Auf geht´s in die entscheidenden vier Spiele. Nach der dreiwöchigen Ligapause startet der TSV Bayer Dormagen das Restprogramm an diesem Samstag bei der HSG Nordhorn-Lingen. Angepfiffen wird die Partie in der EmslandArena Lingen um 19.30 Uhr vom Gespann Martin Thöne und Marijo Zupanovic aus Berlin. Dass der TSV nicht als Favorit nach Niedersachsen reist, ist den Beteiligten schon beim Blick auf die Tabelle klar. Aber dass in der 2. Handball-Bundesliga jeder jeden schlagen kann, hat sich längst herumgesprochen. Und das nötige Selbstvertrauen ist beim TSV auf jeden Fall vorhanden: "Wir schaffen den Klassenerhalt", erklärt die Mannschaft und will die Aussage mit einem Erfolgserlebnis in Lingen unterstreichen. Einmal haben die Dormagener in dieser Saison schon gegen Nordhorn-Lingen gewonnen: Dank des 21:18-Erfolges im August zog der TSV in die 2. Runde des DHB-Pokals ein. Im bis zum Schluss umkämpften Meisterschaftsspiel nahm die HSG hingegen beide Punkte (26:24) mit nach Hause. 

Als TSV-Coach Jörg Bohrmann vor Saisonbeginn seine Aufstiegsfavoriten nannte, war auch Nordhorn dabei. Die Verantwortlichen der HSG distanzierten sich aber eher von solchen Zielen. Trainer Heiner Bültmann sprach vom oberen Tabellendrittel und dem Versuch, wie in der Vorsaison den sechsten Platz zu erreichen. Nach der jüngsten Serie mit sechs Siegen und einem Unentschieden mischt das Zwei-Städte-Team aber vorne mit und hat durchaus Chancen, tatsächlich in die 1. Liga zurückzukehren. Nordhorn-Lingen liegt auf dem vierten Platz, punktgleich hinter Bittenfeld und vor Rimpar. Die ersten drei gehen nach oben: Leipzig steht bereits als Aufsteiger fest, Eisenach liegt nach Minuspunkten einen Zähler vor dem Trio auf Platz 2.

Die letzte Niederlage kassierte Nordhorn vor zwei Monaten gegen Henstedt-Ulzburg. Und die fiel mit 24:32 recht deftig aus. "Eine Chance haben wir natürlich auch in Lingen", sagt Jörg Bohrmann und zieht den gewissen Optimismus aus dem engagierten und konzentrierten Training in den letzten Wochen. Zudem sind viele heimische Fans dabei - und "da haben wir ja noch etwas gut zu machen", erinnert Bohrmann an die tolle Zuschauer-Unterstützung beim (verlorenen) Gastspiel in Saarlouis. Bei der HSG fehlen die verletzten Nils Meyer und Matthias Poll, Kapitän Nicky Verjans hat seine Kniebeschwerden auskuriert. Dormagens Peter Strosack ist zwar auf einem guten Weg. Der Einsatz am Samstag käme aber für den Rechtsaußen zu früh. Ob Max Bettin auflaufen kann, wird sich wohl erst kurz vor dem Spiel zeigen.


Noch ist nichts entschieden. Der TSV Bayer Dormagen kann den Klassenerhalt schaffen, auch wenn die Ausgangsposition nach der Niederlage gegen Rostock nicht gerade besser geworden ist. Der Traditionsklub der Handball-Bundesliga wird alle Energie in die ausstehenden vier Spiele stecken. Handball-Geschäftsführer Björn Barthel: "Noch lässt die Tabelle alles zu. Wir konzentrieren uns mit voller Kraft auf die Schlussphase der Saison, in der wir im Idealfall noch acht Punkte holen können." Auch mit nur sechs weiteren Zählern ist der Klassenerhalt möglich.

Um das Ziel zu erreichen, benötigt die Mannschaft als Flaggschiff der Sportstadt Dormagen noch mehr Unterstützung. Gezielte Werbeaktionen sollen dazu beitragen, das TSV Sportcenter in den Spielen gegen Eisenach und Großwallstadt noch stärker zu füllen. Und auch in den Auswärtsspielen in Nordhorn und Hildesheim soll die blau-weiße Wand helfen. Derzeit laufen beim TSV und der Stadt die Drähte heiß. Wahrscheinlich werden mindestens zwei Busse die Mannschaft bei den Auswärtsfahrten begleiten. Bürgermeister Erik Lierenfeld hat bereits angekündigt, dass er in Hildesheim dabei ist: "Die junge Dormagener Truppe hat sich bestens verkauft und damit auch für Dormagen geworben. Das Team gehört einfach in die 2. Handball-Bundesliga."

