Die beiden Meister der 3. Ligen Nord und West stehen sich an diesem Samstag ab 19 Uhr im Schulzentrum Maurepasstraße ("Frosch-Hölle") in Henstedt-Ulzburg gegenüber. "Nachdem unsere Frogs das Wochenende mit dem wohligen Gefühl des Auswärtssiegs gegen Bad Schwartau genossen haben, sollen die nächsten Punkte vor heimischem Publikum eingefahren werden", erklärt der nördlich von Hamburg gelegene Klub. Und Trainer Matthias Karbowski lässt vor dem Anpfiff keinen Zweifel an der Zielsetzung aufkommen: "Die beiden Punkte in Bad Schwartau sind erst dann etwas wert, wenn wir gegen Dormagen nachlegen. Die Mannschaft will die gute Ausgangsposition, die wir uns erarbeitet haben, weiter ausbauen."

Henstedt-Ulzburg spielte bereits in der 2. Liga und schaffte nach dem Abstieg in diesem Jahr den direkten Wiederaufstieg. Im ersten Heimspiel führten die Norddeutschen bereits 6:0 gegen Emsdetten, um dann knapp mit 26:28 zu verlieren. "Das Spiel hätten sie gewinnen können", sagt TSV-Coach Jörg Bohrmann nach Ansicht des Videos. Im ersten Auswärtsspiel beim HSC Coburg war für den SV beim 22:28 nichts zu holen. Dann aber gab es die ersten Punkte dank des 29:25-Erfolgs in Bad Schwartau. Bohrmann: "Keine Frage, Henstedt besitzt einen wurfgewaltigen Rückraum. Den müssen wir in den Griff kriegen." Zu den erfahrensten Spielern gehören der Halblinke Florian Bitterlich und Verteiler Nico Kibat, der ein gutes Auge an den Kreis hat.

Trotz der drei Niederlagen in den ersten drei Spielen reist der TSV gut gelaunt in den Norden. "Wir haben ordentlich trainiert und fahren mit gesundem Optimismus nach Henstedt", betont Bohrmann, der eine kontinuierliche Steigerung seines Teams gesehen hat: "Wir arbeiten uns langsam an die Punkte heran, vielleicht klappt es ja schon am Samstag."

Foto: Heinz Zaunbrecher


"Wir haben das Spiel in der ersten Hälfte verloren", sah TSV-Trainer Jörg Bohrmann die vergebenen Chancen bereits vor der Pause als wesentlichen Grund für die 25:29-Niederlage gegen den ASV Hamm-Westfalen an. "Wenn wir unsere Möglichkeiten genutzt hätten, dann wären wir mit einer 16:10 statt 12:10-Führung in die Kabine gegangen." Neben mehreren frei vergebenen Würfen patzten vor allem die Siebenmeterschützen: Hamms Torwart Tomas Mrkva wehrte bis zur 20. Minute alleine fünf Strafwürfe ab. Robin Doetsch traf eine Minute vor der Halbzeit erstmals von der Linie. Nach dem Seitenwechsel drehten die Gäste die Partie mit vier Treffern in Folge, wobei sich drei Mal hintereinander Hamms bester Werfer Julian Possehl durchsetzte. Erst in der 38. Minute konnten die Dormagener nach Dennis Marquardts Tor wieder jubeln. Der Kapitän und Robin Doetsch im Wechsel sorgten nach einer Dreiviertelstunde für den 19:19-Ausgleich. Zu einer erneuten Führung der Gastgeber sollte es aber nicht kommen, der ASV legte immer einen Treffer vor. Andreas Simon, in der letzten Saison noch in Diensten der Westfalen, glich letztmals zum 23:23 aus. Nach erneut vier Treffern in Folge feierte der mitgereiste Anhang Hamms ersten Saisonsieg.

