Nach dem Gewinn von drei Punkten in Bietigheim und gegen Coburg hatten die Wiesel sich auch in Rimpar etwas ausgerechnet. Doch der Dormagener Auftritt am Samstagabend in Würzburg ist nicht annähernd mit den zuletzt gezeigten Leistungen zu vergleichen. „Da müssen wir gar nicht drumherum reden“, sagt David Röhrig, „das Spiel haben wir völlig in den Sand gesetzt.“ Röhrig übernahm in Rimpar die Trainerrolle von Peer Pütz, der aufgrund eines positiven Coronatests das Spiel am heimischen Monitor verfolgen musste. Die Unterfranken setzten sich mit 31:22 (16:9) durch und damit auch von der Abstiegszone ab. Der TSV Bayer Dormagen befindet sich hingegen wieder am Tabellenende der 2. Handball-Bundesliga, da Ferndorf sein Heimspiel gegen Emsdetten mit 33:24 gewann und vorbeizog. Die nächste Aufgabe wartet schon am Dienstag, 1. März: Dann findet das Nachholspiel des 10. Spieltags gegen den ThSV Eisenach im TSV Bayer Sportcenter statt. Und drei Tage später kommt es an gleicher Stelle zum Mittelrhein-Derby gegen den VfL Gummersbach. Zum Ticket-Online-Shop

Ein unglücklicher Start für den TSV in der Würzburger tectake-Arena: Nach dem Anwurf der Gäste endet der erste Angriff mit einem guten Abschluss von Alexander Senden, der Ball landet allerdings an der Latte. Pech auch für Martin Juzbasic, der stark gegen Patrick Schmidt hält. Doch der Ball landet im Seitenaus und Rimpar kann den Angriff erfolgreich fortführen. So dauert es bis zur 5. Minute, ehe Andre Meuser den ersten TSV-Treffer zum 3:1 erzielt. Weil Senden auf 3:2 verkürzt und Joshua Reuland an die Siebenmeterlinie tritt, ist der Ausgleich zum 3:3 möglich. Allerdings ist es einmal mehr der Tag von Marino Mallwitz, der alle drei Strafwürfe von Reuland abfängt, später auch noch einen von Sören Steinhaus. Hinzu kommen eine Fülle von Dormagener Möglichkeiten, die Rimpars Schlussmann auf mitunter spektakuläre Art und Weise entschärft.

So ist das Spiel auch schon erzählt: Der TSV bemüht sich, Rimpar baut die Führung aus - über 9:5 nach einer Viertelstunde bis hin zum 16:9 zur Pause. „Wenn wir vorne so viel verpöhlen, dann müssen wir uns auch nicht über die Gegenstöße wundern“, erklärt David Röhrig, der sich die Partie in Würzburg deutlich anders vorgestellt hatte. Auch nach dem Seitenwechsel bleibt „Spannung“ ein Fremdwort, denn Rimpars Vorsprung beträgt immer mindestens sechs Tore. Lob gibt es freilich auch zu verteilen: Zumindestens fiel Dormagens Niederlage einstellig aus; Martin Juzbasic wehrte immerhin elf Bälle ab und das Zusammenspiel mit Aron Seesing am Kreis ließ sich ebenfalls sehen. Röhrig: „Der Sonntag dient der Regeneration, dann müssen wir einen schnellen Blick auf Eisenach werfen.“

DJK Rimpar Wölfe - TSV Bayer Dormagen 31:22 (16:9)
Rimpar:
Mallwitz (19 Paraden), Wieser; Schömig (8/2), Böhm (3), Karle (5), Schmidt (3), Durr, Meyer (3), Dayan (5), Kovacic, Link (4), Sauer, Merk.
Dormagen: Juzbasic (11 Paraden), Simonsen (ab 54.); Reuland (2), Meuser (5), Leitz (1/1), Senden (4), I. Hüter (1), Zurga, P. Hüter, Grbavac (1), Seesing (5), Steinhaus (3/1), Mast, Stein.
Schiedsrichter: Fabian Dietz / Tobias Biehler.
Zuschauer: 426.
Zeitstrafen: 8:0 Minuten.
Siebenmeter: 2/2:2/6 (Mallwitz hält dreimal gegen Reuland und gegen Steinhaus).
Spielfilm: 3:1 (5.), 5:3, 9:4 (16.), 14:6 (25.), 16:9 - 18:11, 22:13 (41.), 24:18 (50.), 28:20, 31:22.


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