Als Absteiger steht Tabellenschlusslicht Eintracht Baunatal schon deshalb lange fest, weil der Verein keine neue Lizenz beantragt hat. Hildesheim und Hüttenberg sind realistischerweise die Absteiger 2 und 3 - auch wenn es für beide Klubs noch eine minimale theoretische Chance gibt. Doch mehr als 26 Punkte können sie nicht mehr holen. Insofern geht es um den vierten Abstiegsplatz, auf dem aktuell der TSV mit zwei Punkten Rückstand hinter Saarlouis und drei hinter Essen liegt. Die beiden Konkurrenten treffen interessanterweise am nächsten Spieltag aufeinander. Schon mit Blick auf das Restprogramm gelten Rostock und Henstedt-Ulzburg als gerettet.

Das Restprogramm der vom Abstieg bedrohten Mannschaften

13. SV Henstedt-Ulzburg - 29:39 Punkte / -39 Tore
16.05.: SV Henstedt-Ulzburg - TV 05/07 Hüttenberg
22.05.: TV Bittenfeld - SV Henstedt-Ulzburg
30.05.: SV Henstedt-Ulzburg - SC DHfK Leipzig
07.06.: EHV Aue - SV Henstedt-Ulzburg

14. HC Empor Rostock - 28:38 Punkte / -65 Tore
08.05.: HC Empor Rostock - TV 05/07 Hüttenberg
17.05.: HC Empor Rostock - GSV Eintracht Baunatal
23.05.: HG Saarlouis - HC Empor Rostock
29.05.: TUSEM Essen - HC Empor Rostock
07.06.: HC Empor Rostock - HSG Nordhorn-Lingen

15. TUSEM Essen - 26:42 Punkte / -58 Tore
16.05.: HG Saarlouis - TUSEM Essen
23.05.: TV 05/07 Hüttenberg - TUSEM Essen
29.05.: TUSEM Essen - HC Empor Rostock
07.06.: TUSEM Essen - TV Bittenfeld

16. HG Saarlouis - 25:43 Punkte / -68 Tore
16.05.: HG Saarlouis - TUSEM Essen
23.05.: HG Saarlouis - HC Empor Rostock
30.05.: HSG Nordhorn-Lingen - HG Saarlouis
07.06.: HG Saarlouis - ThSV Eisenach

17. TSV Bayer Dormagen - 23:45 Punkte / -80 Tore
16.05.: HSG Nordhorn-Lingen - TSV Bayer Dormagen
25.05.: TSV Bayer Dormagen - ThSV Eisenach
31.05.: Eintracht Hildesheim - TSV Bayer Dormagen
07.06.: TSV Bayer Dormagen - TV Großwallstadt

18. TV Hüttenberg - 16:50 Punkte / - 71 Tore
08.05.: HC Empor Rostock - TV 05/07 Hüttenberg
16.05.: SV Henstedt-Ulzburg - TV 05/07 Hüttenberg
23.05.: TV 05/07 Hüttenberg - TUSEM Essen
30.05.: TV 05/07 Hüttenberg - TV Bittenfeld
07.06.: SC DHfK Leipzig - TV 05/07 Hüttenberg

19. Eintracht Hildesheim - 16:50 Punkte / -96 Tore
08.05.: SC DHfK Leipzig - Eintracht Hildesheim
17.05.: Eintracht Hildesheim - TV Emsdetten
22.05.: VfL Bad Schwartau - Eintracht Hildesheim
31.05.: Eintracht Hildesheim - TSV Bayer Dormagen
07.06.: GSV Eintracht Baunatal - Eintracht Hildesheim


Nach dem Spiel der 2. Handball-Bundesliga gegen HCE Rostock am 25. April hatte der TSV Bayer Dormagen vorsorglich Einspruch gegen die Wertung der 25:26-Niederlage eingelegt. Björn Barthel, Geschäftsführer der TSV Handball GmbH, erklärt heute, dass dieser Einspruch nicht aufrecht erhalten wird. "Wir sind nach eingehender Prüfung auch der Videobilder zu der Überzeugung gelangt, dass die Erfolgsaussichten einer rechtlichen Auseinandersetzung zu gering sind. Nach Lage der Dinge haben die Schiedsrichter in den umstrittenen Szenen unanfechtbare Tatsachenentscheidungen getroffen. Eine spielentscheidende Regelwidrigkeit liegt letztlich auch nicht bei der zu gering erfolgten Bestrafung eines Spielers kurz vor dem Abpfiff vor."

