Dormagens höchster Saisonsieg war gleichzeitig die deutlichste Niederlage des EHV Aue in dieser Spielzeit. Nach einem holprigen Start drehte der TSV Bayer die Partie und baute den Vorsprung auch nach dem Seitenwechsel aus. "Die Mannschaft hat sich endlich einmal belohnt", freute sich TSV-Trainer Jörg Bohrmann vor allem über die disziplinierte Einstellung über die volle Spielzeit. "Der Erfolg für Dormagen geht auch in dieser Höhe in Ordnung", stellte Aues Trainer Runar Sigtryggsson fest. Nach dem 26:16-Erfolg kletterten die Dormagener auf den ersten Nichtabstiegsplatz in der 2. Handball-Bundesliga.

Nach 12 Minuten führten die Gäste mit 4:2 - auch weil Radek Musil im EHV-Kasten mehrfach sein Können gegen frei werfende Dormagener demonstrierte. Dann aber legten die Gastgeber den Hebel um: Nejc Poklar, mit insgesamt acht Treffern der erfolgreichste Werfer der Partie, erzielte das Anschlusstor, Robin Doetsch den Ausgleich. Mit einem Doppelschlag sorgte Max Bettin für die Führung, die im Verlaufe des Spiels dank der geschlossenen Mannschaftsleistung nicht mehr abgegeben wurde. Herausragend präsentierte sich Shooter Jo Gerrit Genz mit sechs Treffern. Und Sven Bartmann stellte seine grandiose Form erneut unter Beweis. Wie Musil wehrte der Schlussmann zwölf Bälle ab, trug sich aber auch mal wieder in die Torschützenliste ein: Er warf das Leder präzise ins leere EHV-Tor als Sigtryggur Runarsson während einer Strafzeit als sechster Feldspieler ins Spiel gebracht wurde.

Auch wenn Max Bettin mit drei Toren unter seinem Schnitt blieb, so gehörte ihm Bohrmanns Sonderlob: "Betti war richtig gut, immer wieder gelangen ihm tolle Anspiele." Ein gelungenes Debüt feierte der erst 17-jährige Linksaußen Gertjan Bongaerts, der nach dem verletzungsbedingten Ausfall von Pascal Noll zur Startformation gehörte. Bohrmann war mehr als zufrieden: "Gertjan hat in der Abwehr keinen einzigen Fehler gemacht und vorne einen Siebenmeter herausgeholt." Dank des engagierten Einsatzes des A-Jugendlichen brauchte der im Laufe der Woche erkrankte Sebastian Damm nur in der zweiten Hälfte spielen. "Jetzt bin ich auch fix und fertig", sagte Damm erschöpft und erfreut nach dem Schlusspfiff. "Nur 16 Tore gegen Aue zu kassieren, das ist schon stark", stellte Jörg Bohrmann die konzentrierte Leistung seiner Defensive heraus. "Wir haben immer wieder hervorragend gedoppelt und gemeinsam abgewehrt." Das sah auch Runar Sigtryggsson so: "Der TSV verteidigte kompakt und aggressiv. Wir waren viel zu brav trotz der 14 Strafminuten."

Auf die 2. Bundesliga wartet nun eine englische Woche. Der TSV Bayer Dormagen reist am Mittwoch nach Coburg, wo ab 20 Uhr auch der bayerische Ministerpräsident Horst Seehofer als Zuschauer anwesend sein wird. Am kommenden Samstag, 21. März, steht das nächste Heimspiel auf dem Spielplan. Gegner ab 19 Uhr im TSV Sportcenter ist der TV Emsdetten.

TSV Bayer Dormagen - EHV Aue 26:16 (13:8)
Dormagen: Bartmann (1), Jäger; Bettin (3), Genz (6), Plaz, Eisenkrätzer, Poklar (8/3), Doetsch (3), Kübler (3), Damm (2), Bongaerts, Hüter, Marquardt, Arnaud.
Aue: Musil, Petursson; Schäfer, Meinhardt (2), Roch (2), Brykner (3), Mägi (1), A. Sigtryggsson (3), Faith (1/1), Gunnarsson, Mazur (3), Runarsson, Sigthorsson, Paraschiv (1).
Schiedsrichter: Linker/Schmidt.
Zuschauer: 1137.
Zeitstrafen: 4:14 Minuten.
Siebenmeter: 3/4:1/2 (Poklar wirft an den Pfosten - Bartmann hält gegen Faith).
Spielfilm: 2:4 (12.), 6:4 (20.), 7:6, 9:6 (24.), 11:7 (26.), 13:8 - 15:9, 19:12 (42.), 24:15 (53.), 26:16.


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