Der TSV Bayer Dormagen hat sich trotz aller personeller Probleme wacker in der Hansehalle Lübeck geschlagen und die Partie des 9. Spieltages am Sonntagnachmittag lange offengehalten. Am Ende gab die erhöhte Fehlerzahl in der zweiten Hälfte den Ausschlag für die 21:26-Niederlage beim VfL Lübeck-Schwartau. „Das war eine tapfere und leidenschaftliche Einstellung der Mannschaft“, lobte Trainer Dusko Bilanovic seine Auswahl. Die ist jetzt froh über die Pause am nächsten Wochenende. Weiter geht es mit dem Heimspiel am 12. November gegen den ThSV Eisenach.

Als Handball-Geschäftsführer Björn Barthel heute mit angeschlagenen und erkrankten Spielern telefonierte, konnte er ein wenig aufatmen: Die meisten der gestern nicht zur Verfügung stehenden Spieler sind auf einem guten Weg der Besserung. Die Fahrt nach Lübeck und der Einsatz wären allerdings für alle nicht möglich gewesen. Von den ungleichen Voraussetzungen war allerdings in der Hansehalle zunächst nicht viel zu spüren. Deshalb wurden die Fans der Gastgeber mit zunehmender Spielzeit immer ruhiger - nicht aber der mitgereiste Dormagener Anhang, der die Wiesel lautstark unterstützte und dafür ein dickes Lob von den Spielern erhielt.

Es war vor allem Ante Grbavac, der den Rückstand verkürzte und dann auch mit zwei verwandelten Strafwürfen die 10:9-Pausenführung herstellte. Sechs seiner insgesamt zehn Treffer erzielte der Rückraumwerfer in der ersten Hälfte, in der sich zudem Patrick Hüter und Patryk Biernacki jeweils zweimal in die Torschützenliste eintrugen. Hinzu kamen großartige Aktionen von Martin Juzbasic, der sich besonders auf Matej Klima vorbereitet hatte und dessen Würfe regelmäßig entschärfte. Pech für den TSV-Torwart, dass die Lübecker zweimal nach starken Paraden doch noch die Abpraller verwerten konnten. Schade auch, dass die zweimalige Zwei-Tore-Führung nach dem Seitenwechsel nicht noch ausgebaut wurden. Die Möglichkeiten waren da, wurden aber aufgrund der nun anwachsenden technischen Fehler nicht genutzt.

Ian Hüter sorgte bei seinem Comeback in der 39. Minute für das 14:13 in der 39. Minute und damit auch den letzten TSV-Vorsprung. Tim Mast konnte noch einmal zum 15:15 ausgleichen, dann allerdings machten sich die fehlenden Alternativen stärker bemerkbar. So legte Lübeck auch dank der häufig frei stehenden Jan Schult und Paul Skorupa sowie des platziert werfenden Niels Versteijnen vor und baute gegen kämpferisch nicht nachlassende Dormagener die Führung weiter aus. Spätestens beim 23:18 in der 53. Minute war klar, dass es für die Gäste beim Achtungserfolg bleiben würde. Dafür und den insgesamt couragierten Auftritt erhielt die Mannschaft großes Lob von vielen Seiten. Ab sofort geht es darum, schnell wieder die Abstiegszone zu verlassen.

VfL Lübeck-Schwartau – TSV Bayer Dormagen 26:21 (9:10)
Lübeck: Conrad (10 Paraden), Klockmann (bei einem 7m); Potratz, Gonschor (4), Raguse, Mizumachi, Hansen (2), Skorupa (3), Waschul, Schult (5), Versteijnen (5), Schrader, Kretschmer (4), Klima (2), Bruhn (1).
Dormagen: Juzbasic (13 Paraden), Ludorf (n.e.); Rehfus (1), Biernacki (4), I. Hüter (2), Reimer, Zurga (n.e.), P. Hüter (3), Grbavac (10/5), Mast (1), Stein (n.e.), Wolfram, Steinhaus.
Schiedsrichter: Otto / Piper.
Zuschauer: 1188.
Zeitstrafen: 2:2 Minuten.
Siebenmeter: 0:5/8 (Reimer scheitert an Conrad, der auch einmal gegen Grbavac hält, gegen Klockmann wirft Grbavac am Tor vorbei).
Spielfilm: 1:2, 4:2 (13.), 7:5, 8:8 (24.), 9:10 – 10:12 (34.), 13:13, 13:14 (39.), 17:15, 19:17 (47.), 21:17, 23:18 (53.), 26:21.

