfel ausgetauscht. Schwerpunkt des Gesprächs waren: die Regularien für Zuschauerinnen und Zuschauer bei Sportveranstaltungen während der Corona-Pandemie und die aktuelle wirtschaftliche Situation der Sportverbände und -vereine in Nordrhein-Westfalen.

Ministerpräsident Armin Laschet sagte: „Unsere Botschaft ist klar: Wir lassen den Breitensport nicht alleine und stehen fest an seiner Seite. Seit Beginn der Corona-Pandemie mussten viele Vereine große Verluste verkraften, jetzt sorgt Nordrhein-Westfalen dafür, dass der Breitensport in unserem Land gut durch die Krise kommen kann. Damit wollen wir auch die Leistungen vieler Ehrenamtlicher in den Vereinen anerkennen und wertschätzen. Nordrhein-Westfalen ist Land des Sports und Land des Ehrenamts. Das muss so bleiben.“ Insbesondere durch das Fehlen von Zuschauerinnen und Zuschauern bei Spielen und Wettkämpfen haben Vereine große finanzielle Einbußen erlitten, einige Vereine bangen um ihre Existenz. Um drohende Insolvenzen abzuwenden, wird die Landesregierung ein zusätzliches Hilfspaket in Höhe von 15 Millionen Euro auflegen. Dies soll frühzeitig dabei helfen, Zahlungsschwierigkeiten von Vereinen aufzufangen.

Sport-Staatssekretärin Andrea Milz: „Wir greifen unseren Sportvereinen tatkräftig unter die Arme. Sie erhalten die notwendige Unterstützung, damit Sport auf allen Ebenen auch nach der Corona-Pandemie weiterhin möglich ist. Dabei sind die ehrenamtlichen Aktivitäten das Rückgrat der Vereine. Dass hier die Hilfe ankommt und nachhaltig wirken kann, ist mir besonders wichtig.“

Um den Breiten-und Amateursport wieder einer größeren Öffentlichkeit zugänglich zu machen, hat die Landesregierung mit den Teilnehmern des Gipfels im Einklang mit dem aktuellen Infektionsgeschehen in Nordrhein-Westfalen eine Öffnung vereinbart: bei regionalen Ligen und bei regionalen, nationalen sowie internationalen Sportwettkämpfen wird es wieder möglich sein – unter Beachtung notwendiger Hygiene- und Schutzmaßnahmen und der Kapazitäten der Sportstätte – mehr Zuschauerinnen und Zuschauer in Stadien und Sporthallen zuzulassen.

In dem gemeinsamen Gespräch wurde dabei deutlich, dass die Sportarten sehr unterschiedliche Bedarfe für einen wirtschaftlich vertretbaren Betrieb haben. Die Landesregierung wird das mit Hochdruck in ein stimmiges Gesamtkonzept bringen, das die unterschiedlichen Kapazitäten der Sportstätten berücksichtigt und bereits mit der nächsten Novelle der Corona-Schutzverordnung am kommenden Dienstag in geltendes Recht umgesetzt werden soll.

Für die Überbrückung der Einnahmeausfälle wird die Landesregierung die bisherigen Hilfen mehr als verdoppeln, um Sportvereine und -verbände vor erheblichen negativen finanziellen Folgen der Corona-Pandemie zu schützen. Mit der „Soforthilfe Sport“ (10 Millionen Euro aus der NRW-Soforthilfe) konnten Sportvereine Hilfen beantragen, die sich bereits in einer existenziellen Notlage befinden. Diese Hilfe wird nun um 15 Millionen mehr als verdoppelt und ausgeweitet, um den Vereinen schnelle Hilfe unbürokratisch zur Verfügung zu stellen.

An dem Gespräch nahmen Vertreterinnen und Vertreter von Vereinen und Verbänden unterschiedlicher Sportarten teil. Darunter Fußball, Volleyball, Basketball, Eishockey, American Football, Handball sowie Vertreter des Landessportbundes und des Westdeutschen Fußballverbandes.


Endlich: Handball mit Zuschauern im TSV Bayer Sportcenter. Am Sonntag, 13. September, erwartet der TSV Bayer Dormagen ab 17 Uhr den Zweitliga-Rivalen TuS Ferndorf. Es folgen zwei weitere Tests in der Dormagener Halle: Am Mittwoch, 16. September, 20.15 Uhr, gegen den Drittligisten Longericher SC. Und am Samstag, 19. September, 18.30 Uhr, gastiert der aktuelle belgische BENE-League-Sieger Achilles Bocholt in Dormagen. Ab sofort besteht die Möglichkeit, Tickets für das Spiel gegen Ferndorf zu erwerben, in Kürze auch für die beiden weiteren Testspiele. Aufgrund der Corona-Regeln ist dies ausschließlich online möglich - das heißt: Eingelassen werden bis zu 300 Personen mit personalisiertem Ticket. Die Eintrittskarten werden am bekannten Zuschauereingang mit dem Personalausweis abgeglichen.

