Vor 35 Jahren stieg der TSV Bayer Dormagen erstmals in die 1. Bundesliga auf. Verantwortung trug damals ein außergewöhnlicher Trainer: Eigentlich sollte Petre Ivanescu am heutigen Karfreitag anlässlich seines 86. Geburtstags vom TSV neben der Gratulation auch eine Erinnerung an seine Zeit in Dormagen und insbesondere an das Aufstiegsjahr 1987 erhalten, das in die Geschichte des Dormagener Handballs eingegangen ist. Doch der ehemalige Bundes- und Bundesligacoach starb leider vor 14 Tagen. „Petre Ivanescu hat in Dormagen und im deutschen Handball große Spuren hinterlassen“, sagt Dormagens Handball-Geschäftsführer Björn Barthel. „Wir trauern und werden an ihn mit einer Gedenkminute beim Spiel gegen den TV Großwallstadt am 22. April besonders erinnern.“ Petre Ivanescu kam 1986 zum TSV und wäre sicher länger als zwei Jahre geblieben. Doch der Deutsche Handball-Bund verpflichtete ihn als Bundestrainer - und die gleichzeitige Tätigkeit für einen Erstligisten war von der Liga nicht gewollt.

Mit seinem Heimatland Rumänien war der Rückraumspieler Ivanesu 1961 und 1964 Handball-Weltmeister, 1961 sogar Torschützenkönig der WM. Als Trainer der Alt-Meister TuSEM Essen und VfL Gummersbach sammelte er diverse Titel, zeigte seine Qualität aber eben auch durch die Aufstiege mit dem TSV Bayer Dormagen, dem TV Niederwürzbach und dem OSC Rheinhausen. „Die Nachricht von seinem Tod trifft mich. Er war ein Riesentrainer – hart, aber sehr herzlich und unter der rauen Schale ein tief empathischer Mensch“, sagt „Hexer“ Andreas Thiel, viele Jahre Schlussmann im Kasten des TSV Bayer Dormagen. Für den heutigen Bundestrainer Alfred Gislason steht fest: „Petre Ivanescu war ein fantastischer Trainer der alten Schule: knallhart und humorvoll.“


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