 


Es geht doch noch schlimmer: Der TSV Bayer Dormagen musste sich heute Mittag nach dem Abschlusstraining mit einer weiter reduzierten Mannschaft auf den Weg nach Lübeck machen. Als am Freitag absehbar war, dass über die Langzeitverletzten hinaus mehrere Spieler ausfallen, hatte Handball-Geschäftsführer Björn Barthel versucht, die für diesen Sonntag, 31. Oktober, 16 Uhr, angesetzte Partie in der Lübecker Hansehalle zu verschieben. Doch die Regeln sind hart und sehen vor, dass ein Spiel nur abgesetzt werden kann, wenn mindestens die Hälfte aller vertraglich gebundenen Spieler von nicht sporttypischen Verletzungen betroffen sind. Eine freiwillige Verschiebung stieß bei Lübeck-Schwartau am Freitag auf keine Gegenliebe, nachdem das Spiel am Mittwoch wegen Coronafällen beim TV Großwallstadt ausgefallen war.

Als sich heute auch noch Aron Seesing eine Daumenverletzung zuzog, erneuerte Barthel seinen Wunsch nach einer Verschiebung der Begegnung. Doch der VfL Lübeck-Schwartau sah sich außerstande, der Bitte zu folgen. Daraufhin stand sogar eine Absage seitens des TSV zur Diskussion. Trainer Dusko Bilanovic und das Team erklärten sich aber trotz der problematischen Ausgangsposition bereit, heute mit einstündiger Verspätung den Weg in den Norden anzutreten. „Ich danke allen Vereinsbeteiligten, die konstruktiv an Lösungen in der für uns schwierigen Lage mitgearbeitet haben“, erklärte Barthel, der eine vergleichbare Situation noch nicht erlebt hat.

„Nach der Zwangspause am Mittwoch brennt das Team von Trainer Piotr Przybecki auf die Partie gegen ersatzgeschwächte Dormagener“, teilt der VfL auf seiner Homepage mit. Immerhin sei auch der VfL vom Verletzungspech betroffen: Der Ex-Dormagener Carl Löfström zog sich im Training eine Bänderverletzung im Sprunggelenk zu. Mex Raguse brach sich die Nase, wird aber wohl mit einer speziell angefertigten Maske spielen. Weiterhin fehlen Fynn Ranke (Aufbautraining) und Joscha Ritterbach (Adduktorenverletzung).

Auf der langen Dormagener Liste der Ausfälle stehen nach der Krankmeldung von Andre Meuser und Fynn Johannmeyer wegen Magen-Darm-Beschwerden weiterhin Joshua Reuland, Christian Simonsen, Jakub Sterba und Alexander Senden. Neu hinzu kam Lennart Leitz, der sich am Mittwoch gegen Dessau eine Muskelverletzung zuzog – ähnlich wie Lucas Rehfus, der aber mit nach Lübeck gefahren ist. Ebenso wie Linksaußen Jaka Zurga, der erst am gestrigen Freitag wieder ins Training eingestiegen ist. Ein Comeback will auch Ian Hüter feiern. Auf dem Spielbericht werden morgen zudem Daniel Stein (2. Mannschaft) sowie Sören Steinhaus, Finn Wolfram und Benjamin Ludorf stehen. Das Trio, das mit Björn Barthel nachgefahren ist, bringt ein Erfolgserlebnis mit nach Lübeck: Die Jungwiesel gewannen am Nachmittag das erste Hauptrundenspiel der Jugendbundesliga mit 33:21 (15:12) gegen die mJSG Melsungen / Körle / Guxhagen.

Übrigens: Sportdeutschland.tv überträgt die Partie.


