"Da müssen wir durch. Wir werden kämpfen und noch mal kämpfen", lässt Jörg Bohrmann vor dem Spiel gegen den EHV Aue die personellen Ausfälle dieser Woche vergessen. Nach Verletzungen und Erkrankungen hatten die verbliebenen Spieler viel Platz auf dem Trainingsfeld. "Trotz der nicht gerade optimalen Vorbereitung werden wir natürlich versuchen, das Bestmögliche rauszuholen", kündigt der Trainer des TSV Bayer Dormagen an. Die Partie des 27. Spieltags der 2. Handball-Bundesliga wird an diesem Samstag, 14. März, um 19 Uhr von den Schiedsrichtern Frederic Linker und Sascha Schmidt im TSV Sportcenter angepfiffen. Die Abendkassen öffnen um 17.30 Uhr.

Aue musste schon am Mittwoch spielen: "Bis auf das Ergebnis war es ein gelungenes Sachsenderby", sagte Manager Rüdiger Jurke nach der umkämpften 24:26-Niederlage in Leipzig. Der Tabellenführer lag nach einem Treffer des ehemaligen Dormageners Arni Thor Sigtryggsson - dessen Bruder Runar ist Aues Trainer - sogar in Rückstand, drehte die Begegnung aber doch wieder. Aues erfolgreichster Werfer mit neun Treffern war in Leipzig der Tscheche Ladislav Brykner - der Halbrechte war beim 24:20-Hinspielsieg des EHV gegen den TSV im Oktober gar nicht dabei. Im Erzgebirge lagen die Dormagener lange vorne, führten zur Pause mit 10:7. Dann war es vor allem Linksaußen Marvin Sommer, der Aues Aufholjagd erfolgreich gestaltete. Sommer bildet zusammen mit Rechtsaußen Jan Faith eine der besten Flügelzangen der Liga.

Für Jörg Bohrmann zählt der Tabellenneunte zu den stärksten Mannschaften in der Rückrunde und er hat bei seiner Analyse eine "hohe Spielqualität" des Gegners ausgemacht. Da wäre es wichtig gewesen, wenn Marijan Basic endlich spielen könnte. Doch der Einsatz käme für den Rückraumspieler immer noch zu früh, "obwohl die Physiotherapeuten eine hervorragende Arbeit leisten", betont der Dormagener Trainer. Es ist übrigens nicht davon auszugehen, dass die Gäste sich verfahren. Auch wenn die Freie Presse Chemnitz davon schreibt, dass der EHV Aue sich bereits am Tag vor der Partie auf den Weg in den "Ruhrpott" zum TSV Bayer Dormagen macht...


Zweitligist TSV Bayer Dormagen kehrte am Wochenende ohne Punkte aus Leipzig zurück. Eine starke Abwehrleistung reichte dem Team von Jörg Bohrmann gegen den Tabellenprimus SC DHFK Leipzig nicht. Der Favorit setzte sich mit 28:21 (12:10) durch.

"Wenn wir in Leipzig punkten wollen, muss bei uns alles passen", hatte TSV-Coach Jörg Bohrmann vor dem Spiel zu Protokoll gegeben. Und zunächst sah es tatsächlich so aus, als könnten die abstiegsgefährdeten Gäste aus dem Rheinland den Hausherren gefährlich werden. In der 16. Minute ging der TSV durch Alexander Kübler 6:5 in Führung und zwang den Leipziger Trainer Christian Prokop zu einer Auszeit. Im Anschluss konnte der TSV aus zwei Überzahl Situationen zu wenig machen und der Tabellenführer übernahm die Führung. "Wir haben zum Ende der ersten Halbzeit einige unnötige Fehler gemacht, aber super gekämpft, sodass wir drangeblieben sind", erklärte Jörg Bohrmann den 10:12 Pausenstand aus Sicht des TSV.

