Nichts Neues der Wiesel bei den Rimpar Wölfen: Auch im fünften Anlauf konnte der TSV außer dem schönen Blick aufs Käppele nichts Wertvolles aus Würzburg mit nach Hause nehmen. Gegen die starke Deckung der DJK Rimpar taten die Rheinländer sich am Dienstagabend in der s.Oliver Arena von Beginn an schwer. Nach dem 8:11-Rückstand zur Pause endete die zarte Hoffnung auf mehr nach einer sehenswerten Aufholphase bis zur 45. Minute abrupt. Das Nachholspiel des 17. Spieltages gewannen die Gastgeber mit 25:19. Am Freitag geht es für den TSV bereits weiter: Gegner im TSV Bayer Sportcenter ist am 26. Februar ab 19.30 Uhr die SG BBM Bietigheim.

Drei der ersten vier Tore der DJK gingen auf das Konto von Julian Sauer. Der Rechtsaußen profitierte dabei auch von technischen Fehlern der Gäste. Als Michael Schulz in der 11. Minute schnell reagierte und den Abpraller nach einer Parade von Sven Bartmann zum 5:3 und damit der ersten Zwei-Tore-Führung verwandelte, hielten die Sorgen sich beim TSV noch in Grenzen. Denn Benni Richter erwies sich als sicherer Siebenmeterschütze und hatte auch etwas Glück, als sein Wurf aus acht Metern vom Pfosten an den Rücken von Torwart Marino Mallwitz sprang und dann im Kasten landete. Die große Freude über den erneuten Ausgleich zum 6:6 durch Joshua Reuland währte allerdings nicht lange: Julian Sauer und Michael Schulz mit zusammen drei Treffern erhöhten auf 9:6 in sechs torlosen Minuten des Tabellensechsten. Aufgrund der mangelnden Durchschlagskraft und weil Schlussmann Marino Mallwitz oft dort stand, wo die Bälle auch hinkamen, verbuchte der TSV lediglich acht Tore bis zur Pause auf der Habenseite. TSV-Torwart Sven Bartmann wiederum hielt den Rückstand dank mehrerer spektakulärer Paraden noch in Grenzen.

Das 11:8 für Rimpar nach 30 Minuten schien aufholbar, allerdings sprach die Statistik dagegen: Alle Auswärtsspiele, bei denen die Dormagener in dieser Saison zur Pause zurücklagen, wurden auch verloren. Es sah so aus, als sollte sich dies in Rimpar bewahrheiten. Denn direkt nach dem Seitenwechsel setzten die Gastgeber sich bis auf 14:8 ab. Das war der Augenblick, in dem Dusko Bilanovic für eine Veränderung in der Offensive sorgte: Nach langer verletzungsbedingter Pause kam Ante Grbavac zurück aufs Feld. Und es ging ein Ruck durch die Mannschaft mit einer nun ganz anderen Körpersprache. Auch kleine Rückschläge konnten die Aufholjagd nicht stoppen, auf einmal war der Ausgleich nach 45 Minuten da: Grbavac sorgte für das 16:16.

Doch damit war das Aufbäumen auch schon wieder beendet: Rimpar setzte sich ein weiteres Mal ab, weil viele Angriffe nun über die linke Seite von Dominik Schömig erfolgreich abgeschlossen wurden. Das 20:16 von Steffen Kaufmann in der 52. Minute war schon so etwas wie eine Vorentscheidung, auch wenn Jakub Sterba und Andre Meuser auf 20:18 verkürzen konnten. Die Führung baute Rimpar nämlich bis auf 25:19 aus – es war der bislang zweithöchste Heimsieg der gesamten Saison. „Wir haben heute sehr diszipliniert gedeckt und den Ball gut laufen lassen“, richtete Rimpars Coach Ceven Klatt ein Kompliment an seine Auswahl. „Wenn wir ins Tempo kamen, sahen wir ganz gut aus. Aber das war zu selten“, wirkte Dusko Bilanovic nach dem Spiel wenig erfreut.