Wie schon gegen Hagen ein Remis zur Pause, dann dominieren die Gäste aus Dessau und gewinnen erstmals in dieser Saison auswärts mit 27:23 (13:13). Nach der dritten Niederlage in Folge rutscht der TSV Bayer Dormagen in der Tabelle der 2. Handball-Bundesliga auf Platz 18. Am Sonntag geht es für die Mannschaft von Dusko Bilanovic in den Norden: Die Partie beim VfL Lübeck-Schwartau wird um 16 Uhr angepfiffen.

Gäste-Trainer Uwe Jungandreas zeigte Verständnis für die Situation des TSV: „In der Vorbereitung hatten wir ähnliche personelle Probleme. Ich weiß, wie schwierig es ist, wenn so viele Spieler fehlen.“ Natürlich hatte das Team aus Dessau sich aber „fest vorgenommen, die Gunst der Stunde zu nutzen und die Partie zu gewinnen.“ Dabei wehrten die Wiesel sich lange Zeit nach Kräften und kamen auch zurück, als der erfolgreichste Werfer der Partie Jakub Hrstka in der 24. Minute für die erste Drei-Tore-Führung sorgte. Patryk Biernacki, Lucas Rehfus und Ante Grbavac machten aus dem 9:12 das 13:12, ehe Yannick Danneberg den Pausenstand herstellte.

Mit frischem Elan kam der TSV aus der Kabine, Andre Meuser und Ante Grbavac waren für den ersten Zwei-Tore-Vorsprung verantwortlich – auch weil Martin Juzbasic eine Superparade gegen Hrstka zeigte. Doch Dessau reagierte cool und profitierte im weiteren Spielverlauf von Fehlern des Dormagener Angriffs. Zudem stellte Schlussmann Philip Ambrosius sein Können unter Beweis. Das 16:16 durch den vierten vollstreckten Strafwurf von Grbavac war das letzte Remis. Danach lief das Spiel des Tabellenachten verstärkt über die rechte Seite und über Lennart Gliese. Der hatte allerdings Glück gehabt, dass er überhaupt noch auf dem Feld stehen durfte. Denn nach seinem Foul an Youngster Sören Steinhaus kurz vor dem Halbzeitpfiff hätte er statt der zwei Minuten-Strafe auch durchaus eine Rote Karte sehen können.

Mitte der zweiten Hälfte beobachteten die 480 Zuschauer das letzte ernsthafte Aufbäumen der Wiesel. Patrick Hüter traf zum 19:21, Martin Juzbasic begeisterte mit einer Doppelparade und Aron Seesing knallte den Ball ins Gäste-Tor nach einem Maßanspiel von Lucas Rehfus. Nach dem 20:21 nahm Uwe Jungandreas die Auszeit, in der er seine Spieler an den Matchplan erinnerte. Der wurde jetzt wieder umgesetzt, erleichtert durch die überraschenden zwei Minuten gegen Hüter, der zu intensiv am Trikot eines Gegenspielers gezogen haben soll. Ob das so war, wusste der Kapitän auch nicht so genau. Aber entscheidend für die Niederlage sei diese Bestrafung nicht gewesen: „Wir sind in der Lage, jeden Gegner zu schlagen. Warum wir in den letzten 15 bis 20 Minuten den Kopf verloren haben, kann ich nicht sagen. Im Angriff haben wir uns zu viele Ballverluste geleistet. In der Offensive fehlte jetzt das Zusammenspiel.“

So ließ Dessau nichts mehr anbrennen. „Wir haben wirklich gut gespielt“, fasste Jungandreas die Leistung seiner Auswahl zusammen. Dusko Bilanovic hingegen sah ebenfalls den fehlenden Schwung im Angriff als Manko an: „Ich habe nicht verstanden, warum wir in der zweiten Halbzeit aufgehört haben, Dessau unter Druck zu setzen. Heute habe ich gerade von unseren erfahrenen Spielern mehr erwartet.“ Der Enttäuschung folgte aber auch eine klare Ansage: „Wir werden bald wieder mehr Spieler zur Verfügung haben. Ich bin fest davon überzeugt, dass wir unseren Lauf kriegen und auch wieder Punkte holen.“

