Das Spitzenspiel des 3. Spieltages der 2. Handball-Bundesliga findet am Samstag im TSV Sportcenter statt. Dort erwartet der Tabellenzweite TSV Bayer Dormagen am 5. September ab 19 Uhr den Dritten. Wie der TSV hat auch der Wilhelmshavener HV seine ersten beiden Spiele gewonnen. Und beide Mannschaften haben eine weitere Gemeinsamkeit: Das Saisonziel heißt ausschließlich Klassenerhalt. "Auch nach den zwei Siegen haben wir natürlich keine Veranlassung, unser Ziel zu korrigieren", betont TSV-Trainer Jörg Bohrmann. Die Schiedsrichter der Begegnung sind Jan Grell / Raphael Piper (Hamburg/Kiel).

Wilhelmshaven hat die Dormagener Spielanzeige „Für den WHV ist hier Ebbe!“ aufgegriffen und erkennt darin eine Motivation für die eigene Mannschaft. Schließlich komme nach jeder Ebbe auch wieder eine Flut. Und die ist am Samstag in Wilhelmshaven um 18.37 Uhr. Ob die Wirkung freilich bis ins Rheinland reicht bleibt abzuwarten. In den letzten sechs Vergleichen beider Teams setzten sich regelmäßig die Gastgeber durch. Die 25:31-Niederlage in Wilhelmshaven im Aufstiegsjahr im April 2014 hat der TSV freilich noch nicht vergessen: "Für die Klatsche wollen wir uns revanchieren", sagt Jo Gerrit Genz im aktuellen Tribünentalk. Das Heimspiel hatten die Dormagener mit 30:29 gewonnen."

Wenn wir einen Schritt zurückgehen, dann können wir nicht gewinnen", hält Bohrmann den WHV für den "stärksten der vier sehr guten Aufsteiger." Die Gäste kommen mit der Empfehlung einer souveränen Saison an den Rhein: Das Team von Christian Köhrmann gewann sämtliche 30 Spiele in der 3. Liga Nord und kehrte damit zurück in die 2. Bundesliga. Ein Wiedersehen gibt es am Samstag auch mit zwei Ex-Dormagenern: Kreisläufer Moritz Barkow (27) wechselte von Ferndorf zurück zum WHV, für den er bereits in der 2. Bundesliga gespielt hatte. Und Janik Köhler (26) ist nun wieder mit seinem Bruder Steffen vereint. Ehemals spielten die Beiden beim VfL Edewecht zusammen. Erfolgreichster Werfer ist der Halbrechte Rene Drechsler, der mit 17 Treffern Platz 2 in der Torschützenliste hinter Dormagens Sebastian Damm (22) belegt. Besondere Torgefahr geht auch von Rückraumspieler Tobias Schwolow sowie Rechtsaußen Evgenj Vorontsov aus.

Tickets gibt es im Vorverkauf in der City-Buchhandlung, Kölner Straße 58, oder auch online. Die Abendkassen öffnen am Samstag um 17.30 Uhr.


Wie ist der Sieg gegen Ferndorf einzuschätzen? Dieser Frage wollte der TSV beim ersten Gastspiel in Ludwigsburg gegen die SG BBM Bietigheim nachgehen. Und die Antwort liegt nach dem 25:23-Erfolg beim Bundesliga-Absteiger auf der Hand. Der TSV war von Beginn an hoch konzentriert und setzte sich erstmals nach einer Viertelstunde mit drei Toren (8:5) ab. In der 23. Minute führte die Mannschaft von Jörg Bohrmann sogar mit 12:7. Verantwortlich für den deutlichen Vorsprung waren der erneut sichere Siebenmeter-Vollstrecker Sebastian Damm und die platziert werfenden Jonathan Eisenkrätzer und Jo Gerrit Genz. Zudem zeichnete sich immer wieder Sven Bartmann im Kasten aus, während beide Bietigheimer Torhüter kaum einen Finger an den Ball bekamen. Zur Pause lag der TSV mit 14:10 vorne.