Die Vorentscheidung fiel in den ersten sieben Minuten der zweiten Halbzeit. "Da hat uns im Angriff einfach die Durchschlagskraft gefehlt", versuchte Bohrmann die Anfangsphase der zweiten Hälfte zu erklären, in der der TSV nur einmal erfolgreich war, während Leipzig den Ball gleich sechsmal ins Netz brachte und sich so auf 18:11 (37.) absetzte. Dank einer guten Abwehrleistung mit einem starken Sven Bartmann im Tor, blieb der TSV jedoch im Spiel und konnte bis zur 42. Minute auf 15:19 verkürzen. In der 51. Minute keimte noch einmal Hoffnung in den Reihen mitgereisten Fans auf, als Sebastian Damm - mit sechs Treffern bester Werfer das TSV - auf 19:22 verkürzte. Doch es sollte nicht mehr zur Überraschung reichen. Nach 60 Minuten hatten die Hausherren die Partie mit 28:21 für sich entschieden.

"Am Ende waren die sieben Tore Rückstand eine zu hohe Hypothek", so Bohrmann. "In der Abwehr haben wir heute sehr viel richtig gemacht, uns viele Bälle erarbeitet und diese auch in einfache Tore umgemünzt, aber im Angriff hatten wir große Probleme, besonders auf den Halbpositionen."

So passte am Ende doch nicht alles und der TSV musste die siebenstündige Heimreise ohne Punkte im Gepäck antreten. "Gegen den Spitzenreiter 21:28 zu verlieren, ist natürlich keine Schande, aber vom Gefühl her ist die Niederlage am Ende doch etwas zu hoch ausgefallen", resümierte Bohrmann auf der Rückfahrt. "Es wäre sensationell gewesen, wenn wir hier einen oder sogar zwei Punkte hätten entführen können, aber wir werden kommende Woche intensiv trainieren und uns auf die anstehenden Aufgaben vorbereiten."

Die nächste Aufgabe steht bereits am kommenden Samstag, den 14. März an. Dann bestreitet der TSV sein Heimspiel gegen den EHV Aue.

SC DHFK Leipzig – TSV Bayer Dormagen 28:21 (12:10)
Dormagen:
Bartmann (1.-60.), Jäger, Damm (6), Doetsch (4), Poklar (4/2), Genz (3), Kübler (2), Plaz, Eisenkrätzer (je 1), Bettin, Hüter, Marquardt, Arnaud
Leipzig: Tovas, Storbeck (TW), Pöter (9/3), Krzikalla (7), Milosevic (3), Semper, Emanuel, Janke (alle 2), Greß, Roschek, Pechstein (alle 1), Streitenberger, Oehlrich
Schiedrichter: Grell / Piper
Zuschauer: 1.781
Zeitstrafen: 14:12 Minuten
Siebenmeter: 3/5 (Pöter scheitert zweimal an Bartmann), 2/3 (Poklar scheitert einmal an Tovas)
Spielfilm: 2:4 (8.), 8:6 (20.), 10:9 (26.), 12:10 (HZ), 19:12 (39.), 20:15 (47.), 22:19 (51.), 25:20 (57.), 28:21 (Ende)


Nach dem 19:29-Aus im Pokalviertelfinale gegen die Füchse Berlin spielt der Tabellenführer nur zwei Tage später gegen den TSV Bayer Dormagen. Der macht sich an diesem Freitag um 10 Uhr auf die rund 500 Kilometer lange Strecke Richtung Sachsen und rechnet sich durchaus etwas aus: "Leipzig hatte am Mittwoch das schwere Pokalspiel. Egal, wie so ein Spiel ausgeht, es geht ungemein an die Substanz. Vielleicht können wir daraus Kapital schlagen. Zuletzt bei der Heimniederlage gegen Bittenfeld haben wir es ja wieder verpasst, gegen ein Spitzenteam nicht nur gut zu spielen, sondern auch zu gewinnen", sagt TSV-Coach Jörg Bohrmann. "Aber wenn wir tatsächlich punkten wollen, dann muss bei uns alles stimmen", weiß der Trainer natürlich, dass seine Auswahl ab 19.30 Uhr Außenseiter in der ARENA Leipzig ist.

"Nach dem Pokalhighlight gegen die Füchse ist das Spiel für meine Mannschaft eine Charakterprüfung. Es erfordert viel mentale Stärke, um sich unter diesen Bedingungen vorzubereiten und die bevorstehende Aufgabe mit Konzentration und Ernsthaftigkeit anzugehen", betont Leipzigs Coach Christian Prokop. Der hält einiges vom TSV: Mit erfrischendem Handball und einer sehr unorthodoxen Abwehr spielt Dormagen bisher eine gute Saison und darf sich berechtigte Hoffnung auf den Klassenerhalt machen. Die Mannschaft ist gespickt mit talentierten, hungrigen Spielern." Und für die wird es natürlich besonders wichtig sein, die schnellen Konter der Leipziger zu unterbinden.