Erleichtert war denn auch Kay Rothenpieler nach dem Erfolg: "Das war ein Arbeitssieg nach einem harten Spiel. Zum Glück hatten wir einen ausgezeichneten Torwart," sagte Hamms Coach. Die Dormagener Taktik mit der engen Deckung gegen Hamms bislang beste Werfer Ondrej Zdrahala und Marian Orlowski passte dem ASV gar nicht. Der frühere Dormagener Zdrahala ging völlig leer aus und scheiterte auch mit zwei Siebenmetern an Sven Bartmann. Und Orlowski musste sich mit zwei Treffern begnügen. In die Bresche sprang freilich der von der TSV-Deckung nicht aufmerksam genug bewachte Julian Possehl auf der rechten Seite. Hinzu kam später das doppelte Kreisläuferspiel, vor dem Bohrmann intensiv gewarnt hatte.

Auf der anderen Seite machte sich bemerkbar, dass die langen Abwehrspieler in der 6:0-Formation ein Dormagener Anspiel an den Kreis kaum zuließen. Da Max Bettin einen Tag vor seinem 20. Geburtstag nicht gleichermaßen zielte wie in den ersten beiden Begegnungen, ging Torgefahr aus dem Rückraum fast nur von Dennis Marquardt aus. "Mit einer Angriffseffektivität von unter 50 Prozent können wir nicht gewinnen", sagte Bohrmann, der auch seine Enttäuschung über die Zahl der Besucher nicht verbergen konnte: "Die ganze Mannschaft hatte mit mehr als 1100 Zuschauern gerechnet." Wer nicht den Weg ins TSV Sportcenter gefunden hatte, der verpasste ein packendes Handballspiel mit einer ungemein kämpfenden Dormagener Defensive. Das nächste Heimspiel steht am Freitag, 19. September, 19.30 Uhr gegen den TV Hüttenberg an. Zuvor spielt der TSV am kommenden Samstag beim Mitaufsteiger SV Henstedt-Ulzburg.

TSV Bayer Dormagen - ASV Hamm-Westfalen 25:29 (12:10)
Dormagen: Jäger (bei einem Siebenmeter), Bartmann (11 Paraden); Bettin (1), Genz (2), Plaz, Simon (1), Eisenkrätzer (2), Doetsch (4/3), Kübler (2), Damm (2), Blos (3), Strosack (2), Hüter, Marquardt (6).

Hamm-Westfalen: Doden (42.-51., 1 Parade), Mrkva (15 P.); Schrage, Huesmann, Brosch (3), Fuchs (4), Wiegers (1), Schneider (1/1), Macke (4), Zdrahala, Gudat (3), Wiencek, Orlowski (2), Possehl (11/3).

Schiedsrichter: Linker / Schmidt.
Zuschauer: 1107
Zeitstrafen: 12:14 Minuten
Siebenmeter: 3/9:4/7 (Mrkva hält gegen Bettin/zweimal, Genz, Simon, Eisenkrätzer und Doetsch - Bartmann hält gegen Zdrahala/zweimal und Schneider).
Spielfilm: 4:2 (7.), 4:4 (10.), 9:7 (18.), 9:9 (20.), 11:9 (27.), 12:10 - 12:14 (37.), 19:19 (45.), 23:23 (53.), 23:27 (57.), 25:29.

Fotos: Heinz Zaunbrecher


Beide Mannschaften haben in der laufenden Saison noch nicht gewonnen - im Gegensatz zum TSV Bayer Dormagen hat der ASV Hamm-Westfalen aber auch noch nicht verloren. Das Team von Ex-Nationalspieler Kay Rothenpieler spielte zweimal Unentschieden: 33:33 in Emsdetten, 28:28 gegen Bad Schwartau. "Wir haben Höhen und Tiefen in unserem Spiel. Es fehlt noch die Konstanz. Natürlich ist es zu diesem frühen Zeitpunkt normal, dass es Abstimmungsschwierigkeiten und einige technische Fehler mehr als sonst gibt. Aber das waren heute einfach zu viele", sagte Rothenpieler nach der Partie gegen Bad Schwartau. Die technischen Fehler hielten sich beim TSV Bayer in Neuhausen zwar in Grenzen, dafür zeigte der Aufsteiger bei der zweiten Niederlage (22:26) im zweiten Spiel erhebliche Abschlussschwächen. "Wir haben einfach zu viele Chancen nicht genutzt, sonst hätten wir in Neuhausen punkten können", war Coach Jörg Bohrmann enttäuscht über die verpassten Möglichkeiten. "Eigentlich müsste ich die ganze Woche ausschließlich Schusstraining machen."