Dass sich die Gastgeber vor 1317 in der MHP Arena damit nicht zufrieden geben würde, war zu erwarten. Mit einem 4:0-Lauf innerhalb von fünf Minuten glich die SG zum 16:16 durch Geburtstagskind Christian Schäfer (27) aus. Er war der beste Werfer der Bietigheimer, bei denen Schlussmann Stanislav Gorobtschuk jetzt besser ins Spiel kam. Doch die Dormagener hielten erneut dagegen und gingen mit 21:18 durch Damms bereits achten verwandelten Strafwurf in Führung. In der Halle wurde es immer spannender: Schäfer machte den Anschlusstreffer zum 20:21 in der 54. Minute, nachdem Jonny Eisenkrätzer am gegnerischen Kreis gefoult worden war und nicht zurücklaufen konnte. Kurz vor Schluss war klar, dass der TSV mindestens einen Punkt mitnehmen würde. Doch es sollten zwei sein: Elf Sekunden vor Schluss nahm Jörg Bohrmann die letzte Auszeit und Robin Doetsch stellte Sekunden vor Schluss das 25:23-Endergebnis her.

Jörg Bohrmann war gleich zu Beginn der Partie davon überzeugt, dass die Taktik stimmen würde. Einen Sieg hatte er sich erstmals vorstellen können, als sein Team nach dem 16:16-Ausgleich der Bietigheimer dagegen hielt und die Gastgeber nicht in Führung gehen konnten.  Der Coach konnte stolz sein auf sein Team: "Der Erfolg gegen Ferndorf hat uns sehr viel Selbstvertrauen gegeben. Heute war eine klasse Abwehrleistung für uns der Grundstein, vorne haben wir sehr diszipliniert gespielt." Kollege Hartmut Mayerhoffer erkannte: "Wir sind in der Realität der 2. Liga angekommen. Da kann man keine Punkte im Vorbeigehen mitnehmen." Seiner jungen Truppe fehle noch die Erfahrung, das Jahr in der 1. Bundesliga dürfe nicht überbewertet werden: "Wir haben in der 1. Liga gespielt, waren aber keine Erstligamannschaft."

SG BBM Bietigheim  - TSV Bayer Dormagen 23:25 (10:14)
Bietigheim: Gorobtschuk (7 Paraden), Radovanovic; Schmid (1), Salzer (2), Dahlhaus (1), Schäfer (10/3), Babarskas (4), Barthe, Scholz, Emrich (2), Emanuel (2), Lohrbach (1), Rentschler, Döll.
Dormagen: Jäger, Bartmann (12 Paraden); JG Genz (3), Eisenkrätzer (3), Linnemannstoens, Doetsch (1), Kübler (1), Damm (10/8), Strosack (5), Hüter, Marquardt (1), Basic (1).
Schiedsrichter: Drechsler / Hutner.
Zuschauer: 1317.
Zeitstrafen: 4:10 Minuten.
Siebenmeter: 3/3:8/9 (Gorobtschuk hält gegen Damm).
Spielfilm: 3:4 (9.), 5:8 (17.), 7:12 (23.), 9:13, 10:14 – 12:16 (36.), 16:16 (41.), 17:19 (48), 18:20 (50.), 22:22, 23:25.


Nach dem gelungenen Saisonauftakt gegen Ferndorf steht die Mannschaft des TSV Bayer Dormagen vor der ersten Auswärtsaufgabe. Und die hat es in sich: Gastgeber ist an diesem Samstag, 29. August, Bundesliga-Absteiger SG BBM Bietigheim in der MHP Arena Ludwigsburg. Die Schiedsrichter Florian Drechsler (Fürstenfeldbruck) und Christian Hutner (Lauben) pfeifen das Spiel um 20.15 Uhr an.

Die Hoffnung auf den ersten Pflichteinsatz von Mikk Pinnonen hat sich derweil zerschlagen. Der Dormagener Neuzugang muss nach seiner schweren Erkältung und Mandelentzündung weiter das Bett hüten. Frederic Rudloff, der gegen Ferndorf als Mann für alle Fälle auf der Bank saß, fährt nicht mit nach Ludwigsburg, da er sonst festgespielt wäre und der TSV-Reserve nicht zur Verfügung stehen könnte. Aus der Oberliga-Mannschaft macht sich aber Sebastian Linnemannstöns mit auf die rund 375 Kilometer lange Reise nach Baden-Württemberg. "Bietigheim hätte eigentlich in Hagen gewinnen müssen", betont TSV-Trainer Jörg Bohrmann, nachdem er das Video von der 23:24-Niederlage des Bundesliga-Absteigers beim Aufsteiger aus der 3. Liga ausgewertet hat. Bohrmann: "Unser erstes Auswärtsspiel führt uns gleich zu einem sehr starken Gegner. Es gibt sicher auch Aufschlüsse darüber, wie unser Sieg gegen Ferndorf zu bewerten ist. Natürlich werden wir alles versuchen, um gegen Bietigheim zu bestehen."