Noch steht Marijan Basic dem TSV nicht zur Verfügung. Länger fallen Peter Strosack und Frederic Rudloff aus. Leipzigs Kapitän Lukas Binder wird wohl trotz einer Bänderverletzung im Sprunggelenk, die er sich im Pokalspiel zuzog, mitmachen. Michael Qvist und Philipp Weber müssen vermutlich weiter passen. Weber war beim 35:28-Erfolg im Hinspiel mit 11 Treffern immerhin Leipzigs erfolgreichster Werfer.


Gegen den Aufstiegskandidaten TV Bittenfeld lag zumindest ein Teilerfolg für den TSV Bayer Dormagen lange im Bereich des Möglichen. Mit einem fulminanten 5:0-Lauf innerhalb von fünf Minuten zog das Team von Jörg Bohrmann in der ersten Hälfte von 7:9 auf 12:9 davon und hätte mit einer höheren als der 14:12-Führung in die Kabine gehen können. Dem 15. Treffer nach dem Seitenwechsel folgte indes die Ernüchterung: Bittenfeld erzielte die nächsten sechs Tore in Folge - konnte sich aber gegen die kämpferisch überragenden Gastgeber zunächst nicht absetzen. Die gaben auch nach dem 18:21 in der 44. Minute nicht auf und glichen fünf Minuten später zum 21:21 aus. Der TSV hielt die Partie offen, 23:23 hieß es durch Alexander Küblers Treffer in der 52. Minute. Er sollte aber der letzte für seine Mannschaft an diesem Abend bleiben. Weil Daniel Sdunek mehrfach stark parierte, die Gäste jeden Fehler der Rheinländer eiskalt bestraften und dem TSV letztlich die Luft ausging durfte der TV Bittenfeld die Punkte mit in die Heimat nehmen. "Der 28:23-Erfolg fällt sicher zu hoch aus", sagte Trainer Jürgen Schweikardt. "Wir sind in der ersten Hälfte fast auseinander gebrochen, konnten dem starken Druck aber standhalten."

Das Abtasten zum Beginn des Spiels stellte für den TSV bereits eine spezielle Herausforderung dar, weil die Schiedsrichter überraschend früh auf Zeitstrafen entschieden. In Unterzahl ließ der TSV nicht sehr viel anbrennen, machte aber andererseits auch nicht viel aus der eigenen Überzahl. Ein Ruck ging durchs TSV Sportcenter, als der gut aufgelegte Robin Doetsch zum 9:9 in der 22. Minute ausglich und Alexander Kübler, Pascal Noll sowie erneut Doetsch drei Treffer folgen ließen. Pech dann für Sven Bartmann, als der von Lars Friedrich geworfene Ball über die Linie rutschte. Max Bettin erhöhte erneut auf 14:11, doch die doppelte Chance auf 15:11 verpassten Doetsch und Kübler.

In der Folgezeit machten sich die fehlenden Alternativen im Rückraum beim TSV bemerkbar. Auf die schwindenden Kräfte musste Jörg Bohrmann reagieren, doch der jetzt nach vorne rückende Jonathan Eisenkrätzer agierte eher unglücklich. Dennis Marquardt war nach seiner Grippe noch nicht fit und konzentrierte sich auf die Abwehrarbeit. Und Rechtsaußen Peter Strosack, der im Laufe der Saison schon mehrfach im Rückraum überraschte, steht wegen seinem angerissenen Kreuzband vorerst nicht zur Verfügung. Durch den unbändigen Kampf glich der TSV die Defizite aus - ohne sich letztlich tatsächlich für die Gesamtleistung belohnen zu dürfen. Das wurmte Bohrmann ungemein: "Wir haben es wieder verpasst, gegen ein Spitzenteam nicht nur gut zu spielen sondern auch die Punkte zu holen. Nach unserer Führung haben wir viele dumme Sachen gemacht und uns nicht an die Absprachen gehalten."