TSV Bayer Dormagen – Dessau-Roßlauer HV 23:27 (13:13)
Dormagen: Juzbasic (11 Paraden), Broy (n.e.); Meuser (3), Leitz (2), Eugler (n.e.), Rehfus (3), Biernacki (1), Reimer (1), P. Hüter (2), Johannmeyer, Grbavac (7/4), Seesing (1), Steinhaus, Mast (3).
Dessau: Ambrosius (14 Paraden), Malek (bei einem 7m); Löser (1), Hrstka (9/2), Sohmann, Bielzer, Gliese (4), Danneberg (5), Neumann (n.e.), Scheithauer (3), Emanuel (2), Pust (2), Leu (1).
Schiedsrichter: Kuschel / Senk.
Zuschauer: 480.
Zeitstrafen: 4:6 Minuten.
Siebenmeter: 4/6:2/2 (Ambrosius hält zweimal gegen Reimer).
Spielfilm: 1:2, 5:4, 7:6, 7:9, 8:10, 9:12, 13:12, 13:13 – 15:13, 15:16, 16:19, 20:21, 22:24, 22:27, 23:27.


Ohne zu spielen, da die Partie in Dresden wegen mehrerer Coronafälle beim HC Elbflorenz abgesagt wurde, rutschte der TSV Bayer Dormagen in der 2. Handball-Bundesliga auf Tabellenplatz 16. Umso wichtiger ist es für die Wiesel, das Heimspiel des 8. Spieltags erfolgreich zu gestalten: An diesem Mittwoch, 27. Oktober, kommt der Dessau-Roßlauer HV an den Rhein. Das Spiel wird von den Schiedsrichterinnen Daniela Kuschel und Sandra Senk (Ludwigshafen) um 19.30 Uhr im TSV Bayer Sportcenter angepfiffen. Tickets gibt es online und an der Abendkasse, die um 18.30 Uhr öffnet. Es gelten die 3G-Coronaregeln.

Natürlich hatte TSV-Coach Dusko Bilanovic eine angenehmere Nachricht nach der entscheidenden Arztvisite von Ian Hüter erwartet. Doch kurz nach seinem 24. Geburtstag erhielt der US-amerikanische Nationalspieler noch kein grünes Licht von Doc Guido Laps. Die Konsequenz: Hüter nimmt auch beim Spiel gegen Dessau auf der Tribüne Platz und „wir müssen in den letzten Trainingseinheiten mit Blick auf die letzte Vorbereitung wieder basteln“, kommentiert Bilanovic. Während Ian Hüter vermutlich am Sonntag in Lübeck sein Comeback feiern kann, wird Schlussmann Christian Simonsen nach seiner Daumenoperation in diesem Jahr wohl nicht mehr zum Einsatz kommen. Gegen Dessau bildet Martin Juzbasic das Torwartgespann zusammen mit Matthias Broy.

Dessau liegt nach sieben Spielen mit 7:7-Punkten auf Tabellenplatz 9. Das Saisonziel hat Trainer Uwe Jungandreas kurz und knapp formuliert: „Klassenerhalt.“ Um das Vorhaben zu realisieren, setzt der Club aus Sachsen-Anhalt vor allem auf Kontinuität. Spielmacher Vincent Sohmann und der tschechische Linksaußen Jakub Hrstka haben Dreijahresverträge erhalten. „Mit der langfristigen Bindung der beiden Leistungsträger müssen wir nicht mehr von der Hand in den Mund leben“, sagt Jungandreas, der auch bis mindestens 2024 weitermacht.