DJK Rimpar Wölfe - TSV Bayer Dormagen 25:19 (11:8)
Rimpar: Mallwitz (12 Paraden), Wieser (bei einem 7m); Schömig (5/1), Karle, Neagu, Schmidt (3), Kaufmann (4), Siegler (1), Wirtz (n.e.), Meyer (1), Schulz (2), Dayan (n.e.), Kovacic (1), Brielmeier (1), Sauer (7), Bialowas.
Dormagen: Bartmann (9 Paraden), Simonsen (n.e.); Reuland (3), Seesing (n.e.), Senden, Meuser (5), Juric, Richter (5/4), Skroblien (n.e), I. Hüter, Reimer (n.e.), Noll (1), P. Hüter (1), Johannmeyer (n.e.), Sterba (2), Grbavac (2).
Schiedsrichter: Standke / Heine.
Zuschauer: -
Zeitstrafen: 4:8 Minuten.
Siebenmeter:1/1:4/4.
Spielfilm: 1:0, 3:3, 5:3, 6:6 (16.), 9:6 (22.), 11:7, 11:8 – 14:8, 14:12, 16:16 (45.), 20:16, 20:18, 22:18, 25:19.


Bereits am 7. Februar sollte die Partie bei der DJK Rimpar stattfinden, die Dormagener Mannschaft bereitete sich gerade auf die Busfahrt nach Würzburg vor. Doch der intensive Schneefall und die sinkenden Temperaturen machten einen Strich durch die Rechnung - das Spiel wurde abgesagt und neu für Dienstag, 23. Februar, terminiert. Ursprünglich sollte der Anpfiff um 20 Uhr erfolgen, doch jetzt verständigten sich beide Klubs darauf, eine Stunde früher zu beginnen. Die Schiedsrichter Steven Heine und Sascha Standke (Wendeburg / Ronnenberg) werden also das Spiel des 17. Spieltages der 2. Handball-Bundesliga in der S.Oliver Arena bereits um 19 Uhr anpfeifen. Fans können sich auf eine sicher wieder interessante Begegnung bei der Live-Übertragung auf sportdeutschland.tv freuen.

Neben der neuen Anwurfzeit steht seit heute auch fest, wer in der neuen Saison Rimpar trainieren wird: Julian Thomann löst dann Ceven Klatt bei den Wölfen ab. "In den Gesprächen, die mit ihm geführt wurden, konnte er mit seinem Konzept und seinem persönlichen Engagement absolut überzeugen", erklärt die DJK. Aktuell ist Thomann beim Bundesligisten HBW Balingen-Weilstetten aktiv und trainiert dort unter anderem die A-Jugend.

Viermal spielten die Dormagener in der Vergangenheit bei den Wölfen, ein Erfolgserlebnis blieb aus. Die Gastgeber gewannen alle vier Begegnungen. Allerdings war der TSV beim letzten Aufeinandertreffen nah dran an einem Zähler, musste sich aber doch mit 23:24 geschlagen geben. Und weil die Gäste auch im Rückspiel in Dormagen mit 21:20 erfolgreich waren, sinnt Dusko Bilanovic mit seiner Auswahl auf Revanche. Doch der Dormagener Coach weiß auch um die Schwere der Aufgabe: "Rimpar steht robust in der Abwehr und versteht es, vorne den Ball sehr lange in den eigenen Reihen zu halten." Die negative Bilanz (3:7-Punkte) aus den bereits fünf Spielen in diesem Jahr lässt zudem eine große Gegenwehr erwarten, um in der Tabelle nicht noch tiefer zu fallen. Aktuell rangiert Rimpar nach der 16:19-Heimniederlage gegen Aue auf Platz 14 mit nur drei Punkten Vorsprung auf Konstanz. Auch gegen die Gäste vom Bodensee hatte Rimpar letzten Mittwoch mit 24:25 in eigener Halle verloren.

Beim TSV könnte eventuell Ante Grbavac sein Comeback nach längerer verletzungsbedingter Pause feiern. Jedenfalls sitzt er morgen im Bus, der diesmal tatsächlich nach Würzburg fährt.


Diesmal konnten die Wiesel wie zuletzt gegen Eisenach den Pausenrückstand nicht drehen und kassierten in Dresden ihre vierte Saisonniederlage. 30 Auswärtstore sind gut, doch es überrascht die Zahl der Gegentreffer: 34 Tore musste der TSV in dieser Saison noch nicht hinnehmen. So viele Treffer hatte der HC Elbflorenz in dieser Spielzeit auch noch nicht erzielt. „Vorne haben wir nicht viele Fehler gemacht, hinten aber hätten wir besser stehen müssen“, fasst TSV-Coach Dusko Bilanovic die 60 Minuten in der Ballsport-Arena zusammen. Auf dem Spielplan steht ein weiteres Auswärtsspiel: Am Dienstag, 23. Februar, beginnt das Nachholspiel bei der DJK Rimpar in der Würzburger S.Oliver Arena um 20 Uhr.

