Nach dem letzten Heimspiel verabschiedet der TSV Bayer Dormagen in der Regel die Handballer, die zum letzten Mal das Trikot des Zweitligisten getragen haben. Diesmal kamen gleich zwei Trainer hinzu: Peer Pütz und Assistent David Röhrig - der in der kommenden Saison als Chefcoach des VfL Lübeck-Schwartau zurück ins TSV Bayer Sportcenter kommt.

Handball-Geschäftsführer Björn Barthel erinnerte an den Kampf um den Klassenerhalt: „Viele haben keinen Pfifferling mehr auf uns gegeben. Aber diese Mannschaft hat sich endgültig in Nordhorn für die intensive Arbeit der letzten Monate verdient belohnt. Ich ziehe den Hut vor euch.“ Sechs Spieler erhielten von Barthel großformatige Fotos, die Fotograf Heinz Zaunbrecher zusammengestellt hat. Ein Siebter konnte nicht dabei sein: Max Eugler war erkrankt. „Er hat uns mehrfach geholfen, als wir große Verletzungsprobleme hatten“, dankte Barthel. Eugler wird demnächst für den TV Korschenbroich spielen. Ein Wiedersehen wird es mit Joonas Klama geben: Der Torwart war einige Male beim TSV eingesprungen. Er wechselt zum Bundesliga-Absteiger TuS N-Lübbecke.

Alle Jugendteams hat das TSV-Eigengewächs Lennart Leitz durchlaufen. Barthel wünscht ihm viel Glück bei seinem neuen Verein, mit dem der Rechtsaußen in der Saison 2022/23 in die Dormagener Halle einlaufen wird: Leitz geht zusammen mit David Röhrig nach Lübeck. Auch Linksaußen Tim Mast wird hier wieder zu sehen sein, er wechselt zum Liga-Rivalen TuSEM Essen und wird „dort auf eigenen Füßen stehen.“ Dank und Anerkennung galten auch Finn Johannmeyer, der im Laufe der Saison häufiger mit Verletzungen zu kämpfen hatte. Er wechselt in die 3. Liga zum TuS Opladen. Ante Grbavac kam aus Linz in Österreich und wurde heimisch in Dormagen. „Du hast hier vor allem in deiner ersten Saison aus allen Lagen geworfen“, anerkannte Björn Barthel die Leistung des dreifachen Familienvaters. Der hat sicher gute Chancen, Torschützenkönig der 4. Liga mit Interaktiv. Handball Ratingen zu werden. Nach einem Jahr in Dormagen wird Patryk Bernacki wieder zurück in seine polnische Heimat gehen. Er hatte die Entscheidung getroffen, als noch nicht klar war, in welcher Liga der TSV in der nächsten Saison spielen würde.

„Du warst zwar nur ein halbes Jahr Cheftrainer, wirst aber als sehr erfolgreicher Coach in die Geschichte des TSV Bayer Dormagen eingehen“, wünschte Barthel Peer Pütz viel Erfolg. Er wird Assistent des früheren Dormagener Nachwuchskoordinators Jamal Naji beim Erstligisten Bergischer HC. „Wir haben uns als Jugendtrainer oft duelliert, du hast aber zumeist gewonnen“, erinnerte der Geschäftsführer an Spiele gegen Peer Pütz. „Zudem hast du die komplette Sichtung und Entwicklung von Spielern geprägt, die heute teilweise in der Bundesliga oder in der Nationalmannschaft spielen.“ Erinnerungen an David Röhrig hat Barthel seit 2002: „Damals hat meine E-Jugend gegen Bonn gespielt und du warst dabei.“ Immerhin war es das Vorspiel vor dem Länderspiel Deutschland gegen Schweiz anlässlich der Einweihung des Sportcenters.

Kapitän Patrick Hüter dankte allen Fans - auch denen, die „negativ waren und nicht gut über uns geredet haben“ - im Namen der Mannschaft: „Vor sechs Monaten waren wir am absoluten Tiefpunkt. Nun sind wir alle froh und stolz, dass wir die Klasse gehalten haben.“ Hüter hob auch die anwesenden Spieler hervor, die für einige Partien eingesprungen waren: Benni Richter und Oliver Dasburg. TSV-Abteilungsleiter Jocky Krapp meldete sich mit gutem Grund zu Wort: „Schließlich hat die Abteilung die Trainer abgestellt, die ihre Mission erfolgreich beendet haben.“


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