Bereits am 12. November sollte die Partie des 10. Spieltages zwischen Dormagen und Eisenach ausgetragen werden - das Wiesel Inside informierte. Doch die Corona-Quarantäne der Thüringer führte zur Verlegung auf diesen Dienstag, 1. März, 19.30 Uhr. Das Spiel im TSV Bayer Sportcenter leiten die Schiedsrichter Maximilian Engeln und Felix Schmitz aus Burscheid. Tickets gibt es im Online-Shop, die Abendkassen öffnen um 18.30 Uhr. Für Dormagener Fans sollte es ein Pflichtspiel sein. Wer es aber nicht schafft, der kann das Spiel auf Sportdeutschland verfolgen.

„Manchmal kann man froh sein über englische Wochen“, sagt David Röhrig, der erneut Peer Pütz an der Seitenlinie vertreten wird, der sich noch in der Corona-Quarantäne befindet. „Denn wenn man gleich wieder spielen muss, dann grübelt man nicht zu lange über solche Niederlagen wie in Rimpar und hat sofort die Chance, es besser zu machen.“ Die ganze Aufmerksamkeit gilt längst der Vorbereitung auf die Eisenacher, die am vergangenen Wochenende zuschauen mussten. Das vorgesehene Heimspiel gegen den Dessau-Roßlauer HV fiel Corona-Fällen im Team aus Sachsen-Anhalt zum Opfer. Für Trainer Misha Kaufmann ist die Partie am Rhein ein „Vier-Punkte-Spiel“ für beide Mannschaften: „Mit einem Sieg können wir uns von den gefährdeten Rängen entfernen“, sagt der Schweizer, der im Herbst 2021 Markus Murfuni nach 16 Monaten als Übungsleiter abgelöst hatte. „Wir beobachteten keine Aufwärtsentwicklung und sahen uns zum Handeln veranlasst“, begründete Eisenachs Manager Rene Witte damals den Schritt. Der 37-jährige Kaufmann war zuvor fünfeinhalb Jahre Cheftrainer beim HSC Suhr Aarau.

Eisenach hat sich vor Beginn der Saison unter anderem mit den Rückraumspielern Malte Donker (TSV Hannover-Burgdorf) und Fynn Hangstein (TBV Lemgo) sowie Torhüter Johannes Jepsen (22, TuS N-Lübbecke) verstärkt. Der 21-jährige Halblinke Hangstein macht längst als Shooter auf sich aufmerksam und führt inzwischen mit 150 Treffern, davon 54 Siebenmetern, die Torjägerliste der 2. Liga an. Nach Jepsens Verpflichtung erhielt Oldie Blaz Voncina (38) nicht mehr die erhoften Einsätze im Tor und wechselte zum Ligakonkurrenten VfL Lübeck-Schwartau. Vor wenigen Wochen verabschiedete sich auch Österreichs Nationaltorwart Thomas Eichberger. Er wechselte zu UHK Krems in Niederösterreich, dafür kam der 21-jährige Fran Lucin aus Kroatien.

Unter dem Strich ist die Bilanz der Klubs ausgeglichen mit zehn ThSV- und neun TSV-Erfolgen; ein Spiel endete Unentschieden. In den beiden letzten Jahren gewannen sie jeweils ihre Heimspiele. Mindestens im Sportcenter will der TSV auch wieder punkten. David Röhrig und Peer Pütz, die sich regelmäßig austauschen, sind davon überzeugt: „Nach dem Tief in Rimpar folgt wieder ein Hoch gegen Eisenach. Dafür müssen wir hinten wie vor einer Woche gegen Coburg fighten sowie vorne die richtigen Entscheidungen gegen die 5:1-Abwehr finden - und besser treffen.“