"Dormagen hat eine ähnlich junge Mannschaft wie wir", stellt SG-Coach Hartmut Mayerhoffer fest. Er kann nahezu auf seinen kompletten Kader zurückgreifen, von dem er eine bessere Chancenverwertung als in Hagen fordert. Auch Torjäger Robin Haller ist nach seiner Fersenverletzung wieder ins Mannschaftstraining eingestiegen. Ein Einsatz würde aber nach Aussagen von Mayerhoffer "noch zu früh kommen." Herausragender Spieler des Teams ist der mit 31 Jahren älteste Timo Salzer, der sechs Jahre für die HSG Wetzlar spielte. Der Spielmacher war mit sieben Treffern auch der erfolgreichste Werfer in Hagen.

Da bereits an diesem Mittwoch und Freitag mehrere Spiele stattfanden, rutschte der TSV in der Tabelle der 2. Bundesliga auf Platz 4 ab. Spitzenreiter nach dem Kantersieg gegen  Rostock ist der HC Erlangen.
Die Ergebnisse des 2. Spieltages:
HC Erlangen - HC Empor Rostock 34:18
ASV Hamm-Westfalen - TUSEM Essen 27:27
Bad Schwartau - TV Neuhausen 25:21
vorgezogen vom 6. Spieltag:
TSG Friesenheim - EHV Aue 22:20


Der TSV Bayer Dormagen startete mit einem grandiosen Sieg in die Saison. Das Team von Jörg Bohrmann setzte sich am Freitag Abend gegen Aufsteiger TuS Ferndorf vor 1715 Zuschauern deutlich mit 37:25 (21:13) im TSV Sportcenter durch. Mit 12 Treffern, darunter sechs Siebenmetern, war Linksaußen Sebastian Damm der überragende Werfer der Partie. Jo Gerrit Genz und Jonathan Eisenkrätzer beteiligten sich mit jeweils sieben und Alexander Kübler mit fünf Treffern besonders an der Torjagd. Nach seinen Rückenbeschwerden war Sven Bartmann wieder rechtzeitig fit und mit 14 Paraden ein sicherer Rückhalt. "Wir wussten nicht so recht, wo wir stehen. Jetzt sind wir erst einmal alle glücklich", sagte Bohrmann, der niemanden besonders herausstellen wollte: "Das war eine absolut überragende Mannschaftsleistung."

Schon der erste Dormagener Treffer war aufschlussreich nach zuletzt wieder größeren Problemen von der Siebenmeterlinie: Sebastian Damm nahm sich den Ball und verwandelte sicher. Cool setzte er im Verlauf der Partie fünf weitere Strafwürfe in die Maschen. "Über diese Quote freue ich mich besonders. Manchmal hat man eben das richtige Gefühl bei der Auswahl des Schützen", betonte Bohrmann. Nach dem Abtasten der Mannschaften übernahm der TSV die Regie und führte durch Eisenkrätzer in der 12. Minute erstmals mit drei Toren (9:6). Er war es auch, der die nächsten drei Tore erzielte - der TSV führte 12:7 nach einer Viertelstunde. Auch die von Ferndorfs Coach Michael Lerscht genommene Auszeit änderte nicht viel am Spielverlauf. Dank der konsequenten Chancenverwertung gegen eine nicht immer sattelfeste Ferndorfer Abwehr setzten die Dormagener sich weiter ab und gingen beruhigt mit 21:13 in die Kabine.

Ein Aufbäumen der Gäste war auch nach dem Seitenwechsel nicht zu erkennen. "Es gibt hässliche Auftaktspiele, das war heute hässlich", resümierte Ferndorfs Coach Michael Lerscht. "Wir kamen von Minute Null an nicht ins Spiel und deshalb ist die Niederlage auch in dieser Höhe verdient." Ein Grund dafür war für ihn die relativ kurze Vorbereitungszeit von sechs Wochen für "eine komplett umgekrempelte Mannschaft." Der TSV ließ nicht locker und baute den Vorsprung weiter aus - mit gelungenen Kontern und sehenswerten Anspielen an den Kreis. Für das Endergebnis sorgte Kapitän Dennis Marquardt, der nach einer bösen Erkältungsattacke auf die Zähne gebissen hatte. Mikk Pinnonen hingegen musste noch das Bett hüten und wird seine Premiere in der 2. Liga erst nächsten Samstag in Bietigheim erleben.