Der TSV startete in der sächsischen Hauptstadt stark. Konzentriert wurde in der Anfangsphase auch dank gelungener Spielzüge mehrfach die Führung herausgeworfen. Nach einer Viertelstunde änderte sich aber das Bild: Konnte Ian Hüter den ersten Vorsprung der Gastgeber durch Lukas Wucherpfennig noch zum 7:7 ausgleichen, so lag der HC nach dem glücklichen 8:7 von Mindaugas Dumcius bis zum Schlusspfiff immer vorne. Das lag auch daran, dass die Dormagener Defensive zu häufig keine Mittel gegen die Kreisläuferkooperation von Elbflorenz fand. Der Zugriff der Abwehr ging zunehmend verloren und „wir haben auch das Torwartduell verloren“, konstatierte Bilanovic. Erstmals für eine knappe Viertelstunde stand Neuzugang Christian Simonsen zwischen den Pfosten, hatte aber gegen die oft frei zum Wurf kommenden Schützen kaum Chancen, um sich auszuzeichnen.

Der 14:18-Rückstand zur Pause war weit entfernt von einer Vorentscheidung. So hieß es nach drei Treffern innerhalb von drei Minuten durch Patrick Hüter, Benni Richter und Toni Juric nur noch 22:20 für den HC in der 44. Minute. Doch noch knapper wurde es nicht, dafür hätte schon alles passen müssen. In ganz wichtigen Phasen des Spiels fielen aber umstrittene Entscheidungen gegen den TSV. So musste Sven Bartmann nach einem scheinbaren Wechselfehler für zwei Minuten auf die Bank. Und als Patrick Hüter frei am Kreis zum Wurf kam, soll der letzte Pass einer zu viel gewesen sein. „Wir suchen aber nicht nach Ausreden“, betont Dusko Bilanovic. „Elbflorenz besitzt eine starke Mannschaft und wir freuen uns schon auf das Rückspiel“, kündigt der Coach an. Für Rico Göde war wichtig, dass seine „Mannschaft beim 22:20 nicht weggeknickt ist und die Ruhe behalten hat.“ Der HC-Trainer stellte zudem fest: „Ich muss meinem Trainerkollegen wirklich ein Kompliment machen, denn der TSV spielt einen sehr, sehr guten Handball.“

HC Elbflorenz Dresden – TSV Bayer Dormagen 34:30 (18:14)
Elbflorenz: Huhnstock (11 Paraden), Noack, Mohs; Wucherpfennig (6), Emanuel, Dierberg (3), Buschmann, Dumcius (6), Kretschmer, Jungemann (2), Stavast (1), Greß (6), Vanco (2), Quade, Kasal (4), Thümmler (4).
Dormagen: Bartmann (7 Paraden), Simonsen; Reuland (3), Seesing, Senden (3), Meuser (6), Juric (2), Richter (6/2), Iliopoulos, I. Hüter (3), Reimer, P. Hüter (5), Sterba (2), Skroblien, Mast, Rehfus.
Schiedsrichter: Scharfe / Kittel.
Zuschauer: -
Zeitstrafen: 8:10 Minuten.
Siebenmeter: 0:2/3 (Reuland wirft neben das Tor).
Spielfilm: 2:4, 7:7 (14.), 9:7, 11:8, 14:10, 18:14 - 20:17, 22:20, 24:21 (45.), 27:21 (48.), 30:24 (52.), 34:30.


Zwei Tabellennachbarn treffen heute Abend in der Ballsport-Arena Dresden am offiziell letzten Hinrunden-Spieltag der 2. Handball-Bundesliga aufeinander - dabei unterscheiden sich die Punktverhältnisse beider Teams deutlich: 19:9 weist der Tabellenfünfte TSV Bayer Dormagen auf, 18:14 der Sechste HC Elbflorenz. Die Rheinländer müssen schließlich noch die Spiele in Rimpar, Aue und gegen Ferndorf nachholen. Für den TSV ist es erst das zweite Aufeinandertreffen in Dresden, da die Begegnung der letzten Saison coronabedingt ausfiel. Und die Gäste hoffen, dass diese Auswärtsbilanz positiv bleibt: Im November 2018 gewannen sie in Sachsen mit 24:23. Die Schiedsrichter Alexander Kittel und Lars Scharfe (Berlin / Neuenhagen) pfeifen die Partie um 19.30 Uhr an, die alle Handballfans live und kostenfrei auf Sportdeutschland.tv verfolgen können.

