Der TSV Bayer Dormagen gewann am Samstagabend das zweite Heimspiel der Saison 2022/23 gegen Aufsteiger HSG Konstanz mit 25:22 (11:10). „Das waren heute ein paar Fehlwürfe zu viel. Wir haben die Ruhe bewahrt und sind am Ende zufrieden mit den zwei Punkten“, erklärte TSV-Coach Matthias Flohr. Gleichzeitig machte er erneut deutlich, dass es in der 2. Handball-Bundesliga keinen Gegner gibt, den man auf die leichte Schulter nehmen kann. Im nächsten Auswärtsspiel am kommenden Freitag, 23. September, geht es zu einem Klub, der seinen Namen geändert hat: Aus der DJK Rimpar Wölfe wurden die Wölfe Würzburg. Den September beendet das Heimspiel gegen den zweiten Aufsteiger: Gast im TSV Bayer Sportcenter ist am Freitag, 30. September, der 1. VfL Potsdam. Zum Online-Ticketshop

Nach den Videostudien der Konstanzer Spielweise war klar, dass die Wiesel ein ungewöhnliches Defensivsystem knacken mussten: Das „Kompliment für eure unglaublich variable Abwehr“ richtete Matthias Flohr an Gäste-Trainer Jörg Lützelberger und setzte damit auch ein Zeichen kurz vor dem Tag des Respekts an diesem Sonntag. „Gegen eine offensive Abwehr sehen wir nie sonderlich gut aus“, begründete der starke TSV-Schlussmann Christian Simonsen, warum im Spiel nicht sehr viele Schönheitspunkte verteilt wurden. Flohr: „Wir wussten, dass uns gerade das Konstanzer 3:3 das Leben schwermachen würde.“

Mit den erarbeiteten Lösungen konnte er durchaus zufrieden sein: „Immer wieder kamen wir zu Durchbrüchen.“ Doch es mangelte zu oft an der konsequenten Vollstreckung - allerdings auch gegen einen Torwart, der sich wie Simonsen 60 Minuten lang gute Noten verdiente. „Dank der verbesserten Verteidigung haben wir Leon Grabenstein besser ins Spiel gebracht“, lobte Lützelberger und betonte nach den zuvor hohen Niederlagen gegen Coburg und Potsdam: „Trotz der dritten Niederlage geht es in die richtige Richtung. Heute hat es nicht gereicht, weil wir uns einige Fehler zu viel im Abschluss erlaubt haben.“ Damit meinte er nicht den griechischen Neuzugang Christos Erifopoulos, der mit fünf Treffern erfolgreichster Werfer seines Teams war.

Ein kluger Schachzug von Flohr: Jakub Sterba konnte seine individuelle Stärke aus dem rechten Rückraum unter Beweis stellen und sorgte häufig für Gefahr in der Hälfte des Gegners. Auch wenn er gute Gelegenheiten ausließ, so war der Trainer mit Sterbas drei Treffern und der Umsetzung des Spielplans zufrieden. Ein Ausrufezeichen innerhalb von zwei Minuten: Erst scheitert der Tscheche an Grabenstein, dann am Pfosten, anschließend holt er sich den Ball, stürmt über das komplette Spielfeld und ist trotz Bedrängnis erfolgreich. Positive Reaktionen zeigte zudem Linksaußen Joshua Reuland, der einen vollständig versemmelten Konter vergessen ließ und danach kompromisslos viermal traf. Cool blieb auch Lucas Rehfus, der kurz nach seiner Einwechslung eine unglückliche Zeitstrafe kassierte. Nach seiner Rückkehr aufs Spielfeld nahm er genau Maß und machte das wichtige 21:18 in der 49. Minute. Eine wichtige Erkenntnis für Mislav Grgic: Er weiß jetzt, dass gegnerische Torhüter sich besonders auf seine Würfe vorbereiten. Denn natürlich konnte er mit seiner 1/7-Quote nicht zufrieden sein. Sie war das komplette Gegenteil von Jan Reimers Erfolgskurve: Der Rechtsaußen setzte sieben seiner acht Würfe in die Maschen, darunter drei sicher verwandelte Siebenmeter.

Schnuppern am ersten Zweitliga-Einsatz konnte Youngster Jan-Christian Schmidt (17), der auf die Bank rückte, weil der erkrankte Alexander Senden und der nach seiner Mittelfuß-Operation bis Jahresende ausfallende Ole Klimpke nicht zum Kader gehörten. Offen ist, wann Senden wieder spielen kann. Flohr: „Er muss wohl mal komplett auf den Kopf gestellt werden.“

TSV Bayer Dormagen - HSG Konstanz 25:22 (11:10)
Dormagen:
Simonsen (11 Paraden), Juzbasic (n.e.), Broy (n.e.); Reuland (3), Meuser (4), Karvatski (n.e.), Zurga, Rehfus (1), I. Hüter (4), Reimer (7/3), Grgic (1), P. Hüter, Sterba (3), J. Schmidt (n.e.), Seesing, Steinhaus (2).
Konstanz: Grabenstein (13 Paraden), Ebert (bei einem 7m); Stotz (1), Czako (3), Foege, Michelberger (n.e.), Thomann (4/2), Erifopoulos (5), Mauch (1), Beckmann (2), Wendel, Schramm, Ingenpaß (1), Köder (3/1), Knezevic, Hutecek (2).
Schiedsrichter: Hillebrand / Umbescheidt.
Zuschauer: 768.
Zeitstrafen: 6:10 Minuten.
Siebenmeter: 3/3:3/4 (Simonsen hält gegen Köder).
Spielfilm: 1:0, 2.3, 5:3 (13.), 9:6 (20.), 11:8 (27.), 11:10 - 13:11, 13:14 (37.), 14:15, 18:15 (43.), 21:18 (49.), 22:20, 24:22 (58.), 25:22.


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