26:27, 25:27, 25:26 - drei äußerst knappe Niederlagen in der englischen Woche erfreuen weder Fans noch Mannschaft und Umfeld des TSV Bayer Dormagen. In Ferndorf hatte wohl kaum noch jemand damit gerechnet, dass der TuS seine weiße Heimweste behalten würde. Immerhin lag der TSV in der 54. Minute mit 24:21 vorne - völlig verdient. Doch die Führung gaben die Dormagener aus der Hand und konnten nicht einmal einen Punkt mit nach Hause nehmen. Nach Ferndorfs 5:1-Lauf in den Schlussminuten zeigte die Ergebnistafel 26:25 an. Von Gerechtigkeit wollte anschließend niemand mehr reden, "aber auch Mitleid ist jetzt nicht angebracht", betonte TSV-Coach Ulli Kriebel. "Wir müssen uns das Glück erarbeiten."

55 Minuten lang "haben wir fast alles richtig gemacht", sagte Kriebel. Doch für die starke Leistung und vor allem die spielerische Überlegenheit belohnte sich die Mannschaft wieder nicht. Überflüssige Abspielfehler verschafften Ferndorf neue Chancen, die eiskalt genutzt wurden. TuS-Trainer Michael Lerscht brachte den angeschlagenen Jonas Faulenbach, der in den letzten Minuten zur entscheidenden Verstärkung der gegnerischen Offensive wurde. So behielt er die Nerven, als die schon länger den Arm zum Zeichen des Zeitspiels hoch haltenden Schiedsrichter deutlich machten, dass nur noch ein Pass zulässig sei. Faulenbach zog nach rechts und schloss erfolgreich zum 22:24 ab.

Es folgten zwei clevere Aktionen von Rechtsaußen Lukas Zerbe, der zum 24:24 ausglich. Mit einem sehenswerten Durchbruch brachte Julius Andersson die Gastgeber dann sogar wieder in Führung. Doch Eloy Morante Maldonado krönte seine hervorragende Leistung mit seinem achten Treffer - Gleichstand. Als dann Mattis Michel mit einer akrobatischen Einlage das 26:25 erzielt, läuft die Uhr gegen den TSV. Entgegen der angezeigten letzten Spielsekunde billigen die Schiedsrichter den Dormagenern drei Sekunden für die Ausführung des letzten Freiwurfes zu. Doch der Wurf von Lukas Stutzke wird von den Gastgebern geblockt, der Ball fliegt neben das Tor, das Spiel ist aus.

Ulli Kriebel beklagte nach dem Spiel die unzureichende Chancenverwertung und die einfachen Fehler. Letztlich funktioniere seine Mannschaft noch nicht ausreichend in Streßsituationen. "Dormagen hat uns vor Riesenaufgaben gestellt", sah Michael Lerscht das Glück am Ende auf Seiten seiner Mannschaft. Tim Wieling hatte das Glück völlig verlassen, vier Bälle landeten am Gehäuse, einmal tanzte das Leder auf der Torlinie ohne sie zu überqueren. Joshua Reuland ging es auf der linken Außenposition kaum anders, wobei Torwart Kai Rottschaefer gut auf beide Außen eingestellt war. Nach längerer verletzungsbedingter Pause feierte Janis Boieck ein gelungenes Comeback. Er löste noch vor der Pause Sven Bartmann ab und wartete mit einigen spektakulären Paraden auf.

Nach der sechsten Niederlage in Folge geht es nun für den TSV als aktuell 18. der Tabelle darum, den Abstand zu den Nichtabstiegsplätzen nicht zu groß werden zu lassen. Mit dem ASV Hamm-Westfalen kommt freilich am kommenden Sonntag, 18. November,  erneut eine ambitionierte Mannschaft ins TSV Bayer Sportcenter (Anpfiff 17 Uhr). Am Spieltag von Sponsor VM - Vermögensmanufaktur können die Besucher aktiv an einer Sportstation teilnehmen und dabei Preise gewinnen, unter anderem einen signierten Select-Handball.
 
TuS Ferndorf - TSV Bayer Dormagen 26:25 (13:13)
Ferndorf: Rottschaefer (8 Paraden), Puhl (n.e.); Faulenbach (1), Basic (1), L. Schneider (5), M. Michel (3), Neitsch (n.e.), Wörner, Zerbe (7/2), L. Michel (n.e.), J. Schneider (n.e.), Barwitzki (4/1), Andersson (2), Koloper, Müller (2), Rink (1).
Dormagen: Bartmann (1.-23., 3 Paraden), Boieck (ab 23., 6 Paraden), Rózsavölgyi (n.e.); Reuland, Eggert (1), Löfström (4), I. Hüter, Rebelo (2), Richter (4/2), P. Hüter (1), Jagieniak, Morante Maldonado (8), Stutzke (1), Wieling (4).
Schiedsrichter: Heine / Standke.
Zuschauer: 1047.
Zeitstrafen: 2:6 Minuten.
Siebenmeter: 3/4:2/4 (Bartmann hält gegen Barwitzki - Rottschaefer gegen Wieling und Richter).
Spielfilm: 3:2, 3:5 (9.), 4:7 (13.), 8:8, 8:10, 11:10, 12:13, 13:13 - 17:15 (37.), 17:18 (41.), 20:19, 20:22, 21:24 (54.), 25:24 (59.), 25:25, 26:25.


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