Die nächste Aufgabe dürfte noch mal eine Nummer schwerer sein als die gegen den wieder auf den zweiten Tabellenplatz vorgerückten TV Bittenfeld: Am kommenden Freitag reist der TSV zum Spitzenreiter SC DHfK Leipzig. Das nächste Heimspiel bestreitet der TSV am Samstag, 14. März, gegen den EHV Aue.
 

TSV Bayer Dormagen - TV Bittenfeld 23:28 (14:12)
Dormagen: Bartmann, Jäger (ab 56.); Bettin (4), Genz (3), Plaz, Eisenkrätzer, Poklar (4/3), Doetsch (7), Kübler (2), Damm, Noll (2), Hüter, Marquardt (1), Arnaud.
Bittenfeld: Sdunek, Jerkovic; Schimmelbauer (4), Schöbinger (1), Kienzle, N. Kretschmer, Weiß (4), M. Schweikardt (8/3), Friedrich (5), M´Bengue (1), Baumgarten (1), Sundberg, Heib (1), F. Kretschmer (3).
Schiedsrichter: Kilp / Maier.
Zuschauer: 1332.
Zeitstrafen: 8:12 Minuten.
Siebenmeter: 3/4:3/4 (Poklar scheitert an Sdunek - Friedrich wirft an die Latte).
Spielfilm: 2:5 (11.), 5:7 (16.), 7:9 (20.), 12:9 (25.), 14:11, 14:12 - 15:12, 15:17, 18:19 (43.), 18:21 (44.), 21:21 (49.), 22:23, 23:23 (52.), 23:28.


"Wir brauchen uns nicht zu verstecken, wir haben genug Qualität im Team", sagt TSV-Trainer Jörg Bohrmann im Tribünentalk vor dem Spiel gegen den TV Bittenfeld. Nach dem Sieg in Hüttenberg ("das haben wir dort gut gelöst") würde ein Erfolg gegen eine der führenden Mannschaften der 2. Handball-Bundesliga natürlich besonders zählen. Doch für Bohrmann ist auch klar, dass die Gäste gerade nach zwei Niederlagen besonders hart trainiert und sich noch intensiver auf dieses Spiel im TSV Sportcenter vorbereitet haben. Anpfiff der Schiedsrichter Michael Kilp und Christoph Maier (Oberursel/Steinbach) ist um 19 Uhr. Die Abendkassen öffnen um 17.30 Uhr.

Am von der VR Bank eG unterstützten Spieltag der Tradition mit zahlreichen Vertretern heimischer Schützen- und Karnevalsvereine würde der TSV gerne an eine Tradition anknüpfen: Die bisherigen drei Heimspiele hat das Bayer-Team nämlich gewonnen. Inzwischen aber redet der TV Bittenfeld ein Wort in der Spitzengruppe der 2. Liga mit und will in die DKB-Bundesliga aufsteigen. Das Hinspiel gewann die Mannschaft von Jürgen Schweikardt mit 34:19. "Da lief einiges gegen uns und wir mussten während des Spiels Ausfälle verkraften", erinnert sich Bohrmann eher ungerne an die Begegnung Ende September. Und eins ist nun mal kein Geheimnis: "Bittenfeld ist auf allen Positionen doppelt stark besetzt."

Nach dem verletzungsbedingten Ausfall von Peter Strosack wird Robin Doetsch von Beginn an auf der rechten Außenbahn spielen. "Robin besitzt eine hohe Qualität und hat uns in der Vergangenheit schon viele Punkte geholt", lobt Jörg Bohrmann den Linkshänder. Fragezeichen stehen noch hinter den Einsätzen von Dennis Marquardt und Bastien Arnaud. Sollten beide ausfallen, "müsste ich eine komplett neue Abwehrformation basteln", sieht der Coach, der mit Arnaud und Jonny Eisenkrätzer im Innenblock beim Spiel in Hüttenberg zufrieden sein konnte.

Übrigens wird auch der Heimatverein Rheinfeld am Samstag am Spieltag der Tradition im TSV Sportcenter teilnehmen und Freitickets für das Heimatfest im Ortsteil verteilen. Also eine weitere Gewinnmöglichkeit neben der Aktion "Knackt die 2000" - sollten 2000 Zuschauer in der Halle sein, wird unter anderem ein Auto unter allen Besuchern verlost.