Nach dem Gewinn von drei Punkten in Bietigheim und gegen Coburg hatten die Wiesel sich auch in Rimpar etwas ausgerechnet. Doch der Dormagener Auftritt am Samstagabend in Würzburg ist nicht annähernd mit den zuletzt gezeigten Leistungen zu vergleichen. „Da müssen wir gar nicht drumherum reden“, sagt David Röhrig, „das Spiel haben wir völlig in den Sand gesetzt.“ Röhrig übernahm in Rimpar die Trainerrolle von Peer Pütz, der aufgrund eines positiven Coronatests das Spiel am heimischen Monitor verfolgen musste. Die Unterfranken setzten sich mit 31:22 (16:9) durch und damit auch von der Abstiegszone ab. Der TSV Bayer Dormagen befindet sich hingegen wieder am Tabellenende der 2. Handball-Bundesliga, da Ferndorf sein Heimspiel gegen Emsdetten mit 33:24 gewann und vorbeizog. Die nächste Aufgabe wartet schon am Dienstag, 1. März: Dann findet das Nachholspiel des 10. Spieltags gegen den ThSV Eisenach im TSV Bayer Sportcenter statt. Und drei Tage später kommt es an gleicher Stelle zum Mittelrhein-Derby gegen den VfL Gummersbach. Zum Ticket-Online-Shop

Ein unglücklicher Start für den TSV in der Würzburger tectake-Arena: Nach dem Anwurf der Gäste endet der erste Angriff mit einem guten Abschluss von Alexander Senden, der Ball landet allerdings an der Latte. Pech auch für Martin Juzbasic, der stark gegen Patrick Schmidt hält. Doch der Ball landet im Seitenaus und Rimpar kann den Angriff erfolgreich fortführen. So dauert es bis zur 5. Minute, ehe Andre Meuser den ersten TSV-Treffer zum 3:1 erzielt. Weil Senden auf 3:2 verkürzt und Joshua Reuland an die Siebenmeterlinie tritt, ist der Ausgleich zum 3:3 möglich. Allerdings ist es einmal mehr der Tag von Marino Mallwitz, der alle drei Strafwürfe von Reuland abfängt, später auch noch einen von Sören Steinhaus. Hinzu kommen eine Fülle von Dormagener Möglichkeiten, die Rimpars Schlussmann auf mitunter spektakuläre Art und Weise entschärft.

So ist das Spiel auch schon erzählt: Der TSV bemüht sich, Rimpar baut die Führung aus - über 9:5 nach einer Viertelstunde bis hin zum 16:9 zur Pause. „Wenn wir vorne so viel verpöhlen, dann müssen wir uns auch nicht über die Gegenstöße wundern“, erklärt David Röhrig, der sich die Partie in Würzburg deutlich anders vorgestellt hatte. Auch nach dem Seitenwechsel bleibt „Spannung“ ein Fremdwort, denn Rimpars Vorsprung beträgt immer mindestens sechs Tore. Lob gibt es freilich auch zu verteilen: Zumindestens fiel Dormagens Niederlage einstellig aus; Martin Juzbasic wehrte immerhin elf Bälle ab und das Zusammenspiel mit Aron Seesing am Kreis ließ sich ebenfalls sehen. Röhrig: „Der Sonntag dient der Regeneration, dann müssen wir einen schnellen Blick auf Eisenach werfen.“

DJK Rimpar Wölfe - TSV Bayer Dormagen 31:22 (16:9)
Rimpar:
Mallwitz (19 Paraden), Wieser; Schömig (8/2), Böhm (3), Karle (5), Schmidt (3), Durr, Meyer (3), Dayan (5), Kovacic, Link (4), Sauer, Merk.
Dormagen: Juzbasic (11 Paraden), Simonsen (ab 54.); Reuland (2), Meuser (5), Leitz (1/1), Senden (4), I. Hüter (1), Zurga, P. Hüter, Grbavac (1), Seesing (5), Steinhaus (3/1), Mast, Stein.
Schiedsrichter: Fabian Dietz / Tobias Biehler.
Zuschauer: 426.
Zeitstrafen: 8:0 Minuten.
Siebenmeter: 2/2:2/6 (Mallwitz hält dreimal gegen Reuland und gegen Steinhaus).
Spielfilm: 3:1 (5.), 5:3, 9:4 (16.), 14:6 (25.), 16:9 - 18:11, 22:13 (41.), 24:18 (50.), 28:20, 31:22.