Für Barthel steht fest: "Noch lässt die Tabelle alles zu. Wir konzentrieren uns voll auf die letzten vier Spiele und hoffen als Flaggschiff der Sportstadt Dormagen auf eine breite Unterstützung. Dazu werden wir in Kürze verschiedene Aktionen starten."


Zwei Punkte waren drin, einer wäre auf jeden Fall verdient gewesen, am Ende aber ging der TSV Bayer Dormagen leer aus. Der HC Empor Rostock bejubelte den 26:25 (11:8)-Erfolg im TSV Sportcenter, der möglicherweise ein Nachspiel hat. Der TSV hat unmittelbar nach der Partie einen vorläufigen Protest nach einer umstrittenen Schlussphase eingelegt: Kurz vor dem Abpfiff gab es eine Zeitstrafe gegen Rostocks Spieler Kenji Hövels. Den fälligen Freiwurf passte Jonny Eisenkrätzer energisch auf Alexander Kübler, der den Ball auch ins Netz setzte. Doch aus Sicht der Schiedsrichter waren die 60 Minuten bereits vorbei.

Im drittletzten Heimspiel dieser Saison musste der TSV den Ausfall seines erfolgreichsten Werfers Max Bettin verkraften. "Das kann ich nicht machen. Der Einsatz wäre wegen der Knieverletzung zu gefährlich gewesen", sagte TSV-Trainer Jörg Bohrmann. Auch ohne den langen Shooter holte der TSV in der ersten Hälfte einen Drei-Tore-Vorsprung heraus. Den bauten die Gastgeber vor 1456 Zuschauern direkt nach dem Seitenwechsel sogar bis auf 14:8 aus. Doch die Gäste gaben die Partie nicht verloren. Ausgerechnet die Rote Karte gegen ihren Spielmacher Roman Becvar nach einem Foul an Marijan Basic sorgte für neuen Schub. Rostock kam näher, weil Tom Wetzel fünf Siebenmeter sicher verwandelte - einen auch gegen Torwart-Dino Joachim Kurth - weil der lange Patrick Hruscak immer wieder mit seinen Gewaltwürfen die Lücke fand und weil Außen Vyron Papadopoulos besser als in der ersten Hälfte traf.

Gegen die auf 5:1 umgestellte HCE-Deckung tat sich der TSV schwer. "Da fehlten jetzt die Alternativen im Rückraum, so hatten wir zu wenig Durchschlagskraft", resümierte Jörg Bohrmann. Rostock glich nach einer Dreiviertelstunde zum 17:17 aus. Doch die Dormagener wehrten sich und führten noch einmal 20:18 (48.) und 21:20 (51.) trotz einer Phase umstritten abgepfiffener Stürmerfouls. Die in der Hektik aufkommenden Fehler nutzten die Gäste freilich zu Kontern, die Papadopoulos bis hin zum 26:23-Vorsprung erfolgreich abschloss. In der dramatischen Schlussphase mit der Dormagener Indianer-Abwehr sorgten Jo Gerrit Genz und Robin Doetsch für den Anschluss. Rostock war jetzt nur noch daran interessiert, die Zeit herunter laufen zu lassen. Bis hin zur beschriebenen Schlussszene. "Das tut mir leid für die tolle Mannschaft, die heute unglaublich gekämpft hat", sagte Bohrmann, der seine tiefe Enttäuschung nicht verbergen konnte. "Aber natürlich machen wir weiter und werden in den letzten vier Spielen alles geben, um den Abstieg zu verhindern." Richtige Begeisterung über die gewonnenen zwei Punkte konnte sein Kollege Aaron Ziercke nicht zeigen: "Ich würde mich freuen, wenn wir in der nächsten Saison wieder gegeneinander spielen."