Am Samstag, 6. September, empfängt der TSV die Westfalen aus Hamm ab 19 Uhr im TSV Sportcenter. Darunter ist auch ein alter Bekannter: Der Tscheche Ondrej Zdrahala trug ehemals das Dormagener Trikot, jetzt ist er Dreh- und Angelpunkt beim ASV. Mit bereits 22 Treffern (15 gegen Emsdetten) führt er auch die aktuelle Torschützenliste der 2. Liga an. Im linken Rückraum besitzt Hamm mit Marian Orlowski einen weiteren Shooter, der es in den beiden Spielen auf 15 Tore brachte. Der 21-Jährige zählt zu den deutschen Top-Talenten auf der Position. "Die Mannschaft auch mit ihren langen Kreisläufern hat Qualität. Das wird ganz schwer", setzt Jörg Bohrmann auf die Unterstützung von den Rängen: "Gegen Hamm brauchen wir Rückendeckung von allen Fans." Bis auf Frederic Rudloff sind alle TSV-Spieler an Bord.

Der TSV spielte in der 1. und 2. Liga insgesamt vier Mal gegen Hamm. Dabei gab es jeweils zwei Siege und zwei Niederlagen. Nach der Partie gibt es am Samstag eine organisatorische Änderung: Künftig wird der Zuschauertreff nach dem Spielabpfiff geöffnet. Dort findet dann auch wieder der "Talk danach" mit den Trainern statt.

Fotos: Sebastian Seidel, Handballforum Dormagen


Das 2. Wiesel-Magazin liegt in vielen Dormagener Geschäften und Unternehmen aus. Es bietet reichlich Lesestoff. So enthält das 40 Seiten starke Heft Interviews mit Willy Wiesel Hersteller Bernd Sondergeld, mit U18-EM-Teilnehmer Pascal Blos und mit Walter Haase, TSV-Abteilungsleiter Handball. Das Magazin informiert über die Handballspiele im September und beschäftigt sich intensiv mit der 2. TSV-Mannschaft und der A-Jugend-Bundesliga.

Über die Seite Medien kann "Wiesel Inside" auch direkt heruntergeladen werden.



Zum Abschluss der Aktion "Dormagen bewegt sich" vor dem Dormagener Rathaus verfolgten viele Besucher das gleichzeitig laufende Auswärtsspiel des TSV Bayer Dormagen per Live-Ticker. Beifall gab es auch für die Video-Botschaft der Dormagener Handballer zur Bewegungs-Initiative, doch der entscheidende Jubel blieb aus: Beim TV Neuhausen verlor der TSV mit 22:26 (12:14). "Das war ein Arbeitssieg", sagte Neuhausens Trainer Aleksandar Stevic. Jörg Bohrmann bezeichnete den Sieg der Gastgeber als "verdient, weil Neuhausen cleverer war." Dabei war der TSV-Coach wenig erfreut über die eigene Chancenverwertung: "Wir haben 21 Bälle weggeworfen. Dann kannst du natürlich nicht gewinnen."


Rund 850 Kilometer hin und zurück fährt der TSV Bayer Dormagen am Samstag: Erster Auswärtsgegner in der 2. Liga ist der TV 1893 Neuhausen im Süden der Republik. Die Gastgeber schieden im Pokal gegen Saarlouis (16:20) aus und kassierten auch im ersten Ligaspiel in Bad Schwartau eine knappe Niederlage (21:23). Deshalb soll jetzt unbedingt ein Erfolgserlebnis folgen. Trainer Aleksandar Stevic: "Natürlich werden wir alles daran setzen, den ersten Sieg der Saison vor heimischem Publikum zu erringen. Wir sind aber auch gewarnt: Dormagen hat Nordhorn-Lingen aus dem Pokal geworfen und gegen Rimpar lange mitgehalten."


Nach dem Pokalsieg gegen Nordhorn landete der TSV Bayer Dormagen beim Comeback in der 2. Bundesliga auf dem harten Boden der Zweitliga-Realität. Zwar spielte der Aufsteiger gegen Rimpar lange Zeit auf Augenhöhe, doch nach dem Fünf-Tore-Rückstand in der 40. Minute waren die Wiesel nicht mehr ganz so flink auf den Beinen. Die Wölfe hielten den TSV auf Abstand und gewannen verdient 32:25 (15:14).

