Der TSV Bayer Dormagen hat sein letztes Auswärtsspiel der Saison in der 2. Handball-Bundesliga verloren. Die Wiesel unterlagen aufgrund eines kapitalen Fehlstarts in die Partie bei GWD Minden letztlich verdient mit 29:32 (12:19).

Als nach einer Minute und zwanzig Sekunden Carles Asensio Cambra den Torreigen eröffnete, war das für die meisten unter den 1.803 Zuschauern in der Kreissporthalle Lübbecke zunächst einmal ein normaler Beginn eines Handballspiels.

Als Asensio dann seine zweiten Treffer markierte, war das schon eher außergewöhnlich, denn es war der Treffer zum 8:0 für GWD. Da waren 10:13 Minuten gespielt und die Dormagener warteten nach wie vor auf ihren ersten Treffer.

Der gelang dann zwar Jan Schmidt in der 12. Minute zum 1:8, doch folgten zwei Treffer von Danilo Radoncic und die Anzeigetafel zeigte 10:1 für die Grün-Weißen aus Minden.

Einen derartigen Fehlstart hatten die Wiesel in dieser Saison noch nicht hingelegt, sodass die Hoffnung auf ein weiteres Erfolgserlebnis in der Fremde schnell abgekühlt war.

Zwar wechselte Trainer Matthias Flohr nach seiner Auszeit beim Stande von 0:7 den gesamten Rückraum und brachte für Alexander Senden, Florian Boehnert und Finn Schroven dann Sören Steinhaus, Ian Hüter und Florian Träger, doch viel besser wurde es erstmal nicht. Zumal auch die Defensive große Lücken offenbarte und die Torhüter Louis Oberosler und später Christian Simonsen kaum einen Ball zu fassen bekamen.

„Wenn man mit 0:8 startet, wird es naturgemäß schwer, noch etwas Zählbares zu holen. Wir haben den Start völlig verschlafen, hatten keine Dynamik nach vorne und keine Aggressivität hinten, das hatte zunächst nicht mal Drittliga-Niveau“, ärgerte sich Flohr über den Fehlstart seiner Wiesel, die mit der Hypothek eines deutlichen 12:19-Rückstandes in die zweite Hälfte starteten.

In der bewiesen die Dormagener dann Moral und kamen mit fortlaufender Spielzeit immer besser in die Partie, auch weil ihre extrem offensive 3:2:1-Deckung nun den Mindenern überhaupt nicht behagte.

Fünf Minuten vor dem Ende zeigte die Uhr nur noch ein 29:25 für GWD an und Trainer Aaron Ziercke sah sich gezwungen, eine weitere Auszeit zu nehmen. Dann unterlief Max Staar ein Schrittfehler und die Gäste hatten den Ball und die Möglichkeit weiter zu verkürzen.

Doch der zwischenzeitlich eingewechselte Yahav Shamir im GWD-Tor löschte das aufkommende Feuer der Wiesel mit zwei wichtigen Paraden gegen die frei werfenden Alexander Senden und Frederik Sondermann und brachte sein Team so zurück in ruhigeres Fahrwasser und ebnete damit den Weg für den letztlich verdienten Sieg, den passenderweise wieder Asensio mit dem letzten Treffer zum 32:29 endgültig sicherte.

„Wenn wir die großen Chancen zum Ende hin nutzen, können wir sogar noch einen unverhofften Punkt mitnehmen. Aber am Ende ist der Mindener Sieg verdient, aber wir haben Mentalität und Moral bewiesen, das muss man dann loben“, meinte Flohr abschließend.

Die Spielstatistik:

GWD Minden – TSV Bayer Dormagen 32:29 (19:12)
GWD:
Semisch (8 Paraden), Shamir (3 P); Kranzmann (1/1), Korte (5), Johannsson (2), Schliedermann, Radovic (8), Teuteberg, Stoyke, Staar, Asensio (6), Kühn (3), Diekmann (2), Hermeling (5); Trainer: Aaron Ziercke.
TSV: Oberosler (5 Paraden), Simonsen (2 P); Reuland (1), Kaysen, Senden (3), Boehnert (1), I. Hüter, Reimer (5/3), Böckenholt (2), Schroven (1), Strosack (2), P. Hüter, Träger (2), Schmidt (7), Steinhaus (3), Sondermann (2); Trainer: Matthias Flohr.
SR: Frank/Bona (Remscheid/Radevormwald).– Z: 1.803. – Zeitstrafen: 10:6 Minuten (Hermeling/zweimal, Radovic, Staar und Disqualifikation Staar wegen Foulspiels/58. P. Hüter/zweimal, Boehnert). – Siebenmeter: 1/1:4/3 (Reimer scheitert an Semisch/44.) – Spielverlauf: 1:0 (2.), 8:0 (11.), 8:1 (12.), 10:1 (14.), 13:5 (19.), 16:8 (25.), 19:12 (30.) – 21:16 (37.), 28:20 (48.), 28:23 (51.), 29:26 (58.), 31:29 (60.), 32:29 (EN).


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