Heute um 13.30 Uhr machen sich die Wiesel auf den Weg nach Würzburg. Dort in der tectake Arena steht die Partie gegen die DJK Rimpar Wölfe auf dem Spielplan der 2. Handball-Bundesliga. Die Schiedsrichter Fabian Dietz und Tobias Biehler (Offenburg / Ohlsbach) pfeifen die Begegnung um 19.30 Uhr an. tectake Arena - eine neue Halle? Nein, das Gebäude trägt nur einen neuen Namen. Der bisherige Namenssponsor s.Oliver hatte Mitte des letzten Jahres den Vertrag gekündigt, Nachfolger ist das Unternehmen tectake aus Igersheim. Das Spiel ist live auf Sportdeutschland zu sehen.

Trainer Peer Pütz wird heute nicht in den Bus Richtung Unterfranken einsteigen: Sein Coronatest am Morgen war leider positiv. Deshalb steht Co-Trainer David Röhrig in der Verantwortung und wird auf der Bank von B-Jugend-Coach Andre Nicklas unterstützt, der auch den Kontakt zu Pütz hält. Ob Rimpars Trainer Julian Thomann heute dabei ist, war bis zuletzt offen. Er war gegen Hagen und zuletzt beim verlorenen Gastspiel in Rostock ebenfalls wegen eines positiven Tests ausgefallen. Für den Wölfe-Coach war A-Jugend und Jugendkoordinator Bastian Krenz eingesprungen.

Vor dem Start in die Rückrunde hatte Rimpar sich das Ziel gesetzt, fünf Siege aus den ersten sieben Spielen zu holen. Die beiden einkalkulierten Niederlagen mussten bereits eingesteckt werden - neben dem 28:30 in Rostock verloren die Wölfe auch das Heimspiel gegen Dessau mit 23:26. Das war die fünfte Heimniederlage des Tabellenzwölften, der acht Pluspunkte vor dem TSV rangiert. Gegenüber dem Hinspiel, das der TSV mit 27:24 (13:9) gewann, gibt es auf Rimparer Seite auf jeden Fall eine Änderung: Kurz vor dem Ende der Wechselfrist verpflichteten die Wölfe Rückraumspieler Jonas Link von der SG BBM Bietigheim, der bereits die ersten Einsätze hinter sich hat.


Coburg wollte zwei Punkte in Dormagen holen, am Ende konnten wir „froh sein, dass es zumindest ein Punkt war“, sagte Trainer Brian Ankersen nach den spannenden 60 Minuten vor 532 Zuschauern im TSV Bayer Sportcenter. Gewünscht hatte sich Dormagens Coach Peer Pütz ebenfalls die beiden Zähler, doch auch er war letztlich zufrieden mit dem 23:23 (13:11). Immerhin der erste Punkt gegen Coburg nach acht Niederlagen in Folge seit 2014. „Wir müssen uns jeden Punkt hart erkämpfen“, machte Pütz deutlich, dass er mit seinem Team auch in Rimpar am kommenden Samstag, 26. Februar, erfolgreich sein will.

Wie energisch die Dormagener Abwehr zupackte, lässt sich schon an der Zahl der Gegentore erkennen: Der TSV ließ nur 23 Treffer zu, so wenige erzielte Coburg lediglich beim Gastspiel in Essen. Vor allem für Florian Billek war es ein ungewohnt schwarzer Tag: Entweder scheiterte der Rechtsaußen an TSV-Schlussmann Martin Juzbasic, am Pfosten oder warf daneben. Auch nach vorne lief es ordentlich für die Gastgeber, nur beim Abschluss fehlte zu oft die Konsequenz gegen einen freilich reaktionsschnellen Jan Kulhanek. Die Wiesel hatten das Heft in der Hand und führten überwiegend. Im Verlauf des Spiels lag Coburg lediglich zweimal vorne: Nach dem 3:0-Lauf von 3:5 auf 6:5 in der 16. Minute und nach Billeks einzigem Treffer zum 8:7. Danach zeigten Alexander Senden mit drei und Aron Seesing mit zwei Toren, wie Kulhanek zu überwinden ist. Als starker Ersatz für die nicht zur Verfügung stehenden Rechtsaußen Jakub Sterba und Jan Reimer erwies sich Lennart Leitz, der den Ball eroberte und den ersten Drei-Tore-Vorsprung (13:10) kurz vor der Pause markierte. Am Tag zuvor war Leitz noch mit der A-Jugend in Melsungen erfolgreich. Dabei wurde er aber bewusst geschont, musste nur 20 Minuten spielen. So „waren die beiden Einsätze auszuhalten“, kommentierte der 18-Jährige.