In der bis auf die Schlussphase spannenden Begegnung lag der TSV mehrfach vorne. Dank der platziert werfenden Max Bettin und Tobias Plaz führte der Gastgeber vor 1332 Zuschauern schnell mit 3:1. Doch die Gäste ließen sich davon nicht beeindrucken und kamen gerade in Unterzahl zu Erfolgen. Einen Vorsprung besaß das Team von Jörg Bohrmann zuletzt beim 11:10 in der 22. Minute, hielt aber auch bis zur Pause die Partie offen. Auch weil Bettin nach der von Bohrmann genommenen Auszeit unmittelbar vor dem Abpfiff zum 14:15 traf. Mehr Biss zeigte Rimpar nach dem Seitenwechsel und setzte sich bis auf 15:20 ab. Als Andreas Simon und Robin Doetsch auf 17:20 verkürzten, kam wieder Hoffnung im TSV Sportcenter auf. Aber die Chance auf das 18:20 wurde nicht genutzt und Rimpar zog erneut, diesmal bis auf 18:24 davon. Einen Vorteil hatte die DJK nicht zuletzt beim Vollstrecken der Strafwürfe: Die Wölfe verwandelten sechs von sieben Siebenmetern, der TSV nur drei von acht. "Wenn fünf Siebenmeter nicht genutzt und nur drei Bälle gehalten werden, dann kannst du gegen keinen Gegner gewinnen", stellte Bohrmann fest. Tatsächlich konnten weder Sven Bartmann noch Max Jäger an ihre zuletzt gezeigten Leistungen im Tor anknüpfen. Auf der anderen Seite wurde Max Brustmann mit zunehmender Spielzeit immer stärker.

Ein Grund für die dann doch hohe Niederlage war sicher der Ausfall von Dennis Marquardt: Der stark erkältete Kapitän konnte nach dem Einsatz zu Beginn nicht weitermachen. So hatte der TSV vor allem in der Abwehr erhebliche Probleme. Spätestens in der 52. Minute war die Partie entschieden als Julian Sauer das 26:20 für Rimpar machte. „Ich bin richtig glücklich, weil ich nicht erwartet habe, dass wir hier so deutlich gewinnen“, sagte Wölfe-Coach Jens Bürkle.

TSV Bayer Dormagen - DJK Rimpar Wölfe 25:32 (14:15)
Dormagen: Bartmann, Jäger; Bettin (6/2), Genz (1), Plaz (2), Simon (3), Eisenkrätzer (4), Rudloff, Doetsch (5/1), Kübler (1), Damm (3), Strosack, Hüter, Marquardt.
Rimpar: Madert, Brustmann; L. Spieß (1), Kraus (7/2), Schmitt (4), Schömig (4/4), Bötsch (1), Schäffer (2), Kaufmann (8), Drude, T. Spieß (1), Winkler, Brielmeier (1), Sauer (3).
Schiedsrichter: Fratczak/Ribeiro (Geldern/Diepholz).
Zuschauer: 1332.
Zeitstrafen: 6:16 Minuten.
Siebenmeter: 3/8:6/7.


Schade, das unglückliche 30:30 gegen Frankreich nach der 30:26-Führung zerstörte alle Medaillenträume der deutschen U18 Nationalmannschaft bei der Europameisterschaft in Polen. Nach der tollen Vorrunden mit klaren Siegen gegen Polen, Tschechien und Weißrussland verpasste das Team von Christian Schwarzer den Einzug ins Halbfinale aufgrund des schlechteren Torverhältnisses gegenüber Frankreich. Deshalb wird auch unser junger Linksaußen Pascal Blos ohne Medaille nach Hause kommen und schon bald ins Training des TSV Bayer Dormagen einsteigen. Noch stehen zwei Spiele in Polen auf dem Programm und nicht nur Christian Schwarzer richtet den Blick nach vorne: „Jetzt geht es bis zum Samstag um die bestmögliche Platzierung hinter den ersten Vier.“



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