Den zweiten Auswärtssieg der Saison feierten Spieler und mitgereiste Fans frenetisch. Am Samstagabend gewann der TSV Bayer Dormagen mit 29:25 (13:12) beim TV Hüttenberg. "Das hat mein Team heute ziemlich souverän gemacht", freute sich Trainer Jörg Bohrmann nach anfänglichen Schwierigkeiten in einer durchaus sehenswerten Partie. Mit dem Erfolg hält der TSV den Anschluss an die Nichtabstiegsplätze, für Hüttenberg wird es nach dieser Niederlage schwer. "Ich wünsche der Mannschaft den Klassenerhalt, so lange sie in der Tabelle hinter uns bleibt" schmunzelte Bohrmann.

Der Samstag begann mit einer Hiobsbotschaft. Dennis Marquardt konnte aufgrund eines plötzlichen grippalen Infekts nicht mit nach Hessen fahren. So musste Bohrmann den Innenblock ändern - Jonny Eisenkrätzer und Bastien Arnaud nahmen die Herausforderung an und machten ihre Sache hervorragend. Gleichwohl zogen die Gastgeber vor 1130 Zuschauern nach einer Viertelstunde auf 8:4 davon. Der TSV-Coach nahm eine Auszeit, in der er seine Spieler an die intensive Vorbereitung auf dieses Spiel erinnerte. Danach ging ein Ruck durch die Mannschaft, die sich an die Aufholjagd machte. Während Sven Bartmann erneut mit einer Fülle von ausgezeichneten Paraden (insgesamt 15) aufwartete, schaffte Linksaußen Sebastian Damm dann auch mit einem Doppel-Konter innerhalb von 13 Sekunden den 9:9-Ausgeich. Und Nejc Poklar, der mit neun Treffern erfolgreichste Werfer des Spiels, erzielte per Strafwurf kurz vor dem Halbzeitpfiff die erste Dormagener Führung (12:11).

Nach dem Seitenwechsel nahmen die Gäste zunächst das 13:13 hin, um sich dann über 16:13 und 18:14 bis hin zur ersten Sechs-Tore-Führung (23:17, 48. Minute) abzusetzen. Hüttenberg verkürzte vier Minuten vor Schluss auf 26:23. Doch spätestens als Jo Gerrit Genz und Nejc Poklar mit seinem sechsten sicher verwandelten Siebenmeter trafen, war das Spiel endgültig entschieden. "Dormagen war einfach im Kollektiv besser", lobte Hüttenbergs Coach Adalsteinn Eyjolfsson den Gegner. "Und Dormagen beherrschte das ABC des Handballs: Du musst die Zweikämpfe vorne und hinten gewinnen." Jörg Bohrmann sprach von einer geschlossenen Mannschaftsleistung. "Alle haben zu diesem wichtigen Sieg beigetragen." Ihm gefiel besonders der Ruhe bringende Aufbau von Nejc Poklar und dass "Max Bettin nach mehreren unglücklichen Pfostentreffern immer weiter machte." Ein besseres Kompliment gibt es kaum: "Wenn Sebastian Damm immer so spielt, dann bleibe ich gerne auf der Bank sitzen", beglückwünschte Pascal Noll seinen Kollegen auf der linken Außenbahn. Peter Strosack droht derweil eine längere Pause: Der Rechtsaußen verletzte sich am Knie, versuchte es später noch einmal, musste aber passen. Die Untersuchung wird nähere Aufschlüsse über die Schwere der Verletzung geben.

In den nächsten beiden Spielen trifft der TSV auf zwei Aufstiegsaspiranten: Am Samstag, 28. Februar, gibt der TV Bittenfeld ab 19 Uhr seine Visitenkarte im TSV Sportcenter am "Spieltag der Tradition" ab. Tabellenführer Leipzig ist Gastgeber am Freitag, 6. März. 

TV Hüttenberg - TSV Bayer Dormagen 25:29 (12:13)
Hüttenberg: Ritschel, Schomburg; Lambrecht, Wernig (5/1), Warnke (8/4), Scholz (3), Mraz (1), Fernandes (2), Mappes, Hofmann (1), Schmidt (3), Liebald, Semmelroth (2), Ludwig.
Dormagen: Bartmann, Jäger; Bettin (3), Genz (5), Plaz, Eisenkrätzer (1), Damm (6), Poklar (9/6), Doetsch (1), Noll, Strosack (2), Hüter, Arnaud, Kübler (2).
Schiedsrichter: Köppl/Regner.
Zuschauer: 1130.
Zeitstrafen: 8:8 Minuten.
Siebenmeter: 5/8:6/6 (Bartmann hält gegen Schmidt, Warnke und Wernig gegen den Pfosten).
Spielfilm: 2:0, 2:2, 5:2, 8:4 (14.), 9:9 (21.), 11:12 (28.), 12:13 - 13:13, 13:16, 14:18, 16:21 (45.), 17:23 (48.), 19:23, 19:25, 23:26 (56.), 23:28, 25:29.


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