TSV Bayer Dormagen - HC Empor Rostock 25:26 (11:8)
Dormagen: Bartmann, Kurth; Genz (3),Plaz, Eisenkrätzer, Poklar (2/2), Doetsch (5), Kübler (7), Damm (3), Noll, Hüter, Marquardt (1), Arnaud, Basic (4/1).
Rostock: Kominek, Porath; Becvar (1), Meuser, Hövels, Dethloff (1), Barten, Gruszka (3), Flödl (1), Wetzel (6/5), Sadewasser, Papadopoulos (6), Hruscak (8), Zemlin.
Schiedsrichter: Gerhard / Küsters.
Zuschauer: 1456.
Zeitstrafen: 12:12 Minuten (Rote Karte gegen Becvar, 36.).
Siebenmeter: 3/5:5/6 (Bartmann hält gegen Gruszka - Basic scheitert an Kominek, Poklar wirft an den Pfosten.)
Spielfilm: 3:3 (10.), 5:5 (17.), 7:5 (20.), 9:6 (22.), 11:8 - 14:8 (35.), 15:13 (42.), 17:14, 17:17 (46.), 20:18 (48.), 21:20 (51.), 21:23 (55.), 22:25 (57.), 23:26, 25:26.


Die Ausgangsposition vor dem drittletzten Heimspiel der Saison ist klar: "Es gibt keine Alternative zum Sieg", erklärt TSV-Trainer Jörg Bohrmann. Mit zwei Punkten gegen HC Empor Rostock könnte der TSV Bayer Dormagen sich weiterhin Hoffnungen auf den Verbleib in der 2. Bundesliga machen. Die Partie wird am Samstag, 25. April, um 19 Uhr im TSV Sportcenter von den Schiedsrichtern Florian Gerhard / Tobias Küsters (Ingelheim / Saulheim) angepfiffen. Tickets gibt es bis Samstag Nachmittag in der City-Buchhandlung an der Kölner Straße und Online. Die Abendkassen öffnen um 17.30 Uhr.

Rostock wurde Anfang der Woche von einer Nachricht überrascht: Die Lizenz für die kommende Spielzeit hat der Traditionsverein im ersten Anlauf nicht erhalten. Doch die Verantwortlichen sind fest davon überzeugt, dass der eingelegte Einspruch Erfolg haben wird und die Lizenz doch noch in Rostock eintrifft. Die Spielberechtigung für die Saison 2015/16 erhielt der TSV Bayer ohne jede Auflage - doch ob der Verein dann auch tatsächlich in der 2. Liga weitermachen kann, wird sich in den ausstehenden fünf Spielen erweisen. Nach den Hochrechnungen benötigen die Dormagener noch mindestens sechs Punkte, um den Klassenverbleib zu sichern. Doch es ist nicht auszuschließen, dass in diesem Jahr nicht einmal 29 Punkte reichen. Insofern trauert Bohrmann auch den beiden Zählern nach, die im Hinspiel mit der 26:32-Niederlage verschenkt wurden: "Da führten wir bis in die zweite Halbzeit hinein, um dann doch den Sieg aus der Hand zu geben." Dass er acht Treffer in Rostock erzielte und damit der erfolgreichste Dormagener war, interessiert Alexander Kübler im aktuellen Tribünentalk nicht wirklich: "Das war zwar schön, aufgrund der Niederlage aber eher brotlose Kunst."

Tore des Kreisläufers werden auch am Samstag wieder benötigt. Kübler ist mit 113 Treffern der zweitbeste Werfer des TSV - nach Max Bettin (171/36). Ob der Rückraumshooter gegen Rostock dabei ist, erscheint mehr als fraglich. Die Kniebeschwerden, die ihm bereits in den letzten Spielen zusetzten, sind nicht geringer geworden. Fällt Bettin tatsächlich aus, "müssen alle hundert Prozent geben und zwar über die volle Spielzeit", fordert Bohrmann auch eine Wiedergutmachung im Interesse der "phantastischen Fans, die uns in Saarlouis sagenhaft unterstützten und die wir mit unserer schwachen Leistung enttäuscht haben." Und für Alex Kübler steht fest: "In Saarlouis haben wir die ersten Minuten verschlafen und mussten ständig einem Rückstand hinterher laufen. Das darf nicht noch einmal passieren."