Immerhin: Der HC Elbflorenz ist aktueller Spitzenreiter der Auswärtstabelle. Bereits sechs Siege, ein Remis und nur drei Niederlagen fuhr das Team von Rico Göde in Gastspielen ein. In der Vorwoche bremste Dresden die wieder in Fahrt gekommene SG Bietigheim und siegte dort mit 29:28. Davor glückte Tabellenführer Hamburg ein glücklicher 27:26-Erfolg gegen den HC. Ganz so gelungen ist die Heimbilanz mit Platz 17 nicht: In der heimischen Ballsport-Arena wurden lediglich zwei Siege gegen Emsdetten und Wilhelmshaven gefeiert, ein Remis gab es gegen Eisenach am 30. Dezember, aber auch drei Niederlagen gegen Schwartau, Großwallstadt und Gummersbach. Die Bilanz macht aber auch deutlich, dass die Mannschaft in dieser Saison erst sechs Heim- gegenüber zehn Auswärtsspielen absolviert hat. Das wird sich wiederum bald ändern, denn auf dem Spielplan stehen ab heute vier Heimpartien.

Der Rückraum der Gastgeber hat es in sich: Bester Feldtorschütze der gesamten 2. Liga ist der Halblinke Sebastian Greß mit 81 Treffern. Aber auch der nach seiner verletzungsbedingten Pause wieder zurückgekehrte Spielmacher Ivar Stavast ist ähnlich torgefährlich wie Linkshänder Mindaugas Dumcius. „Da müssen wir von Beginn an hellwach sein“, denkt TSV-Coach Dusko Bilanovic auch an die erste Halbzeit gegen Eisenach am letzten Freitag. Doch da trug sicher die Fingerverletzung von Martin Juzbasic wesentlich zur Verunsicherung in der ersten Hälfte bei. Der Schlussmann drückt seinem Team die Daumen und beobachtet das Spiel auf Sportdeutschland. Für Juzbasic steht erstmals Christian Simonsen im TSV-Aufgebot, der heute beim Spaziergang durch Leipzig nach dem Frühstück seinen neuen Mannschaftskollegen auch als City-Guide zur Verfügung stand. Auch Linus Skroblien feiert als Rückraumalternative seine Premiere bei den Wieseln, die sich am Nachmittag vom Hotel in Leipzig nach Dresden aufmachen.


Mit Linus Skroblien gehört ein neuer Rückraum-Allrounder zum Aufgebot des TSV Bayer Dormagen. „Wir sind mit dem bisherigen Verlauf der Saison sehr zufrieden, wissen aber auch, dass wir noch 23 Spiele in viereinhalb Monaten bestreiten müssen“, begründet Handball-Geschäftsführer Björn Barthel die Verpflichtung des vom Stralsunder HV kommenden Spielmachers bis Ende der Saison. „Wir wollen den Kader in der Breite stärken, um allen Spielern ausreichende Regenerationsphasen auch im Trainingsbetrieb zu ermöglichen.“ Der letzte Spieltag der laufenden Spielzeit muss aber nicht der letzte für Skroblien in Dormagen sein: „Linus hat natürlich die Chance, sich auch für die Zukunft zu empfehlen“, betont Barthel. Beim TSV trifft er Andre Meuser wieder, mit dem er schon zu Jugendauswahlzeiten zusammenspielte.

Linus Skroblien ging zu Saisonbeginn von den Füchsen Berlin zum Drittligisten Stralsunder HV. Nach dem aufgrund der Corona-Pandemie pausierenden Spielbetrieb ist der Wunsch des Studenten (Wirtschaftsrecht) groß, endlich wieder spielen zu können. Barthel: „Wir sind den Verantwortlichen des Stralsunder HV dankbar für die angenehmen Gespräche und den zügigen Vereinswechsel.“

Daten zu Linus Skroblien
Geboren: 8. Oktober 1997 in Schwerin
Größe: 1,86 m
Gewicht: 89 kg
Beruf: Student
Bisherige Vereine: Post Schwerin, 1. VfL Potsdam, Füchse Berlin II, Stralsunder HV
Hobby: Snowboard, Kochen, Reisen


Der TSV Bayer Dormagen hat auf die Verletzung von Torwart Martin Juzbasic reagiert: Ab sofort ist Christian Ole Simonsen für den Handball-Zweitligisten spielberechtigt. Der 20-Jährige hat in der vergangenen Woche einen Vertrag beim TSV bis 2023 unterschrieben, der ab der kommenden Saison gelten sollte. Nach der am Freitag im Spiel gegen Eisenach erlittenen Fingerverletzung von Juzbasic nahm Dormagens Handball-Geschäftsführer Björn Barthel erneut Kontakt mit den Verantwortlichen des SC DHfK Leipzig auf. Dort ist Simonsen dritter Torwart des Bundesligisten und kam vornehmlich im Reserveteam in der aktuell pausierenden 3. Liga zum Einsatz.