In die Saison startete Dessau mit einem nur auf wenigen Positionen veränderten Kader. Mit Yannick-Marcos Pust hat der Verein einen jungen dynamischen Spieler für Rechtsaußen verpflichtet, der aktuell mit 33 Toren hinter dem Rückraumlinken Yannick Danneberg (34) der zweitbeste Werfer ist. Nicolas Neumann, Tillman Leu und Malvin Haeske sowie Elias Gansau und Joshua Saleh, die beide mit einem Zweitspielrecht von der SC DHfK Leipzig II ausgestattet sind, sorgen zudem für mehr Breite im Kader. Der DRHV holte am Wochenende einen Punkt beim 28:28 in Hagen und würde gerne auch in Dormagen den 24:21-Erfolg des letzten Jahres wiederholen. Bilanovic: „Das wollen wir verhindern und werden in der Abwehr wieder so sicher wie in unseren ersten beiden erfolgreichen Heimspielen stehen.“


Eigentlich wäre Aron Seesing mit dem TSV Bayer Dormagen heute in Dresden. Doch nach der Absage des Spiels aufgrund mehrerer Coronafälle beim HC Elbflorenz hatte der U19-Europameister Zeit für eine Premiere: Der Kreisläufer war für die Auslosung des Achtelfinales im DHB-Pokal verantwortlich und sorgte für acht interessante Begegnungen am 14./15. Dezember. Befangen war Aron Seesing nicht, da sein Team in der 2. Pokalrunde knapp an Titelverteidiger TBV Lemgo Lippe gescheitert war. Dafür bescherte er Lemgo mit den Füchsen Berlin eine schwere Aufgabe.

Heraus kam zudem, dass zumindest ein Zweitligist ins Viertelfinale einziehen wird, da der derzeitige Spitzenreiter VfL Gummersbach den Liga-Konkorrenten HSG Nordhorn-Lingen erwartet. Ausgespielt werden die acht Duelle am 14./15. Dezember 2021. Für die jeweiligen Gewinner ist es mit dem darauffolgenden Viertelfinale nur noch ein Schritt nach Hamburg zum REWE Final4 2022 am 23./24. April 2022.

Die Achtelfinal-Partien im Überblick
GWD Minden - FRISCH AUF! Göppingen
Rhein-Neckar Löwen - TVB Stuttgart
HC Erlangen - HSG Wetzlar
TBV Lemgo Lippe - Füchse Berlin
ASV Hamm-Westfalen - SC Magdeburg
TSV Hannover-Burgdorf - THW Kiel
MT Melsungen - Bergischer HC
VfL Gummersbach - HSG Nordhorn-Lingen

Die Auslosung und das Interview mit Aron Seesing kann man auf Youtube verfolgen: https://youtu.be/1F11xXJMk00


Aufgrund mehrerer positiver Coronafälle beim HC Elbflorenz wird das für Freitag, 22. Oktober, angesetzte Auswärtsspiel unserer Wiesel in der sächsischen Landeshauptstadt Dresden verlegt. Bei den regelmäßigen PCR-Testungen im Rahmen der Hygiene-Richtlinien der HBL tauchten am gestrigen Dienstag mehrere positive Testergebnisse auf. Bei den heutigen Nachtestungen kamen weitere hinzu. Als Folge begibt sich die komplette Mannschaft des HC Elbflorenz zur Sicherheit in Quarantäne.

Der TSV und die Handball-Bundesliga wurden umgehend informiert und stimmten einer Verlegung zu. Dresdens sportlicher Leiter Karsten Wöhler dankte in einer Pressemitteilung der HBL und dem TSV für die gute und schnelle Kommunikation. Das Nachholspiel ist für den 15. Dezember angesetzt. Alle bereits erworbenen Tickets behalten ihre Gültigkeit. Der TSV wünscht den Betroffenen eine gute und schnelle Genesung.


Gegen die mit einer kompletten Mannschaft angereisten Gäste konnte der personell arg gebeutelte TSV Bayer Dormagen nach dem Seitenwechsel nicht mehr an die in der ersten Halbzeit gezeigte Leistung anknüpfen und kassierte mit 25:30 die erste Heimniederlage der noch jungen Saison. Eintracht Hagen feierte hingegen im dritten Auswärtsspiel den dritten Sieg und mischt in der Tabelle der 2. Handball-Bundesliga weiterhin vorne mit. Das nächste Spiel bestreitet der TSV am kommenden Freitag, 22. Oktober, in Dresden beim HC Elbflorenz. Kommender Gegner im TSV Bayer Sportcenter ist der Dessau-Roßlauer HV am Mittwoch, 27. Oktober (Tickets online).

