„Die Mannschaft hat sich für ihren Superfight belohnt“, nahm Peer Pütz das Lob für den zweiten Sieg in diesem Jahr erleichtert entgegen. Dabei waren es nicht nur die beiden Punkte, die dem TSV Bayer Dormagen nach dem 29:23 (12:7)-Erfolg gegen den HC Elbflorenz neue Zuversicht im Kampf um den Klassenerhalt geben: Gerade die Leidenschaft und der Spielwitz machten deutlich, dass dieses Team die Herausforderung angenommen hat. Die grandiose Deckung mit einem starken Martin Juzbasic sorgte für Sicherheit und ließ lediglich sieben Sachsen-Tore in der ersten Hälfte zu - Minusrekord für Dresden in dieser Saison waren auch die lediglich 23 Treffer nach 60 Minuten. „Man kann verlieren, aber die Art und Weise ärgert mich. Wir waren heute nicht bereit“, konnte Gäste-Coach Rico Göde seine Enttäuschung nicht verbergen. Der HC fand auch keine ausreichenden Mittel, um die variantenreiche Dormagener Offensive zu bremsen.

Schon der Blick auf den Spielverlauf lässt keine Zweifel aufkommen: Der TSV führte von Beginn an, es gab kein einziges Remis und auch in der zweiten Hälfte lagen die Gastgeber nahezu ständig mit mindestens fünf Treffern vorne. Dabei spielten die ungewöhnlich harten Zeitstrafen, die den TSV extrem früh trafen, eigentlich dem HC in die Hände. Doch als Alex Senden nach 45 Sekunden auf die Bank musste, setzte Martin Juzbasic mit einer Parade gegen Michael Schulz ein erstes Ausrufezeichen. Und als es keine zwei Minuten später Patrick Hüter traf, war der Dormagener Schlussmann wieder da und wehrte den Strafwurf von Julius Dierberg ab. Die eigenen Chancen nutzten die Rheinländer indes und bauten ihren Vorsprung über 9:3 bis auf 12:7 zur Pause aus.

Kurz nach dem Seitenwechsel kamen die Gäste etwas näher, doch nun war es Andre Meuser, der mit drei platzierten Würfen die Verhältnisse wieder gerade rückte. Der fünfte der insgesamt sieben Treffer war Saisontor Nummer 100 des langen Linkshänders, der am Freitagabend nur von Jan Reimer getoppt wurde. Der Rechtsaußen wurde vom TSV-Rückraum gut ins Spiel eingebunden und trug sich insgesamt neunmal in die Torschützenliste ein. Auch in den letzten Minuten, als Dresden mit den beiden vorgezogenen Oskar Emanuel und Marek Vanco überraschen wollte. Doch auch das gelang nur kurz, schnell reagierte der TSV auf die neue Situation und sorgte für Dresdens zweithöchste Niederlage dieser Saison. Den Schlusspunkt setzte Andre Meuser mit einem Heber.

Neben der mannschaftlichen Geschlossenheit zeichneten sich die TSV-Spieler durch individuelles Können aus: Rico Göde war von den „gefühlt 200 Stundenkilometern“ beeindruckt, mit denen Ian Hüter immer wieder in die HC-Abwehr eindrang. Bei seinem Comeback half der im Februar verpflichtete Mislav Grgic seinem Team mit kompromisslosen Zielwürfen und gelungenen Anspielen. Am Kreis waren Patrick Hüter und Aron Seesing hellwach. Seesing geht davon aus, dass sein Einschlag zum 17:11 nach einem weiten Pass von Alex Senden einer seiner schnellsten Abschlüsse überhaupt war. Angesichts des guten Spiels von Andre Meuser verzichtete Peer Pütz auf den Einsatz von Neuzugang Artur Karvatski, der „im Training einen sehr guten Eindruck machte.“

Ein tolles Signal, nachdem für Patrick Hüter bereits in der 40. Minute nach der dritten Zeitstrafe die Partie beendet war: Der Kapitän beeilte sich, lief zu den trommelnden Fans und beteiligte sich fortan mit einer Tröte an der lautstarken Unterstützung. Für ihn und das gesamte Team war klar: „Diese Leistung wollen wir bestätigen und gehen am Mittwoch in Dessau mit der gleichen Einstellung aufs Spielfeld.“ Und der Blick richtet sich auch schon aufs nächste Heimspiel: Am Sonntag, 3. April, erwartet der TSV den VfL Lübeck-Schwartau ab 17 Uhr im TSV Bayer Sportcenter. Tickets gibt es online.

TSV Bayer Dormagen - HC Elbflorenz 29:23 (12:7)
Dormagen:
Juzbasic (11 Paraden), Simonsen (47.-54., 1 Parade); Karvatski (n.e.), Meuser (7), Leitz, Senden (1), I. Hüter (4), Reimer (9/4), Grgic (3), P. Hüter (3), Zurga (n.e.), Johannmeyer, Grbavac (n.e.), Seesing (1), Steinhaus, Mast (1).
Elbflorenz: Mohs (2 Paraden), Huhnstock (31.-50., 1 Parade); Zobel (1), Niestroj (1), Emanuel (4), Dierberg (5), Buschmann (1), Dumcius, Kretschmer (7/3), Stavast (1), Greß (1), Vanco, Klepp, Schulz (1), Quade (1).
Schiedsrichter: Hörath / Hofmann.
Zuschauer: 719.
Zeitstrafen: 14:14 Minuten.
Siebenmeter: 4/5:3/4 (Reimer wirft einmal an die Latte - Juzbasic hält gegen Dierberg).
Spielfilm: 4:1 (10.), 9:3 (17.), 10:6, 12:7 - 14:10, 19:11 (40.), 22:16, 25:20 (54.), 29:23.


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