Zweimal führten die Dormagener in der ersten Hälfte mit drei Toren. Doch mit vier Treffern innerhalb von drei Minuten drehten die Gäste auch dank einer robusten Abwehrleistung noch vor der Pause die Partie. Am Ende hieß es 31:25 für den TV Emsdetten. „45 Minuten lang war ich mit dem Einsatz meiner Mannschaft zufrieden, da haben wir den Kampf angenommen“, bilanzierte TSV-Coach Jörg Bohrmann. Doch gegen einen solchen Gegner kann man nur mit dem vollen Einsatz über 60 Minuten bestehen: „Emsdetten hatte in der Hinrunde Probleme, gehört aber sicherlich zu den besten Teams der Liga“, betonte Bohrmann. „Das war unser stabilstes Spiel in diesem Jahr“, meinte Emsdettens Trainer Daniel Kubes und dachte dabei vor allem an die zweite Hälfte. Im Verlaufe der Partie hatten die Hünen im Team des Bundesliga-Absteigers den Dormagenern den Schneid abgekauft.

In der ersten Halbzeit schloss der TSV nahtlos an die vor einer Woche gezeigte Leistung gegen Aue an. Alexander Kübler mit den ersten beiden Treffern, Robin Doetsch mit einem sehenswerten Wurf und Nejc Poklar ließen die heimischen Fans jubeln. Hinzu kam die starke Leistung von Sven Bartmann, der in der 7. Minute einen Strafwurf abwehrte. Aus dem 4:4 machte der TSV das 7:4 - und hätte sogar noch deutlicher führen können. Doch Emsdettens Torwart Nils Babin entnervte vor allem Rechtsaußen Doetsch mit drei spektakulären Paraden. Die Gäste kamen wieder näher, lagen aber nach einem Treffer von Kübler und einem gekonnten Heber von Sebastian Damm erneut mit drei Toren zurück. Das 12:10 durch den überragenden Shooter Max Bettin in der 23. Minute ließ den TSV weiter hoffen. Doch leichte Fehler und Unaufmerksamkeiten in der Defensive führten zum Wendepunkt: Emsdetten führte plötzlich 14:12 und ging auch mit dem knappen 15:14-Vorsprung in die Kabine.

Nach dem Seitenwechsel schafften Bettin und Kübler den Ausgleich zum 16:16. Weil Emsdettens Rechtsaußen Iso Sluijters einen Sahnetag erwischt hatte und mehrfach aus eigentlich unmöglichem Winkel traf, Johan Koch einen Konter erfolgreich abschloss als der Pfiff der Schiedsrichter nach einem klaren Foul gegen Bettin ausgeblieben war und auch noch der wurfgewaltige Ernir Arnarson einen Treffer erzielte, führte Emsdetten aber wieder mit 19:16. Auch von diesem Rückstand erholte sich der TSV, kam durch Tore von Jonny Eisenkrätzer und Alex Kübler wieder ran. Das wiederholte sich anschließenden nach der Vier-Tore-Führung von Emsdetten. Doch der verwandelte Strafwurf von Bettin zum 20:22 in der 45. Minute sollte auch das letzte ernsthafte Aufbäumen sein. Mit vier Treffern in Folge setzte sich der TVE vorentscheidend auf 26:20 ab und ließ nichts mehr anbrennen. Echte Dormagener Torgefahr ging jetzt nur noch von Max Bettin aus. Den von Zuschauern geäußerten Wunsch nach einem Einsatz von Bastien Arnaud konterte Jörg Bohrmann übrigens mit einer Erklärung beim Trainertalk: „Bastien ist derzeit nicht so fit wie ich mir das vorstelle. Und drei Spieler kann ich nicht regelmäßig auswechseln. Er muss weiter an sich arbeiten.“

Am kommenden Samstag reist der TSV in den Norden zum VfL Bad Schwartau. Das nächste Heimspiel findet Gründonnerstag, 2. April, um 19.30 Uhr im TSV Sportcenter statt. Gegner ist dann Tabellennachbar TUSEM Essen.

TSV Bayer Dormagen – TV Emsdetten 25:31 (14:15)
Dormagen: Bartmann, Jäger; Bettin (11/4), Genz (1), Plaz, Eisenkrätzer (1), Poklar (1), Doetsch (1), Kübler (7), Damm (3), Hüter, Marquardt, Basic, Arnaud.
Emsdetten: Babin, Nippes; Lokkebo, Sluijters (8), Wesseling, Rivesjoe (5), Brevik (3), Adams, Kropp (1), Runnarsson (7/2), Arnason (4), Gretarsson, Koch (3).
Schiedsrichter: Köppl / Regner.
Zuschauer: 1244.
Zeitstrafen: 8:8 Minuten.
Siebenmeter: 4/6:2/4 (Babin hält gegen Poklar, Bettin an den Pfosten – Bartmann hält gegen Rivesjoe, Jäger gegen Runnarsson).
Spielfilm: 2:1, 2:3, 7:4 (13.), 8:7, 10:7 (20.), 12:10, 12:14 (27.), 13:15, 14:15 – 18:19 (37.), 18:22 (42.), 20:22 (45.), 20:26 (51.), 22:30, 25:31.

Patrick Hüter und Max Jäger verlängern
Patrick Hüter wird auch in den nächsten beiden Jahren das Trikot des TSV Bayer Dormagen tragen. Der Kreisläufer verlängerte jetzt seinen Vertrag - ebenso wie Max Jäger. Der Torwart unterschrieb beim TSV für ein weiteres Jahr. Handball-Geschäftsführer Björn Barthel ist zufrieden: „Da die meisten Spieler Verträge über die laufende Saison hinaus haben, wird die Mannschaft weitestgehend zusammen bleiben.“


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