Zwei Punkte waren drin, einer wäre auf jeden Fall verdient gewesen, am Ende aber ging der TSV Bayer Dormagen leer aus. Der HC Empor Rostock bejubelte den 26:25 (11:8)-Erfolg im TSV Sportcenter, der möglicherweise ein Nachspiel hat. Der TSV hat unmittelbar nach der Partie einen vorläufigen Protest nach einer umstrittenen Schlussphase eingelegt: Kurz vor dem Abpfiff gab es eine Zeitstrafe gegen Rostocks Spieler Kenji Hövels. Den fälligen Freiwurf passte Jonny Eisenkrätzer energisch auf Alexander Kübler, der den Ball auch ins Netz setzte. Doch aus Sicht der Schiedsrichter waren die 60 Minuten bereits vorbei.

Im drittletzten Heimspiel dieser Saison musste der TSV den Ausfall seines erfolgreichsten Werfers Max Bettin verkraften. "Das kann ich nicht machen. Der Einsatz wäre wegen der Knieverletzung zu gefährlich gewesen", sagte TSV-Trainer Jörg Bohrmann. Auch ohne den langen Shooter holte der TSV in der ersten Hälfte einen Drei-Tore-Vorsprung heraus. Den bauten die Gastgeber vor 1456 Zuschauern direkt nach dem Seitenwechsel sogar bis auf 14:8 aus. Doch die Gäste gaben die Partie nicht verloren. Ausgerechnet die Rote Karte gegen ihren Spielmacher Roman Becvar nach einem Foul an Marijan Basic sorgte für neuen Schub. Rostock kam näher, weil Tom Wetzel fünf Siebenmeter sicher verwandelte - einen auch gegen Torwart-Dino Joachim Kurth - weil der lange Patrick Hruscak immer wieder mit seinen Gewaltwürfen die Lücke fand und weil Außen Vyron Papadopoulos besser als in der ersten Hälfte traf.

Gegen die auf 5:1 umgestellte HCE-Deckung tat sich der TSV schwer. "Da fehlten jetzt die Alternativen im Rückraum, so hatten wir zu wenig Durchschlagskraft", resümierte Jörg Bohrmann. Rostock glich nach einer Dreiviertelstunde zum 17:17 aus. Doch die Dormagener wehrten sich und führten noch einmal 20:18 (48.) und 21:20 (51.) trotz einer Phase umstritten abgepfiffener Stürmerfouls. Die in der Hektik aufkommenden Fehler nutzten die Gäste freilich zu Kontern, die Papadopoulos bis hin zum 26:23-Vorsprung erfolgreich abschloss. In der dramatischen Schlussphase mit der Dormagener Indianer-Abwehr sorgten Jo Gerrit Genz und Robin Doetsch für den Anschluss. Rostock war jetzt nur noch daran interessiert, die Zeit herunter laufen zu lassen. Bis hin zur beschriebenen Schlussszene. "Das tut mir leid für die tolle Mannschaft, die heute unglaublich gekämpft hat", sagte Bohrmann, der seine tiefe Enttäuschung nicht verbergen konnte. "Aber natürlich machen wir weiter und werden in den letzten vier Spielen alles geben, um den Abstieg zu verhindern." Richtige Begeisterung über die gewonnenen zwei Punkte konnte sein Kollege Aaron Ziercke nicht zeigen: "Ich würde mich freuen, wenn wir in der nächsten Saison wieder gegeneinander spielen."

TSV Bayer Dormagen - HC Empor Rostock 25:26 (11:8)
Dormagen: Bartmann, Kurth; Genz (3),Plaz, Eisenkrätzer, Poklar (2/2), Doetsch (5), Kübler (7), Damm (3), Noll, Hüter, Marquardt (1), Arnaud, Basic (4/1).
Rostock: Kominek, Porath; Becvar (1), Meuser, Hövels, Dethloff (1), Barten, Gruszka (3), Flödl (1), Wetzel (6/5), Sadewasser, Papadopoulos (6), Hruscak (8), Zemlin.
Schiedsrichter: Gerhard / Küsters.
Zuschauer: 1456.
Zeitstrafen: 12:12 Minuten (Rote Karte gegen Becvar, 36.).
Siebenmeter: 3/5:5/6 (Bartmann hält gegen Gruszka - Basic scheitert an Kominek, Poklar wirft an den Pfosten.)
Spielfilm: 3:3 (10.), 5:5 (17.), 7:5 (20.), 9:6 (22.), 11:8 - 14:8 (35.), 15:13 (42.), 17:14, 17:17 (46.), 20:18 (48.), 21:20 (51.), 21:23 (55.), 22:25 (57.), 23:26, 25:26.


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