Beide Klubs verständigten sich nun auf ein sofortiges Zweifachspielrecht für den 2,03 Meter langen Schlussmann beim TSV. So kann Christian Simonsen bereits heute mit den Wieseln wieder nach Leipzig fahren, wo der TSV vor dem Mittwoch-Gastspiel in Dresden einen Halt einlegt. Als Backup könnte er bis zum Ende der Spielzeit noch für Leipzig zum Einsatz kommen. Zudem besitzt der SC DHfK in der Saison 2021/22 das Zweifachspielrecht für Simonsen.

Simonsen hat gerade sein Abitur gemacht und plant neben dem Handball die Aufnahme eines Studiums. Geboren wurde er in Achim (bei Bremen), wuchs aber in Greifswald auf. Beim HC Vorpommern-Greifswald begann 2011 auch seine sportliche Laufbahn - nicht zuletzt motiviert durch seinen Handball begeisterten Vater. 2017 wechselte Simonsen nach Leipzig und feierte gegen Göppingen seine Bundesliga-Premiere. „Wir danken dem SC DHfK Leipzig für die spontane Bereitschaft, Christian bereits jetzt die Möglichkeit zu geben, beim TSV Bayer Spielpraxis zu sammeln“, sagt Björn Barthel.

Daten zu Christian Ole Simonsen
Geboren: 25. April 2000 in Achim / aufgewachsen in Greifswald
Größe: 2,03 m
Gewicht: 103 kg
Beruf: Handballer
Bisherige Vereine: HC Vorpommern-Greifswald, SC DHfK Leipzig
Hobby: Aktivitäten mit Freunden


Der TSV Bayer Dormagen gewann das erste Pflichtspiel des Jahres gegen den ThSV Eisenach mit 29:27 (15:18). In der Tabelle der 2. Handball-Bundesliga verteidigten die Wiesel dank des achten Saisonsiegs den 5. Rang. Die nächste Reise ist gleichzeitig die längste: An Aschermittwoch, 17. Februar, spielt der TSV in Dresden beim Tabellennachbarn HC Elbflorenz.

Nach der längeren WM-Pause startete das Team von Dusko Bilanovic gut in die Partie. Bestens motiviert erzielte Ian Hüter zweimal die Führung, auf 3:2 erhöhte Joshua Reuland per Siebenmeter. Dann aber sorgte ein Sekundenmoment in der 5. Minute für einen Bruch im Spiel: Nach der schweren Verletzung von Torwart Martin Juzbasic - der sich ein Glied am linken Mittelfinger abriss - brauchten seine Mannschaftskollegen einige Zeit, um zur Normalität zurückzufinden. So gingen die Thüringer in Führung, die vor allem über Außen und sechs Meter zum Erfolg kamen, weil die Dormagener viel zu nachlässig verteidigten. Die Gastgeber konnten sich bei Sven Bartmann bedanken, der bei seinem Comeback wesentlich dazu beitrug, dass der Rückstand relativ gering blieb.

In die Pause nahmen die Gäste allerdings einen Drei-Tore-Vorsprung mit, auch weil Ivan Snajder und Willy Weyhrauch ihre Konterqualitäten unter Beweis stellten. 18 Gegentore in 30 Minuten, ein Novum in dieser Saison. Doch Dusko Bilanovic machte seinen Spielern in der Kabine keine Vorwürfe. „Die Abwehr muss stehen, und wir gleichen bis zur 40. Minute aus“, prophezeite der Coach. Tatsächlich präsentierte sich seine Auswahl nach dem Seitenwechsel wie verwandelt. Die Defensive zeigte jetzt wieder ihr wahres Gesicht. Und auch im Angriff lief es deutlich besser. Als Alexander Senden das 20:20 herstellte, lief die 39. Minute...

