Nach der 26:30-Niederlage in Saarlouis tauschte der TSV Bayer Dormagen wieder die Plätze mit den Saarländern und rutschte in der 2. Handball-Bundesliga zurück auf Abstiegsrang 17. Beide Mannschaften weisen 23:43-Punkte auf, Saarlouis besitzt aber das um neun Treffer bessere Torverhältnis. Umso wichtiger ist ein TSV-Erfolg im Heimspiel am kommenden Samstag: Gegner im TSV Sportcenter ist am 25. April ab 19 Uhr HC Empor Rostock - eine Mannschaft, die ebenfalls noch um den Klassenerhalt kämpft.

Eine Minute klatschte die Mannschaft nach der Partie in der "Auswärtsecke" Beifall und dankte damit den rund 100 mitgereisten TSV-Fans. "Das war phantastisch", lobte TSV-Coach Jörg Bohrmann die sagenhafte Unterstützung: "Ich dachte zunächst wir hätten eine Heimspiel." Doch auch die lautstarke Anfeuerung von den Rängen brachte den TSV am Samstag Abend nicht auf die Siegerstraße. Von der waren die Gäste schon früh weit entfernt, weil der gewichtige Grieche Nikolaos Riganas zunächst nicht gestoppt werden konnte und im Alleingang aus dem rechten Rückraum die ersten drei Tore erzielte. Der TSV hingegen ließ gute Chancen aus und leistete sich mehrere technische Fehler. Nach dem 5:1 in der 9. Minute nahm Jörg Bohrmann die erste Auszeit - der folgte ein lässig von Marijan Basic an die Latte gehobener Siebenmeter. Prompt erhöhte Saarlouis auf 6:1.

Nach einer Viertelstunde verkürzten die Rheinländer dank des verwandelten Strafwurfs von Max Bettin auf 10:7. Doch kurz drauf konnte er den Erfolg nicht wiederholen und scheiterte an Darius Jonczyk, der auch den Nachwurf parierte und damit die heimischen Zuschauer vollends in Stimmung brachte. Sein Kunststück erneuerte er beim Stande von 12:8 mit einer Siebenmeterabwehr gegen Basic, dessen Nachwurf wegen vorheriger Kreisberührung nicht zugelassen wurde. Auch Sven Bartmann, der im Verlaufe des Spiels mit 16 Paraden aufwartete, wehrte einen Wurf von der 7m-Linie ab. Doch danach konnte der TSV wieder nicht näher kommen: Der folgende Wurf von Jo Gerrit Genz krachte an die Latte. Und als Alexander Kübler das 15:13 in der Hand hatte, pfiffen die Schiedsrichter den Konter ab: "Kübi" soll den Kreis berührt haben. Saarlouis führte zur Halbzeit mit 16:12.

Der Spielverlauf sah in der zweiten Hälfte ähnlich aus wie zuvor. Die Gastgeber verfügten beim 22:16 (41.), und 24:18 (47.) aber sogar über sechs Tore Vorsprung. Dann bäumte der TSV sich auf, kam bis zur 54. Minute bis auf 25:23 vor allem dank der Treffer der erfolgreichsten Schützen Robin Doetsch und Nejc Poklar heran. Das war aber auch das Ende der Aufholjagd. Merten Krings wurde in der zweiten Halbzeit zum wichtigsten HGS-Akteur und erhöhte in der entscheidenden Phase des Spiels sogar in Unterzahl auf 27:23. Gab es noch eine Hoffnung beim TSV, dann wurde sie jäh nach einem nicht eindeutigen Abpfiff gestoppt: Dormagen hatte sich in der Abwehr den Ball erkämpft und auch die Schiedsrichter orientierten sich bereits in die Richtung der anderen Spielfeldhälfte. Doch das Kampfgericht unterbrach und wies auf die von Saarlouis-Coach Goran Sutton gewünschte Auszeit. Nach einer Minute wurde die Partie wieder an der 9m-Linie mit Ballbesitz der Gastgeber angepfiffen. Und die sorgten mit einem simplen Freiwurftrick durch Peter Walz für das vorentscheidende 28:24.

"Wir haben zu viele individuelle Fehler gemacht, zu viele Torchancen vergeben und im Abwehrbereich auch nicht immer die Absprachen eingehalten. Man muss auswärts drei, vier Tore besser sein als der Gegner, wenn man gewinnen will", war Jörg Bohrmann gerade über die Anfangsphase verärgert und enttäuscht. Warm hatte sich vor dem Anpfiff übrigens auch Joachim Kurth (44) gemacht. Er stand als Alternative für Sven Bartmann bereit, da Max Jäger wegen seiner Trommelfellverletzung nach wie vor pausieren musste. Hier geht´s direkt zum aktuellen Interview im Wiesel TV

HG Saarlouis - TSV Bayer Dormagen 30:26 (16:12)
Saarlouis: P. Schulz, Jonczyk (ab 15.); Krings (7), Faulenbach (3), Leist (3), Janiszewski, Spiljak, Kessler (3), Walz (4), Weissgerber (1), Holzner (2/1), M. Schulz (1), Klyuyko (1), Riganas (5).
Dormagen: Bartmann; Bettin (4/1), Genz, Plaz (3), Eisenkrätzer (1), Poklar (7/5), Doetsch (6), Kübler (2), Damm, Noll, Marquardt, Arnaud, Basic (3).
Schiedsrichter: Jan und Manuel Lier.
Zuschauer: 1550.
Zeitstrafen: 12:8 Minuten. 
Siebenmeter: 1/3:6/9 (Bartmann hält gegen Holzner, der zudem einmal an den Pfosten wirft - Basic wirft an die Latte und scheitert an Jonczyk, ebenso wie Bettin).
Spielfilm: 3:0 (4.), 6:1 (11.), 10:7 (16.), 14:11, 16:12 - 16:13, 18:13, 22:16 (41.), 24:21 (50.), 25:23 (54.), 27:23, 27:24, 28:24, 30:26.


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