TSV Bayer Dormagen - TuS Ferndorf 37:25 (21:13)
Dormagen: Bartmann, F. Genz, Jäger; Bongaerts, JG Genz (7), Eisenkrätzer (7), Rudloff, Doetsch (2), Kübler (5), Damm (12/6), Strosack, Hüter (1), Marquardt (1), Basic (2).
Ferndorf: Broszinski, Puhl; Trivic, John, Sorg, Koke (3), Paladin (1), L. Schneider (1), Heyme (1), Volentics (7/3), J. Schneider (10/4), Barwitzki (2), Sartisson, Baumgärtner.
Schiedsrichter: Hörath/Hofmann.
Zuschauer: 1715.
Zeitstrafen: 12:6 Minuten.
Siebenmeter: 6/7:7/9 (Bongaerts scheitert an Broszinski - Bartmann hält gegen Koke, Volentics wirft über das Tor).
Spielfilm: 0:1, 5:2 (7.), 8:6 (11.), 10:6, 14:8 (20.), 17:12 (26.), 20:12, 21:13 - 25:18, 29:18, 32:19, 34:21 (50.), 37:25.


Auf geht´s in die "Hammer-Saison" mit 40 Spielen. An diesem Freitag, 21. August, eröffnet der TSV Bayer Dormagen mit der Partie gegen den TuS Ferndorf die Spielzeit 2015/16 der 2. Handball-Bundesliga - ebenfalls um 19 Uhr wird das Spiel Emsdetten gegen Nordhorn-Lingen angepfiffen. "Wir spielen in der wahrscheinlich fünft- oder sechstbesten Liga der Welt, da gibt es keine leichten Aufgaben", sagt Jörg Bohrmann im aktuellen Tribünentalk. Leicht wird es denn auch nicht gegen den Aufsteiger aus Ferndorf. "Vielleicht können wir hier von einer lösbaren Aufgabe sprechen - doch dann muss eben alles zusammenpassen." Davon kann der TSV aber kaum sprechen. Denn noch lange stehen Max Bettin und Pascal Noll nicht zur Verfügung. Und im schlimmsten Fall kann das Team am Freitag nur mit acht Feldspielern auflaufen. Denn mit Kapitän Dennis Marquardt und Neuzugang Mikk Pinnonen liegen zwei Spieler flach und konnten aufgrund von schweren Erkältungen in dieser Woche nicht mit der Mannschaft trainieren. "Ob sie spielen können wissen wir erst am Freitag Abend - die Chancen liegen bei 50/50", bewertet Bohrmann.

Doch auch diese schwierige Ausgangsposition wollen die Dormagener meistern: "Wir werden uns zerreißen und Vollgas geben", kündigt der Coach an. Unter den Zuschauern werden auch etliche sein, die sich ehrenamtlich in Dormagen engagieren. "Wir möchten den Ehrenamtlern damit ein kleines Dankeschön dafür bieten, dass sie sich das ganze Jahr über beherzt für unser Gemeinwesen einsetzen“, sagt Bürgermeister Erik Lierenfeld. Neben dem Spiel gehört ein buntes Programm am Sonntag in Knechtsteden zum "Dankeschön-Wochenende".

Selbstvertrauen kann die Dormagener Mannschaft aus den beiden guten Spielen beim Pokal-Turnier in Nußloch am vergangenen Wochenende schöpfen. Und auch schon das Testspiel gegen Neuss "bestätigte die klare Weiterentwicklung", sah Bohrmann beim 27:24-Erfolg gegen den Nachbarn eine deutliche Verbesserung. Er würde gerne schon jetzt weitere in den Startlöchern stehende Spieler aus dem eigenen Nachwuchs integrieren, "aber da müssen wir uns einfach Zeit nehmen, gerade im Interesse der jungen Spieler."