Der vom Drittligisten HG Saarlouis ausgeliehene Kreisläufer Peter Walz erzielte Eisenachs letzte Führung zum 21:20. Den knappen Vorsprung gab der TSV nicht mehr aus der Hand, hatte dabei aber auch etwas Glück, als Weyhrauch beim Stande von 23:22 für den TSV einen Strafwurf neben das Tor setzte. Prompt erhöhte Joshua Reuland auf 24:22 und stellte damit Dormagens erste Zwei-Tore-Führung in der 49. Minute her. Spannung kam noch mal auf, als Reuland mit seinem zweiten Siebenmeter an der Latte scheiterte und ThSV-Schlussmann Blaz Voncina mehrere „Hundertprozentige“ abwehrte.

Nach dem 28:26 durch den besten TSV-Werfer Andre Meuser (7) versuchten die Gäste das Spiel noch einmal mit einer offensiveren Defensive zu drehen. Doch Reuland beendete alle Spekulationen mit seinem sechsten Treffer zum 29:26. „Es fällt mir schwer heute zu gratulieren, denn die Mannschaft hat eine starke Leistung gezeigt und ständig geackert“, erklärte ThSV-Coach Markus Murfuni. „Am Schluss in den letzten vier, fünf Minuten hat man schon gemerkt, dass die Cleverness und Ausgebufftheit fehlte.“ Dusko Bilanovic war mit der Leistung seines Teams in der zweiten Halbzeit sehr zufrieden: „Sie haben sich wieder auf das Spiel fokussiert und die Abwehr hat so gespielt wie ich mir das vorstelle.“

TSV Bayer Dormagen - ThSV Eisenach 29:27 (15:18)
Dormagen: Juzbasic (1 Parade), Bartmann (ab 5., 13 P.); Reuland (6/1), Seesing (n.e.), Senden (4), Meuser (7), Juric (2), Richter (1), Iliopoulos, I. Hüter (6), Reimer, Rehfus (n.e.), P. Hüter (2), Johannmeyer (n.e.), Sterba (1), Mast (n.e.).
Eisenach: Eichberger (4 Paraden), Voncina (ab 22., 10 P.); Volar (n.e.), Iffert (n.e.), Wöhler (3/1), Potisk (1), Hideg (1), Tokic (2), Alaj (n.e.), Dicker (1), Obranovic, Schneibel (3), Walz (3), Snajder (7), Weyhrauch (5/2), Saul (1).
Schiedsrichter: Bona / Frank.
Zuschauer: -
Zeitstrafen: 6:4 Minuten.
Siebenmeter: 1/2:3/4 (Reuland wirft an die Latte - Weyhrauch neben das Tor).
Spielfilm: 4:3 (8.), 8:10 (15.), 13:13 (22.), 13:15 (24.), 15:16, 15:18 - 20:20 (39.), 20:21, 22:22, 24:22, 27:25, 27:26, 29:26, 29:27.


Ein schrecklicher Unfall überschattete das heutige Heimspiel des TSV Bayer Dormagen gegen den ThSV Eisenach: In der 5. Minute blieb TSV-Torwart Martin Juzbasic am Tornetz hängen und riss sich ein Fingerglied der linken Hand ab. Dieses wurde nach kurzer Suche im Umfeld des Tores schließlich von Sven Bartmann im Tornetz gefunden. Der 32-jährige Juzbasic wurde vom Sanitätsdienst schnellstmöglich in die Handchirurgie des Kölner St. Agatha Krankenhauses gebracht. Dort sollte über die Art des Eingriffs entschieden werden.

Die Betroffenheit war groß, vor allem bei den Dormagener Spielern. "Wir waren alle geschockt", sagte später Kapitän Patrick Hüter. Trainer Dusko Bilanovic wünschte im Namen der Mannschaft gute Besserung. Eisenachs Trainer Markus Murfuni richtete im Namen seines Teams ebenfalls Genesungswünsche an Martin.

Auf dem Spielfeld war den Gastgebern der Schock anzumerken, zur Pause lagen die Thüringer mit 18:15 vorne. Dann aber zeigte die TSV-Abwehr ihre bekannte Stärke und ließ auch dank eines hervorragenden Sven Bartmann nur noch neun Treffer der Gäste zu. Mit 29:27 gewannen die Wiesel das erste Pflichtspiel des Jahres 2021. Ein ausführlicher Spielbericht folgt.


Unterkategorien


sponsor startseite selectsponsor startseite sparkassesponsor startseite buergelsponsor startseite cityringsponsor startseite egnsponsor startseite therapiezentrumsponsor startseite evdsponsor startseite Orthopaediesponsor startseite ineos