Nach dem Seitenwechsel war es erneut Leitz, der sein Team nach dem weiten Anspiel von Joshua Reuland mit drei Treffern in Führung brachte (16:13). Doch vor allem die präzise zielenden Merlin Fuß und Karl Toom hielten ihr Team im Rennen. So war weiter alles drin, auch wenn in der zweiten Hälfte immer der TSV vorlegte. „Am Ende unterliefen uns ein, zwei Fehler zu viel. Wir hätten aber auch ein, zwei Siebenmeter mehr bekommen können“, urteilte Peer Pütz. Für die sichere Vollstreckung der Strafwürfe war Joshua Reuland zuständig, der so auch das 22:21 machte. Toom glich aus, anschließend hüpfte der vom erneut starken Sören Steinhaus geworfene Ball noch hinter die Torlinie zum 23:22. Nach dem letzten Treffer von Merlin Fuß hatten beide Mannschaften die Gelegenheit, zum Siegtreffer. Lennart Leitz: „Schade, dass wir den zweiten Punkt liegen gelassen haben, aber vielleicht reicht der eine ja für den Klassenerhalt aus.“

TSV Bayer Dormagen - HSC 2000 Coburg 23:23 (13:11)
Dormagen:
Juzbasic (7 Paraden), Simonsen (bei einem 7m); Stein (n.e.), Reuland (5/3), Meuser (3), Leitz (2), Senden (3), Eugler (n.e.), Rehfus (n.e.), I. Hüter (2), Zurga (n.e.), P. Hüter (2), Grbavac (2), Seesing (2), Steinhaus (2), Mast (n.e.).
Coburg: Kulhanek (15 Paraden), Jochens (bei einem 7m); Preller (1), Runarsson, Fuß (7), Toom (4), Billek (1), Mubenzem, Juskenas (n.e.), Knauer (1), Varvne (2), Schäffer, Grozdanic (4/3), Schröder (2), Bauer (1).
Schiedsrichter: Eelco und Robin Schmitz.
Zuschauer: 532.
Zeitstrafen: 8:6 Minuten.
Siebenmeter: 3/3:3/3.
Spielfilm: 4:2, 5:6 (16.), 7:6, 7:8, 10:8 (24.), 10:10, 13:10, 13:11 - 13:13, 16:13 (39.), 17:17, 19:17, 21:21 (53.), 23:22 (60.), 23:23.


Volles Programm für den TSV Bayer Dormagen: Nach dem mutmachenden Sieg in Bietigheim will die Mannschaft von Peer Pütz diesen Erfolg beim 10. Heimspiel der Saison gegen den HSC 2000 Coburg bestätigen und auch Revanche für die unglückliche 27:28-Niederlage im Hinspiel nehmen. „Den Schwung des Auswärtserfolges nehmen wir gerne mit ins Heimspiel gegen Coburg“, sagt Pütz. Für die Vorbereitung auf den 13. der Zweitliga-Tabelle bestand nicht sehr viel Zeit. Aber der Matchplan für die Partie an diesem Mittwoch, 23. Februar, steht. Die Abendkasse öffnet um 18.30 Uhr. Es besteht weiterhin die Möglichkeit, Tickets online zu erwerben - auch für die Spiele gegen Eisenach am 1. März und das Mittelrhein-Derby gegen Gummersbach am 4. März. Das Spiel gegen Coburg pfeifen die Schiedsrichter Eelco und Robin Schmitz (Mönchengladbach) um 19.30 Uhr an. Sportdeutschland.tv überträgt live.