Mit Wirkung vom 1. Juli wird Erik Wudtke Handball-Jugendkoordinator des TSV Bayer Dormagen. Er übernimmt die Tätigkeit von Kristina Settner, die sich beruflich verändert und zum Sommer in den Bereich der Sporttherapie wechselt. Wudtke ist zurzeit noch als Trainer beim Handball-Drittligisten TuS Ferndorf aktiv, mit dem er den Aufstieg in die 2. Handball-Bundesliga anstrebt. Er war als Spieler zwischen 1990 und 2010 für Klubs der 1. Ligen in Belgien und Frankreich am Ball, aber auch in Deutschland in der 2. und 3. Liga bei MT Melsungen und TV Weiden und weiteren Vereinen. Der A-Lizenzinhaber des Deutschen Handball-Bundes verfügt über eine langjährige Trainererfahrung im Junioren-, Senioren- und Verbandsbereich.

„Es ist mein Wunsch mit jungen Spielern zu arbeiten und diese sportlich und menschlich weiter zu entwickeln“, ist ein Beweggrund des studierten Diplom-Betriebswirts für seinen Wechsel aus dem Erwachsenen-Profi-Bereich in das Aufgabengebiets des Jugendkoordinators. Neben dieser Tätigkeit wird er beim TSV als verantwortlicher Coach die männliche C-Jugend trainieren. „Aufgrund der komplexen Anforderungen der Koordinatorenstelle und den unbestrittenen Fähigkeiten von Erik Wudtke war es nur logisch, dass sich der Verein nach einer kurzen Bedenkzeit für den 42-jährigen Aachener entschieden hat“, sagt Björn Barthel, Gesamtkoordinator Handball des TSV Bayer Dormagen.


Der TSV Bayer Dormagen hat heute die Lizenz für den Spielbetrieb 2015/16 in der 2. Handball-Bundesliga von der zuständigen HBL-Kommission erhalten. "Wir freuen uns, dass wir die Lizenz ohne jede Auflage bekommen haben. Gleichzeitig danken wir unseren Sponsoren, Förderern und den Fans, die durch ihre Unterstützung maßgeblich zur erneuten Erteilung der Lizenz beigetragen haben", sagt Björn Barthel, Geschäftsführer Handball des TSV Bayer Dormagen. "Nun müssen wir alle in den ausstehenden fünf Meisterschaftsspielen dafür sorgen, dass wir die Lizenz in Anspruch nehmen können und auch in der nächsten Saison der 2. Bundesliga angehören."

Die GSV Eintracht Baunatal hatte keinen Lizenzantrag gestellt. Der TV Großwallstadt und der HC Empor Rostock erhalten die Lizenz unter aufschiebender Bedingung. Dies bedeutet, dass beide Klubs nur dann die Lizenz für die Saison 2015/16 erhalten, wenn binnen der gesetzten Frist von drei Wochen die Bedingung erfüllt wird. Im Falle der Nichterfüllung der Bedingungen erhalten die Clubs nicht die Lizenz für die 2. Bundesliga und könnten in der 3. Liga antreten.


Nach der 26:30-Niederlage in Saarlouis tauschte der TSV Bayer Dormagen wieder die Plätze mit den Saarländern und rutschte in der 2. Handball-Bundesliga zurück auf Abstiegsrang 17. Beide Mannschaften weisen 23:43-Punkte auf, Saarlouis besitzt aber das um neun Treffer bessere Torverhältnis. Umso wichtiger ist ein TSV-Erfolg im Heimspiel am kommenden Samstag: Gegner im TSV Sportcenter ist am 25. April ab 19 Uhr HC Empor Rostock - eine Mannschaft, die ebenfalls noch um den Klassenerhalt kämpft.

Eine Minute klatschte die Mannschaft nach der Partie in der "Auswärtsecke" Beifall und dankte damit den rund 100 mitgereisten TSV-Fans. "Das war phantastisch", lobte TSV-Coach Jörg Bohrmann die sagenhafte Unterstützung: "Ich dachte zunächst wir hätten eine Heimspiel." Doch auch die lautstarke Anfeuerung von den Rängen brachte den TSV am Samstag Abend nicht auf die Siegerstraße. Von der waren die Gäste schon früh weit entfernt, weil der gewichtige Grieche Nikolaos Riganas zunächst nicht gestoppt werden konnte und im Alleingang aus dem rechten Rückraum die ersten drei Tore erzielte. Der TSV hingegen ließ gute Chancen aus und leistete sich mehrere technische Fehler. Nach dem 5:1 in der 9. Minute nahm Jörg Bohrmann die erste Auszeit - der folgte ein lässig von Marijan Basic an die Latte gehobener Siebenmeter. Prompt erhöhte Saarlouis auf 6:1.