Der TuS Ferndorf, Zweitligist in der Saison 2012/13, stand zuletzt im Pokal vor einer schweren Herausforderung gegen Erstligist HSV Hamburg. Trotz der 23:34-Niederlage war Neu-Trainer Michael Lerscht "schon mit einigen Dingen zufrieden." Ob die beiden Ex-Dormagener Alexander Koke und Daniel Mestrum mitmachen können, scheint derweil noch offen zu sein. Sie sind wie auch Patrick Bettig leicht angeschlagen. Da der Langzeitverletzte Niklas Reuter ausfällt, kann sich mit Moritz Barwitzki ein weiterer früherer Dormagener gute Hoffnungen auf einen Einsatz am linken Flügel machen.

Tickets gibt es weiterhin im Vorverkauf in der City-Buchhandlung, Kölner Straße 58 oder online. Die Abendkassen öffnen um 17.30 Uhr. Die Einlaufkids gehören der D-Jugend des FC Delhoven an. Thomas Hörath und Timo Hofmann (Zirndorf / Münchberg) leiten die Begegnung.


Traumstart für den TSV Bayer Dormagen beim Pokal-Turnier in Nußloch: In der 7. Minute führten die Rheinländer mit 5:2 gegen Erstligist Balingen. HBW-Coach Markus Gaugisch nahm die frühe Auszeit und rüttelte sein Team wach. Mit fünf Treffern in Folge lag Balingen denn auch nach elf Minuten vorne, ohne sich tatsächlich absetzen zu können. Der TSV kam immer wieder ran und konnte in der Kabine weiter auf die Überraschung hoffen. Direkt nach dem Seitenwechsel zog dann aber Balingen davon: Die Mannschaft führte in der 38. Minute sogar mit 20:13. Trotz dieses Vorsprungs konnte aber keineswegs von einer Vorentscheidung gesprochen werden. Denn die Dormagener kämpften sich erneut heran – und die Halle stand hinter dem Außenseiter. Jo Gerrit Genz machte das 24:27, Tim Hottgenroth hielt den Strafwurf von Yves Kunkel und der mit acht Treffern erfolgreichste TSV-Werfer Sebastian Damm verkürzte auf 25:27. Doch die Aufholjagd kam letztlich zu spät und Jannick Hausmann sorgte für die endgültige Entscheidung. Kurios: Vor einem Jahr in der 2. Runde des DHB-Pokals hatte Balingen in Dormagen ebenfalls mit 28:25 gewonnen. Und auch 14:12 hieß es seinerzeit zur Pause.

„Heute war sogar mehr drin“, stellte TSV-Trainer Jörg Bohrmann nach den 60 Minuten fest. Doch mal wieder wurden zu viele Würfe von der Siebenmeterlinie vergeben. Vier Strafwürfe landeten nicht im gegnerischen Netz. Und auch mehrere Gegenstöße führten nicht zum erhofften Erfolg. „Aber die Mannschaft hat heute gut gearbeitet und sich mit einer starken Leistung aus dem Pokal verabschiedet. Das Wochenende war ein Top-Test für den Meisterschaftsstart am Freitag.“ Bohrmanns Sonderlob gehörte dem 17-jährigen Torwart Tim Hottgenroth: „Er hat das sehr gut gemacht und in 45 Minuten neun Bälle gehalten.“

TSV Bayer Dormagen – HBW Balingen-Weilstetten 25:28 (12:14)
Dormagen:
 Hottgenroth, F. Genz; JG Genz (1), Eisenkrätzer (1), Doetsch (2), Kübler (2), Damm (8/2), Strosack (5/2), Hüter, Marquardt (1), Basic (5/2), Pinnonen.
Balingen: Baumeister, Asanin; Böhm (1), Foth, Nyokas (3), Hausmann (6), Wilke (1), Vasilakis (4), Strobel (2), Kunkel (8/6), Krieg (2), Frietsch 1, Ilitsch, Ruß.
Schiedsrichter: Pritschow/Pritschow.
Zeitstrafen: 8:4 Minuten.
Siebenmeter: 6/10:6/7 (Basic/2, Doetsch und Strosack scheitern – Hottgenroth hält gegen Kunkel).
Spielfilm: 5:2 (7.), 5:7 (11.), , 6:10 (16.), 9:10 (18.), 10:14 (26.), 12:14 – 13:20 (38.), 17:24, 20:24, 25:27 (59.), 25:28.