Knackt die 2000 - diese Absicht verfolgen die Handballer des TSV Bayer Dormagen aktuell gleich zweimal: Nach wie vor geht es um ein möglichst volles TSV Sportcenter und damit um die Verlosung toller Preise bis hin zu einem Auto bei mindestens 2000 anwesenden Zuschauern. Und zum anderen haben bis heute sage und schreibe 1971 Frauen und Männer den "Gefällt mir"-Button auf der Facebook-Seite der Handballer des TSV Bayer Dormagen gedrückt.Schon am Samstag besteht die nächste Möglichkeit, die 2000 im TSV Sportcenter zu knacken. Dann trifft der TSV auf den Tabellendritten TV Bittenfeld, der in der kommenden Saison gerne in der DKB-Handball-Bundesliga spielen will. "Unsere Aufgabe in Hüttenberg hieß "Das Spiel müssen wir gewinnen". Das haben wir mit dem 29:25-Erfolg souverän gelöst. Jetzt würden wir gerne nachlegen und für einen der Top-Aufstiegsaspiranten zum Stolperstein werden", sagt Björn Barthel, Geschäftsführer der Handball Gmbh des TSV Bayer, vor der Begegnung mit dem Team aus dem Waiblinger Stadtteil Bittenfeld.

Da wiederum können die Fans helfen - und gewinnen. Sind am Samstag mehr als 2000 Fans im TSV Sportcenter, erfolgt direkt im Anschluss an die Partie die Verlosung. Tagesticketbesitzer nehmen über ihre Ticketnummer teil. Da Dauerkarteninhaber namentlich registriert sind, nehmen diese automatisch an der Verlosung teil, unabhängig davon, ob sie tatsächlich beim Spiel dabei waren oder nicht.

Die Preise:
1. Preis: Ein Toyota Aygo aus dem Autohaus Heinen im Wert von 10.000 €
2. Preis: Einkaufsgutschein für das RING CENTER im Wert von 1.000 €
3. Preis: Reisegutschein des First Reisebüro im Wert von 500 €
4.-10. Preis: je eine Sitzplatzdauerkarte für die Saison 2015/16
11.-15. Preis: je eine Stehplatzdauerkarte für die Saison 2015/16
16.-20. Preis: je ein Heimtrikot

Kurz nach Karneval und vor Beginn der Schützensaison werden Vertreter diverser Brauchtumsvereine aus Dormagen und dem Kölner Norden beim 12. Saison-Heimspiel dabei sein. Das steht unter dem Motto "Spieltag der Tradition". Der TSV freut sich auf die Gäste und das Interesse, die Handballer durch die Beteiligung zu unterstützen. Und der besondere Dank gilt der VR Bank eG, die diesen Spieltag der Tradition mit großem Engagement unterstützt.


Die Befürchtung war da, jetzt ist es Gewissheit: Peter Strosack wird dem TSV Bayer Dormagen mindestens zwei Monate nicht zur Verfügung stehen. Der Rechtsaußen klagte am Samstag in Hüttenberg nach seinem zweiten Treffer über Beschwerden im linken Knie. Nach einer Behandlung kehrte er mit Verband zunächst wieder auf´s Spielfeld zurück. Doch der 20-Jährige musste passen. Die eingehende Untersuchung erbrachte heute ein wenig erfreuliches Ergebnis: Das vordere Kreuzband ist angerissen, das hintere leicht lädiert.

Wir wünschen gute Besserung, Peter!


Den zweiten Auswärtssieg der Saison feierten Spieler und mitgereiste Fans frenetisch. Am Samstagabend gewann der TSV Bayer Dormagen mit 29:25 (13:12) beim TV Hüttenberg. "Das hat mein Team heute ziemlich souverän gemacht", freute sich Trainer Jörg Bohrmann nach anfänglichen Schwierigkeiten in einer durchaus sehenswerten Partie. Mit dem Erfolg hält der TSV den Anschluss an die Nichtabstiegsplätze, für Hüttenberg wird es nach dieser Niederlage schwer. "Ich wünsche der Mannschaft den Klassenerhalt, so lange sie in der Tabelle hinter uns bleibt" schmunzelte Bohrmann.