„Coburg besitzt ein nominell starkes Team und hatte deutlich andere Erwartungen an den Saisonverlauf“, betont Peer Pütz. „Das macht noch einmal deutlich, wie stark die 2. Liga ist. Da brauchen wir unbedingt die Unterstützung unserer Fans, um auch wieder im TSV Bayer Sportcenter zu punkten.“ Nach dem Bundesligaabstieg gab es eine relativ große Rotation in Coburgs Kader. Mit Dieudonné Mubenzem und Merlin Fuß kamen zwei Linkshänder vom TV Hüttenberg, Jan Jochens stand zuvor in Potsdam im Tor, Stefan Bauer trug das Trikot des Erstligisten HC Erlangen, von dem auch Kreisläufer Jan Schäffer zum HSC wechselte. Rückraumspieler Karl Toom hatte bereits beim TV Emsdetten Erfahrung in der 2. Liga gesammelt und kam jetzt aus Estland zurück nach Deutschland. Wie immer beständig: Rechtsaußen Florian Billek ist einmal mehr der gefährlichste Werfer und führt Coburgs Torschützenliste mit 116/16 Treffern an. Jüngst wurde ein weiterer Aufbauspieler verpflichtet: Der 21-jährige Isländer Tumi Steinn Runarsson wechselte von Valur Iceland zum HSC.

Coburg hat sich im Oktober 2021 nach sechs Spielen in der Saison 2021/22 von Cheftrainer Alois Mraz getrennt. Die ersten Partien der aktuellen Saison hätten gezeigt, dass sich „die erhoffte positive Weiterentwicklung nicht im gewünschten Maße eingestellt hat“, begründete Geschäftsführer Jan Gorr seinerzeit den Schritt. Der aus Tschechien stammende Ex-Nationalspieler Mraz war zur Saison 2020/21 verpflichtet worden. Nachfolger Brian Ankersen (33) war den Coburgern positiv als Interimscoach bei der SG BBM Bietigheim aufgefallen. Gorr: „Wir möchten mit einem Trainer zusammenarbeiten, der sich mit unserer Philosophie, dem Coburger Weg, vollumfänglich identifiziert. Bereits mit dem ersten Gespräch hat Brian uns diesen Eindruck vermittelt.“ Der in Deutschland geborene Däne war in der 1. Liga in Dänemark und Montenegro aktiv und spielte in der 3. Liga in Deutschland.

Am Samstag verlor Coburg gegen den Aufsteiger aus Rostock ein schon sicher geglaubtes Heimspiel. Nach 60 Minuten hieß es 28:26 für die Gäste. Coburgs erfolgreichster Werfer war - natürlich - Florian Billek mit sieben Treffern. Im Hinspiel vor fünf Monaten hatte er zehn Tore gegen den TSV erzielt.


Seit 2014 trägt Tim Mast die verschiedenen Trikots des TSV Bayer Dormagen. Der Linksaußen, der auch am Kreis spielen und mit platzierten Würfen aus dem Rückraum aufwarten kann, wird die Wiesel zum Saisonende verlassen. Der 21-Jährige möchte bei einem anderen Klub Erfahrung sammeln. „Wir bedauern Tims schon vor einiger Zeit getroffene Entscheidung, müssen diese jedoch akzeptieren“, sagt Dormagens Handball-Geschäftsführer Björn Barthel. „Wir wünschen ihm auf seinem Weg viel Erfolg.“

Mit der Entscheidung hatte der gebürtige Dormagener zu kämpfen: „Der Abschied von meinem Heimatverein, dem ich sehr viel zu verdanken habe, ist mir äußerst schwer gefallen. Beim TSV habe ich viele Freunde gefunden und eine exzellente sportliche Ausbildung erfahren dürfen. Hierfür möchte ich mich bei allen - sowohl im Jugend- als auch Seniorenbereich - herzlich bedanken, die mich bisher so grandios unterstützt haben“, erklärt Mast. Er ist jedoch nach reiflichen Überlegungen zum Entschluss gekommen, dass „ein Vereinswechsel zur neuen Spielzeit für meine Entwicklung unabdingbar ist. Ich hoffe, als Linksaußen bei meinem neuen Verein mehr integriert zu werden und damit den nächsten Schritt gehen zu können. Die Entscheidungsfindung hatte mich in den letzten Wochen neben dem Abschluss meiner Berufsausbildung sehr bewegt und belastet. Nun habe ich den Kopf wieder frei, werde mit vollster Konzentration sowie vollstem Einsatz alles geben, damit wir am Ende gemeinsam den Klassenerhalt feiern können. Hierfür werde ich ab sofort meine Arbeitszeit bei der Sparkasse Neuss halbieren, um an jeder Maßnahme teilnehmen zu können.“