Aufsteiger Hagen verschaffte sich bereits nach 13 Minuten einen Drei-Tore-Vorsprung, an dem insbesondere Tim Stefan und Philipp Vorlicek beteiligt waren. Den 6:9-Rückstand drehten die Wiesel vor 633 Zuschauern allerdings auch dank des Torwartwechsels: Christian Simonsen präsentierte sich ab der 11. Minute mit insgesamt neun Paraden in starker Form und gab seinem Team Rückendeckung bei der Aufholjagd. Ante Grbavac, Jan Reimer von der Siebenmeterlinie und über Rechtsaußen, Aron Seesing mit dem präzisen Wurf ins leere Eintracht-Tor sowie der in der ersten Hälfte nicht zu stoppende Andre Meuser sorgten für die 10:9-Führung. Doch Hagen antwortete mit dem schnellen Linksaußen Daniel Mestrum, der seine vier Treffer innerhalb von sechs Minuten erzielte. So liefen die Wiesel erneut hinterher, durften aber die Hoffnung nach Grbavacs Ausgleichstreffer zum 16:16-Pausenstand und der prächtigen Parade von Simonsen gegen Mestrum mit in die Kabine nehmen.

Zurück auf dem Spielfeld unterliefen dem TSV zwei frühe Fehler, die Hagen eiskalt nutzte. Das nochmalige Aufbäumen von Ante Grbavac und Tim Mast mit einem schönen Konter zum 18:18 war dann schon der letzte Gleichstand. Eintracht-Kreisläufer Tilman Pröhl deutete jetzt seine Klasse an und verwertete erneut den Abpraller nach einer vorherigen Glanztat von Christian Simonsen. Hagens nun offensivere Abwehr ließ den Dormagener Rückraum kaum noch zur Entfaltung kommen, zumal auch Mats Grzesinski seine Torhüterbilanz deutlich verbessern konnte. Letztlich realisierten die Gäste exakt ihr gestecktes Ziel: „Der Matchplan sah vor, dass wir maximal 25 Tore zulassen“, stellte Trainer Stefan Neff später zufrieden fest. Weil nun Pouya Norouzinezhad den wieder eingewechselten Martin Juzbasic ständig mit einem Wurf in die kurze Ecke überraschte, konnte an der ersten Heimniederlage der Auswahl von Dusko Bilanovic schon nach knapp 50 Minuten beim Stande von 22:27 kaum noch gezweifelt werden.

„Unsere linke Seite hatte Probleme mit der offensiveren Deckung“, nannte der Trainer einen Grund für den Ausgang des Spiels. „In einer solchen Situation muss man sich mehr ohne Ball bewegen. Auf jeden Fall fehlte uns heute unser Spielmacher Ian Hüter.“ Trotz der Niederlage blickt auch Jan Reimer, einer der neun Spieler des Jahrgangs 2000 oder jünger der Wiesel am gestrigen Freitagabend, mit Zuversicht auf die nächsten Aufgaben: „Wir trainieren intensiv und werden auch bis zur Partie in Dresden hart daran arbeiten, das Zusammenspiel zu verbessern.“ Der Rechtsaußen spielte gegen Hagen durch, da Jakub Sterba nach einem im Training erlittenen Außenbandriss ausgefallen war. Eine genaue Untersuchung am Montag wird zeigen, wie lange er ausfällt. Immerhin ein Lichtblick: Der lange verletzte Lucas Rehfus kam endlich wieder zum Einsatz und führte sich mit einem sehenswerten Treffer ein.