Nach einer Viertelstunde verkürzten die Rheinländer dank des verwandelten Strafwurfs von Max Bettin auf 10:7. Doch kurz drauf konnte er den Erfolg nicht wiederholen und scheiterte an Darius Jonczyk, der auch den Nachwurf parierte und damit die heimischen Zuschauer vollends in Stimmung brachte. Sein Kunststück erneuerte er beim Stande von 12:8 mit einer Siebenmeterabwehr gegen Basic, dessen Nachwurf wegen vorheriger Kreisberührung nicht zugelassen wurde. Auch Sven Bartmann, der im Verlaufe des Spiels mit 16 Paraden aufwartete, wehrte einen Wurf von der 7m-Linie ab. Doch danach konnte der TSV wieder nicht näher kommen: Der folgende Wurf von Jo Gerrit Genz krachte an die Latte. Und als Alexander Kübler das 15:13 in der Hand hatte, pfiffen die Schiedsrichter den Konter ab: "Kübi" soll den Kreis berührt haben. Saarlouis führte zur Halbzeit mit 16:12.

Der Spielverlauf sah in der zweiten Hälfte ähnlich aus wie zuvor. Die Gastgeber verfügten beim 22:16 (41.), und 24:18 (47.) aber sogar über sechs Tore Vorsprung. Dann bäumte der TSV sich auf, kam bis zur 54. Minute bis auf 25:23 vor allem dank der Treffer der erfolgreichsten Schützen Robin Doetsch und Nejc Poklar heran. Das war aber auch das Ende der Aufholjagd. Merten Krings wurde in der zweiten Halbzeit zum wichtigsten HGS-Akteur und erhöhte in der entscheidenden Phase des Spiels sogar in Unterzahl auf 27:23. Gab es noch eine Hoffnung beim TSV, dann wurde sie jäh nach einem nicht eindeutigen Abpfiff gestoppt: Dormagen hatte sich in der Abwehr den Ball erkämpft und auch die Schiedsrichter orientierten sich bereits in die Richtung der anderen Spielfeldhälfte. Doch das Kampfgericht unterbrach und wies auf die von Saarlouis-Coach Goran Sutton gewünschte Auszeit. Nach einer Minute wurde die Partie wieder an der 9m-Linie mit Ballbesitz der Gastgeber angepfiffen. Und die sorgten mit einem simplen Freiwurftrick durch Peter Walz für das vorentscheidende 28:24.

"Wir haben zu viele individuelle Fehler gemacht, zu viele Torchancen vergeben und im Abwehrbereich auch nicht immer die Absprachen eingehalten. Man muss auswärts drei, vier Tore besser sein als der Gegner, wenn man gewinnen will", war Jörg Bohrmann gerade über die Anfangsphase verärgert und enttäuscht. Warm hatte sich vor dem Anpfiff übrigens auch Joachim Kurth (44) gemacht. Er stand als Alternative für Sven Bartmann bereit, da Max Jäger wegen seiner Trommelfellverletzung nach wie vor pausieren musste. Hier geht´s direkt zum aktuellen Interview im Wiesel TV

HG Saarlouis - TSV Bayer Dormagen 30:26 (16:12)
Saarlouis: P. Schulz, Jonczyk (ab 15.); Krings (7), Faulenbach (3), Leist (3), Janiszewski, Spiljak, Kessler (3), Walz (4), Weissgerber (1), Holzner (2/1), M. Schulz (1), Klyuyko (1), Riganas (5).
Dormagen: Bartmann; Bettin (4/1), Genz, Plaz (3), Eisenkrätzer (1), Poklar (7/5), Doetsch (6), Kübler (2), Damm, Noll, Marquardt, Arnaud, Basic (3).
Schiedsrichter: Jan und Manuel Lier.
Zuschauer: 1550.
Zeitstrafen: 12:8 Minuten. 
Siebenmeter: 1/3:6/9 (Bartmann hält gegen Holzner, der zudem einmal an den Pfosten wirft - Basic wirft an die Latte und scheitert an Jonczyk, ebenso wie Bettin).
Spielfilm: 3:0 (4.), 6:1 (11.), 10:7 (16.), 14:11, 16:12 - 16:13, 18:13, 22:16 (41.), 24:21 (50.), 25:23 (54.), 27:23, 27:24, 28:24, 30:26.


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