Drei weitere Wechsel
Der TSV hätte gerne mit Tim Mast verlängert, ebenfalls mit drei talentierten Nachwuchsspielern. Barthel: „Leider haben sich die A-Jugendlichen Finn Wolfram und Finley Werschkull sowie Moritz Köster (2. Mannschaft) vor geraumer Zeit gegen das Angebot des TSV Bayer Dormagen entschieden.“


Nach vier Siegen in Folge hatte die SG BBM auch die Punkte gegen das bisherige Schlusslicht der 2. Handball-Bundesliga fest eingeplant. Doch der TSV Bayer Dormagen machte einen Strich durch die Rechnung der Schwaben, die im Laufe des Spiels wenig sparsam beim Auslassen von Chancen waren. Das lag aber auch am disziplinierten Auftritt der Wiesel, die „bis zum Umfallen gekämpft haben“, machte Trainer Peer Pütz seinen Spielern ein Riesenkompliment nach dem 29:27-Erfolg in der Sporthalle am Viadukt. Dadurch überholte der TSV den TuS Ferndorf in der Tabelle - was aber viel wichtiger ist: Die Mannschaft sammelte enormes Selbstvertrauen für die nächsten fünf Spiele innerhalb von 15 Tagen. Los geht die doppelte englische Woche mit dem Heimspiel gegen den HSC 2000 Coburg am Mittwoch, 23. Februar, ab 19.30 Uhr im TSV Bayer Sportcenter. Zum Online-Ticketshop

Den Beginn der Partie in Bietigheim hatten die Gäste sich ein wenig anders vorgestellt. Es waren nicht einmal fünf Minuten gespielt, als die SG bereits mit 4:0 vorne lag. Doch beeindruckt war der TSV nicht: „Wir ließen die Köpfe nicht hängen“, drückte Pütz aus, was die 420 Zuschauer in der Halle und die vielen anderen auch in Dormagen vor dem Monitor registrierten. Ante Grbavac und Andre Meuser leiteten die Aufholjagd ein, es folgten die Treffer des kaum zu haltenden Ian Hüter. Nach der Annäherung bis auf 6:4 zeigte Bietigheim eine Reaktion und baute die Führung erneut bis auf vier Tore aus. Nun aber machte Martin Juzbasic mehrfach auf sich aufmerksam und wehrte beste Möglichkeiten der gegnerischen Offensive ab.

Erneut war es Ante Grbavac, der genau Maß nahm und den Dormagener 4:0-Lauf startete. Patrick Hüter nach einer sehwenswerten Kombination, Andre Meuser mit einem präzisen Abschluss und Jan Reimer nach einem exakten Pass von Martin Juzbasic sorgten für das 9:9 in der 21. Minute. Bietigheims Christian Schäfer, der ein Drittel aller SG-Tore erzielte, war für das 10:9 per Siebenmeter verantwortlich - und damit auch für die letzte Führung seines Teams überhaupt. Denn nach zwei weiteren Geschossen von Grbavac führte der TSV sechs Minuten vor dem Pausenpfiff erstmals mit 11:10. Zur Halbzeit hieß es 15:13 für die Gäste.

Die Dormagener Dominanz setzte sich nach dem Wiederanpfiff fort. Gute Anspiele, die gelungene Einbindung der Außen oder auch erfolgreiche Konter - der TSV setzte sich bis auf 21:15 in der 39. Minute ab. Auch bei diesem Treffer behielt die Mannschaft die Ruhe, Aron Seesing wurde mit dem letzten zulässigen Pass gefunden und der Kreisläufer fackelte nicht lange. Als Patrick und danach Ian Hüter den Sechs-Tore-Vorsprung verteidigten, nahm Bietigheims sichtlich genervter Trainer Iker Romero bereits in der 41. Minute die zweite Auszeit in der zweiten Hälfte. Unterstützt von ihren Fans kamen die favorisierten Gastgeber nun langsam näher, auch weil Nick Lehmann mit mehreren spektakulären Paraden aufwartete. Mit einem Doppelschlag war es schließlich Linksaußen Alexander Pfeifer, der das 26:26 (55.) erzielte.