TSV Bayer Dormagen – VfL Eintracht Hagen 25:30 (16:16)
Dormagen: Juzbasic (2 Paraden), Simonsen (11.-44., 9 Paraden); Meuser (7), Leitz (n.e.), Wolfram (n.e.), Rehfus (1), Biernacki (2), Reimer (5/3), P. Hüter (1), Johannmeyer (n.e.), Grbavac (5), Seesing (1), Steinhaus (1), Mast (2).
Hagen: Mahncke (1 Parade), Grzesinski (ab 17., 6 Paraden); Bürgin, Becker, Norouzinezhad (6), Pröhl (6), Schmidt (2), Renninger, Klein (n.e.), Vorlicek (3), Athanassoglou (1), Gaubatz, Kister, Mestrum (4), Stefan (6), Toromanovic (2).
Schiedsrichter: Engeln / Schmitz.
Zuschauer: 633.
Zeitstrafen: 2:4 Minuten.
Siebenmeter: 3/3:0/1 (Schmidt scheitert an Simonsen).
Spielfilm: 1:0, 2.3, 4:6, 6:9 (13.), 10:9 (17.), 11:13 (21.), 14:14, 16:16 – 16:18, 18:18, 18:21 (41.), 21:22, 21:25 (49.), 22:27, 24:30, 25:30.


Trotz der ersten Saisonniederlage gegen Großwallstadt (31:32) steht Aufsteiger Eintracht Hagen mit 8:2-Punkten hinter dem einzig ungeschlagenen VfL Gummersbach auf dem zweiten Tabellenplatz und gehört damit durchaus zu den Überraschungsmannschaften der 2. Bundesliga. An diesem Freitag, 15. Oktober, stellt sich das Team von Stefan Neff im TSV Bayer Sportcenter vor. Die Dormagener Wiesel wollen ihre weiße Heimweste behalten, benötigen aber wegen der andauernden personellen Sorgen die Unterstützung von den Rängen: „Wie uns die Fans helfen können, haben wir ja gegen Rimpar gesehen“, sagt TSV-Coach Dusko Bilanovic. Die Schiedsrichter Maximilian Engeln und Felix Schmidt aus Burscheid pfeifen das Spiel um 19.30 Uhr an. Tickets gibt es online und gegen einen Aufschlag an der Abendkasse, die um 18.30 Uhr öffnet. Voraussetzung für den Einlass in die Halle sind die 3G-Regeln. Wegen der Ferien und der deshalb ausfallenden Schultests benötigen auch Schülerinnen und Schüler einen entsprechenden Nachweis. Sportdeutschland.tv überträgt die Partie live.

Gleich sechs Klubs weisen in der 2. Liga das gleiche 4:6-Punktverhältnis auf. Auch der TSV gehört dazu und rutschte nach der dritten Auswärtsniederlage auf Tabellenplatz 14 ab. „Natürlich wäre unsere Ausgangsposition mit einer kompletten Mannschaft anders. So aber kommt Hagen als Favorit ins Sportcenter“, sieht Bilanovic seine Auswahl eher in der Rolle des Außenseiters. Zumal Ian Hüter - wie schon in Gummersbach und nächste Woche in Dresden - ausfällt. Hüters Muskelfaserriss soll vernünftig auskurieren können. Ebenso wie die kleineren Blessuren, die sich aufgrund der Pause verabschieden sollen.

Hagen verfügt über eine eingespielte Mannschaft, die zur neuen Saison mit drei Spielern aufgefüllt wurde. Der Vertrag mit David Jurisic wurde inzwischen wieder aufgelöst, weil der junge Linkshänder sich stärker um sein Studium kümmern will. Bestens integriert sind hingegen die Neuzugänge Philipp Vorlicek und Pouya Norouzi. Beide erzielten zusammen 58 der 159 Eintracht-Tore. Mit 34 Treffern liegt der aus Nordhorn gekommene Vorlicek hinter Dominik Mappes (Hüttenberg) auf Platz 2 der Feldtorschützenliste. „Hagen ist gut gestartet und verfügt über einen guten Kader“, erklärt Bilanovic nach dem Videostudium. Auch zwei ehemalige Dormagener machen als Flügelspieler auf sich aufmerksam: Daniel Mestrum auf der linken und Damian Toromanovoc auf der rechten Seite. „Unsere Abwehr muss am Freitagabend viel leisten“, ahnt der TSV-Coach. Und besonders wichtig: „Wir müssen die Fehlerzahl in Grenzen halten und dürfen Hagen nicht zu Gegenstößen einladen.“

Weitere Informationen und Beiträge stehen im aktuellen Wiesel Inside (Download als pdf-Datei).


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