Wenn am Pfingstsamstag (18 Uhr) in der 2. Handball-Bundesliga der TSV Bayer Dormagen auf den 1. VfL Potsdam trifft, dann kommen Freunde des deutschen Handballnachwuchses auf ihre Kosten.

Denn nicht weniger als elf Spieler beider Mannschaften stehen derzeit in der Auswahl zum „besten Nachwuchsspielers der Liga“, den die Cheftrainer und Geschäftsführerinnen und Geschäftsführer der Vereine wählen dürfen.

Auf Seiten der Dormagener Wiesel sind dies Junioren-Weltmeister Sören Steinhaus sowie die beiden Linksaußen Felix Böckenholt und Luis Pauli sowie das Kreisläuferduo Jan Schmidt und Frederik Sondermann. Die Potsdamer Adler sind in der Wahlliste mit Top-Scorer Max Beneke, Torwart-Ass Lasse Ludwig, Moritz Sauter und Nils Fuhrmann vertreten.  

Während das Dormagener Quintett am Samstag beim vorletzten Heimspiel komplett vertreten ist, wird auf Potsdamer Seite Keeper Ludwig nicht mit an Bord sein. Der Junioren-Weltmeister, der in der kommenden Saison komplett zu den Füchsen Berlin wechselt, ist derzeit schon in Diensten des Erstligisten unterwegs.

Die Favoritenrolle zugunsten der Adler ist nicht nur wegen des 27:22-Erfolgs im Hinspiel klar verteilt, denn schließlich feierten die Potsdamer am vergangenen Spieltag ihren erstmaligen Aufstieg in die Liqui Moly Handball-Bundesliga.

Es wird interessant zu sehen sein, wie das Team von Trainer Bob Hanning auf die vier trainingsfreien Tage reagiert. „Das geht meist nach hinten los. Die Trainingswoche und die Intensität war aber gut“, so der Erfolgscoach des VfL, der durchaus Respekt vor dem 15. der Tabelle aus Dormagen hat.

„Das ist eine Mannschaft, die immer Bock hat, Handball zu spielen. Das sind junge Leute, die von Woche zur Woche besser geworden sind und sie haben ein Heimspiel. Da wird es darauf ankommen, wie der Fokus der mir zu Verfügung stehenden Spieler ist“, so der 55-Jährige, der neben dem bereits geschafften Aufstieg auch gerne den Meistertitel mitnehmen würde. Dafür müssten die Adler zwei ihrer letzten beiden Partien gewinnen.

Der Titel der jüngsten Mannschaft, den die Potsdamer gerne für sich reklamieren, dürfte allerdings dann doch eher auf die der Dormagener zutreffen. Die jungen Wiesel, die zuletzt in Hüttenberg eine Enttäuschung erlebten, wollen vor eigenem Publikum Wiedergutmachung betreiben und den so gut wie sicheren Klassenverbleib nun endgültig klar machen.

„Nach dem verpatzten Spiel in Hüttenberg wollen wir zeigen was in uns steckt und den Klassenerhalt sichern. Auch wenn uns mit Potsdam eine starke Mannschaft erwartet, können wir das mit den Fans zu Hause schaffen“, zeigt sich Mittelmann Florian Boehnert, der einen Tag vor dem Spiel seinen 20. Geburtstag feiert, kämpferisch.

Für seinen Trainer Matthias Flohr, der laut Hanning auch ein Kandidat für den Trainerposten in Potsdam war, ist in der Liga „immer alles gegen jeden Gegner drin“. Ein erstes Erfolgserlebnis hatte der Dormagener Coach in dieser Woche mit dem Erwerb der A-Lizenz schon, gegen ein zweites hätte sicher nicht nur Flohr nichts einzuwenden…

Die Zweitligabilanz TSV – 1. VfL:

Heim: 2 Spiele – 0 Siege, 0 Unentschieden, 2 Niederlagen.
Auswärts: 3 Spiele – 0 Siege, 0 Unentschieden, 3 Niederlagen.
Gesamt: 5 Spiele – 0 Siege, 0 Unentschieden, 5 Niederlagen.
Letzte Saison: 23:24 (H) - 33:38 (A).
Das Hinspiel: 22:27.

Anwurf: Sa., 18.05.2024, 18.00 Uhr, TSV Bayer Sportcenter, Dormagen.
SR: Ramesh Thiyagarajah/Suresh Thiyagarajah (München/Köln).

TV: Der Streamingdienst Dyn überträgt per livestream:
Dyn - TSV Bayer Dormagen - 1. VfL Potsdam


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