Auch der Gleichstand irritierte den TSV nicht. Erst Ian Hüter, dann Andre Meuser nach Schäfers Wurf weiter über das Tor brachten die Gäste wieder mit 28:26 in Führung. Per Siebenmeter schaffte Schäfer den Anschluss, doch die nächste Chance für Tim Dahlhaus machte erst Juzbasic zunichte, dann stand der Block gegen den Wurf von Sven Weßeling. Dormagen hatte den Ball, 29 Sekunden vor dem Abpfiff nahm Peer Pütz die Auszeit. Nach der letzten Absprache nahm sich Ian Hüter den Ball und schloss mit seinem neunten Tor ab. Das Spiel war gelaufen, der TSV durfte jubeln und den ersten Auswärtssieg der Saison feiern. „Den Erfolg wollen wir am Mittwoch gegen Coburg bestätigen“, betonte Pütz. Vielleicht ist dann wieder Alexander Senden dabei, dessen Schulter gestern Abend Probleme verursachte. Zum Glück konnten Sören Steinhaus und Joshua Reuland in Bietigheim wieder spielen, die ihrem Team im Angriff und in der Abwehr helfen konnten. Jakub Sterba indes wird in der nächsten Woche an der Schulter operiert und vermutlich in dieser Saison nicht mehr zur Verfügung stehen.

SG BBM Bietigheim - TSV Bayer Dormagen 27:29 (13:15)
Bietigheim:
Poltrum (1 Parade), Lehmann (9 P.); Vlahovic (1), Claus (4), Dahlhaus (1), Schäfer (9/4), De La Pena (2), Urban, Barthe (1), Asmuth, Weßeling (3/1), Pfeifer (4), Boschen, Fischer (2).
Dormagen: Juzbasic (9 Paraden), Simonsen (1 P.); Reuland (3), Meuser (3), Leitz, I. Hüter (9), Reimer (4/1), Zurga, P. Hüter (2), Grbavac (5), Seesing (2), Steinhaus (1), Mast.
Schiedsrichter: Baumgart / Wild.
Zuschauer: 420.
Zeitstrafen: 8:14 Minuten.
Siebenmeter: 5/6:1/2.
Spielfilm: 4:0 (5.), 4:1 (7.), 6:4 (11.), 9:5 (16.), 9:9 (21.), 10:11 (24.), 11:14 (28.), 13:15 - 13:18 (35.), 15:21 (39.), 19:24 (44.), 22:24 (48.), 23:26 (52.), 26:26 (55.), 26:28, 27:28, 27:29.


Der erste Sieg im Jahr 2022, der erste Auswärtssieg in der Saison 2021/22! Das war heute ein klares Ausrufezeichen der Mannschaft, die fest an sich geglaubt und bis zum Umfallen gekämpft hat. Auch der Rückstand in der Anfangsphase und der Ausgleich der Gastgeber in der Schlussphase brachte den TSV Bayer Dormagen bei der SG BBM Bietigheim nicht aus der Spur. Nach 60 Minuten hieß es 29:27 (15:13) für die Dormagener, die den Erfolg ausgiebig feierten. „Das positive Ergebnis nehmen wir mit und wollen es gegen Coburg bestätigen“, sagte Trainer Peer Pütz, der seiner Auswahl ein Riesenkompliment machte: „Die Abwehr hat enorm gekämpft und der Angriff hat gut umgesetzt, was wir uns vorgenommen hatten.“

Der TSV erwartet am kommenden Mittwoch, 23. Februar, 19.30 Uhr, den HSC 2000 Coburg im TSV Bayer Sportcenter. Zum Online-Ticketshop

Das siegreiche Team in Bietigheim:
Juzbasic, Simonsen; Reuland (3), Meuser (3), Leitz, I. Hüter (9), Reimer (4/1), Zurga, P. Hüter (2), Grbavac (5), Seesing (2), Steinhaus (1), Mast.

Ausführlicher Bericht folgt.


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