Der Samstag begann mit einer Hiobsbotschaft. Dennis Marquardt konnte aufgrund eines plötzlichen grippalen Infekts nicht mit nach Hessen fahren. So musste Bohrmann den Innenblock ändern - Jonny Eisenkrätzer und Bastien Arnaud nahmen die Herausforderung an und machten ihre Sache hervorragend. Gleichwohl zogen die Gastgeber vor 1130 Zuschauern nach einer Viertelstunde auf 8:4 davon. Der TSV-Coach nahm eine Auszeit, in der er seine Spieler an die intensive Vorbereitung auf dieses Spiel erinnerte. Danach ging ein Ruck durch die Mannschaft, die sich an die Aufholjagd machte. Während Sven Bartmann erneut mit einer Fülle von ausgezeichneten Paraden (insgesamt 15) aufwartete, schaffte Linksaußen Sebastian Damm dann auch mit einem Doppel-Konter innerhalb von 13 Sekunden den 9:9-Ausgeich. Und Nejc Poklar, der mit neun Treffern erfolgreichste Werfer des Spiels, erzielte per Strafwurf kurz vor dem Halbzeitpfiff die erste Dormagener Führung (12:11).

Nach dem Seitenwechsel nahmen die Gäste zunächst das 13:13 hin, um sich dann über 16:13 und 18:14 bis hin zur ersten Sechs-Tore-Führung (23:17, 48. Minute) abzusetzen. Hüttenberg verkürzte vier Minuten vor Schluss auf 26:23. Doch spätestens als Jo Gerrit Genz und Nejc Poklar mit seinem sechsten sicher verwandelten Siebenmeter trafen, war das Spiel endgültig entschieden. "Dormagen war einfach im Kollektiv besser", lobte Hüttenbergs Coach Adalsteinn Eyjolfsson den Gegner. "Und Dormagen beherrschte das ABC des Handballs: Du musst die Zweikämpfe vorne und hinten gewinnen." Jörg Bohrmann sprach von einer geschlossenen Mannschaftsleistung. "Alle haben zu diesem wichtigen Sieg beigetragen." Ihm gefiel besonders der Ruhe bringende Aufbau von Nejc Poklar und dass "Max Bettin nach mehreren unglücklichen Pfostentreffern immer weiter machte." Ein besseres Kompliment gibt es kaum: "Wenn Sebastian Damm immer so spielt, dann bleibe ich gerne auf der Bank sitzen", beglückwünschte Pascal Noll seinen Kollegen auf der linken Außenbahn. Peter Strosack droht derweil eine längere Pause: Der Rechtsaußen verletzte sich am Knie, versuchte es später noch einmal, musste aber passen. Die Untersuchung wird nähere Aufschlüsse über die Schwere der Verletzung geben.

In den nächsten beiden Spielen trifft der TSV auf zwei Aufstiegsaspiranten: Am Samstag, 28. Februar, gibt der TV Bittenfeld ab 19 Uhr seine Visitenkarte im TSV Sportcenter am "Spieltag der Tradition" ab. Tabellenführer Leipzig ist Gastgeber am Freitag, 6. März. 

TV Hüttenberg - TSV Bayer Dormagen 25:29 (12:13)
Hüttenberg: Ritschel, Schomburg; Lambrecht, Wernig (5/1), Warnke (8/4), Scholz (3), Mraz (1), Fernandes (2), Mappes, Hofmann (1), Schmidt (3), Liebald, Semmelroth (2), Ludwig.
Dormagen: Bartmann, Jäger; Bettin (3), Genz (5), Plaz, Eisenkrätzer (1), Damm (6), Poklar (9/6), Doetsch (1), Noll, Strosack (2), Hüter, Arnaud, Kübler (2).
Schiedsrichter: Köppl/Regner.
Zuschauer: 1130.
Zeitstrafen: 8:8 Minuten.
Siebenmeter: 5/8:6/6 (Bartmann hält gegen Schmidt, Warnke und Wernig gegen den Pfosten).
Spielfilm: 2:0, 2:2, 5:2, 8:4 (14.), 9:9 (21.), 11:12 (28.), 12:13 - 13:13, 13:16, 14:18, 16:21 (45.), 17:23 (48.), 19:23, 19:25, 23:26 (56.), 23:28, 25:29.


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