Der TSV Bayer Dormagen hat das Auftaktspiel des DHB-Pokal-Turniers in Nußloch klar mit 35:24 gegen den Drittligisten TV Kirchzell gewonnen. Nach einem zähen Start ging die Mannschaft von Jörg Bohrmann in der 18. Minute beim 10:7 durch Sebastian Damm erstmals mit drei Toren in Führung. Mit zwei Treffern innerhalb von 22 Sekunden erhöhte Alexander Kübler auf 14:10 in der 26. Minute. Vier Tore Vorsprung (16:12) hatte der TSV auch zur Pause. Nach dem Wechsel ließen die Rheinländer nichts mehr anbrennen und setzten sich kontinuierlich über 20:14 bis auf 26:18 in der 47. Minute ab. Spätestens zu diesem Zeitpunkt war die Partie entschieden.

Übrigens: Das Torhüter-Gespann des TSV, Tim Hottgenroth (17) und Fredrik Genz (18), war wohl das jüngste in der Geschichte des Vereins. Beide müssen auch morgen wieder ran, wenn der TSV um 14 Uhr gegen Erstligist HBW Balingen-Weilstetten spielt. Nur wer diese Partie gewinnt, zieht ins Achtelfinale des DHB-Pokals ein. Die Balinger setzten sich am Abend gegen Ausrichter SG Nußloch mit 38:22 (17:11) durch.

TV Kirchzell - TSV Bayer Dormagen 24:35 (12:16)
Kirchzell: Jörg, Friedrich, Vöhringer; Bauer (1), Gläser (3), Horak, Kunz (1/1), Mann (3), Haufglöckner, Orlovsky (3), Corak (6), Göpfert (7).
Dormagen: Hottgenroth, F. Genz; JG Genz (2), Eisenkrätzer (4), Doetsch (3), Kübler (5), Damm (3), Strosack (4), Hüter (3), Marquardt (3), Basic (6/2), Pinnonen (2).
Schiedsrichter: Pritschow/Pritschow.
Zeitstrafen: 6:4 Minuten.
Siebenmeter: 1/1:2/4 (Basic und Doetsch scheitern).
Spielfilm: 2:1 (5.), 2:3, 6:5 (14.), 6:8 (16.), 7:10 (18.), 10:14 (26.), 11:16 (29.), 12:16 - 14:19 (34.), 16:23 (42.), 19:29 (51.), 22:29, 24:35.


Großer Favorit des DHB-Pokal-Turniers an diesem Wochenende ist natürlich Erstligist Balingen, der heute um 19.15 Uhr auf die ausrichtende SG Nußloch (3. Liga Süd) trifft. "Wir wollen am Sonntag ein zweites Spiel als letzten Test vor der Meisterschaftssaison vermutlich gegen Balingen machen", geht TSV-Coach Jörg Bohrmann optimistisch in den Wettbewerb. Voraussetzung ist allerdings ein Erfolg gegen den TV Kirchzell. Das Spiel gegen die Odenwälder wird heute um 17 Uhr in der Olympiahalle Nußloch angepfiffen.

"Wir können uns in einem Pflichtspiel mit einem stärkeren Gegner messen. Wenn wir alles aus uns rausholen, bekommen wir vielleicht auch eine Chance, zu gewinnen. Diese wollen wir dann nutzen", sagt Kirchzells Trainer Gottfried Kunz. Die Schwere der Aufgabe ist Bohrmann bewusst: "Kirchzell besitzt eine starke Mannschaft mit dem erfahrenen Andreas Kunz im Rückraum. Gewinnen können wir nur mit voller Konzentration." Die Sieger der beiden Samstag-Spiele stehen sich am Sonntag ab 14 Uhr gegenüber. Nur wer sich dann durchsetzt zieht in die Runde der letzten 16 des DHB-Pokals ein. Neben den sportlichen Highlights haben die Veranstalter ein buntes Rahmenprogramm organisiert. Am Samstag gibt es die SGN-Final-Four-Players-Night mit DJ-Musik und am Sonntag ab 11 Uhr findet im Biergarten vor der Olympiahalle ein bayrisches Weißwurstfrühstück statt. Untermalt wird das ganze vom Musikverein Feuerwehrkapelle 1875 Nußloch e.V.



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