Der Vergleich mit dem TuS Ferndorf ist sicher von besonderem Interesse mit Blick auf die aktuelle Entwicklung beider Mannschaften. Es kommt hinzu: Beim Team aus dem Siegerland hat der frühere TSV-Spieler Robert Andersson (1992 bis 1995) den langjährigen Trainer Michael Lerscht abgelöst. Aber auch die Spiele gegen den besten Kölner Handball-Klub sowie den belgischen Meister von 2017 sind hervorragende Tests in der Vorbereitung auf die am 2. Oktober beginnende Saison 2020/21.

Der TSV Bayer weist darauf hin: Ab dem Vorplatz des TSV Bayer Sportcenters gilt eine Maskenpflicht. Die Mund-Nasen-Bedeckung (MNB) darf erst nach Einnahme des Sitzplatzes abgenommen und muss beim Verlassen des Sitzplatzes wieder angezogen werden. Zu achten ist auf die allgemein gültige Einhaltung der Abstandsregeln (mindestens 1,5 Meter). Die Besucher dürfen nur ihren fest zugeschriebenen und auf dem Ticket vermerkten Sitzplatz einnehmen, der nicht getauscht werden darf. Stehplätze sind ebenso nicht erlaubt wie das Betreten der Spielfläche und des Sportlerbereichs. Die Zuschauer werden gebeten, das Sportcenter unmittelbar nach dem Spiel zu verlassen. Speisen und Getränke werden derzeit nicht angeboten.

Die Ticketpreise für die Testspiele
Erwachsene: 6 Euro
Besucher mit Dauerkarten (bitte vorweisen) sowie Kinder und Jugendliche (bis einschließlich 17 Jahre): 4 Euro

Über den Onlineverkauf auf der Homepage www.handball-dormagen.de besteht übrigens auch die Möglichkeit, Unterstützertickets für die beliebte Dormagener Ticket-Lotterie zu ordern und damit im besten Fall einen der begehrten Preise bis hin zum Auto Toyota Aygo zu gewinnen.


Auch im dritten Testspiel gegen einen Erstligisten zeigte der TSV Bayer Dormagen am Samstagabend eine ordentliche Leistung - in Dutenhofen gewann die HSG Wetzlar mit 33:29 (17:14) gegen "den kampf- und spielstarken Zweitligisten TSV Bayer Dormagen in einem guten Spiel", wie auch Wetzlars Coach Kai Wandschneider befand. Dementsprechend zufrieden war TSV-Trainer Dusko Bilanovic und stellte fest: "Wir sind auf einem guten Weg." Erfolgreichster Dormagener Werfer war einmal mehr Andre Meuser mit sechs Toren, Antonio Juric erzielte fünf Treffer.

Der TSV trat von Beginn an couragiert auf, führte mehrfach, zuletzt in der 11. Minute, als Rechtsaußen Jakub Sterba das 6:5 markierte. Dann spielten die Hessen konzentrierter und verschafften sich mit sechs Treffern in Folge einen scheinbar komfortablen Vorsprung. Doch nach dem 6:11-Rückstand drehten die Gäste vor leeren Rängen erneut auf, Julian Köster war für den Anschluss zum 14:15 kurz vor dem Pausenpfiff verantwortlich. "Der Ausgleich wäre möglich gewesen, aber die Abschlüsse kamen in dieser Phase zu früh", musste Bilanovic mit ansehen, wie Wetzlar schnell reagierte und noch mit der 17:14-Führung in die Kabine gehen konnte.

Die zweite Hälfte blieb ebenfalls lange offen. Das lag nicht zuletzt daran, dass die Kreisläufer Toni Juric und Tim Mast immer wieder gut frei gespielt wurden und viel aus ihren Torchancen machten. Da Patrick Hüter aufgrund von Schulterproblemen nur in der Abwehr spielte, übernahm Allrounder Mast die Rolle in der Offensive und sorgte mit seinem dritten Treffer für das 23:23 in der 43. Minute. Andre Meuser konnte noch einmal zum 25:25 ausgleichen. Weil Wetzlars Torwart Tibor Ivanisevic nun wiederholt sein Können zeigte und der TSV auch kein Glück bei Abprallern hatte, setzte der Erstligist sich in den letzten zehn Minuten etwas ab und brachte den 33:29-Erfolg über die Zeit. Gleichwohl fiel das Fazit von Bilanovic positiv aus: "Wir haben sehr gut gedeckt und auch im Angriff waren weitere Fortschritte zu erkennen."

Diesmal waren der verletzte Jan Reimer und der angeschlagene Alexander Senden nicht dabei, der wegen seiner Fußbeschwerden geschont wurde. Gegen Ferndorf sollte er am nächsten Sonntag, 13. September, ab 17 Uhr wieder einsatzfähig sein. Der TSV will gegen den Liga-Rivalen erstmals vor Zuschauern im TSV Bayer Sportcenter spielen. Konkrete Informationen hierzu werden noch veröffentlicht.

HSG Wetzlar - TSV Bayer Dormagen 33:29 (17:14)
TSV: Bartmann, Juzbasic (ab 31.); Reuland (1), Köster (3), Meuser (6), Juric (5), Richter (2), I. Hüter (1), Noll (1), P. Hüter, Sterba (4), Grbavac (3), Mast (3), Iliopoulos.


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